Ethnologisches Institut der
               Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
      Hauptseminar: Traumwelten...
Mikronesien
                         ~ 2.200 Inseln
                         3.040 km² Landmasse
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1. Geschichte 2. Natur VS Kultur? 3. Anthropologie d. Landschaft 4. Malangan in Neuirland 5. Fazit 6. Literatur
Besiedlungsgeschichte
   •    50-40.000 v.Chr.: Besiedlung Neuguineas

   •    30.000 v. Chr.: Bewohner Neubritanniens, Ne...
Natürliche Umwelt




                                                                    Quelle: FOAYLE & MACINTYRE (2005...
Natürliche Umwelt
   • Kontinentale Inseln (Musterbeispiel Neuguinea)
              Hohe Komplexität
              Berge, ...
Natürliche Umwelt

   • Nützliche Pflanzenarten & Essbare Tiere werden nach
     Osten zunehmend seltener

   • Wenig Land...
Ethnische Vielfalt




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Politische Organisation




                                                Chief, Salomonen ~1920

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Gesellschaftsmodell

   • Im Gegensatz zu polynesischen Gesellschaften kleiner
          – Topographie: Gruppen oft durch ...
Big-Man Gesellschaften
   •    Konkurrenz

   •    Fluktuation z.T. alle 2-3 Jahre
                Instabiles Politisches ...
Politische Organisation




                                                                     Quelle: www.oceania-ethno...
Vertreter
   • Phillipe DESCOLA
             „Societies of Nature and Nature of Society“


   • Barbara BENDER
           ...
Konzept nach HIRSCH
   • Kritik an ‚black box‘ Landschaft
         – Konventionalisierter Rahmen welcher über die „objekti...
Konzept nach HIRSCH
   • Beziehung zwischen ‚Vordergrund‘ (Aktualität) &
     ‚Hintergrund‘ (Potentialität) sozialen Leben...
Konzept nach BENDER
   • Komplexität & Macht der Landschaft
         – In westlichen Gesellschaften: nur Erdoberfläche
   ...
Konzept nach BENDER

   „Landscapes are […] not so much artefact as in
     process of construction and reconstruction.
  ...
Konzept nach INGOLD
                            Landschaft als Prozess !


         „The environment tells, or rather is, ...
Fallbeispiel: Malangan – Skulpturen auf
                   Neuirland



                                        Neuirland
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Ansatz nach KÜCHLER

   • Landscapes of memory
         – (Kartographie & Fotographie)




   • Landscapes as memory
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Typologisierung
   • 9 benannte Grundformen
         – 3 bei gewebten
         – 6 bei hölzernen Skulpturen


   • Je Skul...
Typologisierung
   • Vertikale, horizontale oder bildliche Anordnung

   • 1-3 Meter lang

   • Skulptur wird von dünnen, ...
Malangan


                                          Material: Holz (geschnitzt & bemalt)
                                ...
Womara


                                          Material: Fasern (gewebt & gefärbt)
                                   ...
Ethnographische Konzepte
   • Noman (‚Lebenskraft‘)

   • Tak (‚Haut‘                Körper / äußere Erscheinung von noman...
Ethnographische Konzepte
   • Musung (‚Rufen des Geruchs‘ & ‚Flammen‘
                               Verbindung zw. Laten,...
Bild & Land
   • Recht der Kultivierung von Land

         – In unterschiedliche Kategorien des Besitzes eingeteilt
      ...
Bild & Land
   • Skulptur visualisiert eine Anzahl von benannten Bildern,
     welche zwischen Individuen/Gruppen die sich...
Malangan als Verkörperung
   • Oberfläche der Skulptur & Oberfläche der Landschaft

             Unsichtbares, verborgenes...
Verkörperung der Landschaft
   • Konzeption & Stilisierung der Malangan
         – Formt, visualisiert & überträgt den Pro...
Verkörperung der Landschaft
   • Malangan ≠ Landschaftskunst

   • Nicht möglich direkt über die Anordnung von Formen &
  ...
Fazit

   „the Malangan material shows that the articulation
      of the process of landscape formation in visual
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•    BAMFORD, S. (1998): Introduction: The ground of melanesian sociality. In: Social Analysis 42/3, pp. 4-11.
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Verkörperung von Landschaft in Melanesien

