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Voraussichtliche Entwicklung von Unfallanzahlen und Jahresfahrleistungen in Deutschland - Ergebnisse 2012
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  1. 1. Voraussichtliche Entwicklung vonUnfallanzahlen und Jahresfahrleistungen in Deutschland - Ergebnisse 2012 - Markus Lerner Andreas Schepers Martin Pöppel-Decker Christine Leipnitz Arnd Fitschen Bundesanstalt für Straßenwesen Dezember 2012
  2. 2. 1Nach dem Anstieg der Unfall- und Verletztenzahlen im Jahr 2011 KURZFASSUNGhat sich im Jahr 2012 der langfristig positive Trend in derEntwicklung des Unfallgeschehens im Straßenverkehr inDeutschland wieder fortgesetzt.Nach Schätzungen der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)wird die Gesamtzahl der im Straßenverkehr Getöteten inDeutschland im Jahr 2012 gegenüber 2011 sinken - um etwa 6,5 %auf unter 3.750 Getötete. Damit liegt die Anzahl der Getöteten zwarwieder deutlich unter 4.000, jedoch noch knapp über dem Niveauvon 2010 (3.648 Getötete), dem bisher günstigsten Jahr (vgl. Bild1).Die Gesamtzahl der polizeilich erfassten Unfälle in Deutschlandwird im Jahr 2012 gegenüber dem Vorjahr (2.361.457) um etwa0,6 % auf gut 2,37 Mio. Unfälle ansteigen.Bei der Zahl der Unfälle mit Personenschaden wird im Vergleich zu2011 (306.266 Unfälle) ein leichter Rückgang um etwa 4.000 aufrund 302.000 erwartet. Die Zahl der bei diesen Unfällenverunglückten (verletzten und getöteten) Personen wird dabei umetwa 1 % auf etwa 392.500 Verunglückte im Jahr 2012 absinken.Die Entwicklung des Unfallgeschehens in 2012 steht in engemZusammenhang mit den extremen und sehr unterschiedlichenWitterungsverhältnissen in den beiden Vorjahren. So wies das Jahr2010 auffällig niedrige Unfall- und Verunglücktenzahlen auf, die in2011 unter anderem aufgrund des frühen Sommers und destrockenen Dezembers stark anstiegen. Insgesamt liegen dieErgebnisse für 2012 wieder deutlich unter den Werten von 2011,jedoch größtenteils noch über den Ergebnissen für das Jahr 2010.Die Anzahl der Getöteten auf Bundesautobahnen wird in diesemJahr um über 50 auf etwa 400 Getötete sinken. Mit einem wenigerstarken Rückgang wird außerorts (ohne Bundesautobahnen) zurechnen sein – um fast 8 % auf etwa 2.250 Getötete. Bei denaußerörtlichen Bundesstraßen (2011: 959 Getötete) wird derRückgang mit mehr als 9 % etwas stärker ausfallen. Innerorts wirdebenfalls ein Rückgang der Getötetenzahl erwartet (2011: 1.115Getötete), mit etwas über 1 % allerdings in deutlich geringeremAusmaß als auf BAB und Landstraßen (vgl. Bild 3).Die Gesamtzahl der getöteten Kraftfahrzeuginsassen (2011: 2.205)wird sich im Jahr 2012 um mehr als 100 reduzieren, dabei wird dieAnzahl der getöteten Pkw-Insassen (2011: 1.986) auf annähernd1.900 Getötete sinken. Der stärkste Rückgang – sowohl prozentualals auch absolut – ist bei den getöteten Motorradnutzern zu
