Offenlegungsschrift

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Offenlegungsschrift

  1. 1. @ BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND @ Aktenzeichen: 198 07 640.1 (22) Anmeldetag: 23. 2.98 DEUTSCHES (43) Offenlegungstag: 24. 9.98 PATENTAMT (66) Innere Priorität: (72) Erfinder: 297 03 144.9 24.02.97 gleich Anmelder © Anmelder: Schmitt, Friedrich, 54296 Trier, DE @ Vertreter: Lindner, M., Dipl.-Phys.Univ., Pat.-Anw., 81243 München Die folgenden Angaben sind den vom Anmelder eingereichten Unterlagen entnommen (54) Überlaufschutz (57) Die Erfindung betrifft einen Überflutungsschutz mit durch schwimmfähige Hebeeinrichtungen (6) an den Wasserpegel anpaßbaren Sperreinrichtungen (5). Dabei sind wasserseitige Halteeinrichtungen (8) zum Feststellen der Sperreinrichtungen (5) in Abhängigkeit vom Wasser- pegel (7) vorgesehen. BUNDESDRUCKEREI 07.98 802 039/787/1 22 1
  2. 2. DE 198 07 640 A 1 2 l Außerdem muß der Rahmen sehr stabil sein, um die hohen Beschreibung Wasserkräfte unbeschadet aufnehmen zu können, wodurch Die Erfindung betrifft einen Überlaufschutz und insbe- der Herstellungsaufwand für den Rahmen sehr hoch ist. sondere einen Überflutungsschutz. Ferner befaßt sich die Er- Manchmal ist jedoch kein ausreichender Platz für aufwen- findung mit einem Verfahren zur Herstellung insbesondere 5 dige erforderliche Stützkonstruktionen vorhanden, so daß eines Überflutungsschutzes sowie der Verwendung von Alt- dann eine solche Stützwand nicht eingesetzt werden kann. reifen oder Teilen davon zur Herstellung insbesondere eines Schließlich muß bei dieser Wand im Falle eines Einsatzes als Hochwasserschutz von vornherein die maximale Höhe Überflutungsschutzes. Aus der DE 34 12 300 AI ist ein Überflutungsschutz für aufgebaut werden, ungeachtet dessen, ob ein solcher maxi- Ufer bekannt, der bei einem außerordentlichen Hochwasser 10 maier Wasserstand überhaupt erreicht wird. Dies erhöht weiter den Aufwand für die Gesamtkonstruktion sowohl in Betrieb genommen wird und bei normalem Wasserstand hinsichtlich der Herstellung, als auch zum Aufbau und beim an nicht störender Stelle untergebracht ist. Dieser Überflu- Betrieb. tungsschutz besteht aus einem aufroll- oder faltbaren Ferner wurde aus der DE 28 42 353 C2 eine zusammen- Schlauch, der mit einem Medium, z. B. einem Gas oder ei- ner Flüssigkeit, gefüllt werden kann, wobei das Medium so 15 legbare Stauwand bekannt, die wie das vorerwähnte Bei- spiel auf Stützvorrichtungen und daran unter der Wirkung leicht ist, daß der Schlauch beim Füllen damit selbsttätig des gestauten Gewässers anliegenden flexiblen Gewebe- oder zwangsweise in die zum Erreichen des Schutzes not- bahn basiert, die am oberen Rand der Stützvorrichtungen wendige Position kommt. Die Befestigung des Schlauches befestigt und am unteren Rand am Gerinneboden verankert erfolgt am wasserseitigen Ufer mittels einer mit dem Schlauch fest verbundenen Lasche, die gegen das uferseitige 20 ist. Daher hegen bei dieser Stauwand dieselben Nachteile wie bei der aus der DE 36 07 790 AI bekannten Stützwand Eindringen von Wasser abgedichtet ist. vor. Dieser Überflutungsschutz hat im wesentlichen den Die vorliegende Erfindung hat zum Ziel, einen Überlauf- Nachteil, daß der aufblasbare Schlauch die Höhe des abzu- schutz und insbesondere einen Überflutungsschutz zu schaf- haltenden Hochwassers bestimmt. Zum Erreichen einer be- stimmten Schutzhöhe muß daher ein beachtliches Volumen 25 fen, der nur einen geringen Aufwand zur Herstellung und zum Betrieb erfordert. für das bezüglich Wasser spezifisch leichtere Medium be- Dieses Ziel wird, wie im Anspruch 1 angegeben ist, erfin- reitgestellt und mit letzterem gefüllt werden. Dadurch ist dungsgemäß mit einem Überflutungsschutz mit durch nicht nur die Herstellung eines solchen Überflutungsschut- schwimmfähige Hebeeinrichtungen an den Wasserpegel an- zes, sondern auch der Betrieb sehr aufwendig. Außerdem ist dieser Überflutungsschutz aus praktischen Gründen auf eine 30 paßbaren Sperreinrichtungen erreicht, wobei wasserseitige Halteeinrichtungen zum Festhalten der Sperreinrichtungen relativ geringe Hochwasserhöhe beschränkt, was bei diesem in Abhängigkeit vom Wasserpegel vorgesehen sind. Allge- Stand der Technik nicht zwangsweise einen Nachteil dar- meiner wird durch die Erfindung ein entsprechender Über- stellt, da dieser Überflutungsschutz zusammen mit festen laufschutz geschaffen. Hochwasserschutz-Bauwerken zum Einsatz kommen soll. In der EP 0 131 312 Bl ist ein Hochwasserschutz be- 35 Anders ausgedrückt basiert die vorliegende Erfindung darauf, daß die Sperreinrichtungen, die sich durch schrieben, bei dem eine Hülle ein wasserunlösliches, in schwimmfähige Hebeeinrichtungen an den Wasserpegel an- Wasser stark quellendes Polymer in einer Form enthält, bei passen können, durch in Folge der Wasserkräfte zugbela- der zumindest eine Dimension klein genug ist, um eine ra- stete Halteeinrichtungen festgehalten werden. Dadurch be- sche Wasseraufnahme zu gewährleisten, und bei dem die Durchlässigkeit der Hülle zwar ein schnelles Eindringen 40 nötigen die Halteeinrichtungen keinen oder zumindest kei- nen sonderlich großen Platz auf dem zu schützenden Ufer- von Wasser ermöglicht, aber das Herausfallen des ungequol- streifen, die Sperreinrichtungen können auch direkt an zu lenen Polymers verhindert. Auch dieser Hochwasserschutz schützende Einrichtungen angelegt werden, und die Einsatz- hat den Nachteil, daß zum Erreichen einer bestimmten