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[PDF] Resümee Klavier-Festival Ruhr 2012
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  1. 1. Klavier-Festival Ruhr 2012Mit mehr als 51.500 Besuchern, neuen Höchstwerten beim Einwerben von Sponsorgeldernund Spenden sowie mit einem ausgeglichenen Budget endet übermorgen (Sa. 14. Juli) dasKlavier-Festival Ruhr 2012. Trotz der Fußball-Europameisterschaft ließ sich die Zahl derBesucher sogar um 1000 leicht steigern.Neue Höchstwerte beim Sponsoring und Fundraising führten zu schwarzen Zahlen.Hinzu kam der überragende Erfolg der ersten Gründerkreiskampagne: Die mehr als 250Mitglieder des Gründerkreises bedachten die Stiftung Klavier-Festival Ruhr mitZuwendungen in Höhe von insgesamt gut 1 Mio. Euro. Mit 55 Sponsoren und siebenPartner-Stiftungen erreichte das Klavier-Festival Ruhr 2012 auch hier neue Rekordmarken.Dem Intendanten gelang es zudem erstmals, eine Festival-Mäzenatin zu gewinnen.Alfred Brendel, der bei der Gründerkreis-Soirée aus seinen Klaviergedichten las, erhieltfür seine langjährige Treue zum Klavier-Festival Ruhr den Ehrenpreis des Gründerkreises.Dieser besteht aus einem Stipendium für einen von Alfred Brendel auszuwählenden jungenPianisten. Dieses Stipendium wurde spontan von den Gründerkreismitgliedern Aurelia undDavid Furtwängler gestiftet. Der Pianist Pierre-Laurent Aimard spielte Klavierwerke vonGyörgy Kurtág. Die Soirée klang auf der Terrasse der Villa Hügel bei angeregtenGesprächen aus.Bereits am Di. 18. Dezember 2012 findet ein Extra-Konzert der Stiftung Klavier-FestivalRuhr in der Historischen Stadthalle Wuppertal statt: Dann spielt die französische PianistinHélène Grimaud im Duo mit der argentinischen Cellistin Sol Gabetta. Der Vorverkauf fürdieses Gala-Konzert beginnt am Mo. 27. August. Die Veranstaltung bildet den Auftakt zumJubiläumsjahr 2013: Dann feiert das Klavier-Festival Ruhr sein 25-jähriges Bestehen.Das Klavier-Festival Ruhr 2012 stand im Zeichen der Länderschwerpunkte „Frankreich undAmerika“. Es versammelte aus diesem Anlass die Elite der französischen Pianisten unsererZeit, unter ihnen Pierre-Laurent Aimard, Bertrand Chamayou, David Fray, HélèneGrimaud, das Klavierduo Katia & Marielle Labèque, Lise de la Salle, AlexandreTharaud und Jean-Yves Thibaudet. Programmatische Akzente setzten die JahresjubilareClaude Debussy, Maurice Ravel, John Cage, George Gershwin und Philip Glass. 1
  2. 2. Auftakt: Das WDR3 „KlassikForum“ live vom Klavier-Festival RuhrUnter dem Motto „Live vom Klavier-Festival Ruhr“ stimmte das „KlassikForum“ auf WDR3erstmals mit einer dreistündigen Sendung auf das Klavier-Festival Ruhr 2012 ein. Am Tagdes Eröffnungskonzerts berichtete der Sender einen ganzen Vormittag lang aus dem RWEPavillon der Philharmonie Essen. Live-Musik und Gespräche mit den Festival-Künstlern AliceSara Ott, Robert Levin, Ya-Fei Chuang und Tamara Stefanovich gaben einen Ausblick aufdie bevorstehenden Festival-Wochen. Vom mehrfach ausgezeichneten Education-Programmdes Festivals berichteten dessen Leiter Tobias Bleek und die „Little Piano School“-LehrerinIrina Grigorieva. Auch der Dirigent des Eröffnungskonzerts, Bochums GeneralmusikdirektorSteven Sloane, und der Solist des Eröffnungskonzerts, Jean-Yves Thibaudet standen demkundigen Moderator Hans Winking für ein Interview zur Verfügung. Dieser führtegemeinsam mit Festival-Intendant Franz Xaver Ohnesorg durch den Vormittag.Die Konzerte des Klavier-Festivals Ruhr 2012Eröffnung mit Jean-Yves Thibaudet und den Bochumer SymphonikernEine Kombination von Rhythmus und Raffinesse brachten die Länderschwerpunkte„Frankreich und Amerika“ dem diesjährigen Eröffnungskonzert des Klavier-Festivals Ruhr inder Philharmonie Essen. Jean-Yves Thibaudet, Pianist deutsch-französischer Abstammungund gern gesehener Gast in den großen musikalischen Metropolen der Welt, spielte dasbrillante Klavierkonzert des Franzosen Maurice Ravel, begleitet von den BochumerSymphonikern unter dem in Los Angeles geborenen Dirigenten Steven Sloane. ÜppigeKlangfarben und orchestrale Wucht entwickelten die Bochumer Symphoniker in derOrchestersuite Daphnis et Chloé Nr. 2 von Maurice Ravel und den funkelnden SymphonicDances aus Leonard Bernsteins West Side Story. Zum Abschluss erklangen GeorgeGershwins Variationen I got rhythm für Klavier und Orchester. „Solist Jean-Yves Thibaudeterweist sich als quirliger Meister der Figuration und subtiler Gestalter. In Gershwins I GotRhythm-Variationen wiederum bettet er den Jazz in französische Eleganz“ schrieb dieWestdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ). 2
  3. 3. Schubert-Abend mit Daniel Barenboim„Es gibt nicht allzu viele Dirigenten, die auch als Pianisten in der ersten Liga spielen. DanielBarenboim ist als Pianist auch nach Jahrzehnten noch immer für Überraschungen gut“,schrieb die Recklinghäuser Zeitung nach dem umjubelten Schubert-Abend von DanielBarenboim in der Duisburger Mercatorhalle. War der Maestro in den vergangenen Jahrenmit der Staatskapelle Berlin und als Kammermusikpartner zu erleben, kehrte er nun wiedermit einem Solo-Abend zum Klavier-Festival Ruhr zurück. Vier Impromptus D 899 ließ erdabei die A-Dur-Sonate aus den letzten Lebensmonaten Franz Schuberts folgen.Rückkehr im Duo: Khatia und Gvantsa BuniatishviliIm Liszt-Jahr 2011 war ihr Eröffnungskonzert einer der Festival-Höhepunkte. Nun kehrte dietemperamentvolle Georgierin Khatia Buniatishvili zum Klavier-Festival Ruhr zurück – zumdritten Mal nach ihrem Deutschland-Debüt im Jahr 2009. Im Konzerthaus Dortmund spielte dieKünstlerin die Fantasie in C-Dur op. 17 von Robert Schumann, gefolgt von der 7. Klavierso-nate von Sergej Prokofjew. „Mit leidenschaftlicher Hingabe widmet sie sich der erotisierendenMagie des Klangs. Auch das erklärt die fesselnde Wirkung ihres Spiels“, urteilte dieRecklinghäuser Zeitung. Nach drei Scherzi von Frédéric Chopin bat die Pianistin ihre ältereSchwester Gvantsa Buniatishvili auf die Bühne, um Maurice Ravels La Valse in der Fassungfür zwei Klaviere zu spielen. Für die Beifallsstürme bedankten sie sich vierhändig mit zweiUngarischen Tänzen von Johannes Brahms.George Gershwins Komponisten-Werkstatt: Einblicke von Robert LevinWie George Gershwin noch aus schlichtesten Melodien hinreißende Ohrwürmer machte,zeigte der Pianist und Harvard-Professor Robert Levin im Haus Fuhr in Essen. Sein Vortragüber „George Gershwins Komponisten-Werkstatt“ zeichnete aber auch Stationen aus demLeben des Amerikaners nach, der als russischer Jude ursprünglich Jacob Gershovitz hieß.Gewürzt mit lebhafter Rhetorik und mancher Anekdote, führte Robert Levin seine Zuhörer zuden Wurzeln von Gershwins Schaffen: die Broadway-Shows von Stephen Foster undJerome Kern, die Musik des Tschechen Antonin Dovřák und der Ragtime aus New Orleans.Briefstellen und Tondokumente vervollständigten das Bild des genialen Komponisten, der mit38 Jahren starb. „Das Klavier-Festival würdigt ihn zum 75. Todestag und schon der Auftaktmit Robert Levin gelang aufs Schönste. So wächst der Wunsch, solcherart Musikvermittlungöfter genießen zu dürfen“, schrieb die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ). 3
