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ZwischenzeitAls die »Zwischenzeit-Generation« hat einmal der Musikwissenschaft-ler, Pianist und Krenek-Schüler Lothar Knes...
Revue das Publikum in Paris und Berlin in Staunen. Noch war es nichtder originäre Jazz, den Milhaud und Tansman bereits we...
George Gershwin kennen. Zu diesen Kompositionen zählen das Ballett»Lumière« (1927), die »Sonatine transatlantique« (1930),...
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Porträt der MitwirkendenKammersymphonie Berlin1990 von Mitgliedern des Berliner Sinfonie-Orchesters (heute: Konzert-hausor...
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Porträt der Mitwirkendenin Deutschland, Chile, Costa Rica und Kanada. Rundfunk- und CD-Aufnahmen. Christina Fassbender ist...
Vorankündigung  MO 22.02.10 20.00 Uhr  Großer Saal  Moskauer Solisten  Yuri Bashmet Viola und Leitung  Viviane Hagner Viol...
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  1. 1. DO 18.02.10 20.00 UhrKleiner SaalKammersymphonie BerlinJürgen Bruns DirigentChristina Fassbender FlöteUlrike Petersen ViolineTatjana Blome KlavierAlexandre Tansman (1897 – 1986)Partita für StreichorchesterLargo - Allegro risoluto – Lento – PrestoErnst Krenek (1900 – 1991)Concertino für Kammerorchester op. 27Toccata – Sarabande – Scherzo – Air – FinalePauseErnst Krenek»Leb’ wohl mein Schatz« – Blues aus der Oper »Jonny spielt auf«Darius Milhaud (1892 – 1974)»La Création du monde« – Ballettmusik op. 81aOuverture – Le chaos avant la création – La naissance de la flore et de la faune –La naissance de l’homme et da la femme – Le desir – Le printemps ou l’apaisementKurt Weill (1900 – 1950)»Kleine Dreigroschenmusik«Ouvertüre – Die Moritat von Mackie Messer – Anstatt-dass Song –Die Ballade vom angenehmen Leben – Pollys Lied – Tango-Ballade – Kanonen-Song –Dreigroschen-FinaleHandy ausgeschaltet? Vielen Dank!
  2. 2. ZwischenzeitAls die »Zwischenzeit-Generation« hat einmal der Musikwissenschaft-ler, Pianist und Krenek-Schüler Lothar Knessl die zwischen 1890 unddem Ersten Weltkrieg geborenen Komponisten bezeichnet. Zu dieserGeneration zählten der 1897 in Łódź geborene Alexandre Tansman,Ernst Krenek und Kurt Weill, beide Jahrgang 1900, ebenso wie der Fran-zose Darius Milhaud, der 1892 das Licht der Welt erblickte. Sie folgtender »apokalyptischen Generation« (Otto Basil), der neben Igor Strawin-sky, Béla Bartók, Anton Webern und Josef Hauer auch Stalin, Mussoliniund Hitler angehörten. Zwar verwendet Lothar Knessl den Begriff»Zwischenzeit-Generation« rein chronologisch (ihr folgt mit LuigiNono, Pierre Boulez und Karlheinz Stockhausen die »umstürzendeGeneration«), doch ist es in der Tat eine Zwiezeit, die das Schaffen undzumal das persönliche Schicksal Tansmans, Kreneks, Weills und Mil-hauds nachhaltig prägte. Alle vier Komponisten mussten vor den Nazisins Exil flüchten. In den USA begannen sie ein neues Leben. Obwohldieses neue Leben auch mit Anerkennung und Erfolgen verbunden war(der hier so gut wie unbekannte Tansman stand Ende der 1940er Jahreauf der Liste der meistgespielten