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[PDF] Pressemitteilung: Absolvent(inn)en des Jahrgangs 2005 - hoch qualifiziert und nach wie vor gefragt
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  1. 1. Zur Publikation HIS:Forum Hochschule 14|2012Absolvent(inn)en des Jahrgangs 2005 – hochqualifiziert und nach wie vor gefragtAngesichts der Meldungen über die prekäre Situation vieler junger 13. Dezember 2012Akademiker(innen) in einigen unserer Nachbarländer – z. B. Italien, Frankreich, Seite 1 von 4Spanien oder Portugal – stellen sich Fragen: Wie ist es um die Nähere Informationen:Beschäftigungschancen des Akademikernachwuchses in Deutschland bestellt? Kolja BriedisGibt es auch hier Anzeichen für eine „Prekarisierung“? Das HIS-Institut für Tel.: 0511 1220-232Hochschulforschung (HIS-HF) beobachtet seit fast einem Vierteljahrhundert die E-Mail: briedis@his.deWerdegänge von Absolvent(inn)en deutscher Hochschulen über die Pressekontakt:entscheidenden ersten Jahre nach dem Studienabschluss hinweg. Nun stellt HIS- Theo HafnerHF Ergebnisse zu den beruflichen Entwicklungen von Absolvent(inn)en des Tel.: 0511 1220-290Jahrgangs 2005 für die ersten fünf Jahre nach dem Studienabschluss vor. E-Mail: hafner@his.de Tanja MeisterBeschäftigungsentwicklung trotzt den wirtschaftlichen Wechselbädern Tel.: 0511 1220-384Die mit knapp 183.722 Hochschulabsolvent(inn)en recht große Zahl an jungen E-Mail: meister@his.deAkademiker(inne)n des Jahrgangs 2005 stieß am Ende des Studiums zunächst aufeine mehrjährige wirtschaftliche Schwächephase. In den Folgejahren verbessertesich die Lage deutlich, bis sich mit dem Eintreten der Finanz- und Wirtschaftskrise2008/09 erneut Probleme andeuteten. Die Wiederholungsbefragung derAbsolvent(inn)en fand Ende 2010/Anfang 2011 statt – somit zu einem Zeitpunkt,an dem die Wirtschaft begann, sich zu erholen.Fünf Jahre nach dem Studienabschluss hat sich die anfangs vielfach nochunsichere berufliche Situation für die meisten Absolvent(inn)en deutlichstabilisiert. Der überwiegende Teil ist berufstätig. Nicht zuletzt aufgrund nochlaufender akademischer Weiterqualifizierungen ist der Anteil Erwerbstätiger unterden Universitätsabsolvent(inn)en mit 86 Prozent etwas geringer als unterFachhochschulabsolvent(inn)en (90 %); zehn Prozent der Universitätsabsol-vent(inn)en befinden sich noch in einer Promotionsphase. KurzfristigeBeschäftigungen, Praktika, Referendariate, Berufsausbildungen oderArbeitslosigkeit werden fünf Jahre nach dem Ende des Studiums nur noch ingeringem Umfang berichtet. „Wenn Hochschulabsolvent(inn)en zu diesemZeitpunkt nicht erwerbstätig sind, dann liegt das hauptsächlich anErziehungszeiten“, so Projektleiter Kolja Briedis. 84 Prozent der Frauen und 27Prozent der Männer, die nicht erwerbstätig sind, befinden sich in Eltern- bzw.
