STE-PS Science Teacher Education - Principles and Standards                             Dokumentation einer               ...
1. Kompetenzanalyse1.1       Kompetenzen, Kriterien und IndikatorenMit dieser Unterrichtseinheit sollen langfristig Kompet...
Kompetenzfeld 3:              „Kinder dieser Welt: sich informieren, sich verständigen, sich verstehen.“3Kompetenz:Medien ...
Orientierungswissen aufzubauen, welches in außerschulischen Situationen anwendbarwerden kann.Die Öffnung der Schule zum Le...
Zudem war es wichtig, dass die Schüler selbstständig aus bereit gestellter FachliteraturInformationen entnehmen sowie schr...
Um verschiedene Wiesenblumen betrachten und beschreiben zu können, ist es erforderlich,über ein botanisches Grundwissen zu...
Nächste SlideShare
Wird geladen in …5
×

STE-PS Doku 2010 - Blumenlexikon - Klasse 3 v05

1.380 Aufrufe

Veröffentlicht am

0 Kommentare
0 Gefällt mir
Statistik
Notizen
  • Als Erste(r) kommentieren

  • Gehören Sie zu den Ersten, denen das gefällt!

Keine Downloads
Aufrufe
Aufrufe insgesamt
1.380
Auf SlideShare
0
Aus Einbettungen
0
Anzahl an Einbettungen
2
Aktionen
Geteilt
0
Downloads
1
Kommentare
0
Gefällt mir
0
Einbettungen 0
Keine Einbettungen