Komponisten in Amerika auf Platz 5!),blieb wie bei vielen Emigranten ein Gefühl der Entwurzelung. Tansmanund Milhaud kehrten schließlich zurück nach Europa. Weill und Krenekdagegen blieben bis zu ihrem Tode in den USA. »Es ist ein Schwebezu-stand«, schrieb Krenek am Ende seines Lebens, »eine Zugehörigkeit zuzwei Existenzen. Nach dem Reisepass bin ich Amerikaner, nach derAbstammung und geistigen Vergangenheit Europäer. In Europa bin ichAmerikaner, in Amerika Europäer geblieben. Wo endet die erzwungeneEmigration? Wo beginnt das freiwillige Exil, das neue Leben in derFremde? Ich kann’s nicht erklären. Das Leben hat’s mir so gemacht.« Zu einer Zeit, da die vier Komponisten noch nicht ahnten, dass dieUSA einmal erzwungene neue Heimat sein würden, geriet Europaunter den Bann Amerikas. Maßgeblichen Anteil daran hatte ein »neuerSound«: der Jazz. 1920 kam die erste Jazz-Schallplatte auf den deut-schen Markt. Mitte der 20er Jahre tourten »Sam Wooding and hisOrchestra« mit der Revue »Chocolate Kiddies« mehrere Monate durchganz Europa, und Joséphine Baker versetzte in einer schillernd-lasziven
  3. 3. Revue das Publikum in Paris und Berlin in Staunen. Noch war es nichtder originäre Jazz, den Milhaud und Tansman bereits wenig später aufReisen in den USA kennenlernten, sondern vor allem Tanzmusik:Neben Tango und Foxtrott erklangen Charleston, Shimmy, aber auchBlues und fanden durch das neue Medium Radio schnell Verbreitung.Wie so viele Menschen zu dieser Zeit waren auch Tansman, Krenek,Weill und Milhaud von der neuartigen, energetischen Musik fasziniert.Die kompositorische Auseinandersetzung mit dem Jazz bescherte ihnenzudem ihre größten Erfolge. Alexandre Tansman Der in Łódź geborene Tansman hörte Jazz erstmals in Frankreich. Er studierte zunächst Komposi- tion, Klavier und Jura in seinem Geburtsland Polen und kompo- nierte hier polytonale Werke im Stile Skrjabins, für die er scharf kritisiert wurde. Enttäuscht siedelte Tansman 1919 nach Paris über und schloss sich dort der »Ecole de Paris«, einer Gruppe in Paris leben- der ausländischer Komponisten, an. 1938 wurde er französischer Staats-Alexandre Tansman bürger. Neben Ravel und Strawin-sky übte besonders Milhaud Einfluss auf sein Schaffen aus. Wie Milhaudverarbeitete auch Tansman in zahlreichen Werken Melodien aus unter-schiedlichen Kulturen. Das waren in erster Linie jüdische und polnischeMelodien, aber auch japanische (Mélodie japonaises, 1919) – noch bevorihn eine Tournee im Jahr 1933 u.a. nach Japan und Indien führte. DieTonalität gab Tansman nie ganz auf. Viele seiner Kompositionen folgentraditionellen Formmodellen: Intermezzo sinfonico (1922), Scherzo sin-fonico (1923), Symphonie en la mineur (1926), Suite dans le style ancien(1929) oder Sonatina für Flöte und Klavier (1925). In der Sonatina ist derEinfluss durch den Jazz bereits deutlich hörbar. Noch deutlicher zeigt ersich in den Werken, die Tansman nach 1927 komponierte, in diesem Jahrunternahm er als Pianist mit Serge Koussevitzky und dem Boston Sym-phony Orchestra seine erste Amerika-Tournee und lernte dabei u.a.
