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Auslaendische freiwillige und internationale brigaden

  1. 1. An analysis of the Loyalist military organization by the Russians appears in Upraolenie voiskami i rabota shtabov u Ispanskoi republikanskoi armii [The PIERRE BROUE/EMILE TEMIME Administration of the Troops and Work of the Staff In the Spanish Republican Army]. Moscow 1939. Its general conclusion was: "Duri~g the length of the Auslandische Frei willige whole war in Spain the problem of orgaruzrng the high command and administering the armed forces was very acute. At the outset of the war the und Internationale Brigaden organization underwent a series of substantial changes, but until the end of the war they had not been completely resolved." (P·5·) 12 For example, the ambassador in France (Bullitt) reported to the acting secretary of state on November 25, 1936: "The French Government is convinced that the Soviet Government desires to push the conflict to the bitter Freiwillige aus dem Ausland end on the theory that even though in the first instance the Soviet Government would s~ffer a defeat through the overthrowing of the Madrid and Barcelona Governments by Italian and German troops enlisted in Franco's army, the Neben den Sowjetrnilitars war eine andere Kategorie auslandischer final result would be an attempt by the Germans to establish a new status in Helfer der spanischen Republik von nicht geringer Bedeutung: in der Spanish Morocco and an attempt by the Italians to maintain possession of the Sowjetunion geschulte auslandische Kommunisten. Gerade ihnen fiel bei Balearic Islands which would result in war between Germany and Italy on one der Organisation der Internationalen Brigaden eine gewaltige Bedeutung side and France and England on the other. This the Soviet Government anticipates would lead ro eventual Bolshevization of the whole of Europe." zu. (Russen gab es in den Internationalen Brigaden praktisch iiberhaupt (Foreign Relations of the United States, I936, II, 575·) nicht, wenn man nicht >weiBe< Emigranten hinzurechnet, die paradoxer- 13 Krivitsky, Walter: In Stalin's Secret Service. New York 1939, pp. 73 and 76. weise auf republikanischer Seite' in den Kampf gezogen waren.) See also Gorkin, Julian: Canibales politicos; Hitler and Stalin en Espana. Zu einem erheblichen Teil war die militarische Mitwirkung auslandi- Mexico City 1941, p. 54, and Borkenau, Franz: European Communism. New scher Soldaten auf seiten der spanischen Republikaner, ja iiberhaupt die York 1953, pp. II7, 135, and 169. 14 Extracts from a speech by Litvinov at the Central Executive Committee, Hilfe, die der Republik von auBen zuteil wurde, die Summe vieler im November ro, 1936, in Degras: op. cit., p. 216. eigentlichen Sinne individueIIer Beitrage. Das nationalistische Lager konnte auf bewaffnete Kontingente zuriickgreifen, die von der deutschen und der italienischen Regierung aufgestellr und nach Spanien abkom- mandiert worden waren. Auf republikanischer Seite griff aulser der Sowjetunion - von ihrem begrenzten Beistand war bereits die Rede - kein einziger Staat rnit wirksarner Hilfe ein. Indes war die auBerlich freiwiIIige Teilnahme vieler Einzelner aus zahlreichen Landern gewif nicht ohne die organisierte Initiative der Kommunistischen Internationale zustande gekommen. Ganz aus freien Stiicken waren aIIerdings manche Auslander in den ersten Kriegsmonaten, in der Ara der revolutionaren Milizen, zu den Republikanern gestolsen: Auslander, die - wie etwa der italienische Sozialist Fernando De Rosa - in Spanien lebten oder vom Aufstand der Militars in Spanien iiberraschr wurden (z. B. Teilnehmer an der Arbeiter- olympiade von Barcelona, die mit den katalonischen Arbeitern gemein- same Sache machten). So entstanden die ersten Gruppen auslandischer FreiwiIIiger; zu ihnen schlugen sich kleine Gruppen italienischer, deur- Aus: Revolution und Krieg in Spanien, Geschichte des Spanischen Burger- krieges. Frankfurt/M. 1968. S. 475-492. Mit freundlicher Genehmigung des Suhr- kamp-Verlags, Frankfurt/M. 232 233
  2. 2. scher, franzosischer Nord-Front, oder belgischer Antifaschisten, aus Frankreich einsickerten. nahmen an der Verteidigung die nach und nach Solche kleineren Einheiten karnpften an der lruns teil : Deutsche in der 1 C6rdoba-Front ein; irn Februar und M" in Malaga, in GuadalaJ'ar . akrionen dabei: Brunete B I hi S" , e Cite, T . eruel· sre f hl .. arz 1937 kampften sie am Jarama a. pater waren sie bei all f) en groisen Offensiv- . , Ebro-Schlacht, der letzten Off . d ' e ten auch nichr in der Hundertschaft Thalmann, ltaliener in der Kolonne Rosselli, Franzosen . ensive er republ k . h Da Ihnen auf allen Kriegsschaupl, . fa anise en Truppen. in der Hundertschaft Commune de Paris; dann auch ltaliener in der atzen erne ast e t heid d zu fi e,I verbreitete sich die V II . n sc ei en e Rolle Hundertschaft Gastone Sozzi, die Madrid in der Sierra verteidigten, orste ung, es seien ih . gewesen. Heute noch wird is' direr unendlich viele schlieBlich einige auslandische Anarchisten und Syndikalisten in der n parnen avon gesp h d f) tausende von Auslandern al F . '11" roc en, ats Hundert- .. s rerwi Ige 111 den It' . Kolonne Durruti.' gekampft harten. Nachtragli h J . n ernarionaler, Bngaden Das erste Beispiel einer Organisation groBeren MaBstabs war, yon . IC assen sich gen Z hI errnitteln wie die konkret K f . . aue a en ebensowenig Andre Malraux ins Leben gerufen, ein internationales Lufrgeschwader. e amp situation . d . dennoch zeigt sich bei nah Z 111 re em einzelnen Fall· Diese Staffel ,Espana( leisrere den Republikanern enorrne Dienste - '. erem usehen, daB der T b ' Brigaden viel kleiner war , al s er SIC der zei . h er ..' ruppen esrand der h jedenfalls in den ersten Kriegsmonaten, als es eine sraatliche straregische srellre. zertgenossisc en Phantasie dar- Luftwaffe iiberhaupr nicht gab. Obgleich es nur iiber wenige Bomber- Wer . waren diese Kampfer' . Woh er k amen s . 'W' etwa zwanzig - verfugte, konnte das Geschwader halbwegs wirksam ausgebildet und ins Feld gefiihrt? Am Anfan ie '.. ie ¥urden sie eingreifen, so beim Bombenabwurf auf die nationalistische Kolonne yon nur die Moglichkeir individ ller Di g gab es fur Auslander wohl Medellin; das sei, rneinte Malraux, die einzige groBere Luftoperation der · ue er iensrverpf h . d nischen Milizen. Sparer w d hri . IC tung 111 en republika- Republikaner in der ersren Phase des Kriegs gewesen. icht ohne Erfolg ur e sc nrrweise u . Kampfteilnehmer fanden sich i b d rngrupprert, auslandische losten die etwa vierzig JagdAugzeuge des Geschwaders Malraux die . . . 