Facebook & Co.

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Forum im Rahmen der 1. Emsländischen Bildungskonferenz am 29. Januar 2013

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Facebook & Co.

  1. 1. Forum 7 Facebook & Co. Chancen und Risikenim größten sozialen Netzwerk der Welt
  2. 2. AUSGANGSPUNKT
  3. 3. INHALT DES FORUMS1. Was ist Facebook – und was will es?2. Weitergabe persönlicher Daten3. Weitere Gefahren4. Sicher im sozialen Netz5. Fragen / Anmerkungen
  4. 4. Was ist Facebook? … und was will es?
  5. 5. Was ist Facebook?• Das populärste soziale Netzwerk der Welt• Jeder Nutzer hat eine eigene Profilseite („Chronik“), auf der persönliche Informationen stehen• Er kann Texte eingeben („Posts“), Veranstaltungen erstellen, Fotos und Videos hochladen oder Internetlinks oder seinen Aufenthaltsort „teilen“• Jeder Nutzer kann bestimmen, wer seine Inhalte sieht
  6. 6. Was ist Facebook?• Nutzer/Unternehmen können Werbung schalten, die personalisiert auf einzelnen Profilen erscheint – D.h. bei den Nutzern, die das Produkt interessieren könnte• Programmierer können Anwendungen („Apps“) entwickeln, die Vorteile für den Nutzer / den Entwickler bzw. Auftraggeber bringen – mithilfe von abgefragten Berechtigungen (z.B. Chronik lesen, im Namen des Nutzers posten, Standort erfassen)
  7. 7. Was ist Facebook?• Jeder Nutzer kann sich mit anderen vernetzen („Freunde“) und deren Statusmeldungen („Posts“) oder Inhalte (Fotos, Videos, Standorte) lesen, kommentieren und bewerten („Gefällt mir“ / “like“)• Er kann sich und Freunde in Fotos, Videos oder an Standorten „markieren“ und das veröffentlichen
  8. 8. Was ist Facebook?• Jeder Nutzer kann Unternehmens-/ Marken- / Interessenseiten erstellen → Das sind keine persönlichen Profile, sondern öffentliche Seiten• … von denen können andere Nutzer „Fan“ werden / „Gefällt mir“
  9. 9. Was ist Facebook?• Jeder Nutzer kann Gruppenseiten starten – Teilnehmerkreis begrenzbar – Für Fanclubs, Diskussionen, Klassentreffen etc.• Nutzer können online miteinander chatten• … sich Nachrichten schicken (vgl. Email)• … oder Videokonferenzen halten
  10. 10. Woher kommt Facebook?
  11. 11. Woher kommt Facebook?• Februar 2004: Der Student Mark Zuckerberg startet Facebook für seine Kommilitonen in Harvard• Ab 2006 auch für Nichtstudenten offen• In Deutschland seit Frühjahr 2008 online• 2009 wurde „Gefällt mir“-Knopf eingeführt• Im Mai 2012 Börsengang
  12. 12. Woher kommt Facebook?• Über 1 Mrd. Nutzer weltweit• 25 Mio. Nutzer in Deutschland, zehnt-aktivstes Land der Welt• 47% aller deutschen Internetnutzer sind bei Facebook• Facebook hat allen anderen sozialen Netzwerken den Rang abgelaufen – Auch den früher gegründeten: Friendster (2002), Myspace, Linkedin (2003), VZ-Netzwerke (2005)
  13. 13. Woher kommt Facebook? Quelle: Bitkom „Soziale Netzwerke“, 2011
  14. 14. Woher kommt Facebook?• Ein paar Kennzahlen:• Jeden Tag verarbeitet Facebook weltweit – 300 Mio. neue Fotos – 2,5 Milliarden Statusmeldungen – 2,7 Milliarden „Likes“ – 500 Terabyte Daten (500000 Gigabyte)
  15. 15. Eine Frage des Alters?• KIM-Studie 2010: 43% der Kinder zwischen 6 und 13 Jahren, die ins Internet dürfen, sind in sozialen Netzwerken
  16. 16. Facebook - Pro und Contra• Gründe pro Facebook – Selbstdarstellung – Kontakthalten – Informieren• Gründe Facebook abzulehnen – 69% „Möchte keine persönlichen Informationen preisgeben“ – 68% „Sehe keinen Sinn oder Nutzen“ – 27% „Fürchte negative Folgen fürs Privatleben“• 43% der Deutschen haben Angst vor FacebookQuellen: Bitkom „Soziale Netzwerke 2012“ (2), GFK für WamS 2/12 (3), ZDF Onlinestudie 2012 (1)
  17. 17. Facebook-Skepsis• Weiterer Grund lt. IfD Allensbach: Skepsis bzgl. Datenschutz Auch Nutzer sind skeptisch!
  18. 18. Persönliche Daten Sinn und Zweck……und Problemfeld Nr. 1!
