Zukunft des Konsumverhaltens

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Speech in German about the future of consuming.
Vortrag über die Zukunft des Konsumverhaltens

Veröffentlicht in: Marketing
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Keine Notizen für die Folie
  • Willkommen in das Land, wo Wunder, Zauber, Mythen und Überfluss herrschen.
    Willkommen auf eine Reise in die inneren Bedürfnisse von uns Konsumenten – wie sie auch die Zukunft prägen werden.

    Das Grund-Paradox, das diese Betrachtung prägt:
    1. Alles ändert sich viel schneller und massiver als alle denken.
    Das ist meine Erfahrung aus 20 Jahren Internet: immer wurden die Prognosen belächelt oder angefeindet – und dann kam es meistens schneller und drastischer als mutig prognostiziert. Vor allem war die Bereitschaft – ja Lust – der Konsumenten sich die neuen Möglichkeiten nutzbar zu machen größer als erwartet
    2. Vieles bleibt statischer als man denkt. Denn der Mansch und seine Evolution ist das langsamste Element in diesem Prozess. Wir Menschen sind immer noch von den Instinkten, Verhalten und Reaktionen geprägt, die wir uns seit der Frühzeit angewöhnt haben. Noch sind wir massiv von Urerfahrungen geprägt.
    Aber: die Anpassungsfähigkeit und Anpassungslust des Menschen ist sehr viel größer aller je gedacht.
  • Ein schönes Symbol des technischen Voranschreitens – und der Folgen von Moores Law.
    2005: 128 MB Speicher – 2014 128 GB Speicher – bei niedrigerem Preis – Faktor 1.000
    Passt auch, weil es die Speichermöglichkeiten sind, dien uns heute Sorgen bereiten (NSA & Co.)
  • Moores Law: Wikipedia.de: Die Komplexität integrierter Schaltkreise verdoppelt sich alle 12 – 24 Monate.
    Wikipedia engl.: The number of integrated circuits doubles app. every 18 months.
    Die Rechnerleistung verdoppelt sich immer schneller – und das ist, wie man sieht keine Gerade, sondern weist einen leichten exponentiellen Schwung auf.
    d.h. die Entwicklung nimmt auf hohem Niveau eher noch weiter Schwung auf.
  • Schnellere Rechenleistungen
    Geringe Rechenkosten
    Höhere Speicherfähigkeit
    Minimale Speicherkosten
    Bessere Interoperabilität zwischen allen Systemen
    Komplexere Algorithmen
    Verarbeitung viel größerer Datenmengen
    Bessere Priorisierung von Daten (Erkennung von Datenmustern)
    Verkleinerung der OS und Rechensysteme
    Mobile
    Wearables
    Internet of things
    Exponentialeffekt nimmt in absehbarer Zeit noch zu.
  • Nur Eines/Einer ändert sich nicht wirklich: der Homo sapiens – also wir.
    Wir reagieren wie noch einst. Wir sind geprägt aus lange vergangenen Zeiten, als wir noch zu Jagd gingen.
    Speziell unser Reaktionsgehirn, unser limbisches System und unser Unterbewusstsein reagiert noch sehr archaisch und stur reaktiv.
    Kultur, Säkularisierung und technischer Wandel hat unser menschliches Denk- und Handlungssystem nicht geändert. Aber wir waren hervorragend in der Anpassung an immer neue Situationen.
  • Wir haben das 20. Jahrhundert gebraucht, um die Träume des 19. Jahrhunderts zu verwirklichen, wie sie Jules Verne formuliert hat.
    Wir sind zum Mond geflogen, haben das fliegen gelernt. Wir sind unter Wasser in U-Booten getaucht, sind ins Innere der Welt vorgedrungen. Wir reisen um die Welt und haben den letzten Winkel der Welt erobert.
    Das waren technologische Träume, typisch für das Industriezeitalter. (s.a. Ein Tag im Jahr 2889.)
    Was wir jetzt im 21. Jahrhundert angehen, das sind viel tiefer liegende, eher unbewusste Wünsche: Dinge die wir in unseren mythischen Gedächtnis haben. Die wir in Märchen, Mythen und uralten Geschichten gelernt haben.
  • Wir haben Glück – uns begleitet auf unserer Reise in die Wunschwelt von uns Konsumenten im 21. Jahrhundert eine gute Fee. Die bezaubernde Jeannie.
    Und Diese Fee ist sehr großzügig. Wir haben bei ihr glatte 4 (in Worten: vier) Wünsche frei. Große Wünsche wohlgemerkt.
    Einziger Nachteil, einziges Manko – aber das ist typisch für gute Feen: Ist der Geist des Wunsches erst aus der Flasche, gibt es kein Zurück mehr.
  • Der erste Wunsch: Zauber und Wunder – wir möchten zaubern können und Wunder vollbringen können.
