Helaba Volkswirtschaft/Research                                                    Wochenausblick                         ...
Wochenausblick       Claudia Windt         1.2              Wochen-Quartals-TangenteTel.: 0 69/91 32-25 00                ...
Wochenausblick  1.3            Finanzmarktkalender KW 42 mit Prognosen                                                    ...
Wochenausblick                                        2 Im Fokus                   Ulf Krauss                             ...
Wochenausblick            Viola Julien          2.2             China: Kann das Q3-Wachstum überzeugen? Tel.: 0 69/91 32-1...
Wochenausblick                                 3 CharttechnikBund-Future: Weiterhin seitwärts unterhalb von 142           ...
Wochenausblick                         4 Helaba Kapitalmarktszenarien                         Für unseren Kapitalmarktausb...
Wochenausblick5 Helaba Basisszenario mit PrognosetabelleIn unserem Hauptszenario „Gordischer Knoten“ (Eintrittswahrscheinl...
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[PDF] Pressemitteilung: Wieder mal ein EU-Gipfel
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  1. 1. Helaba Volkswirtschaft/Research Wochenausblick 12. Oktober 2012 Wieder mal ein EU-Gipfel Redaktion: 1  Die Woche im Überblick 1  Dr. Stefan Mitropoulos Tel.: 0 69/91 32-46 19 1.1  Chart der Woche 1  research@helaba.de 1.2  Wochen-Quartals-Tangente 2  1.3  Finanzmarktkalender KW 42 mit Prognosen 3  2  Im Fokus 4  2.1  Renten: Zyklische Faktoren im Fokus 4  2.2  China: Kann das Q3-Wachstum überzeugen? 5  Herausgeber: 3  Charttechnik 6  Dr. Gertrud R. Traud 4  Helaba Kapitalmarktszenarien 7 Chefvolkswirt/Leitung Research 5  Helaba Basisszenario mit Prognosetabelle 8 Landesbank Hessen-Thüringen MAIN TOWER Neue Mainzer Str. 52-58 60311 Frankfurt am Main Telefon: 0 69/91 32-20 24 1 Die Woche im Überblick Telefax: 0 69/91 32-22 44 1.1 Chart der Woche US-Berichtssaison: Anfangstendenz verkehrt sich häufig ins Gegenteil % 90 90 S&P 500: Anteil positiver Gewinnüberraschungen 85 zu Beginn der Berichtssaison 85 80 80 75 Mittelwert 75 70 (seit Q1 2000) 70 65 65 60 60 55 55 50 50 45 45 40 40 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 Quellen: Bloomberg, Helaba Volkswirtschaft/Research Die Publikation ist mit größter Sorgfalt bearbeitet worden. Sie enthält jedoch lediglich unverbindliche Analysen und Prognosen zu In den USA haben die ersten Unternehmen aus dem S&P 500 Zahlen vorgelegt. Nur rund 58 % den gegenwärtigen und zukünftigen Markt- von ihnen konnten die Analystenschätzungen übertreffen. Damit liegt der Anteil positiver Ge- verhältnissen. Die Angaben beruhen auf winnüberraschungen zum Auftakt der sogenannten „reporting season“ unterhalb des langjährigen Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktua- Durchschnitts von 65 %. Die Tendenz kann sich aber durchaus noch ändern, wie die Historie seit lität wir aber keine Gewähr übernehmen kön- 2000 belegt: So erhöhte sich der Anteil positiver Gewinnüberraschungen nach einem schwachen nen. Sämtliche in dieser Publikation getroffe- Start um durchschnittlich vier Prozentpunkte. Im Falle eines sehr günstigen Beginns senkte sich nen Angaben dienen der Information. Sie dürfen nicht als Angebot oder Empfehlung für der Anteil positiver Überraschungen um vier Prozentpunkte ab. Von der nun Fahrt aufnehmenden Anlageentscheidungen verstanden werden. Zwischenberichtssaison könnten somit durchaus noch positive Impulse ausgehen.
