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Dämm und Dichttechnik

  1. 1. Name: Lehrgangsgruppe: Dämm- und Dichttechnik Seite 1 von 31 Holzbau www.zimmererblog.wordpress.de www.bau-abc-rostrup.de F:BAUABCROAusbildungBetonbau2_AusbildungsjahrLehrpläneTeilprojekt Sechseckpfosten mit Streben Dämm- und Dichttechnik
  2. 2. Name: Lehrgangsgruppe: Dämm- und Dichttechnik Seite 2 von 31 Holzbau www.zimmererblog.wordpress.de www.bau-abc-rostrup.de F:BAUABCROAusbildungBetonbau2_AusbildungsjahrLehrpläneTeilprojekt Sechseckpfosten mit Streben Dichte Fugen – warme Stuben ! Warum dämmen wir? Wenn man sich vorstellt, dass mehr als 60 % der eingesetzten Energie für die Erzeugung von Raumwärme und Warmwasser benötigt wird, ist schnell klar, dass hier auch die größten Einsparpotenziale liegen. Vor allem bei Altbauten sind die Potenziale enorm, denn bestehende Gebäude brauchen aufgrund von Energieverlusten am Gebäude etwa dreimal so viel Energie zur Beheizung wie Neubauten. Komfortabel wohnen, ein gutes Wohnklima genießen und dabei auch noch Geld sparen. Vorteile einer guten Dämmung: -Heizenergie-Ersparnis durch Verminderung von Wärmeverlusten über das Dach -Klima- und Umweltschutz -Hoher Wohnkomfort / Behaglichkeit durch Vermeidung von Zugluft und optimierte Raumfeuchte -angenehmes Raumklima auch im Sommer durch Schutz vor Hitze -Bauwerkserhaltung (Dach, Decken und Wände bleiben trocken und vor -Witterung geschützt) -Schallschutz (Mineralwolle) -Brandschutz (Mineralwolle) -Wertsteigerung des Gebäudes Einleitung
  3. 3. Name: Lehrgangsgruppe: Dämm- und Dichttechnik Seite 3 von 31 Holzbau www.zimmererblog.wordpress.de www.bau-abc-rostrup.de F:BAUABCROAusbildungBetonbau2_AusbildungsjahrLehrpläneTeilprojekt Sechseckpfosten mit Streben Klimaschutz Dämmen spart nicht nur Energiekosten, sondern schützt auch unser Klima. Eine richtige Dämmung sorgt für geringere Heizkosten, der CO2-Ausstoß wird reduziert und damit der Treibhauseffekt verringert. Raumklima Ein fachgerechter Wärmeschutz sorgt für ein angenehmes Wohnklima im Winter wie im Sommer. Die Oberflächentemperaturen der Bauteile bleiben im oberen Bereich, dadurch werden Zugerscheinungen vermindert. Ein Raumklima, das durch Heizungsluft oder den kühlen Zug einer Klimaanlage beeinträchtigt wird, wird häufig als unbehaglich empfunden. Lärm- und Schallschutz Ein gut gedämmtes Zuhause verspricht Wohnqualität: Eine fachgerechte Dämmung sorgt dafür, dass Lärm von Außen nicht in die Wohnräume dringt und guter Schallschutz innerhalb des Hauses oder der Wohnung gewährleistet wird. Brandschutz Insbesondere Mineralwolle-Dämmstoffe geben den Bewohnern eines Hauses Sicherheit: Sie sorgen dafür, dass sich Brände nicht ausbreiten und retten auf diese Weise die Bausubstanz und im Ernstfall Leben. Ein Haus ohne Dämmung weist bei einer durchschnittlichen Mauerstärke von 30 cm einen sehr geringen Wärmedurchgangs-widerstand (R-Wert) auf. Das heißt, es ist nicht in der Lage, die Temperatur im Inneren zu halten. Es lässt einen raschen Ausgleich von Innen- und Außentemperatur zu. Der Grund: Viele Baumaterialien leiten Wärmeenergie schnell weiter – sie haben einen hohen Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert). Was Dämmung leistet Moderne Dämmungen sind so konstruiert, dass ihr Wärmedurchgangswiderstand bei geringer Materialstärke besonders hoch ist. Angebracht an Wänden, Dächern, Decken und Böden verringern sie erheblich die Wärmeleitfähigkeit der Gebäudehülle. So bildet die Dämmung eine Barriere zwischen Außen- und Innentemperatur, was im Winter für angenehme Wärme mit geringem Heizbedarf und im Sommer für erfrischende Kühle ohne Klimageräte sorgt.