111 eson eren EI h . Freiwilligen waren Antif hi . n etten zusammen. Diese republikanische Luftwaffe ab (sie harte nur alre Breguet-Maschinen). asc isten : einrnal aus d H' . Deutsche und Italiener die hi er errnar verjagte atiirlich konnren solche zufallig zusammengewiirfelten Sraffeln gegen .. ,Ier von neuem vers h d die heirnische Tyrannei f h uc ten, en Kampf gegen die moderneren und vor allem schnelleren deurschen und italienischen au zune men zum d . I Spanien war nah der Gre iib . .' an ern vie e Franzosen: Flugzeuge nicht ankornrnen. Ihre letzte wichrige Aufgabe vollbrachten , nzu ertritt einfach d I' . reidigung der Volksfront _ ..b ' as po irische Motiv - Ver- die Espafia-Flieger in Malaga: Sie versuchten, den Riickzug der republi- u erzeugend D T ... nis lielS sich allerdings d h I h' as rru itarische Krafteverhalt- kanischen Truppen irn Maschinengewehrfeuer der feindlichen JagdAug- urc so c e F . illi individueller Grundlage nichr rei WI Igenmeldungen auf zeuge zu decken. Malraux selbsr hat die Schwierigkeiten seiner Staffel · zugunsten der Rep blik . Ole schlecht organisierte b h ki u I aner verschieben, beschrieben : einrnal schlechte Qualitat der zurn Teil bereirs ausrangier- , untsc ec Ige Armee w d ha fi unorganisierten Zustrom de F . '11' ur e au g durch den ten Flugzeuge, die fur den regularen Dienst nichr mehr taugten und nur r rerwi rgen nur no h h d . gebracht. c me r urchell1ander- darurn hatten erstanden werden konnen, zum andern Eigenart der . Ab Ende September wurde - v II " Mannschaft, Reibereien zwischen » Freiwilligen«, die in der Mehrzahl und Beforderung _ in die S h dorZa em hinsichrlie}, der Anwerbung ac e es ugangs vo K f '11' waren, und » Soldnern«." mehr Organisation hinei . n amp WI igen etwas Erst irn November 1936 tauchten die ersten SowJetflugzeuge auf, die es ngetragen. Die Fiih hi h formationen wurde nunmeh I .. f)' rungssc IC t der Auslander- mir der gegnerischen Luftwaffe aufnehmen konnren, Ebenfalls im . r p anmac>lg rrur hoh F kti .. Kommumstischen Partei Frank . h d d .0 eren un nonaren der November machten sich zum erstenmal die lnternationalen Brigaden h rerc s un er itali h k sc en Emigrantengruppen aufgefull Ad' erusc en ommunisti- bemerkbar. Der Eingriff dieser auBerspanischen Formationen trug ent- komi tees stand unter dem N u All n er Spitze des Rekrutierungs- scheidend zur Versteifung des republikanischen Widersrands bei; amen ard der It r G' I' Den Transport der F . '11" a rener IU 10 Cerreri." zahlreiche Journalisten und Schriftsteller - yon welcher Couleur auch k rerwi igen, die aus M' I " amen, leitete ebenfalls ein Ko . d me - und Sudosteuropa irnrner - haben es geschildert. Aus den auslandischen Einheiten entstand mrnurust er Jugo I J' We It b eriihrnr als Marschall Tit (A d .. s awe OSIP Broz, sparer ein Elitekorps, das fast bis Ende 1938 an allen wichtigen Schlachten tro I o. n en Kampf . S . tz mancher gegenteiligen B h en 111 paruen hat Tito teilnahm. Am 7. November 1936 verstarkten sie die Reihen der Verteidi · d e auptung - auch d . a rkampfer _ nichtteilgenomm I' aus en Reihen der ger Madrids; am 13. November nahrnen sie an den Gefechten um Ce n ektutierung und Transporte teil en~ d die Gesamtverantwortung fur de Los Angeles teil; irn Dezember griffen sie bei Teruel und Lopera and ei te SIC er Spltzenapparat der franzosi- 235
  3. 3. schen Kommunisten mit der italienischen Emigrantenorgan,'s' ihr Transportschiff -Ciudad de Barcelona, -von Marseille nach Alicante atlon'l Chef war Gallo, sparer als Luigi Longo einer der fuhrenden A.·· 'des gebracht worden." Empfangspunkte funktionierten in allen grolseren 'Vlanner italienischen Kommunismus. spanischen Stadten ; sie registrierten und verpflegten die Neuankomm- Zahlreiche Freiwillige waren bereits durch diese Kanale geschleust linge. Schwieriger war es, aus den Scharen von Freiwilligen verschiedener worden, als die Internationalen Brigaden am 22. Oktober 1936 offiziell Sprache und Herkunft eine aktionsfahige Truppe zu machen. ins Leben gerufen wurden. Anfang Oktober hatren Prasident Azafia und Die zahlenrnaliige Starke der Brigaden ist schwer zu ermitteln: schrift- dann auch Largo Caballero eine dreikopfige kommunistische Freiwilli- liche Unterlagen sind zum grofSten Teil verschwunden, und die damals gendelegation - Longo, Stefan Wiszniewski (Pole) und Pierre Rebiere fUr die Organisation Verantwortlichen konnen sich iiber die Zahlen (Franzose) - ernpfangen.' (Der Empfang bei Largo Caballero solI nicht nicht einigen. In den Kampfjahren war das Bestreben allgemein, die Zahl uberrnafsig freundlich gewesen sein.) Die Besucher wurden an Martinez der Freiwilligen zu iibertreiben Die faschistischen Lander berniihren sich Barrio weitergeleitet: In seinen Handen lag die Organisation der ersten eifrig, die Mar von unendlich vielen -roren Kriegsfreiwilligen« zu ver- Brigaden fur die regulare Armee. Man einigte sich ohne grofse Schwierig- breiten~ und den antifaschi~tischen Parteien und Gruppierungen lag keiten; im Rahmen der getroffenen Vereinbarung rraren die ersren Inter. daran, ihren Beitrag viel gew,chtlger darzustellen, als er in Wirklichkeit nationalen Brigaden schon im November in Aktion. war. Eine antifaschistische Quelle zahlr fur Juni 1937 unter den Karnp- fern .der Inrernationalen Brigaden 25000 Franzosen, 5000 Polen, 5000 Englander und Arnerikaner, 3000 Belgier, 1000 Lateinamerikaner, 2000 lnternationale Brigaden: Herkunft, Aufbau »Balkanesen« un.d etwa 5000 Deutsche und Italiener, d. h. rund 46000 ausla~d,sche Freiwillige auf.' Es gab standige Abgange und Zugange; Nanirlich wurde auch weiter auf Grund individueller Meldungen ange- Freiwillige tra.~en - wenn auch in geringer Zahl- auch noch bis Anfang worben. Aber nun wurden die aus den verschiedenen Landern kornmen 1938 em; so kame man auf einen Gesamtbestand von mindestens 50000, den Freiwilligen schon in Frankreich zusammengefalSt. Ober die was aber wahrscheinlich zu hoch gegriffen ist. Pyrenaengrenze gelangten sie dann in kleinen Gruppen nach Spanien Da die Brigaden nie vollzahlig waren, ware eine Durchschnittsziffer Freiwilligenmeldungen wurden in den Geschaftsstellen der gewerk von 3500 Mann je Brigade reichlich hoch bemessen; legt man diese Zahl schaftlichen Organisationen und der Linksparteien entgegengenomme zugrunde, so errechnet man einen Gesamtbestand von 30000. Es ist aber aber obgleich Organisationen verschiedener politischer Orientierung fraglich, ob auch nur dieser bescheidene Stand je erreicht worden ist. beteiligt.waren, wurde das Rekrutierungsverfahren als Ganzes von de Nach Malraux hatten die Brigaden nie mehr als 25000 Mann." Fran- Kommunistischen Partei dirigiert. Sie sorgte dafur, daf die Angeworbe zosischekommunistische Quellen" scharzten die Hochsrzah] der Brigade- nen nach Spanien gelangten. Obwohl der Grenziibertritt verboten war, karnpfer an der Front auf 15 000, davon nur etwa 10000 bei der karnpfen. ging er fast reibungslos vonstatten. Zwar berichteten die franzosischer den Tr~ppe, und dies im Fruhjahr und Sommer 1937, als die Brigaden Zeitungen immer wieder uber Verhaftungen an der Grenze, aber ~ ihren Hochststand erreichten! Sparer war die Bewegung rucklaufig. Die Wirklichkeit harte die Festnahme von Freiwilligen fast nur symbolischen Verluste waren erheblich: man mufSmit etwa 2000 Todesfallen