Mein Projekt im Internet AE7 Datenschutz und Urheberrecht

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Mein Projekt im Internet AE7 Datenschutz und Urheberrecht

  1. 1. Datenschutz und Urheberrecht LUDWIG-WINDTHORST-HAUS Katholisch-Soziale Akademie
  2. 2. Worum geht es? Um Schutz der eigenen Integrität im Netz. Um den Schutz der Integrität der anderen im Netz.
  3. 3. Inhalte • die eigenen Daten schützen • urheberrechtliche Hürden im Netz • das Recht am eigenen Bild • Impressumspflicht
  4. 4. Eigene Daten schützen • Januar 2014: In einer Onlinedatenbank tauchen 16 Mio. Benutzernamen mit Passwörtern von E-Mail- Diensten und sozialen Netzwerken auf. • April 2014: Deutsche Staatsanwälte finden weitere 18 Mio. Benutzer-/Passwortkombinationen. • August 2014: Russische Hacker stehlen 4,5 Mrd. Benutzernamen mit dazu gehörenden Passwörtern.
  5. 5. Eigene Daten schützen • Da viele Nutzer dieselbe E-Mail/Passwort- Kombination für zahlreiche Internetdienste nutzen, haben die Kriminellen noch mehr Möglichkeiten die Daten zu missbrauchen, • … um sich auf Facebook als die betroffene Person auszugeben; • … um auf der Webseite des Nutzers Quatsch zu schreiben; • … um im Namen des Besitzers tausende Spammails zu verschicken.
  6. 6. Passwort • Wichtigste Datenschutzmaßnahme ist deshalb: Benutzername mit schwierigem, häufig wechselnden Passwort! • Faustregel: je komplizierter, desto besser • Für jedes Nutzerkonto ein eigenes Passwort anlegen. • Passwortgeneratoren erzeugen kryptische Passwörter, z.B. sicherespasswort.com
  7. 7. Zugangsdaten • „Passwortsafes“ speichern Passwörter • z.B. Keepass (gratis für PC, iOS, Android…) • Eselsbrücke für eigene Passwörter: Anfangsbuchstaben von Songtexten • z.B. PyoBoaRwTdaMS • Aus: „Picture yourself on a Boat on a River with tangerine Trees and Marmelade Skies“ (The Beatles, Lucy in the Sky with Diamonds)
  8. 8. Zugangsdaten • Noch sicherer: mit Zeichen-Ersetzungen! • z.B. „on““@“ / „and““+“ Py@B@aRwtT+MS • Ein PC braucht 95 Mio. Jahre, um dieses Passwort zu knacken (Quelle: www.checkdeinpasswort.de)
  9. 9. Urheberrecht
  10. 10. Urheberrecht • Im Internet ist niemand wirklich anonym • Jeder Internetanschluss (PC, Notebook, Handy) kann theoretisch zurück verfolgt werden • Internetkommunikation erfolgt über so genannte IP-Adressen („Internet Protocol“) – Jede Internetseite, jeder Provider und jeder Internetanschluss hat eine eindeutige IP-Adresse
  11. 11. Urheberrecht • IP-Adressen dürfen von dem Internetprovider in Deutschland grundsätzlich nicht gespeichert werden • Ausnahmen: Provider speichern IP-Verkehr in Verbindung mit Kundendaten – um abrechnen zu können; – um Auslastung zu optimieren; – um gegen Spam etc. vorzugehen.
  12. 12. Urheberrecht • Speicherdauer: – 7 Tage (Telekom, Alice, O2, 1&1) – 2 Tage Kabel Deutschland – Vodafone gar nicht • Herausgabe der Daten an Rechteinhaber (Urheberrecht) nach gerichtlichem Beschluss innerhalb dieser Zeit
  13. 13. Urheberrecht Es kommt leicht zu Urheberrechtsverstößen! •Profilbilder im Internet, geteilte Texte + Fotos in sozialen Netzwerken dürfen nicht ohne Zustimmung des Rechteinhabers (Autors, Fotografen, Grafikers, Filmstudios) genutzt werden → Illegale Vervielfältigung! •Eine Nutzung kann zu Abmahnungen führen. •Schätzung Anwalt Christian Solmecke: Typische Facebookseite enthält Abmahnwert von 10.000 – 15.000 Euro!
  14. 14. Urheberrecht • Grundsätzlich: Wer fremde Werke online stellen will, muss den Rechteinhaber fragen! • Auf Nummer sicher geht, wer überprüft, ob Bild / Foto / Text urheberrechtlich geschützt ist. – Text in Suchmaschine eingeben und nach Lizenzhinweisen suchen – Bei Bildern/Fotos über Google Bildersuche oder TinEye.com weitere Exemplare der Datei suchen, die eventuell Urheberrechtsinformationen enthalten.
  15. 15. Urheberrecht • Inhalte statt hochzuladen verlinken → Bei Facebook Vorschaubild deaktivieren! • Freie Inhalte nutzen / hochladen Z.B. „Creative Commons“-Inhalte für Bilder • Legale Videoseiten: Youtube, Myvideo etc. - Betreiber haben i. d. R. Verträge mit den Rechteinhabern • Legale MP3s zum Download: z.B. www.tonspion.de