    Das hier etwa ist der Zauberstab von Harry Potter – jederzeit erwerbbar im Spiele-Fachhandel oder natürlich im Online-Versand.
    Eine kleine Bemerkung an dieser Stelle. Man bedenke, dass zuletzt eine komplette Generation von Jugendlichen in der Gewissheit aufgewachsen ist, dass Zauber möglich ist, dass man auf Besen fliegen kann etc. – Das ist der narzisstische Ur-Traum schlechthin: Erfolg ohne jede Anstrengung. Alles bekommen können mit dem Wink eines Zauberstabs. (Für unsere Mütter war das noch ein Küchengerät!)
  • Und wie wir zaubern können: mit dem Tippen auf eine Glasscheibe (unseres Smartphones), mit dem Klicken einer Maustaste können wir uns jede Melodie und jedes Musikstück sofort anhören. 400 Jahre Musikgeschichte, 60 Jahre Pop-History. Teilweise bis zu 30 Millionen Musiktitel.
    Ganz selbstverständlich und eigentlich kostenlos. Was für ein Wunder. Der Traum aller Sammler. Alles immer zu Ohr, unterwegs, zuhause, immer.
    Spotify: 20 Mio. Titel
    Deezer: 25 Mio
    xBox Music: 30 Mio
    Google Play Music: 10 Mio
    Pandora, Simfy etc.
  • Ein anderes Wunder: Wir können uns, wenn uns nach einer Spritztour ist, einfach in ein Auto am Straßenrand setzen, womöglich noch ein Cabrio – und mit wenig Zauberbewegungen ganz legal starten – und losfahren. Bezahlt wird später – und unmerklich über Abbuchung. Der Genuss der Fahrt ist sozusagen gefühlt kostenfrei.
    Der Trend ist eindeutig: Man will sich nicht mehr mit Besitz belasten. Besitz funktioniert nicht mehr als Status – dafür hat man all den Hassle an der Backe: Reifenwechsel, Service, Wertverlust, Kauf etc. Man will nur die Dienstleistung an sich: Mobilität, Auto fahren, mobil sein genießen.
    Drive Now, Flinkster (DB), Car2Go, Zipcar etc.
  • GE – General Electric – der Hersteller von Düsenturbinen für Flugzeuge, geht hier längst den Weg konsequent zu Ende.
    Man kann keine Düsenturbinen mehr bei GE kaufen, sondern nur Betriebsstunden. Da ist Betrieb, Monitoring, Wartung, Austausch etc. alles inklusive.
    Viele Technikfirmen evaluieren inzwischen – teilweise in überraschenden Allianzen, wie sie vom Verkauf von Produkten hin zum Verkauf von integrierten Services kommt – und wie dann ein erfolgreiches Geschäftsmodell aussehen kann.
    z.B. Rundum-Mobilität – Flug – Auto – Zug – Fahrrad – ÖPNV – Taxi etc.
  • Auch die Händler im Internet haben zum Ziel, möglichst schnell liefern zu können. Zielvorgabe von Jeff Bezos von Amazon ist eine Lieferzeit von 60 Minuten – also zumindest noch am selben Tag. Dafür gründet er in den USA seine eigene Lieferflotte mit einer ausgeklügelten Lieferungs-Software dahinter.
  • In München liefert der Baumarkt OBI in einem Testprojekt schon erfolgreich Güter noch am selben Tag, die am vormittag online bestellt worden sind – frei Haus und kostenlos.
  • Noch schneller soll die Lieferung per Drohne erfolgen, die mit den bestellten Gütern einfliegen soll. So zumindest hat es Amazon in einem – nicht sehr wahrscheinlichen – PR-Stunt angedeutet.
  • Aber tatsächlich strebt Amazon eine Art-Instant-Lieferung an. Im Momant der Bestellung soll der Lieferwagen schon vor der Türe stehen. Vorbedingung dafür ist, dass Amazon vorausahnt, welche Produkte der Kunde bestellen wird. Für solch antizipatorische Lieferung hat Amazon bereits ein Patent angemeldet. (Hier eine Funktionsskizze daraus.)
  • So werden die Lieferzeiten immer kürzer. Für digitale Produkte und Streaming etc. ist eine Instant-Lieferung längst Selbstverständlichkeit. Für physikalische Produkte wird die Zeitspanne immer kürzer. War sie einst mehrere Tage schrumpft sie jetzt auf den selben Tag der Bestellung – und der (Alp-)Traum (?) ist es, sozusagen schon liefern zu können, bevor der Kunde bestellt, weil man dessen Wünsche längst vorausahnen kann.
    Das ist wahrhaftig „zauberhaft“. Dinge werden wahrgesagt und schon sind sie wie herbeigezaubert da.