  4. 4. Hommage an George Gershwin: Robert Levin, Ya-Fei Chuang und Eva VogelEigens für das Klavier-Festival Ruhr 2012 konzipiert war eine dreiteilige Gershwin-Hommagemit der Mezzosopranistin Eva Vogel, dem Pianisten und Musikwissenschaftler Robert Levinund der taiwanesischen Pianistin Ya-Fei Chuang. Zunächst spürte Robert Levin mit zweiStücken von John Harbison und William Bolcom dem Einfluss Gershwins auf spätereMusikergenerationen nach. Hits wie Sweet and Lowdown, Embracable you sowie dasdoppeldeutige Do it again enthielt die Auswahl aus dem American Songbook, dem sichRobert Levin gemeinsam mit der Sängerin Eva Vogel zuwandte. Ya-Fei Chuang rundete dieHommage mit den Three Preludes von George Gershwin und den 7 Virtuoso Etüden desAmerikaners Earl Wilde ab, die auf Gershwin-Themen basieren.Lieder-Abende im Zeichen von Franz SchubertEine sehr persönliche Auswahl von Schubert-Liedern traf der Brite Graham Johnson indiesem Jahr für die traditionellen Liederabende des Klavier-Festivals Ruhr im idyllischenHertener Wasserschloss. 50 Lieder von 25 Dichtern spiegelten dabei einen Schaffenszeitraumvon 16 Jahren. Mit kleinen Einführungen stellte Johnson einen Bezug zwischen demjeweiligen Lied und dem Leben des Komponisten her. „Das mag nach Seminar klingen, istaber Vermittlung in launiger Manier. Schuberts klingendes Werk steht im Vordergrund, jedesLied wird mit großer Emphase interpretiert, bisweilen ins opernhaft Dramatische gerückt,mitunter als zarte, inwendige Miniatur wiedergegeben“, schrieb die Westdeutsche AllgemeineZeitung (WAZ). Im Verbund mit dem Tenor Robin Tritschler, der Sopranistin GeraldineMcGreevy und dem Bariton Benjamin Appl entfaltete Schuberts Lyrik ihre Kraft. Der zweiteLiederabend wurde aus aktuellem Anlass dem Andenken an den in der Nacht zuvorverstorbenen Sänger Dietrich Fischer-Dieskau gewidmet. 4
  5. 5. Gershwin Piano Quartet mit Arrangements und ImprovisationenSilberne Autohupen wurden für die Mitglieder des Gershwin Piano Quartets an dieKonzertflügel montiert. Das klangstarke, 1996 von dem Schweizer André Despondsgegründete, Quartett eröffnete sein Konzert in der Gebläsehalle des LandschaftsparksDuisburg-Nord mit George Gershwins An American in Paris: Ein Stück, in dem auch derStraßenverkehr der Metropole auf fröhliche Weise anklingt. Mischa Cheung, AndréDesponds, Benjamin Engeli und Stefan Wirth präsentierten Themen aus Porgy and Bess,das berühmte I got rhythm und A foggy day in ebenso raffinierten wie originellenArrangements. Flankiert wurden Gershwins Swing-Klassiker von einer Tango-Fuge vonAstor Piazzolla und einer faszinierend kreativen Fassung von Maurice Ravels hochexplosiverWalzerstudie La Valse. Die Ruhr Nachrichten aus Dortmund zeigten sich von diesemKonzept überzeugt: „Die perfekte Mischung aus Jazz und klassischer Moderne!“Das Klavierduo Labèque mit Gershwin, Glass und RavelAnlässlich seines Frankreich-Schwerpunkts versammelte das Klavier-Festival Ruhr 2012beinahe die gesamte französische Pianisten-Elite. Die Geschwister Katia und MarielleLabèque durften in diesem Zusammenhang nicht fehlen. Im RuhrfestspielhausRecklinghausen spielten die temperamentvollen Französinnen ein von den Jahresjubilareninspiriertes Programm. Den Drei Preludes von George Gershwin ließen sie die FourMovements for two Pianos von Philip Glass folgen, ein Auftragswerk des Klavier-FestivalsRuhr, das hier 2008 uraufgeführt wurde. Vierhändig interpretierten die Schwestern MauriceRavels musikalische Märchenerzählung Ma Mère l’Oye, bevor sie sich dem Stückzuwandten, mit dem vor 30 Jahren ihre internationale Karriere begann: George GershwinsRhapsody in Blue in der Fassung für zwei Klaviere. Die Süddeutsche Zeitung beschrieb dasGershwin-Spiel des Klavierduos als „nie vordergründig, sehr durchsichtig, nie dieKomplexität hinter dem Swing leugnend, aber zugleich immer unterhaltsam.“ 5
  6. 6. Festival-Debüt von Lise de la SalleIhr mit Spannung erwartetes Debüt beim Klavier-Festival Ruhr gab die Französin Lise de laSalle im Ibach-Haus in Schwelm. Die 1988 im französischen Cherbourg geborene Pianistinstellte sich mit einem ebenso farbenreichen wie kunstvoll konzipierten Programm vor. Sieeröffnete ihren Klavierabend mit den Miroirs von Maurice Ravel, die in der grotesk verzerrtensüdspanischen Folklore der Alborada del gracioso gipfeln. Aus Heft I und II der Préludes vonClaude Debussy wählte sie Stücke wie „Klänge und Düfte kreisen durch die Abendluft“, „Wasder Westwind sah“, „Schritte im Schnee“ und „Feuerwerk“ aus. Im zweiten Teil des Abendsverschränkte sie die Symphonischen Etüden op. 13 von Robert Schumann mit dessenposthum erschienenen Variationen op. 13.Weitere französische AkzenteZu den Schätzen, die das Klavier-Festival Ruhr 2012 hob, zählte die sonst eher selten imKonzertsaal zu hörende Suite bergamasque von Claude Debussy. Gleich mehrere Festival-Künstler wandten sich dieser farbenreichen Komposition zu: so der gefeierte polnischeVirtuose Rafał Blechacz in der Mercatorhalle Duisburg, die junge Mona Asuka Ott imKulturzentrum August Everding Bottrop und der als Einspringer im Eröffnungskonzert desKlavier-Festivals Ruhr 2010 gefeierte Bertrand Chamayou im Karl Ernst Osthaus-Saal desEssener Museum Folkwang.Streifzüge durch die Welt der Préludes von Claude Debussy unternahmen neben Chamayouso verschiedene Pianisten wie der diesjährige Preisträger des Klavier-Festivals Ruhr RaduLupu in der Stadthalle Mülheim, der Bashkirov-Meisterschüler David Kadouch und dieFranzösin Lise de la Salle, die beide im Ibach-Haus in Schwelm zu erleben waren. Pierre-Laurent Aimard bereicherte den Frankreich-Schwerpunkt in der Stadthalle Mülheim mit derElegie, Les soirées illuminées par l’ardeur du charbon und einer Auswahl der Préludes vonClaude Debussy sowie mit den Jeux d’eau von Maurice Ravel. Die Süddeutsche Zeitungschrieb über Aimards klug konzipiertes Programm: „Pianistisch stupend schießen die‚Wasserspiele’ von Liszt wie Ravel aus ihren hydraulisch konstruierten Röhren und formeneinen stimmigen Bogen zum frühen Olivier Messiaen in den selten gehörten 8 Préludes“.Ihren jeweils eigenen Zugriff auf die Valses nobles et sentimentales von Maurice Raveldemonstrierten Jean-Frédéric Neuburger im Martinstift Moers und Tamara Stefanovich imHaus Opherdicke in Holzwickede. 