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Informationen und HintergründeWelt-Lepra-Tag 2011                                                                         ...
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Die Lepra-Bank im SenegalDAHW-Repräsentantin Daniela Eich bringt Hoffnung auf Zukunft in die LepradörferMit Vorurteilen ke...
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Bilder zum Welt-Lepra-Tag am 30. Januar 2011                                   „Danke für jeden Tag“                      ...
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  1. 1. PressemeldungDAHW: Lepra früher behandeln!Welt-Lepra-Tag mahnt Kampf gegen Diskriminierung anDie Zahl der Lepra-Neuerkrankungen liegt seit Jahren konstant um die250.000, aber die Rate der Menschen, die bei der Diagnose schon eine Be-hinderung haben, hat sich in den letzten Jahren verdoppelt. „Es dauert zulange, bis Patienten medizinische Hilfe bekommen, weil Wissen über Lepra Mariannhillstraße 1cnicht mehr ausreichend vorhanden ist“, erklärt Dr. Adolf Diefenhardt an- 97074 Würzburglässlich des Welt-Lepra-Tags am 30. Januar. Weiterhin wird in vielen Staa- Telefon +49 (0)9 31 79 48-130ten trotz Bekenntnissen zu den Menschenrechten nicht genug getan, um Telefax +49 (0)9 31 79 48-160 E-Mail presse@dahw.dediskriminierende Gesetze gegen Menschen mit Lepra zu verändern, so der Internet www.dahw.demedizinische Leiter der DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe.(Würzburg, im Januar 2011) Für Diefenhardt ist klar: „Wir müssen die Patientenfrüher finden und besser verstehen, warum jemand erkrankt und der Nachbarnicht. Wir müssen den Aufenthaltsort des Bakteriums außerhalb des Menschenerforschen, die Entwicklung einer schnelleren Diagnose und kürzeren Therapie Spendenkonto 9696vorantreiben und die bis heute andauernde Diskriminierung von Leprakranken Sparkasse Mainfranken BLZ 790 500 00beenden.“ Die Angst, aus der Gemeinschaft ausgestoßen zu werden, sei weiter-hin ein Grund, warum Patienten zu spät zu einem Gesundheitsdienst kommen.Weltweit wurde 2009 bei 244.796 Menschen Lepra diagnostiziert, das waren gut4.200 weniger als 2008. „Besonders beunruhigend ist es, dass jeder fünfte neuePatient bei der Diagnose bereits Nervenschädigungen hatte“, so Diefenhardt.Daraus entwickle sich schnell eine bleibende Behinderung. Große Probleme sindfür viele ehemalige Leprapatienten die für diese Krankheit typischen Beeinträch- Ehrenamtlicher Vorstand /tigungen an Händen oder Füßen. Hon. Board of Directors Gudrun Freifrau von Wiedersperg, PräsidentinDass Diskriminierung nicht nur in abgelegenen Dörfern vorkommt, zeigt ein Blick Franz Barthel, Vizepräsident Peter Hofmann, Schatzmeisterin Gesetzestexte. In einer Reihe von Ländern, darunter Großbritannien, USA und Jürgen Jakobs, stv. SchatzmeisterChina können Menschen, die an Lepra erkrankt sind oder waren, Visa-, Aufent- Monika Huesmann Jochen Schroerenhalts- und Arbeitsgenehmigungen ganz legal verweigert werden. PD Dr. August Stich Dirk WeickeDie meisten Leprapatienten wurden 2009 in Indien gezählt (133.717). Im vergan- Geschäftsführer /genen August wurden bei Untersuchungen in der indischen Stadt Pune 30 neue Chief Executive Officer Burkard KömmPatienten entdeckt, 60 Prozent mit der schweren Form der Lepra. Aufgrund der Stellvertreter /vermutlich hohen Dunkelziffer führt die indische Regierung derzeit eine landes- Deputy Chief Executive Officer Dr. Adolf Diefenhardtweite Erhebung durch. Die Ergebnisse sollen Ende Juli 2011 vorliegen.Lepra ist eine Infektionskrankheit, die mit einer Kombination aus drei Antibiotika Mitglied der ILEP (Internationale Vereinigungin zwölf Monaten heilbar ist. Es gibt eine schwere und eine leichte Form. Rund der Leprahilfswerke) Member of ILEP90 Prozent aller Menschen sind gegen Lepra immun, ein Teil von ihnen kann (International Federationjedoch den Erreger wahrscheinlich übertragen. Die Weltgesundheitsorganisation of Anti-Leprosy Associations)(WHO) zählt die Lepra zu den „vernachlässigten Krankheiten“.Die DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe wurde 1957 als DeutschesAussätzigenhilfswerk gegründet. In diesem Jahr fördert die DAHW 232 Projektein 27 Ländern mit 10.507.953 Euro. Die DAHW beteiligt sich an wissenschaftli-chen Forschungsprojekten, u.a. zur Vermeidung von