  2. 2. Wochenausblick Claudia Windt 1.2 Wochen-Quartals-TangenteTel.: 0 69/91 32-25 00 Die Kapitalmärkte notierten in der abgelaufenen Handelswoche in engen Spannen: Ein eher mäßi- ger Beginn der US-Berichtssaison (S. 1) sowie verhaltene Konjunkturnachrichten aus China (S. 5) belasteten Aktien. Zugleich brachte die Ratingherabstufung Spaniens den Euro unter Druck, der fast auf die Marke von 1,28 Dollar zurückfiel. Von diesem Rückprall konnte sich die europäische Gemeinschaftswährung jedoch relativ schnell erholen, da sich an den Devisenmärkten die Er- kenntnis durchsetzte, dass Spanien bald Gelder aus dem Rettungsschirm beantragen werde. Dann wäre der Weg für die EZB frei, dieses Land mit Anleihekäufen weiter zu unterstützen. Am 21. Oktober finden in Spanien die von der Regierung Rajoy beschlossenen vorgezogenen Regionalwahlen in Galicien und im Baskenland statt. Es soll vermieden werden, dass sich die Beantragung eines Rettungspakets negativ auf das Wahlergebnis auswirkt. Danach wäre für Spa- nien der Weg frei, im November unter den Rettungsschirm zu schlüpfen. Am 18./19. Oktober findet der nächste EU-Gipfel statt. Neben Spanien geht auch das Ringen um Griechenland weiter. Seine Schuldentragfähigkeit ist nicht mehr gegeben und eigentlich benötigt das Land einen weite- ren Schuldenschnitt. Der IWF darf jedoch nicht auf Forderungen verzichten, die EZB ist dazu – bislang zumindest – nicht bereit und ein Verzicht der Euro-Länder scheint auch nicht konsensfä- hig. Gleichzeitig setzt sich der Eindruck durch, dass die Politik Griechenland im Euro halten möchte. Spätestens im November braucht das Krisenland die nächste Hilfstranche. Eine positive Entscheidung in beiden Fällen könnte der Startschuss für eine Jahresendrally an den Kapitalmärk- ten sein – oder das Gegenteil, wenn die Zitterpartie weitergeht. Von der Konjunkturseite dürfte sich das Bild in der Berichtswoche wieder etwas aufhellen. Ein günstiger ZEW-Index wäre eine gute Indikation für den ifo-Geschäftsklimaindex in der Folgewo- Konjunkturnachrichten che und würde sich wohl negativ auf den deutschen Rentenmarkt auswirken (S. 4). Zudem solltenmit einem positiven Bias die regionalen Frühindikatoren aus den USA belegen, dass sich die Wirtschaft nach einem Durch- hänger in den letzten Monaten leicht belebt. Sowohl Aktien als auch der Euro könnten sich dem- nach weiter befestigen, wenn der EU-Gipfel nicht misslingt. Finanzmarktrückblick und -prognosen Veränderung seit... aktueller 30.12.2011 04.10.2012 Stand* Q4/2012 Q1/2013 Q2/2013 (in %) Index DAX 23,5 -0,3 7.282 7.500 7.300 7.600 (in Bp) (in %) 3M Euribor -115 -1 0,21 0,3 0,4 0,5 3M USD Libor -24 -1 0,34 0,4 0,4 0,4 10 jähr. Bundesanleihen -33 6 1,50 1,9 2,0 2,1 10 jähr. Swapsatz -63 -1 1,75 2,2 2,3 2,4 10 jähr. US-Treasuries -21 0 1,67 2,1 2,1 2,2 (jew eils gg. Euro, %) (jew eils gg. Euro) US-Dollar 0,1 0,6 1,29 1,35 1,40 1,35 Japanischer Yen -1,6 0,6 101 105 110 109 Britisches Pfund 3,6 -0,3 0,81 0,84 0,87 0,87 Schweizer Franken 0,6 0,2 1,21 1,20 1,25 1,25 (in %) Brentöl $/B 8,2 4,4 118 110 100 103 Gold $/U 13,0 -1,3 1.767 1.750 (1.650) 1.750 (1.650) 1.850 (1.750) *Schlusskurse vom 11.10.2012 Bei Prognoseänderungen sind die vorherigen Werte in Klammern gesetzt Quellen: Bloomberg, Helaba Volkswirtschaft/Research Helaba Volkswirtschaft/Research · 12. Oktober 2012· © Helaba 2