Keine Notizen für die Folie

STE-PS Doku 2010 - Blumenlexikon - Klasse 3 v05

  1. 1. STE-PS Science Teacher Education - Principles and Standards Dokumentation einer themenorientierten Unterrichtseinheit Staatliches Seminar für Didaktik und Lehrerbildung (GWRHS) Nürtingen, 2010 – http://www.ste-ps.eu „Von der Naturerfahrung Blumenwiese zum digitalen Blumenlexikon“ Die Schülerinnen und Schüler einer 3. Klasse erwerben grundlegendes Wissen über Pflanzen, ordnen und bestimmen diese mit naturwissenschaftlichen Arbeitsweisen und erweitern ihre Medienkompetenz durch das Erstellen eines digitalen Blumenlexikons.Fächerverbund: Mensch, Natur und KulturKlasse: 3Zeitraum: Juni bis Juli 2010Sequenzen Unterrichtssequenzen Std. Lernstandserhebung und Themenfelderöffnung. 1. • Fragebogen zum Themenbereich Wiesenblumen 3 • Sokratische Gespräch über Vorwissen und Präkonzepte Außerschulicher Lernort Wiese 2. • Erforschen und entdecken des Lebensraum „Wiese“ anhand von 3 unterschiedlichen Sinneswahrnehmungen • Sammeln von Wiesenblumen mit Hilfe eines Forscherauftrags Wie arbeiten Naturwissenschaftler? 3. • Betrachten, untersuchen und vergleichen, 3 Unterscheidungsmerkmale und Ordnungskriterien finden • Dokumentieren der Blumen mit Hilfe der Digitalkamera Das digitale Online-Blumenlexikon. 4. • Ordnungskriterien zur Erstellung von Steckbriefen anwenden 3 • Steckbriefe und Berichte digital erstellen, Bilder einfügen • Primolohomepage erstellen Reflexion der Homepage und Lernstandserhebung. 5. • Reflexion der Einheit anhand der Homepage 3 • Wiederholung der Lernstanderhebung 1
  2. 2. 1. Kompetenzanalyse1.1 Kompetenzen, Kriterien und IndikatorenMit dieser Unterrichtseinheit sollen langfristig Kompetenzen angebahnt werden, die sich imBildungsplan der Grundschule im Fächerverbund „Mensch, Natur und Kultur“ (kurz: „MeNuK)drei Kompetenzfeldern zuordnen lassen, welche in der folgenden Tabelle ausgeführt werden. Kompetenzfeld 6: „Mensch, Tier und Pflanze: Staunen, schützen, erhalten und darstellen.“1Kompetenz: Anwendung von Techniken der Orientierung in der Artenvielfalt und desEntwickelns von Ordnungssystemen.Kriterien IndikatorenSach-fachlicher BereichArtenvielfalt der Wiesenblumen • kennen charakteristische Merkmale von Wiesenblumen und benennen diese mit den Fachbegriffen (Blüte, Blätter, Stängel)Ordnungskriterien • erkennen, dass Wiesenblumen gleiche Grundstrukturen aufweisen und formulieren Kriterien. • sammeln Wiesenblumen nach Kriterien wie Blütenfarbe und Blütenaufbau, Größe, Blattform und BlattstellungOrdnungssysteme • ordnen die gesammelten Wiesenblumen nach eigenen und vorgegebenen Ordnungssystemen • untersuchen die gesammelten Wiesenblumen nachSteckbrief einer Wiesenblume Ordnungskriterien und dokumentieren ihre Erkenntnisse in einem Steckbrief Kompetenzfeld 7: „Natur macht neugierig: Forschen, Experimentieren, Dokumentieren, Gestalten.“2Kompetenz:Methodenkompetenz: Forschen und DokumentierenErscheinungen der belebten Natur gezielt wahrnehmen und dokumentieren.Kriterien IndikatorenMethodischer Bereich • zerlegen Wiesenblumen in ihre Bestandteile undAnwendung naturwissenschaftlicher verwenden dabei Lupe, Pinzette, Petrischalen,…Denk- und Arbeitsweisen für die • betrachten, ordnen, vergleichen, kategorisierenUntersuchung von Wiesenblumen und dokumentieren die gefundenen Wiesenblumen • ordnen Blütenorgane systematisch und erstellen ein Blütendiagramm • protokollieren die Vorgehensweise bei der Durchführung ihrer Versuche1 vgl. Ministerium für Kultus, Jugend und Sport, S.1062 vgl. Ministerium für Kultus, Jugend und Sport, S.106 2
  3. 3. Kompetenzfeld 3: „Kinder dieser Welt: sich informieren, sich verständigen, sich verstehen.“3Kompetenz:Medien sachgerecht gestalten.Kriterien IndikatorenSach- fachlicher Bereich • Verfügen über Kenntnisse zur Bedienung derHandhabung der Digitalkamera Digitalkamera fotografieren damit WiesenblumenUmgang mit Wordprogrammen • kennen die Grundfunktionen von Word (schreiben, Bilder einfügen, korrigieren, speichern, …)Methodischer Bereich • Schreiben mit Hilfe von Word einen Steckbrief,Erstellung eines digitalen Steckbriefs gestalten und überarbeiten diesen und fügen ihre Bilder ein.Nutung des Mediums Internet • Erstellen ein digitales Blumenlexikon • Erstellen unter Anleitung eine Homepage mit Primolo2. Didaktisches Konzept2.1 Das LernszenarioDie STE-PS - Dokumentation wurde im Zeitraum von fünf Wochen in einer 3. Klasse (11Mädchen, 9 Jungen) durchgeführt, die insgesamt 15 Unterrichtsstunden an ihrerthematischen Einheit „Von der Naturerfahrung Blumenwiese zum digitalen Blumenlexikon“arbeiteten. Mehrere Lerngänge, das eigenständige Arbeiten in kleinen Forscherteams