  3. 3. 2verzeichnen. Hier wird ein Rückgang um mehr als 100 Getöteteerwartet (2011: 708 Getötete). Ebenfalls sinken wird die Anzahl dergetöteten Fußgänger – um etwa 10 % auf etwa 550 Getötete(2011: 614). Während sich bei den getöteten Moped/Mofa-Nutzern(2011: 70) in 2012 keine Veränderung ergibt, ist bei den getötetenRadfahrern (2011: 399) in 2012 ein leichter Anstieg um knapp 3 %zu erwarten.Bei der Anzahl der Getöteten werden in diesem Jahr in allenAltersgruppen Rückgänge erwartet (vgl. Bild 5), wenngleich inunterschiedlicher Stärke. Die stärksten prozentualen Rückgängewerden mit mehr als 10 % bei den getöteten Kindern unter 15Jahren erwartet (2011: 86 Getötete). Bei den jungen Verkehrs-teilnehmern im Alter von 18 bis 24 Jahren (2011: 737) wird wie beiden Erwachsenen zwischen 25 und 64 Jahren (2011: 2.025) dieAnzahl der Getöteten in diesem Jahr um knapp 8 % zurückgehen.Bei den Senioren (2011: 1.044) wird nach dem starken Anstieg imletzten Jahr in 2012 mit einem Rückgang um etwa 30 Getötetegerechnet.Bei den Alkoholunfällen wird in diesem Jahr ein leichter Rückgangum etwa 800 Unfälle erwartet (2011: 15.898).Für die Fahrleistungen der Kraftfahrzeuge werden im Jahr 2012Rückgänge sowohl auf Bundesautobahnen als auch auf demnachgeordneten Straßennetz erwartet. Nach vorläufigenSchätzungen wird die Gesamtfahrleistung von 717,6 Mrd. Fz-km imJahr 2011 auf etwa 709 Mrd. Fz-km im Jahre 2012 um etwa 1,2 %zurückgehen.Unter Berücksichtigung dieser Entwicklung wird sich die Getöteten-rate (das fahrleistungsbezogene Risiko, im Straßenverkehr getötetzu werden) im Jahr 2012 insgesamt auf etwa 5,3 Getötete je 1 Mrd.Fz.-km reduzieren (2011: 5,6). Dabei fällt der Rückgang auf denBundesstraßen außerorts um mehr als 9 % (2011: 8,7) und auf denBundesautobahnen um über 11 % (2011: 2,0) deutlich stärker ausals auf dem nachgeordneten Straßennetz.Anmerkungen:Die Unfallprognose wurde Anfang Dezember 2012 abgeschlossen. Sollte die Witterung imDezember 2012 extrem winterlich werden, kann sich eine Minderung der dargestelltenPrognosewerte der Unfallanzahlen um bis zu 2 Prozentpunkte einstellen; falls sich einegegenteilige Witterung ergeben sollte, ist mit einer leichten Erhöhung zu rechnen.Die vorliegende Kurzfristprognose vergleicht primär die Schätzungen für das aktuelle Jahrmit den Ergebnissen des Vorjahres. Dabei weisen einzelne Teilgruppen aufgrund derlangfristig positiven Entwicklungen sehr kleine Fallzahlen auf. Insbesondere bei diesenkleinen Fallzahlen kann aus den sich kurzfristig zeigenden Veränderungen keinRückschluss auf sich ändernde langfristige Trends gezogen werden.
  4. 4. 3VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG VON UNFALLANZAHLENUND JAHRESFAHRLEISTUNGEN IN DEUTSCHLAND– ERGEBNISSE 2012 –Endgültige Werte aus der amtlichen Straßenverkehrsunfallsta- ALLGEMEINEStistik, die das Unfallgeschehen zum Beispiel nach der Art der Ver-kehrsbeteiligung der Verunglückten und nach der Ortslage differen-ziert beschreiben, liegen zu einem Kalenderjahr erst mehrereMonate nach dem Jahreswechsel vor. Auf Fahrleistungsermitt-lungen kann frühestens im Sommer des Folgejahres zurück-gegriffen werden.Die folgende Darstellung der voraussichtlichen Entwicklung desUnfallgeschehens 2012 beruht auf den Daten, die durch Unterstüt-zung des Statistischen Bundesamtes Anfang Dezember 2012 inder Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) zur Verfügung stan-den. Dies waren die vorläufigen Monatswerte der Unfallstatistik