höhe des Überflutungsschutzes wird durch die schwimmfä- Schutzhöhe ein entsprechendes Volumen in der Hülle bereit- gestellt werden muß. Ferner ist mit dem Bevorraten des Po- 45 higen Hebeeinrichtungen entsprechend der tatsächlichen Wasserhöhe eingestellt. lymers ein beachtlicher Aufwand verbunden, der nicht nur Vorzugsweise sind die Sperreinrichtungen so ausgebildet, die Kosten der Beschaffung, sondern auch der Wartung ent- daß sie einen Auflagebereich zum Auflegen am Ufer und ei- hält, da das Polymer, solange es nicht benötigt wird, absolut nen Auffangbereich für Hochwasser enthalten, und daß die trocken gelagert werden muß. Außerdem muß nach dem Einsatz ein Recychng oder eine Entsorgung des gequollenen 50 Halteeinrichtungen zwischen dem Auflagebereich und dem Auffangbereich wirken. Bei einer Weiterbildung davon ist Polymers durchgeführt werden. der Auflagebereich der Sperreinrichtungen unterhalb eines Eine schnellmontierbare Stützwand und Behälterwand maximal zulässigen Wasserstandes einsetzbar. Alternativ aus Metall oder Kunststoff ist in der DE 36 07 790 AI of- oder zusätzlich zur letztgenannten Ausgestaltung besteht die fenbart. Bei dieser Wand ist vorgesehen, daß zwischen ei- nem Bodenriegel und einem oberen Riegel und zwei seitli- 55 Möglichkeit, daß der Auflagebereich der Sperreinrichtungen bodenseitige Verankerungseinrichtungen enthält. chen Stützriegeln, welche miteinander einen Rahmen bil- Solche bodenseitigen Verankerungseinrichtungen können den, ein Schalenelement ähnlich einer Hängemembrane aus insbesondere aus der Bodenseite des Auflagebereiches der Metall oder Kunststoff eingehängt ist, welche die Stützla- Sperreinrichtungen ausstellbare Widerlager gegen den Was- sten bzw. Behälterlasten in der vertikalen Gewichtskompo- nente und in der horizontalen Stützkomponente übernimmt 60 serdruck auf den Auffangbereich enthalten. Bei einer bevor- zugten Version der bodenseitigen Verankerungseinrichtun- und dem Rahmen weitergibt und dabei die Hängekurve im gen enthalten diese Quellkörper, durch deren Wasserauf- Bodenbereich fast horizontal verlaufend langsam ansteigt nahme die Widerlager aus der Bodenseite des Auflageberei- und im oberen Bereich zum oberen Riegel hin bis zur Senk- ches der Sperreinrichtungen ausstellbar sind. Hinsichtlich rechten und darüber hinaus in ihrer Krümmung gestaltet ist, bei einem Neigungswinkel des Stützriegels a von minde- 65 der Ausgestaltung der Widerlager ist mit Vorzug vorgese- hen, daß sie durch Lamellen gebildet sind. stens 30° bis maximal 120°. Diese Stützwand erfordert ins- Ferner kann zusätzlich oder alternativ zu jeglicher Ausge- besondere wegen des Rahmens in nachteiliger Weise einen staltung der Widerlager vorgesehen sein, daß die bodenseiti- beachtlichen Lagerplatzbedarf oder eine lange Aufbauzeit.
  3. 3. DE 198 07 640 A 1 4 3 gen Verankerungseinrichtungen eine haftungserhöhende ankert. Oberflächengestaltung der Bodenseite des Aufiagebereiches Im Rahmen der Erfindung können eine Mehrzahl von enthalten, und daß die haftungserhöhende Oberflächenge- Sperreinrichtungen längs eines Gewässerverlaufes anorden- staltung der Bodenseite des Auflagebereiches vorzugsweise bar und insbesondere dicht koppelbar sein. Vorzugsweise eine porige Oberseite oder Oberseitenbeschichtung, insbe- 5 sind zwei benachbarte Sperreinrichtungen mittels Überlapp- sondere aus Schaumstoff, enthält. vorrichtungen miteinander koppelbar, die insbesondere Eine automatische Selbsthalterung des erfindungsgemä- wasserseitig eingesetzt und/oder bezüglich der Sperreinrich- ßen Überflutungsschutzes kann dadurch erreicht werden, tungen gesonderte Teile sind. Alternativ oder zusätzlich daß der Auflagebereich der Sperreinrichtungen eine Fläche können zwei benachbarte Sperreinrichtungen direkt oder in- hat, die so bemessen ist, daß der darauf lastende Wasser- 10 direkt durch Formschlußteile miteinander koppelbar sein, druck größer als der maximal auf dem Auffangbereich der wobei bevorzugt die ggf. vorhandenen Überlappvorrichtun- Sperreinrichtungen lastende Wasserdruck ist. Damit hält das gen Formschlußteile zum Koppeln der benachbarten Sper- im Bereich eines normalen Wasserstandes vorhandene Was- reinrichtungen enthalten. ser den Überflutungsschutz samt damit aufgefangenem Zur Verstärkung des Überflutungsschutzes kann weiter- Hochwasser selbsttätig fest oder unterstützt andere Befesti- 15 hin vorgesehen werden, daß die Sperreinrichtungen wasser- gungsmaßnahmen. Man kann sich aber auch auf den Stand- seitig zumindest in dem Bereich, in dem sie nicht auf einem punkt stellen, daß weitere Befestigungsmaßnahmen, wie Untergrund aufliegen, eine porige Oberseite oder Obersei- auch eine reibungserhöhende Unterseite des Auflageberei- tenbeschichtung, insbesondere aus Schaumstoff, enthalten. ches, die ohnehin vorhandene Selbsthaltewirkung in Folge Es ist ferner erfindungsgemäß, wenn der Überflutungs- des Wasserdruckes auf den Auflagebereich unterstützend 20 schütz am Ufer fest installierbare Befestigungseinrichtun- und/oder sichernd eingesetzt werden. gen zum permanenten oder temporären Befestigen der Sper- Weiterhin ist es von Vorteil, wenn der Auflagebereich der reinrichtungen enthält, wobei die Befestigungseinrichtun- Sperreinrichtungen insbesondere dicht an einen Untergrund gen vorzugsweise schienenartig ausgebildet sind. anpaßbar ist. Außerdem ist kann bei dem Überflutungsschutz nach der Vorzugsweise ist zur Realisierung der vorstehend abge- 25 Erfindung vorgesehen sein, daß