Kinder sicher im Netz
Inhalt1. Einleitung2. Urheberrechtsverletzungen3. Internetfilter4. Weitergabe persönlicher Daten in   sozialen Netzwerken5...
EinleitungKinder und Jugendliche im Netz       Daten und Fakten
Internetnutzung• 46 Prozent der 6-9jährigen deutschen Kinder  nutzen mindestens 1x pro Woche das Internet• 45 Prozent der ...
Internetnutzung• Motive fürs Surfen der 6-13jährigen  –   82 % Informationen für die Schule sammeln  –   73 % Onlinespiele...
InternetnutzungInternet auf Smartphones
Internetnutzung• Internet auf modernen Handies genauso  darstellbar wie auf PC / Notebook  – Durch hochauflösende Darstell...
Das Internet…… eine Herausforderung!
Herausforderung Internet• Fast ein Drittel der deutschen 14-20jährigen hat  Cybermobbing erlebt (Beschimpfungen,  (Erniedr...
Herausforderung Internet• Sex- und Gewaltseiten, politisch extreme  Webseiten und Aufrufe zu Kriminalität sind  Bestandtei...
Herausforderung Internet             Zusammenfassung:         Warum sind Kinder gefährdet?1. Das Internet ist internationa...
Herausforderung Internet    Forderung: Kontrolliertes Internet?Das hätte auch Nachteile!  – Einschränkung Meinungsfreiheit...
Herausforderung Internet→   Also: Vermittlung von    Medienkompetenz als Aufgabe von    Bildungsträgern und Eltern    • Ge...
2. Urheberrecht– Was darf mein Kind?– Was darf es nicht?– Wie anonym ist es?– Wer haftet bei Rechtsverstößen?
Urheberrecht• Im Internet ist niemand wirklich  anonym• Jeder Internetanschluss (PC, Notebook, Handy)  kann theoretisch zu...
Urheberrecht• Durch IPs weiß das Internet, welche Information  wohin muss   – Z.B. von IP 173.194.69.95 zu 77.22.136.182  ...
Urheberrecht• Daten müssen / dürfen in Deutschland  grundsätzlich nicht gespeichert werden• Aber: Provider speichern IP-Ve...
Urheberrecht• Speicherdauer:   – 7 Tage (Telekom, Alice, O2, 1&1)   – 2 Tage Kabel Deutschland   – Vodafone gar nicht• Her...
UrheberrechtEs kommt leicht zuUrheberrechtsverstößen!• Profilbilder im Internet, geteilte Texte + Fotos in  sozialen Netzw...
Urheberrecht• Für den Privatgebrauch (ohne „teilen“) dürfen eindeutig  urheberrechtlich geschützte Musik, Filme, Bücher od...
UrheberrechtHaftung bei Urheberrechtsverstößen• Viele Grauzonen!• Deutsche Gerichte urteilen nicht eindeutig• Grundsätzlic...
UrheberrechtAuf Nummer sicher gehen• Überprüfen, ob Bild / Foto / Text  urheberrechtlich geschützt ist   – Text in Suchmas...
Urheberrecht• Inhalte statt hochzuladen verlinken  → eventuelles Vorschaubild deaktivieren!• Freie Inhalte nutzen / hochla...
UrheberrechtWeitere Infos zum Thema Urheberrecht:         www.irights.info
3. Internetfilter• Benutzerkontensteuerung• Internetfilter
Internetfilter• Windows 7 und 8 erlauben Benutzerkonten für  einzelne Familienmitglieder (Systemsteuerung)   – Eltern (Adm...
Internetfilter
Internetfilter• Mehr Kontrolle: Windows Family Safety• Kostenlos für Windows 7 und 8  – Eltern können    Webseiten    bloc...
Internetfilter• Andere Internetfilter (kostenlos)  – Telekom Kinderschutz-Software: Webseiten    werden je nach Altersstuf...