  4. 4. George Gershwin kennen. Zu diesen Kompositionen zählen das Ballett»Lumière« (1927), die »Sonatine transatlantique« (1930), die 3. Sinfonie»concertante« (1931) oder die Nr. 1 aus der »Tour du monde en mina-ture« (1933), ein Werk, in dem Tansman die Musik anderer Kulturenverarbeitete, u.a. auch die javanische Gamelan-Musik. Ebenfalls 1933 schrieb Tansman die Partita für Streicher. Das Werkist Eduard Flipse und dem Rotterdamsche Philharmonisch Orkestgewidmet, die die Partita im Oktober 1934 uraufführen. Ernst Krenek Zu der Zeit, als in Europa der Jazz gerade erblühte, wendete sich Ernst Krenek wieder der Tonalität zu. Der ehemals »atonale zornige Kompo- nist« (Claudia Maurer-Zenck) suchte nach einem Weg, die Tonalität zu reformieren. Wichtige Anstöße für eine Rückbesinnung auf Tonalität und klassische Formen erfuhr Kre- nek 1924/25 auf Reisen in die Schweiz und nach Frankreich. Hier begegnete er »historischem Bewusstsein« und einem Kulturle- ben, das für ihn ein »glückliches Gleichgewicht, vollkommenes Maß,»Leb’ wohl mein Schatz« – Titelseite der Heiterkeit, Eleganz und Klarheit«ersten Separatveröffentlichung, 1927 darstellte, während man in Deutsch-land stets nur nach Fortschritt trachtete. In dieser Zeit entstand dasConcertino für Flöte, Violine, Cembalo (Klavier) und Streichorchesterop. 27 (1924) mit den Sätzen Toccata – Sarabande – Scherzo – Air – Finale. Ein Jahr später, im Herbst 1925, saß der Komponist über seinerOper »Jonny spielt auf«. Silvester besuchte er in Frankfurt am Main diebereits erwähnte Revue »Chocolate Kiddies« mit Musik von DukeEllington und beschloss, einen farbigen Musiker als zweite Hauptpersonund Gegenpart zum introvertierten, von seelischen Krisen erschütter-ten Komponisten Max einzuführen: den vitalen Jazzband-Geiger Jonny.Die Oper integriert moderne Tänze, leichte Melodien, mitreißendeRhythmen und – vor allem durch die Instrumentierung mit u.a. Saxo-
  5. 5. phonen, Pianola, Banjo, Kastagnetten und Rassel – auch jazzigeAnklänge. Krenek feierte mit »Jonny« einen sensationellen Erfolg inganz Europa, der ihn finanziell unabhängig machte und an den nichteinmal die »Dreigroschenoper« anknüpfen konnte. Yvonnes Blues»Leb wohl mein Jonny« wurde zum Schlager, und 1928 kam GeorgeGershwin eigens nach Wien, um das Werk zu sehen. Doch anders alsbei der »Dreigroschenoper« verpuffte der Erfolg genauso schnell wie ergekommen war. Traurige Berühmtheit erlangte der Judenstern tragendeund Saxophon spielende Jonny 1938 schließlich als Plakatmotiv derAusstellung »Entartete Musik« in Düsseldorf. Heute gilt »Jonny spieltauf« als erste Jazzoper, obwohl sie gerade das nicht ist. Für Krenekstand immer die autobiografische Züge tragende Figur Max im Mittel-punkt und die Frage nach Freiheit: »Die Zwiespältigkeit der Welt«, soKrenek, »wird entscheidungslos gestaltet.« Kurt Weill Für Weill wurde der Jazz zu so etwas wie einer neuen musika- lischen Heimat. Viele seiner in den USA komponierten Songs wurden zu Jazz-Standards, darunter »Speak Low«, »September Song« oder »My Ship«, aber auch schon früher entstandene Werke wie etwa der Tango »Youkali« oder »Die Mori- tat von Mackie Messer«. Der Gau- ner aus der »Dreigroschenoper« erlangte in der Interpretation von Louis Armstrong und Ella Fitzge- rald endgültig Unsterblichkeit. Die kompositorische Auseinanderset- zung mit dem Jazz begann für WeillKurt Weill Ende der 1920er Jahre. Er gingdaran, Elemente der barocken Oper mit Unterhaltungsmusik und Jazzzu verbinden: in »Der Zar lässt sich fotographieren«, im »Mahagonny-Songspiel« (beide 1927) und in der »Dreigroschenoper« (1928). Hiererweiterte Weill außerdem das Instrumentarium nicht allein um typischeJazzinstrumente, sondern schrieb Musik für eine Jazzband: die 1925