6
  7. 7. Igor Levit interpretierte bei seinem umjubelten Konzert in der Neuen Aula der EssenerFolkwang Universität die Douze études von Claude Debussy. Das für seine Entdeckerlustbekannte Klavierduo Maki Namekawa & Dennis Russell Davies spielte neben den Sixépigraphes antiques von Claude Debussy auch dessen Bearbeitung von Camille Saint-Saëns Introduction et Rondo capriccioso und Variationen über ein französisches Thema vonWalter Braunfels. Werken von François Couperin stellte Alexandre Tharaud imKulturzentrum August Everding Bottrop den Tombeau de Couperin von Maurice Ravelgegenüber. Boris Bloch hatte im Wasserschloss Gartrop in Hünxe Claude Debussys Heft IIder Images im Programm. Und das Klavierduo Katia und Marielle Labèque spielte MauriceRavels Märchenerzählung Ma mère l’oye im Ruhrfestspielhaus Recklinghausen in einerFassung für Klavier zu vier Händen.A John Cage Centenary Tribute: Margaret Leng TanWie humorvoll und erfindungsreich der amerikanische Komponist John Cage trotz allerErnsthaftigkeit seines künstlerischen Anspruchs war, vermittelte Cages langjährigeWegbegleiterin Margaret Leng Tan. Die in Singapur geborene Pianstin würdigte den 100.Geburtstag des Komponisten mit zwei eigens für das Klavier-Festival Ruhr konzipiertenHommage-Konzerten im Museum Folkwang. Dabei stellte sie zentrale Werke aus CagesSchaffen vor: So die berühmte Water Music, Daughter of the lonesome Isle für präpariertesKlavier und 0’00’’, das die Sinne für die Stille und für Alltagsgeräusche schärfen soll. LengTan zeigte sich aber auch als Performance-Künstlerin und Virtuosin des Toy Piano. DerSpaß gipfelte in Performances wie dem Wagnerschen Ring in einer Minute von Jed Distler,den Margaret Leng Tan mit einem Walküre-Helm aus Plastik auf dem Kopf am Toy Pianospielte. Am zweiten Abend zeigte sie gemeinsam mit dem Kunsthistoriker WulfHerzogenrath die Verbindungen zwischen John Cages Musik und den Bildenden Künstenauf. Der Westfälische Anzeiger schrieb: „Eine bessere Botschafterin könnten Cage und diegesamte musikalische Avantgarde nicht haben“. 7
  8. 8. Gershwin mit Wayne Marshall und dem WDR Rundfunkorchester KölnIn der Doppelrolle als Dirigent und Pianist trat Wayne Marshall bei einem Porträt-Konzert inder Mercatorhalle Duisburg auf, das an den 75. Todestag von George Gershwin erinnerte.Der Brite unternahm einen unterhaltsamen und zugleich anspruchsvollen Streifzug durchGershwins Schaffen. Nach der Ouvertüre zum Musical Of thee I sing nahm Marshall amKonzertflügel Platz, um das Concerto in F als Solist und Dirigent zu interpretieren. Danachgab Marshall dann wieder vom Dirigentenpult aus Impulse. Das WDR RundfunkorchesterKöln, das an diesem Abend sein Festival-Debüt gab, spielte unter seiner Leitung dieKubanische Ouvertüre sowie ein symphonisches Pasticcio aus der Oper Porgy and Bess.„Marshall ist ein glänzender Interpret der sprühenden Mischung aus Jazz, Blues undRagtime, die immer wieder auch spätromantische Anklänge durchscheinen lässt“, befandendie Ruhr Nachrichten.Yefim Bronfman und das WDR Sinfonieorchester KölnNach seinem Solo-Abend beim Klavier-Festival Ruhr 2011 kehrte der in Usbekistan geborenePianist Yefim Bronfman mit dem WDR Sinfonieorchester Köln zum Festival zurück. In derPhilharmonie Essen interpretierte er unter der Leitung von Jukka-Pekka Saraste dasdramatisch gefärbte 3. Klavierkonzert c-Moll von Ludwig van Beethoven. Die Kölnerumrahmten Bronfmans Auftritt mit der Symphonischen Dichtung Der Barde von Jean Sibeliusund Béla Bartóks funkelnd-virtuosem Konzert für Orchester. Die Presse erlebte Bronfman als„Teamplayer“: „Sein Stil ist eher die unprätentiöse Arbeit im Dienst des Werkes, mituntadeliger Technik und immer wieder in Staunen versetzenden Anschlagskultur“, schrieb dieWestdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ). 8
  9. 9. Kammermusik mit Julia Fischer und Milana ChernyavskaEine äußerst kurzfristige Programm- und Besetzungsänderung musste das diesjährigeKlavier-Festival Ruhr am 2. Juli verkraften, als Anne-Sophie Mutter sich gezwungen sah, ihrKonzert mit Ayami Ikeba nur 11 Stunden vor Konzertbeginn abzusagen. Indes zeigte sich dieGeigerin Julia Fischer freundlicherweise bereit, mit ihrer langjährigen Klavierpartnerin MilanaChernyavska einzuspringen und so ihr unverhofftes Festival-Debüt zu geben. DieKünstlerinnen brachten dafür ein Programm mit, das dem ursprünglich angekündigtenweitgehend glich. In der Philharmonie Essen erhielten sie stürmischen Beifall für ihreInterpretationen von Mozarts Sonate B-Dur, dem Rondeau brillant h-moll von Franz Schubert,der Violinsonate von Claude Debussy und der Sonate Nr. 1 d-Moll von Camille Saint-Saëns.Zum Schluss dieses Ausnahmekonzerts gab es Standing Ovations für die beidenhochsympathischen Künstlerinnen. Auch die Presse feierte die gebürtige Münchnerin, unddies nicht nur für ihr beherztes Einspringen. Die Recklinghäuser Zeitung berichtete vom„Triumph für die Überfliegerin.“Hammerklavier-Abend mit András SchiffNach seinem unvergessenen Schubert-Abend beim Klavier-Festival Ruhr 2008 kehrt derfeinsinnige Ungar András Schiff am Do. 12. Juli erneut mit einem Schubert-Programm zumPianistentreffen an der Ruhr zurück. In der Stadthalle Mülheim ergibt sich die selteneGelegenheit, den Künstler auf einem historischen Hammerflügel aus dem Jahre 1820 spielenzu hören. Der Nachbau dieses Instruments aus Schuberts Lebzeiten gibt exakt dieKlangfarbe der Tasteninstrumente wieder, für die der Komponist seine Klavierwerke schrieb.András Schiff interpretiert zunächst die Sonate G-Dur op. 78 D 894 und danach die SonateB-Dur op. posth. D 960, die als Schuberts musikalisches Vermächtnis gilt. 9