  1. 1. Ethnologisches Institut der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn Hauptseminar: Traumwelten & Naturräume im SS 2007 Leitung: Prof. N. Grube Verkörperung von Landschaft in Melanesien Referent: Adrian Pfahlsberger 1
  2. 2. Mikronesien ~ 2.200 Inseln 3.040 km² Landmasse 110.218 Einwohner Melanesien >3.000 Inseln 961.000 km² Landmasse (76.810 km² ohne Neu-Guinea) ~6,5 Mio. Einwohner Polynesien ~ 2.500 Inseln 294.000 km² Landmasse ~6 Mio. Einwohner Quelle: BURENHULT(2000) 2
  3. 3. 3 1. Geschichte 2. Natur VS Kultur? 3. Anthropologie d. Landschaft 4. Malangan in Neuirland 5. Fazit 6. Literatur
  4. 4. Besiedlungsgeschichte • 50-40.000 v.Chr.: Besiedlung Neuguineas • 30.000 v. Chr.: Bewohner Neubritanniens, Neuirlands & Bougainvilles gehören zu den ältesten Fischern • 8.000 v. Chr.: Einführung des Ackerbaus im Hochland von Papua-Neuguinea • 4.000 v. Chr.: Einführung der Schweinehaltung & des Pflanzenanbau auf dem Festland Neuguineas • 1.500 v. Chr.: Besiedlung der Fidschis durch Polynesier; Überfahrt zu den Santa-Cruz-Inseln 4 1. Geschichte 2. Natur VS Kultur? 3. Anthropologie d. Landschaft 4. Malangan in Neuirland 5. Fazit 6. Literatur
  5. 5. Natürliche Umwelt Quelle: FOAYLE & MACINTYRE (2005) 5 1. Geschichte 2. Natur VS Kultur? 3. Anthropologie d. Landschaft 4. Malangan in Neuirland 5. Fazit 6. Literatur
  6. 6. Natürliche Umwelt • Kontinentale Inseln (Musterbeispiel Neuguinea) Hohe Komplexität Berge, Flüsse & Schwemmbecken hohe Artenvielfalt von Flora & Fauna • Vulkanismus • Korallenriffe (v.a. Neukaledonien) Je weiter Richtung Osten, desto weniger für menschliche Besiedlung geeignet! 6 1. Geschichte 2. Natur VS Kultur? 3. Anthropologie d. Landschaft 4. Malangan in Neuirland 5. Fazit 6. Literatur
  7. 7. Natürliche Umwelt • Nützliche Pflanzenarten & Essbare Tiere werden nach Osten zunehmend seltener • Wenig Landsäugetiere • Je nach Größe & Entfernung der Inseln geht Landvogelfauna dramatisch zurück 7 1. Geschichte 2. Natur VS Kultur? 3. Anthropologie d. Landschaft 4. Malangan in Neuirland 5. Fazit 6. Literatur
  8. 8. Ethnische Vielfalt Quelle: BURENHULT(2000) 8 1. Geschichte 2. Natur VS Kultur? 3. Anthropologie d. Landschaft 4. Malangan in Neuirland 5. Fazit 6. Literatur
  9. 9. Politische Organisation Chief, Salomonen ~1920 Quelle: www.oceania-ethnographica.com 9 1. Geschichte 2. Natur VS Kultur? 3. Anthropologie d. Landschaft 4. Malangan in Neuirland 5. Fazit 6. Literatur
  10. 10. Gesellschaftsmodell • Im Gegensatz zu polynesischen Gesellschaften kleiner – Topographie: Gruppen oft durch Gebirgszüge getrennt kleine Dörfer mit wenig Kontakt untereinander v.a. Papua-Neuguinea linguistische Vielfalt (~700-800 lokale Sprachen) • i.d.R. informeller & einfacher strukturiert als in Polynesien • Im Gegensatz zu Polynesien keine „geschichteten“ Gesellschaften Status der Führung wird erworben 10 1. Geschichte 2. Natur VS Kultur? 3. Anthropologie d. Landschaft 4. Malangan in Neuirland 5. Fazit 6. Literatur
  11. 11. Big-Man Gesellschaften • Konkurrenz • Fluktuation z.T. alle 2-3 Jahre Instabiles Politisches System • Kriegshandwerk • Rhetorische Fähigkeiten • Akkumulation & Verteilung von Gütern (Nahrung, Grund & Boden) Heute v.a. ökonomische Rolle 11 1. Geschichte 2. Natur VS Kultur? 3. Anthropologie d. Landschaft 4. Malangan in Neuirland 5. Fazit 6. Literatur
  12. 12. Politische Organisation Quelle: www.oceania-ethnographica.com 12 1. Geschichte 2. Natur VS Kultur? 3. Anthropologie d. Landschaft 4. Malangan in Neuirland 5. Fazit 6. Literatur