  • Warum diese Eile, dieser Drang nach Sofort-Befriedigung von Konsumwünschen? Weil wir Menschen das dringend brauchen und wollen. Genauer gesagt, weil es unser limbisches System braucht, das für Belohnung, Motivation und Antrieb zuständig ist.
    Ist es der Jagdinstinkt, dass wir „erlegtes“ Gut sofort nach Hause haben wollen, wie wir es auch über Jahrhunderte im stationären Handel uns angewohnt haben.
    Es ist schlimmer: es ist unser Bedürfnis nach unserem Glückshormon Dopamin, das wir ausschütten, wenn wir einen Wunsch erfüllt bekommen. Und wir sind im Laufe unserer Überflussgesellschaft längst dopaminsüchtig geworden. Das sieht man nicht nur an unserer Kauf-Ungeduld.
  • Das Dopamin ist auch eine der Gründe des Erfolges von Google, Wikipedia und Facebook. Eine richtig beantwortete Frage bei Google oder Wikipedia – und gibt uns den nötigen Kick im Gehirn und schon wird ein Quäntchen Dopamin ausgeschüttet. Noch markanter – und wissenschaftlich nachgewiesen – sind Dopaminausschüttungen, wenn man bei Facebook ein „Like“ bekommt, bei Twitter erwähnt wird, wenn man eine SMS bekommt oder bei Whatsapp eine Message herein kommt.
    Der Dopamin-Markt wird für die Zukunft der Konsumwelt wirklich wichtig werden. Für Instant-Märkte…
    Dopamin ist einer unser wichtigsten Neuotransmitter, der Glückshormone ausschüttet, die wir nur selbst erzeugen können – und uns nicht von außen zugeführt werden kann – auch nicht durch Drogen. Dopamin ist unser körpereigenes Kokain und Preludin und Koffein – es gibt uns das „Supergeil!“-Gefühl.
  • Der zweite Wunsch: Vielfalt & Überfluss. Die Vision eines Schlaraffenlandes – hier gemalt von Pieter Brueghel dem Älteren – war der naheliegende Wunschtraum von einer Gesellschaft, die immer Not und Hunger erleiden musste. Damals wurde solch eine Welt des Überflusses, in dem es zu viel zu essen gibt, in dem die Hühner ins Maul fliegen und Berge von Pudding durchfuttert werden müssen, erträumt. Heute haben wir sie.
    Aber die Erfahrung von Überfluss auf breiter Ebene – und nicht nur für winzige Eliten – ist in unserer Welt relativ neu. Sie ist gerade mal 50 oder 60 Jahre alt. So schön der Traum ist, so sehr stresst heute die Überfluss-Realität. Sie schafft neue Entscheidungszwänge, an die wir nie gewöhnt waren.
    Aber die Anpassungsfähigkeit des Menschen ist immens – wie schon erwähnt – und an Überfluss zu gewöhnen ist vergleichsweise eine leichte Übung.
    Aber wir brauchen Hilfe. Und die gibt in einer Überflussgesellschaft von Informationen – ausgerechnet Informationen.
  • Heute sind nur noch Produkte wertig, die Informationen mit sich tragen: per Text, QR-Code, RFID-Tag oder indem das Produkt zu uns spricht.
    Es gibt eine Zweiteilung des Marktes in Prekariats-.Produkte und gentrifizierte Produkte. Erste sind anonym in ihren Produkt-Informationen, zweitere geben ausführlich Informationen, erzählen Geschichten etc. Erstere sind industriell gefertigt, Zweitere im besten Fall handwerklich gefertigt, bio etc.
  • Diese Realität lässt sich heute schon in Hong Kong beobachten. Von allen Produkten gibt es zwei Klassen. Die eine ist auf Weltpreis-Niveau mit ausführlichen Herkunfts- und Produktionsinformationen und von bekannten Marken. Die anderen sind ähnlich aufgemacht, schmecken vielleicht ähnlich gut, kosten aber nur einen Bruchteil der anderen Produkte. Sie stammen aus China – und keiner weiß, wie sie produziert worden sind und ob sie eventuell Schadstoffe etc. enthalten.
    Je mehr Überfluss, desto mehr Informationen werden wichtig. Die Data zum Produkt sind mindestens so wichtig wie das Produkt selbst.
  • Der Grund – wir wollen immer gesünder werden – und dafür ist eine gesunde Ernährung die Grundvoraussetzung.
    Wir haben mit der größeren Auswahl auch eine andere Verantwortung für uns selbst. Diese Selbstverantwortung verlangt nach Produkten zur Selbstverfeinerung – und nach Hilfen dafür: Apps zur Selbstverfeinerung, Apps zur Selbstoptimierung.