Nervenschädigungen beiMenschen mit Lepra. Die DAHW setzt sich dafür ein, dass Menschen mit Behin-derung egal welcher Art Zugang zu Rehabilitation und gesellschaftlicher Teilhabehaben („gemeindenahe Rehabilitation“).Interview-Angebot mit Dr. Adolf Diefenhardt – Kontakt über Pressestelle Deutsche Lepra- undHinweis an die Redaktionen: Druckfähige Bilder und sendefähige O-Töne können Sie gern anfordern, Tuberkulosehilfe e.V.auch für Rückfragen steht Ihnen unsere Pressestelle gern zur Verfügung. German Leprosy andKontakt: Renate Vacker, Tel: (0 93 1) 79 48-132, mobil: (0 16 0) 97 33 35 70 TB Relief AssociationJochen Hövekenmeier, Tel: (0 93 1) 79 48-130, mobil: (0 17 2) 54 53 014, presse@dahw.de
  2. 2. Informationen und HintergründeLepra – unbekannte KrankheitDie Krankheit LepraLepra wird durch das Mycobacterium leprae übertragen, der Erreger befällt Hautund Nervensystem. Als direkte Folge werden vor allem Hände und Füße gefühl- Mariannhillstraße 1clos und es treten Lähmungserscheinungen auf. Die typischen Behinderungen 97074 Würzburgentstehen durch chronische Entzündungen an den tauben Stellen, wenn man Telefon +49 (0)9 31 79 48-130sich an den Gliedmaßen verletzt, ohne es zu merken. Telefax +49 (0)9 31 79 48-160 E-Mail presse@dahw.deDie Infektionskrankheit verbreitet sich über engen Kontakt mit Erkrankten durch Internet www.dahw.deTröpfcheninfektion. Weil der Kontakt dafür intensiv sein muss, infizieren sich zu-nächst Familienmitglieder, Nachbarn und enge Bekannte.Lepra ist mit einer Kombination aus drei Antibiotika in sechs bis zwölf Monatenvollständig heilbar. Bereits vorhandene Behinderungen müssen durch wiederher-stellende Operationen korrigiert werden, sofern dies möglich ist. Spendenkonto 9696 Sparkasse Mainfranken BLZ 790 500 00Forschung zu LepraUm mehr über die Übertragungswege und das Krankheitsrisiko zu erfahren unddie Behandlung zu verbessern, ist Forschung wichtig. Ein Impfstoff, der die Infek-tion verhindert und/ oder die Behandlungsdauer verkürzt, würde vielen MenschenLeid ersparen und die Krankheit von ihrem Stigma befreien. Die DAHW ist anmehreren wissenschaftlichen Forschungsprojekten beteiligt.Wussten Sie schon, dass… Ehrenamtlicher Vorstand / Hon. Board of Directors Gudrun Freifrau von Wiedersperg, • Lepra heilbar ist? Präsidentin Franz Barthel, Vizepräsident Peter Hofmann, Schatzmeister • im Jahr 2011 mehrere Hunderttausend Menschen neu an Lepra erkranken, Jürgen Jakobs, stv. Schatzmeister Monika Huesmann viele aber nicht offiziell registriert werden und deshalb keinen Zugang zu Jochen Schroeren Medikamenten haben? PD Dr. August Stich Dirk Weicke • jeder zehnte neue Leprapatient ein Kind ist? Geschäftsführer / Chief Executive Officer • mehr als 10% aller Patienten so spät entdeckt werden, dass sie bereits Burkard Kömm Stellvertreter / körperliche Schädigungen haben? Deputy Chief Executive Officer Dr. Adolf Diefenhardt • rund vier Millionen Menschen Behinderungen durch Lepra haben? • man heute immer noch nicht genau den Übertragungsweg kennt, kein wirk- Mitglied der ILEP (Internationale Vereinigung samer Impfstoff vorliegt und wissenschaftlich nicht geklärt ist, warum nach der Leprahilfswerke) Member of ILEP Infektion ein Mensch krank wird und ein anderer gesund bleibt? (International Federation of Anti-Leprosy Associations) • ca. 90% aller Menschen weltweit genetisch immun gegen Lepra sind? • Lepra eine Inkubationszeit von wenigen Monaten bis zu 30 Jahren hat? • die meisten Patienten in Indien und Brasilien leben? • immer noch Gesetze existieren, die Leprakranke diskriminieren? • eine Behandlung pro Patient durchschnittlich 50 Euro kostet?Unter www.dahw.de können Sie Texte und Bilder der Pressemappe downloaden. Deutsche Lepra- undHinweis an die Redaktionen: Druckfähige Bilder und sendefähige O-Töne können Sie gern anfordern, Tuberkulosehilfe e.V.auch für Rückfragen steht Ihnen unsere Pressestelle gern zur Verfügung. German Leprosy andKontakt: Renate Vacker, Tel: (0 93 1) 79 48-132, mobil: (0 16 0) 97 33 35 70 TB Relief AssociationJochen Hövekenmeier, Tel: (0 93 1) 79 48-130, mobil: (0 17 2) 54 53 014, presse@dahw.de