ferner am Ufer fest instal- deckten Ausführungen und weitergebildeten Ausführungs- lierbare Aufbewahrungseinrichtungen zum permanenten beispiele ggf. zumindest der Auffangbereich oder der Aufla- oder temporären Aufbewahren der Sperreinrichtungen ent- gebereich der Sperreinrichtungen mattenartig ausgebildet halten sind, und daß die Aufbewahrungseinrichtungen vor- ist. Dabei ist es weiter von Vorteil und daher bevorzugt, zugsweise zum automatischen Freigeben der Sperreinrich- wenn der Auffangbereich sowie insbesondere auch der Auf- 30 tungen bei einem vorgebbaren Wasserstand ausgelegt sind. lagcbcreich durch eine vorzugsweise einstückige gummi- Von besonderem Vorteil für den Herstellungsaufwand des ähnliche oder Gummimatte gebildet ist bzw. sind. erfindungsgemäßen Überflutungsschutzes ist es, die Sper- Eine andere Weiterbildungsmöglichkeit des Uberflu- reinrichtungen, die Hebeeinrichtungen und/oder die Haltee- tungsschutzes nach der Erfindung besteht darin, daß die Hal- inrichtungen sowie ggf. die Überlappvorrichtungen und/ teeinrichtungen zum Festhalten der Sperreinrichtungen eine 35 oder Formschlußteile recycelte Altreifen oder Teile davon an den Wasserstand anpaßbare und insbesondere selbstan- enthalten. Dadurch wird in vorteilhafter Weise ferner das passende Wirklänge haben. Die Wirklänge wird hierbei Entsorgungsproblem von Altreifen zumindest wesentlich durch die Höhe des Hochwassers bestimmt, die über den gelöst. maximalen quot;normalenquot; Wasserstand hinausgeht. Dabei ist Demgemäß bezweckt die Erfindung auch die Schaffung jedoch zu beachten, daß die Wirkung der Halteeinrichtun- 40 eines Verfahrens zum Herstellen eines Überflutungsschutzes gen nicht ausschließlich vertikal ist, sondern die Sperrein- oder allgemein Überlaufschutzes, wobei gemäß Anspruch richtungen insbesondere gegen den horizontal wirkenden 25 vorgesehen ist, daß Altreifen oder Teile davon zu Sper- Wasserdruck des Hochwassers hält. Dies bedeutet, daß die reinrichtungen, Hebeeinrichtungen und/oder Halteeinrich- Halteeinrichtungen die Sperreinrichtungen in Abhängigkeit tungen sowie ggf. Überlappvorrichtungen und/oder Form- vom Wasserstand evtl. auch horizontal positionieren kön- 45 schlußteile verarbeitet werden. Lediglich beispielsweise, je- nen. Jedoch ist dies nicht zwingend der Fall. doch bevorzugt, kann dies dadurch geschehen, daß Altreifen Insbesondere kann dieses Positionieren mit vertikal-hori- oder Teile davon zur Herstellung von Sperreinrichtungen zontaler gegenseitiger Beeinflussung dadurch erreicht wer- und/oder Hebeeinrichtungen sowie ggf. Überlappvorrich- den, daß die Halteeinrichtungen zum Festhalten der Sper- tungen und/oder Formschlußteilen zu Granulat gemahlen reinrichtungen Seile und insbesondere ein Netz aus Seilen 50 und dann in einem Formgebungsprozeß geschmolzen und enthalten, und daß die Seile vorzugsweise wasserbeständig geformt werden. Für die Halteeinrichtungen können vor- sind. Die Seile oder das Netz stellen bzw. stellt dabei in Zu- zugsweise metalldrahthaltige Altreifen oder Teile davon sammenarbeit mit den Hebeeinrichtungen sicher, daß sich z. B. zu insbesondere Seilen verarbeitet werden. die Sperreinrichtungen im Rahmen ihrer maximalen Rück- Außerdem betrifft die Erfindung noch die Verwendung haltehöhe vertikal an den jeweils aktuellen Wasserstand an- 55 von Altreifen oder Teilen davon zur Herstellung eines Über- passen und horizontal bei jeder beliebigen Höhe fixiert sind. laufschutzes, wie insbesondere eines Überflutungsschutzes Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Hebeeinrichtun- nach Anspruch 28. gen ist vorgesehen, daß diese zumindest einen temporär, wie Weitere vorteilhafte und bevorzugte Ausführungen der z. B. durch Aufblasen, oder permanent, wie beispielsweise Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen und materialbedingt, schwimmfähigen Schwimmkörper zum 60 deren Kombinationen sowie der nachfolgenden Beschrei- Anpassen der Sperreinrichtungen an den Wasserpegel ent- bung konkreter Ausführungsbeispiele und deren Darstel- halten. Vorzugsweise erstreckt sich der wenigstens eine lung in der Zeichnung. Schwimmkörper bevorzugt schlauchartig längs dem dem Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf Wasserpegel zugewandten freien Außenende der Sperrein- die begleitenden Figuren der Zeichnung anhand von Aus- richtungen. 65 führungsbeispielen näher erläutert. In der Zeichnung zeigen: Ferner greifen mit Vorzug die Halteeinrichtungen einer- Fig. 1 eine Prinzipdarstellung eines Ausführungsbeispiels seits nahe der Hebeeinrichtungen an und sind andererseits in des ungenutzten Überflutungsschutzes, einem Auflagebereich der Sperreinrichtungen am Ufer ver- Fig. 2 eine Prinzipdarstellung des Ausführungsbeispiels