rechnen. Charakter. In Perpignan harte man eine kasernenartige Unterkunft fUI Verwunder, a bgekarnpfr, entmutigt, schieden viele aus den Brigaden aus : die internationalen Freiwilligen eingerichtet, und sie promenierten unge Ablosung fehlte. ' niert in der Stadt. Allein im Februar 1937 passierten 35 Lastwagen mn . Von der gescharzren Gesamtzahl von 25000 Brigadekampfern stellten Freiwilligen die franzosisch-spanische Grenze; sie stiefsen auf keinerle d~eFranzosen das grofSte Kontingent; sein Kampfwert blieb allerdings Schwierigkeiten. . haufig hinter dem der deutschen oder italienischen Einheiten zuriick : AufSer dem Transport uber die Pyrenaengrenzc hatten die fran Emlgranten hatten sich ihre Oberzeugungen bereits einiges kosten lassen, zosischen Kommunisten die Beforderung der Freiwi'11' Igen au f d em. sie wa ren za er, I nen k onnte mehr zugemutet werden. In Frankreich ah ih Seeweg organisiert; die Boote stellte die SchiffahrtsgesellschaftFrance. warendie Nachwirkungen der Wirtschaftskrise die ganz Europa schwer Navigation. Yon den ersten Transporten heil~t es, 500 M ann seren iib erschiittert h atte, trotz b esserer Konjunktur durchaus noch spiirbar , da D . ' diie Grenze von Figueras ge k ornrnen, weitere 500 Mann auf dem .gabesnoch so etwas wie em L umpenproletariat, und Spanien mochte 'aus . . . . 237
  4. 4. C6rdoba-Front ein; im Februar und Marz I937 karnpfren sie am Jarama, scher, franzosischer oder belgischer Antifaschisten di . "" "' e nach und nach in Malaga, in Guadalajara. Sparer waren sie bei allen groBen Offensiv- aus Frankreich einsickerten. Solche klei neren Einheiten ka f d " amp ten an er aktionen dabei: Brunete, Belchite, Teruel; sie fehlten auch nicht in der Nord-Front, nahmen an der Verreidigung lruns teil·D eutsc I" In d er "" "" . re Ebro-Schlacht, der letzten Offensive der republikanischen Truppen. Hundertschaft " Thalmann, ltaliener 111der Kolonne Ro s e II· Franzosen I, I Da ihnen auf allen Kriegsschauplatzen eine fast entscheidende Rolle 111der Hundertschaft Commune de Paris· dann auch I I" in d ""' ta iener 111 er zufie!, verbreitete sich die Vorstellung, es seien ihrer unendlich viele Hundertschaft Gastone SOZZI, die Madrid in der Sie idi hli 01" h " " I di h rra vertei rgten, gewesen. Heure noch wird in Spanien davon gesprochen, daB Hundert- sc lel~ IC erruge aus an ISC e Anarchisten und Syndik a I" I . isten In d er tausende yon Auslandern als Freiwillige in den Internationalen Brigaden Kolonne Durruti.' gekampft hatten. Nachtraglich lassen sich genaue Zahlen ebensowenig Das erste Beispiel einer Organisation groBeren MaD t b '" " . l~Sa s war, yon ermitte!n wie die konkrete Karnpfsiruation in jedem einzelnen Fall; Andre Malraux I11SLeben gerufen, ern Internationales " _" Li If tgesc h wa d er. dennoch zeigt sich bei naherern Zusehen, daf der Truppenbestand der Diese Staffel -Espafia- leisrere den Republikanern eno rrne D" ienste Brigaden vie! kleiner war, als er sich der zeitgenossischen Phantasie dar- >- jedenfalls in den ersten " "" Kriegsmonaten ' als es eine staatll"ch e stra teglsc h e " stellte. Luftwaffe uberhaupt nicht gab. Obgleich es nur iiber wenige Bomber- Wer waren diese Kampfer? Woher kamen sie? Wie wurden sie etwa zwanzig -" verfiigre, konnte das Geschwader halbwegs wirksam ausgebildet und ins Fe!d gehihrt? Am Anfang gab es fur Auslander wohl eingreifen, so beirn Bombenabwurf auf die nationalistische Kolonne yon nur die Moglichkeit individueller Dienstverpflichtung in den republika- Medellin; das sei, mei nte Malraux, die einzige groBere Luftoperarion der nischen Milizen. Sparer wurde schrittweise umgruppiert, auslandische Republikaner in der ersten Phase des Kriegs gewesen. Nicht ohne Erfolg Kampfteilnehmer fanden sich in besonderen Einheiten zusammen. Diese losten die etwa vierzig Jagdflugzeuge des Geschwaders Malraux die Freiwilligen waren Antifaschisten: einmal aus der Heimat verjagte republikanische Luftwaffe ab (sie hatte nur alte Breguer-Maschinen). Deutsche und Italiener, die hier yon neuem versuchten, den Kampf gegen Naturlich konnten solehe zufallig zusarnrnengewurfelren Staffeln gegen die heimische Tyrannei aufzunehmen, zum andern viele Franzosen: die moderneren und vor allem schnelleren deutschen und italienischen Spanien war nah, der Crenzubertrirr einfach, das politische Motiv - Ver- Flugzeuge nicht ankommen. Ihre letzte wichtige Aufgabe vollbrachten teidigung der Volksfront - uberzeugend. Das milirarische Krafteverhalt- die Espafia-Flieger in Malaga: Sie versuchren, den Ruckzug der republi- nis lieB sich allerdings durch solche Freiwilligenmeldungen auf kanischen Truppen im Maschinengewehrfeuer der feindlichen Jagdflug- individueller Grundlage nicht zugunsten der Republikaner verschieben. zeuge zu decken. Malraux selbst har die Schwierigkeiten seiner Staffel Die schlecht organisierte, buntscheckige Armee wurde haufig durch den beschrieben: einmal schlechre Qualitat der zum Teil bereirs ausrangier- unorganisierten Zustrom der Freiwilligen nur noch mehr durcheinander- ten Flugzeuge, die fur den regularen Dienst nicht mehr taugten und nur gebracht. darum hatten erstanden werden konnen , zum andern Eigenart der Ab Ende September wurde - vor allem hinsichtlich der Anwerbung Mannschaft, Reibereien zwischen »Freiwilligen «, die in der Mehrzahl und Beforderung - in die Sache des Zugangs yon Kampfwilligen etwas waren, und »Soldnern«." mehr Organisation hineingetragen. Die Fiihrungsschicht der Auslander- Erst im November I936 tauchten die ersren Sowjetflugzeuge auf, die es formationen wurde nunmehr planmalsig mit hoheren Funktionaren der mit der gegnerischen Luftwaffe aufnehmen konnten. Ebenfalls irn Kommunistischen Partei Frankreichs und der italienischen kommunisti- ovember machten sich zum erstenmal die Internationalen Brigaden schen Emigrantengruppen aufgefiillr. An der Spitze des Rekrutierungs- bemerkbar. Der Eingriff dieser auBerspanischeh Formationen rrug em- komitees stand unter dem Namen Allard der Italiener Giulio Cerreti." scheidend zur Versteifung des republikanischen Widerstands bei; Den Transport der Freiwilligen, die aus Mittel- und Siidosteuropa zahlreiche Journalisten und Schriftsteller - von welcher Couleur auch kamen, leitete ebenfalls ein Kommunist, der Jugoslawe Josip Broz, sparer immer - haben es geschildert. Aus den auslandischen Einheiten entstand weltberuhmt als Marschall Tito. (An den Karnpfen in Spanien hat Tito ein Elitekorps, das fast bis Ende 1938 an allen wichtigen Schlachten trotz mancher gegenteiligen Behauptung - auch aus den Reihen der teilnahm. Am 7. November 1936 verstarkten sie die Reihen der Verteidi- Brigadekampfer- nicht teilgenommen.) In die Gesamtverantwortung fur ger Madrids; am I3. November nahmen sie an den Gefechten urn Cerro Rekrutierung und Transporte teilte sich der Spitzenapparat der franzosi- de Los Angeles teil; im Dezember griffen sie bei Terue!und Lopera an der 234