biseinschließlich September 2012. Die Schätzwerte zu denUnfallanzahlen der einzelnen Kategorien wurden je für sich ermitteltund beruhen auf jeweils mehreren Einzelprognosen.Die Jahresfahrleistung von Kraftfahrzeugen auf dem gesamten FAHR-Straßennetz der Bundesrepublik Deutschland wird auf Basis einer LEISTUNGENKraftstoffverbrauchsrückrechnung für Inländer ermittelt. DieErmittlung der Gesamtfahrleistung beruht auf vorläufigenAbschätzungen der Intraplan Consult GmbH zu Pkw- und Lkw-Fahrleistungen. Danach sinkt die Gesamtfahrleistung für das Jahr2012 im Vergleich zum Vorjahr um voraussichtlich ca. 1,2 %.Gegenüber dem Vorjahreswert verändert sich damit dieGesamtfahrleistung von 717,6 Mrd. Fz-km (Quelle: DIW) aufvoraussichtlich 709 Mrd. Fz-km.Straßenklasse 2011 2012* VeränderungBundesautobahnen 223,2 222,7* ca. -0,2 %Bundesstraßen außerorts 110,5 110,2* ca. -0,2 %alle Straßen 717,6 ca. 709* ca. -1,2 %*) vorläufige WerteTabelle 1: Jahresfahrleistungen 2011 und 2012 in Mrd. Fz-km
  5. 5. 4Die Schätzung der Kfz-Fahrleistungen auf Bundesautobahnen undaußerörtlichen Bundesstraßen basiert auf einer Auswertung vonDaten ausgewählter Dauerzählstellen des jeweiligen erstendreiviertel Jahres der Jahre 2011 und 2012. Diese Auswertungenzeigen sowohl für die Bundesautobahnen als auch für dieaußerörtlichen Bundesstraßen einen leichten Rückgang um ca.0,2 %.Für die übrigen Straßennetze sind keine differenzierten Prognosenmöglich, da hierfür notwendige Daten über die Länge undVerkehrsbelastung fehlen.Zu Beginn des Jahres 2012 betrug der Bestand an zulassungs- FAHRZEUG-pflichtigen Kraftfahrzeugen knapp 52 Mio. Fahrzeuge. Davon waren BESTÄNDE42,9 Mio. Personenkraftwagen und 3,9 Mio. Motorräder. Im Ver-gleich zum Jahresbeginn 2011 hat der Bestand an zulassungs-pflichtigen Kraftfahrzeugen insgesamt um 1,6 % zugenommen.Dies ist der stärkste Bestandsanstieg der vergangenen Jahre. DerTrend wird hauptsächlich geprägt durch den Bestandszuwachs beiPkw. Der seit mehreren Jahren andauernde deutlich über demDurchschnitt liegende Bestandszuwachs bei den Motorrädern(einschl. Leichtkrafträder) setzt sich mit +2,1 % in diesem Jahr nachleichter Stagnation im Vorjahr weiter fort. Auch bei den (nichtzulassungspflichtigen) Kraftfahrzeugen mit Versicherungs-kennzeichen ist - nach absolutem Rückgang in den vergangenenbeiden Jahren - zu Beginn des Jahres 2012 mit +2,6 % wieder eindeutlicher Anstieg zu verzeichnen.Fahrzeuggruppe 01.01.2011 01.01.2012 VeränderungZulassungspflichtige Kfz1) 50,902 51,735 +1,6 %davon: Pkw1) 42,302 42,928 +1,5 % Motorräder1) 3,828 3,908 +2,1 % (einschl. Leichtkrafträder)Fahrzeuge mit 2,043 2,096 +2,6 %Versicherungskennzeichen 2)1) ohne vorübergehende Stilllegungen/Außerbetriebsetzungen2) zum Ende des VersicherungsjahresTabelle 2: Bestand an Kraftfahrzeugen 2011 und 2012 in Mio. (Quelle: KBA)
