Interkulturuelle Kommunikation

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Diese Präsentation wurde für den Russischkurs in einer Hochschule vorbereitet.

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  • Oh, wie peinlich, die Folie mit den Quellen fehlt. Hier sind sie:
    - G.Hofstede, - G.J.Hofstede. Cultures and Organisations. Software of the Mind, 2005
    - D.Kumbier, F. Schulz von Thun. Interkulturelle Kommunikation: Methoden, Modelle, Beispiele, 2009
    - B.Monahan, A Dictionary of Russian Gesture, 1983
    - Ю.Е. Прохоров, И.А. Стернин. Русские: коммуникативное поведение, М. 2007
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  • Hallo, verrätst du mir welche Literatur du verwendet hast? Würde mir sehr helfen :)
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Interkulturuelle Kommunikation

  1. 1. Teil 1 Interkulturelle Unterschiede nach Geert Hofstede und Edward Hall HSBA - Foreign Languages and International Relations olga stelter©2009
  2. 2. Am Anfang sind wir alle gleich • Genetische Information • Äußeres • Fähigkeiten, Talente • Gesundheit
  3. 3. Wir werden sozialisiert durch • Sprache • Rituale • Familie • Soziale Umgebung • Freunde • Schule
  4. 4. Wir sind Kulturträger • Land • Region (Nord/Süd) • Stadt / Dorf • Tätigkeit / Arbeit • Tradition
  5. 5. Wir sind „kulturalisiert“ - „programmiert“ Geburt Sozialisation Kulturträger Bis zum 12. Lebensjahr wird es sozialisiert: Ein Kind kommt zur Welt, Ein Mensch wird unbewusstes Erlernen von der Sprache, alle Kinder sind ungefähr gleich zum Kulturträger Helden, Ritualen, Werte
  6. 6. Der Mensch besteht aus • Natur (Universales: Instinkte, Gene, usw.) • Umgebung (Erlerntes: Sprachen, Benehmen, Rituale, Soziales) • Kultur (Vorgegebenes: Land, Nationalität)
  7. 7. Was hat Sie im Leben geprägt?
  8. 8. Sind Sie ein Mann oder eine Frau?
  9. 9. Sind Sie arm oder reich?
  10. 10. Wie groß ist Ihre Familie?
  11. 11. Woher kommen Sie - Stadt oder Dorf?
  12. 12. Sind Sie aus dem Norden oder auf dem Süden?
  13. 13. Welche Sprachen sprechen Sie?
  14. 14. Wie viel Raum bevorzugen Sie?
  15. 15. Wie sind Ihre Arbeitsbedingungen?
  16. 16. Kulturzwiebel - Verschiedene Schichten, ein Kern
  17. 17. Symbole: Sprachsystem, Gestik&Mimik Helden: reale und ausgedachte, lebende und tote Rituale: Benehmen Bilder Symbole Diskurs: Images wandern Funktionen Formeln Mythen Werte innerhalb der des Märchen Kulturkern der Sprache, Respektes Kultur Stil von einer Religiöse Zeremonien Gruppe zur anderen dienen als Modell des Benehmens Die Veränderungen practics sind im Laufe der Zeit im Bereich der Status- Praktiken möglich. symbole
  18. 18. Werte • Gut vs. Böse • Sauber vs. Schmutzig Was ist • Gefährlich vs. Sicher • Verboten vs. Erlaubt • Moral vs. Unmoral • Normal vs. Anormal • Irrational vs. Rational
  19. 19. Zusammenfassung • Menschen sind nicht von Geburt an fürs Leben bestimmt. Wir überleben durch Sozialisierung • Bis zum 12. Lebensjahr ist die Sozialisierung (Sprache, soziale Rollen, Rituale, innere Werte) abgeschlossen. Es passiert incidental (unbewusst) durchs Imitieren. • Jeder Mensch ist ein Träger verschiedener „Programme“ / Schichten, die er während des Lebens erlernt / bekommt • Kulturschichten, die später im Leben erlernt werden, sind leichter zu ändern • Die innere Werte bleiben konstant
  20. 20. Teil 2 Interkulturelle Unterschiede: Kulturen und Dimensionen im Vergleich Russland - Deutschland