4. Persönliche Daten      Weitergabe  persönlicher Daten in  sozialen Netzwerken
Persönliche DatenDas Bundesamt für Sicherheit in derInformationstechnik (BSI) warnt bei der Nutzungsozialer Netzwerke:  „W...
Persönliche Daten1. Unreflektierte Weitergabe von Daten• Die Privatsphäre-Einstellungen sind bei Account-  Eröffnung eher ...
Persönliche Daten• Arbeitgeber, Vermieter und Versicherungen nutzen  soziale Netzwerke um Informationen über potentielle  ...
Persönliche Daten
Persönliche Daten2. Verlust von Daten durch Betrug• „Phishing“: Nutzer greifen Zugangsdaten zu  sozialen Netzen über gefäl...
Persönliche Daten3. Anwendungen (bei Facebook)• Nutzer können sich Anwendungen installieren  bzw. bekommen Sie empfohlen  ...
Persönliche Daten• Kritisch sind vor allem die Berechtigungen, die  die Anwendungen vom Nutzer für ihr Profil  fordern  – ...
Persönliche Daten• Herausforderung: Mein Kind soll „Herr  seiner Daten“ bleiben!  – Posts / zu teilende Inhalte regelmäßig...
Persönliche DatenSecure.me überprüft Facebook-Profildaten und Posts aufEmpfängerkreis undReputation
Persönliche Daten4. Ein Problem bleibt: Was machensoziale Netzwerke mit meinen Daten?• Z.B. Facebook: Das Unternehmen behä...
5. Begegnung mit Fremden    • Freundschaftsbegriff    • Richtig Chatten    • Belästigungen      entgegentreten
Begegnung mit Fremden• Erinnerung:  Ein Viertel der EU-Teenager hat sich  bereits mit jemandem getroffen, den sie im  Inte...
Begegnung mit FremdenGefahr Fakeprofile• Betrüger / Pädophile nutzen unechte Profile in sozialen  Netzen, um in direkten K...
Begegnung mit FremdenSchutz vor „falschen Freunden“
Begegnung mit Fremden1) Richtig Chatten  – Keine zweideutigen Anmeldenamen nutzen  – Misstrauisch bleiben  – Nicht jeden L...
Begegnung mit Fremden2) Schutzmaßnahmen ergreifen  – Sexuelle Belästigung, Cybermobbing, Kriminalität    dem Betreiber des...
Begegnung mit Fremden• Screenshot anlegen                                   Windows:                                   Shi...
6. Onlinespiele
Onlinespiele• 16% der 6-14jährigen spielen jeden bzw. fast  jeden Tag Online-/PC-/Konsolenspiele• 46% einmal/mehrmals wöch...
Onlinespiele• Beliebte Browsergames / Minigames: Wurzelimperium,  Myfreefarm, Farmerama, Farmville 2 (Facebook-App)
Onlinespiele• Vorteil von Browsergames: Kostenlos, keine  Installation notwendig (laufen im Browser)• Probleme  – Gesetzli...
OnlinespieleOnlinegames sind ein echter Markt!• Zusatzfeatures in Browsergames haben 2010  73 Millionen Euro erbracht• Pre...
Onlinespiele
Onlinespiele
Onlinespiele• Frage von Erziehungsberechtigten:  Onlinespiele verbieten / sperren?• Besser: Regeln vereinbaren!  – Gemeins...
7. Onlinesucht
7. OnlinesuchtWas ist das?• Online-Abhängigkeit und -Sucht nicht eindeutig  definiert• Debatte weitgehend unsachlich• Kein...
OnlinesuchtExzessives Surfen ist problematisch!• Faktoren: Freunde finden, Wertschätzung, Flucht aus  realer Welt, Informa...
OnlinesuchtMaßnahme zum Schutz von Kindern:        Aufmerksamkeit!
OnlinesuchtSuchtmerkmale•   Ihr Kind sitzt stundenlang am PC und surft / spielt•   Wenn es gestört wird, ist es extrem rei...