    Hinter diesem Trend zu Health-Food und Health-Produkten stehen zwei zentrale Trend-Motoren:
    Narzissmus – typisch für die Beschäftigung mit dem Selbst, mit der Optimierung des Ich. Und als Unterscheidungsmerkmal zu anderen funktionieren körperlich funktionale Defizite und Krankheiten ganz hervorragend. (Samt Selbstmitleid…)
    Longevity – Der Tod ist die ultimative Kränkung von Harzissten – daher wird alles dafür getan, diese Kränkung nie erleben zu müssen – also ewig leben zu wollen – behelfsmäßig möglichst lange.
    Wir werden also immer neue Narzissmus-Produkte bekommen, Produkte zur Selbstverwöhnung, zur Selbstbelohnung – und immer neue Health-Produkte. Ein Zukunftsmarkt mit unendlichen Perspektiven…
  • Apropos Narzissmus. Mit den steigenden technischen Möglichkeiten der Personalisierung von Produkten wird dieses Genre unbeirrbar zunehmen. Der Effekt funktioniert immer. Jeder Verkäufer weiß, dass mit jeder Erwähnung des Namens des Kunden die Wahrscheinlichkeit eines Kaufes signifikant steigt. Die Spiegelneuronen unseres Gehirnes reagieren da automatisch und unbeirrbar.
    Personalisierung ist wirksames Ego-Pampering in immer anonymer werdenden Zeiten.
  • Zunehmen wird ebenso der Trend der Individualisierung von Produkten. Das Beispiel von mymuesli.com bietet Milliarden (ja Milliarden) von unterschiedlichen Mixvarianten von Müslis.
    Individualisierung wird vor allem im Health-Sektor besonders wichtig werden, damit sich jeder seiner Konstitution entsprechend ernährt, Defizite ausgleicht oder sogar im Essen medikamentiert wird.
    Aber besonders erfolgreich wird Personalisierung im Luxus-Sektor sein. Hier wird es auch Stealth-Personalisierung geben. Eine so diskrete Personalisierung, von der nur der Kunde selbst weiß es aber von außen nicht – oder kaum – erkennbar ist.
  • Personalisierung und Individualisierung werden kontinuierlich zunehmen, aber zugleich wird einer der treibenden Trends des 20. Jahrhunderts immer mehr an Kraft verlieren: der Individualismus. Er hat seinen Zenit überschritten und ist auf dem Rückzug. Das hat mannigfaltige Gründe:
  • Individualität ist seit Social Media vom Feedback der Peer Group eingeschränkt.
    Besitz und persönliche Fixierungen wirken einschränkend statt befreiend.
    Individualismus pur ist anstrengend. Also der Staat vorzugsweise für die Basics.
    Das Individuum konzentriert sich auf Stilfragen und exemplarische Haltung.
    Das – digitale – Individuum wird immer transparenter, es fällt das Geheimnis weg.
    Keiner kann in der Copy/Paste-Kultur des Internet länger als ein paar Stunden/Tage ein Solitär sein/bleiben.
    In einem permanenten und umfassenden Überwachungs-System ist Individualismus eine Utopie – und Selbsttäuschung.
    Die positiven Effekte des (anonymistischen) Agierens in einer Social Group oder Crowd wiegen mehr als die Befriedigung.
    Die asiatischen Kulturen kennen keinen veritablen Individualismus. Nur Kopien.
  • Der dritte Wunsch: Heinzelmännchen.
    Der Traum jeder Hausfrau – und jedes Menschen, der langweilige und unliebsame Arbeit leisten muss: dienstbare Helfer, die die Arbeit ungesehen klaglos erledigen: die Sage erzählt daher von den Heinzelmännchen (England: Brownies).
    Heute leisten diese Arbeit vernetzte Maschinen automatisch oder gesteuert von Apps. Stichwort: Internet of things.
    Dieser Wunsch korreliert mit etlichen aktuellen Trends und gesellschaftlichen Bedürfnissen:
    Service wird wichtiger als Besitz. (s. o.)
    Immer mehr Services werden outgesourct (Privatisierung)
    Entpersönlichung von Arbeit


  • Die Voraussetzung für digitale Heinzelmännchen ist ubique Kommunikation. Jeder und alles ist jederzeit und überall kontinuierlich miteinander vernetzt.
  • Für die Vernetzung von Dingen, von Produkten und Geräten sorgen RFID-Tags (Radio Frequenzy Identification).
    Aufklebbare Tags mit Microchip und Antenne drum herum.
    Alternativ dazu mikroskopisch kleine RFID-Chips (z. B. Personalausweis), die auch implantierbar sind.
  • Die Idee ist nicht nur Identifikation und leichtere Abrufbarkeit aktueller Daten, sondern jedem Ding seine eigene Identität zu geben.
    Anwendungsmöglichkeiten sind die komplette Informationskette von Produkten – hier z.B. dem Fahrrad samt Versicherung, Kennummer, Wert, Service-Adresse, Bedienungsanweisung und…und…und…
    Diese Produkte können dann samt Infos verkauft werden.