  6. 6. 5In den nachfolgenden Darstellungen wird unterschieden nach Un- ANZAHL DERfällen mit Personenschaden (und den dabei Verunglückten), UNFÄLLEschwerwiegenden Unfällen mit Sachschaden und der Anzahl allerpolizeilich registrierten Unfälle insgesamt. Unfälle mit Personen-schaden sind Unfälle, bei denen mindestens eine Person leicht-verletzt, schwerverletzt oder getötet wurde. Schwerwiegende Un-fälle mit Sachschaden (im engeren Sinne) sind Unfälle, bei denenmindestens ein Kfz aufgrund des Unfallschadens nicht mehr fahr-bereit war und ein Straftatbestand oder eine Ordnungswidrigkeit(mit Bußgeld) vorlag.Die Gesamtzahl der polizeilich erfassten Unfälle in Deutschlandwird nach Schätzungen der BASt im Jahr 2012 gegenüber demVorjahr (2.361.457) um etwa 0,6 % ansteigen. Darunter wird dieAnzahl der schwerwiegenden Unfälle mit Sachschaden (i.e.S.)gegenüber dem Vorjahr (2011: 81.487) mit knapp + 2 % bzw. mehrals 1.500 Unfällen etwas stärker ansteigen.Die Gesamtzahl der Unfälle mit Personenschaden in Deutschland Unfälle mit Per-wird nach dem starken Anstieg in 2011 wieder zurückgehen – um sonenschaden,etwa 1,4 % auf rund 302.000 im Jahr 2012. Dabei wird die Zahl der Verunglücktebei diesen Unfällen Verunglückten von 396.374 im Vorjahr wiederauf unter 393.000 im Jahr 2012 sinken. Sie liegt jedoch noch überder Anzahl der Verunglückten im Jahr 2010 (374.818Verunglückte).Die Anzahl der schweren Personenschäden (Schwerverletzte undGetötete zusammen) wird sich dabei um mehr als 4 % auf ca.70.000 Schwerverletzte und Getötete reduzieren (2011: 72.994;2010: 66.268).Die Entwicklung des Unfallgeschehens in 2012 steht in engemZusammenhang mit den extremen und sehr unterschiedlichenWitterungsverhältnissen insbesondere in den Jahren 2010 und2011. Vor dem Hintergrund der sehr winterlichen undschneereichen Witterung am Anfang und Ende des Jahres 2010war die Anzahl der Unfälle mit Personenschaden sehr niedrig beigleichzeitiger Zunahme der Unfälle mit Sachschaden. Zum anderenzogen die sommerlich trockene Witterung im Frühjahr 2011 und vorallem der trockene Dezember 2011 eine erhöhte Anzahl anUnfällen mit Personenschaden nach sich. Das Jahr 2012 verliefdiesbezüglich wieder eher durchschnittlich und zeigt daher wiederzurück gehende Werte.Der stärkste prozentuale Rückgang im Vergleich der Ortslagen wird Unfälle nach derin diesem Jahr nach dem Anstieg im Vorjahr auf Landstraßen Ortslage
  7. 7. 6erwartet – um etwa 2.000 auf etwa 75.500. Auf BAB sinken dieUnfallzahlen um ca. 2 % auf unter 18.000 Unfälle (vgl. Bild 2).Innerorts (2010: 210.427) werden geringere Rückgänge um etwa1,5 % erwartet. Das entspricht einem Rückgang um weniger als3.000 Unfälle. Auf den außerörtlichen Bundesstraßen liegen dieerwarteten Rückgänge im Jahr 2012 bei etwa 2 % im Vergleichzum Vorjahr (2011: 25.040).Bei den Alkoholunfällen (Unfälle mit Personenschaden, bei denen Alkoholunfällemindestens ein Unfallbeteiligter unter Alkoholeinfluss stand) istnach dem Anstieg im Jahr 2011 (2010: -14 %, 2011: +5 %) im Jahr2012 wieder mit einem leichten Rückgang um etwa 5 % bzw. umca. 800 Unfälle zu rechnen (2010: 15.070; 2011: 15.898).Bezieht man die Anzahl der Unfälle auf die Fahrleistungen der UnfallratenKraftfahrzeuge, so ergeben sich Unfallraten [Unfälle je Mio. Fz-km].Die Rate der Unfälle mit Personenschaden wird im Jahr 2012gegenüber 2011 (Unfallrate: 0,43) nur geringfügig sinken. BeiUntergliederung nach der Straßenklasse zeichnet sich aufaußerörtlichen Bundesstraßen (Unfallrate 2011: 0,227) ein