  5. 5. schen Kornmunisren mit der italienischen Emigranten organtsatlon, .'. ih rransportschiff -Ciudad de Barcelona< von Marseille nach Alicante 1 r Chef war Gallo, sparer als Luigi Longo einer der fuhrenden Manner des gebracht worden." Empfangspunkte funktionierten in allen grofseren italienischen Kornrnunisrnus. spanischen Stadren , sie registrierten und verpflegten die Neuarrkornm- Zahlreiche Freiwillige waren bereits durch diese Kanale geschleust linge. Schwieriger war es, aus den Scharen von Freiwilligen verschiedener worden, als die Inrerriationalen Brigaden am 22. Oktober 1936 offiziell Sprache und Herkunft eine aktionsfahige Truppe zu machen. ins Leben gerufen wurden. Anfang Oktober harren Prasident Azana und Die zahlenrnafiige Starke der Brigaden ist schwer zu ermitteln: schrift- dann auch Largo Caballero eine dreikopfige kommunistische Freiwilli- liche Unterlagen sind zum groBten Teil verschwunden, und die damals gendelegation - Longo, Stefan Wiszniewski (Pole) und Pierre Rebiere fur die Organisation Verantwortlichen konnen sich iiber die Zahlen (Franzose) - ernpfangen.' (Der Empfang bei Largo Caballero soli nicht nicht einigen. In den Kampfjahren war das Bestreben allgemein, die Zahl iiberrnafsig Freundlich gewesen sein.) Die Besucher wurden an Martinez der Freiwilligen zu uberrreiben: Die faschistischen Linder bemuhten sich Barrio weitergeleitet: In seinen Handen lag die Organisation der ersten eifrig, die Mar von unendlich vielen »roten Kriegsfreiwilligen« zu ver- Brigaden fur die regulare Armee. Man einigte sich ohne grolse Schwierig- breiten, und den antifaschistischen Parteien und Gruppierungen lag keiten; im Rahmen der getroffenen Vereinbarung traten die ersten Inter- claran, ihren Beitrag viel gewichtiger darzustellen, als er in Wirklichkeit nationalen Brigaden schon im November in Aktion. war. Eine antifaschistische Quelle zahlr fur Juni 1937 unter den Karnp- fern der Internationalen Brigaden 25000 Franzosen, 5000 Polen, 5000 Englander und Amerikaner, 3000 Belgier, 1000 Lateinamerikaner, 2000 lnternationale Brigaden: Herkunft, Aufbau "Balkanesen« und etwa 5000 Deutsche und Italiener, d.h. rund 46000 auslandische Freiwillige auf.' Es gab standige Abgange und Zugange , Nati.irlich wurde auch weiter auf Grund individueller Meldungen ange- Freiwillige trafen - wenn auch in geringer Zahl- auch noch bis Anfang worben. Aber nun wurden die aus den verschiedenen Landern kornrnen- 1938 ein; so kame man auf einen Gesamtbestand von mindestens 50000, den Freiwilligen schon in Frankreich zusammengefaBt. Uber die was aber wahrscheinlich zu hoch gegriffen ist, Pyrenaengrenze gelangten sie dann in kleinen Gruppen nach Spanien. Da die Brigaden nie vollzahlig waren, ware eine Durchschnittsziffer Freiwilligenmeldungen wurden in den Geschaftsstellen der gewerk- von 3500 Mann je Brigade reichlich hoch bemessen; legt man diese Zahl schaftlichen Organisationen und der Linksparteien entgegengenommen, zugrunde, so errechnet man einen Gesamtbestand von 30000. Es ist aber aber obgleich Organisationen verschiedener politischer Orientierung fraglich, ob auch nur dieser bescheidene Stand je erreicht worden ist. beteiligt waren, wurde das Rekrutierungsverfahren als Ganzes von der Nach Malraux hatren die Brigaden nie mehr als 25 000 Mann." Fran- Kommunistischen Partei dirigiert. Sie sorgte dafur, daf die Angeworbe- zosische kommunistische Quellen' scharzten die Hochstzahl der Brigade- nen nach Spanien gelangten. Obwohl der Grenzubertrirr verboten war, karnpfer an der Front auf 15 000, davon nur etwa 10000 bei der karnpfen- ging er fast reibungslos vonstatten. Zwar berichteten die franzosischen den Truppe, und dies im Friihjahr und Sommer 1937, als die Brigaden Zeitungen immer wieder iiber Verhaftungen an der Grenze, aber in ihren Hochststand erreichten! Sparer war die Bewegung rucklaufig. Die Wirklichkeit hatte die Festnahme von Freiwilligen fast nur symbolischen Verluste waren erheblich: man muf mit etwa 2000 Todesfallen rechnen. Charakter. In Perpignan hatte man eine kasernenartige Unterkunft fur Verwundet, abgekarnpfr, entmutigt, schieden viele aus den Brigaden aus ; die internationalen Freiwilligen eingerichter, und sie promenierten unge- Ablosung fehlte. nierr in der Stadt. Allein im Februar 1937 passierten 35 Lastwagen mit Von der geschatzten Gesamtzahl von 25 000 Brigadekarnpfern stell ten Freiwilligen die franzosisch-spanische Grenze; sie stieBen auf keinerlei die Franzosen das grolsre Kontingent; sein Kampfwert blieb allerdings Schwierigkeiten. haufig hinter dem der deutschen oder italienischen Einheiten zuruck: AuBer dem Transport iiber die Pyrenaengrenzc hatten die fran- Emigranten hatten sich ihre Oberzeugungen bereits einiges kosten lassen, zosischen Kommunisten die Beforderung der Freiwilligen auf dem sie waren zaher, ihnen konnte mehr zugemutet werden. In Frankreich Seeweg organisiert; die Boote stellte die Schiffahrtsgesellschaft France- waren die Nachwirkungen der Wirtschaftskrise, die ganz Europa schwer Navigation. Von den ersten Transporten heiBt es, 500 Mann seien iiber erschurrerr hatte, trotz besserer Konjunktur durchaus noch spurbar , da die Grenze von Figueras gekommen, weitere 500 Mann auf dem gab es noch so etwas wie ein Lumpenproletariat, und Spanien mochte aus 237
  6. 6. anderen als selbstlosen Motiven verlockend scheinen. Daher SO manche Tschechen, Bulgaren, Albanier; sie waren auf verschiedenen Wegen nach .Enthiillung- yon Spanien-Heimkehrern in der nationalistenfreundlichen spanien gekommen, manche zu Fu!S. Aber auch aus asiatischen und Presse; man war, ohne recht zu wissen, warurn und wofu-, in den Krieg afrikanischen Landern waren Freiwillige zu den spanischen Republika- gezogen und kam entriisrer zuriick: Das Frontleben war viel zu nern gesto~en. Alles in allem waren in den Brigaden 53 Lander vertreten. beschwerlich, und rnit Spanien war sowieso nicht viel los. Die Zahl der franzo ischen Freiwilligen zeigte die gra~ten Schwankun- gen; die Urreile uber das Verhalten der Franzosen gingen weir Brigaden: politische Kontrolle auseinander. Hauprsachlich aus Franzosen bestanden die 14. Brigade und die Brigade 14-b. Au~erdem gab es franzasische Freiwillige in Manche Veteranen der Internationalen Brigaden sind nach den Spa- einigen anderen Brigaden: in der II. das Bataillon Commune de Paris, in nien-Kampfen im Parteiapparat oder auch, nachdem ihre Parrei die der 12. das franzosisch-belgische Bataillon und in der 13. das Bataillon Macht erobert hatte, im Staatsapparar zu hohen Arntern aufgestiegen; Henri Vuillemin. Verlafslich ist auch diese Einteilung nicht : die einige sind dann wieder gestiirzt. Unter den deutschen Brigadeteil- Bataillone wurden oft umgruppiert und irn Hinblick auf schwere nehmern waren die DDR-Prominenren Heinrich Rau und Polizeigeneral Verluste oder taktische Augenblicksnotwendigkeiten in andere Einheiten Staimer (in Spanien Richard); unter den Ungarn der Brigadeleutnanr und eingereihr. Die Amicale Association des Volontaires en Espagne Re. politische Kommissar