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[PDF] Pressemitteilung: Drei neue Alexander von Humboldt-Professoren ausgewählt
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  1. 1. PressemitteilungNr. 23 | 13.10.2010Drei neue Alexander von Humboldt-Professoren ausgewähltDrei Forscher aus dem Ausland erhalten höchstdotierten internationalenForschungspreis DeutschlandsEin Psycholinguist und zwei Physiker sind die neuen Alexander vonHumboldt-Professoren. Der mit jeweils bis zu fünf Millionen Euro dotierteinternationale Preis für Forschung in Deutschland wird von derAlexander von Humboldt-Stiftung vergeben und vom Bundesministeriumfür Bildung und Forschung finanziert. Mit der Alexander von Humboldt-Professur zeichnet die Stiftung weltweit führende und im Ausland tätigeForscher aller Disziplinen aus. Sie sollen langfristig zukunftsweisendeForschung an deutschen Hochschulen durchführen.Die ausgewählten Preisträger treten nun in Berufungsverhandlungen mitden deutschen Universitäten, die sie für den Preis nominierten:Der an der University of Essex, Colchester, Großbritannien, forschendePsycholinguist Harald Clahsen (55) soll an der Universität Potsdamarbeiten.Der vom IBM Watson Research Center, Yorktown Heights, New York,USA, kommende Quantenphysiker David DiVincenzo (51) wurde vonder Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen und demForschungszentrum Jülich nominiert.Vahid Sandoghdar (44) ist Physiker an der EidgenössischenTechnischen Hochschule Zürich, Schweiz, und soll künftig an derUniversität Erlangen-Nürnberg und am Max-Planck-Institut für die Physikdes Lichts in Erlangen forschen.„Die erfolgreichen Universitäten Aachen, Erlangen-Nürnberg undPotsdam zeigen mit ihren Nominierungen, wie man die Alexander von PressekontaktHumboldt-Professur als strategisches Instrument nutzt: Mithilfe derausgewählten Preisträger sollen bestehende Exzellenzbereiche Kristina Güroffausgebaut und Kooperationen mit außeruniversitären Kerstin SchweichhartForschungseinrichtungen intensiviert werden. Mit ihrem Können und Tel: +49 228 833-144/257ihrer internationalen Strahlkraft werden die Preisträger dazu beitragen, Fax: +49 228 833-441 E-Mail: presse@avh.dedass diese Strategien aufgehen“, sagte der Präsident der StiftungHelmut Schwarz. Leiter Referat Presse,„Wir haben auch in diesem Jahr exzellente Wissenschaftler für die Kommunikation undAlexander von Humboldt-Professur ausgewählt“, sagte MarketingBundesforschungsministerin Annette Schavan. „So erreichen wir, dass Georg Schollman international auf Deutschland blickt und sieht: Deutschland ist eine Tel: +49 228 833-258Talentschmiede, hier gibt es ein gutes Klima für Forschung, und man ist Fax: +49 228 833-441daran interessiert, sich mit den Besten weltweit zu messen.“ E-Mail: presse@avh.de
  2. 2. Seite 2Der Auswahlausschuss der Humboldt-Stiftung hatte über acht Anträgezu entscheiden. Von den Kandidaten arbeiten derzeit je zwei in denUSA, in Großbritannien und in den Niederlanden sowie je einer in derSchweiz und in Australien.Das Preisgeld ist für die Finanzierung der ersten fünf Jahre inDeutschland bestimmt. Den Hochschulen eröffnet der Preis die Chance,internationalen Spitzenkräften konkurrenzfähige Rahmenbedingungenund eine langfristige Perspektive für die Arbeit in Deutschland zu bietensowie ihr Profil zu schärfen.In der dritten und letzten Auswahlsitzung dieses Jahres sind damit dieletzten der insgesamt zehn Preisträger des Jahres 2010 ausgewähltworden. Im Februar und Juni waren bereits sieben Humboldt-Professuren vergeben worden. Die Verleihung der Preise wird am 12.Mai 2011 in Berlin stattfinden.Weitere Informationen finden Sie unter:www.humboldt-foundation.de/ahp-2010Die Alexander von Humboldt-StiftungJährlich ermöglicht die Humboldt-Stiftung über 2.000 Forschern aus aller Welteinen wissenschaftlichen Aufenthalt in Deutschland. Die Stiftung pflegt einNetzwerk von weltweit mehr als 24.000 Humboldtianern aller Fachgebiete inüber 130 Ländern – unter ihnen 44 Nobelpreisträger.
