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Kann man zur Demokratie erziehen ? Politscher Unterricht … …  darf nicht manipulativ  und dogmatisch sein. …  hat einen sy...
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Bedingungen für Kontroversität - Kontroversität  ≠ Relativismus - Konflikte sind Motor des sozialen Wandels - Gleichheit u...
Kontroversität im Politikunterricht - Kontroversen aufzeigen, wo sie (politisch) versteckt werden (z.B. innerparteilich) -...
Methodik der Kontroversität z.B. (vgl. Grammes 2005: 134) - Pro-/Contra-Debatte und Talkshow - Dilemma-Methode - Mediation...
Rolle der Lehrerin/des Lehrers „ Politiklehrerinnen und –lehrer wollen [sollen?, M.V.] sich als Spezialisten fürs Kontrove...
Die Lehrerin/der Lehrer als  … …  Provokateur/-in in einer argumentations-homogenen Gruppe …  Moderator/-in in einer argum...
„ Die Kunst besteht darin, Denkakte der Schüler nicht vorschnell zu kappen oder zu homogeni-sieren.“ (Grammes 2005: 136) F...
Problem für die Kontroversität  (I) z.B. (vgl. Grammes 2005: 138f) - Schwarz-Weiß-Malerei statt Mehrperspektivität - Überh...
Problem für die Kontroversität  (II) „ Die Lernpsychologie zeigt, dass kognitive Dissonanzen […] sowohl zu fruchtbaren Mom...
„ Jugendforscher befürchten, dass Jugendliche in der Postmoderne – die eine Gesellschaft des ‚und‘, nicht des ‚oder‘ ist –...
Die Lehrerin/der Lehrer als  … … Fläche, an der sich die Schülerinnen und Schüler  abarbeiten können (?) Folie 14   Manuel...
Quellen zur Kontroversität - Grammes, Tilman (2005): Kontroversität, in: Sander, Wolfgang [Hrsg.]: Handbuch politische Bil...
Kritische Fragen -Wie kontrovers sind wir? (Generation Google?) - Wie kontrovers ist unsere Ausbildung? „ In der Lehreraus...
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Kontroversität

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In dieser Präsentation geht es um das grundlegende Kriterium für guten geisteswissenschaftlichen Unterricht - Kontroversität. Die Kontroversität verpflichtet uns, alles zu hinterfragen und kritisch zu diskutieren - der Ethikunterricht leistet dies.

Veröffentlicht in: Technologie, Bildung
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Kontroversität