Firtos, der als Laszlo Rajk die Position des Innen- publicaine hat viel getan, u m nachtraglich die Zusammensetzung der ministers erreichte, bevor er in einem Schauprozef zum Tode verurteilt Brigaden zu errnitteln : sie ist etwa einern Dritrel der franzosischen und gehenkt wurde, der spatere General Szalvai (in Spanien Major Freiwilligen, weniger als 10000 Menschen, auf die Spur gekommen; Capaev) und der nach der Erhebung yon 1956 zum Ministerprasidenren . dabei stellre sich heraus, da~ oft auch Belgier fiir Franzosen gehalten beforderte Ferenc Miinnich , unrer den Polen Bataillonkommandeur wurden. Diesem franzosisch-belgischen Kontingent la~t sich auch noch Vacek, sparer General Komar, Befehlshaber der polnischen Sicherheits- das polnische hinzurechnen: Die meisten polnischen Brigadekarnpfer truppe, 1956 eine enrscheidende Gestalt bei den Ereignissen, die starnmten aus franzosischen oder belgischen Bergbaurevieren.!? Wenn Gomulka zur Macht verhalfen. Unter den rni litar ischen und politischen man die Polen aus Frankreich und Belgien als Polen zahlr, kornrnr man Leitern der jugoslawischen Widerstandsbewegung im Weltkrieg waren auf insgesamt vielleicht 4000polnische Spanien-Karnpfer. ' narnhafte Brigadeveteranen: Gosnjak, Rankovic, Bebler, Vlahovic, Aus Ein weiteres wichtiges Kontingent waren deursche und italienische den Reihen der franzosischen Brigadeteilnehmer kamen nach 1940 Emigranten. Aus ihren Reihen kamen besonders viele Offiziere und Fiihrer der Resisrance-Organisationen. Rebiere, 1942 erschossen; Pierre Unteroffiziere der Brigaden. Unter Deutschen und Italienern iiberwogen . Georges, Leutnanr in Spanien, sparer -Oberst Fabien-; Tanguy, politi- die politisch Aktiven, gra~tenteils Kornrnunisten. Deutsche und Italiener scher Kommissar in Spanien, sparer ,0 berst Rol <; F rancois Vittori, 1944 hatten in gro~er Zahl politisch fiihrende Personen nach Spanien Organisator des korsischen Aufstands im Rahmen der -Nationalen abgeordnet: Da traf man den Sozialisten Pietro enni, di~ Kommunisten Front-; Auguste Lecoeur, sparer Sekretar der Kommunistischen Partei, Luigi Longo (Gallo) und Giuseppe di Vittorio ( icoletti), den Republi- . noch sparer aus ihr ausgeschlossen; Jean Chaintron (Barthel), nach dem kaner Pacciardi aus lralien ; den osrerreichischen Sozialdemokraten und Weltkrieg Senator. Schutzbundler Julius Deutsch; die deutschen Komrnunisten Hans Das hohere Offizierskorps der Brigaden bestand - nicht anders als die Beimler und Franz Dahlem. Aus anderen Landern waren, wenn man yon Mannschaft - aus Angehorigen aller Nationen: Da gab es Franzosen und Andre Marty absieht, weniger Prominence gekommen, dafii~ mehr Italiener ebenso wie Deutsche, Ungarn und Polen. Die allerwichtigsten -rnittlere- Funktionare, aus Frankreich z. B. etliche kommUlllstlsche Posten waren weit uber Erwarten Mittel- oder Siidosteuropaern anver-. J ugendfiihrer. . . traut. Hohere Offiziere waren zumeist Kommunisten; urn so mehr fie! . . Je euuge Hundert Freiwi ·11'1ge, h auptsac.. hliIC I1 irn Batatllon LlI1coln , . unter ihnen ein Nenni, ein Pacciardi auf. Als Randolfo Pacciardi, der stammten aus Grofsbritannien,. . d en V ereirugten Staaten und Kanada. Fiir .. .. »republikanische Grandseigneur«!", abgesetzt wurde und Spanien die Sache der spanisc h en R epu I blik kaamp f ten nicht wenlge Mittel- und verlielS, gait das vielen Brigadekarnpfern als unumstofslicher Beweis Siidosteuropaer , darunter vor a IIem J ugos Ia w en , aber auch Ungarn , dafiir, daIS sich die Kommunisten endgiiltig der Brigaden bernachrigr 239
  7. 7. Gro~er noch waren die Schwierigkeiten auf haherer Ebene b . h'cksalsreicher Schlachten. Unter diesern Aspekt kann ein Schriftsteller grolseren E' hetten: diie B' o in . rrga den wur den 0 ftt i grofser Eile zusa ei den in , SC lRegler, nachdem er viele IIlusionen begraben und mit der Kommuni- gestellr, urn rnoglichst bald an die Front gebracht werden zu ko mmen· wlechen Parrei gebrochen hat, mit gutem Gewissen davon sprechen, da~ di ie 12. B'riga de enrstan d , ge h" '1' d nnen. Als orten zu 11r em . eursches Bataillon (Thai. s(1Sden Brigaden . »zurn erstenma I'Bsert yron wie er ein K orps ge f orrnr ieder em mann), em Italtel1lSc~es {Caribaldi) und em framosisch-belgisches. IJlurde, das weiter dachte, als die Kirchtiirrne der Nationen schauren«; er Sparer versuchre man s n;lt einer Reorganisation. Die Bataillone Thai. :ar£ sich ohne Zynismus und ohne Vorbehalt an die ~>echte Bruderlich- mann und Edgar Andre kamen zur II. Brigade, aile franza isch keit« erinnern, die dem Alltag der Brigadekarnpfer emen Sinn gab." Einheiten zur 14. Beschleunigt wurde die Umschmelzung der B' den . nga en durch die schweren Verluste der ersten Kampfaktionen' der Lag h ' ersta yon Albacere war zu einem radikalen Umbau der Einheiten gezWungen Schon im November I936 harte das Bataillon Commune de Paris den Anmerkungen Bestand yon zwei Kompanien verloren. In Teruel bli~te die 12. Brigade I Dazu gehorte ein ehemaliger General der -weilien- Wrangel-Armee, der als vorn 28. bis zurn 31. Dezernber I937 die Halfre ihrer Soldaten ein. Auf I Emigrant Srallknechr geworden war. Er harte sich zu den Inrernationalen diese Weise verschwanden game Einheiten. Nach den ersren Kampf. Brigaden in der Hoffnung gemeldet, sich damit die Riickkehr nach RuBiand akrionen blieb vorn Baraillon Louise Michel so wenig i.ibrig, da~ es ins erdienen zu konnen. In Spanien war sein Kommandeur -General Walter< (der Bataillon Henri Vuillemin eingegliedert wurde. Geht man Yon der spatere polnische Kriegsminister Swierczewski), gegen den er im russischen Burgerkrieg gekarnpfr harte. Der weiBe General isr als Zugfuhrer in Spanien Brigadeubersicht der Amicale Association des Volontaires en Espagne gefallen. Republicaine aus, so kommt man unter Berlicksichtigung des Umbaus 2 Unter den auslandiscben Freiwilligen der Kolonne Durruti befand sich eine der Einheiren zu dern Ergebnis, da~ 1936/37 mehr odcr minder standig Zeitlang Simone Weil. Ein schwerer Unfall beendere friihzeirig ihre Milizlauf- nur die folgenden fiinf Brigaden vorhanden waren: die II. (Kornrnnn. bahn. 3 Malraux, Andre: L'Espoir. Sammlung Le Livre de Poche. Bd. 162-163. Paris deur Kleber, Kommissar Beimler), die 12. (Kommandeur Lukacz, o.]. (1962, zuerst 1937), S. 55ff., 72-81, 214ff., 281-294. Kommissar Longo), die 13. (Kommandeur Zaisser), die 14. (Kornrnnj]. 4 Longo (Gallo), Luigi: Die internationalen Brigaden in Spanien. Berlin/DDR deur Walter) und die IS. (Kommandeur Gal). Einige Teile der Inter- 1958, S. 40. nationalen Brigaden wurden in regulare Einheiten der spanischen Armee 5 Ebenda, S. 48. eingegliedert, umgekehrt spanische Rekruten in die Brigaden eingereiht. 6 Ebenda , S. 43-46. 7 Alba, Victor: Histoire des Republiques espagnoles, Vincennes 1948, S. 334. Das soli sich im besonderen ab Marz 1937 als norig erwiesen haben.