Geoinformatik-Kolloquium Juli 2011: Globusbrowser

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Geoinformatik-Kolloquium des Deutschen GeoForschungsZentrums Juni 2011

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Geoinformatik-Kolloquium Juli 2011: Globusbrowser

  1. 1. GeoInformatik-Kolloquium 6. Juli 2011Kommunikationswerkzeug Globuskarte:Einsatzbeispiele für Globusbrowser und Rendering Peter Löwe Zentrum für GeoInformationsTechnologie (CEGIT) Deutsches GeoForschungsZentrum
  2. 2. Erzeugung von Globuskarten Wissenschafliche Geodaten Daten GeoInformationsSystem (GIS)Option A Globus-Browser Rendering Werkzeuge Option Darstellungsqualität für interaktive Fokus auf maximierter Qualität der Nutzung in Realzeit optimiert. Darstellung, sehr rechenintensiv, B Intuitiv bedienbar Expertenwissen nötig Integration: Aktuelle Entwicklung Externe Geodaten
  3. 3. Erzeugung von Globuskarten Wissenschafliche Geodaten Daten GeoInformationsSystem (GIS)Option A Globus-Browser Rendering Werkzeuge Option Darstellungsqualität für interaktive Fokus auf maximierter Qualität der B Nutzung in Realzeit opitimiert. Darstellung, sehr rechenintensiv Integration: Aktuelle Entwicklung Externe Geodaten
  4. 4. Option A Globus-Browser ? Google-Earth ! ● Die Anwendungen Google Maps und Google Earth (GE) haben web-gestützte Kartographie zu einem Massengut gemacht. ● Bsp: GE-Animationen in den Abendnachrichten Wir sind hier Wir sind hier
  5. 5. Funktionsprinzip Globus-Browser Kommerzielle Kommerzieller Server- Globus- Infrastruktur Browser Datenanfragen $$$ Zeitkritischer Visualisierungs- Datenstrom Externe KML Massive Datenprovider KML GeodatenhaltungDatei Externe (wissenschaftliche) Datenquellen
  6. 6. Marktführer Google Earth● 2001: Gründung Keyhole Inc. ● Entwicklung „Keyhole“, inkl. ● Keyhole Markup Language (KML): – Eine Auszeichnungssprache für die Visualisierung von Rauminformationen. – Analogie: „HTML“, nicht „XML“● 2004 ● Google Inc. übernimmt Keyhole, ● Software wird in „GoogleEarth“ umbenannt ● Freie private Nutzung vs. kommerzielle Nutzung● 2008 ● KML (V2.2) wird ein Open Geospatial Consortium (OGC) Standard● 2010 ● Google Earth JavaScript Plugin (für MS Windows)
  7. 7. GoogleEarth setzt „Standards“● Standardisierung: ● Vollständige Unterstützung der aktuellen KML- Implementierung ist der Gold-Standard für alle Globus-Browser.● Daten/Interna: ● Keine Aussagen über die Aktualisierung/Qualität der Hintergrund-Daten ● Geländemodell kann nicht manipuliert werden● Nutzungsrechte: ● Lizenzen der Hintergrundbilder i.d.R. nicht frei.
  8. 8. Kommunikation geowissenschaftlicher Themen mittels „Mash Ups“● „MashUp“: Anreicherung der Standarddarstellung mit zusätzlicher thematischer Information.● Beispiel: MashUp der Wellenausbreitung des Honshu 2011 Tsunami● Http://tsunami.igude.com● Aufwand: << 0.5 PersonentagEingebundene externe Datenquellen (KML):DLR, NOAA, IOC
  9. 9. Beispiel zur Integration von Messdaten:Realzeit-Verfolgung des Honshu 2011 Tsunami 11 März 2011 11:17 Uhr NOAA Tsunami-Boye. Quelle: NOAA 9
  10. 10. GoogleEarth ist nicht alles● Hochgenaue photogrammetrische Registrierung von Raumdatenquellen ?● Unabhängigkeit von GE-Basisdatensätzen aus Qualitäts- oder Lizenzgründen ?● Darstellungs-Export in hoher Auflösungen als Druckvorstufe ?● „Künstlerische Freiheiten“ bei der Szenengestaltung (Lichtbrechung in der Atmosphäre, Oberflächeneigenschaften, etc)● Es werden beispielhaft drei alternative Softwarelösungen vorgestellt.