  4. 4. Name: Lehrgangsgruppe: Dämm- und Dichttechnik Seite 4 von 31 Holzbau www.zimmererblog.wordpress.de www.bau-abc-rostrup.de F:BAUABCROAusbildungBetonbau2_AusbildungsjahrLehrpläneTeilprojekt Sechseckpfosten mit Streben Wärmetechnische Eigenschaften von Baustoffen
  5. 5. Name: Lehrgangsgruppe: Dämm- und Dichttechnik Seite 5 von 31 Holzbau www.zimmererblog.wordpress.de www.bau-abc-rostrup.de F:BAUABCROAusbildungBetonbau2_AusbildungsjahrLehrpläneTeilprojekt Sechseckpfosten mit Streben Wie kommt man auf den U-Wert eines Bauteils? Wärmedurchlasswiderstand: Der Wärmedurchlasswiderstand R ist eine bauteilspezifische Größe. Er gibt an, welchen Widerstand eine Bauteilschicht von einer bestimmten Stärke dem Wärmestrom entgegensetzt. In der Regel bestehen Außenbauteile heutzutage aus mehreren hintereinander liegenden Schichten. Der gesamte Wärmedurchlasswiderstand des Bauteils ist dann die Summe der Widerstände der einzelnen Schichten. R = d / λ in m²K/W bei mehreren Schichten R = Σ (d / λ) Der Wärmefluss durch die gesamte Wandkonstruktion kann nur die Summe der (in Reihe geschalteten) Einzelwiderstände der Schichten berechnet. Die Wärmeleitzahlen der einzelnen Baustoffe sind in DIN 4108 zu entnehmen. λ
  6. 6. Name: Lehrgangsgruppe: Dämm- und Dichttechnik Seite 6 von 31 Holzbau www.zimmererblog.wordpress.de www.bau-abc-rostrup.de F:BAUABCROAusbildungBetonbau2_AusbildungsjahrLehrpläneTeilprojekt Sechseckpfosten mit Streben Wärmeübergangswiderstände Die Wärmeenergie hat beim Übergang von der Luft auf die innere Bauteiloberfläche eine Widerstand zu überwinden, genauso auch beim Austritt aus der äußeren Bauteiloberfläche. Dieser Widerstand wird umso geringer, je größer die Luftströmung an der Oberfläche ist. Da es in Innenräumen in der Regel keine wesentliche Luftbewegung gibt, ist der innere Wärmeübergangswiderstand Rsi höher als der äußere Übergangswiderstand Rse. Beim inneren Übergangswiderstand spielt auch die Richtung des Wärmestroms eine Rolle. Innen Außen Wärmedurchgangswiderstand RT Der Gesamt – Wärmedurchgangswiderstand setzt sich aus der Summe der Wärmedurchlasswiderstände der einzelnen Bauteile und den inneren und äußeren Wärmeübergangswiderständen zusammen. RT = Rsi + Σ (d / λ ) + Rse Wärmedurchgangskoeffizient U Der Wärmedurchgangskoeffizient U (früher k-Wert) ist der entscheidende Kennwert für die Beurteilung der dämmtechnischen Eigenschaft eines Außenbauteils. Die Anforderungen an einzelne Bauteile nach EnEV sind als maximal zulässiger Wärmedurchgangskoeffizient angegeben. Er beschreibt die Wärmeleistung in Watt, der durch 1m² Fläche eines Bauteils bei 1Kelvin Temperaturdifferenz hindurchströmt. Berechnet wird er wie folgt: U=1/RT in W/m²K Wärmestromdichte q Die Wärmestromdichte ist der auf 1m² Bauteilfläche bezogene Wärmestrom einer bestimmten konstanten Temperaturdifferenz zwischen innen und außen. Berechnet wird sie wie folgt. q = U x (Θi – Θe) = ΔΘ / RT in W/m2 Da diese Wärmestromdichte durch das gesamte Bauteil konstant sein muss, ergibt sich daraus die jeweilige unterschiedliche Temperaturdifferenz in den Baustoffgrenzschichten je nach Wärmedurchlasswiderstand der Schicht. Nach DIN 4108 wird mit einer Temperaturdifferenz von 30°C (Innen +20°C, außen -°10) gerechnet.
  7. 7. Name: Lehrgangsgruppe: Dämm- und Dichttechnik Seite 7 von 31 Holzbau www.zimmererblog.wordpress.de www.bau-abc-rostrup.de F:BAUABCROAusbildungBetonbau2_AusbildungsjahrLehrpläneTeilprojekt Sechseckpfosten mit Streben Temperaturverlauf in einem Außenbauteil Bei einem mehrschichtigen Aufbau eines Bauteils verhält sich das Temperaturgefälle in den einzelnen Schichten bei gegebener Gesamttemperaturdifferenz (30°C nach DIN 4108) proportional zu deren Wärmedurchlasswiderständen. Daraus ergibt sich, dass er bereits an den Wärmeübergangsstellen innen und außen eine Temperaturdifferenz zwischen der Luft und der Bauteiloberfläche gibt. Je kleiner der Durchlasswiderstand der Wandkonstruktion, je schlechter also die Wärmedämmung der Wand ist, desto größer ist der Einfluss er Übergangswiderstände und die Temperaturdifferenz zwischen Innenraum und innerer Wandoberfläche. Diese geringen Oberflächentemperaturen einer schlecht gedämmten Wand führen zum Einen zu einem unbehaglichen Raumklima sowie zu Feuchtigkeitsniederschlag auf der Innenoberfläche des Bauteils.