  10. 10. Steffen Schleiermacher mit Werken von John Cage und Philip GlassNach dem von John Cage geliebten Zufallsprinzip gestaltete der Pianist und KomponistSteffen Schleiermacher ein ausgesprochen amerikanisches Programm mit Werken vonJohn Cage und Philip Glass. In Haus Fuhr in Essen ließ er jeden Konzertbesucher amEingang einen Zettel ziehen, auf dem der Titel eines Cage-Werks notiert war. So ergab sichdie Werkreihenfolge nach dem Zufallsprinzip. Schleiermacher, der für die Gesamteinspielungdes Klavierwerks von John Cage den Preis der Deutschen Schallplattenkritik erhielt,erschloss seinem Publikum durch seine so kenntnisreichen wie launigen Anmerkungeneinen denkbar lustvollen Zugang zu den Stücken. Zu erleben waren wegweisende Werkevon John Cage wie die Sonatas and Interludes for Prepared Piano, In a landscape, Music forpiano und Silence. Im zweiten Teil des Abends ergänzte der Pianist sein Programm durchAuszüge aus der Trilogy Sonata von Philip Glass.Krystian Zimerman und das Hagen QuartettNicht mehr als 50 Konzerte weltweit gibt der Pianist Krystian Zimerman im Jahr. Nachseinem Solo-Abend beim Klavier-Festival Ruhr 2008 kehrte der in künstlerischen Fragenkompromisslose Pole nun im Verbund mit dem renommierten Hagen Quartett zumPianistentreffen an die Ruhr zurück. Im Konzerthaus Dortmund spielten die Künstler zunächstdas Klavierquintett Nr. 1 der von Zimerman äußerst geschätzten polnischen KomponistinGrazyna Bacewicz. Das Hagen Quartett interpretierte im Anschluss die hoch expressiveKreutzer-Sonate des Tschechen Leoš Janáček, die von der gleichnamigen Tolstoi-Novelleinspiriert wurde. Zum Abschluss erklang Robert Schumanns grandioses Klavierquintett Es-Durop. 44. Der Westfälische Anzeiger schrieb von „Kammermusik der Sonderklasse“ und voneinem Abend, „der den hohen Erwartungen vollauf gerecht wurde.“Quartett der SchallplattenkritikerEine Neuauflage erlebte das Quartett der Schallplatten-Kritiker im Harenberg City-CenterDortmund. Die Juroren vom „Preis der Deutschen Schallplattenkritik“ brachten zum Klavier-Festival Ruhr 2012 ihre Lieblingsaufnahmen der Préludes von Claude Debussy mit.Eleonore Büning (FAZ), Kalle Burmester (WDR), Wolfram Goertz (Rheinische Post/DieZEIT) und Christoph Vratz (FonoForum) stellten diese Aufnahmen vor, diskutierten undverteidigten sie. Nach diesem aufschlussreichen und amüsanten Schlagabtausch waren der1. Preisträger des 60. ARD-Wettbewerbs in München, Alexej Gorlatch, sowie der Siegerdes Concours Clara Haskil, Cheng Zhang zu erleben, die selbstverständlich auch Werkevon Claude Debussy auf dem Programm hatten. 10
  11. 11. Meisterkurs mit Alfred BrendelIn Kooperation mit der Stiftung Ferruccio Busoni in Bozen führte das Klavier-Festival Ruhr2012 einen Meisterkurs durch, bei dem der große Alfred Brendel sein immenses Könnenund Wissen erstmals öffentlich an junge Pianisten weiter gab. Es waren dies die Preisträgerdes 58. Internationalen Klavierwettbewerbs Ferruccio Busoni: die 1986 in Turkmenistangeborene Anna Bulkina, der 1988 in Kiew geborene Pianist Antonii Barishevskyi und die1984 in Novosibirsk geborene Pianistin Tatiana Chernichka. Nach einem Auftaktkonzert derTeilnehmer am 1. Juli arbeitete Alfred Brendel im Essener Haus Fuhr intensiv mit den dreijungen Künstlern. Vor einem interessierten Publikum ging er entscheidenden Fragen derInterpretation nach. Wie liest man einen Notentext genau? Wie wörtlich sind Ludwig vanBeethovens Vortragsbezeichnungen zu nehmen? Zuweilen streng, aber immer auchhumorvoll gab Brendel den jungen Preisträgern eine Vielzahl von Hinweisen undkünstlerischen Impulsen mit auf den Weg. Die Süddeutsche Zeitung meinte dazu: „GuteKünstler sind nicht unbedingt auch gute Lehrer, weil sie oft nicht auf den Begriff bringenkönnen, was sie selbst als richtig empfinden. Brendel war dagegen immer reflektiert genug,um Leidenschaft auch als Technik zu begreifen.“Französische Cembalomusik: Elizabeth Farr und Christine SchornsheimIm Händel-Jubiläumsjahr 2009 lud das Klavier-Festival Ruhr erstmals Cembalisten ein, umbarocke Meister im Originalklang zu würdigen. Einem Schwerpunkt des diesjährigenFestivals entsprechend, konzentrierten sich zwei Spezialistinnen diesmal ganz aufCembalomusik aus Frankreich. Ihr Debüt beim Klavier-Festival Ruhr gab die amerikanischeCembalistin Elizabeth Farr. Auf Schloss Hohenlimburg spielte sie französische Barockmusikauf einem Instrument, das Burkhard Zander nach einem historischen Cembalo von FrançoisBlanchet in Köln gebaut hatte. Ins goldene Zeitalter der französischen Barockmusik führtedann Christine Schornsheim auf Schloss Rheda, wo das Klavier-Festival Ruhr in diesemJahr erstmals zu Gast war. Ihr Spektrum reichte von den frühen und heute fast vergessenenVertretern wie Jacques Champion de Chambonnières über Protagonisten wie Jean-PhilippeRameau bis zum letzten Vollender dieses Stils, Jacques Duphly, der im Revolutionsjahrstarb. Die Neue Westfälische schrieb: „Wie schön wäre es, wenn der riesige Beifall deskundigen Publikums nicht nur zwei Zugaben provoziert hätte, sondern auch Hausherrn undFestivalleiter dazu bewegen würde, die Ems regelmäßig zur östlichen Begrenzung desKlavier-Festivals Ruhr heranzuziehen.“ 11