  2. 2. Erziehungszeiten. Gut ein Viertel der nichterwerbstätigen Männer (28 %) aber nur Seite 2 von 4jede zehnte erwerbslose Frau begründet ihre Nichterwerbstätigkeit mit dem Endeeines befristeten Beschäftigungsverhältnisses.Die Einkommen variieren starkBeim Berufsstart musste sich der Jahrgang 2005 im Durchschnitt mit geringerenEinkommen zufriedengeben als die Absolvent(inn)en des besonders gutgestarteten Jahrgangs 2001, der zuletzt befragt worden war. Im weiterenBerufsverlauf entwickelten sich die Einkommen jedoch positiv. DieBruttojahreseinkommen aller Fachhochschulabsolvent(inn)en liegen fünf Jahrenach dem Studienabschluss ebenso wie die aller Universitätsabsolvent(inn)en beietwa 43.000 Euro; Vollzeitbeschäftigte verdienen etwa 46.000 Euro. DieEinkommen variieren jedoch stark zwischen den Fachrichtungen und auch denHochschularten. Wie bereits in den Jahrgängen zuvor sind dieWirtschaftsingenieur(inn)e(n) von Universitäten die Topverdiener (Vollzeit 62.800Euro). Auch die Absolvent(inn)en (anderer) technischer Fachrichtungen werdenüberdurchschnittlich hoch entlohnt. Bei vergleichbaren Studienrichtungenverdienen Universitätsabsolvent(inn)en mehr als Absolvent(inn)en derFachhochschulen. Vollzeitbeschäftigte Fachhochschulabsolvent(inn)en derFachrichtungen Architektur/Raumplanung (37.300 Euro) und Sozialwesen (33.400Euro) verdienen am wenigsten. Unter den vollzeitbeschäftigtenUniversitätsabsolvent(inn)en erzielen Personen der Fachrichtungen Pädagogik(34.300 Euro) und die Absolvent(inn)en aus Magisterstudiengängen (37.400 Euro)unterdurchschnittliche Einkommen.Unbefristete Arbeitsverträge sind der NormalfallAuch die Arbeitsverhältnisse unterscheiden sich je nach der studiertenFachrichtung stark. Gemeinsam ist allen, dass jungen Akademiker(inne)n desJahrgangs 2005 beim Berufsstart deutlich häufiger als früheren Jahrgängenzunächst befristete Arbeitsverträge ausgestellt wurden. Fünf Jahre nachStudienabschluss konnten sie diesen Rückstand jedoch aufholen. Mit 72 Prozentder Fachhochschulabsolvent(inn)en und 54 Prozent derUniversitätsabsolvent(inn)en des Jahrgangs 2005 befinden sich nun ähnlich hoheAnteile von Personen in einem unbefristeten Vollzeitbeschäftigungsverhältnis wiebeim Jahrgang 2001. In den technischen Fachrichtungen sind so genannteNormalarbeitsverhältnisse (unbefristet und Vollzeit) am weitesten verbreitet. Inanderen Fachrichtungen spielen Befristungen vor allem im Zusammenhang mitPromotionsstellen oder weiteren beruflichen Qualifizierungsphasen (wie z. B.Facharztausbildungen) eine größere Rolle. „Mit zunehmender Dauer in derErwerbstätigkeit stabilisieren sich die Beschäftigungsverhältnisse, die vertraglicheUnsicherheit ist weitgehend ein Phänomen der allerersten Berufsjahre“, erläutertBriedis dazu.Die Zufriedenheit im Beruf ist hochDie berufliche Zufriedenheit der Absolvent(inn)en des Jahrgangs 2005 ist hoch,besonders mit der inhaltlichen Ausgestaltung der Arbeit und denArbeitsbedingungen: Jeweils acht von zehn Befragten äußern hohe Zufriedenheit