  6. 6. gegründete »Ruth Lewis Band«. Die sieben Musiker hatten insgesamt23 Instrumente zu spielen: Flöten, Klarinetten, Saxophone, Trompeten,Posaune, Kontrabass, Schlagwerk, Banjo, Gitarre, Bandoneon, Cello,Klavier, Harmonium. Der enorme Anspruch an die Instrumentalistenhatte zur Folge, dass die Musik immer wieder überarbeitet wurde, umsie in der Folge auch durch klassische Orchester zur Aufführung brin-gen zu können. Der enorme Erfolg der »Dreigroschenoper« sorgtezudem dafür, dass zahlreiche Fremdbearbeitungen (Tanzpotpourris) fürSalon- und Jazzorchester entstanden. Doch auch die beiden Urhebererarbeiteten marktgerechte Adaptionen: Brecht verfasste für eineSchallplatteneinspielung neue Zwischentexte. Weill erstellte eine Suiten-fassung in veränderter Orchestrierung: Die »Kleine Dreigroschenmusikfür Blasorchester« (1929), die er 1938 noch einmal, nun auch mit Strei-chern, neu orchestrierte. Die Suite besteht aus sieben Sätzen, in denenWeill zehn musikalische Hits aus der Oper verarbeitete. Sie lässt diegesamte Handlung in rein musikalischer Form lebendig werden. Theo-dor W. Adorno schrieb zur Suite: »… kaum eine Melodie fehlt, sie zie-hen gedrängt vorbei, so gedrängt, dass manchmal eine in die anderegerät und sie stößt; und in ihrem engen Zuge halten sie sich aneinander,die verstümmelten, geschändigten und abgenutzen und doch wiederaufrührerischen, die sich zum Demonstrationszug formieren.« Darius Milhaud »Milhaud liebt Jazz.« – »Jazz beein- flusst das Schicksal der europäi- schen Musik«. Das waren die Schlag- zeilen nach einem Interview, das Darius Milhaud 1922 auf seiner USA-Tournee in New York gab. Die Amerikaner waren völlig ver- dutzt, dass der Jazz, wie von Mil- haud geäußert, den größten Ein- fluss auf die Musik in der alten Welt haben sollte, da »zu jener Zeit die Mehrzahl der amerikani- schen Musiker die Rolle des Jazz Darius Milhaud
  7. 7. als Kunstform noch nicht verstand und Jazz ausschließlich als Tanzmu-sik bekannt war«, wie der Komponist in seiner Autobiografie »Notenohne Musik« erklärt. Doch für Milhaud stellte Jazz etwas anderes dar.Darum besuchte er Harlem, wo die Schwarzen noch unter sich waren.Hier hörte er keine weichgespülte Tanzorchestermusik von Weißen fürWeiße, hier hörte er authentischen Jazz. Die »Frage der Folklore« warein zentrales Thema in Milhauds Schaffen. In seinen Werken verarbei-tete er provenzalische und jüdische Melodien oder brasilianischeRhythmen (1916 begleitete er seinen Freund und französischen Bot-schafter Paul Claudel als Attaché nach Rio de Janeiro) und schafftegeografisch spezifische Klangbilder (»Poèmes juifs« 1916, »Le boeufsur le toi« 1919, »Saudades do Brasil« 1921, »Suite provencale« 1936,»Suite française« 1944). Dabei ging es ihm stets um Identitäten – »ichbin ein Franzose jüdischen Glaubens aus der Provence«, so beschrieber seine eigene. Zurück aus den USA, begann Milhaud in Paris gemeinsam mitBlaise Cendrars und Fernand Léger ein neues Werk für das Ballets Sué-dois: »La création du monde« (1923). Der Dichter Cendrars hatte dieHandlung einem afrikanischen Mythos entnommen, Léger für die Aus-stattung u.a. eine Reihe von afrikanischen Skulturen und Fotografienzusammengetragen. Für Milhaud bedeutete das Ballet eine Möglich-keit, seine gerade gewonnen Eindrücke des Jazz in ein neues Werk ein-fließen zu lassen. »Als am 25. Oktober 1923 im Theater an den ChampsElysées in Paris der Vorhang hochgezogen wurde, sah sich das Publi-kum in ein buntes Spektakel versetzt, das wenig mit Afrika, aber vielmit den eigenen Klischees als Kolonialherren zu tun hatte«. Diese Ein-schätzung Werner Deukers ist sicher richtig. Doch für Milhaud war dieVerwendung von Melodien aus anderen Kulturen ebenso wie sein poly-tonaler Kompositionsstil immer musikalischer Ausdruck eines umfas-senden Pluralismus – gemäß Claudels Ausdruck einer »co-naissance dumonde«: gemeinsamer Ursprung und Kenntnis dieser Welt.