  8. 8. Name: Lehrgangsgruppe: Dämm- und Dichttechnik Seite 8 von 31 Holzbau www.zimmererblog.wordpress.de www.bau-abc-rostrup.de F:BAUABCROAusbildungBetonbau2_AusbildungsjahrLehrpläneTeilprojekt Sechseckpfosten mit Streben Was für Dämmstoffe gibt es? Grundsätzlich kann man bei Dämmstoffen in den Kategorien mineralische Dämmstoffe, organische Dämmstoffe und fossilen organischen Dämmstoffen unterscheiden Mineralische Dämmstoffe: -Mineralwolle -Schaumglas -Kalzium-Silikatplatten -Silikatleichtschaumgranulat -Perlitte -Blähton Organische Dämmstoffe: -Holzweichfaserplatten -Holzwolledämmung -Holzwolleleichtbauplatten -Zellulose -Baumwolle -Flachs -Hanf -Schafwolle (tierisches Dämmmaterial) Fossile organische Dämmstoffe: -Polysterol (PS) -Polyuretan (PUR) Dämmstoffe werden trotz ihrer sehr unterschiedlichen Materialien und der vielfältigen Ausführungsvarianten in nur fünf verschiedenen Lieferformen angeboten: Platten bzw. Matten Schäume Schüttungen Einblasprodukte Stopfprodukte Die Form der einzelnen Dämmungen ist einerseits abhängig von den Materialeigenschaften und andererseits von den Anwendungen. Die jeweilige Lieferform bedingt allerdings im entscheidenden Maße die Art der Verarbeitung. Am häufigsten sind Platten bzw. Matten
  9. 9. Name: Lehrgangsgruppe: Dämm- und Dichttechnik Seite 9 von 31 Holzbau www.zimmererblog.wordpress.de www.bau-abc-rostrup.de F:BAUABCROAusbildungBetonbau2_AusbildungsjahrLehrpläneTeilprojekt Sechseckpfosten mit Streben Platten und Matten aus Faserdämmstoffen Klassische Faserdämmstoffe sind die Mineralfasern, i.d.R. Glaswolle oder Steinwolle, sie sind nicht brennbar. Eine weitere Produktgruppe der Faserdämmstoffe wird aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt, wie z.B. Holz, Flachs, Hanf, Kokos, Kokos,Schafwolle oder Zellulose. Die Unterscheidung Matte und Platte ist von der Formbeständigkeit abhängig. Platten sind formbeständig und verfügen i.d.R. über einen Falz, um Wärmebrücken zu minimieren. Matten werden auch als Rollenware vertrieben und sind mechanisch zu fixieren. Anwendungen: Dämmung der Fassade/Hülle im Skelettbau oder Massivbau, allerdings nicht gegen das Erdreich; außerdem die Dachdämmung flach und geneigt sowie die Dämmung unter Estrichen. Auch haustechnische Anlagen wie Lüftungskanälen, Heizungsrohre und raumakustische Maßnahmen können mithilfe von Platten und Matten aus Faserdämmstoffen gedämmt werden. Platten aus kunststoffbasierten Hartschäumen Die geläufigsten Hartschäume aus Kunststoff sind Polystyrol-Hartschäume. Auf Grund der Herstellungsart wird unterschieden zwischen XPS und EPS. Polyurethan-Hartschäume werden sowohl aus Kunststoff als auch aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt. Hartschäume weisen ebenfalls, wie die Faserdämmstoffe, eine große Bandbreite der Anwendungsmöglichkeiten auf, ihr Vorteil liegt in der Anwendbarkeit in feuchtebelastetem Umfeld, so z.B. auch im Erdreich. Anwendungen: Dämmung der gesamten Hülle im Massivbau; Dachdämmung flach und geneigt (Aufsparrendämmung) und eine Dämmung unterhalb von Estrichen. Platten aus mineralischen Rohstoffen Platten aus Schaumglas werden im Wesentlichen aus Recyclingglas hergestellt; Mineraldämmplatten sind aus Kalk, Sand, Zement und Wasser; Kalzium-Silikat-Platten aus Kalksilikate, vermischt mit Zellstoff. Bei allen drei Arten entstehen bei der Produktion viele sehr kleine Luftporen, sie können Feuchtigkeit aufnehmen und sind formbeständig. Anwendungen: Dämmung der Hülle im Massivbau; Dämmung von Dächern, flach und geneigt (Aufsparrendämmung), IInnendämmung (Böden, Decken und Wände) Ortschaum aus Schaumkunststoffen Ortschäume werden mittels transportabler Maschinen „am Ort“ aus flüssigen Komponenten zu einem Schaumstoff verarbeitet. Die gängigen Ortschäume bestehen aus Polyurethan und aus Harnstoff-Formaldehydharz. Anwendungen: Ortschäume aus PUR werden überwiegend lokal zum Ausschäumen von Hohlräumen oder im Bereich der Kälte- und Wärmedämmung von betriebstechnischen Anlagen verwendet.
  10. 10. Name: Lehrgangsgruppe: Dämm- und Dichttechnik Seite 10 von 31 Holzbau www.zimmererblog.wordpress.de www.bau-abc-rostrup.de F:BAUABCROAusbildungBetonbau2_AusbildungsjahrLehrpläneTeilprojekt Sechseckpfosten mit Streben Schüttungen aus Faser- und mineralischen Dämmstoffen Schüttungen aus faserigen oder körnigen Materialien werden als lose Materialien zur Dämmung von Hohlräumen eingebracht. Ihre Rohstoffe sind aus mineralischer oder pflanzlicher Basis, Arten sind z.B. Granulate aus Blähglas, Holz, Schaumglas, Kork, PUR, aber auch Hanf, Grasfasern, Blähton, Silikatschaum. Anwendungen: Sie kommen häufig als druckbelastbare Dämmung oder Ausgleichsschicht unter Estrichen zum Einsatz, als Dämmung der obersten Geschossdecke oder als Leichtschüttung bei der Dachdämmung. Lose Schüttungen aus verrottungsbeständigen Material finden auch als Perimeterdämmung Verwendung. Einblasdämmstoffe Diese Dämmstoffe liegen als Granulat oder in Faserform vor und werden mittels einer Einblasmaschine in Hohlräume eingebracht. Rieselfähige Materialien sind beispielsweise Perlite, Granulate aus EPS, XPS, Silikatleichtschaum und Aerogel. Diese verdichten sich gut und passen sich kleinen Hohlräumen an, allerdings besteht die Gefahr von Durchrieselungen bei nicht komplett geschlossenen Hohlräumen. Faserige Einblasdämmstoffe, wie Mineralfaser, Grasfaser, Holzfaser, Hanf und Zellulose, verhaken sich ineinander und verhindern ein Durchrieseln. Diese müssen verdichtet werden, damit keine Hohlräume bleiben. Anwendungen: Sie eignen sich als Dämmung von Dachschrägen, Kuppeln, Holzrahmenkonstruktionen, Installationsschächten sowie als nachträgliche Kerndämmung und als Dämmung der obersten Geschossdecke. Stopfdämmstoffe Stopfdämmstoffe werden aus pflanzlichen und tierischen Rohstoffen, wie beispielsweise Flachs, Hanf, Kokosfaser und Schafwolle und auch aus Mineralwolle hergestellt. Anwendungen: Diese losen, faserigen Dämmstoffe kommen meist nur als Ergänzung zu anderen Materialien zum Einsatz, um Wärmebrücken an Hohlräumen und Fugen, vor allem im Bereich der Altbausanierung zu verhindern oder Anschlüsse von Fenstern und Türen abzudichten. Außerdem werden auf dem Markt auch Verbundsysteme angeboten, wie z.B. Vakuumisolationspaneele, oder Putze mit Leichtmittelzuschlägen wie EPS, die in dieser Auflistung unberücksichtigt blieben.