  11. 11. Beispiel 1: Globus-Viewer ArcGlobe● Teil der ESRI ArcGIS Software (am GFZ vorhanden)● Leichter Import von Geodaten● Geoid frei manipulierbar● Erzeugung von Stand-Alone Animationsfilmen. Visualisierung: CEGIT (M. Schröder) 2011
  12. 12. Lange Nacht der Wissenschaften 2011„Eyecatcher“-Animation für das GEOLAB Visualisierung: CEGIT (M. Schröder) 2011
  13. 13. Beispiel 2: OSG Earth● Open Source Globe-Browser● Geländemodell / Kartenbasis frei wählbar Beispiel● Anaglyphendarstellung Anaglyphendarstellung● In der Entwicklung: ● Integration in Quantum GIS ● „Open Source ArcGlobe Äquivalent“ ● Möglicher Ausgangspunkt zur Koppelung mit Rendering- Quantum GIS Entwicklerversion Werkzeugen mit OSG Earth
  14. 14. Beispiel 3: OSSIM Planet● Globusbrowser basierend auf Bildverarbeitungssoftware OSSIM, OpenSceneGraph and QT● Globuskarten als Produkt einer photogrammetrischen Prozesskette.● Nutzerkreis in Wissenschaft, Industrie und US-Regierungsstellen● Client/Server Struktur zur kollaborativen Auswertung großer Datenmengen● Kommende Anwendung: Gulf of Mexico Oilspill 2010 – Datenportal am CSTARS Institut, U of Miami. ● http://www.ossim.org/OSSIM/ossimPlanet.html
  15. 15. Übersicht über weitere Globus- Browser● „Comparison of Virtual Globes“: FOSS4G2010, P. Kalberer, M. Walker● Technologie-Überblick und Vergleich von 8 Globus- Browsern (closed source/open source)● http://www.sourcepole.ch/assets/2010/9/10/foss4g2010_virtual_globes.pdf Quelle: Comparison of Virtual Globes, FOSS4G 2010
  16. 16. Duale Strategie der Globusvisualisierung Option A: Globusbrowser Option A ● Schnelle dynamische Darstellung, ● Manipulation: Intuitiv & interaktiv. ● Kaum Hintergrundwissen notwendig Option● Option B: Rendering (am Beispiel POVray) B ● Statische Darstellung (Berechnungszeit abhängig vom Datenvolumen: Minuten – Tage) ● Manipulation: Editierung Steuerskripte. ● Fachübergreifendes Hintergrundwissen erforderlich (Kartographie, GeoInformatik u. Rendering Engine)
  17. 17. Rendering ?● Berechnung einer Ansicht einer definierten virtuellen Szenerie.● Basiert auf der Verfolgung einzelner Lichtstrahlen („Raytracing“) durch die virtuelle Szenerie.● Für jeden zu erzeugenden Bildpunkt wird ein„Sehstrahl“ in das virtuelle Szenenmodell geschickt.● Fokus liegt einer möglichst realistischen Darstellung.● Rechen- und Speicherintensiv POVray Demo-Szene● Szenengestaltung, Kamera- und Lichtquellen werden durch Steuerskripte definiert.● Persistance of Vision (POVray): Ein quelloffenes mächtiges Rendering-Werkzeug mit großer Nutzerbasis● POVray ist auf dem GFZ Computation Cluster verfügbar http://hof.povray.org/images/bigthumb/TopMod_StarBall.jpg
  18. 18. Literatur zum Thema● Globus-Rendering ist ein Randthema.● Aktuelle Informationen in WIKIs (GRASSWIKI) und Mailinglisten (POVray).● Beispiele für das photorealistisches Rendering von Fernerkundungsdaten: ● Dech, Messner: Mountains from Space, 2005