  8. 8. Porträt der MitwirkendenKammersymphonie Berlin1990 von Mitgliedern des Berliner Sinfonie-Orchesters (heute: Konzert-hausorchester), der Staatskapelle Berlin und Musikern der Orchesterder Komischen und der Deutschen Oper gegründet, gab das Ensembleim Januar 1991 sein erstes Konzert. Unter seinem Künstlerischen LeiterJürgen Bruns machte es sich neben dem klassischen Repertoire hoch-rangige, aber wenig gespielte Orchestermusik zum Anliegen. Im Mittel-punkt stehen Werke der Klassischen Moderne und die verfemte Musikdes frühen 20. Jahrhunderts. Die Kammersymphonie Berlin hat mitnamhaften Komponisten wie Alfred Schnittke und Jean Françaixzusammengearbeitet und brachte u.a. Werke von Schreker, Glasunowund Milhaud zur deutschen Erstaufführung. Uraufführungen zeitgenös-sischer Musik (Detlef Glanert, Victor Bruns, Anatol Vieru, CarloDomeniconi u.a.). Musikalische Gestaltung von Theaterproduktionen(u.a. von Peter Zadek), Programme mit Tanz (mit Gregor Seyffert) undLiteratur (mit Corinna Harfouch, Dieter Mann und Eberhard Esche).Regelmäßiger Gast im Konzerthaus Berlin und in der Berliner Philhar-monie. Einladungen zu den Musikfestspielen in Ravello (Italien), zuden Dresdener Musikfestspielen, dem Kurt-Weill-Fest Dessau (verschie-dene Musical- und Opernproduktionen) und dem Festival Internationalde Musique de Sion-Valais (Schweiz). Mit Ersteinspielungen von Franz Schreker und Ernst Toch legte dieKammersymphonie Berlin 1998 ihr CD-Debüt vor. 2002 Weill undErsteinspielungen von Berthold Goldschmidt und Roberto Gerhard.2003 Dokumentation von Komponistinnen der Beethovenzeit. 2004CD mit dem Bariton Rein Alexander (Sony Norway, in Norwegen mitPlatin geehrt). 2006 Werke von Gerhard Frommel (Deutsche Grammo-phon) und ein Mitschnitt vom Berliner Festival »Polen im Herzen«(2004). 2007 Märchenmusiken mit Corinna Harfouch als Sprecherin(Capriccio), 2008 Werke von Kurt Hessenberg und Lars-Erik Larsson(Deutsche Grammophon), 2009 Straus’ »Bürger als Edelmann« mitEberhard Esche und Dieter Mann (Mitschnitt von 1996). Die Kammer-symphonie Berlin wurde mehrfach ausgezeichnet.
