Kupferrohre sparen Energie und Geld

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Kupferrohre sparen Energie und Geld

  1. 1. Kupferrohre sparen Energie und Geld Wussten Sie eigentlich, dass man mit Kupfer bares Geld sparen kann? In Deutschland benötigen die privaten Haushalte rund 30 Prozent des Gesamtenergiebedarfes. Die Heizungsanlage verbraucht davon knapp Dreiviertel. Ungeregelte Heizungspumpen gelten hinter dem Elektroherd laut dem Pumpenhersteller Wilo als die Stromfresser Nummer Zwei innerhalb der heimischen vier Wände. Einigen Fachleuten zufolge sind aber 90 Prozent aller Pumpen, die in Deutschland installiert werden, entweder falsch eingestellt oder zu groß ausgelegt. Und das eingesetzte Rohrmaterial trägt nicht unerheblich dazu bei, unnötige Kosten zu verursachen und Energie zu verschwenden. Rohrinstallationen aus Kupfer und Mehrschichtverbund-Material weisen erhebliche Unterschiede beim Wasserdruck und logischerweise deshalb auch bei der benötigten Pumpenleistung auf. Entgegen der Kunststoffvariante lässt sich eine Kupferrohrinstallation locker mit einem Volumenstrom von 500 Liter Wasser pro Stunde beschicken. Bei 150 Litern pro Stunde zeigt der Manometer im Kupfersystem eine Förderhöhe von 1,1 Meter an. Im Kunststoff-Rohrnetz hingegen steigt die Anzeige bei gleichem Volumenstrom auf 5,4 Meter, also fast fünf Mal so hoch. 40,4 Watt mehr Leistung benötigte die Heizkreispumpe (ausgelegt auf ein Ein- Zweifamilienhaus), um die gesamten 150 Liter Wasser durch die Mehrschichtverbundrohre und die dazwischen installierten Fittings zu jagen. Der Rohrquerschnitt in einem Formstück verringert sich bei Mehrschichtverbundrohren zum Teil um 50 Prozent. Eine Umwälzpumpe benötigt annähernd doppelt so viel Energie als bei Kupferrohren, um das Heizwasser durch das Leitungsnetz zu pressen. Der enorme Druckverlust bedeutet mehr Energiekosten und erheblich mehr CO2-Ausstoß. Ressourcen schonen mit Kupfer Auf solche Details bei der Ressourcenschonung hat bislang niemand so recht sein Augenmerk gelegt. Energieeinsparung steht bei den meisten Haustechnikern vor allem mit den Schlagworten Wärmeerzeugung und Wärmedämmung in einem engen Zusammenhang. Nicht aber mit Wärmeverteilung. Druckverluste in Rohrleitungssystemen entstehen, wenn Wasser sich beim
  2. 2. Durchfließen an den Innenwänden der Rohre, Formstücke, Armaturen oder an anderen Bauteilen reibt. Es braucht die Kraft einer elektrisch betriebenen Umwälzpumpe, um das Wasser entgegen der Schwerkraft durch das Leitungsnetz hin zu den Heizkörpern zu pressen. Verringert sich der Rohr- und Fittingquerschnitt, steigt der Widerstand im System. Die Pumpe muss mehr arbeiten, benötigt mehr Energie, um den Wassertransport zu den Wärmeübergabestationen (Heizkörper, Fußbodenheizung etc.) sicherzustellen. Dass der verengte Querschnitt der Kunststofffittings einem Pumpen-Heizsystem genau diese energetische Zusatzleistung abverlangt, ist den wenigsten bekannt. Alle reden immer von Energieverschwendung, das Problem von höheren Strömungswiderständen in Rohrnetzen bedingt durch verengte Fittings für Rohre aus Mehrschichtverbund-Material interessiert seltsamerweise kaum jemanden. Und dabei müsse man ein Kupferrohr sogar platt schlagen, um eine ähnliche Flächenverkleinerung zu erwirken. Rund 40 Prozent mehr Energie muss eine Pumpe in einem Zweifamilienhaus leisten, wenn der Hausbesitzer seine Heizkörper oder Fußbodenheizung über ein Mehrschichtverbund-Rohrnetz beschicken lässt. 40 Prozent mehr Energie, das entspricht im fiktiven Fallbeispiel einer Zusatzleistung von 188 kWh im Jahr. In Deutschland wurden vor 1986 rund 17 Millionen Ein- und Zweifamilienhäuser erbaut. Wenn man in den letzten zehn Jahren nur in 1,5 Mio. davon die Heizungsanlagen nicht mit Mehrschichtverbund-, sondern Kupferrohr renoviert hätte, könnte durch die Energieeinsparung ein Atomkraftwerk, wie das in Brunsbüttel, jährlich für ca. 400 Stunden abgeschaltet werden. Außerdem würde man einen CO2-Ausstoß von 17.400 Tonnen vermeiden. Ein Smart fortwo CDI müsse in diesem Beispiel schon 460 Mal die Erde umrunden, um die gleiche Menge an CO2 auszustoßen.
  3. 3. Fallbeispiel für ein fiktives Zweifamilienhaus: Mehr Leistung erfordert über 40 Prozent mehr Energie und hebt deutlich die Kosten für Anschaffung und Betrieb einer Umwälzpumpe.

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