  13. 13. Vertreter • Phillipe DESCOLA „Societies of Nature and Nature of Society“ • Barbara BENDER „Landscape Politics and Perspectives“ • T. INGOLD u.a. „The Temporality of the Landscape“ • Eric HIRSCH „The Anthropology of Landscape“ 14 1. Geschichte 2. Natur VS Kultur? 3. Anthropologie d. Landschaft 4. Malangan in Neuirland 5. Fazit 6. Literatur
  14. 14. Konzept nach HIRSCH • Kritik an ‚black box‘ Landschaft – Konventionalisierter Rahmen welcher über die „objektive“ Sichtweise des Anthropologen informieren soll – Verweis auf die Bedeutung für lokale Gruppen im Sinne von Beschreibungen über ihre kulturelle & physische Umgebung – Klassische Monographien der „Britische Schule“ a la MALINOWSKI Forderung nach Kontextualisierung der ‚black box‘ 15 1. Geschichte 2. Natur VS Kultur? 3. Anthropologie d. Landschaft 4. Malangan in Neuirland 5. Fazit 6. Literatur
  15. 15. Konzept nach HIRSCH • Beziehung zwischen ‚Vordergrund‘ (Aktualität) & ‚Hintergrund‘ (Potentialität) sozialen Lebens • ‚Ort‘ (Subjektivismus) & ‚Raum‘ (Objektivismus) Kulturlandschaft • ‚innen‘ & ‚außen‘ Bsp. Fiji: Übertragung westlicher Institutionen Landschaft als Ergebnis der Verbindung von Mana (Naturkräfte / Vorfahren) mit Christentum & Cash cropping • ‚Bild‘ & ‚Repräsentation‘ Landschaftsmalerei; „Paradiesierung“ ; Landkarten 16 1. Geschichte 2. Natur VS Kultur? 3. Anthropologie d. Landschaft 4. Malangan in Neuirland 5. Fazit 6. Literatur
  16. 16. Konzept nach BENDER • Komplexität & Macht der Landschaft – In westlichen Gesellschaften: nur Erdoberfläche – In anderen Gesellschaften: vertikale Bedeutung wichtiger • Wahrnehmung & Bedeutung für Gesellschaften – abhängig von zeitlichem & räumlichem Maßstab – abhängig von Geschlecht, Alter, Klasse – abhängig von sozialen & ökonomischen Faktoren – abhängig von Geschichte – bewusst oder unbewusst 17 1. Geschichte 2. Natur VS Kultur? 3. Anthropologie d. Landschaft 4. Malangan in Neuirland 5. Fazit 6. Literatur
  17. 17. Konzept nach BENDER „Landscapes are […] not so much artefact as in process of construction and reconstruction. The landscape is never inert, people engage with it, re- work it, appropiate and contest it. It is part of the way in which identities are created and disputed, whether as individual, group, or nationstate.“ BENDER (1993), S. 3 18 1. Geschichte 2. Natur VS Kultur? 3. Anthropologie d. Landschaft 4. Malangan in Neuirland 5. Fazit 6. Literatur
  18. 18. Konzept nach INGOLD Landschaft als Prozess ! „The environment tells, or rather is, a story. It enfolds the lives and times of predecessors who, over the generations have moved around in it and played their part in its formation.“ INGOLD (1993), S. 152; nach BAMFORD (1998) 19 1. Geschichte 2. Natur VS Kultur? 3. Anthropologie d. Landschaft 4. Malangan in Neuirland 5. Fazit 6. Literatur
  19. 19. Fallbeispiel: Malangan – Skulpturen auf Neuirland Neuirland 300 km lang – z.T. nur 5 km breit NW: schmaler Küstenstreifen N: landeinwärts 4-600 m hohe Kalksteingebirge Zentrum: ~1.000 m hohes Lelet-Plateau 3 Sprachgruppen 3 Zeremonialsysteme (Tod & Initiation) N: Malangan Zentrum: Uli S: Tumbuan 20 1. Geschichte 2. Natur VS Kultur? 3. Anthropologie d. Landschaft 4. Malangan in Neuirland 5. Fazit 6. Literatur
  20. 20. Ansatz nach KÜCHLER • Landscapes of memory – (Kartographie & Fotographie) • Landscapes as memory – (Verkörperung gehört zum Prozess des Erinnerns & Vergessens und umgekehrt) 21 1. Geschichte 2. Natur VS Kultur? 3. Anthropologie d. Landschaft 4. Malangan in Neuirland 5. Fazit 6. Literatur
