20. bis 29 Juli 2015
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UNTERNEHMERTUM
FÖRDERN
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GRUPPEN UND MEHR ALS...
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Innovation and Entrepreneurship
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wie etwa Zugang zu sanitären
Anlagen, Anschluss an das Strom-
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  1. 1. 20. bis 29 Juli 2015
  2. 2. INNOVATION UND UNTERNEHMERTUM FÖRDERN DIE IMPACT WEEK 2015 IN NAIROBI, KENIA FÜNF TAGE, FÜNF ARBEITS- GRUPPEN UND MEHR ALS FÜNFUNDZWANZIG GESCHÄFTS- IDEEN: EIN INTERDISZIPLINÄRES TEAM REISTE IM SOMMER NACH NAIROBI UND ARBEITETE MIT 100 TEILNEHMENDEN AN INNOVATIVENGESCHÄFTSMODELLEN.
  3. 3. Unter dem Motto Impact through Innovation and Entrepreneurship reiste ein professionelles Team von 20 Experten aus unterschiedlichen Bereichen (u.a. Start-Up, Kommu- nikation, Innovation, IT, Design, Fotografie) im Juli 2015 nach Nairobi, Kenia. Das Team entwickelte das Konzept Impact Week, um an der Africa Nazarene University Studie- rende, Politiker und Unternehmer dabei zu unterstützen, innovative Business-Ideen zu entwickeln. Die deutschen Experten verstehen sich dabei selbst als Facilitators (Methodencoaches), die dabei helfen, komplexe Probleme zu strukturieren – sie aber nicht selbst lösen. Die Nachhaltigkeit des Projektes wird durchdieFörderungderentstandenen Geschäftsideen im eigens dafür gegründeten universitären Inkubator ermöglicht. Kenia gehört zu den Ländern mit dem höchsten Wirtschaftswachstum Afrikas. Zugleich hat sich die Haupt- stadt Nairobi zum technologischen Innovationszentrum mit einer leben- digen Start-up-Szene entwickelt. Die Zukunft der Digitalisierung gibt es hier schon: Google unterhält in Nairobi das größte Office auf dem Kontinent. Denn das Land ist Vorreiter, wenn es um Produkte und Services für mobile Geräte geht. Die Ostafrikaner haben die digitale Entwicklungsstufe von PC und Fest- netztelefon einfach übersprungen. Viele Angebote werden lieber gleich für das mobile Netz konzipiert und verhelfen Kenia trotz knapper Res- sourcen auf unkomplizierten Wegen zum Erfolg. Das bekannteste Beispiel kommt aus der Finanzbranche: Wo wir in Deutschland noch tüfteln, ob und wie „mobile payment“ umgesetzt werden kann, zahlen und überweisen Millionen von Afrika- nern schon seit Jahren mit dem aus Kenia stammenden M-Pesa per SMS (Pesa = Bargeld in Swahili). Trotz der ermutigenden Aussichten lebt aber immer noch die Hälfte der Bevölkerung von 43 Millionen Menschen unter- halb der Armutsgrenze. Viele von ihnen können ihre grundlegenden
  4. 4. Bedürfnisse nicht befriedigen – wie etwa Zugang zu sanitären Anlagen, Anschluss an das Strom- netz oder ausreichende und gesunde Ernährung. Zudem gehören Korrup- tion, Arbeitslosigkeit und eine schlechte medizinische Versorgung zu den größten Herausforderungen des Landes – und des gesamten Kontinents. Wie überall möchten junge Menschen in Kenia die Lebensumstände in ihrem Land und auf der Welt ver-bessern. Sie suchen nach Möglichkeiten, die ihnen dabei helfen, Ideen zu entwickeln und in die Realität umzusetzen. Das deutsche Team unterstützte fünf Tage lang als Facilitators dabei, in aufwendig geplanten Workshops innovative Geschäftsmodelle zu entwickeln. Hierzu teilten sich die Teilneh- menden zu Beginn nach folgenden Themengebieten in Gruppen auf: Mobilität, Finanzen, Landwirtschaft, Bildung und Gesundheit. In den Workshops wurde mit dem Design Thinking-Ansatz gearbeitet: Design Thinking basiert auf der Annahme, dass Probleme besser gelöst werden können, wenn inter- disziplinäreTeamsineinemkreativitäts- fördernden Umfeld zusammen- arbeiten und mit Empathie für den Nutzer kollaborativ die Fragestellung erforschen. Der Ansatz orientiert sichanderArbeitsweisevonDesignern, die nach dem Prinzip doing for the sake of knowing nach einer kurzen Einarbeitung direkt anfangen zu gestalten – um dann das Design immer weiter zu optimieren. Dieses Vorgehen eignet sich besonders gut, healthcare mobility finance agriculture education