  19. 19. Persönliche DatenDas Bundesamt für Sicherheit in derInformationstechnik (BSI) warnt bei der Nutzungsozialer Netzwerke: „Was passiert, wenn Ihr (zukünftiger) Arbeitgeber Ihre Fotos der letzten feucht-fröhlichen Party sieht? Wofür könnten Betrüger Informationen über Ihre Arbeit oder geplante Urlaube ausnutzen? Wollen Sie, dass Personen weltweit Zugang zu Bildern Ihrer Kinder bekommen können? Steckt hinter dem Benutzernamen Argus Musterhund wirklich Ihr alter Bekannter?“
  20. 20. Persönliche Daten• Mail-Adressen, Telefonnummern, Hobbys und Vorlieben können von Firmen dazu missbraucht werden die Nutzer gezielt mit Werbung zu bombardieren• Profil-Infos können teilweise sogar über Suchmaschinen gefunden werden• Arbeitgeber, Vermieter und Versicherungen nutzen soziale Netzwerke um Informationen über potentielle Mitarbeiter herauszufinden
  21. 21. Persönliche Daten• Freizügige Fotos oder verfängliche Äußerungen werden da schnell zum k.o.-Kriterium• Informationen, Texte und insbesondere Bilder können außerhalb der Netzwerke auf dem eigenen Computer gespeichert werden• So können Daten plötzlich auf anderen Seiten im Internet auftauchen / für andere Zwecke missbraucht werden … auch nachdem diese vermeintlich aus dem sozialen Netzwerk gelöscht wurden• „Das Internet vergisst nie“
  22. 22. Persönliche Daten
  23. 23. Persönliche Daten• Daten außer Kontrolle durch Anwendungen bei Facebook• Nutzer können sich Anwendungen installieren bzw. bekommen Sie empfohlen – Z.B. Spiele, Kalenderfunktion, Besucherzähler – Finanzierungsquelle von Facebook• Problem: Die Anwendungen können von Drittanbietern stammen, deren Sicherheitsstandards nicht zwangsläufig denen der sozialen Netzwerke entsprechen müssen
  24. 24. Persönliche Daten• Kritisch sind vor allem die Berechtigungen, die die Anwendungen vom Nutzer für ihr Profil fordern – Im Namen des Nutzers auf Chronik posten, Kontakte einsehen, Standort lesen etc.• Berechtigungsanfragen werden von den Nutzern nicht immer ausreichend geprüft („weggeklickt“)
  25. 25. Persönliche Daten• Für die Öffentlichkeit freigegebene Veranstaltungen können im Chaos enden (weil alle Facebooknutzer eingeladen sind)• z.B. „Thessas“ 16. Geburtstag im Juni 2011 – 1600 Gäste vor der Tür!• Haftung unklar
  26. 26. Persönliche Daten• Problembewusstsein ist da… oder?• 86% der Internetnutzer haben sich mit den Privatsphäreeinstellungen in Ihrem Netzwerk auseinandergesetzt• Vor allem die jungen Nutzer (89%)• Aber: 34% der über 30jährigen haben sich gar nicht damit befasst• Und: 33% der über 30jährigen haben sich befasst, aber nichts geändertQuelle: Bitkom „Soziale Netzwerke“, 2011
  27. 27. Persönliche Daten• Facebook macht‘s nicht leicht – Die Privatsphäre- und Sicherheitsinstellungen sind bei Account-Eröffnung eher im Sinne des Anbieters als im Sinne des Datenschutzes (= kompliziert und nicht ausreichend) – Facebook ändert die Einstellungen nahezu wöchentlich – Facebook kommuniziert sie nicht bzw. nur auf Anfrage – Konto löschen sehr schwierig
  28. 28. Persönliche Daten• Ist verantwortungsvolles Nutzen nur dann möglich, wenn man „dran bleibt“ und die Datenschutzdebatte verfolgt und viel Zeit in Recherche investiert?
  29. 29. Persönliche Daten• Ein Problem bleibt dann trotzdem: Was machen soziale Netzwerke mit meinen Daten?• Z.B. Facebook: Das Unternehmen behält sich in seinen AGB das Recht vor hochgeladene Fotos und Videos zu „nutzen“ - wie, das sagt es nicht• Selbst auf Daten (Text, Foto, Video), die „nur ich“ oder „Freunde“ sehen können, haben die Betreiber sozialer Netzwerke theoretisch Zugriff, weil sie die Daten ja speichern!• Speicherdauer: Bei Facebook, Google+, Stayfriends nicht angegeben… unbegrenzt?
  30. 30. Weitere Gefahren
  31. 31. Weitere GefahrenGefahr durch unvorsichtigeDatenweitergabe… … aber auch Gefahr durch Betrug!• Phishing: Nutzer greifen Zugangsdaten zu sozialen Netzen über gefälschte Loginseiten ab und geben sich als Nutzer selbst aus (um Geld zu erbitten etc.)• „Cyberjacking“: Nutzer geben sich als andere, reale Person aus, die „ihre“ Freunde anfragt (Gefahr von Cybermobbing!)