> Das isr, vor allem was die Zahl der franzosischen Freiwilligen betrifft, eine Darin zeigt sich aber auch die zweifache Bedeutung der Brigaden in der offensichtliche Ubertreibung. Sogar die Arnicale des Anciens Volontaires republikanischen Arrnee. Tapferkeit und Enthusiasmus machren sie zu Francais en Espagne Republicaine gibr in ihrer L'Epopee de l'Espagne. einer Elitetruppe auch fiir die schwierigsten Kampfanforderungen. Mir Brigades Internationales 1936-38. Paris 1956, die Zahl der Franzosischen Frei- willigen mit nur 8500 an. Mir einer entsprechenden Korrektur kommt man zu ihrer Widerstandsfahigkeit und ihrern Kampfgeist konnten sie ein einer realistischeren Schatzung des Gesamtbestandes der Brigaden. Vorbild sein; in mancher Hinsicht waren sie eine Schule. Da die Brigaden 8 Die sehr grundliche Untersuchung von Vincent Brome: The International Bri- aber nicht zahlreich waren, lief~en sie sich nur an wenigen Fronrabschnir- gades. Spain 1936-1939. London 1965, S. I, rechnet mit insgesamt 40000 Frei- ten verwenden. Was sie geleistet harren, schien sparer vertan, vor allem willigen, die wahrend der gesamten Dauer des Burgerkriegs nach Spanien nach dem Zusammenbruch der Nord-F ront. Der gro~e internationale gekommen seien; im Durchschnitt billigt Brome, passim, den einzelnen Briga- den nicht mehr als jeweils 2000 Mann zu, was einen jeweiligen Gesamtbestand Elan, den 1936/37 der Wille zur Verteidigung der spanischen Republik von hochstens 15000 ergabe, Als die Brigaden aufgelosr wurden, zahlten sie- hervorgebracht harte, wiederholte sich nicht; schon irn Laufe des Jahres ebda., S.266 - 12673 Mann. Auch Thomas, Hugh: The Spanish Civil War. 1937 verzichteren die kommunistischen Parteien auf die Mobilmachung London 1961, S.637, schatzte die Gesamtanwerbung Freiwilliger fiir die ihrer Anhanger unter den Fahnen des -Anrifaschismus-. Brigaden auf 40000 Mann, von denen nie mehr als 18000 zur selben Zeit Dienst getan hatten. Unausloschlich bleibt jedoch die historische Tatsache: Nicht nur 9 Angaben vor allem des Parteifunktionars Vital Gayman (Major Vidal), ein- waren die Internationalen Brigaden in einer kritischen Zeit vorhanden, stigen Milirarinstrukteurs der Lagerschule Yon Albacete. DaB Gayman von sondern sie entschieden auch in der Tat iiber den Ausgang mehrerer den franzosischen Kommunisten, nachdem er sich von ihnen getrennt hatte, 244 245
  8. 8. hatten. Ebenfalls aus Kreisen der Brigadekampfer k arn die Ye' H 'ung der ersten Brigadefreiwilligen in Albacete war von Longo unter . I " h . F' d k I rSlon, ans ~itwirkung von Vidali (Major Carlos) organisiert worden. In Eile wurde Beim er set rue t von erner ern es uge getroffen sonderll a f B ib ' , LI etrel en des NKYD errnordet worden." ein Lagerstab improvisiert; mit Hilfe der Spanier sollte er die materiellen Unter den Komrnandeuren der Brigaden waren KommLIl1' . hi voraussetzungen fur die Unterkunfr und Verpflegung von immer zahlrei- .. I ten welt In sichrbar. Manche von Ihnen hatten den Ersten 'Weltkrieg rni h cher eintreffenden Kriegsfreiwilligen schaffen. Im Anfang klappte sehr . . ". Itgemac t; ermge waren Berufsoffiziere ; etliche harren ihre militarische A bild vie1es nicht; es gab nichr einmal genug Wasser zum Waschen. Die vor- . . .. .. LIS I LIng In Moskau erfahren; In ermgen Fallen traf beides zu . Das gal t von d en dringlichsten Probleme wurden erst nach und nach gelost. Deutschen Hans Kahle (Oberst Hans) LInd Wilhelm Zai ser (General Der Lagerstab von Albacete, hauptsachlich mit Franzosen besetzt, Gomez), dern Ungarn Mate Za lka (General Luk acz) , dern Polen Karol arbeitete in srandiger Verbindung mit den spanischen Militarbehorden : Swierczewski (General Walter), alles Yeteranen des Ersten Weltkrie s auf Anforderung und Befehl des spanischen Oberkommandos wurden dann kornrnunistische Funkrionare und irgendwann Sowjetoffiziere oXe; die internationalen Freiwilligen dorthin kommandiert, wo die Gefahr am Srudierende an Milirarakadernien in der Sowjetunion.lJ Ehemalige groBten war. Narurlich gab es auch in Albacete die fur die Volksarmee Kriegsteilnehrner waren auch manche Brigadeoffiziere, die nicht typische Zweiteilung der Befehlsaurorirar . rnilitarisches Kommando auf unmittelbar zur politischen Leitung gehorten, wie der Franzose der einen, politisches Kommissariat auf der anderen Seite. Die Dumont", die deurschen Schriftsreller Ludwig Renn und Gustav RegIer militarischen Fragen gehorten mehr zur Kompetenz der franzosischen und der Ungar Gal, einstiger Karnpfgefahrte von Bela Kun. Ehemaliget Offiziere, namentlich des Pariser kommunistischen Funktionars Vital Weltkriegsoffizier war der geheimnisvollste LInd beruhmteste aller Gayman (,Major Vidal-}; die politische Leitung lag bei Andre Marty, di Brigadebefehlshaber, General Emilio Kleber, von vielen Zeitgenossen als Vittorio, Longo. Die hohe Position in der Lagerleirung verdankte Marty der wahre Held der Verteidigung Madrids gefeiert. Viele, die ihn fruher zweifellos seiner langjahrigen Tatigkeir in der Kommunistischen Partei gekannt hatten, haben irn Trager des Kriegsheldennamens aus der Frankreichs, dann aber auch seinem Ruf als Militarspezialist: Schon GrolSen Franzosischen Revolution den einstigen osterreichischen LeLIt- 1919 harte er sich als Fuhrer der Matrosenmeuterei in der franzosischen nanr Lazarus Stern erkannt. Als Kriegsgefangener in RulSland im Ersren Schwarzmeerflotte hervorgetan; im Lauf der Jahre wurde der Held der Weltkrieg war er zurn Bolschewismus bekehrr worden. Stationen seiner Flottenerhebung zum Gefangenen der urn ihn gesponnenen Legende. Fur Laufbahn nach Aussagen von Augenzeugen: nach 1918 irn kommunisti- viele aber, die durch das Sammellager der Brigaden hindurch rnufsten, schen Militarapparar in Deutschland, danach irn militarischen achrich- war er nur noch der -Schlachter von Albacete-. Vielleicht hat er die Ver- rendiensr der Sowjerunion, 1927 milirarischer Berarer in China, 1935 brechen, die ihm vorgeworfen wurderi'", nichr begangen; ein srreitsiichri- Truppenbefehlshaber im Fernen Osten im Kampf gegen die japaner." ger, aggressiver alter Norgler war aber jedenfalls nicht der ideale Chef fur ach lnformationen von Fischer, Krivickij LI.a. isr er vor Ausbruch des eine sehr gemischte und wenig disziplinierre Truppe. Sein damaliger Zweiten Weltkriegs den Sauberungen in der Sowjerunion zurn Opfer Parreifreund Gayman hat ihm gleichwohl bestatigt, daf er seine politi- gefa llen.:" schen Befugnisse nicht miBbraucht und sich weder in die Ernennung von Als erstes drangte sich den Organisatoren der Internationalen Offizieren noch in den Gang der rnilirarischen Operationen hineinge- Brigaden in Spanien die Aufgabe auf, ihre buntzusammengewurfelten mischt habe.!". Mannschaften nach Moglichkeir einheitlich zusammenzufassen und ZlI Sehr bald horte das Lager von Albacete auf, ein bloBes Empfangs- organisieren, so daIS man sie sparer geschlossen in die spanische Armee zentrum fur die -Freiheitskampfer- zu sein. Es wurde einerseits zur eingliedern konnte. Es versrand sich von selbst, daIS die Freiwilligen bei Mobilmachungsstelle fur die Einheiten, die bereirs fur den Fronteinsatz ihrer Ankunfr in Spanien in Sammel- und Ausbildungsstellen registriert zusammengestellt oder noch im Aufbau begriffen waren, anderseits aber und je nach Herkunft und Leistungsfahigkeir einzelnen Einheiten auch zur Ausbildungsinspektion und zur Zentrale fur die allgemeine zugeteilt werden rnufsren. Diesem Zweck diente vor allem das Sammel- Organisation der Brigaden und ihrer Hilfsdienste. In unmittelbarer lager der Brigaden in Albacete. Nachbarschaft wurden einige Ausbildungslager und eine Militarschule Albacete war nicht zufallig ausgesucht worden: Dorr harte das s· Regi- fur Offiziere und politische Kommissare eingerichtet. Fur das Lager ment eins seiner organisatorischen Zentren aufgebaut. Die Unterbrin- arbeiteten verschiedene Hilfsbetriebe, darunter eine Reparaturwerkstatt