  3. 3. Informationen und HintergründeWelt-Lepra-Tag 2011 Mariannhillstraße 1c 97074 Würzburg Telefon +49 (0)9 31 79 48-130Das Datum 30. Januar 2011 Telefax +49 (0)9 31 79 48-160 E-Mail presse@dahw.deAm 30. Januar 1948 wurde Mahatma Gandhi ermordet. Dieser große Mann hat Internet www.dahw.denicht nur die englische Besatzung Indiens überwunden, sondern auch die „Unbe-rührbarkeit“ von Leprakranken: „Fürsorge für Leprakranke schafft nicht nur mitmedizinischen Mitteln Linderung. Sie verwandelt frustrierenden Alltag in erfülltesDasein, persönlichen Ergeiz in selbstlosen Dienst."Zu Gandhis sechstem Todestag 1954 rief der französische Jurist und Lepra- Spendenkonto 9696Aktivist Raoul Follereau den ersten Welt-Lepra-Tag aus: zu Ehren von Mahatma Sparkasse Mainfranken BLZ 790 500 00Gandhi immer am letzten Sonntag im Januar.Inzwischen ist der Welt-Lepra-Tag ein internationaler Gedenktag und wird am30. Januar 2011 zum 58. Mal begangen. In vielen Entwicklungsländern ist er zueiner festen Institution geworden: Mit großen Volksfesten feiern die Menschendie bisherigen Erfolge im Kampf gegen Lepra. Ehrenamtlicher Vorstand / Hon. Board of Directors Gudrun Freifrau von Wiedersperg, PräsidentinSpenden für ein Leben ohne Lepra Franz Barthel, Vizepräsident Peter Hofmann, Schatzmeister Jürgen Jakobs, stv. SchatzmeisterDie Behandlung eines Leprapatienten kostet rund 50 Euro – doch damit allein ist Monika Huesmannden meisten Patienten nicht geholfen. Immer noch gibt es jahrtausendealte Vor- Jochen Schroeren PD Dr. August Stichurteile, werden von Lepra betroffene Menschen ausgestoßen – selbst nach ihrer Dirk WeickeHeilung oder wenn sie selbst gar nicht erkrankt waren, sondern lediglich ein Fa- Geschäftsführer / Chief Executive Officermilienmitglied. Die typischen Beeinträchtigungen an Händen und Füßen behin- Burkard Kömmdern nicht nur bei der täglichen Arbeit, sie sind oft genug auch Anlass für ein an- Stellvertreter / Deputy Chief Executive Officerdauerndes Ausgrenzen aus dem Alltagsleben. Dr. Adolf DiefenhardtAm Welt-Lepra-Tag 2011 erinnert die DAHW besonders an die weltweite Diskri-minierung der durch Lepra behinderten Menschen. Auch heute noch gehört Lep- Mitglied der ILEP (Internationale Vereinigungra in vielen Ländern zum Alltag, jährlich erkranken Hunderttausende neu, und bis der Leprahilfswerke) Member of ILEPzu vier Millionen Menschen leben mit Behinderungen durch diese Krankheit. (International Federation of Anti-Leprosy Associations)In den Projekten der DAHW wird daher ganzheitlich gearbeitet: neben der medi-zinischen Behandlung ist die Rückkehr in den Alltag eine wichtige Säule. Ehema-lige Leprapatienten bekommen Möglichkeiten, ihren eigenen Lebensunterhaltdurch Arbeit selbst bestreiten zu können. Ohne Unterstützung ist dies für diemeisten Patienten unmöglich, und ohne Spenden kann die DAHW diese Unter-stützung nicht leisten. Deutsche Lepra- undHinweis an die Redaktionen: Druckfähige Bilder und sendefähige O-Töne können Sie gern anfordern, Tuberkulosehilfe e.V.auch für Rückfragen steht Ihnen unsere Pressestelle gern zur Verfügung. German Leprosy andKontakt: Renate Vacker, Tel: (0 93 1) 79 48-132, mobil: (0 16 0) 97 33 35 70 TB Relief AssociationJochen Hövekenmeier, Tel: (0 93 1) 79 48-130, mobil: (0 17 2) 54 53 014, presse@dahw.de
  4. 4. Informationen und HintergründeDAHW: Zahlen, Daten, Fakten1957 als Deutsches Aussätzigen-Hilfswerk (daher das Kürzel DAHW) gegründet, Mariannhillstraße 1cwird die DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe in diesem Jahr 232 Hilfs- 97074 Würzburgprojekte in 27 Ländern mit 10.507.953 Euro finanzieren. Darunter sind große Telefon +49 (0)9 31 79 48-130Krankenhäuser, die in ihren Ländern oftmals Ausbildungs- und Referenzhospitä- Telefax +49 (0)9 31 79 48-160 E-Mail presse@dahw.deler sind, und ganze Nationalprogramme zur Bekämpfung und Kontrolle von Lepra Internet www.dahw.deund Tuberkulose.In vielen Projekten steht inzwischen die soziale Arbeit zur Rehabilitation der vonLepra betroffenen Menschen im Vordergrund: Schranken von Vorurteilen oderDiskriminierung abbauen und die betroffenen Menschen wieder in ihr gewohntesUmfeld integrieren. Spendenkonto 9696Die DAHW setzt sich für Menschen mit Behinderung ein: Ziel ist es, durch „ge- Sparkasse Mainfranken BLZ 790 500 00meindenahe Rehabilitation“ einerseits Menschen zur Teilhabe am Leben ihrerGemeinde zu befähigen, andererseits die Gemeinde für die Rechte und Bedürf-nisse von Menschen mit Behinderung zu sensibilisieren.Die DAHW steht für eine nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit und für Kon-tinuität in den Hilfsprojekten. Selbst während der langen und blutigen Kriege inÄthiopien, Süd-Sudan, Uganda oder Sierra Leone waren die Hilfsprojekte derDAHW stets Orte der Hoffnung. Die Mitarbeiter in den Projekten stammen über- Ehrenamtlicher Vorstand / Hon. Board of Directorswiegend aus den jeweiligen Regionen. Gudrun Freifrau von Wiedersperg, Präsidentin Franz Barthel, VizepräsidentDie DAHW ist Mitglied folgender Bündnisse: Peter Hofmann, Schatzmeister Jürgen Jakobs, stv. Schatzmeister Monika HuesmannILEP - Internationale Vereinigung der Leprahilfswerke Jochen Schroeren14 Leprahilfswerke koordinieren ihre weltweite Arbeit. Sie haben maßgeblich PD Dr. August Stich Dirk Weickedazu beigetragen, Millionen Menschen von Lepra zu heilen, weitere Schädigun-gen zu verhindern und Stigma abzubauen. Geschäftsführer / Chief Executive Officer Burkard KömmStop-TB-Partnerschaft Stellvertreter /Ein Bündnis aus 500 Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen, initiiert von Deputy Chief Executive Officer Dr. Adolf Diefenhardtder Weltgesundheitsorganisation (WHO). Es setzt sich für eine kontrollierte undstandardisierte Behandlung aller Tuberkulosekranken ein. Mitglied der ILEPDZK - Deutsches Zentralkomitee zur Bekämpfung der Tuberkulose (Internationale Vereinigung der Leprahilfswerke)Gegründet 1895 (Gründungsmitglied Robert Koch), als TB in Deutschland noch Member of ILEPdie häufigste Todesursache war. Heute ein renommiertes Institut im Kampf ge- (International Federation of Anti-Leprosy Associations)gen TB, das Forschung, Lehre und Praxis erfolgreich vernetzt.Aktionsbündnis gegen AidsEin Zusammenschluss von rund 400 Organisationen der Aids- und Entwick-lungszusammenarbeit mit dem Ziel, im Kampf gegen Aids weltweit Politik undPharma-Industrie stärker in die Verantwortung zu nehmen.VENRO – Verband Entwicklungspolitik deutscher NichtregierungsorganisationenÜber 100 deutsche Nichtregierungsorganisationen haben sich zu VENRO zu-sammengeschlossen. Gemeinsam fordern sie die Millenniumsentwicklungsziele,Menschenrechte und die Bekämpfung der Armut ein.Unter www.dahw.de können Sie Texte und Bilder der Pressemappe downloaden. Deutsche Lepra- undHinweis an die Redaktionen: Druckfähige Bilder und sendefähige O-Töne können Sie gern anfordern, Tuberkulosehilfe e.V.auch für Rückfragen steht Ihnen unsere Pressestelle gern zur Verfügung. German Leprosy andKontakt: Renate Vacker, Tel: (0 93 1) 79 48-132, mobil: (0 16 0) 97 33 35 70 TB Relief AssociationJochen Hövekenmeier, Tel: (0 93 1) 79 48-130, mobil: (0 17 2) 54 53 014, presse@dahw.de
  5. 5. Informationen und HintergründeDeutscher erkrankt an LepraReisender hatte sich in Brasilien angestecktAnfang Januar wurde in der Uniklinik Münster bei einem Patienten Lepra diag- Mariannhillstraße 1cnostiziert. Der Mann hatte sich vermutlich bei einer Reise nach Brasilien ange- 97074 Würzburgsteckt. Inzwischen konnte er die Klinik verlassen. Er ist nicht mehr ansteckend Telefon +49 (0)9 31 79 48-130und muss noch sechs Monate Medikamente einnehmen. Telefax +49 (0)9 31 79 48-160 E-Mail presse@dahw.de Internet www.dahw.deAus diesem Anlass klärt Dr. Adolf Diefenhardt über Lepra auf. Er leitet die medi-zinisch-soziale Arbeit der DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe. DasHilfswerk fördert seit über 50 Jahren Hilfsprogramme für Menschen, die von Lep-ra betroffen sind. Zu den Schwerpunktländern gehören Indien, Brasilien undÄthiopien. Spendenkonto 9696Wie oft kommt Lepra heute in Deutschland vor? Sparkasse MainfrankenEs gab in den letzten sechs Jahren zwischen null und vier diagnostizierte neue BLZ 790 500 00Leprafälle pro Jahr in Deutschland. Im vergangenen Jahr waren es zwei. Immerhatten sich die Patienten, die in Deutschland diagnostiziert wurden, im Auslandangesteckt. Wichtig ist, zu betonen, dass diese Patienten niemanden in Deutsch-land angesteckt haben. Eine in Deutschland erworbene Lepra-Erkrankung gabes schon seit mehreren Jahrzehnten nicht mehr.Wie kann es zu einer Ansteckung mit Lepra kommen? Ehrenamtlicher Vorstand /Die Ansteckung erfolgt in der Regel durch Tröpfcheninfektion. Um sich anzuste- Hon. Board of Directorscken, muss man sehr lange und ausgeprägt mit dem Leprakranken oder Träger Gudrun Freifrau von Wiedersperg, Präsidentinder Erreger zusammen sein. Franz