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[PDF] Studentische Solarprojekte auf Hochschuldächern
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  1. 1. HIS:Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und UmweltschutzNr. 1 April 2012 Brennpunkt Hochschulverwaltung realisiert wurden, wahrscheinlich. Die wesentlichen Ände-Studentische Solarprojekte gibt es weitere Hochschulen, die sich in rungen sind:auf Hochschuldächern einer studentischen Solarinitiative zusam- • Kürzungen der EEG-Einspeisevergütung mengeschlossen haben. Bereits im Jahre zwischen 20 und 40 %. Die EEG-Einspeise-Solaranlagen, insbesondere geht es hier 2008 wurde hierzu das UniSolar-Netzwerk tarife werden in den dann noch drei förder-um Photovoltaik-Anlagen, werden zurzeit (Unisolar e. V.) an der Universität Leipzig fähigen Leistungsklassen einmalig zum 1.in großem Umfang realisiert. Verantwort- gegründet. Dessen Ziel war es, sich ge- April 2012 und danach stetig ab 1. Mai 2012lich dafür ist, neben dem Wunsch, einen genseitig bei der Umsetzung von Solar- abgesenkt (ab November 2012 in Abhän-Beitrag zur Einführung umweltfreundlicher projekten zu unterstützen sowie neuen In- gigkeit vom PV-Ausbaustand insgesamt).Energien zu leisten, auch das Erneuerbare itiativen auf dem Weg zur Solaranlage auf • Für Solaranlagen, für die bereits ein Bauan-Energien Gesetz (EEG), das verlässliche Hochschuldächern zu helfen. In fast allen trag gestellt wurde (Dachanlagen, Freiflä-Rahmenbedingungen für die Finanzie- Bundesländern sind danach Projekte an chenanlagen) oder eine Baugenehmigungrung solcher Anlagen durch die festge- Hochschulen realisiert worden. Anfang vorliegt, gibt es Übergangsfristen.legten Einspeisevergütungen geschaffen 2011 musste der Verein in Leipzig aufgelöst • Der Eigenverbrauch wird nicht mehr zu-hat. Vielfach werden dabei gemeinschaft- werden. Dem Verein, der im Wesentlichen sätzlich gefördert. Bei kleinen Anlagenlich betriebene Solaranlagen durch Betei- durch Studierende getragen wurde, die (bis 10 kWp) werden nur noch 80 % desligungsgemeinschaften als so genannte nach Beendigung ihres Studiums Leipzig erzeugten Stromes vergütet, bei AnlagenBürgersolaranlagen betrieben. Privatper- mittlerweile verlassen haben, ist es leider mit mehr als 10 kWp Leistung sind es nochsonen können auf diese Weise durch eine nicht gelungen, Nachfolger zu finden. Die 90 %, lediglich Anlagen mit mehr als 1.000Beteiligung mit einem verhältnismäßig ge- Webseite www.unisolar-netzwerk.de exi- kWp erhalten 100 % (bis 10 MWp). Nicht ver-ringen Beitrag Miteigentümer an einer So- stiert zwar noch, wird jedoch nicht mehr güteter Strom kann selbst verbraucht oderlaranlage werden und beispielsweise von gepflegt. auf dem Markt verkauft werden (Marktinte-den Gewinnen aus dem Verkauf von Solar- Nach wie vor sind aber an vielen Hoch- grationsmodell).strom profitieren. schulen Initiativen auf Basis des Unisolar- • Der Gesamtausbau der Solarenergie wird Das funktioniert auch an Hochschulen. Netzwerks aktiv. Bemerkenswert an den bei Bedarf durch weitere Kürzungen be-Hier sind es in erster Linie Initiativen von studentischen Solarinitiativen ist deren grenzt (Zielkorridor wird um jährlich 400Studierenden und Mitarbeitenden der ehrenamtliches Engagement, solche Pro- MW gesenkt).Hochschulen, die auch im Rahmen einer jekte auf den Weg zu bringen. In der Pra- Nun ist es