  12. 12. Stipendiat des Klavier-Festivals Ruhr 2011: Juan Pérez FloristánEin überaus gelungenes und virtuoses Debüt gab der spanische Pianist Juan PérezFloristán in der Alten Lohnhalle der Zeche Holland in Wattenscheid. Elisabeth Leonskajahatte den 1993 in Sevilla geborenen Pianisten zum Stipendiaten benannt, als sie imvergangenen Jahr den Preis des Klavier-Festivals Ruhr 2011 entgegen nahm. Nach einemverhaltenen Beginn mit Maurice Ravels Sonatine fis-Moll wandte Floristán sich FranzSchuberts berühmter Wanderer-Fantasie zu, gefolgt von Manuel de Fallas Fantasia Baeticamit ihren rauschenden Glissandi. Sein Rhythmusorientiertes Spiel mit Lust an Dissonanzentrieb er mit Bartóks Sonate für Klavier Sz. 80 auf die Spitze. Für den begeisterten Beifallbedankte sich der Künstler mit Franz Liszts Version über Isoldes Liebestod.„ExtraSchicht“ mit Musik von Claude Debussy und Maurice RavelGuten Anklang fand der spektakuläre Pianistenmarathon des Klavier-Festivals Ruhr 2012 imRahmen der „ExtraSchicht“: Rund 13.000 Besucher strömten zwischen 18 Uhr und Mitternachtin die Jahrhunderthalle Bochum, um die Meisterschüler der Essener, Kölner undDüsseldorfer Musikhochschulen auf dem Konzertpodium zu erleben. Dem diesjährigenProgrammschwerpunkt des Festivals entsprechend, spielten 25 talentierte junge Nachwuchs-pianisten zahlreiche Klavierwerke von Claude Debussy und Maurice Ravel. Als kundigerModerator führte der durch WDR 3 bekannte Musikjournalist Hans Winking durch dieseLeistungsschau der NRW-Musikhochschulen, zu der das Klavier-Festival Ruhr alljährlicheinlädt.JazzLine: Auftakt mit Raphael Gualazzi, Abschluss mit Till BrönnerSechs exklusive Konzerterlebnisse bot die „JazzLine“ des Klavier-Festivals Ruhr 2012. Siebegann mit dem Debüt des Sängers und Jazzpiansten Raphael Gualazzi, der beim EuropeanSong Contest im vergangenen Jahr souverän den 2. Platz erreichte. In den raffiniertenArrangements von Michael Abene spielte er in der Jahrhunderthalle Bochum eigene Songswie Zuccherino Dolce, Grandma’s Hands, Icarus und Madness of Love, kombiniert mitEvergreens von Billy Austin, Duke Ellington und anderen. Die WDR Big Band begleitete ihnunter der Leitung von Michael Abene. 12
  13. 13. Für den erkrankten Monty Alexander und sein Trio sprang der seit langem auch in Europagefeierte Kubaner Ramón Valle mit seinen Triopartnern Omar Rodriguez Calvo (Bass) undOwen Hart Junior (Drums) ein. Bei ihrem unverhofften Festival-Debüt in der HenrichshütteHattingen präsentierten sie Auszüge aus Valles jüngstem Album Playground, in dem Vallesowohl seine Erfahrungen als junger Vater als auch Erinnerungen aus seiner eigenen Kindheitreflektiert.Mit seinem aktuellen Trio trat der französisch-amerikanische Jazzpianist Jacky Terrassonbeim Klavier-Festival Ruhr 2012 auf. Im Verbund mit Rashaam Carter (Bass) und JustinFaulkner (Drums) erwies er sich im Essener Filmkunsttheater „Lichtburg“ als Meister desMedleys und koppelte Stücke unterschiedlichster Couleur auf verblüffende Weise. Die NeueRuhr Zeitung beschrieb dies als „Wechselbad aus Minimalismus und Opulenz“. Auch demAbschlusskonzert gab Jacky Terrasson als „Piano friend“ von Till Brönner eine französischeNote.Eine Stimme, ein Konzertflügel, etwas Lässigkeit und viel Humor: Mit diesen Zutatenverzauberten Chick Corea und Bobby McFerrin bei ihrem Auftritt in der Philharmonie Essen.Genussvoll feierten der legendäre Jazzpianist und der nicht minder berühmte Stimmkünstlerein Fest der Improvisationskunst und baten dafür sogar zwei Jung-Jazzer aus dem Publikumauf die Bühne. Die überbordende Spielfreude der Künstler riss auch die Presse zuBegeisterungsstürmen hin: „Zusammen sind Bobby McFerrin und Chick Corea allerdings nureines – unglaublich gut!“, meinte die Recklinghäuser Zeitung.Einfallsreichtum und explosives Temperament ließ auch der Kubaner Gonzalo Rubalcabaaufblitzen, als er im Trio mit Matthew Brewer (Bass) und Marcus Gilmore (Drums) in derHenrichshütte Hattingen gastierte. „Jeder Ton wird zu einer eigenen Welt“ überschrieb dieWestdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) die Besprechung dieses nuancenreichen Abends.Die Schlusstakte des Klavier-Festivals Ruhr 2012 gehören am Samstag, 14. Juli Deutschlandsführendem Jazz-Trompeter Till Brönner, der mit seinen „piano friends“ Vladislav Sendeckiund Jacky Terrasson in der Mercatorhalle Duisburg auftreten wird. Der beim Klavier-FestivalRuhr 2012 bereits am 5. Juni in der Essener Lichtburg umjubelte Jacky Terrasson sprangdabei für den terminlich verhinderten Joe Sample ein. Wie in vorherigen Ausgaben diesesKlavier-Festival Ruhr eigenen Formats wird Brönner dabei als Moderator durch den Abendführen. 13
  14. 14. Erste Gründerkreis-Soirée auf der Villa HügelÜberragenden Erfolg hatte die erste Fundraising-Kampagne der Stiftung Klavier-FestivalRuhr: Die 250 Mitglieder des Gründerkreises bedachten die Stiftung Klavier-Festival Ruhr mitZuwendungen in Höhe von gut 1 Mio. Euro. Mit 55 Sponsoren und insgesamt siebenPartner-Stiftungen erreichte das Klavier-Festival Ruhr 2012 auch hier neue Rekordmarken.Der Intendanz gelang es zudem erstmals, eine Festival-Mäzenatin zu gewinnen. AlfredBrendel, der bei der Gründerkreis-Soirée aus seinen Klaviergedichten las, erhielt für seinelangjährige Treue zum Klavier-Festival Ruhr den Ehrenpreis des Gründerkreises. Dieserbesteht aus einem Stipendium für einen von Alfred Brendel auszuwählenden jungenPianisten. Dieses Stipendium wurde spontan von den Gründerkreismitgliedern Aurelia undDavid Furtwängler gestiftet. Der Pianist Pierre-Laurent Aimard spielte Klavierwerke vonGyörgy Kurtág. Die Soirée klang auf der Terrasse der Villa Hügel bei angeregtenGesprächen aus.Zahlreiche Wiederbegegnungen mit großen Pianisten unserer ZeitDas Alphabet der großen Pianistinnen und Pianisten unserer Tage, die dem Klavier-FestivalRuhr die Treue halten, reichte auch im Jahr 2012 von A wie Pierre-Laurent Aimard undMartha Argerich über B wie Daniel Barenboim, Elena Bashkirova, Rafał Blechacz, YefimBronfman und Khatia & Gvantsa Buniatishvili, C wie Bertrand Chamayou, Chick Coreaund Ya-Fei Chuang, D wie Dennis Russell Davies, F wie David Fray, G wie HélèneGrimaud, J wie Graham Johnson, K wie Stephen Kovacevich, L wie Katja & MarielleLabèque, Robert Levin, Radu Lupu, N wie Maki Namekawa, O wie Alice Sara Ott undMona Asuka Ott, P wie Ivo Pogorelich, S wie András Schiff, Christine Schornsheim,Grigory Sokolov und Tamara Stefanovich, T wie Margaret Leng Tan und Jean-YvesThibaudet, V wie Arcadi Volodos, W wie Yuja Wang bis Z wie Krystian Zimerman. 14