  3. 3. Wochenausblick 1.3 Finanzmarktkalender KW 42 mit Prognosen Helaba- Bloom berg Zeit Land Periode Indikator Vorperiode Prognose Consensus Montag, 15.10.2012 14:00 US New York Fed Präsident Dudley 14:30 US Okt Empire State Umfrage; Index -2,0 -4,8 -10,4 14:30 US Sep Einzelhandelsumsätze, % m/m 0,8 0,7 0,9 Einzelhandelsumsätze ohne Pkw s, 14:30 US Sep 0,7 0,6 0,8 % m/m 16:00 US Aug Lageraufbau; % m/m 0,5 0,5 0,8 18:45 US Richmond Fed Präsident Lacker 19:10 US St. Louis Fed Präsident Bullard Dienstag, 16.10.2012 San Francisco Fed Präsident 02:30 US Williams Konsumentenpreise 11:00 EZ Sep % m/m 0,8 0,8 0,4 % y/y 2,7 2,7 2,6 Konsumentenpreise Kernrate 11:00 EZ Sep % m/m 0,7 k.A. 0,2 % y/y 1,4 1,7 1,5 11:00 DE Okt ZEW-Indikator -14,0 -15,0 -18,2 CPI Konsumentenpreise 14:30 US Sep % m/m 0,3 0,5 0,6 % y/y 1,7 1,8 1,7 CPI ohne Energie & Nahrungsmittel 14:30 US Apr % m/m 0,2 0,2 0,1 % y/y 2,0 2,0 1,9 15:15 US Sep Industrieproduktion, % m/m 0,0 0,2 -1,2 15:15 US Sep Kapazitätsauslastung; % 78,2 78,3 78,2 16:00 US Okt NAHB Housing Index 41 41 40 18:00 US Atlanta Fed Präsident Lockhart Mittw och, 17.10.2012 Baubeginne 14:30 US Sep % m/m 6,7 2,7 2,3 Tsd (JR) 800 770 750 Baugenehmigungen 14:30 US Sep % m/m -0,4 1,1 -1,0 Tsd (JR) 800 810 803 Donnerstag, 18.10.2012 04:00 CHN Q3 BIP, % y/y 7,6 7,4 7,6 EU-Gipfel in Brüssel (bis Freitag) Erstanträge auf 14:30 US 13. Okt 350 k.A. 339 Arbeitslosenunterstützung, Tsd 16:00 US Okt Philadelphia Fed; Index 2,0 -0,2 -1,9 16:00 US Sep Frühindikatoren, % m/m 0,1 0,1 -0,1 Freitag, 19.10.2012 Erzeugerpreise 08:00 DE Sep % m/m 0,3 0,3 0,5 % y/y 1,7 1,6 1,6 Verkauf bestehender Häuser, Mio. 16:00 US Sep 4,8 4,8 4,8 (JR)Quellen: Bloomberg, Helaba Volkswirtschaft/ResearchHelaba Volkswirtschaft/Research · 12. Oktober 2012· © Helaba 3
  4. 4. Wochenausblick 2 Im Fokus Ulf Krauss 2.1 Renten: Zyklische Faktoren im Fokus Tel.: 0 69/91 32-4728 Ob die Niedrigzinsen ein Segen oder ein Fluch sind, wird sich langfristig zeigen. Die Anleger beschäftigt derzeit eher die Frage, wo die Konjunktur hinsteuert. Der ZEW-Index könnte für etwas Optimismus sorgen. Die Gefahr eines Auseinanderbrechens der Währungsunion scheint vorerst gebannt. Bezüglich der Euro-Schuldenkrise sind wichtige Pflöcke eingerammt worden. Der ESM-Rettungsschirm ist be- Das „süße“ Gift reit, die EZB steht in den Startlöchern für ihr Ankaufprogramm. Die Maßnahmen sind einerseits wohl erforderlich, bedeuten andererseits jedoch veränderte Spielregeln an den Kapitalmärkten. Der Einfluss „normaler“ Anlegergruppen wird deutlich zurückgedrängt. Die disziplinierende Funktion freier Märkte wird spürbar eingeschränkt. Der Zinssatz als wichtige Steuergröße verliert an Bedeu- tung. Für die klammen öffentlichen Haushalte ist diese Entwicklung vordergründig ein Segen. Allerdings könnte die Niedrigzinsphase sich als „süßes Gift“ erweisen. Das Beispiel Griechenland, das im Zuge historisch niedriger Kapitalkosten ab dem Jahr 2000 seine Ausgaben