sicher nicht ganz falsch, da-Bürgerbeteiligung Solaranlagen finanzie- xis ist ein interdisziplinäres Team aus den rauf hinzuweisen, dass eine Kürzung derren. Der Strom kann dabei – je nach Pro- Wirtschafts- und Ingenieursbereichen be- Solarförderung überfällig war. Waren diejektauslegung – sowohl in das öffentliche teiligt. Solche Projekte sind außerdem ge- Anlagen häufig doch mehr Renditeobjektals auch in das hochschuleigene Strom- eignet, die Integration in die Lehre zu er- als wirklich nutzbringende Energieerzeu-netz eingespeist werden. reichen. ger. Auch die Preise für Solaranlagen sind Die Resonanz der Bürger (hier in erster Zumindest in Bezug auf die Photovolta- mit dem Absinken der Förderung in derLinie Studierende und Hochschulmitarbei- ik ist damit zu rechnen, dass aufgrund dertende) auf die Möglichkeit der Beteiligung aktuellen Gesetzgebung die Attraktivität AUS D EM I N H A LTan Photovoltaik-Anlagen war bei den mei- von Solaranlagen sinkt. Grund ist die vom  Brennpunktsten Projekten außerordentlich gut. In vie- Bundestag am 29. März 2012 beschlossene  Seminarelen Projekten wollten mehr Personen An- Kürzung der Förderung von Solaranlagenteile zeichnen, als verfügbar waren. (EEG-Novelle). Zwar muss das Gesetz noch  Aus den Projekten Neben Projekten an den Universitäten durch den Bundesrat (voraussichtlich am  Rezensionin Bremen und Freiburg, die seitens der 11. Mai 2012), aber die Zustimmung gilt als
  2. 2. 2 | HIS: Mitteilungsblatt – Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz 1 | 2012Vergangenheit ebenfalls gesunken. Doch für Arbeitssicherheit). Im Rahmen einer 104/09). Im Ergebnis steht fest, dass einein den o. g. Hochschulprojekten wird es Zusammenarbeit von drei Hochschulen Arbeitsschutzunterweisung immer auf ei-sicher nicht in erster Linie um die Rendite aus NRW und der Unfallkasse NRW wurde ner konkreten arbeitsplatzbezogenengegangen sein, sondern darum, bspw. ei- 2011 ein Pilotprojekt gestartet und konn- Gefährdungsbeurteilung beruhen muss.nen Beitrag zu sauberer Energie zu leisten. te erfolgreich abgeschlossen werden. Das Nach Vorgabe des § 12 Abs. 1 ArbSchGDas könnte angesichts der neuen Rege- Projekt gliederte sich in drei Etappen: vor- müssen die Unterweisungen auf die indivi-lungen schwierig werden. bereitende Maßnahmen, Konzeptentwick- duelle Arbeitssituation zugeschnitten sein. Was ist jetzt zu tun? In jedem Fall ist es lung und den nachbereitenden Maßnah- Dieses kann nur durch die Gefährdungsa-erforderlich, genauer zu rechnen und au- men. Zu den vorbereitenden Maßnahmen nalyse gewährleistet werden, welches einßerdem neue Möglichkeiten zu erschlie- zählten die zeitliche Planung, die Informa- zentrales Element und notwendige Vo-ßen, die auch in einer anderen Form der tion der Hochschulöffentlichkeit und die raussetzung der Unterweisung ist. DamitVermarktung liegen könnten. In jedem Fall Entwicklung eines Arbeitsplanes. Die zwei- verbunden ist die regelmäßige Anpassungwird durch die gesunkenen Vergütungs- te Etappe wurde von der eigentlichen Um- und Fortschreibung der Beurteilung an diesätze die eigene Nutzung des erzeugten setzung des Projektes geprägt. Die kon- sich verändernde GefährdungssituationStroms interessanter. Noch gibt es keine krete Festlegung der Betriebsgrenzen, der und eine entsprechend modifizierte Un-Erfahrungen mit den Auswirkungen der Betreuungsgruppe und die Ermittlung