  9. 9. fur Kriegsgerat, sparer auch eine Granatenfabrik. Eine Z . I h" . eSAufsichtsoffiziers; dafiir trug er sogar eine besondere Uniform. Wie eir ang ge orte zurn Lagerkomplex yon Albacere sogar ein Viehhof fLi H . di ~:deutend die Aufsichtsfunktion war: hing prirnar yon der Person ab. . .. . r a UStlere, Ie zu Beginn des Burgerknegs herrenlos geworden und seitd . Ei entlich sollte sich der Komrnissar III erster Linie den Problemen der . . em In Extrema. dura urnhergestreunr waren. Wlchnger war die Post- und V Nf~nschenfi.ihrung, der psychologischen Lenkung wid men ; gerade diese . . K I" bl erkehrsorga- rusanon. ornp izierre Pro erne stellte die Zensur de B' d . Pfobleme waren in den Internationalen Brigaden besonders komplex. . . r nga eposr - In fast vierzrg Sprachen. Der Fuhrpark, irn Anfang »drei M ad Nfit der Zeit aber wurde der Kommissar zu einem blo~en Stellvertreter . . OtOrra er und erruge alre Personeriauros«, wurde ausgebaut· das Kr f f h d des kommandierenden Offiziers in einern Sonderbereich: worurn er sich " " ,a t a rzeug epoj erhielr emen Aufrrieb III den Handen yon Brigadeangeho'" di f iih iimmern hatte, waren Fragen der materiellen Organisation, '. ngen, re ru er zu k bel Renault oder Citroen gearbeitet harten, Evakuierung der Verwundeten, Sanitatsdiensr, Postbetrieb, VerpfIegung Der wichtigste . . Organisationssektor war der Gesundh . di eIts ienst. Ie O' und Versorgung. In der letzten Phase des Kriegs kam es dazu, da~ das republikanische Armee verfugre zwar iiber spanische K k h" ran en auser olitische Kornrnissariar und der Truppenbefehl beinah verschrnol- aber die meisren und besren waren in Madrid infolge d .. d' ' ~en: die einheitliche Befehlsgewalt der klassischen Armee wurde wieder- , er stan igen Bombardements schwer ube~lastet. Daf man verwundete Brigadekamp- hergestellt; in den Inrernationalen Brigaden karn das noch schrof- fer III spanische Krankenhauser legen mu~te, in denen sie sich mit fer zur Geltung als in anderen Teilen der republikanischen Streit- Personal und Mitpatienten nicht verstandigen konnten, harte unerfreu- kriifte. liche psychische Folgen. Zunachsr wurden »die Internationalen« in Die erfahrenen Offiziere, die die Kommandokader der Brigaden besonderen Abteilungen der Madrider Krankenhauser gepfIegt; dann stellten, trugen nicht unwesentlich zur Ausbildung und militarischen versuchre man wieder, sie an einer Stelle zusammenzufi.ihren. Yom Erziehung auch der spanischen Soldaten bei; in den spareren Phasen des Oktober an wurde unter der Leitung von Dr. Pierre Rouques, dann unter Kriegsleisteten viele Spanier in den Internationalen Brigaden Dienst. Das der Leitung von Dr. Neumann ein Saniratsdiensr fiir die Brigadeange- hane seinen Grund irn organisatorischen Wandel, den die Brigaden horigen organisiert: mir sechs Arzren, mit Feldlazaretten, Ambulanz- durchmachten; ihre Zusammensetzung hing yon den Gegebenheiten der wagen und Evakuationstrupps. In Murcia baure die polnische Arztin Situation ab, irn Anfang also vorn wachsenden Zustrom der auslandi- Stru zelska ein internationales Hospital auf, rnir vier Nebensrellen in der schen Freiwilligen, sparer von ihrern Rucksrrorn : die Brigadeformatio- weiteren Umgebung. Mit der Zeit wurden Erholungsstarren geschaffen. nen mufsren mit Nichtauslandern aufgefiillt werden. Aus Paris kamen Ambulanzen und Material. Urn den Gesundheitsdienst Um Ausbildung und Befehlsiibermittlung zu vereinfachen, hatte man zu verbessern, verzichreren die Brigadekarnpfer eine Zeit!ang auf zwei van Anfang an versucht, die Brigadeangehorigen nach ihrer Herkunft in Drirrel ihres Soldes." militarische Einheiten einzuteilen. So wurden die Bataillone Thalmann und Edgar Andre aus Deutschen und einigen Osterreichern gebildet. Das I Bataillon Garibaldi, eine der friihesten Kampfformationen - sie ent- Brigaden: militiirische Organisation schied den Ausgang der Schlacht yon Guadalajara -, bestand ausschlieB- ( ; lich aus Italienern. Das Prinzip der nationalen Gliederung konnte jedoch Neben ihren besonderen Problemen hatten die Internationalen Brigaden nicht immer eingehalten werden: Einige nationale Gruppen waren fur dieselben Schwierigkeiten zu bewalrigen wie aile anderen republikani. den Aufbau eigener Einheiten nicht stark genug vertreten. AuBerdem schen Truppen : die Organisation taugte nicht viel, der Mangel an mulsren die Freiwilligen gleich bei ihrer Ankunft bestirnmten Einheiten Waffen und Munition war beangsrigend. Au~er Infanteriebrigaden gab zugereilt werden; dabei gaben Ausbildungsgesichtspunkte den Aus- es internationale Artillerieformationen, so die Batrerien Gramsci, Ana schlag. So entstand z: B. die Hundertschaft Gastone Sozzi, die Italiener Pauker und Skoda. und Polen zusamrnenfafste. Das 9. Bataillon der 14. Brigade gait als das In Kommandofragen war die Scheidung zwischen politischen -Bataillon der neun Nationalitaten«. Es gab ein Bataillon Dirnitrov mit Kommissaren und milirarischen Befehlshabern nie sehr klar , auch in dem Bulgaren Grebenarev als Kommandeur und dem Deutschen dieser Beziehung war die Lage in den Brigaden nicht viel a nders als in Fuhrmann als politischern Kommissar; Kommandeur und Kornrnissar anderen Truppenteilen. Anfanglich war die Rolle des Kommissars die konnten sich miteinander nur auf Russisch versrandigen. 243