spürbar gestei- gert hatte, mahnt zur Vorsicht. Gewöhnt sich ein Schuldner an billiges Geld, fällt eine Verhaltens- änderung oft sehr schwer. Dass im aktuellen Umfeld Geld eher kurzfristig aufgenommen wird, beispielsweise im Rahmen von Kassenkrediten bei den Kommunen, birgt zusätzliche Gefahren. Sollte eines Tages der Wind am Geldmarkt drehen, dürfte die Not groß sein. Dies bedeutet aber auch, dass die Effekte eines geldpolitischen Kurswechsels auf eine Volkswirtschaft größer als in der Vergangenheit sind und die EZB möglicherweise (zu) vorsichtig agieren muss.Trendwende beim ZEW-Index? Niedrigzins mit fatalen FolgenSaldo % Griechenland, Mrd. Euro, % 80 5.00 25 25 10-jährige Bunds (rechte Skala) 60 4.50 20 20 40 4.00 ZEW-Index Nettokreditaufnahme 20 3.50 15 15 0 3.00 -20 2.50 10 10 -40 2.00 5 5 -60 1.50 -80 1.00 6M-Satz Griechische Staatspapiere (rechte Skala) 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 0 0 84 86 88 90 92 94 96 98 00 02 04 06 08Quellen: Datastream, Helaba Volkswirtschaft/Research Quellen: Datastream, Helaba Volkswirtschaft/Research Die Anleger sind in Wartestellung gegangen, zumal die jüngsten Konjunkturdaten sehr wider- sprüchliche Signale gaben. Die Unsicherheit ist hoch, in welche Richtung sich die globale Kon- Konjunkturpessimismus junktur entwickelt. Der IWF malte zuletzt ein eher trübes Bild für das kommende Jahr. Die Ana- auf dem Rückzug? lysteneinschätzungen u. a. bezüglich Deutschland werden in der anstehenden Woche bekannt gegeben. Der ZEW-Konjunkturindex dürfte dabei eine leichte Verbesserung aufweisen, darauf deuten die letzten ansteigenden Sentix-Umfrageergebnisse sowie die jüngste Entspannung in der Euro-Schuldenkrise hin. Ein dritter Anstieg in Folge würde üblicherweise als Wendesignal inter- pretiert. Allerdings mahnt die Entwicklung im ersten Halbjahr etwas zur Vorsicht. Damals hatte der Rentenmarkt auf die Stimmungsverbesserung nicht reagiert, was sich im Nachhinein als richtig erwiesen hat. Positive Effekte auf den Bund-Future sind in dieser Konstellation gleichwohl nicht zu erwarten. Vermutlich bleiben die Anleger in Wartestellung – in der Folgewoche werden der ifo- Index und die europäischen Einkaufsmanagerindizes veröffentlicht. Helaba Volkswirtschaft/Research · 12. Oktober 2012· © Helaba 4
  5. 5. Wochenausblick Viola Julien 2.2 China: Kann das Q3-Wachstum überzeugen? Tel.: 0 69/91 32-18 91 Die Wachstumsrate des chinesischen Bruttoinlandsproduktes (BIP) gegenüber dem Vorjahr hat sich in den letzten Quartalen sukzessive verringert. Die Stimulierungsmaßnahmen von Regierung und Zentralbank zeigten bislang nicht die gewünschte Wirkung, sodass die kon- junkturelle Dynamik erst im Jahr 2013 wieder zulegen dürfte. Die chinesische Wirtschaft kommt nicht in Schwung. In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres konnte das BIP nur noch um durchschnittlich 7,9 % gegenüber dem Vorjahr zulegen, derWohl keine Wachstums- niedrigste Halbjahreswert seit 2009. Nun zeichnet sich für das dritte Quartal eine weitere Wachs- belebung in Q3 tumsverlangsamung ab, denn sowohl die realwirtschaftlichen Daten als auch die Stimmungsindi- katoren konnten