  5. 5. um an Herausforderungen von hoher Komplexität zu arbeiten, für die es keine eindeutige Lösung gibt. Ideen werden dabei bereits in einem frühen Stadium in Form von Prototypen getestet, anstatt lange theoretische Diskussionen zu führen. Ziel ist es, schnell zu erkennen, ob eine Idee funktioniert – oder eben nicht. Nach einem ersten Testing der Ideen wurden bei der Impact Week diese zu Geschäftsmodellen weiterentwickelt. Mission, Vision sowie das Angebot für den Kunden verbunden mit möglichen Einnahmequellen standen hierbei im Fokus. Darauf aufbauend entwickelten die Teilnehmer eine Marketing- und Kommunikationsstrategie und lernten, ihre Businessidee in einem Pitch von drei Minuten zu präsentieren. »#impactweekkenya is the best thing that happened to me.« Dennis Kibet, Teilnehmer WHATBEGINSHERE, TRANSFORMSTHEWORLD
  6. 6. Begleitet wurde die Woche durch namhafte Speaker aus der afrika- nischen Gründer-Szene, wie zum Beispiel Vertreter des iHub Nairobi (Co-Working-Projekt), von BRCK (Wifi-Hardware), JamboPay (Mobile Payment) und Global Shapers (Community). Unter den Sprechern befand sich zum Beispiel Michael Waiyaki, der als Country Director bei givewatts daran arbeitet, Schulen ohne Anschluss ans Stromnetz in Ostafrika mit Solarlampen zu versorgen, damit die Schüler besser lernen können. 18.541 solcher Solarlampen sind bereits in über 1.000 Schulen installiert – sie sind nach drei bis sechs Monaten abbezahlt und das Geld wird stets in neue Schulprojekte reinvestiert. Die Speaker gehören zu den Gestaltern des nachhaltigen Wandels auf dem afrikanischen Kontinent und welt- weit. Durch ihre Vorträge während der Impact Week haben sie ihr Wissen und ihre Inspiration an die Teilnehmenden weitergegeben und illustriert, wie es ist, selbst ein Unternehmen auf die Beine zu stellen. Die renommierte Kanzle- rin der ANU, Prof. Leah Marangu, zeigte sich in ihrer Abschlussrede begeistert vom Facilitation-Ansatz: » Was wir in den Pitches gesehen haben, waren keine Ideen, die von außen kamen, denn niemand kann Lösungen für Afrika entwickeln, außer uns selbst. « »Start small, carry that big dream and push it to the end« Danson Muchemi, CEO at JamboPay
  7. 7. Am ersten Tag der Impact Week starteten die Workshops direkt nach der Auftaktveranstaltung mit allen Teilnehmenden in den Teams: Je 20 Teil- nehmende und ein dreiköpfiges Moderations- & Coachingteam lernten sich mithilfe von Warm-Ups besser kennen – schnell war das Eis gebrochen und ein erstes Brainstorming lieferte interessante Einblicke, welche Gedanken die Teilnehmenden bewegen. In welchen Situationen kommen Kenianer mit dem Thema (etwa Gesundheit) in Berührung? Welches sind die größten Herausforderungen, denen sie gegenüber stehen? Welche Produkte und Services gibt es bereits am Markt, mit denen versucht wird, die Probleme zu lösen? Diese und weitere Fragen bildeten die Grundlage, um erste eigene Lösungsideen zu sammeln. Twitter | Nase @ntenas 21. Juli »It's not having the idea, it's when and what you do with the idea that matters #impactweekkenya« IDEENENTWICKELN UNDPROTOTYPENBAUEN