  21. 21. Zeit • Polychronic Culture - Moment, Prozess ist Monochronic Culture - Ziel und wichtig Ergebnis ist wichtig • In Russland sind 11 Zeitzonen vorhanden Eine Zeitzone (MEZ) (von 2. bis 12. z.B. 14:00 in Kaliningrad bis 00:00 in Kamchatka) Feiertage werden nicht wegen WE verlängert • 7 offizielle Feiertage + Weihnachten Mit dem Flugzeug - etwa 1,5 Stunde • Mit dem Flugzeug - etwa 8 bis 9 Stunden Mit dem Zug - etwa 10 Stunden • Mit dem Zug - etwa 12 Tagen (experim. 7!) Sehr genauere Angaben der Zeit, • Ungenauere Angaben der Zeit; Man erledigt alles wird nacheinander erledigt viele Sachen parallel Zeit wird effektiv benutzt, zuerst • Planen ist nur ein grobes Leitfaden, Planen dann Handeln (Plan A, Plan B) Angaben verändern sich oft, Planen und Handeln sind nicht getrennt
  22. 22. Raum • Russland ist das größte Land der Fläche von Deutschland 357 022 km2 Erde (immer noch!) - 17 Mio km2 82 Mio. Einwohner • 147 Mio. Einwohner Einwohner / km2 - 230 • Einwohner / km2 - 9 Wohnraum - ca. 42 m2 pro Person • Wohnraum - ca. 21 m2 pro Person 3 Generationen in einem Haus - 1% • 3 Generationen in 2-3 Zimmer der Bevölkerung Wohnung ist normal Die Türe bleiben immer zu - ein • Die Türe bleiben offen - kein persönlichen Raum ist notwendig, persönlichen Raum nötig - Platz für sich „Betreuung rund um die Uhr“ Distanz (Intimate - Personal - Sozial - • Distanz (Intimate - Personal - Sozial - Public), distanzierter als in Italien, Public) fast wie in Europa, engerer enger als in Finnland personal Distanz
  23. 23. Kontext • Russland gehört zu high-context Kulturen Deutschland gehört zu extrem low- context Kulturen • Man fängt nicht gleich mit der Sache an; bloß nicht so direkt, drum herum ist Alles direkt sagen („nein“ bedeutet wichtig „nein“) Viele Details, alles abgehackt • Keine direkte Kritik, Andeutungen, man weiß was gemeint ist Direkte Kritik möglich, auch erwünscht • Gleiche Hintergrundwissen - Zitate, Wortwitze, Anekdoten, Doppelsinn sind Andeutungen und Doppelbedeutungen sehr beliebt. werden vermieden • Enge persönliche Kontakte, Austausch mit einander erschaffen geteilte Background, Kein Verständnis für Ungesagtes Erfahrung. Offizielle und Private Kommunikation - starke Trennung • Nicht-offizielle Kommunikation auf der 1. Stelle
  24. 24. Machtdistanz • In Russland extrem groß In Deutschland ziemlich niedrig • Mehr Rechte für Vorgesetzte (es führt zur Korruption) Die Regeln und Gesetze gelten für alle Initiative wird erwartet, jeder ist für seine Arbeit zuständig / kompetent • Untergebene erwarten Anweisungen, Kontrolle Der ideale Chef ist ein einfallsreicher Demokrat • Der ideale Chef ist ein wohlmeinenden Autokrat oder Vater Statussymbole sind verdeckt • Statussymbole sind wichtig und sichtbar Respekt für Kompetenz, Wissen, Fakten • Respekt für Alter, Eltern, Lehrer, Chef (sogar wenn sie nicht kompetent sind)
  25. 25. Maskulin / Feminin • Russland ist feminin Deutschland - maskulin • Emotionale, zwischenmenschliche Beziehungen, gutes Klima sind prioritär Sachlichkeit, Kompetenz sind prioritär • Langmut, Geduld, Durchschnittlichkeit ist normal Hohe Leistung, gute Noten, Fleißigkeit, Eifer werden geschätzt • Uneigennützigkeit, hohe Hilfsbereitschaft und Bescheidenheit Öffentlicher Erfolg Reichtum ist ein Zeichen des Erfolges • Reichtum ist verdächtigt Leben, um zu arbeiten (Arbeit macht das Leben süß) • Arbeiten, um zu leben („Arbeit ist kein Wolf: die läuft nicht in den Wald“) Größere Gehaltsunterschiede • Geringere oder keine Gehaltsunterschiede (zw. Mann/Frau) • Familie vor der Beruf und Karriere
  26. 26. Kollektivismus vs. Individualismus • Russland - Kollektivistisch Deutschland – Individualistisch • Wir-Gefühl Ich-Gefühl Im Geschäftsleben haben Aufgabe • Im Geschäftsleben haben persönliche Beziehungen Vorrang vor Aufgabe und Firma Vorrang vor persönlichen und Firma (Gute Beziehung – Gute Beziehungen (Gute Geschäfte – Gute Geschäfte) Beziehung) • Schlechte Leistung ist ein Grund für andere Aufgaben Schlechte Leistung ist ein Grund für Entlassung Eigene Interessen • Gruppen- / Familieninteressen Berufliches und Privates sind strikt • Berufliches und Privates werden gemischt getrennt