    Oder eine Heizung, die sich bei kalten Temperaturen automatisch meldet und den Anschaltprozess noch mal per Video in Erinnerung ruft etc.
    Oder ein Inventar aller im Haushalt existierenden Dinge – samt deren Wert. (Versicherungen, Banken etc.)
  • Wenn dann alle Dinge miteinander vernetzt sind können Sie miteinander funktionieren. Sie können automatisch Facility-Management betreiben – oder direkt vom User von überall gesteuert und/oder überwacht werden.
    Die Anwendungsmöglichkeiten ist schier unbegrenzt – und die Kreativität der Nutzer und die Anpasungsfähigkeit des menschlichen Geistes wird unendliche Nutzungsmöglichkeiten generieren – und unendliche Missbrauchsoptionen.
    Heute schon möglich ist Klimasteuerung in Wohnungen, Diebstahlsicherung, Ortung und Stillegung von Autos von außen, Kommunikation zwischen User und Auto etc.
  • Die heute angedachten Anwendungsmöglichkeiten sind in diesem Chart skizziert:
    Häuser, Gebäude, Infrastruktur
    Energie
    Heimnutzung, Hauselektronik
    Gesundheit: Monitoring, Implantate, Diagnose, Therapie & Klinikmanagement
    Industrie & Maschinen
    Transport & Logistik
    Produkte & Märkte
    Reisen (Flug, Auto etc.)
    Sicherheit & Überwachung
    IT & Netzwerke
  • Zu Ende gedacht wäre das sich selbst steuernde Auto (driverless car) eine absehbare Anwendung. (Je weniger die Gesellschaft Risiko aushält, desto größer werden die Chancen für statistisch sicherere automatisierte Anwendungen.
  • Smartphones waren nur der Anfang. Die Vernetzung wird über unterschiedlichste Interfaces & Gadgets stattfinden – und dabei immer mehr miniaturisiert werden.
    Das können im nächsten Schritt Smartwatches mit unterschiedlichsten Funktionsinterfaces sein.
  • Das prominenteste – und umstrittenste Wearable ist derzeit Google Glass, die Datenbrille, die Informationen auf das Brillenglas spiegelt – und optional per Kamera kontinuierlich die Welt um einen herum aufzeichnet und abspeichert.
    (Dieser ubique Input ist das Problem der Akzeptanz dieses Gadgets – und wird sich so nicht durchsetzen.)
  • Aber faszinierend ist das dem Gehirn so nahe Interface. Das Dateninterface ist sozusagen über die Augennerven direkt mit dem Gehirn verbunden.
    Daher ist der nächste Schritt die Smart Lens, die die Daten, Bilder etc. direkt auf das Auge übertragen.
    Der nächste Schritt wäre das Implantat direkt im Gehirn und die Vernetzung des individuellen Gehirns mit dem Global Brain der Daten, Informationen und des Wissens der Gesamtheit der Internetnutzer.
  • Der wundersamste kleine Helfer, der wirklich Dinge wie von Wunderhand schafft, ist der 3-D Printer.
    Er ist die Quintessenz verschiedenster Trends: Instant Delivery, Individualisierung, Outsourcing, Networking etc.
    Faszinierende Anwendungen im privaten Bereich: nicht nur Schmuck, Gadgets, Kleinteile, sondern auch Reparaturteile oder im Foodbereich: Pizza, Schokolade etc.
    Riesige Anwendungen im industriellen Bereich: individualisierte Implantate, bisher industriell nicht herstellbare Produkte. (Leicht, komplex etc.)
    Materialien: Plastik, Food, Metall
    Die ultimative Entdinglichung: Blaupause (Software) wird statt dem Produkt geschaffen.
    Riesige Sprengkraft langfristig für industrielle Produktion und deren Vermarktung.
  • Der vierte Wunsch: Macht – der ultimative menschliche Wunsch. Vielleicht erklärt das den Erfolg von „Herr der Ringe“: Ring der Macht.
    Wir erleben mit der Digitalisierung und dem Internet eine Verschiebung der Macht hin zum Individuum und hin zum Konsumenten.
    Es ergeben sich neue Machtkonstellationen und neue Machtmittel. Die überkommene hierarchische Ordnung mit einem Machtzentrum oben steht der flachen Kultur der Vernetzung entgegen mit unendlichen Machtknoten entgegen.
    Die derzeitigen Auseinandersetzungen sind das Ergebnis dieses Machtgerangels: alt gegen neu, analog gegen digital, Kapital gegen Idee…
    s.a. Eric Schmid (Google): der Kampf der alten Machtzentren – Geld & Politik - die Veränderung scheuen, da mit Risiko behaftet, gegen die digitale Welt und deren Macht.
  • Machtverschiebung real. Statt Banken oder Industriekonglomeraten finanzieren Kunden selbst, Produkte, die sie gerne haben möchten.