  9. 9. Porträt der Mitwirkenden Jürgen Bruns wurde 1966 in Greifswald geboren. Von 1983 bis 1988 studierte er an der Hochschule für Musik »Hanns Eisler« in Berlin im Hauptfach Violine. Noch während seiner Studienzeit wurde er Mitglied des Berliner Sinfonie-Orchesters (heute: Konzert- hausorchester). Sein Dirigierstudium an der Hoch- schule für Musik »Hanns Eisler« bei Professor RolfReuter ergänzte er mit Studien bei Gilbert Varga in Florenz undCharles Bruck in Paris sowie von 1991 bis 1992 an der »Pierre-Mon-teux-School« in Maine (USA). Bereits 1991 Aufgabe des Engagementsbeim Berliner Sinfonie-Orchester, um sich vermehrt dem Dirigieren zuwidmen. Bis 1996 Besuch internationaler Dirigierkurse und Wettbe-werbe (mehrere Preise). Rege Gastspieltätigkeit in den Niederlanden,Tschechien, der Schweiz, Italien, Slowenien, Kroatien, Rumänien,Polen, Frankreich und Deutschland. Seit 2006 ist Jürgen Bruns Chefdi-rigent von KOS, Ljubljana. Regelmäßig Einladung zu europäischen Fes-tivals. Als musikalischer Leiter kooperiert Jürgen Bruns häufig mitrenommierten Theaterregisseuren. Mit Peter Zadek verband ihn eineregelmäßige Zusammenarbeit. 1991 gründete Jürgen Bruns die Kam-mersymphonie Berlin, deren Künstlerischer Leiter er ist. CD-Produktio-nen (u.a. für EDA, Signum, Quadriga, Lynor, Capriccio, Sony, Deut-sche Grammophon), sowie Aufnahmen für Rundfunk und Film –darunter zahlreiche Ersteinspielungen. Seit 2006 ist Jürgen BrunsKünstlerischer Leiter der Reihe »Club 100« bei der Deutschen Gram-mophon/Universal. Träger des Förderpreises Musik der Musikakade-mie Rheinsberg und des Landes Brandenburg. Er hat bisher viermalden Förderpreis der Ernst von Siemens Musikstiftung erhalten.Christina Fassbenderstudierte an der Musikhochschule Stuttgart bei Claude Gérard, amMozarteum Salzburg und belegte Meisterkurse bei Renate Greiss, PaulMeisen und Aurèle Nicolet. Stipendien und Förderpreise, Preisträgerinbeim internationalen Instrumentalwettbewerb in Markneukirchen 1997sowie beim Deutschen Musikwettbewerbs in Berlin 2001. 1995 Mitgliedim Schleswig-Holstein Musikfestivalorchester, 1997 im Orchester desBayerischen Rundfunks, seit 1999 1. Soloflötistin im Orchester derKomischen Oper Berlin. Als Solistin und als Kammermusikerin Auftritte
  10. 10. Porträt der Mitwirkendenin Deutschland, Chile, Costa Rica und Kanada. Rundfunk- und CD-Aufnahmen. Christina Fassbender ist Mitglied im Trio Wiek (gegründet2001, Bundesauswahl Konzerte junger Künstler 2003/04) und musi-ziert regelmäßig mit dem Klenke Quartett Weimar und dem Ma’alotQuintett. Mitglied der Kammersymphonie BerlinUlrike Petersenwurde in Güstrow/Mecklenburg geboren und erhielt ihren ersten Vio-linunterricht an der Musikschule Schwerin. Weitere Ausbildung an derSpezialschule für Musik in Weimar und an der Hochschule für Musik»Hanns Eisler« Berlin (Peter Tietze und Wolf-Dieter Batzdorf). Von1979 bis 1991 Primaria des Petersen Quartetts (weltweite Konzerttätig-keit, Preise bei Wettbewerben in Prag, Evian, Florenz, München, Quartetin Residence beim Rundfunk der DDR). Ab 2008 erneut Mitglied in die-sem