  15. 15. Preis des Klavier-Festivals Ruhr 2012: Radu LupuDer rumänische Pianist Radu Lupu nahm am 21. Mai in der Stadthalle Mülheim dendiesjährigen Preis des Klavier-Festivals Ruhr entgegen. Der Ehrenpreis wurde von FranzXaver Ohnesorg für den Initiativkreis Ruhr ins Leben gerufen, um außerordentlichekünstlerische Leistungen zu ehren. Für seinen einzigartigen Klangsinn und seine subtilenAnschlagsnuancen wird der ungemein selbstkritische Pianist, der ursprünglich Komponistwerden wollte, von berühmten Künstlerkollegen in aller Welt verehrt. Die Auszeichnungerfolgte im Rahmen eines umjubelten Konzerts in der Stadthalle Mülheim, bei dem derKünstler Werke von Franz Schubert und César Franck spielte. Die Presse würdigte dieunaufdringliche Poesie von Lupus Interpretationen. Die Westdeutsche Zeitung hörte einen„Schubert, der die Seele streichelt“. Und der Westfälische Anzeiger meinte: „Radu Lupuöffnet Innenansichten.“ In seiner Laudatio anlässlich der Preisverleihung schrieb derMusikkritiker Helmut Mauró: „Die Herangehensweise von Lupu, so natürlich sie erscheinenmag, ist ein langer Prozess mentaler und musikalischer Entwicklung, und vielleicht auchgenialischer Begabung. Ob er nun Brahms oder Schumann spielt, Schubert oder Beethoven– man spürt sofort diesen sicheren Instinkt für Tempo und Klang, für Melodieverläufe undharmonische Einbettung, und eine alles zusammenhaltende Erzählspannung.“Das Education-Programm des Klavier-Festivals Ruhr 2012Kreativ bilden, nachhaltig fördern – unter dieser Devise hat das Klavier-Festival Ruhr seitdem Jahr 2006 ein innovatives und umfangreiches Education-Programm entwickelt, dasinsbesondere Kinder und Jugendliche für die Welt des Klaviers begeistern und zu eineraktiven Beschäftigung mit Musik anregen möchte. Die Initiative umfasst drei Säulen:Spielplatz Klavier – Little Piano School & KlavierGarten, die auf einer Methode derPädagogin Kim Monika Wright basiert, das Projekt KlavierModern – Contemporary PianoMusic zur Vermittlung zeitgenössischer Klaviermusik sowie spannende musikalischeEntdeckungsreisen im Rahmen der Entdeckungen – Discovery Projects, die dasMusikverständnis durch eigene kreative Aktivität fördern sollen. Dieses kulturelleBildungsprogramm, das von Tobias Bleek in Verbindung mit dem renommierten englischenMusikvermittler Richard McNicol geleitet wird, fördert die musikalischen und kreativenFähigkeiten der Teilnehmer und setzt dabei auf nachhaltige Verbindungen mit Institutionender Region. Unterstützt wird das Education-Team dabei von erfahrenen Pädagogen undKünstlern, aber auch von bedeutenden Pianisten, die dem Klavier-Festival Ruhrfreundschaftlich verbunden sind und sich deshalb für diese wichtige Vermittlungsarbeitengagieren. 15
  16. 16. Entdeckungen – Discovery ProjectsIm Zentrum der Discovery-Projekte 2012 standen erneut Themen, die aus unterschiedlichenPerspektiven über einen längeren Zeitraum interdisziplinär behandelt wurden.Schülerinnen und Schüler aus Duisburg Marxloh befassten sich in einem Jahresprojekt mitdem Titel Interludes – Zwischenspiele kreativ mit der Musik von John Cage. Die Ergebnisseihrer Arbeit stellten sie beim Klavier-Festival Ruhr 2012 in einer öffentlichen Abschluss-Präsentation vor. Außerdem setzte das Klavier-Festival Ruhr sein erfolgreiches Projekt zurVermittlung zeitgenössischer Klaviermusik fort. Ausgangspunkt für die schöpferischeAuseinandersetzung waren diesmal die Notations von Pierre Boulez. Unter fachkundigerAnleitung erarbeiteten sich Kinder und Jugendliche in Workshops ihren eigenen Zugang zuBoulez’ musikalischen Miniaturen: sei es über den Tanz, durch Pantomime oder durch daseigene Komponieren. Das spannende Verhältnis von Musik und Raum beleuchtete einmoderiertes Familienkonzert, bei dem das Orchesterwerk Three Places in New England desamerikanischen Komponisten Charles Ives im Mittelpunkt stand. Und im Museum Folkwang inEssen wurde erneut das faszinierende Wechselspiel der Künste greifbar, als es um JohnCage und die Bildenden Künste ging.Children’s CornerIm Debussy-Jahr 2012 weitete das Klavier-Festival Ruhr den kreativen Ansatz derDiscovery-Projekte erstmals auf den Bereich der Kindertagesstätten aus. Unter dem Titel„Children’s Corner – Klingende Geschichten“ haben sich in den letzten Monaten Kinderim Alter von drei bis sechs Jahren und ihre Erzieherinnen mit musikalischen Geschichtenbeschäftigt. Ziel des Projekts war es, den Stellenwert von Musik im Kindergartenalltag zustärken und Erzieher dazu zu ermutigen, mit Kindern in diesem Bereich auch schöpferischzu arbeiten. Das Kooperationsprojekt mit evangelischen Kindergärten in Bochum begann imJanuar 2012 mit einer Auftaktveranstaltung für interessierte Erzieher. In den folgendenMonaten wurde die Workshop-Arbeit an zwei evangelischen Kindertagesstätten fortgesetzt.Im Juni 2012 wurden Ergebnisse der Projektarbeit dann in zwei Präsentationen in denbeteiligten Kindergärten vorgestellt. 16
  17. 17. Interludes – ZwischenspieleIm Rahmen des Discovery-Projekts „Interludes – ZwischenSpiele“ haben sich rund 100Kinder und Jugendliche aus vier verschiedenen Duisburger Schulen mit John Cagebeschäftigt. In zahlreichen Musik- und Tanzworkshops erkundeten sie die faszinierendeMusik und Gedankenwelt des 1912 geborenen Künstlers und entwickelten eigeneMusikstücke sowie Choreographien zu ausgewählten Stücken aus Cages Sonatas andInterludes. Gearbeitet wurde dabei in unterschiedlichen Konstellationen. Seit letztem Herbsttrafen eine vierte Klasse der Grundschule Sandstraße und eine fünfte Klasse des Elly-Heuss-Knapp Gymnasiums mindestens zweimal im Monat aufeinander, um miteinander zutanzen und zu musizieren. In einem zweiten Teilprojekt begegneten sich Kinder mit und ohneBehinderung und erprobten unterschiedliche Formen der Zusammenarbeit. Die Ergebnissedieser Arbeit präsentieren Duisburger Grundschulkinder und Gymnasiasten am 29. Mai 2012öffentlich in Haus Fuhr in Essen-Werden. Bei dieser Veranstaltung des Klavier-FestivalsRuhr wurde das Projekt „ZwischenSpiele“ als „Ausgewählter Ort“ im Rahmen derbundesweiten Initiative „365 Orte im Land der Ideen“ ausgezeichnet. Damit erfuhr dasBildungs- und Förderprogramm des Festivals bereits zum zweiten Mal bundesweiteAnerkennung.Notations I: Ein Projekt zur Vermittlung zeitgenössischer KlaviermusikBei seinen Bemühungen zur Vermittlung zeitgenössischer Musik konnte sich das Klavier-Festival Ruhr erneut auf die engagierte Unterstützung herausragender Interpreten verlassen.Dazu zählt seit Jahren die in Belgrad geborene Pianistin Tamara Stefanovich, die sichbereit erklärt hatte, mit jungen Studentinnen des Pre-College der Hochschule für Musik undTanz Köln die Douze Notations von Pierre Boulez zu erarbeiten. Es handelt sich bei diesemKlavierzyklus um zwölf ausdrucksstarke Miniaturen, die auf vielfältige Weise miteinanderzusammenhängen. Beim Klavier-Festival Ruhr 2012 führten Tamara Stefanovich und einigefortgeschrittene Schüler die Notations auf. In Anwesenheit des Komponisten York Höllergelangte zudem dessen Sammlung Doppelspiel zur Uraufführung. Diese Stücke wurden vomPiano Book inspiriert, das der Bärenreiter-Verlag und das Klavier-Festival Ruhr imKulturhauptstadtjahr 2010 ins Leben riefen. Darüber hinaus entwickelten die jungenPianistinnen unter Leitung des zypriotischen Komponisten Vassos Nicolaou eigeneKlavierstücke. In einem zweiten Teilprojekt, das am selben Tag präsentiert wurde,beschäftigt sich eine dritte Klasse der Hövelschule aus Altenessen-Süd auf kreative Weisemit den Notations. Die Annäherung erfolgt dabei über die Kunst der Pantomime. 17