  3. 3. mit den Tätigkeitsinhalten und dem Arbeitsklima. Erträge und Perspektiven der Seite 3 von 4Beschäftigung, wie die erreichte berufliche Position, die Beschäftigungssicherheitoder die Qualifikationsangemessenheit der Arbeit, veranlassen zwei Drittel derAbsolvent(inn)en zu positiven Einschätzungen ihrer beruflichen Situation. DieBewertungen der Einkommen sind geteilt; nur rund die Hälfte der Befragtenäußert sich eher zufrieden. Ähnlich gespalten werden die zeitlichenRahmenbedingungen der Arbeit (wie der Raum für Privatleben oder die Länge derArbeitszeit) bewertet.Bachelorabsolvent(inn)en streben nach HöheremDie berufliche Situation von Bachelorabsolvent(inn)en unterscheidet sich fünfJahre nach dem Erstabschluss in vielen Teilaspekten deutlich von der Situation derAbsolvent(inn)en mit einem traditionellen Studienabschluss. Ein wesentlicherGrund dafür liegt in den unterschiedlichen Folgebiographien. Der überwiegendeTeil der Bachelors nimmt ein weiteres Studium auf: Etwa die Hälfte der Bachelorsvon Fachhochschulen und (je nach Fachrichtung) zwischen 70 bis 90 Prozentderer, die ihren Bachelorabschluss an Universitäten erlangt haben, studieren (imRegelfall im Masterstudium) weiter. Folglich startet ein großer Teil der Bachelorsdes Jahrgangs 2005 erst mit einiger Verzögerung in das Berufsleben. Fünf Jahrenach ihrem ersten Abschluss sind sie daher zumeist beruflich noch nicht so gutetabliert wie Absolvent(innen) mit traditionellen Abschlüssen. Dennoch sind zudiesem Zeitpunkt 80 Prozent der Bachelors (Uni) bzw. 90 Prozent (FH) regulärerwerbstätig; Arbeitslosigkeit unter ihnen ist zu diesem Zeitpunkt mit zweiProzent verschwindend gering. Auch bei den Bachelors des Jahrgangs 2005 sindmittlerweile begonnene Promotionen ein wichtiger Grund, noch nichterwerbstätig zu sein. Der Anteil unbefristet Beschäftigter unter Bachelorsentspricht ungefähr dem bei Absolvent(inn)en anderer Abschlüsse; allerdings sindihre Einkommen geringer. So verdienen vollzeitbeschäftigte Informatiker(innen)mit Bachelorabschluss jährlich etwa 6.000 Euro (brutto) weniger als dieentsprechenden Absolvent(inn)en mit traditionellem Diplomabschluss. Dieberufliche Zufriedenheit der Bachelors ist in vielen Aspekten ähnlich hoch wie dieder Absolvent(inn)en mit traditionellem Abschluss.Somit stellt sich die Situation für Hochschulabsolvent(inn)en fünf Jahre nach demExamen mehrheitlich positiv dar. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten ist es denAbsolvent(inn)en gelungen, sich erfolgreich zu etablieren und sogar dengegenüber den zuvor befragten Jahrgängen schlechteren Berufsstart durch einepositive Entwicklung in den Folgejahren zu kompensieren. „Ein schwierigerBerufsstart bedeutet für Hochschulabsolventinnen und -absolventen noch langenicht, dass der weitere Werdegang damit auch zum Problem wird“, fasst KoljaBriedis die Ergebnisse der Studie zusammen.Die Publikation „Hochqualifiziert und gefragt“ (HIS:Forum Hochschule 14|2012)steht Interessierten als PDF-Download unter www.his.de/pdf/pub_fh/fh-201214.pdf kostenlos zur Verfügung. Eine Printversion kann gegen eineSchutzgebühr von 50 Euro direkt bei der HIS Hochschul-Informations-SystemGmbH bestellt werden.
  4. 4. Zahlreiche weitere differenzierte Ergebnisse finden Sie in den Berichten und Seite 4 von 4Publikationen über die befragten Abschlussjahrgänge. Die Studien sind im Internet(www.his.de/absolventen) als Volltexte kostenlos verfügbar.Download HIS:Forum Hochschule 14|2012Nähere Informationen:Kolja BriedisTel.: 0511 1220-232E-Mail: briedis@his.dePressekontakt:Theo HafnerTel.: 0511 1220 290E-Mail: hafner@his.deTanja MeisterTel.: 0511 1220-384E-Mail: meister@his.de

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