  8. 8. Über eine Reihe von Kreativtechniken und einen steten Austausch zwischen Kleingruppen innerhalb der Teams näherten sie sich möglichen Lösungen. Ganz wichtig dabei: Design Thinking geht vom Nutzer aus. Die Teilnehmenden haben sich daher immer die Fragen gestellt: Wer ist der spezifische Nutzer? Was braucht dieser bzw. vor welchem Problem steht er? Und was hindert ihn daran, seine Bedürfnisse zu befriedigen? Die Teilnehmenden bauten auf vielversprechende Gedanken auf – sie entwickelten Anforderungen, wie eine konkrete Umsetzung aussehen könnte. Auf dieser Grundlage erstellten sie am nächsten Tag mit Stiften, Karton und weiteren Bastelmaterialien Prototypen ihrer digitalen Plattformen, Story- boards oder technischen Geräte. Schnell zeigte sich, ob die jeweilige Idee funktioniert oder nicht: Spätestens beim Präsentieren vor anderen Teams und Testen mit möglichen Nutzern kam hilfreiches Feedback zusammen, mit dem sie die Lösungsansätze neu aufsetzten. » The best way to experience an experience is to experience it « Jochen Guertler
  9. 9. »Sustainable business models starts with a real need and a focus on people and planet before profit« Bernard Chiira, Incubation Manager at iBizAfrica Welchen Mehrwert biete ich Kunden mit meinem Produkt oder Service? Diese Frage stellten sich die Teilneh- menden am dritten Tag der Impact Week bei der Ausarbeitung ihrer Geschäftsmodelle. Mit dem Business Modell Canvas hatten die Teilneh- menden ein Werkzeug, welches ihnen die wichtigsten Bausteine für eine funktionierende Businessidee nahe bringt. Sie benannten unter anderem, über welche Kanäle sie mit ihren Kunden in Kontakt treten wollen, auf welche Weise sie Umsatz generieren sowie welche Kosten bei der Wertschöpfung entstehen können. Die einzelnen Kleingruppen präsentierten ihre Geschäftsmodelle untereinander und feilten an ihnen teilweise bis in die Nacht hinein. Die Teilnehmenden waren hoch motiviert, aus ihren Ideen vom ersten Tag erfolgreiche Start-ups zu machen. Um ihre Geschäftsidee zum Erfolg zu führen, entwickelten sie am vierten Tag ihre Marketingstrategie. Sie for- mulierten eine Vision, wie ihr Produkt oder Service die Zukunft verändern könnte. Sie stellten sich zudem der Frage, wie Interessenten auf sie aufmerksam werden und auf welchem Wege sie zu Kunden gemacht wer- den können. Zuletzt entwickelten die Teams einen Maßnahmenplan für die Umsetzung im ersten Jahr, definierten Wachstumsziele und bereiteten ihren finalen 3 Minuten Pitch vor. VOMGESCHÄFTSMODELL ZUMPITCH
  10. 10. IMPACTAWARD Die Woche endete mit der Impact Awards Gala am fünften Tag, bei der 17 Teams ihre erarbeiteten Ideen in 3 Minuten dem Publikum vorstellten, um für die Aufnahme in den uni- versitären Inkubator (Brutstätte für Unternehmen) prämiert zu werden. Eine Jury aus lokalen Experten, Uniprofessoren sowie Moderatoren kürte die Gewinner. Der erste Platz ging an das Team e4e, das sich einem der größten Probleme Kenias widmet: der hohen Arbeitslosigkeit und der mangelnden Qualifikation von Universitätsabsolventen. Ihre Lösung: Eine Online-Plattform mit einem Netzwerk aus Trainern, die die Studierenden optimal auf die Anforderungen der Unternehmen vorbereitet und auf beiden Seiten vermittelt. Das zweite Gewinner- team, die Counterfeiters, befasst sich mit dem wachsenden Problem von Medikamentenfälschungen. Das Team entwickelt eine App, die durch Scannen des Barcodes Medikamente auf Echtheit prüft. Das dritte Sieger- team, Detour, fokussiert das große Verkehrsproblem – Kenianer, die in Nairobi arbeiten, stehen täglich bis zu vier Stunden im Stau. Und das pro Strecke. Das soll sich mit einer App zur alternativen Routenplanung ändern. Um nun die ausgewählten Businessideen weiterzuentwickeln und in die Realität umzusetzen, wurde ein Inkubator an der Uni- versität installiert.