leichterRückgang um 2 % ab – auf etwa 0,222 Unfälle je Mio. Fz-km. AufBundesautobahnen wird sich die Unfallrate mit - 2 % weiterreduzieren – von 0,082 im Jahr 2011 auf 0,080 im Jahr 2012.Die Gesamtzahl der Verkehrstoten wird in Deutschland im Jahr ANZAHL DER2012 nach dem deutlichen Anstieg im letzten Jahr GETÖTETEN(2011: 4.009 Getötete, + 10 %) wieder sinken. Es wird mit einemRückgang um über 250 Getötete auf unter 3.750 Getötetegerechnet. Damit liegt die Anzahl der Getöteten zwar wieder unter4.000, allerdings immer noch über dem Niveau von 2010, dembisher günstigsten Jahr (vgl. Bild 1).Der starke Rückgang der Anzahl der Getöteten in 2010 und derdarauf folgende Anstieg in 2011 stehen ebenfalls imZusammenhang mit den extremen und sehr unterschiedlichenWitterungsverhältnissen in den jeweiligen Jahren. Während 2010vor dem Hintergrund der sehr winterlichen Witterung am Anfangund am Ende des Jahres die Anzahl der Getöteten undVerunglückten sehr niedrig war, zog die sommerlich trockeneWitterung im Frühjahr 2011 und vor allem der trocken Dezember2011 eine überdurchschnittlich hohe Anzahl an Getöteten undVerunglückten nach sich.In diesem Jahr wird nach der heterogenen Entwicklung in 2011 in Altersgruppenallen Altersklassen mit Rückgängen gerechnet (vgl. Bild 5). Dieprozentual stärksten Rückgänge werden bei den getöteten Kindern
  8. 8. 7unter 15 Jahren erwartet (2011: 86 Getötete) – um gut 10 auf etwa75 Getötete. Bei den jungen Verkehrsteilnehmern im Alter von 18bis 24 Jahren (2011: 737 Getötete) wird wie bei den Erwachsenenzwischen 25 bis 64 Jahren (2011: 2.025 Getötete) mit einemRückgang der Anzahl der Getöteten in diesem Jahr um fast 8 %gerechnet. Bei den Senioren wird nach dem deutlichen Anstieg imletzten Jahr (2011: +15 %) in diesem Jahr mit einem leichtenRückgang um unter 3 % gerechnet.Ein Rückgang der Anzahl der getöteten Verkehrsteilnehmer wird in Ortslagediesem Jahr in allen Ortslagen erwartet. Die Anzahl der Getötetenauf Bundesautobahnen (2011: 453 Getötete) wird in diesem Jahrauf etwa 400 Getötete sinken. Mit einem ebenfalls deutlichenRückgang darf nach dem Anstieg im Vorjahr außerorts (ohneBundesautobahnen) gerechnet werden – um fast 8 % auf etwa2.250 Getötete. Bei den außerörtlichen Bundesstraßen (2011: 959Getötete) wird der Rückgang mit mehr als 9 % prozentual sogarnoch etwas höher ausfallen. Innerorts wird ebenfalls ein Rückgangder Getötetenzahl erwartet (2011: 1.115 Getötete), allerdings indeutlich geringerem Umfang im Vergleich zu BAB undLandstraßen. Die Anzahl der Getöteten bei Unfällen innerorts wirdum etwas über 1 % auf ca. 1.100 Getötete sinken.Bildet man aus der Anzahl der bei Straßenverkehrsunfällen Getötetenratengetöteten Personen und den Fahrleistungen der Kfz Getötetenraten[Getötete je Mrd. Fz-km], so ist in Deutschland für das Jahr 2012insgesamt ein Rückgang der Getötetenrate auf etwa 5,3 absehbar(2011: 5,6). Dies entspricht einem Rückgang um über 5 %. AufBundesstraßen außerorts fällt der Rückgang mit über 9 % auf unter8,0 noch deutlicher aus. Am stärksten ist der Rückgang derGetötetenrate mit über 11 % jedoch auf Bundesautobahnen, von2,0 in 2011 auf unter 1,8 im Jahr 2012.Unterteilt man die Anzahl