  4. 4. 5 6 DE 198 07 640 A 1 der Sperreinrichtungen 5 am Ufer 2, und der des Überflutungsschutzes von Fig. 1 in Auffangbereich Wirkstellung, Fig. 3 eine schematische perspektivische Skizze eines 10 dient zum auffangen von Hochwasser. Wie insbesondere weiteren Ausführungsbeispiels des Überflutungsschutzes, in der Fig. 2 zu sehen ist, wobei auch grundsätzlich auf die Fig. 4 eine schematische Detaildarstellung von Veranke- Darstellung der Fig. 3 Bezug genommen wird, wirken die rungseinrichtungen des in der Fig. 4 gezeigten Ausfüh- 5 Halteeinrichtungen 8 zwischen dem Auflagebereich 9 und dem Auffangbereich 10 der Sperreinrichtungen 5. rungsbeispiels des Überflutungsschutzes, In der Fig. 2 ist weiter zu erkennen, daß der Auflagebe- Fig. 5 ein Ausführungsbeispiel von einer Überlappvor- richtung und von Formschlußteilen des Überflutungsschut- reich 9 der Sperreinrichtungen 5 unterhalb eines maximal zulässigen Wasserstandes einsetzbar ist. zes, Fig. 6 eine schematische Draufsicht auf ein exemplari- 10 In der Fig. 3 sind der Auflagebereich 9 und der Auffang- sches Linearsegment des in der Fig. 1 gezeigten Ausfüh- bereich 10 der Sperreinrichtungen 5, die Hebeeinrichtungen 6 und die Halteeinrichtungen 8 gezeigt. Bei diesem Ausfüh- rungsbeispiels des Überflutungsschutzes, Fig. 7 eine schematische Draufsicht auf ein exemplari- rungsbeispiel sind die Sperreinrichtungen 5, d. h., der Aufla- sches Außenecksegment passend zu dem in der Fig. 1 ge- gebereich 9 und der Auffangbereich 10 aus einer Gummi- zeigten Ausführungsbeispiel des Überflutungsschutzes, und 15 matte 11 gebildet, die aus recycelten Autoreifen hergestellt wurde, indem z. B. Altreifen zu Granulat zerkleinert, ge- Fig. 8 eine schematische Draufsicht auf ein exemplari- schmolzen und in Form der Gummimatte 11 neu geformt sches Innenecksegment passend zu dem in der Fig. 1 ge- wurden. Sowohl die mattenartige Ausgestaltung der Sper- zeigten Ausführungsbeispiel des Überflutungsschutzes. reinrichtungen 5 bzw. ihrer beiden Bereiche, als auch deren In den Figuren bezeichnen gleiche Bezugszeichen gleiche oder ähnliche, oder gleich oder ähnlich wirkende Einrich- 20 Material und insbesondere das Altreifenmaterial, sind ledig- lich Beispiele für die Ausgestaltung. Statt einer Matte kön- tungen oder Komponenten. Der Vergleich der einzelnen Ab- nen auch starre und gelenkig verbundene Platten (nicht ge- bildungen der Zeichnung stellt sicher, daß einzelne Teile in zeigt) oder Matten-Platten-Kombinationen eingesetzt wer- jeder der Figuren eindeutig zuordenbar sind, auch wenn aus den. Außerdem sind auch andere geeignete Materialien und Gründen der Übersichtlichkeit nicht in jeder der Figuren je- des Teil mit Bezugszeichen versehen ist. Die Darstellungen 25 Materialkombinationen verwendbar, die ausreichend geeig- net sind, die auftretenden Kräfte aufzunehmen. in den einzelnen Figuren der Zeichnung ermöglichen dem Die Hebeeinrichtungen 6 bestehen aus einem ebenfalls Fachmann ein Verständnis der Erfindung und deren bauli- aus Altreifen-Material hergestellten Schlauch 12. Bei nor- chen sowie funktionalen Merkmale, selbst wenn in der malem Wasserstand 7 braucht dieser Schlauch 12 nicht mit nachfolgenden Beschreibung auf diese Merkmale nicht im 30 z. B. Luft gefüllt zu sein. Beispielsweise kann das Auffüllen einzelnen eingegangen wird. des Schlauches 12 in Abhängigkeit von Meßergebnissen Ohne daß die Erfindung darauf beschränkt ist, wird sie von Wasserstandsfühlern automatisch, halbautomatisch und ihre Betriebsweise nachfolgend anhand eines in der oder manuell ausgeführt werden. Es ist aber auch möglich, Zeichnung dargestellten Überflutungsschutzes näher be- den Schlauch 12 permanent mit Luft oder einem anderen ge- schrieben. Es ist jedoch für den Fachmann ohne weiteres zu verstehen, daß die Prinzipien und Merkmale der Erfindung 35 eigneten Gas oder selbst einer geeigneten Flüssigkeit gefüllt zu halten. Eine weitere mögliche Füllung für den Schlauch bei jeglichem Überlaufschutz z. B. an Gefäßen ebenfalls mit 12 könnten z. B. Styropor®-Kügelchen sein, wobei nach Be- denselben Vorteilen einsetzbar ist. Auch ist die Erfindung darf zusätzlich Luft hinzugepumpt werden kann. Statt des nicht auf einen Einsatz im Zusammenhang mit Wasser be- Schlauches 12 könnten auch andere füllbare Hohlkörper, schränkt. Beispielsweise können Ölreservoirs durch die Er- findung mit einer flexiblen Höhe ausgestattet werden, um 40 wie z. B. Bälle, oder grundsätzlich andere Schwimmkörper in beliebigen Formen oder jegliche wahlweise Kombination z. B. kurzfristig auftretende außerordentliche Füllhöhen auf- daraus zum Einsatz kommen. Wichtig ist nur, daß die Hebe- zufangen. Aber auch andere Fluide, wie zu Boden sinkende einrichtungen 6 dazu ausgelegt und in der Lage sind, die Gase und fließfähige Teilchen (exemplarisch sei hier Sand, Sperreinrichtungen 5 bis über den Wasserpegel 7 zu halten. Kies etc. genannt), können durch den erfindungsgemäßen 45 Wie ferner in der Fig. 3 deutlich gezeigt ist, enthalten die Überlaufschutz auf- oder eingefangen werden. Halteeinrichtungen 8 ein Netz 13 aus Seilen 14. Das Netz 13 In den Fig. 1 und 2 ist ein Überflutungsschutz 1 schema- verläuft vom Auflagebereich 9 zum Auffangbereich 10 und tisch gezeigt, der in einem Uferbereich 2 eines Gewässers 3 ist in dieser Richtung kürzer als der zwischen den Befesti- zum Schutz z. B. eines Gebäudes 4 eingesetzt wird. Die gungslinien 15 und 16 des Netzes 13 am Auflagebereich 9 grundsätzlichen Elemente des Überflutungsschutzes 1 sind Sperreinrichtungen 5, schwimmfähige Hebeeinrichtungen 6 50 bzw. am Auffangbereich 10 Hegende entsprechende Ab- schnitt 17 der Matte 11. Dabei sollte die durch den Schlauch zur automatischen Anpassung des Überflutungsschutzes 1 12 bereitgestellte Auftriebskraft immer größer sein als die an den Wasserpegel 7 und wasserseitige Halteeinrichtungen durch den Wasserdruck bei jedem durch den Überflutungs- 8 zum Festhalten der Sperreinrichtungen 5 in Abhängigkeit schutz 1 erfaßbaren Wasserpegel 7 auf den Abschnitt 17 der vom Wasserpegel 7, wie insbesondere in der Fig. 2 zu erken- 55 Matte 11 ausgeübte Kraft. Dann wird sich die Ausbauchung nen ist. des Abschnittes 17 der Gummimatte 11 in Abhängigkeit von