  11. 11. Name: Lehrgangsgruppe: Dämm- und Dichttechnik Seite 11 von 31 Holzbau www.zimmererblog.wordpress.de www.bau-abc-rostrup.de F:BAUABCROAusbildungBetonbau2_AusbildungsjahrLehrpläneTeilprojekt Sechseckpfosten mit Streben Glaswolle stellt eine Verbindung aus mineralischen und synthetischen Substanzen dar. Bei der Glaswolle Herstellung wird in den meisten Fällen auf Altglas zurückgegriffen, welches mit Kalkstein- oder Sandbeimischung aufgeschmolzen wird. Das geschmolzene Glas wird zu Fäden gesponnen. Das dabei entstehende Vlies wird nach der Zugabe eines Bindemittels ausgehärtet. Glaswolle gilt als ein sehr vielfältiger Mineraldämmstoff. Steinwolle gehört wie Glaswolle zu den mineralisch-synthetischen Dämmstoffen. Diese Dämmungen werden oft auch als Mineralwolle bezeichnet. Steinwolle wird aus Mineralien wie Feldspat, Dolomit oder anderen recycelten Formsteinen hergestellt. Die Mineralien werden aufgeschmolzen und zu einem Vlies versponnen. Die Vliesmatten aus Steinwolle werden dann mit einem synthetischen Bindemittel versetzt und ausgehärtet. Die Steinwollmatten dämmen gut und sind relativ günstig. Bei Calciumsilikat handelt es sich um Dämmplatten, welche aus den mineralischen Bestandteilen Siliziumdioxid (Sand) und Kalziumoxid (Kalk) unter Zugabe von Porenbildnern und Wasser aufgeschäumt werden. Danach werden die Platten unter hohen Druck mit überhitztem Wasserdampf ausgehärtet. In Summe wird dadurch eine feinporige Struktur gebildet, welche sehr gut Wasser aufnehmen und abgeben kann. Das klassische Anwendungsgebiet von Calciumsilikatplatten ist die Innendämmung von Fassaden.
  12. 12. Name: Lehrgangsgruppe: Dämm- und Dichttechnik Seite 12 von 31 Holzbau www.zimmererblog.wordpress.de www.bau-abc-rostrup.de F:BAUABCROAusbildungBetonbau2_AusbildungsjahrLehrpläneTeilprojekt Sechseckpfosten mit Streben Perlit ist ein vulkanisches Glas, welches durch einen thermischen Prozess stark aufgebläht wird. Das dabei entstehende Dämmstoff-Granulat weist Dämm-Eigenschaften auf, welche im Effizienz- Mittelfeld anzusiedeln sind. Perlite haben ein sehr breites Anwendungsfeld. Das Granulat kann zur Dämmung des Daches, der Fußböden und der Kerndämmung von Wänden eingesetzt werden. Durch den Einsatz von Bindemitteln lassen sich auch Perlit-Dämmplatten herstellen. Diese ermöglichen weitere Anwendungsfelder für Perlite, wie z.B. die Innendämmung. Unter Blähton versteht man einen anorganischen kugelförmigen Dämmstoff, bei dem im inneren eine Porenstruktur ausgebildet ist. Hergestellt wird Blähton durch das starke Erhitzen von Tongranulat, bei welchem durch teilweises Verdampfen des Tons Hohlräume gebildet werden und der Dämmstoff aufquillt. Ein typisches Anwendungsgebiet von Blähton bei der Gebäudesanierung ist beispielsweise die Dämmung der obersten Geschossdecke. Unter Holzfasern versteht man Holz, welches zerfast und mit Wasser zu einem Brei vermengt wurde. Die aufgeschlossene Holzfaser wird anschließen getrocknet oder zu Holz-Dämmplatten gepresst. In der Regel werden dabei keine chemischen Zusätze als Bindemittel zugegeben, da das holzeigene Lignin die Fasern verklebt. Holzfaser ist ein Natur-Dämmstoff und wird bei der Wärmedämmung sehr häufig verwendet.