  27. 27. Unsicherheitsvermeidung- Index • In Russland ist sehr hoch In Deutschland ist niedriger • Was fremd ist, ist gefährlich (Minderheiten) Alle Lebensbereiche sind reglamentiert Gesetze werden durchgeführt, ein • Gesetze sind da, um sie umzugehen („Das Gesetz ist wie eine Deichsel: Verbot ist ein Verbot wohin nam es dreht, dahin weist es“ Unterschrift kann auch vom Kollegen sein, Stempeln und Siegeln sind mehr als • Unterschrift vom Chef ist notwendig, Stempeln und Siegel sind wichtig Hilfs- und Ordnungsmitteln da Was fremd ist, wird toleriert • Emotionen sind viel stärker gezeigt: Expressiv und Aggressiv Emotionen sind verdeckt, neutral Freundlich für alle • Freundlich für Bekannte, unfreundlich für Fremde
  28. 28. Langzeitorientierung • Russland ist kurzfristig orientiert Deutschland ist eher langfristig orientiert • Leben im Hier und Jetzt oder in die Vergangenheit orientiert Handeln wird an die Zukunft eingerichtet • Was schwierig erscheint, wird „morgen“ erledigt vs. lieber heute als morgen Beharrlichkeit, Ausdauer Geplant wird in Details und langfristig • Detailplanung ist nicht möglich Sparsamkeit (Ressourcen, Geld) • Inflation ist hoch, instabile Wirtschaft Alles in unseren Händen, selbstbewusstes Handeln • Gott weiß, was morgen kommt; Fatalismus
  29. 29. Einige Tipps • Mehr auf persönlicher, emotionale (vs. sachliche) Ebene kommunizieren • Persönliche Netzwerke aufbauen: Gute Kontakte = gute Geschäfte • Mehr Zeit für die Planung und Organisation, sich immer auf Veränderungen einstellen • Die Deadline bedeutet nicht, dass an dem Termin es tatsächlich alles fertig wird • Mehr Kommunikation und Fragen, ob alles gut läuft; Kontrolle • Hierarchisches Denken, mehr Kontrolle für die Leistung von Vorgesetzen • Mehr Budget einplanen, als gerade notwendig • Gute Beratung ist notwendig (schwierige Fragen: Korruption, Gesetze)
  30. 30. Teil 3 Interkulturelle Kommunikation - Wertequadrat
  31. 31. Beziehungs- Sach- orientierung orientierung n erne Vo sL rw lle ürf e lture e rku Int unhöflich, respektlos, unsachlich, der andere wird unkompetent benutzt Kulturquadrat nach F. Schulz von Thun
  32. 32. Erstellen Sie ein Kulturquadrat (Russland- Deutschland) zur diesen Werbung
  33. 33. Erstellen Sie ein Kulturquadrat (Russland- Deutschland) zur diesen Werbung
  34. 34. Teil 4 Russische nonverbale Kommunikation
  35. 35. • Anschauen: nicht lang, nicht zu direkt • Mimik: sehr emotional, ehrlich, kein Lächeln • Pose: keine große Vielfalt, negativ - auf dem Boden sitzen • Physischer Kontakt: viel enger als im Westen • Gestik: Finnen 1, Russen 40, Italiener 80, Franzosen 120, Mexikaner 180 pro Stunde
  36. 36. Was bedeutet diese Gestik?
  37. 37. Andere Gestik I. Am meisten verbreitete: • утвердительный кивок • отрицательный поворот головы • пожатие плеч (не знаю) • ассимметрия жестикуляции руками
  38. 38. II. Russische nonverbale Signale: • Начальство, власть - указательный палец вверх • Сыт по горло - имитация указания на сколько по горлу • Чуть-чуть - изображение щепотки • Ненормальный - колебательное движение ладони с указательным пальцем, упертым в висок • Категорический отказ - кукиш • Тише! - указательный палец к губам
  39. 39. • Дай закурить - двукратное движение двумя пальцами с якобы зажатой в них сигаретой к себе и от себя у рта • Выпьем! - стук указательным пальцем по горлу • Громче! - рупор из рук ко рту • Умоляю! Очень прошу - руки ладонями друг к другу в форме молитвы • Позвони! к рука с растопыненными - пальцами уху
  40. 40. III. Magische Signale: • не сглазить - стук по дереву • не сглазить - иммитация плевка через левое плечо • посидеть перед дорогой
  41. 41. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit olga.stelter [at] pastili.de

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