In der Fig. 1 ist der Überflutungsschutz 1 in einer unge- der durch den Wasserpegel 7 bestimmten Schwimmhöhe nutzten Stellung gezeigt, da das Gewässer 3 einen normalen des Schlauches 12 und dessen dabei durch das Netz 13 fi- Wasserstand 7 hat. Steigt dieser Wasserpegel 7 jedoch auf xierte horizontale Lage einstellen. einen in der Fig. 2 gezeigten Wasserpegel 7, wodurch das Gebäude 4 gefährdet wird, so schwimmen die Hebeeinrich- 60 In den Fig. 3 und 4 sind ferner bodenseitige Veranke- rungseinrichtungen 18 im der Auflagebereich 9 der Sper- tungen 6 mit dem zunehmenden Wasserstand 7 auf und he- reinrichtungen 5 dargestellt. Die Verankerungseinrichtun- ben damit die daran befestigten Sperreinrichtungen 5. Damit gen 18 werden bei dem in diesen Figuren gezeigten Ausfüh- letztere nicht einfach vom Hochwasser weggespült werden rungsbeispiel durch lamellenartige Widerlager 19 gebildet, können, fixieren die Halteeinrichtungen 8 die Position der 65 die sich gegen und gleichzeitig durch den Wasserdruck des Hebeeinrichtungen 6. über das Ufer 2 getretenen Gewässers 3 in den Untergrund Genauer wirken die Halteeinrichtungen 8 zwischen einem 20 des Uferbereiches 2 drücken. Dabei ist es vorteilhaft, Auflagebereich 9 und einem Auffangbereich 10 der Sper- wenn, wie es bei dem hier behandelten Ausführungsbeispiel reinrichtungen 5. Der Auflagebereich 9 dient zum Auflegen
  5. 5. DE 198 07 640 A 1 7 8 der Fall ist, wenn sich diese Widerlager 19 bedarfsweise Auffangbereich 10 und den Auflagebereich 9 oder den Un- selbst ausstellen. Dies wird hier dadurch erreicht, daß zwi- tergrund 20 verbindenden Seilen 14 gebildet werden. So- schen dem Auflagebereich 9 und den Widerlagern 19 Quell- wohl für ein Netz 13, als auch für bloße Seile 14 ist es vor- körper 21 angeordnet sind, die durch das auftretende Hoch- teilhaft, wenn es bzw. sie möglichst wasserbeständig ist/ wasser aufquellen und so die Widerlager-Lamellen 19 ab- 5 sind, damit nicht durch Aufweichen oder Korrosion spreizen, so daß sie durch den Wasserdruck in der bereits er- Schwachstellen oder sogar Schäden entstehen. Um einen wähnten Weise in den Untergrund 20 gedrückt werden und maximalen Verstellbereich und eine optimale Haltewirkung die Sperreinrichtungen 5 dort so verankern. der Halteeinrichtungen 8 zu gewährleisten, greifen sie einer- Um weiterhin ein Verrutschen des Überflutungsschutzes 1 seits nahe der Hebeeinrichtungen 6 an und sind andererseits auf dem Untergrund 20 in Folge des in Richtung zum Ufer 2 10 im Auflagebereich 9 der Sperreinrichtungen 5 am Ufer 2 drückenden Wassers zu verhindern ist bei dem Ausfüh- verankert. rungsbeispiel der Fig. 3 und 4 vorgesehen, daß die boden sei - Im praktischen Einsatz wird aus einer Mehrzahl von längs tigen Verankerungseinrichtungen 18 eine haftungserhö- eines Gewässerverlaufes angeordneten Sperreinrichtungen hende Oberflächengestaltung 22 der Bodenseite 23 des Auf- 5, die insbesondere dicht miteinander gekoppelt sind, ein lagebereiches 9 enthalten, und daß diese haftungserhöhende 15 geeigneter Überflutungsschutz 1 aufgebaut. Dazu werden Oberflächengestaltung 22 eine porige Oberseite oder Ober- jeweils zwei benachbarte Sperreinrichtungen 5 mittels seitenbeschichtung 24, wie beispielsweise aus Schaumstoff, Überlappvorrichtungen 25 miteinander gekoppelt, die ins- enthält. Eine solche Oberseitenbeschichtung oder -Schicht besondere wasserseitig eingesetzt und bezüglich der Sper- 24 hat eine Mehrzahl vorteilhafter Eigenschaften. Durch die reinrichtungen 5 gesonderte Teile sind. Bei dem in der Fig. 5 Saugkapazität wird Wasser eingelagert, das das Gewicht des 20 dargestellten Ausführungsbeispiel sind den Überlappvor- Überflutungsschutzes gerade im Bereich des Auflageberei- richtungen 25 gleichzeitig auch noch Komponenten von ches 9 erhöht und damit dazu beiträgt, daß das Eigengewicht Formschlußteilen 26 zugeordnet, mittels denen die Kopp- der Sperreinrichtungen 5 hier erhöht wird, so daß letztere lung von zwei benachbarten Sperreinrichtungen 5 erfolgt. auch bei Wasserbewegungen besonders gut liegen bleiben. Statt einer solchen indirekten Kopplung der beiden benach- Die rauhe Oberfläche von z. B. Schaumstoff erhöht die Rei- 25 harten Sperreinrichtungen 5 können letztere auch direkt mit- bung des Auflagebereiches 9 auf dem Untergrund 20, was tels geeigneter Formschlußteile miteinander gekoppelt oder ebenfalls zur sicheren Lage der Sperreinrichtungen 9 auf anderweitig aneinander angeschlossen werden. dem Untergrund beiträgt. Außerdem kann sich eine solche Die wasserseitigen Überlappvorrichtungen 25 sorgen für Oberflächengestaltung 22 mit z. B. Schaumstoff besonders eine Abdichtung der aneinander stoßenden Seiten der bei- gut an selbst kleinste Formen des Untergrundes 20 anpas- 30 den benachbarten Sperreinrichtungen 5, wobei die auftre- sen, was wiederum das stabile und feste Aufliegen der Sper- tende Wasserkraft die Kraft ist, die die Abdichtung bewirkt. reinrichtungen 5 auf dem Untergrund begünstigt. Alle diese D.h., daß automatisch eine um so größere Abdichtkraft zur Effekte liefern einen Beitrag dazu, daß der Überflutungs- Verfügung steht, um so größer die Kraft des auswärts drük- schutz 1 nicht vom auftretenden Wasserdruck des Hochwas- kenden Wassers ist, das abgedichtet werden soll. Wie bereits sers über den Uferbereich 2 geschoben werden kann. In Ab- 35 erwähnt wurde, enthalten die Überlappvorrichtungen 25 bei hängigkeit von der Bauform, insbesondere von der maximal der vorliegenden Variante auch