der terweisung. (uk)neuen Gesetzeslage an den Hochschulen. Beschäftigtenzahl (VZÄ, getrennt nach Or-  Jubelius, Universität Bonn A.Die HIS GmbH wird das weiter verfolgen ganisationseinheiten) haben einige Fra- a.jubelius@uni-bonn.deund darüber berichten. gen bei der Ausgestaltung aufgeworfen. Dr. K. Schmitz, Universität Bonn Interessant wäre auch eine Auswei- So war z. B. zu klären, ob An-Institute mit K.schmitz@thch.uni-bonn.detung der Bürgerbeteiligung auf andere zu berücksichtigen sind und welche ge-Projekte zur regenerativen Energieerzeu- nauen Vertragsinhalte zwischen Hoch- Forum Gebäudemanagement vom 14. bisgung an Hochschulen. Die Hochschulen schule und An-Instituten vereinbart sind. 15.03.2012 in Hannoverbieten durch ihre Flächen (Außenanlagen), Bei allen Festlegungen wird es als wichtig „Steuerung im Gebäudemanagement“, soihre technische Ausstattung und den vor angesehen, dass eine genaue Dokumenta- hieß das Thema des 5. Forums Gebäude-Ort tätigen wissenschaftlichen Mitarbei- tion der Entscheidungen (z. B. Ergebnisse, management, welches von der HIS GmbHtenden und Studierenden hervorragendes Leistungsumfang, Aufwand, Verfahrens- veranstaltet wurde. SchwerpunkthemaPotential. (js) (rp) schritte, Festlegungen) nachvollziehbar war die konkrete Steuerung von Ressour- vorgenommen wird, um eine klare Argu- cen, Kosten und Qualitäten. Die aktuellen Seminare mentation z. B. gegenüber der Hochschul- und zukünftigen Herausforderungen für leitung zu haben. Neben der Festlegung Hochschulen sind vielfältig und reichenRückblick der Einsatzzeiten für die Grundbetreuung von strategischen Fragen des Einsatzes wurden auch Festlegungen bei der be- von Kennzahlen, dem Umgang mit Verän-26. Bonner Sicherheitsseminar vom 30. triebsspezifischen Betreuung getroffen. derungen bis zum Planen und Bauen.bis 31.01.2012 in Bad Honnef Hierbei wurde auch ein neues Aufgaben- Die Auswirkungen von verändertenDas Themenspektrum des Bonner Sicher- feld (Auslösekriterium 1.5 i nach Anhang Hochschulrahmenbedingungen auf dasheitsseminars bot auch dieses Jahr wie- 4) zur Betreuung von Studenten identi-der eine interessante Bandbreite von der fiziert, um den spezifischen Anforderun- SeminarvorschauGefährdungsbeurteilung für Gefahrstoffe, gen einer Hochschule gerecht zu werden. Forum Energie - Hochschulen auf dem Weg zur Energieeffizienz, vom 18. bis 20. Juni 2012über erste Erfahrungen mit der DGUV Vor- In der dritte Etappe des Projektes wurden in Clausthal-Zellerfeld.schrift 2 bis hin zur Organisation der Rufbe- die Ergebnisse zur Entscheidung durch die  person@his.dereitschaft. Über zwei Themen soll aufgrund Hochschulleitung unter Beteiligung des Forum Nachhaltigkeit - Umweltmanage-ihrer besonderen Bedeutung nachfolgend Personalrates vorgelegt. In einem letzten ment und nachhaltige Entwicklung im Be-berichtet werden. Schritt sind dann Personalanpassungs- trieb von Hochschulen und wissenschaft- lichen Einrichtungen, vom 17. bis 19. Von der Universität Duisburg-Essen be- maßnahmen abgeklärt und die Hochschu- September 2012 in Clausthal-Zellerfeld.richtete Heike Wenzel, Leitung der Stabs- löffentlichkeit informiert worden.  j.mueller@his.destelle Arbeitssicherheit und Umweltschutz, Weiterhin wurde auf der Veranstaltung Forum Arbeits- und Gesundheitsschutzüber ihre konkreten Erfahrungen bei der das Thema der Arbeitsschutzunterwei- - Schwerpunkt Brandschutz und Notfall- planung, vom 03. bis 04. Dezember 2012 inUmsetzung der DGUV Vorschrift 2 (Un- sung rege diskutiert. Grundlage für den Frankfurtfallverhütungsvorschrift über die Einsatz- Vortrag von RA Horst Welkoborsky ist ein  Ketelhoen@his.dezeiten von Betriebsarzt und der Fachkraft Urteil vom Bundesarbeitsgericht (1 ABR