Ensemble. Von 1985 bis 1988 Mitglied der 1. Violinen im Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin. Seit 1994 ist Ulrike Petersen StellvertretendeKonzertmeisterin des Berliner Sinfonie-Orchesters (heute: Konzerthaus-orchester). Daneben gehört sie den Charlottenburger Bachsolisten undder Kammersymphonie Berlin (alternierende Konzertmeisterin) an.Tatjana Blomewurde in Dortmund geboren. Als Zwölfjährige 1. Preis beim Steinway-Wettbewerb, 1995 Debüt in der Berliner Philharmonie. Unterricht beiihrem Vater Josef-Matthias Blome, bei Renate Kretschmar-Fischer inDetmold, bei Heidrun Holtmann und Aribert Reimann in Berlin sowiein München in der Meisterklasse von Gerhard Oppitz. Daneben Stu-dium der Germanistik und Theologie. Klavierrecitals sowie Solistin beiOrchestern u.a. in Deutschland, Österreich, Frankreich, Slowenien,Portugal und Russland. Liedbegleiterin u.a. von Dietrich Henschel undArbeit in Duo Blome-Lunte (Saxophon und Klavier). Zusammenarbeitmit Gerd Albrecht, Jürgen Bruns, Ib Hausmann, Claudia Barainsky undGeorge Tabori. Aufnahmen für CD und Rundfunk. 2007 Solo-CD mitdem Klavierkonzert und der sechsten Sonate von Gerhard Frommel(Deutsche Grammophon). 2008 mit dem Rundfunkorchester LjubljanaKlavierkonzert von Marco Mihevc. In Kürze erscheint ihre zweite Solo-CD bei Naxos.
  11. 11. Vorankündigung MO 22.02.10 20.00 Uhr Großer Saal Moskauer Solisten Yuri Bashmet Viola und Leitung Viviane Hagner Violine Joseph Haydn Sinfonie Nr. 49 f-Moll Hob I:49 (»La Passione«) Alfred Schnittke Monolog für Viola und Streichorchester Wolfgang Amadeus Mozart Sinfonia concertante für Violine, Viola und Orchester Es-Dur KV 364 Igor Strawinsky Concerto in D für StreichorchesterFestival für aktuelle Musik BerlinMaerzMusik 19. – 28. 3. 2010UTOPIE [VERLOREN]MUSIKTHEATER • ORCHESTERKONZERTE • KAMMERMUSIK • PERFORMANCE • INTERMEDIA • SONIC ARTS LOUNGEFREITAG 26. 3. 2010 | KONZERTHAUS BERLIN20.00 UHR | KONZERTHAUSORCHESTER BERLIN | ROLAND KLUTTIGWERKE VON NIKOLAI OBUCHOW, HANS W. KOCH UA, JOHN MCGUIRE UA, EDGARD VARÈSE19.00 UHR | EINFÜHRUNGSVERANSTALTUNGIn Zusammenarbeit mit Konzerthaus Berlin, mit Unterstützung von Kunststiftung NRWKarten + Infos: (030) 254 89 100 | www.maerzmusik.de
  12. 12. Sie wollen das Konzerthaus fördern und unterstützenoder interessieren sich für eine Stuhlpatenschaft?Zukunft Konzerthaus e.V.Gendarmenmarkt 2, 10117 BerlinTelefon (030) 20309-2344, Fax (030) 20309-2076E-Mail: zukunft@konzerthaus.dewww.zukunft-konzerthaus.deFreundeskreis Konzerthaus Berlin e.V.Informationen über Detlef Gogalla, 10106 BerlinTelefon (030) 20309-2020, Fax (030) 20309-2021E-Mail: freundeskreis@konzerthaus.deIMPRESSUMHerausgeber Konzerthaus BerlinIntendant Prof. Dr. Sebastian NordmannText Stefan FrickeRedaktion Andreas HitscherTitelfotografie Christian NielingerAbbildungen Archiv KHB (4), Martin SachseReinzeichnung und Herstellung REIHER Grafikdesign & Druck2,00 €Die Intendanz möchte darauf hinweisen, dass das Fotografieren sowiedie Nutzung ton- und videotechnischer Geräte nicht zulässig sind.

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