Komponenten von Form- erfaßbaren Hochwasserhöhe, können einzelne oder mehrere schlußteilen 26 zum Verbinden der beiden benachbarten der Ausgestaltungen bzw. Wirkungen einschließlich der Wi- Sperreinrichtungen 5 mittels der Überlappvorrichtungen 25. derlager 19 einzeln bzw. kombiniert vorgesehen werden. Diese Formschlußteile 26 der Überlappvorrichtungen 25 Ferner kann das Wegrutschen des Überflutungsschutzes 1 40 enthalten zwei T-Schienen 27, die parallel beabstandet in wegen dem darauf lastenden Wasserdruck in Horizontal- Längsrichtung der Überlappvorrichtungen 25 verlaufen, die richtung dadurch eingedämmt oder vermieden werden, daß im Einsatz in dieser Richtung längs den Stoßkanten zweier der Auflagebereich 9 der Sperreinrichtungen 5 eine Fläche benachbarten Sperreinrichtungen 5 liegen. Vom seitlichen hat, die so bemessen ist, daß der darauf lastende Wasser- Rand jeder Sperreinrichtung 5 um den halben Abstand der druck größer als der maximal auf dem Auffangbereich 10 45 T-Schienen 27 an den Überlappvorrichtungen 25 eingerückt der Sperreinrichtungen 5 lastende Wasserdruck ist. weist jede Sperreinrichtung 5 eine T-Nut 28 auf, in die je Wie bereits erwähnt wurde, ist es von Vorteil, wenn der eine T-Schiene 27 einschiebbar oder bevorzugt einknöpfbar Aufiagebereich 9 der Sperreinrichtungen 5 insbesondere ist, wie in der Fig. 5 gezeigt ist. Diese Formschlußteile 26 dicht an einen Untergrund anpaßbar ist. Dies kann bei einer mit T-Schienen 27 und T-Nute 28 dienen lediglich als ein vollständig oder teilweise starren Ausgestaltung des Aufla- 50 Beispiel. Zahlreiche andere Ausgestaltungen sind hier mög- gebereiches 9 nur durch eine entsprechende Oberflächenge- lich und für den Fachmann ohne weiteres als gleichwirkend staltung 22 in Form einer Oberseitenbeschichtung 24 der zu erkennen. Z.B. kann jede Überlappvorrichtung 25 statt Bodenseite 23 des Auflagebereiches 9 erreicht werden. Be- der zweiten T-Schiene 27 eine T-Nut 28 und jede Sperrein- steht der Auflagebereich 9 jedoch ganz oder zumindest im richtung 5 eine entsprechend passende Anordnung von T- wesentlichen aus einer Matte 11, so wird damit in vielen An- 55 Schiene 27 und T-Nut 28 enthalten. Die Form schlußteile 26 wendungsfällen bereits eine ausreichende Anpassung auch können aber auch durch jegliche andere insbesondere zum an einen unebenen Unterrund erreicht werden. Einknöpfen geeignete Formkombination gebildet werden. Beispielsweise kann auch eine Art Reißverschluß vorgese- Es ist jedoch auch möglich, daß die Sperreinrichtungen 5 hen werden. Es ist auch nicht nötig, daß pro Verbindung nur einen Auffangbereich 10 und keinen Auflagebereich 9 60 zwei Schienen-Nut-Verbindungen zum Einsatz kommen, enthalten. Bei einer solchen Ausgestaltung muß der Auf- sondern es kann auch nur eine solche Verbindung verwendet fangbereich 10 selbst direkt am Untergrund 20 verankert werden. und mittels der Halteeinrichtungen 8 fixiert werden. Auch Als weitere Möglichkeit, um eine möglichst stabile Fest- bei dieser Version kann der Auffangbereich 10 der Sperrein- legung des Überflutungsschutzes 1 am Ufer 2 zu gewährlei- richtungen 5 mattenartig ausgebildet und durch eine insbe- 65 sten, können gesonderte am Ufer 2 fest installierbare Befe- sondere einstückige gummiähnliche oder Gummimatte 11 stigungseinrichtungen (nicht gezeigt) zum permanenten gebildet sein. oder temporären Befestigen der Sperreinrichtungen 5 vorge- Statt eines Netzes 13 können die Halteeinrichtungen 8 sehen werden. Lediglich exemplarisch werden hier Schie- zum Festhalten der Sperreinrichtungen 5 auch nur aus den
  6. 6. 9 10 DE 198 07 640 A 1 nen genannt (nicht gezeigt), in oder über die 6 schwimmfähige Hebeeinrichtungen entsprechende 7 Wasserpegel Ausbildungen an den Auflagebereichen 9 oder an den Auf- 8 wasserseitige Halteeinrichtungen fangbereichen 10 geschoben werden können, um die Sper- 9 Auflagebereich reinrichtungen 5 zu installieren und festzuhalten. Alternativ 10 Auffangbereich sind auch Steck- und/oder Schraubverbindungen möglich. 5 11 Matte, Gummimatte Ferner können am Ufer 2 fest installierbare Aufbewah- 12 Schlauch rungseinrichtungen (nicht gezeigt) zum permanenten oder 13 Netz temporären Aufbewahren der Sperreinrichtungen 5 enthal- 14 Seile ten sein, wobei die Aufbewahrungseinrichtungen (nicht ge- 15,16 Befestigungslinien zeigt) vorzugsweise zum automatischen Freigeben der Sper- 10 17 Abschnitt der Matte 11 reinrichtungen 5 bei einem vorgebbaren Wasserstand 7 aus- 18 Verankerungseinrichtungen gelegt sind. Derartige Aufbewahrungseinrichtungen (nicht 19 lamellenartige Widerlager gezeigt) können beispielsweise durch einfache Gräben 20 Untergrund des Uferbereiches 2 (nicht gezeigt) gebildet werden, in denen die vollständig in- 21 Quellkörper stallierten Sperreinrichtungen 5 aufbewahrt werden. Dringt 15 22 haftungserhöhende Oberflächengestaltung Hochwasser in diese Gräben (nicht gezeigt) ein, so sorgen 23 Bodenseite des Auflagebereiches 9 die Hebeeinrichtungen 6 dafür, daß sich zumindest der Auf- 24 porige Oberseite oder Oberseitenbeschichtung fangbereich 10 der Sperreinrichtungen 5 selbsttätig entspre- 25 Überlappvorrichtungen chend dem steigenden Wasserstand aufrichtet. Um eine un- 26 Formschlußteile nötige Verwitterung eines derart aufbewahrten Überflu- 20 27 T-Schienen tungs- oder Hochwasserschutzes 1 zu vermeiden, und um 28 T-Nute den Anblick der Landschaft nicht nachteilig zu beeinflussen, 29 lineares Stück der Sperreinrichtungen 3 kann ein solcher Graben (nicht gezeigt) z. B. auch mit einem 30 Außenecksegment der Sperreinrichtungen 3 Deckel (nicht gezeigt) abgedeckt sein, wenn der Überflu- 31 Innenecksegment der Sperreinrichtungen 3 tungsschutz 1 nicht benötigt wird, wobei das Aufschwim- 25 men der Hebeeinrichtungen 6 beim Auftreten von Hochwas- Patentansprüche ser auch ausreichende Kräfte freisetzen kann, um den Dek- kel (nicht gezeigt) automatisch zu öffnen. Schließlich kann 1. Überflutungsschutz mit durch schwimmfähige He- ein solcher Deckel (nicht gezeigt) auch als zusätzliche beeinrichtungen an den Wasserpegel anpaßbaren Sper- Stütze oder Horizontalbegrenzung für die Sperreinrichtun- 30 reinrichtungen, dadurch gekennzeichnet, daß wasser- gen 5 ausgebildet und genutzt werden. seitige Halteeinrichtungen (8) zum Festhalten der Sper- In Anbetracht gewaltiger Entsorgungsprobleme u. a. von reinrichtungen (5) in Abhängigkeit vom Wasserpegel Altreifen, ist es besonders vorteilhaft, wenn dieses Rohma- (7) vorgesehen sind. terial für die Herstellung von Sperreinrichtungen 5, Hebe- 2. Überflutungsschutz nach Anspruch 1, dadurch ge- einrichtungen 6 und/oder Halteeinrichtungen 6 sowie ggf. 35 kennzeichnet, daß die Sperreinrichtungen (5) einen Überlappvorrichtungen 25 und/oder Formschlußteilen 26 Auflagebereich (9) zum Auflegen am Ufer (2) und ei- im Sinne eines Recyclings verwendet wird. Dazu können nen Auffangbereich (10) für Hochwasser enthalten, z. B. Altreifen oder Teile davon zu Sperreinrichtungen 5, und daß die Halteeinrichtungen (8) zwischen dem Auf- Hebeeinrichtungen 6 und/oder Halteeinrichtungen 8 sowie lagebereich (9) und dem Auffangbereich (10) wirken. ggf. Überlappvorrichtungen 25 und/oder Formschlußteile 40 3. Überflutungsschutz nach Anspruch 2, dadurch ge- 26 verarbeitet werden. Eine mögliche Verfahrensvariante kennzeichnet, daß der Auflagebereich (9) der Sperrein- besteht darin, daß Altreifen oder Teile davon zur Herstel- richtungen (5) unterhalb eines maximal zulässigen lung von Sperreinrichtungen 5 und/oder Hebeeinrichtungen Wasserstandes (7) einsetzbar ist. 6 sowie ggf. Überlappvorrichtungen 25 und/oder Form- 4. Überflutungsschutz nach Anspruch 2 oder 3, da- schlußteilen 26 zu Granulat gemahlen und dann in einem 45 durch gekennzeichnet, daß der Auflagebereich (9) der Formgebungsprozeß geschmolzen und zu den entsprechen- Sperreinrichtungen (5) bodenseitige Verankerungsein- den Teilen geformt werden. Metalldrahthaltige Altreifen richtungen (18) enthält oder Teile davon können in vorteilhafter Weise zu Halteein- 5. Überflutungsschutz nach Anspruch 4, dadurch ge- richtungen 8 und ggf. insbesondere zu Seilen 14 davon ver- kennzeichnet, daß die bodenseitigen Verankerungsein- arbeitet werden. D.h., daß Altreifen oder Teile davon zur 50 richtungen (18) insbesondere aus der Bodenseite (23) Herstellung eines Überflutungsschutzes 1 nach der Erfin- des Auflagebereiches (9) der Sperreinrichtungen (5) dung verwendet und damit einem sinnvollen weiteren Ein- ausstellbare Widerlager (19) gegen den Wasserdruck satz zugeführt werden können. auf den Auffangbereich (10) enthalten. Die Fig. 6, 7 und 8 zeigen Draufsichten auf ein gerades 6. Überflutungsschutz nach Anspruch 5, dadurch ge- oder lineares Stück 29 der Sperreinrichtungen 5, ein Außen- 55 kennzeichnet, daß die bodenseitigen Verankerungsein- ecksegment 30 der Sperreinrichtungen 5, wobei die schraf- richtungen (18) Quellkörper (21) enthalten, durch de- fierte Fläche bei Erhebung der letzteren in Folge Hochwas- ren Wasseraufnahme die Widerlager (19) aus der Bo- sers einklappt, bzw. ein Innenecksegment 31 der Sperrein- denseite (23) des Auflagebereiches (9) der Sperrein- richtungen 5, wobei die schraffierte Fläche bei Erhebung der richtungen (5) ausstellbar sind. letzteren in Folge Hochwassers ausklappt. 60 7. Überflutungsschutz nach Anspruch 5 oder 6, da- durch gekennzeichnet, daß die Widerlager (19) durch Bezugszeichenliste Lamellen gebildet sind. 8. Überflutungsschutz nach einem der Ansprüche 4 bis 1 Überflutungsschutz 7, dadurch gekennzeichnet, daß die bodenseitigen Ver- 2 Uferbereich, Ufer 65 ankerungseinrichtungen (18) eine haftungserhöhende 3 Gewässer Oberflächengestaltung (22) der Bodenseite (23) des 4 Gebäude Auflagebereiches (9) enthalten, und daß die haftungs- 5 Sperreinrichtungen
  7. 7. 11 DE 198 07 640 A 1 erhöhende Oberflächengestaltung (22) 12 der Bodenseite zugt ggf. die Überlappvorrichtungen (25) Formschluß- (23) des Auflagebereiches (9) vorzugsweise eine po- teile (26) zum Koppeln der benachbarten Sperreinrich- rige Oberseite oder Oberseitenbeschichtung (24), ins- tungen (5) enthalten. besondere aus Schaumstoff, enthält. 21. Überflutungsschutz nach einem der vorhergehen- 9. Überflutungsschutz nach einem der Ansprüche 2 bis 5 den Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Sper- 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Auflagebereich (9) reinrichtungen (5) wasserseitig zumindest in dem Be- der Sperreinrichtungen (5) eine Fläche hat, die so be- reich, in dem sie nicht auf einem Untergrund (20) auf- messen ist, daß der darauf lastende Wasserdruck größer liegen, eine porige Oberseite oder Oberseitenbeschich- als der maximal auf dem Auffangbereich (10) der Sper- tung (24), insbesondere aus Schaumstoff, enthalten. reinrichtungen (5) lastende Wasserdruck ist. 10 22. Überflutungsschutz nach einem der vorhergehen- 10. Überflutungsschutz nach einem der Ansprüche 2 den Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ferner bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Auflagebereich am Ufer (2) fest installierbare Befestigungseinrichtun- (9) der Sperreinrichtungen (5) insbesondere dicht an ei- gen zum permanenten oder temporären Befestigen der nen Untergrund (20) anpaßbar ist. Sperreinrichtungen (5) enthalten sind, und daß die Be- 11. Überflutungs schütz nach einem der vorhergehen- 15 festigungseinrichtungen vorzugsweise schienenartig den Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ggf. zu- ausgebildet sind. mindest der Auffangbereich (10) oder der Auflagebe- 23. Überflutungsschutz nach einem der vorhergehen- reich (9) der Sperreinrichtungen (5) mattenartig ausge- den Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ferner bildet ist. am Ufer (2) fest installierbare Aufbewahrungseinrich- 12. Überflutungsschutz nach Anspruch 11, dadurch 20 tungen zum permanenten oder temporären Aufbewah- gekennzeichnet, daß der Auffangbereich (10) sowie ren der Sperreinrichtungen (5) enthalten sind, und daß bevorzugt auch der Auflagebereich (9) durch eine ins- die Aufbewahrungseinrichtungen vorzugsweise zum besondere einstückige gummiähnliche oder Gummi- automatischen Freigeben der Sperreinrichtungen (5) matte (11) gebildet ist bzw. sind. bei einem vorgebbaren Wasserstand (7) ausgelegt sind. 13. Überflutungsschutz nach einem der vorhergehen- 25 24. Überflutungsschutz nach einem der vorhergehen- den Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Hal- den Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Sper- teeinrichtungen (8) zum Festhalten der Sperreinrich- reinrichtungen (5), die Hebeeinrichtungen (6) und/oder tungen (5) eine an den Wasserstand (7) anpaßbare und die Halteeinrichtungen (8) sowie ggf. die Überlappvor- insbesondere selbstanpassende Wirklänge haben. richtungen (25) und/oder Formschlußteile (26) recy- 14. Überflutungsschutz nach einem der vorhergehen- 30 celte Altreifen oder Teile davon enthalten. den Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Hal- 25. Verfahren zum Herstellen eines Überflutungs- teeinrichtungen (8) zum Festhalten der Sperreinrich- schutzes nach einem der vorhergehenden Ansprüche, tungen (5) Seile (14) und insbesondere ein Netz (13) dadurch gekennzeichnet, daß Altreifen oder Teile da- aus Seilen (14) enthalten, und daß die Seile (14) vor- von zu Sperreinrichtungen (5), Hebeeinrichtungen (6) zugsweise wasserbeständig sind. 35 und/oder Halteeinrichtungen (8) sowie ggf. Überlapp- 15. Überflutungsschutz nach einem der vorhergehen- vorrichtungen (25) und/oder Formschlußteile (26) ver- den Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die He- arbeitet werden. beeinrichtungen (6) zumindest einen temporär, wie 26. Verfahren zum Herstellen eines Überflutungs- z. B. durch Aufblasen, oder permanent, wie beispiels- schutzes nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß Altreifen oder Teile davon zur Herstellung von weise materialbedingt, schwimmfähigen Schwimm- 40 Sperreinrichtungen (5) und/oder Hebeeinrichtungen körper (12) zum Anpassen der Sperreinrichtungen (5) (6) sowie ggf. Überlappvorrichtungen (25) und/oder an den Wasserpegel (7) enthalten. Formschlußteilen (26) zu Granulat gemahlen und dann 16. Überflutungsschutz nach Anspruch 15, dadurch in einem Formgebungsprozeß geschmolzen und ge- gekennzeichnet, daß sich der wenigstens eine formt werden. Schwimmkörper (12) bevorzugt schlauchartig längs 45 27. Verfahren zum Herstellen eines Überflutungs- dem dem Wasserpegel (7) zugewandten freien Außen- schutzes nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, ende der Sperreinrichtungen (5) erstreckt. daß metalldrahthaltige Altreifen oder Teile davon zu 17. Überflutungsschutz nach einem der vorhergehen- Halteeinrichtungen (8) und ggf. insbesondere zu Seilen den Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Hal- (14) davon verarbeitet werden. teeinrichtungen (8) einerseits nahe der Hebeeinrichtun- 50 28. Verwendung von Altreifen oder Teilen davon zur gen (6) angreifen und andererseits in einem Auflagebe- Herstellung eines Überflutungsschutzes (1). reich (9) der Sperreinrichtungen (5) am Ufer (2) veran- kert sind. Hierzu 4 Seite(n) Zeichnungen 18. Überflutungsschutz nach einem der vorhergehen- den Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine 55 Mehrzahl von Sperreinrichtungen (5) längs eines Ge- wässerverlaufes anordenbar und insbesondere dicht koppelbar sind. 19. Überflutungsschutz nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß zwei benachbarte Sperreinrich- 60 tungen (5) mittels Überlappvorrichtungen (25) mitein- ander koppelbar sind, die insbesondere wasserseitig eingesetzt und/oder bezüglich der Sperreinrichtungen (5) gesonderte Teile sind. 20. Überflutungsschutz nach Anspruch 18 oder 19, da- 65 durch gekennzeichnet, daß zwei benachbarte Sperrein- richtungen (5) direkt oder indirekt durch Formschluß- teile (26) miteinander koppelbar sind, und daß bevor-
  8. 8. Leerseite
  9. 9. ZEICHNUNGEN SEITE 2 DE 198 07 640 A1 Nummer: Int. Cl.6: E 02 B 3/04 Offenlegungstag: 24. September 1998 802 039/787
  10. 10. ZEICHNUNGEN SEITE 3 DE 198 07 640 AI Nummer: Int. Cl.6: E 02 B 3/04 Offenlegungstag: 24. September 1998 802 039/787
  11. 11. ZEICHNUNGEN SEITE 4 Nummer: DE 198 07 640 AI IntCI.6: E 02 B 3/04 Offenlegungstag: 24. September 1998 802 039/787
  12. 12. ZEICHNUNGEN SEITE 1 DE 198 07 640 A1 Nummer: Int. Cl.6: E 02 B 3/04 Offenlegungstag: 24. September 1998 802 039/787

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