  13. 13. Name: Lehrgangsgruppe: Dämm- und Dichttechnik Seite 13 von 31 Holzbau www.zimmererblog.wordpress.de www.bau-abc-rostrup.de F:BAUABCROAusbildungBetonbau2_AusbildungsjahrLehrpläneTeilprojekt Sechseckpfosten mit Streben Holzwolle ist ein Produkt, bei dem aus feinen Holzfasern ein Vlies gebildet wird. Dieses wird durch Bindemittel wie Magnesit zu festen Dämmplatten gebunden. Des Weiteren steht Holzwolle in loser Form zur Einblasdämmung zur Verfügung. Durch das Einbringen von diversen Zusätzen gelingt es, dass Holzwolle schwer entflammbar wird Holzwolle hat viele Vorteile, aber auch Nachteile, erfahren Sie hier mehr über die Dämmung mit Holzwolle. Dämmen mit Zellulose: Die Zellulose-Fasern werden aus Altpapier gewonnen und mit Brandschutzzusätzen wie z.B. Borsalzen versehen. Die Dämmung mit Zellulose wird in Plattenform oder als lose Faser angeboten. Bei Zellulose- Dämmplatten werden die Fasern mit Wasserdampf zu Platten gepresst. Lose Zellulose- Fasern werden nach dem Aufschlussverfahren einfach getrocknet. Dämmstoffe aus Flachs werden aus den Fasern der Flachspflanze hergestellt. Dabei werden die sogenannten Kurzfasern der Pflanze verwendet, ein Abfallprodukt der Leinen verarbeitenden Industrie. Die Fasern werden zu Vlies verarbeitet und durch Stärke- oder Polyesterfasern verfestigt. Anschließend werden verschiedene Salze als Brandschutzmittel hinzugefügt. Auf diese Weise entstehen Flachs-Dämmplatten, bzw. Flachs- Dämmmatten.
  14. 14. Name: Lehrgangsgruppe: Dämm- und Dichttechnik Seite 14 von 31 Holzbau www.zimmererblog.wordpress.de www.bau-abc-rostrup.de F:BAUABCROAusbildungBetonbau2_AusbildungsjahrLehrpläneTeilprojekt Sechseckpfosten mit Streben Hanf gehört, wie auch Flachs, zu den pflanzlichen Dämmungen. Die Hanffasern werden zu einem Vlies gebündelt, welches durch den Zusatz von Stärke oder Stützfasern versteift wird. Als Brandschutzmittel kommen verschiedene Salze zum Einsatz. Neben den üblichen Dämmplatten und Dämmmatten wird Hanf auch lose für Stopfdämmungen angeboten. Für eine Dämmung ist Schafwolle der einzige verfügbare Dämmstoff aus tierischem Fasern und ist somit ein regenerativer Dämmstoff. Die Schafwolle wird nach der Gewinnung zunächst gesäubert. Anschließend werden die Fasern zu einem Vlies verfilzt. Auch hier wird, wie bei pflanzlichen Dämmstoffen, Borsalz hinzu gegeben, um die Entflammbarkeit des Materials zu senken. Schafwolle wirkt luftreinigend und hat gute Eigenschaften in der Schall- und Wärmedämmung. Wie der Name schon zu erkennen gibt, gehört extrudiertes Polystyrol, kurz XPS, zu den Polystyrol-Dämmstoffen. Anders als beim EPS wird beim XPS aus dem Kunststoffgranulat eine Hartschaumplatte gebildet. Häufig wird auch der rechtlich geschützte Name „Styrodur“ zur Bezeichnung von XPS verwendet. Da extrudiertes Polystyrol aus Öl hergestellt wird, liegen die Brandschutzeigenschaften leider im Bereich von B1 und B2 – XPS ist entflammbar.
  15. 15. Name: Lehrgangsgruppe: Dämm- und Dichttechnik Seite 15 von 31 Holzbau www.zimmererblog.wordpress.de www.bau-abc-rostrup.de F:BAUABCROAusbildungBetonbau2_AusbildungsjahrLehrpläneTeilprojekt Sechseckpfosten mit Streben Bei den Dämmstoffen PUR (Polyurethan) und PIR (Polyisocyanurat) handelt es sich um synthetische Hartschaumplatten, denen der Grundstoff Erdöl zu Grunde liegt. Die Kunststoffe werden aufgeschmolzen und durch ein Treibmittel zu weichen, halb-harten oder harten Schaumplatten verarbeitet. PUR Dämmung, genauso wie PIR Dämmung gelten als sehr gut wärmedämmend. PUR- Dämmungen überzeugen wegen ihrer höheren Elastizität, wohingegen PIR-Dämmungen eine höhere Feuerfestigkeit aufweisen. Styropor, expandierter Polystyrolpartikelschaum (EPS) oder kurz Polystyrol, ist ein synthetischer Dämmstoff, welcher in Form von Platten angeboten wird. Der Begriff „Styropor“ ist jedoch rechtlich durch den Chemiekonzern BASF geschützt. Styropor wird aus Mineral- bzw. Erdöl hergestellt. Dabei wird ein Granulat gebildet, welches im Anschluss über ein Treibmittel aufgeschäumt wird. Es dämmt gut, verrottet nicht, ist aber leicht entflammbar. Schaumglas (engl. foam glass) ist ein mineralischer Dämmstoff, welcher aus Recyclingglas oder Quarzsand hergestellt wird. Die verwendeten Materialien werden zu Glas eingeschmolzen und zermahlen. Unter Zuführung von Kohlenstoff wird dann das Glasmaterial in einem sogenannten Aufschäumofen aufgeschäumt. Abschließend werden die aufgeschäumten Blöcke zu Dämmplatten verarbeitet.