    Auf den großen Plattformen für Crowdfunding werden Milliarden umgesetzt
    Kulturprojekte
    Soziale Projekte
    Gadgets
    Geräte
    u.a.
    Die größte Plattform Kickstarter hat schon ca. 150.000 Projekte finanziert und über 1 Milliarde finanziert.
  • Die Produktion von durch Crowdwfunding entwickelten Produkte werden oft auch gleich von der Crowd finanziert.
    Aber manchmal geht das zu langsam und aus China kommt ein baugleiches Produkte schneller und günstiger auf den Markt. Das ist die Logik der Paste & Copy-Kultur des Internet.
  • Der nächste Schritt der Machtübernahme der Konsumenten wäre es, wenn sie nicht nur Ideen und Produktion finanzieren und bestimmen, sondern auch die Vermarktung von Produkten.
    Die Idee der Vermarktung von Produkten durch den Konsumenten ist in Social Media längst Normalität.
    Interessant ist die Entwicklung, wie Bedürfnisse in der Crowd entstehen können. Anders gefragt. Was motiviert ein Netzwerk und wie funktioniert das?
    (Märchen vom Zauberer von Oz)
  • Voraussetzung für das Funktionieren von Netzwerken ist die stete Präsenz im Netzwerk. Für Firmen heißt das: 24/7.
    Perma-Kommunikation setzt eine klare Kommunikations-Strategie voraus und eine nicht-hierarchische Entscheidungsstruktur.
    Und Perma-Kommunikation heißt auch permanente Daten-Produktion (Big Data!).
  • Perma-Memory: Nicht erst mit Google Glass wird die Welt permanent auf Datenträger gebannt. Statt Big Brother beobachten Millionen Little Brothers die Welt und halten sie fest.
    Das Bedürfnis, Dinge digital festzuhalten dokumentiert einen Verlust in das Vertrauen auf Erinnerung. Es gibt ein Bedürfnis seine Welt festzuhalten. Als Existenz-Nachweis? Aus Skepsis gegenüber Manipulation?
    Das Ergebnis ist eine Verdatung der Welt – ein exponentiales Wachstum an digitalen Daten, deren Auswertung dank immer schnellerer Chips und spezieller Algorithmen immer besser gelingt.
    Das Ergebnis: Perma-Data.
  • Das Bedürfnis immer Daten zu horten erklärt sich, wenn man die Wertentwicklung von Daten im Lauf der Zeit ansieht.
    Daten verlieren innerhalb der ersten paar Sekunden nach ihrer Entstehung rapide fast ihren kompletten Wert. Das ist das Problem, mit dem heute Medien samt ihrem Geschäftsmodell zu kämpfen haben.
    Der Wert bleibt für etwa einen Monat gering, steigt dann aber mit der Zeit immer mehr, je mehr er mit anderen Daten sinnvoll in Korrelation gestellt wird.
    Dieser Fakt erklärt den Aufstieg und die Gewinne von Google und allen Firmen im digitalen Raum, die mit Daten handeln und mit ihrer Verarbeitung ihr Geld verdienen.
    Der Kern der Gewinnschöpfung liegt in der Mustererkennung von Daten und den geeigneten Algorithmen daraus Erkenntnisse gewinnen zu können.
  • Das erklärt auch die Sammelwut staatlicher Stellen wie der NSA.
    Datenmassen werden nach Mustern analysiert und Anomalien erfasst. Weniger zur Terroristenabwehr, sondern vor allem zur Wirtschaftspionage etc.
    Das funktioniert nur, wenn möglichst viele – besser: alle – Daten erfasst werden.
  • Das fünfte Element: Paradoxa.
    Märchen haben nicht nur positive Aspekte: Zauberer können Böse sein. Die Mächte des Dunklen können die Macht übernehmen – und auch Trolle sind allgegenwärtig – speziell im Internet.
    Wir leben seit je her in einer Welt von Paradoxa – und noch nie war das so spürbar wie heute: Jedes Gut hat auch seine Nachteile oder negativen Seiten.
  • Paradoxa sind typisch für unsere Welt der „Liquid Modernity“ wie sie der Soziologe Zygmunt Baumann genannt hat.
    Der Begriff „Liquid“ ist im Deutschen fast unübersetzbar, da Liquide fest im Finanzdeutsch fixiert ist.
    Statt „flüchtig“ – wie Baumanns Buch im Deutschen übersetzt ist, passt als Übersetzung besser: unfassbar, ungreifbar, quecksilbrig und im Fluss.
    In unserer Welt ist nichts mehr fix. Keine Werte, keine Normen. Alles ist stets im Fluss. Alles stimmt und stimmt zugleich nicht. Alles klappt, obwohl es so gut wie unmöglich ist. Der bleibende Faktor sind Paradoxa. – Und noch keine Generation konnte je so gut damit umgehen wie die heute junge Generation.