  16. 16. Creative Commons • Creative Commons ist eine Sammlung von Lizenzen, unter denen Inhalte (Bilder, Texte, Videos, Musiken) kostenfrei genutzt werden dürfen Bildersuche.org, CC-BY-SA
  17. 17. Creative Commons • Für kaum eine Grafik oder ein Foto, das kommerzielle Bilderbörsen anbieten, gibt es keine Alternative unter einer CC-Lizenz 15,40 € 0,00 € (CC0-Lizenz, Public Domain)
  18. 18. Creative Commons • Sowohl Googles Bilderdatenbank als auch www.Flickr.com bieten CC-Bilder zum Download an • Am einfachsten zu finden über search.creativecommons.org • „Google Images“ als Suchziel angeben
  19. 19. Weitere Bilderquellen • Auch www.pixelio.de und www.pixabay.com bieten kostenfrei verwendbare Fotos und Grafiken an. • Hier muss der Fotograf und der Name der Bilderbörse genannt werden. – Z. B.: © Hubert Meier, pixelio.de
  20. 20. Weitere Bilderquellen • Kostengünstige Bilderbörsen www.123rf.com • Grundsätzlich (kostenfrei/kostenpflichtig): • § 13 UrhG: Der Urheber hat das Recht namentlich in unmittelbarem Zusammenhang zu seinem Werk genannt zu werden. • Bildquelle / Autor muss auf derselben Seite genannt werden, auf der auch das Bild steht!
  21. 21. Eigene Werke • Rechtlich einwandfrei ist die Verwendung eigener Fotos, – solange keine urheberrechtlich geschützten Werke im Bildmittelpunkt sind; – solange niemand darauf ist, der der Veröffentlichung widersprochen hat.
  22. 22. Das Recht am eigenen Bild • Jeder Mensch hat das Recht am eigenen Bild • Das heißt, ohne Einwilligung darf man ihn nicht abbilden! • Das Recht am eigenen Bild gilt 10 Jahre nach dem Tod einer Person zugunsten der Erben weiter. • Auch „schwarze Balken“ oder Verpixelungen dämpfen das Recht am eigenen Bild nicht.
  23. 23. Das Recht am eigenen Bild - Ausnahmen 1. Personen der Zeitgeschichte – solange Privatsphäre nicht verletzt wird und Foto im Zusammenhang mit öffentlichem Ereignis steht 1. Person als Beiwerk – Personen, die lediglich Beiwerk einer Orts- oder Landschaftsabbildung sind, dürfen Sie abbilden. – Das Bild darf also nicht erst durch die Person interessant werden. – Sie muss austauschbar sein.
  24. 24. Das Recht am eigenen Bild - Ausnahmen 3. Teilnehmer einer Versammlung, – wenn sich die Menschen versammelt haben, um etwas gemeinsam zu unternehmen (Demo, Konzert); – wenn die Versammlung öffentlich zugänglich ist; – wenn keine Person besonders herausgehoben ist. – Die Teilnehmerzahl spielt dabei keine Rolle. – Verboten: z. B. Ansammlung in der U-Bahn
  25. 25. Impressumspflicht
  26. 26. Impressumspflicht • Der Begriff „Impressum“ stammt ursprünglich aus dem Presserecht. • Er hat sich aber auch für Webseiten eingebürgert, die nicht dem Bereich der Presse zuzuordnen sind. • Geregelt nach § 5 TMG /§ 55 RStV • Nutzer der Seite sollen wissen, mit wem sie es zu tun haben. • Zudem muss eine „ladungsfähige“ Anschrift vorhanden sein, damit rechtliche Ansprüche gegen einen Seitenbetreiber notfalls gerichtlich durchgesetzt werden können.
  27. 27. Impressumspflicht – Für wen? • Telemediengesetz: Gilt für alle, die Waren oder Dienstleistungen im Web anbieten. • Rundfunkstaatsvertrag: Gilt für alle, die regelmäßig journalistisch-redaktionelle Texte online stellt, die zur Meinungsbildung beitragen können. – ein sehr schwammiges Kriterium! • Grundsätzliche Empfehlung für alle nicht-rein privaten Webseitenbetreiber, ein Impressum zu nutzen. • Das gilt auch für Facebook-Seiten (nicht private Profile!)
  28. 28. Impressum – Woher? • Impressum muss „leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar“ sein • Deshalb als feste Seite ins Menü der Homepage oder als „Notiz“ auf die Facebookseite einpflegen. • Ein Impressum rechtlich sicher selbst zu erstellen ist sehr schwierig. • E-Recht24.de bietet einen Generator für ein juristisch sicheres Impressum: – www.e-recht24.de/impressum-generator.html – Videoanleitung hier

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