  21. 21. Typologisierung • 9 benannte Grundformen – 3 bei gewebten – 6 bei hölzernen Skulpturen • Je Skulptur 2-7 aus insgesamt 27 Motiven • Symbolische Elemente – Verschiedene Arten von Vögeln, Insekten, Fischen & Muscheln – Mythische Wesen & Musikinstrumente mit magischen Qualitäten (Bsp.: Panflöte) 22 1. Geschichte 2. Natur VS Kultur? 3. Anthropologie d. Landschaft 4. Malangan in Neuirland 5. Fazit 6. Literatur
  22. 22. Typologisierung • Vertikale, horizontale oder bildliche Anordnung • 1-3 Meter lang • Skulptur wird von dünnen, parallelen Stäbchen umrahmt, die durch kleine Brücken miteinander verbunden sind Erst seit kolonialer / post-kolonialer Zeit 23 1. Geschichte 2. Natur VS Kultur? 3. Anthropologie d. Landschaft 4. Malangan in Neuirland 5. Fazit 6. Literatur
  23. 23. Malangan Material: Holz (geschnitzt & bemalt) Verwendung: Begräbniszeremonien Ablauf: - Herstellung (2-3 Monate) - Präsentation am Grab - wird Naturgewalten überlassen - Übergabe an Trauernde, die so das Recht der Reproduktion erhalten Quelle: gallery-visser.com 24 1. Geschichte 2. Natur VS Kultur? 3. Anthropologie d. Landschaft 4. Malangan in Neuirland 5. Fazit 6. Literatur
  24. 24. Womara Material: Fasern (gewebt & gefärbt) Verwendung: Abschlusszeremonie für Frauen oder Jugendliche Ablauf: … - wird verbrannt - keine Übergabe, d.h. bleibt am Ort der Herstellung 25 1. Geschichte 2. Natur VS Kultur? 3. Anthropologie d. Landschaft 4. Malangan in Neuirland 5. Fazit 6. Literatur
  25. 25. Ethnographische Konzepte • Noman (‚Lebenskraft‘) • Tak (‚Haut‘ Körper / äußere Erscheinung von noman Skulptur kultiviertes Land (laten ‚Ort der Haut‘) Verwandtschaft (korok ‚aus einer Haut‘)) • Tetak (‚schaffen der Haut‘ Prozess des Schnitzens) – Skulpturen ersetzen zersetzten Körper der Beerdigten – Skulptur als Gefäß für die Lebensenergie der Verstorbenen 26 1. Geschichte 2. Natur VS Kultur? 3. Anthropologie d. Landschaft 4. Malangan in Neuirland 5. Fazit 6. Literatur
  26. 26. Ethnographische Konzepte • Musung (‚Rufen des Geruchs‘ & ‚Flammen‘ Verbindung zw. Laten, Skulptur & Verwandtschaft durch Verrotten) Auslöser von Erinnerungen geröstete Taro-Knollen Konsum während des Schnitzens Herkunft: Meruli / Moroa (Insel hinter dem Horizont; Sitz von Kräften, die mit Erdbeben in Verbindung gebracht werden) 27 1. Geschichte 2. Natur VS Kultur? 3. Anthropologie d. Landschaft 4. Malangan in Neuirland 5. Fazit 6. Literatur
  27. 27. Bild & Land • Recht der Kultivierung von Land – In unterschiedliche Kategorien des Besitzes eingeteilt – Über Dorfgrenzen hinweg möglich – Verwandtschaft Bezug zu geteiltem „Gedächtnis“ des Austauschs Präsentation & Übergabe von Muschelgeld bzw. Malangan-Skulpturen 28 1. Geschichte 2. Natur VS Kultur? 3. Anthropologie d. Landschaft 4. Malangan in Neuirland 5. Fazit 6. Literatur
  28. 28. Bild & Land • Skulptur visualisiert eine Anzahl von benannten Bildern, welche zwischen Individuen/Gruppen die sich den Anspruch auf Land teilen ausgetauscht werden • Gestaltung der Skulptur ist untrennbar mit der Institutionalisierung von Landrechten und ihrer Übergabe nach dem Tod des Verstorbenen verbunden • Art des Erinnerns dieser Bilder in Bezug auf das Schaffen einer Skulptur ist abhängig von Landnutzung 29 1. Geschichte 2. Natur VS Kultur? 3. Anthropologie d. Landschaft 4. Malangan in Neuirland 5. Fazit 6. Literatur
  29. 29. Malangan als Verkörperung • Oberfläche der Skulptur & Oberfläche der Landschaft Unsichtbares, verborgenes & erinnertes Muster welches die mnemonische Reproduktion des Besitzes über Land & Bilder bestimmt Untrennbare & komplexe Beziehung zwischen verkörperten Bildern & der Erinnerung an vergangene Landschaften 30 1. Geschichte 2. Natur VS Kultur? 3. Anthropologie d. Landschaft 4. Malangan in Neuirland 5. Fazit 6. Literatur