Barthel, Vizepräsident Peter Hofmann, Schatzmeister Jürgen Jakobs, stv. SchatzmeisterKann man sich gegen Lepra impfen lassen? Monika HuesmannDie Tuberkulose-Impfung (BCG) kann einen Teilschutz bieten. Eine Lepra- Jochen Schroeren PD Dr. August StichImpfung gibt es nicht. Dirk Weicke Geschäftsführer /Wann ist ein Tourist, der nach Brasilien oder Indien reist, gefährdet? Chief Executive Officer Burkard KömmIn der Regel nur, wenn er sich mit nicht behandelten, infektiösen Leprakranken Stellvertreter /über Wochen in engem Kontakt und einfachen hygienischen Verhältnissen auf- Deputy Chief Executive Officer Dr. Adolf Diefenhardthält.Wie äußert sich eine Lepra-Erkrankung? Mitglied der ILEP (Internationale VereinigungSie zeigt sich in nicht-juckenden, rötlichen, berührungsunempfindlichen Hautfle- der Leprahilfswerke) Member of ILEPcken oder Nervenausfällen. (International Federation of Anti-Leprosy Associations)Was sollte man bei Verdacht tun?In Deutschland sollte man zu einem guten Hautarzt gehen und ihm von diesemVerdacht erzählen. Ansonsten stellt man sich am Besten in einer Tropenmedizi-nischen Ambulanz vor. Deutsche Lepra- undHinweis an die Redaktionen: Druckfähige Bilder und sendefähige O-Töne können Sie gern anfordern, Tuberkulosehilfe e.V.auch für Rückfragen steht Ihnen unsere Pressestelle gern zur Verfügung. German Leprosy andKontakt: Renate Vacker, Tel: (0 93 1) 79 48-132, mobil: (0 16 0) 97 33 35 70 TB Relief AssociationJochen Hövekenmeier, Tel: (0 93 1) 79 48-130, mobil: (0 17 2) 54 53 014, presse@dahw.de
  6. 6. Wann ist man nicht mehr ansteckend?Man ist in der Regel nur bei der schweren Form ansteckend. Und auch nur dann,wenn man sich nicht behandeln lässt. Auch bei Patienten mit der leichten Form,d.h. ein bis fünf Hautflecken, kann es ab drei Hautläsionen dazu kommen, dasssie unbehandelt andere anstecken können. Spätestens 24 bis 48 Stunden nachBeginn der Therapie ist man jedoch nicht mehr ansteckend.Muss man in Quarantäne?Nein! Auf keinen Fall.Wie wird Lepra behandelt?Mit einer Therapie aus drei Antibiotika, die nach einem festen Schema einzu-nehmen sind, ist Lepra in sechs bis zwölf Monaten heilbar.Behält man bleibende Schäden zurück?Wenn Lepra frühzeitig behandelt wird und die Medikamente bis zu Ende ge-nommen werden – nein.Noch vor hundert Jahren gab es Lepra auch in Deutschland.Wie wurde die Krankheit besiegt?Historisch ging die Lepra in Europa und Deutschland nach einem Höhepunkt im14. Jahrhundert immer mehr zurück. Welche Faktoren dazu ursächlich und ent-scheidend beigetragen haben, sind nicht bekannt oder bewiesen, auch wenn esdazu verschiedene Spekulationen und Hypothesen gibt.Wichtig ist aber festzuhalten, dass mit einer verbesserten Hygiene, Ventilation inHäusern, allgemein besseren Lebensbedingungen und besserem Ernährungs-status die Lepra in Europa – auch ohne Medikamente – Anfang des letzten Jahr-hunderts ausgerottet wurde.Gibt es ähnlich wie bei der Tuberkulose Resistenzen gegen die Medikamen-te?Natürlich gibt es Resistenzen. Bisher haben sie aber kein relevantes Gewicht.Und das ist nach 30 Jahren MDT, das Kürzel steht für die Multi Drug Therapy,schon ein großer Erfolg. Das heißt aber nicht, dass man nicht nach Resistenzenschauen sollte.Leider hat die Nippon Foundation das Geld für eine internationale mehrjährigangelegte Resistenzüberwachung vor kurzem ohne Angabe von Gründen ge-kappt.Was raten Sie Angehörigen und Menschen, die mit einem Erkrankten inKontakt gekommen sind?Wichtig ist es, nüchtern eine Risikoeinschätzung vorzunehmen und nicht in Panikzu geraten, wenn man einmal oder häufiger mit Leprapatienten gesprochen, dieHände geschüttelt oder gemeinsam gegessen hat. Das Risiko sich zu infizierenist minimal.Selbst bei einem wie oben geschilderten längeren Zusammenleben mit einemLeprakranken kommt es nach erfolgter Infektion nur bei fünf Menschen von 100auch wirklich zum Ausbruch der Erkrankung.Wie werden Leprapatienten in Entwicklungsländern behandelt?Die Therapie ist standardisiert, d. h. überall auf der Welt gleich. Eine Kombinationaus drei Antibiotika muss je nach Schwere der Erkrankung über einen längerenZeitraum eingenommen werden. Wichtig ist auch, bereits aufgetretene Störungenzu behandeln, also z. B. Wunden zu versorgen, die entstehen, wenn man sich aneiner gefühllosen Stelle, meist an Händen oder Füßen, verletzt hat.