  16. 16. Name: Lehrgangsgruppe: Dämm- und Dichttechnik Seite 16 von 31 Holzbau www.zimmererblog.wordpress.de www.bau-abc-rostrup.de F:BAUABCROAusbildungBetonbau2_AusbildungsjahrLehrpläneTeilprojekt Sechseckpfosten mit Streben
  17. 17. Name: Lehrgangsgruppe: Dämm- und Dichttechnik Seite 17 von 31 Holzbau www.zimmererblog.wordpress.de www.bau-abc-rostrup.de F:BAUABCROAusbildungBetonbau2_AusbildungsjahrLehrpläneTeilprojekt Sechseckpfosten mit Streben EnEV 2014: Die Energieeinsparverordnung (EnEV) ist ein Teil des deutschen Wirtschaftsverwaltungsrechtes. Bauherren bekommen durch die Verordnung bautechnische Standardanforderungen zum effizienten Betriebsenergiebedarf ihres Gebäudes oder Bauprojektes vorgeschrieben. Ab 2016 werden die Anforderungen an die U-Werte um 25% angehoben.
  18. 18. Name: Lehrgangsgruppe: Dämm- und Dichttechnik Seite 18 von 31 Holzbau www.zimmererblog.wordpress.de www.bau-abc-rostrup.de F:BAUABCROAusbildungBetonbau2_AusbildungsjahrLehrpläneTeilprojekt Sechseckpfosten mit Streben Mindestforderung an U-Werte für die Ausführung von Wohnungsneubauten
  19. 19. Name: Lehrgangsgruppe: Dämm- und Dichttechnik Seite 19 von 31 Holzbau www.zimmererblog.wordpress.de www.bau-abc-rostrup.de F:BAUABCROAusbildungBetonbau2_AusbildungsjahrLehrpläneTeilprojekt Sechseckpfosten mit Streben Mindestforderung an U-Werte für die Ausführung für Altbausanierungen
  20. 20. Name: Lehrgangsgruppe: Dämm- und Dichttechnik Seite 20 von 31 Holzbau www.zimmererblog.wordpress.de www.bau-abc-rostrup.de F:BAUABCROAusbildungBetonbau2_AusbildungsjahrLehrpläneTeilprojekt Sechseckpfosten mit Streben Luftdicht innen – Winddicht außen Die Energieeinsparverordnung sowie die Normen zum Wärmeschutz DIN 4108-2 und DIN 4108-3 fordern eine dauerhaft luftdicht ausgeführte Gebäudehülle. In DIN 4108-3 wird diese Forderung begründet: „Wände und Dächer müssen luftdicht sein, um eine Durchströmung und Mitführung von Raumluftfeuchte, die zu Tauwasserbildung in der Konstruktion führen kann, zu unterbinden.“ Es wird in beiden Normen auf die DIN 4108-7 verwiesen, wo die Grundzüge des Luftdichtheitskonzepts dargelegt sind: „Die Luftdichtheitsschicht ist sorgfältig zu planen‒ auszuschreiben und‒ auszuführen.‒ Die Arbeiten sind zwischen den Beteiligten am Bau zu koordinieren.“ Um Außenbauteile vor Durchfeuchtung durch Raumluftfeuchte, Tauwasserbildung und Auskühlung der Dämmung zu schützen, muss man Bauteile luftdicht von innen und winddicht von außen ausführen. Für diese Aufgabe gibt es spezielle Dampfbremsfolien bzw. Plattenwerkstoffe, welche luftdicht abgeklebt werden für die Luftdichtheit sowie Winddichtbahnen und Plattenwerkstoffe, welche der Winddichtheit dienen. Grundsätzlich sollte ein Bauteil von innen nach außen diffusionsoffener konstruieren. Um im Sommer auch eine Rücktrocknung der Bauteile nach innen zu gewährleiten gibt es mittlerweile feuchtevariable Dampfbremsfolien, die ein gewisse Rücktrocknungspotential zur Rauminnenseite gewährleisten. Luftdichtigkeit
  21. 21. Name: Lehrgangsgruppe: Dämm- und Dichttechnik Seite 21 von 31 Holzbau www.zimmererblog.wordpress.de www.bau-abc-rostrup.de F:BAUABCROAusbildungBetonbau2_AusbildungsjahrLehrpläneTeilprojekt Sechseckpfosten mit Streben Drei Gefahren ohne Dampfbremse: schlechte Dämmung, Wasserschäden & Schimmel Die Innenraumluft ist warm und relativ feucht, ohne Dampfbremse gelangt sie in die Dämmung der Wand oder des Daches und kühlt dort ab. Wird eine bestimmte Temperatur unterschritten, kondensiert die Feuchtigkeit und wird zu Tauwasser, welches sich in der Dämmung niederschlägt. Saugt sich die Dämmung mit Wasser voll, sackt sie im schlimmsten Fall zusammen und wird damit wirkungslos. Bleibt die Feuchtigkeit dauerhaft in dem Dämmstoff, können Wasserschäden und Schimmel folgen, zusätzlich verringert sich die Dämmwirkung des Dämmstoffes. Das Vorhandensein einer Dampfsperre /-bremse kann daher als sehr wichtig erachtet werden. Sowohl für die eigene Gesundheit, für die Geldbörse und auch das Raumklima. Besonders hoch ist hier die Gefahr für Badezimmer oder Räume, in denen Wäsche zum Trocknen aufgehängt wird. Hier sehen Sie den schematischen Aufbau einer Dachdämmung im Querschnitt. Im linken Bild ist eine Dampfbremse (1) verbaut, im rechten hingegen nicht. Wie man sieht, würde es im rechten Bild im hellblauen Bereich zu Tauwasser in der Dämmung kommen. Näher betrachtet: Legende für das linke Bild mit Dampfbremse: 1. Dampfbremse sd = 2,3 (0,5 mm) 2. Mineralwolle WLG035 (200 mm) 3. Unterdeckbahn sd = 0,05 (0,5 mm) 4. Hinterlüftung (30 mm) 5. Flachdachziegel inkl. Lattung (103 mm) Im rechten Bild hingegen fehlt schlichtweg die Dampfbremse, die restlichen Bauteile sind gleich. Es wird von einer Innentemperatur von 20 Grad Celsius und einer Außentemperatur von -10 Grad Celsius ausgegangen. Die relative Luftfeuchtigkeit innen beträgt 50 Prozent. Diese Werte spiegeln eine realistische Wohnsituation (im Winter) wider. Nach außen hin sinkt die Temperatur in den Baustoffen. Da kalte Luft weniger Feuchtigkeit aufnehmen kann, kommt es ab einer gewissen Temperatur zu einem Tauwasserausfall, wie man es etwa am kalten Fenster kennt. In unserem Fall kommt es daher bei einer Temperatur von etwa -6 Grad Celsius zu Tauwasser in der Dämmung. Die äußeren Zentimeter der Dämmung saugen sich dann mit Wasser voll.Die Dampfbremse verhindert zwar nicht den Temperaturabfall (keine Dämmwirkung), aber hält den Großteil der Luftfeuchtigkeit im Innenraum des Gebäudes. Daher kann sich keine Feuchtigkeit im Dämmstoff niederschlagen.