  3. 3. 1 | 2012 HIS: Mitteilungsblatt – Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz | 3Gebäudemanagement beleuchtete Dr. Ka- Aus den Berichten der Teilnehmenden Aus dem Protokoll zu einem Workshop:trin Vernau, Kanzlerin der Universität Ham- wird deutlich, wie vielfältig die Wahrneh- In Bezug auf mögliche Maßnahmen zur Prä-burg. Zu den Rahmenbedingungen ge- mung des Begriffes Bedrohung ist und vention (von Bedrohung) wird zwischen demhört, dass die Autonomie der Hochschulen wie spezifische Rahmenbedingungen der Schutz von Personen und dem Schutz vonweiter ausgebaut wird. Verantwortlich- Hochschulen besondere Risiken bergen „Sachen“ unterschieden. Für den Schutz derkeiten für Liegenschaften sind teilwei- (z. B. Umgang mit gefährlichen Chemika- Menschen wird festgestellt, dass eine Schu-se verlagert worden. Damit steigt z. B. die lien, Forschung an ideologiebehafteten lung der Mitarbeitenden mit Kundenkon-Notwendigkeit, die erforderlichen Finanz- Themen, wie z. B. Gentechnik, Vorhanden- takt sehr wirkungsvoll sein kann (Deeska-mittel heute stärker als früher selbst einzu- sein wertvoller Gegenstände). Eine aktive lation), interne Notrufnummern bekanntwerben. Alternative Finanzierungsmodelle Auseinandersetzung mit Risiko erfolgt in sein sollten, die Lehrenden wissen sollten,(z. B. ÖÖP, ÖPP) zur Beseitigung des oft- den seltensten Fällen. Eine besondere He- in welchen Räumen sie sich befinden (ummals vorhandenen Sanierungsstaus müs- rausforderung ist dabei immer wieder die im Bedarfsfall Auskunft geben zu können),sen gefunden werden. Weiterhin können Offenheit und Unübersichtlichkeit der die unterschiedlichen Verhaltensweisen imdurch den demografischen Wandel und Hochschulen, was die bauliche Situation Brand- und Amokfall allen Hochschulange-bundespolitische Entscheidungen Pla- und räumliche Lage, aber auch die inne- hörigen bekannt, die internen Informations-nungsschwierigkeiten für die Verwaltung re Einstellung von Hochschulangehörigen abläufe im Krisenfall dokumentiert und denentstehen. Ein professionelles Flächenma- (insb. fehlendes Risikobewusstsein) be- Akteuren klar sein sollten.nagement und Transparenz durch Kom- trifft. Aber auch die Ausdehnung der Lehr- Bei den technischen Lösungen können Vi-munikation sind daher umso wichtiger. betriebe auf die Abendstunden ruft neue deoüberwachungen mit dem Datenschutz Seine konkreten Erfahrungen bei der Aufgaben hervor. Viele Teilnehmenden be- in Konflikt stehen und Schließsysteme (ggf.Umsetzung dieser Herausforderungen in klagen auch ein geringes Interesse an der Fluchtwege) blockieren.die Hochschulpraxis stellte Horst Bauer, Thematik bei den Akteuren in den Hoch- Für die Prävention in Bezug auf AmokDezernent Gebäudemanagement an der schulen und beobachten, dass das Gebäu- stellt Joachim Müller fest: „Gewalt hat immerLeibniz Universität Hannover, den über 100 demanagement oder die Arbeitssicherheit eine Vorgeschichte.