  • Faszinierende Märchen kennen keine simple Botschaft. Erst Widersprüche und Paradoxa schaffen die mythische Wirkung von Märchen.
    Und wir erleben heute Paradoxa im Überfluss – sie werden unsere Zukunft prägen.

    Individualismus ↔ Personalisierung
    Besitz ↔ Nutzung
    Convenience ↔ Initiative
    Authentizität ↔ Konformität
    Prekariat ↔ Gentrifikation
    Belohnung ↔ Autarkie
    Impuls ↔ Selbstbestimmung
    Freiheit ↔ Kontrolle
    Mensch ↔ Maschine
    Intuition ↔ Data
    Ego ↔ Social
    … and more to come…
  • Wir leben in der Zeit der Daten. Noch nie konnte so leicht Daten erzeugt, gespeichert und verarbeitet werden wie heute. Papier hätte das nie möglich werden lassen. Das ist das Erbe der Digitalität.
    Wir sind auf dem Weg aus der Informations-Gesellschaft hin zur Daten-Gesellschaft. Wenn es gut ausgeht, wird daraus eine hoch-intelligente Gesellschaft. Das Worst Case-Szenario ist eine Daten-Diktatur.
    Wir produzieren durch Konsum Daten. Jedes Produkt, jede Transaktion produziert Data. Wir konsumieren Data.
    Der Kampf um die Deutungshoheit von Data ist längst entbrannt.
    Produkte + Big Data + Analyse = Erkenntnis
    Produkt + Story = Storytelling
    Produkt = Daten-Produktion
  • Antizipatorisches Marketing (aka Manipulation)
    Antizipatorische Zustellung
    Autonome Concierge-Systeme (Shopping Assistent)
    Instant-Gratifikation
    Liquid production
    Liquid markets
    Intelligente personalisierte Produkte (z.B. je nach Gesundheitszustand)
    Self made-Produkte (3-D Druck etc.)

    Fazit: Der Mensch ändert sich nicht. Und seine zentralen Ur-Impulse sind Liebe & Freiheit. Der Gegenspieler ist das Bedürfnis nach Sicherheit…
    Das ist der Kampf heute…

    And don‘t forget your daily dopamin. (Nach Beifall) Danke für meine heutige Dosis Dopamin…
  • Zukunft des Konsumverhaltens

    1. 1. Mythen & Märchen for real Konsumverhalten in der Zukunft Michael-A. Konitzer michael@konitzer.com twitter.com/michkon
    2. 2. EdgeKon – Michael-A. KonitzerSpeicherkapazitäten
    3. 3. EdgeKon – Michael-A. KonitzerMoores Law
    4. 4. EdgeKon – Michael-A. KonitzerMoores Law • Schnellere Rechenleistungen • Geringe Rechenkosten • Höhere Speicherfähigkeit • Minimale Speicherkosten • Bessere Interoperabilität zwischen allen Systemen • Komplexere Algorithmen • Verarbeitung viel größerer Datenmengen • Bessere Priorisierung von Daten (Erkennung von Datenmustern) • Verkleinerung der OS und Rechensysteme • Mobile • Wearables • Internet of things • Exponentialeffekt nimmt in absehbarer Zeit noch zu.
    5. 5. EdgeKon – Michael-A. KonitzerHomo sapiens
    6. 6. EdgeKon – Michael-A. Konitzer20. Jahrhundert: Jules Verne
    7. 7. EdgeKon – Michael-A. Konitzer21. Jh.: 4 Wünsche frei
    8. 8. EdgeKon – Michael-A. Konitzer1. Zauber & Wunder
    9. 9. EdgeKon – Michael-A. KonitzerStreaming services
    10. 10. EdgeKon – Michael-A. KonitzerServices
    11. 11. EdgeKon – Michael-A. KonitzerServices
    12. 12. EdgeKon – Michael-A. KonitzerReal Time Shopping
    13. 13. EdgeKon – Michael-A. KonitzerReal Time Shopping
    14. 14. EdgeKon – Michael-A. KonitzerInstant delivery
    15. 15. EdgeKon – Michael-A. KonitzerAnticipatory shipping
    16. 16. EdgeKon – Michael-A. KonitzerDelivery timeline 0 1 2 3 n-1 days DeliveryInstantAnticipatory ProductsDownloads Streaming Options MarketingImpulsAlgorithmus
    17. 17. EdgeKon – Michael-A. KonitzerBelohnung
    18. 18. EdgeKon – Michael-A. KonitzerDopamin
    19. 19. EdgeKon – Michael-A. Konitzer2. Vielfalt & Überfluss
    20. 20. EdgeKon – Michael-A. KonitzerData-Products – Product-Data
    21. 21. EdgeKon – Michael-A. KonitzerSurplus
    22. 22. EdgeKon – Michael-A. KonitzerHealth Monitoring
    23. 23. EdgeKon – Michael-A. KonitzerPersonalisierung
    24. 24. EdgeKon – Michael-A. KonitzerIndividualisierung
    25. 25. EdgeKon – Michael-A. KonitzerEnde des Individualismus
    26. 26. EdgeKon – Michael-A. KonitzerEnde des Individualismus • Individualität ist seit Social Media vom Feedback der Peer Group eingeschränkt. • Besitz und persönliche Fixierungen wirken einschränkend statt befreiend. • Individualismus pur ist anstrengend. Also der Staat vorzugsweise für die Basics. • Das Individuum konzentriert sich auf Stilfragen und exemplarische Haltung. • Das – digitale – Individuum wird immer transparenter, es fällt das Geheimnis weg. • Keiner kann in der Copy/Paste-Kultur des Internet länger als ein paar Stunden/Tage ein Solitär sein/bleiben. • In einem permanenten und umfassenden Überwachungs-System ist Individualismus eine Utopie – und Selbsttäuschung. • Die positiven Effekte des (anonymistischen) Agierens in einer Social Group oder Crowd wiegen mehr als die Befriedigung. • Die asiatischen Kulturen kennen keinen veritablen Individualismus. Nur Kopien.