noch immer nicht überzeugen. Die Abwärtsdynamik beim Wachstum der Indust- rieproduktion oder den Einzelhandelsumsätzen hat sich zwar verlangsamt, eine Trendwende steht aber weiterhin aus. Bereits seit einem Jahr versuchen die chinesische Regierung und die Zentral- bank, die Wachstumsschwäche mit geldpolitischen und konjunkturstimulierenden Maßnahmen zu überwinden. Diese Eingriffe erfolgten aber in deutlich geringerem Maße und zum Teil erst später als von uns erwartet. Nach diversen Mindestreservekürzungen und zwei Leitzinssenkungen im Juni und Juli dieses Jahres griff die Zentralbank zum Zweck der Liquiditätsbereitstellung zuletzt nur noch zu Geldmarktoperationen – wohl auch, weil die Angst vor einem erneuten Anstieg der Inflationsrate sehr hoch ist. Die jüngsten deutlichen Preissteigerungen bei Getreide zeigen zwar, dass diese Angst nicht ganz unbegründet ist. Allerdings hat der Preisdruck auf den vorgelagerten Stufen zuletzt weiter nachgelassen. So wiesen die Erzeugerpreise im August mit -3,5 % zum sechsten Mal in Folge eine negative Jahresveränderungsrate auf.Aufwärtsrisiko für Nahrungsmittelpreise Einkaufsmangerindex stabilisiert sich% gg. Vj % gg. Vj Index % gg. Vj. 25 CRB Grain-Index in Yuan (r.S.) 80 62 17 60 16 60 HSBC-PMI (Industrie) 20 14 40 15 55 20 12 10 0 50 10 5 -20 45 8 0 China Food CPI BIP (r.S.) -40 6 -5 -60 40 5 2005 2006 2007 2006 2009 2010 2011 2012 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012Quellen: Datastream, Helaba Volkswirtschaft/Research Quellen: Bloomberg, Datastream, Helaba Volkswirtschaft/Research Bislang zeigten Geld- und Fiskalpolitik noch nicht die gewünschten Ergebnisse, und auch die zahlreichen neu bewilligten Infrastrukturprojekte müssen ihre wachstumsfördernde Wirkung erst Hoffnung auf neue noch entfalten. Hoffnungen, dass sich die konjunkturelle Lage stabilisiert und Chinas Wirtschaft Dynamik 2013 2013 wieder an Schwung gewinnen kann wurden zuletzt durch die robuste Neukreditvergabe und die Einkaufsmanagerindizes genährt. So konnte sich der jüngste HSBC-PMI für die Industrie leicht verbessern. Ebenso wie sein vom chinesischen Statistikamt ermitteltes, offizielles Pendant liegt er jedoch nach wie vor unter der Expansionsschwelle von 50 Punkten. Uneinheitlich ist die Lage im Dienstleistungssektor: Während sich der HSBC-PMI auf 54,3 Punkte verbesserte, sank der offizielle Index auf ein 18-Monatstief bei 53,7 Punkten. In der Berichtswoche wird das chine- sische BIP für das dritte Quartal veröffentlicht. Ein unerwartet schwaches Abschneiden der chine- sischen Wirtschaft in Q3 deutlich unter 7,6 % hätte zur Folge, dass sich unsere bisherige Wachs- tumsprognose für das laufende Jahr von durchschnittlich 7,9 % als zu optimistisch herausstellt. Helaba Volkswirtschaft/Research · 12. Oktober 2012· © Helaba 5