  10. 10. als Verrater , Deserreu r und Polizeihelfer beschimpft wurde bee' .. h . erbreitete Legende geglaubt, wonach er als Kind nach Kanada gebracht wor- nicht die G Iau b wur diIg kei semer A nga b en; vg.I R'0551, A.: Les COl11ntLlIlistes err . ' In trac ttgt ~en und erst 1919 als Kanadier mir dern alliierr.en Expeditionskorps nach pendant la Orale de Guerre. Pans 1951, S. 36 f., Z52 ff., 263, Anm. 92. Ga man RuGiand gekommen set. Der italienische Brigadekarnpfer Randolfo Pacciardi: einsr geschafrsfuhrender Redakteur des kommunistischen Pa .y , II battaglione Garibaldi. Rom 1945, S. 45, meinte sparer, Kleber habe sich als . , . . rreiorgan, »L'Hurnanite«, war irn Oktober 1939, nach dem Elnmarsch der So . tt Kanadier ausgegeben, scheine aber Deutscher gewesen zu sein. Aus nicht ganz . . '. . wle ru~ pen in Polen, aus der komrnunisrischen Fr ak tion un Generalrat des Seine. durchsichtigen Grunden sollte man in Spanien nichr wissen, daG der ruhrn- Deparrernenrs rnir der Begrundung ausgeschieden, daG er die Yerrretung der reiche General Kleber im Ersten Weltkrieg als k. und k. Leutnant Dienst geran Yolksinteressen einern Lager nichr rnehr zutrauen konnc, -zu dem die Henker hatte. Uber die Identirar Klebers waren iibrigens in der englischen Ausgabe der des deurschen Yolkes, die Morder des spanischen Yolkes gehoren« ; er verriere offiziellen Komintern-Korrespondenz schon ziemlich fruh recht durchsichtige »das Andenken rneiner Karnpfgefahrren, die auf spanischcm Boden irn Kam I Mitteilungen gemacht worden: s. Slater, Hugh: "The International Column.« gegen den Faschisrnus Francos, Mussolinis und Hiders gefallen sind«, wenn~r In: Inprecorr. Jg. 16, S·1498f. (Nr. 57,10. Dezember 1936). nicht yon einer Polirik abruckte, die das Gegenteil Yon dern erstrebe, -wofur 6 Krivickij: a. a. 0., Fischer, Louis: Men and Politics. An Autobiography. ew sie selbsrlos und heroisch ihr Leben geopferr haben«. (Aus einer hekto. I York 1941, S. 404 f., Colodny, Robert G.: The Struggle for Madrid. The graphierren Erklarung Yom 9· Oktober 1939, verbreirer Yom Generalrat des Central Epic of the Spanish Conflict. New York 1958, S. 180, Anm. 101 und Seine-Deparrernenrs, Biiro des Prasidenren.) Sparer hat Gayman, der als 01. 217, Anrn. 69, meint, Kleber habe 1940 die Sowjertruppen beim Durchbruch fizier der franzosischen Arrnee angehorre, a ktiv an der franzosischen Wider. des Mannerheim- Walls in Finnland befehligt und im Zweiten Weltkrieg hohe standsbewegung teilgenommen. Kommandoposten innegehabt. Das war aber wiederum nicht Lazarus Stern 10 Zumeist waren es Einwanderer, denen die neue Heirnar fremd geblieben war. (Kleber), sondern G. M. Stern (Grigorovic), der die Sauberungswelle iiberlebt Sie hatten sich nur in der Parrei oder der Gewerkschaft eingelebt. hat. Hernandez, Jesus: La Grande Trahison. Paris 1953, S. 133, meint, wenn II Regier, Gusra v : Das Ohr des Malchus. Eine Lebensgeschichte. Koln, Berlin er den Finnland-Krieg erwahnt, Grigorovic (den er - Druckfehler? - Stein 1958, S. 389. nennr), nimmt aber irrigerweise an, er sei sparer erschossen worden. 12 Aus dokumentarischen Unterlagen, die Antonia Stern in ihrcr noch nicht ver- 17 Der belgische Brigadeteilnehmer Nick Gillain: Le Mercenaire. Paris 1938, offenrlichten Arbeit Das Leben eines reuolutionaren Kamp [ers unserer Zeit: 5.31 ff., beschuldigte Marty, ein Standgerichr beeinflufir ZlI haben, das einen Hans Beimler, Dachau-Madrid, zusammengetragen hat, gehr hervor, da~ [ranzosischen Offizier, Major de Lasalle, ohne Grund - vielleicht weil er mit Beimler enge Beziehungen ZlI Oppositionellen unter den deurschen Brigade. den CNT -Milizkolonnen Fiihlung genom men hatte - als Spion hatte karnpfern unrerhielr ; sie ubren heftige Kritik an der Brigadefuhrung und hinrichten lassen; vgl. Brome: The International ... (5. o. Anm. 8). S. 162-167. waren scharfe Gegner der polizeilichen »Sonderdiensre«. War das fur den Bei Penchienati, Carlo: Brigate internazionali in Spagna. Mailand 1950, hieG Parteiapparat ZlI gefahrlich geworden ? Unumsrofiliche Beweise dafiir, da~ es, Marty habe in Cambrils vier Soldaten eigenhandig urngebracht, weil sie Beimler errnordct worden sei, liegen begreiflicherweise nichr vor. sich gegen seine Beschimpfungen zur Wehr gesetzt hatten. Ernest Hemingway 13 Hans Kahle war akriver Kommunist seir 1919; Wilhelm Zaisser harte sich hat in seinem Roman Wem die Stunde schldgt Marty unter dem durch- wahrend der deurschen Beserzung der Ukraine irn Ersren Weltkrieg an der sichrigen Decknamen Massart als brutal, rnifstrauisch, unfahig und herrsch- Spitze seiner Einheir auf die Seire der russischen Revolurion geschlagen. Beide suchrig abkonterfeit. Bei Ypsilon: Pattern '" (s. o. Anrn. IS), S.222, heiGt harren Jahre in der Sowjetunion verbrachr, dann irn Illegal,en ka.mmunIstt. Marty »der Scharfrichrer von Albacere«. Fischer: Men ... (5. o. Anm.1O), schen Apparat in Deutschland hohe Funktionen bekleidet. Zalka, osrerreichi. S. 386-401, zeigt ihn in ahnlichern Licht; als Quarriermeister in Albacere hatte scher Offizier von 1914 bis 1918, harte rnit Bela Kun an der ungansc~en Fischer Gelegenheit genug, den Chef der Lagerverwaltung kennenzulernen. Raterepublik reilgenornrnen und sparer als mili rar ischcr Berarer die Sowjet- Regier: Das Ohr ... (5. o. Anm. II), S. 371 ff., 432 ff., 524, der Yon Martys Er- beauftragten Borodin und Blucher nach China begleirer. .' schielsungen, seiner »korrupten Verwaltung« und seinen »parteilichen 14 Jules Dumont, Hauptmann in der franzosischen Arrnee, harte slch 111 verge- Ge.richtsverfahren« sprichr, nennt ihn einen »uberdrehren Parteirnann«, eine ruckrern Alter zurn Kornrnunisrnus bekehrr und 111 Abessinien gegen die -Feldwebelseele«, einen »Henker«, und meint, er habe »seine verzeihliche Truppen des italienischen Faschismus gekarnpft. ff . Untahigkeir mir einer unverzeihlichen, passionierten Spionensuchr« gedeckt. IS Krivickij Y. G.: Ich war in Stalins Dienst. Amsterdam 1940, S. 120 . Ypsilon 18 Zu einern subjektiv nichr gefarbten Urteil iiber Marty wird man schwerlich . ' (gemeinsarnes Pseudonym yon Jo h ann R' 111 dl [R 0 bert Yolk] und Juhan gelangen konnen , seit er zwei Jahrzehnte nach dem Spanischen Biirgerkrieg Gumperz): Pattern for World Revolution. Chicago/New York, o.J. (Copy. aus der Kommunistischen Parrei Frankreichs hinausgeworfen worden war, right 1947), S. 422-428. Dals K Ie er au f d em I 8 . P ar reirag .der KommunIstt· o 'b ahl d hatten auch die Kommunisten nur Schlechtes iiber ihn zu sagen. schen Parrei . der Sowjerunion .., 1115 Z entra lkorniormree der Parter. gewa t . wor den • 19 Der sachliche Gehalt des hier Berichteten ist den Angaben in Longo: Die inter- sei stimmt nichr: der Gewahlte war, damals von StalIn prdoteg,ert, er nationalen ... (5. o. Anrn.a), S.49-57, entnornmen. Obrigens war Dr. , , . .. S (der J S a rien unter em amen russische General Grigorij M. tern er 111 pl.. d Y '1 fi d Struzelska Mitglied der polnischen kommunistischen Parteileitttng; nach Grigorovic ' auftrat). Ahnlic h e Anga b en wie b'CI K [IV ick ij un G pSI ffon C en ". . . n Spanien wurde sie zusehends kritischer gegenuber der offiziellen Parteilinie. sich bci dem Madrider "News Chronicle«-Korrespondenten d. eo reY ,~x: KI e er Ais sie kurz darauf in Paris srarb, wurde ihr in der polnischen Parteizeitung Defence of Madrid. London 1937, S. 184ff. Cox hat allerdlngs ie yon noch nicht einmal ein Nachruf zuteil. 247
  11. 11. 20 Die allmahliche Verwandlung der Brigaden in Einheiten der spanisehen repu. blikanisehen Armee hat Brame: The International ... (s. o. Anm. 8), aus d~ Sicht der einzelnen Brigaden und Bataillone besehrieben; vgl. aueh Longo: Dil internationalen (s. o. Anm. 4), S. 182-195. 21 Regier: Das Ohr (s. o. Anm. II), S. 524ff.

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