  7. 7. Die Lepra-Bank im SenegalDAHW-Repräsentantin Daniela Eich bringt Hoffnung auf Zukunft in die LepradörferMit Vorurteilen kennt sich Daniela Eich aus: Als sie sich entschied, Repräsentantin der DAHWDeutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe im Senegal zu werden, kamen zahlreiche „gut gemeinte“Tipps. Für viele Menschen schien das arme, islamisch geprägte Land kaum der richtige Ort füreine Mutter mit Kind zu sein.Für die kämpferische Frau war das eher Ansporn:„Ich habe selbst erfahren, dass mir andereMenschen bestimmte Aufgaben nicht zugetrauthaben. Insofern kann ich sehr gut nachvollziehen,was die Ausgrenzung für Leprapatienten bedeutet.“Doch die Ausgrenzung der Menschen in denLepradörfern des Senegals war viel schlimmer alsbefürchtet: „Für die Menschen im Senegal, die nichtvon Lepra betroffen sind, existieren diese Dörfereinfach nicht – und so auch nicht ihre Bewohner.“ Eingesperrt sind sie heute nicht mehr, die Bewohner der Lepradörfer. In Kolda steht die Mauer aberSeit über 30 Jahren arbeitet die DAHW in dem trotzdem noch – als Sinnbild der Diskriminierung.westafrikanischen Land, trotz aller Hürdenerfolgreich: Als die DAHW 1980 in den Senegal kam, erkrankten jährlich mehr als 10.000Menschen neu an Lepra – heute sind es weniger als 300. Trotzdem ist die Arbeit nicht einfacher geworden, im Gegenteil: Das Leprakontrollprogramm muss weiter laufen, sonst steigt die Zahl der Neuerkrankungen wieder. Zusätzlich sorgen sieben Sozialarbeiter der DAHW dafür, dass die ehemaligen Patienten die Chance auf ein normales Leben bekommen – alte Menschen oder auch jene, die an den für Lepra typischen Behinderungen leiden. Früher mussten alle Patienten in Leprakolonien umsiedeln. Im Senegal sind diese Dörfer bis heute auf keiner Landkarte verzeichnet. Wollten sie ihre Dörfer verlassen, mussten sie sich bis vor knapp 30 Jahren noch besondere Ausweise ausstellen lassen – keine „normalen“ Ausweise, sondern Papiere, die dokumentierten, dass sie von der Lepra geheilt waren und so für andere keine Gefahr mehr darstellten. Doch auch ohne jeden Ausweis werden sie erkannt und immer noch wie Menschen zweiter Klasse behandelt. Als „Ausgleich“ müssen die Einwohner der LepradörferAlltag im Lepradorf: Keine Arbeit, kein Geld,keine Perspektive – weil die Hände verraten, des Senegals keine Steuern zahlen. Eine bürokratischedass man an Lepra erkrankt war. „Logik“, die Daniela Eich aufregt: „In Wahrheit sind dieMenschen rechtlos. Sie wären doch bereit Steuern zu zahlen, aber von was? Sie haben nichts,bekommen keine Arbeit – Niemand stellt einen Menschen ein, dem man sofort ansieht, dass ermal an Lepra erkrankt war. Und selbst wenn sie ein eigenes, kleines Geschäft gründen wollen:Von welcher Bank bekämen sie ein Darlehen?“
  8. 8. Im Lepradorf Touba Peycouk ist das jetzt anders: Mit einem ihrer Sozialarbeiter ist die DAHW-Repräsentantin auf dem Weg zur ersten Bank des Dorfs: „Bank ist vielleicht etwas optimistisch.Aber wir haben mit dieser kleinen Kreditgenossenschaft einen Anfang gemacht. Unser Motto: Wenn uns keine Bank helfen will, dann müssen wir dies halt selbst in die Hand nehmen.