der Getöteten nach verschiedenen VERKEHRS-Verkehrsteilnehmergruppen, so ist folgende Entwicklung absehbar BETEILIGUNG(vgl. Bild 4):Die Gesamtzahl der getöteten Kraftfahrzeuginsassen (2011: 2.205 KraftfahrzeugeGetötete) wird sich im Jahr 2012 um mehr als 100 auf etwa 2.100 (ohne Zweiräder)absenken, dabei wird die Anzahl der getöteten Pkw-Insassen(2011: 1.986) im gleichen Maße auf annähernd 1.900 Getöteteabsinken.Die Anzahl der getöteten Fahrer und Mitfahrer von Motorrädern Motorräder(einschließlich Leichtkrafträder) wird sich in 2012 nach dem starkenAnstieg in 2011 in diesem Jahr um annähernd 100 auf fast 600
  9. 9. 8Getötete reduzieren (2011: 708).Bezogen auf den Fahrzeugbestand wird sich das bestands- Bestands-bezogene Risiko "Getötete je 100 Tsd. Fahrzeuge" für bezogenesMotorradnutzer im Vergleich zum Vorjahr um knapp 17 % auf fast Risiko15,3 absenken (2011: 18,5). Das bestandsbezogene Risiko für Pkwsinkt dagegen nur um knapp 6 % auf etwa 4,4 (2011: 4,7). DerVergleich des bestandsbezogenen Risikos der Motorradbenutzerund der Pkw zeigt, dass Motorradfahren trotz der stärkerenRückgänge und trotz der geringeren Fahrleistung von Motorrädern,für die Fahrer und Mitfahrer weiterhin ein sehr hohes Risikodarstellt, das fast viermal höher ist als für Pkw-Insassen.Während sich bei den getöteten Moped/Mofa-Nutzern (2011: 70) in Moped/Mofa,2012 keine Veränderung ergibt, ist bei den getöteten Radfahrern Radfahrer,(2011: 399) in 2012 ein leichter Anstieg um knapp 3 % zu erwarten. FußgängerDagegen ist bei der Anzahl der getöteten Fußgänger in 2012wieder mit sinkenden Zahlen zu rechnen. Mit einem erwartetenRückgang um etwa 10 % liegen die Zahlen nach dem starkenAnstieg im letzten Jahr (2011: +29 % auf 614 Getötete) jedochnoch deutlich über dem Niveau von 2010 (476 Getötete).
  10. 10. Bild 1: Entwicklung der Fahrleistung1), der Unfälle mit Personenschaden und der Getöteten in den Jahren 1992 bis 2012 140,0 718 Jahresfahrleistung 120,0 - 1,2 % 590 Mrd. Fz km 100,0 395.462 U(P) Index 1992 = 100 306.266 Unfälle mit 80,0 Personenschaden 10.631 - 1,4 % Getötete 60,0 4.009 40,0 Getötete - 6,5 % 20,0 0,0 1992 1996 2000 2004 2008 2011 Prognose 2012 Jahr1) Quelle: DIW; 2012 Schätzung Intraplan, BASt BASt-U2p-49/2012
  11. 11. Entwicklung der Unfälle mit Personenschaden und der Getöteten in den Jahren 1992 bis 2012 Bild 2: Unfälle mit Personenschaden Bild 3: Getötete nach Ortslage nach Ortslage300.000 7.000 Prognose Prognose 2012 2012 Außerorts ohne BAB Innerorts 6.000250.000 5.000 - 1%200.000 4.000150.000 Außerorts ohne BAB 3.000100.000 Innerorts - 8% 2.000 - 3% 50.000 Bundesautobahnen 1.000 - 1% Bundesautobahnen - 2% - 12% 0 0 1992 1995 2000 2010 2012 1992 2000 2000 2010 2012 Bild 4: Getötete nach Verkehrsbeteiligung Bild 5: Getötete nach Altersgruppen Kfz. (ohne Zweiräder)8.000 3.000 Motorräder Prognose Fußgänger 20127.000 Fahrräder Moped/Mofas 2.5006.000 Prognose 2012 2.0005.0004.000 1.500 65 Jahre und älter3.000 1.000 - 3%2.000 - 5% 18 bis 24 Jahre - 8% 5001.000 unter 15 Jahren -15% -10% +3% 0% - 13% 0 0 1992 2000 2000 2010 2012 1992 2000 2000 2010 2012 BASt-U2p-49/2012

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