  11. 11. WIEGEHTESWEITER? The best way to experience an experience is to experience it ist ein Grundsatz des Prototyping, der eigentlich für das ganze Leben gilt! Beim Testen eines Prototypen geht es immer darum, mit dem Produkt in Interaktion zu treten und es tatsächlich zu verwenden und zu erleben – erst dann kann man fundiertes Feedback formulieren, das über ein „finde ich gut | schlecht“ hinausgeht. Die Impact Week war so ein Prototyp: einer, der für die Fragestellung nach sinnvoller Zusammenarbeit im internationalen Kontext steht, und wie man gemeinsam die Welt ein bisschen besser machen kann. Wir haben uns in dieses Erlebnis gewagt, haben unsere selbst gesteckten Ziele mehr als erreicht und sind mit vielen neuen Ideen und Weiterentwicklungspotenzialen zurückgekehrt. Darüber werden wir auf www.impactweek.net sowie bei Twitter und Facebook weiter berichten. Aus Gründen der besseren Lesbarkeit haben wir auf eine geschlechtsneutrale Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung grundsätzlich für beide Geschlechter. Die verkürzte Sprachform hat nur redaktionelle Gründe und beinhaltet keine Wertung. Die acht erstplatzierten Gewinner- teams erhielten eine Förderung in Form eines einjährigen Mentorings durch Experten und Universitäts- professoren. Platz eins bis drei werden zusätzlich finanziell bei der konkreten Weiterführung ihres Projektes unterstützt – mit 2.500 US-Dollar, 1.500 US-Dollar und 500 US-Dollar. Der Inkubator stellt sicher, dass die Preisgelder effektiv für die einzelnen Projekte eingesetzt werden. Zudem bietet er Raum für die weitere Arbeit der Teams und des Mentorenprogramms.
  12. 12. Alex Bräuer Corporate Publishing & Media Specialist Andrea Augsten Design Researcher & Co-Founder of design:transfer Lukas Bosch Design Thinking Coach Juliane Bublitz Program Manager at Zukunftsinstitut & Design Thinking Coach Denis Biesenbach Student at YMCA University & Photographer Kamil Barbaski Co-Founder of MAK3it & Startup-Trainer Mario Dreher Consultant for M&A at PwC Robert Ewers Project Manager at Childaid Network & Design Thinking Coach Frederike Beha Consultant for innovation & founder of Business Model Toolbox Jochen Gürtler Innovation Manager, SAP & Design Thinking Coach Leonie Heiss Workshop Conception Design Thinking Sara Gottschalk Concept developer & Human Resources Development at Neulandherzer
  13. 13. Michael Hübl Co-Founder of flinc & Entrepreneur Nino Halm Photographer Magrit Rüfner-Bahne Head of Marketing and Sales, Dawin GmbH Christiane Wittmann IT Strategy Director at MRM | McCann Maren Christin Müller Community Manager, SAP Philip Zimmermann Leadership consultant & Pastor at Kirche in Aktion Mia-Alina Schauf Business Developer & Design Thinking Coach UNSER TEAM KONTAKT Imprint Redaktion Andrea Augsten | Maren Müller | Juliane Bublitz | Frederike Beha Design Andrea Augsten Fotografie Nino Halm | Evanson Kirui | Esther Muturi Michael Hübl me@michaelhuebl.de · 0151 25 20 66 66
  14. 14. UNSERE PARTNER & SPONSOREN

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