  32. 32. Weitere Gefahren• Urheberrechtsverletzungen – Posten von urheberrechtlich geschützten Texten, Bildern und Videos, deren Urheber der Nutzer nicht selbst ist, ist ohne Zustimmung des Urhebers illegal!• Cybermobbing – Personen können Beispiel bewusst aus Freundesgruppen ausgeschlossen oder ihre digitalen Pinnwände mit Beleidigungen bombardiert werden• Freundschaftsbegriff täuscht über Anonymität hinweg
  33. 33. Weitere GefahrenFakeprofile• Betrüger / Pädophile nutzen unechte Profile in sozialen Netzen, um in direkten Kontakt mit Nutzern zu treten• … bauen Vertrauensverhältnis auf, um – Nutzer um Geld anzupumpen – Telefonnummer + Adresse zu erfragen – die Herausgabe von freizügigen Bildern zu erwirken – Treffen anzuleiern – für Straftaten zu werben – zu erfahren, wann die Wohnung wg. Urlaub leer steht
  34. 34. Weitere Gefahren• Begegnung mit Fremden• Ein Viertel der EU-Teenager hat sich bereits mit jemandem getroffen, den sie im Internet kennengelernt haben• Hemmschwelle zum „Freunde“ annehmen in sozialen Netzwerken niedrig• Gerade für Kinder / Jugendliche mit wenig Sozialkontakten ist das Internet als Ort von Bekanntschaften und Anerkennung wichtig
  35. 35. Sicher im sozialen Netz• Spielregeln im Umgang mit Fremden• Wer sieht was? Datenfreigaben prüfen• Die 10 Facebook-Regeln
  36. 36. Umgang mit Fremden1) Richtig Chatten • Keine zweideutigen Anmeldenamen nutzen • Misstrauisch bleiben • Nicht jeden Link klicken • Persönliche Daten nur an echte Freunde (Insiderfrage) heraus geben • Zum ersten Treffen nicht allein gehen • Sexuelle Belästigung / Cybermobbing / Kriminelle Anwerbung durch Bildschirmfoto belegen (Screenshot)
  37. 37. Umgang mit Fremden2) Schutzmaßnahmen ergreifen – Sexuelle Belästigung, Cybermobbing, Kriminalität dem Betreiber des sozialen Netzwerks melden (auch wenn man nicht direkt betroffen ist) – Betreiber wird dann eventuell aktiv (verwarnt / entfernt Täter) – Sofern sinnvoll: Täter „blocken“ (keine Kontaktaufnahme mehr möglich) – Bei Lebensgefahr: Sofort Polizei verständigen – Bei Beratungsbedarf bzgl. Kindern: z.B. Kinderschutzbund, Beratungsstelle LOGO kontaktieren – Auf jeden Fall Tat mit Screenshot belegen
  38. 38. Datenfreigaben prüfen• Facebook-Funktion „Anzeigen aus der Sicht von“ ermöglicht eine Kontrolle darüber, wer (Freunde/Öffentlichkeit) welche Inhalte sieht• Funktion zugreifbar über eigene Chronik unter Titelbild
  39. 39. Datenfreigaben prüfenSecure.me überprüft Facebook-Profildaten und Posts aufEmpfängerkreis undReputation
  40. 40. Sicher „facebooken“ – 10 RegelnINFORMATIONEN1. Nur notwendige persönliche Informationen angeben2. Abwägen, wer welche persönliche Informationen, Posts, Fotos/Videos und Veranstaltungen sehen darf und das regelmäßig überprüfen3. Überlegen, ob mein Post / Kommentar / Foto / Gruppenbeitritt / Like meiner Reputation schaden, gegen mich verwendet werden kann oder Urheberrechte verletzt4. In Privatsphäre-Einstellungen Nutzer, die auf meine Chronik schreiben können, begrenzen5. Ehrlich sein – Ehrliche Angaben (Klarname, Beziehungsstatus) verhindern Missverständnisse – Minderjährige haben automatisch höhere Sicherheitseinstellungen (können z.B. nicht öffentlich posten)
  41. 41. Sicher „facebooken“ – 10 RegelnFREUNDE6. Nicht jede Freundschaftsanfrage annehmen7. Mit Facebookfreunden nicht wie mit realen Freunden umgehenSICHERHEIT8. In Sicherheitseinstellungen „Sicheres Durchstöbern“ aktivieren (https-Verbindung)9. Sicheres Passwort wählen10. PC sicher halten (Betriebssystem-Updates, Virenscanner-Updates)
  42. 42. Abschluss
  43. 43. Abschluss
  44. 44. Alle Quellenwww.delicious.com/lwhlingen/facebook&co
  45. 45. Veranstaltungen im LWH• 5. Februar 19:30 Uhr: „Kinder sicher im Netz“ – Akademieabend / Vortag zum „Safer Internet Day“ zu Gefahren + Sicherungsmechanismen für Kinder im Netz• 12./13. April: „Gefällt mir? Die Facebookgeneration verstehen und schützen“ – Einführung Facebook, Thema Datenschutz, Workshopeinheit Profilerstellen, Cybermobbing• 14. Mai: Onlinegames im Unterricht – Selbst Ausprobieren und im Unterricht thematisieren

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