  18. 18. Notations II: Tanzprojekt mit Henrietta HornEinen experimentellen Abschluss fand das Projekt Notations im ChoreographischenZentrum NRW auf PACT Zollverein. Schülerinnen des Gymnasiums Essen-Werden,Studierende der NRW-Musikhochschulen und Mitglieder des Folkwang Tanzstudios zeigtendort die künstlerischen Ergebnisse einer mehrmonatigen Workshop-Arbeit, die von der Ernstvon Siemens Musikstiftung unterstützt wurde. Von Pierre Boulez Notations inspiriert, hattensie unter der fachkundigen Leitung der Tänzerin und Choreographin Henrietta Horn und desKomponisten Vassos Nicolaou in gemischten Teams eigene Musik- und Tanzstückeerarbeitet. Die Ergebnisse waren verblüffend vielfältig. Formale Strenge und rätselhafteSchönheit, aber auch Komik, Rebellion und Freiheitsdrang sprachen aus den sieben Skizzenund Stücken, an denen Musiker und Tänzer gleichberechtigt beteiligt waren.„Die Teilnehmer haben sich selbst Regeln auferlegt. Sie haben sie besprochen, überprüft,erweitert, eingehalten, gelegentlich aber auch ignoriert. Sie sind manchmal daran verzweifelt,aber auch daran gewachsen“, resümierte Henrietta Horn die Arbeit der letzten Projektwoche,die für alle Beteiligten ein spannendes Experiment mit offenem Ausgang war.Education-Projekt und moderiertes Familienkonzert: „Musik und tRaum“Drei Blaskapellen marschierten beim diesjährigen Familienkonzert des Klavier-FestivalsRuhr im Audimax der Ruhruniversität Bochum ein. Unter dem Motto Musik und tRaumerklärte der bekannte englische Musikvermittler Richard McNicol akustische Phänomene,die den jungen Amerikaner Charles Ives’ derart faszinierten, dass er sich zu einem derbedeutendsten Komponisten seiner Nation entwickelte. Im Zentrum stand Ives’Orchesterwerk Three Places in New England (Drei Orte in Neuengland). Gemeinsam mit denBochumer Symphonikern stellte Richard McNicol dieses Werk auf anschauliche undunterhaltsame Weise vor. Dabei ging es auch um die Frage, wie man mit musikalischenMitteln den Eindruck von Räumlichkeit erzeugen kann. Abgerundet wurde das Programmdurch die 13-jährigen Pianisten Mire Neumann und Tilmann Schnitker, die amKonzertflügel vierhändig Märsche von Franz Schubert spielten.Dem Familienkonzert ging ein mehrmonatiges gemeinsames Education-Projekt des Klavier-Festivals Ruhr und der Emschergenossenschaft voraus. Bei diesem Kooperationsprojektbeschäftigten sich Schüler aus dem Emschertal und die EmscherKids in verschiedenenKunstformen auf schöpferische Weise mit Themen, die in Ives’ Musik eine Rolle spielen. DieErgebnisse der Projektarbeit wurden im Vorfeld im Foyer ausgestellt. Außerdem zeigten dieEmscherKids zur Live-Musik der Bochumer Symphoniker einen selbst produzierten Film. 18
  19. 19. Weitere Education-VeranstaltungenJohn Cage und die Bildenden Künste: Vortrag, Führung und RecitalUm die Wechselwirkungen zwischen der Musik von John Cage und den Bildenden Künstenging es bei einer Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Museum Folkwang. Derrenommierte Kunsthistoriker und ausgewiesene Cage-Experte Wulf Herzogenrath führtezunächst mit einem Vortrag in das Thema „John Cage und die Bildenden Künste“ ein.Anschließend stellten Mitarbeiter des Teams Bildung und Vermittlung des MuseumFolkwang den Konzertbesuchern in einer themenbezogenen Führung ausgewählteSkulpturen und Bilder vor. Abgerundet wurde der Abend mit dem Klavier-Recital dergefeierten Cage-Interpretin Margaret Leng Tan. Auf ihrem Programm standen unteranderem Cages Works of Calder und Music for Marcel Duchamp für präpariertes Klavier.Dazu liefen jene Filme über eine Leinwand, für die Cage diese Werke schrieb.Preisträger Internationaler Wettbewerbe: „Die Besten der Besten“Bei der Förderung junger Pianisten nimmt das Klavier-Festival Ruhr schon seit Jahren eineninternationalen Spitzenplatz ein. Auch 2012 stellte das Festival in dichter Folge jungePreisträger bedeutender internationaler Klavierwettbewerbe vor. In der Reihe „Die Besten derBesten“ konzertierten vom 7. bis 11. Juni vier Nachwuchskünstler, von denen alle einen1. Preis erringen konnten. Zum Auftakt spielte im HCC Dortmund der in China geboreneJingge Yan (1. Preis der Beethoven Competition Bonn 2011). Der in Kiew geborene AlexejGorlatch (1. Preis beim ARD-Wettbewerb München) und der Chinese Cheng Zhang(Preisträger Concours International Clara Haskil) setzen das Preisträger-Wochenende amSa. 9. Juni fort. Ein fulminantes Debüt gelang Daniil Trifonov (1. Preis beim TschaikowskyWettbewerb Moskau 2011 und 1. Preis beim Arthur Rubinstein Wettbewerb 2011), der dieReihe am Mo. 11. Juni im Düsseldorfer Robert-Schumann-Saal beendete. 19