    27. 27. EdgeKon – Michael-A. Konitzer3. Dienstbare Helfer
    28. 28. EdgeKon – Michael-A. KonitzerUbique Kommunikation
    29. 29. EdgeKon – Michael-A. KonitzerRFID – Internet of things
    30. 30. EdgeKon – Michael-A. KonitzerIdentität von Dingen
    31. 31. EdgeKon – Michael-A. KonitzerInternet of things
    32. 32. EdgeKon – Michael-A. KonitzerInternet of things
    33. 33. EdgeKon – Michael-A. KonitzerDriverless Car
    34. 34. EdgeKon – Michael-A. KonitzerWearables
    35. 35. EdgeKon – Michael-A. KonitzerWearables – Google Glass
    36. 36. EdgeKon – Michael-A. KonitzerSmart Lens
    37. 37. EdgeKon – Michael-A. Konitzer3-D Printing
    38. 38. EdgeKon – Michael-A. Konitzer4. Macht
    39. 39. EdgeKon – Michael-A. KonitzerCrowdfunding
    40. 40. EdgeKon – Michael-A. KonitzerCrowd Production
    41. 41. EdgeKon – Michael-A. KonitzerCrowd Marketing
    42. 42. EdgeKon – Michael-A. KonitzerPerma-Kommunikation
    43. 43. EdgeKon – Michael-A. KonitzerPerma-Memory
    44. 44. EdgeKon – Michael-A. KonitzerData value over time
    45. 45. EdgeKon – Michael-A. KonitzerPerma Data
    46. 46. EdgeKon – Michael-A. KonitzerDas 5. Element: Paradoxa
    47. 47. EdgeKon – Michael-A. KonitzerLiquid Modernity Paradoxa sind das typische Symptom einer flüchtigen (liquiden) Modernität. Das Ergebnis einer globalisierten Welt und eines Überangebots an Produkten und Information und der Abwesenheit von anerkannten Werten und Normen. Völlig widersprüchliche Phänomene gelten gleichberechtig nebeneinander. Und die Gesellschaft schafft es nahezu problemlos diese Paradoxien zu akzeptieren und genussvoll zu leben. Diese Paradoxien werden immer mehr und krasser werden, je mehr wir lernen damit zu leben – und sie zu genießen.
    48. 48. EdgeKon – Michael-A. KonitzerParadoxa Faszinierende Märchen kennen keine simple Botschaft. Erst Widersprüche und Paradoxa schaffen die mythische Wirkung von Märchen. Und wir erleben heute Paradoxa im Überfluss – sie werden unsere Zukunft prägen. Individualismus ↔ Personalisierung Besitz ↔ Nutzung Convenience ↔ Initiative Authentizität ↔ Konformität Prekariat ↔ Gentrifikation Belohnung ↔ Autarkie Impuls ↔ Selbstbestimmung Freiheit ↔ Kontrolle Mensch ↔ Maschine Intuition ↔ Data Ego ↔ Social … and more to come…
    49. 49. EdgeKon – Michael-A. KonitzerEpilog: Data-Future
    50. 50. EdgeKon – Michael-A. KonitzerZukunftsoptionen • Antizipatorisches Marketing (aka Manipulation) • Antizipatorische Zustellung • Autonome Concierge-Systeme (Shopping Assistent) • Instant-Gratifikation • Liquid production • Liquid markets • Intelligente personalisierte Produkte (z.B. je nach Gesundheitszustand) • Self made-Produkte (3-D Druck etc.)
    51. 51. Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Sie waren märchenhaft! Michael-A. Konitzer michael@konitzer.com twitter.com/michkon

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