Onlinesucht• Es versucht zu verheimlichen, wie viel Zeit es mit dem  Spiel / im Netz verbringt• Es vernachlässigt die Schu...
Abschluss• Kindgerechte Internetangebote   – meine-startseite.de (BMFSFJ)   – klick-tipps.net (Bund, EU, Medienanstalten)•...
Fragen / AnmerkungenKinder sicher im Netz
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Akademieabend "Kinder sicher im Netz"

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Veröffentlicht am

Akademieabend am 5.2.2013 im Ludwig-Windthorst-Haus in Lingen/Ems.

Veranstaltungsflyer: http://lwh.de/downloads/13-02-05-f-kindersicherimnetz.pdf

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Akademieabend "Kinder sicher im Netz"

  1. 1. Kinder sicher im Netz
  2. 2. Inhalt1. Einleitung2. Urheberrechtsverletzungen3. Internetfilter4. Weitergabe persönlicher Daten in sozialen Netzwerken5. Begegnung mit Fremden6. Onlinespiele7. Onlinesucht
  3. 3. EinleitungKinder und Jugendliche im Netz Daten und Fakten
  4. 4. Internetnutzung• 46 Prozent der 6-9jährigen deutschen Kinder nutzen mindestens 1x pro Woche das Internet• 45 Prozent der 10-13jährigen nutzen es täglich• 10 Prozent der Jungen im Alter von 4 und 5 Jahren sind 1x pro Woche online• Internet ist das Medium, das den Eltern von Minderjährigen am meisten Sorgen macht Quellen: KidsVerbraucherAnalyse 2012, KIM-Studie 2010, mpfs 2011, ZDF-Studie in Hasebrink/Schröder/Schumacher, 2012
  5. 5. Internetnutzung• Motive fürs Surfen der 6-13jährigen – 82 % Informationen für die Schule sammeln – 73 % Onlinespiele spielen – 72 % Informationen für die Freizeit sammeln – Weitere Gründe: Musikhören, Nachschlagewerke, Emails, Anschauen von Filmen/Clips, Lernprogramme• Trend soziale Netzwerke: 43 % der 6-13jährigen sind Mitglieder – … obwohl das populärste Netzwerk, Facebook, ein Mindestalter von 13 Jahren erfordert Quellen: KidsVerbraucherAnalyse 2012, KIM-Studie 2010
  6. 6. InternetnutzungInternet auf Smartphones
  7. 7. Internetnutzung• Internet auf modernen Handies genauso darstellbar wie auf PC / Notebook – Durch hochauflösende Darstellung im Internetbrowser – Durch Apps → Die Gefahren im Internet beziehen zunehmend auch das mobile Internet mit ein! → Elterliche Kontrolle schwieriger / unmöglich?
  8. 8. Das Internet…… eine Herausforderung!
  9. 9. Herausforderung Internet• Fast ein Drittel der deutschen 14-20jährigen hat Cybermobbing erlebt (Beschimpfungen, (Erniedrigungen über Internet und Handy)• 70 % der über 14jährigen hat Erfahrung mit Internetkriminalität• 42 % der EU-Teenager besuchen Webseiten, die ihre Eltern verbieten würden• Ein Viertel der EU-Teenager hat sich bereits mit jemandem getroffen, den sie im Internet kennengelernt haben Quellen: Techniker Krankenkasse 2011, Landeskriminalamt Baden-Württemberg 2011, McAfee 2012
  10. 10. Herausforderung Internet• Sex- und Gewaltseiten, politisch extreme Webseiten und Aufrufe zu Kriminalität sind Bestandteil des Netzes – 30 % des weltweiten Internetverkehrs sind Pornovideo-Angebote (Quelle: Extremetech.com) – Nur 3 % aller Pornoseiten haben Alters-Check• Internetseiten sind auch bei illegalen Inhalten schwer abzuschalten – Server stehen oft im Ausland
  11. 11. Herausforderung Internet Zusammenfassung: Warum sind Kinder gefährdet?1. Das Internet ist international2. Das Internet ist zum Teil unreglementiert3. Das Internet gehört zum Leben der jungen Generation dazu (99% der 14-24jährigen sind online)4. Nicht alle Nutzer sind sich der Risiken bewusst Quelle für 3.: Bundesverband der deutschen Banken, 2012
  12. 12. Herausforderung Internet Forderung: Kontrolliertes Internet?Das hätte auch Nachteile! – Einschränkung Meinungsfreiheit? – Zensur? – Machtmissbrauch? – Internet oft einziges Mittel, um sich Gehör zu verschaffen (Arabischer Frühling, China etc.)!