  6. 6. Wochenausblick 3 CharttechnikBund-Future: Weiterhin seitwärts unterhalb von 142 Widerstände: 141,95 142,31 142,60Stochastic Bund-Future (daily) Unterstützungen: 140,98 140,71 139,96 Ohne Richtungsimpuls verlief nun auch der zwölfte Han- delstag in Folge. Auf der Oberseite erwies sich die Zone knapp unterhalb von 142,00 als unüberwindbar und inso- fern baut sich hier ein Abwärtsrisiko auf. Im Tageschart sind die Indikatoren wie MACD und Stochastic aber noch aufwärts gerichtet, sodass eine Richtungsentscheidung noch immer abgewartet werden sollte. Wichtige Unterstützungen finden sich bei 140,95/98 und 140,71. Darunter eröffnet sich Raum für Kursrückgänge bis 139,96. Erste Widerstän- de finden sich bei 141,90/95 und 142,31.Quellen: Reuters, Helaba Volkswirtschaft/Research Ralf Umlauf (Tel.: 069/9132-1891)EUR-USD: Befreiungsschlag abwarten Widerstände: 1,3074 1,3172 1,3285MACD EUR-USD (daily) Unterstützungen: 1,2825 1,2738 1,2626 Ein Befreiungsschlag über das zyklische Hoch (1,3272) ist dem Euro in der abgelaufenen Woche nicht gelungen, wenngleich insbesondere zum Wochenausklang eine gut behauptete Tendenz des Euros sichtbar wurde. Sinkende Werte von MACD und Stochastic erschweren es der Ge- meinschaftswährung aber, Dynamik nach oben auszubauen, während der DMI im Tageschart noch immer unterstützend wirkt. Wichtige Unterstützung sehen wir um 1,2825. Hier fanden die jüngsten Kursrücksetzer ein Ende und unverän- dert ist hier die 200-Tagelinie zu finden.Quellen: Reuters, Helaba Volkswirtschaft/Research Ralf Umlauf (Tel.: 069/9132-1891)DAX: Noch unentschieden Widerstände: 7.409 7.478 7.531DMI DAX (daily) Unterstützungen: 7.180 6.870 6.596 1194 10 die 6 68 1 Der deutsche Leitindex hat Konsolidierung fortgesetzt und im Tief bei 7.182 notiert. Letztlich hat sich die Unter- stützungszone 7.180/7.220 als robust erwiesen. Indikatoren wie MACD und Stochastic mahnen jedoch unverändert zur Vorsicht. Sollte die oben genannte Zone gebrochen werden, besteht das Risiko eines weiteren Kursrückgangs. Die nächs- ten Unterstützungen finden sich dann erst im Bereich 6.870/6.892, hergeleitet aus den Tiefpunkten der Monate August und September. Darunter ist das markante Tief bei 6.596 zu nennen.Quellen: Reuters, Helaba Volkswirtschaft/Research Ralf Umlauf (Tel.: 069/9132-1891) Die Ausführungen auf dieser Seite basieren ausschließlich auf einer charttechnischen Analyse. Unsere fundamentalen Analysen gehen in diese Betrachtung nicht ein. Helaba Volkswirtschaft/Research · 12. Oktober 2012· © Helaba 6
  7. 7. Wochenausblick 4 Helaba Kapitalmarktszenarien Für unseren Kapitalmarktausblick 2012 haben wir das Thema „Helden- und Göttersagen“ ge- wählt. Im Hauptszenario „Gordischer Knoten“ (Eintrittswahrscheinlichkeit: 70 %) kann die Hauptszenario: Eskalation der Euro-Staatsschuldenkrise vermieden werden, so dass die Unsicherheit und hohe Gordischer Knoten Volatilität an den Kapitalmärkten abebben. Dennoch erfordert die Bewältigung der Krise Zeit, so dass der Verlauf an den Kapitalmärkten stärker von politischen, denn von konjunkturellen Ein- flussfaktoren bestimmt wird. Die großen Euroländer ringen weiterhin um eine Lösung, wobei sich die Vorschläge stärker auf eine Vergemeinschaftung der Schulden fokussieren. Sie unterscheiden sich dahin, ob dies mit oder ohne Aufgabe von nationalstaatlicher Souveränität einhergeht. Mit weiteren Hilfsmechanismen, einer expansiven Geldpolitik sowie vertrauensbildenden Maßnahmen wie einer breiten Zustimmung zum Fiskalpakt sollte