“ Aus diesem Grund ist dieTeilnehmern anschaulich dar. Um das Ziel „das Thema dazu bekommt“. Neben Van- Sensibilisierung der Hochschulleitung für dieeiner effizienten Ressourcennutzung um- dalismus, Diebstahl, Bedrohung bewegt Thematik nicht nur wünschenswert, sondernzusetzen, werden an der Universität Han- das Thema Amok(lauf ) alle Teilnehmenden auch zweckmäßig (s. u.). Sollte es aber trotznover keine Neubauten erstellt und keine besonders, weil ein professioneller Um- Prävention doch tatsächlich zu einem Amok-neuen Mietverträge abgeschlossen. Die gang fehlt. fall kommen, brauchen die Einsatzkräfte dergezielte Aktivierung von vorhandenen Flä- Polizei vor Ort sofort entscheidende Informa-chen steht im Fokus. Dazu wurden Raum- Fachtagung zur Umsetzung der DGUV-Vor- tionen, z. B. zum Gebäude und zu den dort schrift 2 „Betriebsärzte und Fachkräfte fürzählungen und genaue Untersuchungen Arbeitssicherheit“ befindlichen Personen. Denn ein Amoklaufzu den Auslastungen (z. B. zeitliche Vertei- Am 21. Juni 2012 wird die Unfallkasse NRW verläuft sehr schnell, und die zuerst eintref- eine Fachtagung zur Umsetzung der DGUV-lung, platzmäßige Auslastung) vorgenom- Vorschrift 2 „Betriebsärzte und Fachkräfte für fenden Streifenpolizisten agieren sofort (s.men. Mit der weiteren Einführung eines Arbeitssicherheit“ an Hochschulen in NRW Interview: www.his.de/pdf/34/InterviewEtt-Flächensteuerungsmodells wurde durch veranstalten. ner_Aug10.pdf). Für die Hochschulen ist also Drei Hochschulen haben an dem von derdie Berechnung von Nutzungsentgelten Unfallkasse NRW initiierten Modellprojekt zu klären, ob und wie eine entsprechende In-ein Anreizsystem geschaffen. Bei den fach- mitgewirkt und Möglichkeiten zur Neube- formationsweitergabe organisiert werden rechnung der Einsatzzeiten für Fachkräftelichen Einrichtungen konnte so ein Be- für Arbeitssicherheit und Betriebsärzte erar- kann.wusstsein für Flächen als Kostenfaktor und beitet. Für die aktive Arbeit der Gewaltpräventi- Im Rahmen der Fachtagung sollen die Ergeb-zum wirtschaftlichen Umgang geweckt on existiert an deutschen Hochschulen ak- nisse vorgestellt und diskutiert werden.werden. (uk) Zur Zielgruppe dieser Veranstaltung gehö- tuell erst ein etabliertes Modell: das Bedro- ren die Hochschulleitungen, die Fachkräfte hungsmanagement der TU Darmstadt (s. für Arbeitssicherheit, die Betriebsärzte undMit Bedrohungen umgehen und aktiv die Personalräte der Hochschulen in NRW. auch URL www.intern.tu-darmstadt.de/be-vorbeugen Die Veranstaltung findet in den Tagungsräu- drohungsmanagement/). Hierbei stehen men des Hotels „Arcadeon Hagen“ statt.Im Rahmen des Forums Gebäudemanage- zwei Facetten im Mittelpunkt. Zum einen dasment hat die HIS GmbH zwei Workshops Ihr Ansprechpartner: Schaffen einer Kultur des Hinsehens, die das Dr. Hans-Joachim Grumbachzum Thema „Bedrohung“ durchgeführt. Unfallkasse Nordrhein-Westfalen Ziehen von klaren Grenzen ermöglicht. ZumFast 40 Hochschulvertreter haben hier Er- Abteilung Hochschulen anderen das Etablieren einer Organisation, Tel.: 0211-2808 307fahrungen und Handlungsmöglichkeiten die personell in der Lage ist, Bedrohungen  h.grumbach@unfallkasse-nrw.deerörtert.