  13. 13. Herausforderung Internet→ Also: Vermittlung von Medienkompetenz als Aufgabe von Bildungsträgern und Eltern • Gewahrwerden der Gefahren • Kennenlernen möglicher Schutzmechanismen • Mit den Kindern auf Augenhöhe über Internet / soziale Netzwerke sprechen
  14. 14. 2. Urheberrecht– Was darf mein Kind?– Was darf es nicht?– Wie anonym ist es?– Wer haftet bei Rechtsverstößen?
  15. 15. Urheberrecht• Im Internet ist niemand wirklich anonym• Jeder Internetanschluss (PC, Notebook, Handy) kann theoretisch zurück verfolgt werden• Internetkommunikation erfolgt über so genannte IP-Adressen („Internet Protocol“) – Jede Internetseite, jeder Provider und jeder Internetanschluss hat eine eindeutige IP- Adresse
  16. 16. Urheberrecht• Durch IPs weiß das Internet, welche Information wohin muss – Z.B. von IP 173.194.69.95 zu 77.22.136.182 (Google liefert LWH Informationen) – Auch innerhalb von Netzwerken IP- Kommunikation (zwischen PCs zuhause)• IP-Verbindungsdaten zwischen Internetseiten und Internetanschluss werden vom Provider gespeichert• Er weiß, wer welche Seite aufgerufen hat
  17. 17. Urheberrecht• Daten müssen / dürfen in Deutschland grundsätzlich nicht gespeichert werden• Aber: Provider speichern IP-Verkehr in Verbindung mit Kundendaten – um abrechnen zu können – um Auslastung zu optimieren – um gegen Spam etc. vorzugehen
  18. 18. Urheberrecht• Speicherdauer: – 7 Tage (Telekom, Alice, O2, 1&1) – 2 Tage Kabel Deutschland – Vodafone gar nicht• Herausgabe der Daten an Rechteinhaber (Urheberrecht) nach gerichtlichem Beschluss innerhalb dieser Zeit• Suchmaschinenanbieter speichern Daten länger (in Verbindung mit Kundenkonto sogar personalisiert)
  19. 19. UrheberrechtEs kommt leicht zuUrheberrechtsverstößen!• Profilbilder im Internet, geteilte Texte + Fotos in sozialen Netzwerken dürfen nicht ohne Zustimmung des Rechteinhabers (Autors, Fotografen, Grafikers, Filmstudios) genutzt werden → Vervielfältigung!• Könnte zu Abmahnungen führen• Schätzung Anwalt Christian Solmecke: Typische Facebookseite enthält Abmahnwert von 10.000 – 15.000 Euro!
  20. 20. Urheberrecht• Für den Privatgebrauch (ohne „teilen“) dürfen eindeutig urheberrechtlich geschützte Musik, Filme, Bücher oder Software genutzt + kopiert werden, sofern kein Kopierschutz geknackt (Kauf umgangen) wird• Einen „geknackten“ Kopierschutz zu nutzen (z.B. bei Film-Streaming-Seiten) ist nicht legal• Filesharing (Bittorrent, Usenet) ist erlaubt, wenn nur eindeutig urheberrechtsfreie Daten getauscht werden• Webseitenbetreiber haften i.d.R. mit (wenn sie illegale Inhalte zur Verfügung stellen)• Grundsätzlich: Wer fremde Werke online stellen will, muss den Rechteinhaber fragen!