sowiedas Ziel eine eigene Klassenhomepage zu erstellen hat die Klasse zunehmend motiviert.Die Schüler entdeckten und erforschten die Artenvielfalt von Wiesenblumen. Im Verlauf derUnterrichtseinheit entwickelten sie ein eigenes Ordnungssystem zur Bestimmung vonWiesenblumen und veröffentlichten ihre Erkenntnisse auf der Homepagewww.primolo.de/flowerpower in einem digitalen Blumenlexikon.In der auf Seite 1 aufgeführten Tabelle werden die einzelnen Unterrichtssequenzen derEinheit dargestellt, um einen Überblick über die gesamte Planung und deren spezifischenThemenfelder zu erhalten.2.2 Bezug zum Bildungsplan4Gemäß dem Bildungsplan 2004 soll der Fächerverbund bei der Weltwahrnehmung derSchüler ansetzen und deren unterschiedliche Vorerfahrungen miteinander verknüpfen,welche letztlich zu tragfähigen Formen des Wissens und Könnens führen sollen.Ausgangspunkt für die Begegnung mit dem Unterrichtsgegenstand sind die individuellenWahrnehmungen, Empfindungen und Erfahrungen der Schüler. Die Inhalte sollen sinnvollmiteinander verknüpft werden, um Zusammenhänge begreifbar zu machen und ein gewisses3 vgl. Ministerium für Kultus, Jugend und Sport, S.1064 vgl. Ministerium für Kultus, Jugend und Sport, S.98 3
  4. 4. Orientierungswissen aufzubauen, welches in außerschulischen Situationen anwendbarwerden kann.Die Öffnung der Schule zum Lernen an außerschulischen Lernorten wie dem LebensraumWiese verstärkt eine intensive Begegnung und ermöglicht eine forschendeAuseinandersetzung mit der Lebenswirklichkeit der Schüler, welche in dieserUnterrichtseinheit sowohl anwendungs- und problemorientiert, als auch aktiv entdeckend undprojektorientiert gestaltet wurde.3. Didaktische Struktur des Themenfeldes3.1 Scientific LiteracyIm Mittelpunkt der Unterrichtseinheit stand das Konzept des naturwissenschaftlichenUnterrichts. Dieses wurde umgesetzt, indem sich die Schüler5 mit der Klassifizierung vonBlütenpflanzen konstruktiv sowie handlungsorientiert auseinandersetzten, um grundlegendesWissen zur Botanik zu erwerben.Neben dem Aufbau von fachlichem Wissen über Pflanzen sowie einem gewissenOrientierungswissen in der Botanik allgemein, sollten die Schüler elementare Methodenkennen lernen, mit dessen Anwendung sie Strategien erlernen, um sich Wissen zunehmendselbstständig aneignen zu können.6 Die Schüler sammelten erste Erfahrungen mitnaturwissenschaftlichen Denk- und Arbeitsweisen, insbesondere das genaue Betrachten undBeschreiben wurde zum Gegenstand des Unterrichts.Zudem spielte das Prinzip des konstruktivistischen Lernens eine zentrale Rolle. Dasschulische Lernen sollte am Vorwissen sowie den Präkonzepten der Schüler ansetzen. Denn„wenn neues Wissen mit schon bestehenden Erfahrungen verknüpft wird, kann es besserverstanden und länger im Gedächtnis behalten werden.“73.2 Die gestaltete LernumgebungIn der Unterrichtseinheit konnten die Lernprozesse durch eine anregende Lernumgebunggefördert und unterstützt werden. Im Klassenzimmer wurde Fachliteratur bereitgestellt, umeine selbstständige Informationsentnahme zu ermöglichen. Ebenso konnten die Schüler mitausgelegten Materialien für naturwissenschaftliche Arbeitstechniken wie beispielsweise derBecherlupe Erfahrungen sammeln.Während der gesamten Einheit war ein ritualisierter Ablauf der Stunden wichtig, um denSchülern sowohl vor als auch nach den offenen Arbeitsphasen in den Forscherteams einenInformationsaustausch zu gewährleisten. Durch den informierenden Unterrichtseinstieg undder Verortung des Stundenthemas mithilfe eines Plakates wurde für alle eine Transparenzüber das geplante Arbeiten und Lernen geschaffen. Durch Reflexionsrunden im Plenumwurden die verschiedenen Themenfelder gemeinsam abgeschlossen.3.3 Deutsch als UnterrichtsprinzipDie deutsche Sprache diente als elementares Medium, um sich in den Forscherteams undim Plenum sachgerecht verständigen zu können. Unterschiedliche Denk- und Arbeitsweisenwie das Diskutieren, Dokumentieren oder Recherchieren waren stets bedeutend. Dabeiwurden grundlegende Prinzipien des Deutschunterrichts, wie die eigene Meinung zu äußernoder Gesprächsregeln einzuhalten, angebahnt und weiterentwickelt.5 Der Begriff „Schüler“ schließt auch die weibliche Form „Schülerinnen“ mit ein.6 vgl. Ministerium für Kultus, Jugend und Sport, S.997 zit. Märk, S. 226 4