“ So schickt sie die Kinder, die sie wie bei jedem ihrer Besuche in einem der vielen Lepradörfer sofort umringen, nach Hause und begrüßt Cheik Diakhate, den Verantwortlichen der Genossenschaftsbank. Denn jetzt geht es um das Geschäft. Das Prinzip dieser Bank ist einfach: Wie bei einer Bausparkasse muss man erst einen Teil ansparen, dann gibt es ein Darlehen. Die Sparzinsen sind höher und die Kreditzinsen deutlich niedriger als bei kommerziellen Banken. Und das Beste: Diese Bank gehört ihren Kunden, die als Mitglieder der Genossenschaft ihren ehrenamtlichen Vorstand wählen und selbst darüber bestimmen, wie der Gewinn im Lepradorf investiert wird. „Finanziell gesehen ist der Gewinn nicht groß“, sagt Daniela Eich: „Dafür sehen wir aber täglich, welcher Gewinn diese Genossenschaft für die Menschen in Touba Peycouk ist. Wenn sich einDie Taxi-Genossenschaft in Touba Peycouk fährt Bewohner vom Lepradorf selbständig machen will,mit Gewinn und will sich bald vergrößern. Obwohl bekommt er hier Unterstützung – finanziell und auches das einzige Auto im Dorf ist, war zuvor keineBank bereit, das Projekt zu unterstützen. dann, wenn sich der Erfolg nicht so einstellen will, wie zuvor in der Theorie geplant. Und ein eigenes, kleinesGeschäft ist außer Betteln die einzige Chance, Geld zu verdienen.“Auch bei „größeren“ Ideen hilft die Bank den Einwohnern des Lepradorfs: „Eine Taxi-Genossenschaft (aktuell ein Fahrzeug), eine bescheidene Druckerei und ein kleiner Laden mitLebensmitteln – allein in Peycouk haben jetzt fast 50 Menschen eine Arbeit, die vorher Bettelngehen mussten“, fügt Cheik Diakhate hinzu: „Doch unsere Bank würde es ohne die Hilfe derDAHW nicht geben!“Sehr stolz auf ihre Sozialarbeiter ist Daniela Eichnach dem Gespräch mit dem ehrenamtlichenVorstand der Genossenschaft. Die 42-Jährige ausNeuwied im Rheinland möchte gern mehrunternehmen, um die Lepradörfer endlich in ganznormale Dörfer zu verwandeln. An neuen Ideenmangelt es nicht und in die Unterstützung durchdie Spenderinnen und Spender der DAHW hat siegroßes Vertrauen. DAHW-Repräsentantin Daniela Eich trifft sich mit demAutor: Jochen Hövekenmeier ehrenamtlichen Vorstand der Bank im Lepradorf.4.649 Zeichen (mit Leerzeichen)Text und Bilder sind honorarfrei zur journalistischen Veröffentlichung bei Nennung der Quelle DAHW.Druckfähige Vorlagen können Sie anfordern: (0931) 79 48-130 oder per Email: presse@dahw.de
  9. 9. Bilder zum Welt-Lepra-Tag am 30. Januar 2011 „Danke für jeden Tag“ Von Lepra stark gezeichnet leben rund 30 Menschen im alten Lepradorf des Hospitals „Mile 4“. Durch ihre Behinderungen können sie sich kaum selbst versorgen und sind auf Unterstützung durch die DAHW angewiesen. Aufgenommen 2009 im Hospital „Mile 4“ in Abakaliki / Nigeria © Jochen Hövekenmeier / DAHW.de Abdruck frei für journalistische Zwecke bei Nennung der Quelle DAHW. „Gemeinsam schaffen wir das“ Mit Unterstützung der DAHW-Sozialarbeiter schließen sich Menschen mit Behinderungen zu Selbsthilfegruppen zusammen – egal, ob sie von Lepra betroffen sind oder nicht. Sie gründen kleine Genossenschaften wie diese Druckerei in Mbou, um sich und ihre Familien selbst ernähren zu können. Aufgenommen 2010 im DAHW-Projekt Mbou / Senegal © Jochen Hövekenmeier / DAHW.de Abdruck frei für journalistische Zwecke bei Nennung der Quelle DAHW. „Keine Arbeit zu schwierig“ Am rechten Bein fehlt der komplette Unterschenkel, am linken „nur“ der Fuß. Omar S. will trotzdem nicht auf Almosen angewiesen sein, versorgt sich und seine Familie im Lepradorf Kolda durch seine eigene Arbeit als Holzhändler. Mit einem Mikrokredit haben Sozialarbeiter der DAHW ihm den Start mit diesem Geschäft ermöglicht. Aufgenommen 2010 im Lepradorf Kolda / Senegal © Jochen Hövekenmeier / DAHW.de Abdruck frei für journalistische Zwecke bei Nennung der Quelle DAHW. Auch im Querformat vorhanden!