  21. 21. UrheberrechtHaftung bei Urheberrechtsverstößen• Viele Grauzonen!• Deutsche Gerichte urteilen nicht eindeutig• Grundsätzlich: Minderjährige haften „nach Alter und Einsichtsfähigkeit“• Ansonsten haften die Erziehungsberechtigten – … bei einigen Gerichten zumindest dann, wenn sie ihre Kinder nicht über Rechte aufgeklärt haben
  22. 22. UrheberrechtAuf Nummer sicher gehen• Überprüfen, ob Bild / Foto / Text urheberrechtlich geschützt ist – Text in Suchmaschine eingeben und nach Lizenzhinweisen suchen – Bei Bildern/Fotos über Google Bildersuche oder TinEye.com weitere Exemplare der Datei suchen, die eventuell Urheberrechtsinformationen enthalten
  23. 23. Urheberrecht• Inhalte statt hochzuladen verlinken → eventuelles Vorschaubild deaktivieren!• Freie Inhalte nutzen / hochladen Z.B. „Creative Commons“-Inhalte• Legale Software erkennbar an Begriffen „Freeware“ oder „Open Source“• Legale Musikseite: z.B. Tonspion.de• Legale Videoseiten: Youtube, Myvideo etc. (Betreiber haben i.d.R. Verträge mit Rechteinhabern)
  24. 24. UrheberrechtWeitere Infos zum Thema Urheberrecht: www.irights.info
  25. 25. 3. Internetfilter• Benutzerkontensteuerung• Internetfilter
  26. 26. Internetfilter• Windows 7 und 8 erlauben Benutzerkonten für einzelne Familienmitglieder (Systemsteuerung) – Eltern (Administratoren) können für Kinder • Zeitlimits festlegen • Spiele grundsätzlich oder je nach Altersfreigabe sperren • Bestimmte Programme sperren
  27. 27. Internetfilter
  28. 28. Internetfilter• Mehr Kontrolle: Windows Family Safety• Kostenlos für Windows 7 und 8 – Eltern können Webseiten blockieren – Eltern können Mail- / Chat- Kontakte der Kinder blockieren (wenn sie Hotmail oder Live Messenger nutzen) – Eltern können Webseitenchronik der Kinder einsehen
  29. 29. Internetfilter• Andere Internetfilter (kostenlos) – Telekom Kinderschutz-Software: Webseiten werden je nach Altersstufe blockiert, BPJM-Abgleich, Surfzeiten (nur für Telekomkunden, Windows) – JusProg: Webseiten nach vier Altersstufen freigegeben, BPJM-Abgleich, Surfzeiten (Windows) – Frag Finn: Surfzeiten, Webseiten blockieren (Windows 32bit, Android, iOS) – K9 Web Protection: Surfzeiten, Webseiten blockieren (Windows, MacOS, iOS, Android. Achtung: englisch!)