  5. 5. Zudem war es wichtig, dass die Schüler selbstständig aus bereit gestellter FachliteraturInformationen entnehmen sowie schriftliche Arbeitsanweisungen lesen und umsetzenkonnten.Für das Erstellen des digitalen Blumenlexikons wurden die Schüler angeregt eigene Textesowie einen Steckbrief zu verfassen, welche im Word-Programm verschriftlicht undletztendlich auf der Homepage veröffentlicht wurden.3.4 Authentic AssessmentUm die Arbeitsergebnisse und Lernleistungen der Forscherteams aber auch der einzelnenSchüler verlässlich bewerten und nachvollziehen zu können, wurde das Lerntagebuch inForm eines „Wiesenforscherbuches“ geführt. Arbeitsblätter, Protokolle, selbst verfassteTexte sowie selbst getrocknete Wiesenblumen wurden darin gesammelt.3.5 Informationstechnische GrundbildungDurch den Einsatz von Computern mit einem Internetzugang, entwickelten und erweitertendie Schüler ihre Medienkompetenz. Sie werden in die Lage versetzt, die Arbeitsergebnisseder Unterrichtseinheit digital aufzubereiten sowie zu dokumentieren.Mit Hilfe der Digitalkamera können sie in der Natur Pflanzen fotografieren und somit eineForm der Dokumentation kennen lernen, die die Arbeit im Klassenzimmer erleichtert.Durch das Erstellen einer gemeinsamen Homepage mit dem Hompagegenerator „Primolo“,können die gemachten Ergebnisse und Erkenntnisse veröffentlicht und einem breitenPublikum zugänglich gemacht werden.4. Die Sachstruktur des Themenfeldes Pflanzenbestimmung Wiesenblumen Charakteristische Merkmale erkennen, Blüte, Blätter und Stängel untersuchen und dokumentieren untersuchen Fachwissenschaftliche Bezeichnungen Merkmale dokumentieren kennen lernen Steckbriefe erstellen Namen von Wiesenblumen kennen Wiesenblumen fotografieren Bestimmungsbücher zur Informationsbeschaffung verwenden Primolo-Homepage Blumenlexikon Homepage gemeinsam gestalten Ordnungskriterien von Texte und Steckbriefe am Computer Wiesenblumen schreiben Struktur des Lexikons gemeinsam Fotografien in Texte einfügen erarbeiten Texte schreibenPflanzenbestimmung bezeichnet den Vorgang, Pflanzen anhand von bestimmten Merkmalensystematisch zu ordnen sowie ihre Bezeichnung beziehungsweise ihren wissenschaftlichenNamen ausfindig zu machen. Denn erst durch eine bestimmte Systematik wird die Vielfalt anFormen und Farben überschaubar.88 vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Pflanzenbestimmung 5
  6. 6. Um verschiedene Wiesenblumen betrachten und beschreiben zu können, ist es erforderlich,über ein botanisches Grundwissen zu verfügen. Notwendig sind beispielsweise wichtigeBestandteile einer Blüte, wozu die Kelch-, Kron- und Staubblätter sowie der Stempelgehören. Das Wissen zu dessen spezifischen Funktion gehört nicht zur Grundlage für dieErarbeitung eines digitalen Blumenlexikons, wird jedoch als Differenzierung den Schülernangeboten.Die Kenntnisse von Ordnungskriterien bestimmter Bestandteile, wie beispielsweise dieFarbe, Form, Größe und Anzahl oder auch die spezifische Anordnung der Blütenteile warenzudem Elemente des Unterrichts.Der Schwerpunkt der Unterrichtseinheit lag darin, die charakteristischen Merkmaleverschiedener Blütenteile von Wiesenblumen zu erkennen, untersuchen und zudokumentieren.Mithilfe ihrer Erkenntnisse war die Klasse in der Lage gemeinsam ein eigenesOrdnungssystem zur Bestimmung von Wiesenblumen zu entwickeln und dieses auf einerHomepage in einem digitalen Blumenlexikon zu veröffentlichen.5. Medien und Materialien • Lupen, Pinzetten, Petrischalen • Digitalkamera, Computer6. LiteraturangabenMandl, Heinz / Kopp, Birgit: Auf dem Weg zu einer neuen Lehr-Lern-Kultur. Ein Beitrag zum situiertenLernen. In H. Altenberger, P. Schettgen & M. Scholz (Hrsg.) 2003: Innovative Ansätze konstruktivenLernens (S. 70-88), Augsburg: ZIELSiebert, Horst: Konstruktivistisch lehren und lernen, 2008Siebert Horst: Pädagogischer Konstruktivismus – Lernen als Konstruktion von Wirklichkeit, 2003Gudjons, Herbert: Handbuch Gruppenunterricht, 2003Gudjons, Herbert: Handlungsorientiert lehren und lernen. Schüleraktivierung. Selbsttätigkeit.Projektarbeit, 2008Giest, Hartmut/ Wittkowske, Steffen (2008): Umgehen mit Natur und naturbezogenenes Lernen imSachunterricht – Lebende Natur. In: Giest, Hartmut/ Wittkowske, Steffen (Hrsg.): Umgehen mit Naturund naturbezogenenes Lernen im Sachunterricht, S. 7 - 32. Braunschweig: Westermannverlag.Märk, Tilmann (2007): Pflanzenforscher unterwegs : in der Schule und im botanischen Garten ; fürSchülerinnen von 8 - 12 Jahren. Innsbruck : The Innsbruck University Press.Seidel, Dankwart (2001): Top Guide Natur: Blumen blvAichele, Dietmar (1994): Was blüht denn da? Wildwachsende Blütenpflanzen Mitteleuropas.Kosmos NaturführerBurnie, David (1999): Spannendes aus dem Reich der Natur. Experimentieren und KapierenMinisterium für Kultus, Jugend und Sport Baden Württemberg (2004): Bildungsplan für dieGrundschule. Villingen-Schwenningen.http://de.wikipedia.org/wiki/Pflanzenbestimmung (Zugriff am 01. Juni 2010)Die Homepage der Klasse ist zu finden unter: http://www.primolo.de/home/flowerpower 6

×