  19. 19. Praxis: Landschaftsdarstellung● 2004: Erste Demonstration der Nutzung von Geodaten aus GRASS GIS für POVray.● GIS-Skripte erzeugen Default- Steuerdateien für POVray: Teilweise Trentino (M. Neteler 2004) Kapselung der Rendering-Expertise● Zeitaufwand für erste Beispiele: ● Selbststudium (bei installierter Software): ca. 1 Stunde. ● Tutorium: < 5 Minuten● Die benötigte Software ist auf dem Spearfish, South Dakota (P. Löwe 2011) GFZ Computation Cluster verfügbar. Mount St. Helens (P. Löwe 2011)
  20. 20. Praxis: Globendarstellung „CEGIT● Geodaten (Geländemodell, Standardglobus“ Rasterkarte[n]) werden auf eine Kugel projeziert.● Ein Steuerskript definiert Kameraposition, Standardglobus überlagert mit Blickrichtung, Beleuchtung TRIDEC und weitere Effekte Tsunamisimulation● Der Fokus der Arbeiten am CEGIT liegt auf der Entwicklung einer leicht nutzbaren GIS/Renderer- Schnittstelle. Bearbeitungsfehler bei manueller Bearbeitung
  21. 21. Beispielanwendung Abdeckung der japanischen Ostküste 24 Stunden nach dem Honshu Tsunami mit RapidEye- Satellitendaten (ca. 45000km^2)
  22. 22. Anwendung: Öffentlichkeitsarbeit Erzeugung großformatiger hochauflösender Grafiken für die Postererstellung. [Berechnung einer DIN A0 Grafik: Ca. 24 Stunden]
  23. 23. Kreative Freiheiten ● Die Szenengestaltung erweckt erst beim Betrachter den Eindruck einer Globusdarstellung. ● GIS-übliche Paradigma der „realitätsnahen Darstellung“ wird optional. Pseudo- Pseudo- realistische realistische Irreale Darstellung Darstellung Darstellungenthematischer thematischer Information Information
  24. 24. AtmosphäreneffekteAusgangsdaten Atmosphärenschicht Zusätzlicher blauer Schleier,blauer Schleier Atmosphärenschicht
  25. 25. Beispiel: Alternative Geländemodelle● Rendering des Datensatzes "EIGEN-6C" (Potsdamer Schwerekartoffel) die GFZ- Öffentlichkeitsarbeit.● Rendering: POVray● Datenverarbeitung: IDL/Perl
  26. 26. Globus-Browser vs. RenderingDarstellung des Datensatzes "EIGEN-6C" (Potsdamer Schwerekartoffel)Ausführung in ArcGlobe Ausführung in POVrayCEGIT(M.Schröder), 2011 Sektion 2.3 (M. Rother), 2011
  27. 27. Fazit und Ausblick● Sowohl Globus-Browser wie Rendering sind geeignete Visualisierungswerkzeuge für geowissenschaftliche Informationen.● Das Werkzeug sollte entsprechend der Aufgabe gewählt werden.● Am GFZ besteht sowohl Kompetenz bei der Umsetzung beider Ansätze.● Zusätzlich zur Nutzung auf Desktoprechnern können Renderingprozesse am Computation Center durchgeführt werden.● Die GFZ-interne Vernetzung und der Erfahrungsaustausch zum Thema Visualisierung sollte verstärkt werden.● Die FOSSLAB-Plattform des CEGIT kann als Kompetenzspeicher (Community and Documentation) dienen. http://fosslab.gfz-potsdam.de
  28. 28. Danke für die Aufmerksamkeit ! Peter Löwe Zentrum für GeoInformationsTechnologie (CEGIT) Deutsches GeoForschungsZentrum ploewe@gfz-potsdam.de

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