  30. 30. 4. Persönliche Daten Weitergabe persönlicher Daten in sozialen Netzwerken
  31. 31. Persönliche DatenDas Bundesamt für Sicherheit in derInformationstechnik (BSI) warnt bei der Nutzungsozialer Netzwerke: „Was passiert, wenn Ihr (zukünftiger) Arbeitgeber Ihre Fotos der letzten feucht-fröhlichen Party sieht? Wofür könnten Betrüger Informationen über Ihre Arbeit oder geplante Urlaube ausnutzen? Wollen Sie, dass Personen weltweit Zugang zu Bildern Ihrer Kinder bekommen können? Steckt hinter dem Benutzernamen Argus Musterhund wirklich Ihr alter Bekannter?“
  32. 32. Persönliche Daten1. Unreflektierte Weitergabe von Daten• Die Privatsphäre-Einstellungen sind bei Account- Eröffnung eher im Sinne des Anbieters als im Sinne des Datenschutzes (= nicht ausreichend)• Einstellungen sind kompliziert, werden oft geändert, Änderungen werden schlecht kommuniziert• Profil-Infos können teilweise sogar über Suchmaschinen gefunden werden• In Netzwerken öffentlich gemachte Mail-Adressen, Telefonnummern, Hobbys und Vorlieben können von Firmen dazu missbraucht werden die Nutzer gezielt mit Werbung zu bombardieren (Spam)
  33. 33. Persönliche Daten• Arbeitgeber, Vermieter und Versicherungen nutzen soziale Netzwerke um Informationen über potentielle Mitarbeiter herauszufinden• Freizügige Fotos oder verfängliche Äußerungen werden da schnell zum k.o.-Kriterium• Informationen, Texte und insbesondere Bilder können außerhalb der Netzwerke auf dem eigenen Computer gespeichert werden• So können Daten plötzlich auf anderen Seiten im Internet auftauchen / für andere Zwecke missbraucht werden… auch nachdem diese vermeintlich aus dem sozialen Netzwerk gelöscht wurden• „Das Internet vergisst nie“
  34. 34. Persönliche Daten
  35. 35. Persönliche Daten2. Verlust von Daten durch Betrug• „Phishing“: Nutzer greifen Zugangsdaten zu sozialen Netzen über gefälschte Loginseiten ab und geben sich als Nutzer selbst aus (um Geld zu erbitten etc.)• Fake-Profile: Betrüger legen sich ein interessantes Profil an, das viele Nutzer unkritisch bestätigen – Zugang zu Informationen• „Cyberjacking“: Nutzer geben sich als andere, reale Person aus, die „ihre“ Freunde anfragt (Gefahr von Cybermobbing!)
  36. 36. Persönliche Daten3. Anwendungen (bei Facebook)• Nutzer können sich Anwendungen installieren bzw. bekommen Sie empfohlen – Z.B. Spiele, Kalenderfunktion, Besucherzähler – Finanzierungsquelle von Facebook• Problem: Die Anwendungen können von Drittanbietern stammen, deren Sicherheitsstandards nicht zwangsläufig denen der sozialen Netzwerke entsprechen müssen
  37. 37. Persönliche Daten• Kritisch sind vor allem die Berechtigungen, die die Anwendungen vom Nutzer für ihr Profil fordern – Im Namen des Nutzers auf Chronik posten, Kontakte einsehen, Standort lesen etc.• Berechtigungsanfragen werden von den Nutzern nicht immer ausreichend geprüft („weggeklickt“)
  38. 38. Persönliche Daten• Herausforderung: Mein Kind soll „Herr seiner Daten“ bleiben! – Posts / zu teilende Inhalte regelmäßig auf Empfängerkreis, Freizügigkeit, Renomméewirkung und Urheberschutz überprüfen – Facebook: Konto-/Privatsphäreeinstellungen überprüfen – Facebook: Funktion „Seite anzeigen aus Sicht von“ nutzen
  39. 39. Persönliche DatenSecure.me überprüft Facebook-Profildaten und Posts aufEmpfängerkreis undReputation
  40. 40. Persönliche Daten4. Ein Problem bleibt: Was machensoziale Netzwerke mit meinen Daten?• Z.B. Facebook: Das Unternehmen behält sich in seinen AGB das Recht vor hochgeladene Fotos und Videos zu „nutzen“ - wie, das sagt es nicht• Selbst auf Daten (Text, Foto, Video), die „nur ich“ oder „Freunde“ sehen können, haben die Betreiber sozialer Netzwerke theoretisch Zugriff, weil sie die Daten ja speichern!• Speicherdauer: Bei Facebook, Google+, Stayfriends nicht angegeben… unbegrenzt?