  20. 20. „Ausgezeichnete Kinder“ in der Philharmonie EssenMit jugendlichem Schwung und großem Können eroberten „Ausgezeichnete Kinder“ in einergleichnamigen Matinée erneut das Konzertpodium der Philharmonie Essen. Vorbegeistertem Publikum baten das Klavier-Festival Ruhr und die Philharmonie EssenPreisträger der Wettbewerbe „Jugend musiziert“ und „Rotary Klavier Wettbewerb Jugend“auf die Bühne. So souverän wie motivierend von Ranga Yogeshwar moderiert, stellten sichinsgesamt 15 Kinder im Alter von neun bis 20 Jahren dem Festival-Publikum vor. Für einenbeschwingten Auftakt sorgte die jüngste Teilnehmerin, die 2003 in Düsseldorf geboreneLaetitia Noemi Hahn. Sie spielte den 1. Satz der Sonate D-Dur Hob XVI:37 von JosephHaydn. Älteste Teilnehmerin war die 1992 in Kleve geborene Pianistin Laura Pitz, die seit2011 ein Duo mit dem 1993 in Bedburg geborenen Pianisten Timon Landen bildet. DasKlavier-Festival Ruhr und die Philharmonie Essen stellen den Reinerlös diesesBenefizkonzerts dem Deutschen Kinderschutzbund Essen zur Verfügung.Spielplatz Klavier – Little Piano School & KlavierGartenAuf den unkonventionellen Methoden der Klavierpädagogin Kim Monika Wright basieren dieLittle Piano School und der KlavierGarten des Klavier-Festivals Ruhr, die seit ihren Anfängenim Jahr 2006 regen Zulauf erfahren. Auf spielerische und phantasievolle Weise erlernen 2 -6-Jährige in den „Little Piano School“-Gruppen an der Folkwang Musikschule dasKlavierspiel, angeleitet von fortgeschrittenen Studierenden und Absolventen der FolkwangUniversität der Künst. Dabei entdecken die Kinder nicht nur ein faszinierendesMusikinstrument, sondern entwickeln auch persönliche und soziale Fähigkeiten.Dank der tatkräftigen Unterstützung des Vereins der „Freunde und Förderer des Klavier-Festival Ruhr e.V.“ konnte das Projekt im Frühjahr 2009 auf den Bereich derKindertagesstätten ausgedehnt werden. In Zusammenarbeit mit dem Kirchenkreis Gladbeck-Bottrop-Dorsten wurde der Ansatz dabei zum KlavierGarten weiterentwickelt und an dieBedürfnisse des Kindergartens angepasst. Mittlerweile wird der KlavierGarten an 14evangelischen Kindergärten in Gladbeck, Bottrop, Dorsten und seit Frühjahr 2012 auch anzwei evangelischen Kindergärten in Bochum angeboten. Um allen Kindern unabhängig vonihrer sozialen Herkunft die Teilnahme am KlavierGarten-Unterricht zu ermöglichen, habendie Partner dieses Projekts einen Sozialfonds eingerichtet. In der Little Piano School und imKlavierGarten des Klavier-Festivals Ruhr werden derzeit rund 300 Kinder unterrichtet. 20
  21. 21. Klangvolle DebütsUnter den Debütanten beim Klavier-Festival Ruhr fanden sich im Jahr 2012 besondersklangvolle Namen. Das Pianisten-ABC reichte hier von B wie Antonii Baryshevskyi, AnnaBulkina und Gvantsa Buniatishvili über C wie Tatiana Chernichka, F wie Elizabeth Farrund Juan Pérez Floristán, G wie Alexej Gorlatch und Raphael Gualazzi, N wieJean-Frédéric Neuburger, P wie Sophie Pacini, S wie Lise de la Salle und VladislavSendecki, T wie Alexandre Tharaud und Daniil Trifonov bis V wie Ramón Valle und Y wieJingge Yan und Z wie Cheng Zhang.Mitschnitte: WDR 3, Deutschlandfunk, Deutschlandradio Kultur und ARTEDank der Kulturpartnerschaft mit dem WDR 3 und einer Medienpartnerschaft mit demDeutschlandfunk wird auch das Klavier-Festival Ruhr 2012 wieder weit ins Land hineinklingen. 15 Konzerte des Klavier-Festivals Ruhr wurden für den Hörfunk aufgezeichnet – unddamit auch für jene erlebbar, die nicht live dabei sein konnten. Die sich bis in das 2013erstreckenden Sendetermine auf WDR 3 und im Deutschlandfunk gibt das Klavier-FestivalRuhr im Internet unter www.klavierfestival.de bekannt.Nachklang auf CD: Volume 29 der „Edition Klavier-Festival Ruhr“Das zurückliegende Klavier-Festival Ruhr 2012 wird auf 3 CDs nachklingen, die als Volume 29der „Edition Klavier-Festival Ruhr“ in einer attraktiven Box erhältlich sein werden. Dendiesjährigen Festival-Schwerpunkten entsprechend, werden Werke von Claude Debussy,Maurice Ravel und George Gershwin zu hören sein. Die dritte CD wird traditionsgemäßKlaviermusik des 20. und 21. Jahrhunderts umfassen. Die 2005 ins Leben gerufene „EditionKlavier-Festival Ruhr“ findet inzwischen weltweit Resonanz. 21
  22. 22. Verein der Freunde und Förder des Klavier-Festival Ruhr e.V.Im Dezember 2005 wurde der Verein der Freunde und Förderer des Klavier-FestivalRuhr gegründet, um das Festival vor allem im Bereich der Education-Arbeit und bei derFörderung junger Künstler zu unterstützen. Schon 50,- € pro Jahr ermöglichen dieMitgliedschaft. Im Gegenzug werden die Mitglieder des Fördervereins besonders früh überdas nächste Festival informiert und genießen eine Reihe von Vorteilen: z.B. das exklusiveVorkaufsrecht für Karten vor Beginn des offiziellen Vorverkaufs (begrenztes Kontingent), dieEinladung zu exklusiven Sonderveranstaltungen, CDs der Edition Klavier-Festival Ruhr alsWillkommensgeschenk sowie zwei Ehrenkarten bei erfolgreicher Werbung neuer Mitglieder.Zu erreichen ist der von Prof. Dr. Hartmut Griepentrog geleitete Förderverein über denVereins-Geschäftsführer Ivan Racic, der unter folgendem Kontakt gerne weitere Auskünfteerteilt:Verein der Freunde und Förderer des Klavier-Festival Ruhr e.V.Brunnenstr. 845128 EssenTel: 0201/ 89 66 850freunde@klavierfestival.deHotelarrangements für GästeAuch 2012 bot das Klavier-Festival Ruhr in Zusammenarbeit mit ausgewählten Hotels inBochum, Dortmund, Duisburg, Essen und erstmals auch in Mülheim/Ruhr besondereArrangements an, in denen jeweils Eintrittskarten für das Klavier-Festival Ruhr enthaltenwaren. Diese Arrangements sollten Besuchern von außerhalb einen besonderen Anreizgeben, tagsüber die Metropole Ruhr zu entdecken und abends die Konzerte des Klavier-Festivals Ruhr zu besuchen. 22
  23. 23. Statistisches zum Klavier-Festival Ruhr 2012- mehr als 51.500 Besucher- 66 Veranstaltungen in 19 Städten auf 29 Bühnen- 83 Pianisten aus 18 Nationen- davon 32 Debütanten, unter ihnen 7 Preisträger internationaler Wettbewerbe 10 Orchester und Ensembles- rund 350 aufgeführte Kompositionen, darunter 6 Ur- und ErstaufführungenKlavier-Festival Ruhr 2013Bereits am Di. 18. Dezember 2012 findet ein Extra-Konzert der Stiftung Klavier-FestivalRuhr in der Historischen Stadthalle Wuppertal statt: Dann spielt die französische PianistinHélène Grimaud im Duo mit der argentinischen Cellistin Sol Gabetta. Der Vorverkauf fürdieses Gala-Konzert beginnt am Mo. 27. August. Die Veranstaltung bildet zugleich denAuftakt zum Jubiläumsjahr 2013: Dann feiert das Klavier-Festival Ruhr sein 25-jährigesBestehen.Das Klavier-Festival Ruhr 2013 beginnt voraussichtlich Anfang Mai 2013 und endet Mitte Juli2013. Nähere Informationen werden im Januar 2013 unter www.klavierfestival.de bekanntgegeben.(Pressekontakt: Anke Demirsoy, Brunnenstr. 8, 45128 Essen, Tel 0201/ 89 66 873,mobil 0160/ 63 66 511, presse@klavierfestival.de) 23

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