  10. 10. „Die Finger bleiben beweglich“ Lepra zerstört Nerven und damit die Motorik der Patienten. Durch Physiotherapie bleiben die Hände beweglich. Das medizinische Personal in den DAHW-Projekten ist speziell für die Behandlung der von Lepra betroffenen Menschen ausgebildet. Aufgenommen 2010 im DAHW-Projekt in Bo / Sierra Leone © Jochen Hövekenmeier / DAHW.de Abdruck frei für journalistische Zwecke bei Nennung der Quelle DAHW. „Alltag mit Hindernissen“ Im Leprahospital am Rand von Freetown leben auch Menschen, die längst von der Krankheit geheilt sind. Diese alte Frau war während des Bürgerkriegs erkrankt und konnte erst viel zu spät medizinische Hilfe der DAHW nutzen. Durch die Behinderungen wird jede Tätigkeit zu einer Herausforderung, selbst das Halten eines Löffels. Aufgenommen 2010 im Leprahospital Freetown / Sierra Leone © Jochen Hövekenmeier / DAHW.de Abdruck frei für journalistische Zwecke bei Nennung der Quelle DAHW. „Boden der Tatsachen“ Durch den langen Bürgerkrieg in Sierra Leone konnten viele Patienten keine medizinische Unterstützung bekommen. Das Lepradorf Masanga lag nahe der „Diamond Road“ und war fast völlig von der Außenwelt abgeschnitten – selbst die Mitarbeiter der DAHW konnten dieses Dorf nur sehr selten erreichen. Durch viele, lange Fußmärsche für die Versorgung seiner Familie hat dieser Mann weder sich noch seine durch Lepra ohnehin schon geschädigten Füße geschont. Geblieben ist ihm heute nur dieser Fuß. Aufgenommen 2010 im Lepradorf Masanga / Sierra Leone © Jochen Hövekenmeier / DAHW.de Abdruck frei für journalistische Zwecke bei Nennung der Quelle DAHW.Diese und weitere Bilder sowie alle Texte stehen zum Download bereit: www.dahw.dePressekontakt: Jochen Hövekenmeier - (0 93 1) 79 48-130 - (0 17 2) 54 53 014 - presse@dahw.de
  11. 11. Aufruf zum Welt-Lepra-Tag am 30. JanuarFür eine Welt ohne LepraVor genau 30 Jahren wurde ein Meilenstein in der Behandlung der Lepraerreicht: Eine Kombination aus drei Antibiotika hatte sich 1981 als Vorstandwirksame Therapie erwiesen und machte die bis dahin lebenslang Board of Directorsnotwendige Einnahme von Medikamenten überflüssig. Lepra war heilbar Mariannhillstraße 1c 97074 Würzburggeworden. Deutschland Telefon +49 (0)9 31 79 48-0Mehr als 15 Millionen Menschen, die von Lepra betroffen waren, sind Telefax +49 (0)9 31 79 48-1 60seitdem erfolgreich behandelt worden. Über zwei Millionen Menschen ist E-Mail vorstand@dahw.de Internet www.dahw.deeine Behinderung erspart geblieben. www.glra.deAber: Die Krankheit ist nicht verschwunden. Jedes Jahr wird bei mehr als Spendenkonto / Account200.000 Menschen Lepra diagnostiziert. Jeder zehnte hat bereits sichtbare Sparkasse MainfrankenBehinderungen. Rund vier Millionen Menschen leben weltweit mit einer Würzburg Konto 9696durch Lepra bedingten Behinderung. BLZ 790 500 00Für die Betroffenen und ihre Angehörigen bedeutet die Diagnose auch Vereinsregister-Nr. 19 Amtsgericht Würzburgheute noch oft Diskriminierung und Ausgrenzung.Wir setzen uns seit über 50 Jahren für Menschen mit Lepra ein. Wir habendie Entwicklung der heute gültigen Standardtherapie mit vorangetriebenund stellen sicher, dass Menschen mit Lepra Zugang zu Diagnose undTherapie bekommen. Wir unterstützen sie dabei, für sich und ihre Familie Ehrenamtlicher Vorstand /zu sorgen. Wir fördern die Aus- und Weiterbildung medizinischen Hon. Board of Directors Gudrun Freifrau von Wiedersperg,Personals, damit die Krankheit so früh wie möglich erkannt wird und den Präsidentin Franz Barthel, VizepräsidentMenschen unnötiges Leid erspart bleibt, unterstützen Aufklärung und Peter Hofmann, Schatzmeister Jürgen Jakobs, stv. Schatzmeisterkämpfen gegen Vorurteile. Monika Huesmann Jochen Schroeren PD Dr. August StichWir haben uns vorgenommen, weiter zu helfen, denn wir sind noch nicht Dirk Weickeam Ende des Weges: Lepra wird noch immer übertragen, noch immer Geschäftsführer /erkranken auch Kinder. Es gibt immer noch keinen Impfstoff gegen die Chief Executive Officer Burkard Kömmälteste Krankheit der Menschheit. Stellvertreter / Deputy Chief Executive Officer Dr. Adolf DiefenhardtFür unseren Einsatz brauchen wir Menschen, die unser Anliegenunterstützen – mit Spenden, mit Aktionen. Mitglied der ILEP (Internationale Vereinigung der Leprahilfswerke)Zum Welt-Lepra-Tag, der immer auf den letzten Sonntag im Januar fällt, Member of ILEP (International Federationbitte ich Sie herzlich um Ihre Mithilfe! of Anti-Leprosy Associations)Gudrun Freifrau von WiederspergEhrenamtliche Präsidentin DAHW Spendenkonto 9696 Sparkasse Mainfranken Deutsche Lepra- und BLZ: 790 500 00 Tuberkulosehilfe e.V. German Leprosy and TB Relief Association

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