  41. 41. 5. Begegnung mit Fremden • Freundschaftsbegriff • Richtig Chatten • Belästigungen entgegentreten
  42. 42. Begegnung mit Fremden• Erinnerung: Ein Viertel der EU-Teenager hat sich bereits mit jemandem getroffen, den sie im Internet kennengelernt haben• Hemmschwelle zum „Freunde“ annehmen in sozialen Netzwerken niedrig• Gerade für Kinder / Jugendliche mit wenig Sozialkontakten ist das Internet als Ort von Bekanntschaften und Anerkennung wichtig
  43. 43. Begegnung mit FremdenGefahr Fakeprofile• Betrüger / Pädophile nutzen unechte Profile in sozialen Netzen, um in direkten Kontakt mit Nutzern zu treten• … bauen Vertrauensverhältnis auf, um – Nutzer um Geld anzupumpen – Telefonnummer + Adresse zu erfragen – die Herausgabe von freizügigen Bildern zu erwirken • freiwillig oder durch Belästigung (Cybergrooming) – Treffen anzuleiern – für Straftaten zu werben – zu erfahren, wann die Wohnung wg. Urlaub leer steht
  44. 44. Begegnung mit FremdenSchutz vor „falschen Freunden“
  45. 45. Begegnung mit Fremden1) Richtig Chatten – Keine zweideutigen Anmeldenamen nutzen – Misstrauisch bleiben – Nicht jeden Link klicken – Persönliche Daten nur an echte Freunde (Insiderfrage) heraus geben – Zum ersten Treffen nicht allein gehen – Sexuelle Belästigung / Cybermobbing / Cybergrooming / Kriminelle Anwerbung durch Bildschirmfoto belegen (Screenshot)
  46. 46. Begegnung mit Fremden2) Schutzmaßnahmen ergreifen – Sexuelle Belästigung, Cybermobbing, Kriminalität dem Betreiber des sozialen Netzwerks melden (auch wenn man nicht direkt betroffen ist) – Betreiber wird dann eventuell aktiv (verwarnt / entfernt Täter) – Sofern sinnvoll: Täter „blocken“ (keine Kontaktaufnahme mehr möglich) – Bei Lebensgefahr: Sofort Polizei verständigen – Bei Beratungsbedarf: z.B. Kinderschutzbund, Beratungsstelle LOGO kontaktieren – Auf jeden Fall Tat mit Screenshot belegen
  47. 47. Begegnung mit Fremden• Screenshot anlegen Windows: Shift + Drucken WIN + Drucken Mac: Cmd + Shift + 3→ dann mit [Strg]+[V] / [⌘ ]+[V] in Word oder Bildbearbeitungsprogramm einfügen
  48. 48. 6. Onlinespiele
  49. 49. Onlinespiele• 16% der 6-14jährigen spielen jeden bzw. fast jeden Tag Online-/PC-/Konsolenspiele• 46% einmal/mehrmals wöchentlich• „Onlinespiele“ umfassen zwei Arten von Spielen 1) Spiel auf der Festplatte mit Internetanbindung (z.B. World of Warcraft, Guild Wars, Counterstrike…) 2) Browsergames / MinigamesQuelle: KIM-Studie, mpfs 2011, Bundesverband interactive Unterhaltung 2010
  50. 50. Onlinespiele• Beliebte Browsergames / Minigames: Wurzelimperium, Myfreefarm, Farmerama, Farmville 2 (Facebook-App)
  51. 51. Onlinespiele• Vorteil von Browsergames: Kostenlos, keine Installation notwendig (laufen im Browser)• Probleme – Gesetzlich greift keine Altersbeschränkung – Fortlaufende Spielhandlung kostet Zeit / Bei intensiver Nutzung Verlust von Zeitgefühl? – Mehr Fähigkeiten der Spielcharaktere (spezielle Werkzeuge, schneller Rennen können etc.) meist nur durch Einmalkäufe bzw. Premiumabos möglich