  22. 22. Name: Lehrgangsgruppe: Dämm- und Dichttechnik Seite 22 von 31 Holzbau www.zimmererblog.wordpress.de www.bau-abc-rostrup.de F:BAUABCROAusbildungBetonbau2_AusbildungsjahrLehrpläneTeilprojekt Sechseckpfosten mit Streben Wann benötigt man eine Dampfbremse? Vor allem in Dachschrägen werden Dampfsperren bzw. Dampfbremsen verbaut. Dabei wird sie von innen meist unter die Zwischensparrendämmung geklebt. Eine weitere Untersparrendämmung ist ebenfalls möglich. Diese wird dann nur mit Rigips oder OSB- Platten verkleidet, um eine Installationsebene, zum Beispiel für Kabel, Steckdosen etc. zu schaffen. Die Dampfbremse muss zwingend sehr dicht sein. Sie darf keine Beschädigung aufweisen. Jeder noch so kleine Riss führt dazu, dass Feuchtigkeit in den Dämmstoff gelangt und macht somit fast die gesamte Dampfbremse wirkungslos. Charakteristika und sd-Wert einer Dampfbremse Dampfbremsen sind meist Folien aus Polyethylen (PE). Wie dampfdicht eine Dampfbremse ist, wird mit dem sd-Wert angegeben. Dieser ergibt sich aus der Kennzahl der Wasserdampfdiffusionswiderstandszahl (µ) und der Schichtdicke des Dämmstoffes in Metern. Multipliziert man beide miteinander, ergibt sich der sd-Wert der Dampfsperrfolie. Ein sd-Wert von 1m bedeutet dabei, dass die Folie den gleichen Wasserdampfdiffusionswiderstand für ein Wassermolekül hat, wie eine 1m stehende Luftschicht. Je höher der sd-Wert, desto dampfdichter die Dampfbremsfolie Klimamembran - Dampfbremsfolien mit variabler Dampfdurchlässigkeit Abhängig von der Feuchtigkeit der unmittelbaren Umgebung der Dampfbremsfolie variiert bei diesen Dampfbremsfolien der sd-Wert. Dies hat den großen Vorteil, dass die Feuchtigkeit aus der Dämmschicht wieder zurück in den Raum transportiert werden kann. Die so genannte Klimamembran, oder "intelligente" Dampfbremse, passt sich an die Feuchtigkeitsverhältnisse an. Sie verfügt über einen variablen sd-Wert von z.B. 0,25 bis 10 Meter. Dies ist besonders für Neubauten sinnvoll, da die verbauten Holzsparren im Dach noch eine Restfeuchtigkeit enthalten und abgeben. Würde man die Sparren zusammen mit der Dämmung dampfdicht einbauen, so kann die Feuchtigkeit nur über die diffusionsoffene Unterdeckbahn (Außenseite des Dachs) entweichen. Mit einer Klimamembran kann diese Feuchtigkeit hingegen auch nach innen abtransportiert werden und so das Holz schneller austrocknen, was hier gewollt ist. Die Gefahr einer Fäule wird so wesentlich gemindert. In Altbauten ist sie ebenfalls sinnvoll, da sie Fehler „verzeiht“. Eine wirklich luftdichte Verbauung einer Dampfbremse ist für den Laien bzw. generell im Altbau nur sehr schwer umsetzbar. Kommt an einer Stelle, zum Beispiel durch einen Riss, viel Feuchtigkeit durch die Folie, so kann diese Klimamembran die Feuchtigkeit wieder über eine größere Fläche nach innen abgeben.