eine Stabilisierung der Lage gelingen. Eine weitere Vergemeinschaftung der europäischen Staatsschulden wird immer wahrscheinlicher. Der konjunkturelle Gegenwind aus den Euro-Problemländern dürfte bis Jahresende nachlassen. Insgesamt dürfte sich 2012 das globale Wirtschaftswachstum vor allem dank einer expansiven Geldpolitik festigen. Impulsgeber bleiben dabei die Schwellenländer. In den europäischen Prob- lemländern wird der Konsolidierungsdruck zwar hoch bleiben, aber die negativen Effekte der Restrukturierungen nehmen allmählich ab. In den USA kommt es dagegen im Wahljahr nicht zu größeren Konsolidierungsanstrengungen, so dass die Wirtschaft erneut um rund 2 % wachsen wird. 2013 dürfte das globale BIP insgesamt wieder stärker expandieren. In unserem positiven Szenario „Phönix aus der Asche“ (10 %) kann die Weltwirtschaft an das überdurchschnittliche Wachstum 2010 anknüpfen. Befeuert wird dies von einer expansiven Aus- Alternativszenario: richtung der Geld- und Fiskalpolitik. In den Euro-Ländern zeigen sich erste Erfolge der Strukturre-Phönix aus der Asche formen, so dass auch dort die konjunkturelle Dynamik wieder zunimmt. Aktien strahlen heller denn je und Renten verzeichnen im Gegenzug kräftige Kursverluste. Im negativen Szenario „Sisyphus“ (20 %) fällt die Weltwirtschaft in eine tiefe Rezession und die europäische Staatsschuldenkrise eskaliert. Die Industrieländer geraten in ein deflationäres Umfeld. Alternativszenario: Europa schafft es nicht, das Vertrauen der Investoren zurückzugewinnen. Vielmehr setzt eine Sisyphus breite Kapitalflucht aus dem Euroraum ein. Der Versuch Staaten und Banken gleichzeitig zu retten stellt sich als Sisyphusarbeit heraus. Anleger suchen Sicherheit, wovon der US-Dollar und Anlei- hen höchster Bonität profitieren. Auf die Aktienmärkte hingegen rollt ein Einbruch zu. Investmentszenarien 2012 Szenarien Wahrschein- Wachstum Inflation Renten Euro Aktien 2012 lichkeit Gordischer 70% Knoten Phönix aus 10% der Asche Sisyphus 20% Quelle: Helaba Volkswirtschaft/Research Helaba Volkswirtschaft/Research · 12. Oktober 2012· © Helaba 7
  8. 8. Wochenausblick5 Helaba Basisszenario mit PrognosetabelleIn unserem Hauptszenario „Gordischer Knoten“ (Eintrittswahrscheinlichkeit: 70 %) kann dieEskalation der Euro-Staatsschuldenkrise vermieden werden, so dass die Unsicherheit und hoheVolatilität an den Kapitalmärkten abebben. Mit weiteren Hilfsmechanismen, einer expansivenGeldpolitik sowie vertrauensbildenden Maßnahmen wie einer breiten Zustimmung zum Fiskalpaktsollte eine Stabilisierung der Lage gelingen. Dabei zeichnet sich eine weitere Vergemeinschaftungder europäischen Staatsschulden ab. Der konjunkturelle Gegenwind aus den Euro-Problemländerndürfte bis Jahresende nachlassen. Insgesamt wird sich 2012 das globale Wirtschaftswachstum vorallem dank einer expansiven Geldpolitik festigen. In den europäischen Problemländern wird derKonsolidierungsdruck zwar hoch bleiben, aber die negativen Effekte der Restrukturierungen neh-men allmählich ab. In den USA kommt es im Wahljahr dagegen nicht zu größeren Konsolidie-rungsanstrengungen, so dass die Wirtschaft erneut um rund 2 % wachsen