  52. 52. OnlinespieleOnlinegames sind ein echter Markt!• Zusatzfeatures in Browsergames haben 2010 73 Millionen Euro erbracht• Premium-Abos erbrachten 168 Mio. Euro• Haftung bei Nichtzahlung nicht geklärt• i.d.R. haftet Erziehungsberechtigter bzw. Anschlussinhaber → Schuldenfalle für Kinder? → Streit mit Eltern?Quelle: Bundesverband interactive Unterhaltung 2010
  53. 53. Onlinespiele
  54. 54. Onlinespiele
  55. 55. Onlinespiele• Frage von Erziehungsberechtigten: Onlinespiele verbieten / sperren?• Besser: Regeln vereinbaren! – Gemeinsam anmelden – Gemeinsam AGB lesen – Zeitlimits setzen
  56. 56. 7. Onlinesucht
  57. 57. 7. OnlinesuchtWas ist das?• Online-Abhängigkeit und -Sucht nicht eindeutig definiert• Debatte weitgehend unsachlich• Keine Zahlen für Kinder• Drogenbeauftragte: 4,9% der Mädchen und 3,1% der Jungen zw. 14-16 Jahren sind internetsüchtig – Definition hier: Surfen, Aufenthalt in soz. Netzwerken, Chatten – Bei Jungs Onlinerollenspiele größeres Problem – Was heißt „groß“? Vermutlich „nur“ 0,5% computerspielsüchtige 14jährige Jungen – Browsergames nirgendwo explizit erfasst Quellen: Pinta I-Studie, Landesanstalt für Medien NRW, 2011
  58. 58. OnlinesuchtExzessives Surfen ist problematisch!• Faktoren: Freunde finden, Wertschätzung, Flucht aus realer Welt, Informationsvorteil, Fortsetzung des Informationsflusses in Abwesenheit• Faktoren bei Games: zusätzlich Zusammenhalt, Weiterentwicklung der virtuellen Welt in Abwesenheit• Gefahr: Kontrollverlust, Interessenverlust• Nutzungsdauer Abhängiger: 8 Stunden werktags, 10 Stunden samstags/sonntags • „missbräuchlich“: 6 / 8 Stunden • Quelle: Ambulanz für Spielsucht Mainz, 2011
  59. 59. OnlinesuchtMaßnahme zum Schutz von Kindern: Aufmerksamkeit!
  60. 60. OnlinesuchtSuchtmerkmale• Ihr Kind sitzt stundenlang am PC und surft / spielt• Wenn es gestört wird, ist es extrem reizbar• Es will am Computer essen, nicht mit der Familie• Es vernachlässigt seine realen Freunde• Es erzählt nur noch von virtuellen Ereignissen• (Es fängt an, viel Geld für das Spiel auszugeben)• Wenn es nicht surfen / spielen kann, ist es unruhig und gereizt
  61. 61. Onlinesucht• Es versucht zu verheimlichen, wie viel Zeit es mit dem Spiel / im Netz verbringt• Es vernachlässigt die Schule• Es vernachlässigt die Körperhygiene• Hilfe: Internetsuchthilfe e.V. Hotline 0800 1 529 529 (Mo-Fr 12-17 Uhr) www.internetsucht-hilfe.de (Zusammenarbeit u.a. mit Spielsuchtambulanz Mainz)
  62. 62. Abschluss• Kindgerechte Internetangebote – meine-startseite.de (BMFSFJ) – klick-tipps.net (Bund, EU, Medienanstalten)• Weiterführende Hinweise für Eltern – klicksafe.de (EU, Medienanstalten) – surfen-ohne-risiko.net (BMFSFJ) – jugendschutz.net (Bund, EU, Medienanstalten)Alle Quellen, weitere Linktipps und Präsentation unterwww.delicious.com/lwhlingen/kinder sicher im netz
  63. 63. Fragen / AnmerkungenKinder sicher im Netz
  64. 64. AbschlussVielen Dank!

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