  23. 23. Name: Lehrgangsgruppe: Dämm- und Dichttechnik Seite 23 von 31 Holzbau www.zimmererblog.wordpress.de www.bau-abc-rostrup.de F:BAUABCROAusbildungBetonbau2_AusbildungsjahrLehrpläneTeilprojekt Sechseckpfosten mit Streben Die Dampfsperrfolie wird stets raumseitig, also an der Innenseite zur Dämmung, angebracht. Sie muss zwingend dicht sein und darf keinerlei Beschädigungen aufweisen. Die einzelnen Bahnen müssen luftdicht übereinander verklebt werden. Halten Sie dabei eine Überlappung von mindestens zehn Zentimetern ein. Achten Sie besonders bei Anschlussstellen, wie etwa Steckdosen und Lichtschaltern auf die Dichtheit der Dampfsperre. Damit die luftdichte Ebene geschützt wird, wird teilweise auch mit Installationsebenen gearbeitet. Um die Luftdichtheit zu prüfen gibt es einen speziellen Luftdichtheitstest ( Blower-Door-Test). Alternativ zu einer Dampfbremsfolie können bei einem Innenausbau auch OSB-Platten verwendet werden. Da diese einen sehr hohen Kleberanteil haben, verfügen sie ebenfalls über einen sehr hohen sd-Wert. Allerdings muss auch hier geschaut werden, dass diese Platten möglichst luftdicht (Nut & Feder-Systeme) aneinander montiert werden, da ansonsten Feuchtigkeit durch die Luftspalte gelangen kann. Auch PUR-Dämmplatten mit Nut & Feder für den Innenausbau können genutzt werden und können dank Alukaschierung die Funktion der Dampfbremse übernehmen und verfügen darüber hinaus über einen sehr guten U-Wert. Einbau einer Dampfbremse Alternativen zur Dampfbremse Luftwechselrate Die Luftwechselrate bestimmt wie oft in einer gewissen Zeit die Luft in einem Raum ausgetauscht wird. Der Austausch kann unkontrolliert durch Fugenlüftung und Undichtheiten der Luftdichtungsebene geschehen als auch kontrolliert durch Fensterlüftung oder einer mechanischen Lüftungsanlage. Letzteres ist gerade bei Neubauten oder gut sanierten Gebäuden zu empfehlen, da hier der Wärmeverlust durch Lüftung am geringsten gehalten wird.
  24. 24. Name: Lehrgangsgruppe: Dämm- und Dichttechnik Seite 24 von 31 Holzbau www.zimmererblog.wordpress.de www.bau-abc-rostrup.de F:BAUABCROAUSBILDUNGLehrpläneHolzbau 2. AusbildungsjahrProjekte ZimmererProjekt 2-06-00 Seite 24 Detail Dampfbremsbahn
  25. 25. Name: Lehrgangsgruppe: Dämm- und Dichttechnik Seite 25 von 31 Holzbau www.zimmererblog.wordpress.de www.bau-abc-rostrup.de F:BAUABCROAUSBILDUNGLehrpläneHolzbau 2. AusbildungsjahrProjekte ZimmererProjekt 2-06-00 Seite 25
  26. 26. Name: Lehrgangsgruppe: Dämm- und Dichttechnik Seite 26 von 31 Holzbau www.zimmererblog.wordpress.de www.bau-abc-rostrup.de F:BAUABCROAUSBILDUNGLehrpläneHolzbau 2. AusbildungsjahrProjekte ZimmererProjekt 2-06-00 Seite 26 Detail Schornstein Detail Plattenstöße
  27. 27. Name: Lehrgangsgruppe: Dämm- und Dichttechnik Seite 27 von 31 Holzbau www.zimmererblog.wordpress.de www.bau-abc-rostrup.de F:BAUABCROAUSBILDUNGLehrpläneHolzbau 2. AusbildungsjahrProjekte ZimmererProjekt 2-06-00 Seite 27 Detail Eckanschlüsse
  28. 28. Name: Lehrgangsgruppe: Dämm- und Dichttechnik Seite 28 von 31 Holzbau www.zimmererblog.wordpress.de www.bau-abc-rostrup.de F:BAUABCROAUSBILDUNGLehrpläneHolzbau 2. AusbildungsjahrProjekte ZimmererProjekt 2-06-00 Seite 28 Detail Wand-Sohle
  29. 29. Name: Lehrgangsgruppe: Dämm- und Dichttechnik Seite 29 von 31 Holzbau www.zimmererblog.wordpress.de www.bau-abc-rostrup.de F:BAUABCROAUSBILDUNGLehrpläneHolzbau 2. AusbildungsjahrProjekte ZimmererProjekt 2-06-00 Seite 29
  30. 30. Name: Lehrgangsgruppe: Dämm- und Dichttechnik Seite 30 von 31 Holzbau www.zimmererblog.wordpress.de www.bau-abc-rostrup.de F:BAUABCROAusbildungBetonbau2_AusbildungsjahrLehrpläneTeilprojekt Sechseckpfosten mit Streben Winddichtheit Um die Dämmung vor dem Auskühlen zu schützen, muss man eine winddichte Ebene oberhalb der Dämmschicht einbauen. Dies kann durch Unterdeckbahnen bzw. durch Plattenstoffe wie Holzweichfaserplatten geschehen. Auch hier ist, wie bei der Luftdichtheit durch Verkleben der Anschlüsse und Durchdringungen die Dichtigkeit herzustellen. Die winddichte Ebene sollte diffusionsoffener als die luftdichte Ebene sein. Ein Wollpullover schützt vor Kälte (= Dämmung). Dieser Pulli reicht bei kaltem, windigen Wetter aber nicht aus, man braucht zusätzlich eine Windjacke (= Fassaden- oder Unterdachbahn). Ist diese Jacke offen, dringt kalter Wind und feuchte Luft in den Pullover und wir frieren. Ist sie aber geschlossen, was der winddichten Gebäudehülle entspricht, werden Wind und Wetter draußen gehalten und der Körper bleibt angenehm warm. Diese Schicht wird durch die Dachziegel und dauerhaft verklebte Unterdachbahnen gebildet.
  31. 31. Name: Lehrgangsgruppe: Dämm- und Dichttechnik Seite 31 von 31 Holzbau www.zimmererblog.wordpress.de www.bau-abc-rostrup.de F:BAUABCROAUSBILDUNGLehrpläneHolzbau 2. AusbildungsjahrProjekte ZimmererProjekt 2-06-00 Seite 31 Detail Dachdurchdringung Detail Traufe

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