  3. 3. Seite 3Kurzporträts der neuen Alexander von Humboldt-ProfessorenHarald ClahsenPsycholinguistikHarald Clahsen ist einer der international angesehensten deutschenLinguisten. Er zählt zu den führenden Forschern auf den GebietenSpracherwerb, Sprachverarbeitung sowie Sprachstörungen und verbindet beiseiner Arbeit theoretische Linguistik mit experimenteller Psycholinguistik undneurowissenschaftlichen Techniken. An der Universität Potsdam soll ClahsenProfessor für "Psycholinguistics of Multilingualism" und Gründungsdirektor desneuen "Potsdam Research Institute of Multilingualism (PRIM)" werden unddamit den "Exzellenbereich Kognitionswissenschaften" derHumanwissenschaftlichen Fakultät verstärken.Nominierende Universität: Universität PotsdamProf. Dr. Harald Clahsen, geb. 1955 in Deutschland, derzeit University ofEssex, Department of Language and Linguistics, Colchester, Großbritannien.Promotion 1981 in Hamburg, dort sowie in Wuppertal erste Forschungs- undLehrtätigkeiten, von 1983 bis 1993 Dozent an der Universität Düsseldorf undAuszeichnung mit dem dortigen Habilitationspreis, ab dann als Full Professoran der University of Essex, Colchester. Zahlreiche Auszeichnungen undMitgliedschaften in Gremien, etwa Gerhard Hess-Preis der DeutschenForschungsgemeinschaft sowie Fellow der British Academy.David DiVincenzoQuantenphysikDavid DiVincenzo hat sich als einer der ersten Physiker mit derQuanteninformation beschäftigt und gilt als Koryphäe derQuanteninformationsverarbeitung. Mit seinem Namen wird insbesondere dieEntwicklung von Kriterien für den Quantencomputer verbunden, den sogenannten "DiVincenzo criteria". Seine Arbeiten haben darüber hinaus auchBedeutung in den Materialwissenschaften und der Festkörperphysik.DiVincenzo soll im Rahmen der Jülich Aachen Research Alliance (JARA) Leiterdes neu zu gründenden Instituts "Theoretical Quantum Information" der RWTHAachen werden und zugleich am Forschungszentrum Jülich das Institut fürNanoelektronik leiten.Nominierende Universität: Rheinisch-Westfälische Technische HochschuleAachen (RWTH) gemeinsam mit dem Forschungszentrum JülichDr. David DiVincenzo, geb. 1959 in den USA, derzeit Research Manager amIBM Watson Research Center, Yorktown Heights, New York, USA.Promotion 1983 an der University of Pennsylvania, Philadelphia, anschließendPostdoktorand an der Cornell University, Ithaca, beide USA, seit 1985 am IBMWatson Research Center. Verschiedene Auszeichnungen und Mitgliedschaften,unter anderem Fellow der American Physical Society.
  4. 4. Seite 4Vahid SandoghdarNanooptikVahid Sandoghdar ist einer der weltweit führenden Wissenschaftler auf demGebiet der Nanooptik, die er mit der Nanophotonik mit Einzelmolekülen um einneues Thema erweitert hat. Mit den von ihm eingeführten experimentellenTechniken hatte er einen großen Einfluss auch auf andere Forschungsgebiete,wie die Physikalische Chemie, Biophysik, optische Mikroskopie undQuantenoptik. Sandoghdar soll Direktor am Max-Planck-Instituts für die Physikdes Lichts und Professor an der Universität Erlangen-Nürnberg werden, um dortden strategischen Forschungsschwerpunkt Optik zu verstärken und inZusammenarbeit mit verschiedenen Fachbereichen neue Forschungsgebietewie "Biophotonics" und "Nanobiology" aufzubauen. Darüber hinaus ist dieEinrichtung eines Zentrums für Lichtmikroskopie unter seiner Federführunggeplant.Nominierende Universität: Freidrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberggemeinsam mit dem Max-Planck-Institut für die Physik des Lichts, ErlangenProf. Dr. Vahid Sandoghdar, geb. 1966 im Iran, derzeit EidgenössischenTechnische Hochschule (ETH) Zürich, Laboratorium für Physikalische Chemie,Zürich, Schweiz.Studium an der University of California, 1993 Promotion an der Yale University,New Haven, Connecticut, USA. Von 1993 bis 1995 an der École normalesupérieure in Paris, Frankreich. Von 1995 bis 2001 in Deutschland am Max-Planck-Institut für Quantenoptik in Garching sowie an der Universität Konstanz.Seit 2001 Professor an der ETH Zürich. Mitgliedschaften in verschiedenenGremien, wie der American und der Swiss Chemical Society.

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