  30. 30. Verkörperung der Landschaft • Konzeption & Stilisierung der Malangan – Formt, visualisiert & überträgt den Prozess der Landschaftsgestaltung Erfahrbare Basis des Landrechte-Systems 1. Landschaft zirkuliert als bewegliche Ware – Kann geteilt, getrennt & geliehen werden – Übergabe von Malangan-Bildern als Vorrausetzung 2. Landschaft wird durch den Prozess ihrer Übergabe geformt 31 1. Geschichte 2. Natur VS Kultur? 3. Anthropologie d. Landschaft 4. Malangan in Neuirland 5. Fazit 6. Literatur
  31. 31. Verkörperung der Landschaft • Malangan ≠ Landschaftskunst • Nicht möglich direkt über die Anordnung von Formen & Motiven auf Ort / Besitzer zu schließen Kontext: Zeremonien des Lebenszyklus Thematisierung der Repräsentation & Erinnerung von Landschaft durch Verkörperung 32 1. Geschichte 2. Natur VS Kultur? 3. Anthropologie d. Landschaft 4. Malangan in Neuirland 5. Fazit 6. Literatur
  32. 32. Fazit „the Malangan material shows that the articulation of the process of landscape formation in visual modes of representation is inseparable from the emergence of a political economy of memory under specific social and historical conditions.“ KÜCHLER (1993), S.104 33 1. Geschichte 2. Natur VS Kultur? 3. Anthropologie d. Landschaft 4. Malangan in Neuirland 5. Fazit 6. Literatur
  33. 33. • BAMFORD, S. (1998): Introduction: The ground of melanesian sociality. In: Social Analysis 42/3, pp. 4-11. • BAMFORD, S. (1998): Humanized Landscapes, Embodied Worlds: Land and the Intergenetational Continuity among the Kamea of Papua New Guinea. In: Social Analysis 42/3, pp. 28-50. • BENDER, B. (ed.)(1993): Landscape – politics and perspectives. Oxford. • BURENHULT, G. (Hrsg.)(2000): Illustrierte Geschichte der Menschheit – Naturvölker heute. Augsburg. • BURENHULT, G. (Hrsg.)(1994): Illustrierte Geschichte der Menschheit – Kulturen der Neuen und Pazifischen Welt. Hamburg. • COPPET de, D. & A. ITEANU (eds.)(1995): Cosmos and society in Oceania. Oxford. • DAMON, F.H. (1998): Selective Anthropomorphization: Trees in the northeast kula ring. In: Social Analysis 42/3, pp. 67-89. • ELLEN, R. (1998): Comparative natures in Melanesia: An external perspective. In: Social Analysis 42/3, pp. 143- 57. • FOAYLE, S. & M. MACINTRYE (2005): Green fantasies – photographic representations of biodiversity and ecotourism in the Western Pacific. In: Journal of political ecology Vol. 12 • HIRSCH, E. & M. O’HANLON (eds.)(1994): The Anthropology of Landscape – Perspectives on place and space. Oxford. • HOROWITZ, L.S. (2001): Perceptions of nature and responses to environmental degradation in New Caledonia. In: Ethnology 40/3, pp. 237-50. • KÜCHLER, S. (1987): Malangan – art and memory in a Melanesian society. In: Man (N.S.) 22, pp. 238-55. • KÜCHLER, S. (1988): Malangan – objects, sacrifice and the production of memory. In:American Ethnologist 15/4, pp. 625-37 • KÜCHLER, S. (1993): Landscape as memory: The mapping of process and its representation in a melanesian society. In: BENDER, B. (1993)(ed.): Landscape – Politics and perspectives. Oxford. • MÜCKLER, H. (2000): Melanesien in der Krise – Ethnische Konflikte, Fragmentierung und Neuorientierung. Wiener Ethnohistorische Blätter Heft 46. • TOREN, C. (1994): Seeing the ancestral sites: Transformations in Fijian notions of the land. In: HIRSCH, E. & M. O’HANLON (eds.): The Anthropology of Landscape – Perspectives on place and space. Oxford. 34 1. Geschichte 2. Natur VS Kultur? 3. Anthropologie d. Landschaft 4. Malangan in Neuirland 5. Fazit 6. Literatur
  34. 34. 35

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