wird. 2013 dürfte dasglobale BIP insgesamt wieder etwas stärker expandieren.Rentenmärkte: Die EZB sorgt mit extrem niedrigen Leitzinsen, Liquiditätsmaßnahmen wieKaufprogrammen für Staatsanleihen gefährdeter Euro-Länder sowie Langfristtender für Finanz-marktstabilität. Die hohe Unsicherheit um den Verbleib Griechenlands im Euroraum hat zu einerextremen Risikowahrnehmung im Euroraum geführt. Investoren nehmen daher sogar eine negativeRealverzinsung für deutsche Staatsanleihen in Kauf. Da jedoch der finanzielle Verpflichtungsrah-men Deutschlands im Zuge der Euro-Rettung weiter zunimmt, dürfte die Nachfrage nach sehrteuren Bundesanleihen tendenziell sinken. Die langfristige Bonität Deutschlands wird zunehmendkritisch hinterfragt. Die Verzinsung 10-jähriger Staatsanleihen dürfte in Deutschland in der zwei-ten Jahreshälfte zwischen 1,1 % und 2,0 % schwanken, in den USA zwischen 1,4 % und 2,2 %.Euro: Die Sorgen um die europäische Schuldenkrise werden im zweiten Halbjahr 2012 dank poli-tischer bzw. eher geldpolitischer Maßnahmen in den Hintergrund gedrängt. Die US-Geldpolitikwird durch ein neues Kaufprogramm noch expansiver. Der Euro dürfte sich daher gegenüber demUS-Dollar erholen. Der Euro-Dollar-Kurs sollte sich bis Ende 2012 im Bereich von 1,25 bis 1,40bewegen.Aktienmärkte: Mit einer Beruhigung der Schuldenkrise und wieder robusteren Konjunkturindika-toren wird der Risikoappetit der Anleger zunehmen. Dies dürfte zu weiteren Umschichtungenzugunsten von Aktien führen. Außerdem spricht die günstige Bewertung für Dividendentitel, zu-mal die Liquiditätsversorgung auch künftig sehr großzügig ausfallen wird. Der DAX dürfte sichdaher deutlich oberhalb von 7.000 Punkten etablieren.Helaba Volkswirtschaft/Research · 12. Oktober 2012· © Helaba 8
  9. 9. WochenausblickPrognoseübersicht Bruttoinlandsprodukt Verbraucherpreise Veränderung gg. reale Veränderung gg. Vorjahr in % Vorjahr in % 2010 2011 2012p 2013p 2010 2011 2012p 2013pEuroland 1,9 1,5 -0,3 0,7 1,6 2,7 2,5 2,3 Frankreich 1,6 1,7 0,3 1,0 1,7 2,3 2,4 2,2 Italien 1,8 0,5 -2,0 -0,5 1,6 2,9 3,2 2,5 Spanien -0,3 0,4 -1,2 -0,7 2,0 3,1 2,5 2,5 Griechenland -4,9 -7,1 -7,0 -2,0 4,7 3,1 0,5 0,5 Irland -0,8 1,4 0,5 1,5 -1,6 1,2 1,8 1,9 Portugal 1,4 -1,6 -3,5 -1,0 1,4 3,6 2,8 1,8 Deutschland* 4,0 3,1 1,2 1,7 1,1 2,3 2,0 2,0Großbritannien 1,8 0,9 -0,3 1,0 3,3 4,5 2,6 2,3Schw eiz 3,0 1,9 0,9 1,2 0,7 0,2 -0,6 0,8Schw eden 6,2 3,9 1,2 1,7 1,2 3,0 1,0 1,2Polen 3,9 4,3 2,2 2,6 2,7 4,2 3,7 3,0Ungarn 1,3 1,7 -1,2 1,0 4,9 3,9 5,9 4,5Tschechien 2,7 1,7 -0,8 0,7 1,5 1,9 3,4 2,5Russland 4,3 4,3 3,5 4,0 6,9 8,4 5,0 6,0USA 2,4 1,8 2,2 2,0 1,6 3,1 2,0 1,4Japan 4,5 -0,7 2,6 1,0 -0,7 -0,3 0,1 -0,2Asien ohne Japan 8,4 6,4 5,7 6,2 5,1 5,9 5,0 5,0 China 10,4 9,2 7,9 8,4 3,3 5,3 3,0 3,5 Indien 9,6 6,9 6,5 7,0 12,0 8,9 8,4 7,5Lateinamerika 6,0 4,3 3,0 4,0 5,9 6,5 6,0 6,0 Brasilien 7,6 2,7 1,7 3,5 5,0 6,6 5,2 5,5Welt 4,8 3,4 3,0 3,4 2,9 3,9 3,1 2,9p = Prognose; *Deutschland: arbeitstäglich bereinigt;Quellen: EIU, Macrobond, Datastream, Helaba Volkswirtschaft/Research %Helaba Volkswirtschaft/Research · 12. Oktober 2012· © Helaba 9

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