  1. 1. Kontroversität „ Kontroversität […] zählt als didaktisches Prinzip zum Kern der Berufsethik des politischen Bildners.“ (Grammes 2005: 126) Folie 1 Manuel Vesely, 19.11.2008 HS: Vorbereitungsseminar für die schul- praktischen Studien / Sozialkunde, WS 08/09
  2. 2. Beutelsbacher Konsens „ Was in Wissenschaft und Politik kontrovers ist, muss auch im Unterricht kontrovers erscheinen.“ Folie 2 Manuel Vesely, 19.11.2008 HS: Vorbereitungsseminar für die schul- praktischen Studien / Sozialkunde, WS 08/09
  3. 3. Kann man zur Demokratie erziehen ? Politscher Unterricht … … darf nicht manipulativ und dogmatisch sein. … hat einen systemaffirmativen und einen systemkritischen Auftrag (Spagat!). Folie 3 Manuel Vesely, 19.11.2008 HS: Vorbereitungsseminar für die schul- praktischen Studien / Sozialkunde, WS 08/09
  4. 4. „ Ich werde Ihre Meinung bis an mein Lebensende bekämpfen, aber ich werde mich mit allen Kräften dafür einsetzen, daß sie sie haben und aussprechen dürfen (Voltaire).“ (Grammes 2005: 131) Folie 4 Manuel Vesely, 19.11.2008 HS: Vorbereitungsseminar für die schul- praktischen Studien / Sozialkunde, WS 08/09
  5. 5. Bedingungen für Kontroversität - Kontroversität ≠ Relativismus - Konflikte sind Motor des sozialen Wandels - Gleichheit unter den (Meinungs-)Ungleichen auf Basis der FDGO ABER: „Was zum nicht-kontroversen Sektor zählt, ist selber wieder kontrovers.“ (Grammes 2005: 129) Folie 5 Manuel Vesely, 19.11.2008 HS: Vorbereitungsseminar für die schul- praktischen Studien / Sozialkunde, WS 08/09
  6. 6. Kontroversität im Politikunterricht - Kontroversen aufzeigen, wo sie (politisch) versteckt werden (z.B. innerparteilich) - Scheinkontroversen aufdecken - Kurzfristige vs. langfristige Kontroversen verdeutlichen (Komplexität, z.B. Atomkraftdiskussion) - Konformitätszwang thematisieren (z.B. Finanzkrise) - Einbeziehung alternative Theorieansätze (z.B. Kapitalismuskritik) Folie 6 Manuel Vesely, 19.11.2008 HS: Vorbereitungsseminar für die schul- praktischen Studien / Sozialkunde, WS 08/09
  7. 7. Methodik der Kontroversität z.B. (vgl. Grammes 2005: 134) - Pro-/Contra-Debatte und Talkshow - Dilemma-Methode - Mediation -> Mehrperspektivität, Empathie Folie 7 Manuel Vesely, 19.11.2008 HS: Vorbereitungsseminar für die schul- praktischen Studien / Sozialkunde, WS 08/09
  8. 8. Rolle der Lehrerin/des Lehrers „ Politiklehrerinnen und –lehrer wollen [sollen?, M.V.] sich als Spezialisten fürs Kontroverse, für streitge Diskussionen, verstehen, die dafür sorgen, dass die Meinungen der Schüler/innen in den Unterricht mit eingehen und nicht durch einen sach-systematischen Aufbau versperrt werden.“ (Grammes 2005: 135) Folie 8 Manuel Vesely, 19.11.2008 HS: Vorbereitungsseminar für die schul- praktischen Studien / Sozialkunde, WS 08/09
  9. 9. Die Lehrerin/der Lehrer als … … Provokateur/-in in einer argumentations-homogenen Gruppe … Moderator/-in in einer argumentations- heterogenen Gruppe … Motivator/-in in einer apathischen, indifferenten Gruppe Folie 9 Manuel Vesely, 19.11.2008 HS: Vorbereitungsseminar für die schul- praktischen Studien / Sozialkunde, WS 08/09
  10. 10. „ Die Kunst besteht darin, Denkakte der Schüler nicht vorschnell zu kappen oder zu homogeni-sieren.“ (Grammes 2005: 136) Folie 10 Manuel Vesely, 19.11.2008 HS: Vorbereitungsseminar für die schul- praktischen Studien / Sozialkunde, WS 08/09
  11. 11. Problem für die Kontroversität (I) z.B. (vgl. Grammes 2005: 138f) - Schwarz-Weiß-Malerei statt Mehrperspektivität - Überhöhung von Einwänden, Erzeugung von Scheinkontroversen - Ironisches Abwimmeln, Coolness - Benotungsdruck setzt oft „Fakten“ ABER: didaktische Reduktion Folie 11 Manuel Vesely, 19.11.2008 HS: Vorbereitungsseminar für die schul- praktischen Studien / Sozialkunde, WS 08/09
  12. 12. Problem für die Kontroversität (II) „ Die Lernpsychologie zeigt, dass kognitive Dissonanzen […] sowohl zu fruchtbaren Momenten für den Lernprozess, aber auch Abwehr gegen Lernen bewirken können.“ (Grammes 2005: 140f) -> Wie viel Kontrovesität kann/muss den Lernen-den zugemutet werden? Folie 12 Manuel Vesely, 19.11.2008 HS: Vorbereitungsseminar für die schul- praktischen Studien / Sozialkunde, WS 08/09
  13. 13. „ Jugendforscher befürchten, dass Jugendliche in der Postmoderne – die eine Gesellschaft des ‚und‘, nicht des ‚oder‘ ist – über eine erhöhte Dissonanz-Bereitschaft verfügen, die es ihnen erlaubt, mit Widersprüchen aufzuwachsen und mit kognitiven Dissonanzen ohne nennenswerte Indentitätskon-flikte umzugehen“ (Grammes 2005: 141) Folie 13 Manuel Vesely, 19.11.2008 HS: Vorbereitungsseminar für die schul- praktischen Studien / Sozialkunde, WS 08/09
  14. 14. Die Lehrerin/der Lehrer als … … Fläche, an der sich die Schülerinnen und Schüler abarbeiten können (?) Folie 14 Manuel Vesely, 19.11.2008 HS: Vorbereitungsseminar für die schul- praktischen Studien / Sozialkunde, WS 08/09
  15. 15. Quellen zur Kontroversität - Grammes, Tilman (2005): Kontroversität, in: Sander, Wolfgang [Hrsg.]: Handbuch politische Bildung, S. 126 – 145 (Reader). - Keil, Klaus (1976): Lernziel: Kontroverses Denken. - Schiele, Siegfried u.a. [Hrsg.] (1987): Konsens und Dissens in der politischen Bildung. - Schiele, Siegfried u.a. [Hrsg.] (1996): Reicht der Beutelsbacher Konsens? Folie 15 Manuel Vesely, 19.11.2008 HS: Vorbereitungsseminar für die schul- praktischen Studien / Sozialkunde, WS 08/09
  16. 16. Kritische Fragen -Wie kontrovers sind wir? (Generation Google?) - Wie kontrovers ist unsere Ausbildung? „ In der Lehrerausbildung kommt es darauf an, das mit Geistesgegenwart und pädagogischem Takt das Balancieren von Ambivalenzen […] im Lernpro- zess zu organisieren“ (Grammes 2005: 136) - Wie kontrovers ist der Unterrichtsstoff? (Thank you 9/11?) Folie 16 Manuel Vesely, 19.11.2008 HS: Vorbereitungsseminar für die schul- praktischen Studien / Sozialkunde, WS 08/09

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