  4. 4. 4 | HIS: Mitteilungsblatt – Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz 1 | 2012adäquat zu beurteilen und im Zuge eines deutig bestimmt ist. Das hier vorgestellte darf beispielsweise die energetische In-Casemanagements zu bearbeiten. Buch befasst sich mit der energetischen spektion durchführen? Wie werden rele- Letztendlich wünschten sich die Teil- Inspektion von Klimaanlagen, wie sie nach vante Kennwerte für Klimaanlagen ermit-nehmenden, dass die Vernetzung zu der § 12 der Energieeinsparverordnung (EnEV) telt? Wie Verstöße geahndet?Thematik verbessert wird und die HIS für Klimaanlagen in Nicht-Wohngebäuden Der zweite Teil von Prof. Dr. Achim Tro-GmbH in naher Zukunft eine Veranstal- mit mehr als 12 kW Nennleistung für den gisch befasst sich mit Grundlagen und Be-tung zu der Thematik ausrichten wird. (jm) Kältebedarf gefordert ist. rechnungen zu Behaglichkeit und Innen- raumklima. Die Energetische Inspektion Aus den Projekten Deutsche UNESCO-Kommission e.V. (Hrsg.): Hochschulen für eine nachhaltige Entwick- wird als Teil der Instandhaltung auch in lung. Nachhaltigkeit in Forschung, Lehre angrenzenden Gewerken betrachtet. Da-Umweltmanagement und nachhaltige und Betrieb (Red. Müller-Christ, G.; Lieb- rüber hinaus wird auf Aspekte wie Ener- scher, A. K.). Bonn, November 2011. – 70 S.Entwicklung an der Katholischen Univer- gieeffizienz, Wirtschaftlichkeit, Hygiene Wie die deutschen Hochschulen mit Nach-sität Eichstätt-Ingolstadt haltigkeit in Forschung, Lehre und Betrieb und Nachhaltigkeit eingegangen. Lebens-Nachhaltige Entwicklung ist ein Thema für umgehen, dokumentiert eine neu erschie- zykluskostenbetrachtungen sowie Zertifi- nene Broschüre der AG „Hochschule undviele Hochschulen, in den meisten Fällen Nachhaltigkeit“ der UN-Dekade Bildung für zierungsverfahren (z. B. DGNB/BNB, LEED),allerdings oft auch auf personenbezogene nachhaltige Entwicklung. Sie zeigt an zahl- oder ASHRAE-Commissioning-ProcessEinzelinitiativen begrenzt. Nach Kenntnis reichen Praxisbeispielen, was Hochschu- werden vorgestellt und erläutert. len in Forschung und Lehre im Bereich derder HIS GmbH haben erst wenige Hoch- nachhaltigen Entwicklung leisten können, Fazit: Ein nützliches Buch für alle, dieschulen aus unterschiedlichen Motivlagen wie der Betrieb ausgerichtet werden kann sich mit der energetischen Inspektion von und welche Bewertungskriterien herange-die nachhaltige Entwicklung als übergrei- zogen werden können. Klimaanlagen befassen und eine nützlichefendes Konzept in Forschung, Lehre und Arbeitsunterlage für die Praxis, die so- Bezug der kostenlosen Broschüre möglichBetrieb verankert. Die Katholische Univer- über Bonner UNESCO-Büro unter wohl für Betreiber bzw. Auftraggeber alssität Eichstätt-Ingolstadt will jetzt gemein- www.wiwi.uni-bremen.de/gmc/ auch für Anbieter entsprechender Dienst-sam mit der HIS GmbH ein Management- leistungen hilfreich sein kann. Die beige-system entwickeln, das von Anfang an Systematisch werden auf Basis der Be- fügte CD enthält keine weiteren Materi-alle drei Bereiche „Umwelt“, „Soziales“ und rechnungsverfahren nach der DIN V 18599 alien sondern lediglich den Buchinhalt als„Ökonomie“ einbezieht. Dieses geschieht Möglichkeiten aufgezeigt, wichtige Anla- PDF-Datei. (rp)in einem moderierten Diskurs mit allen be- genkennwerte zu ermitteln und eine Be- HIS:Mitteilungsblattteiligten Akteuren der Universität, unter- urteilung des Gebäudes und der klimabe- Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutzstützt durch die Hochschulleitung, wohl zogenen Lastzustände durchzuführen. Im 23. Jahrgang (erstmalig 1989 als HIS Mitteilungs- blatt Gefährliche Stoffe und Abfälle in Hoch-wissend, dass dabei auch Zielkonflikte zu Ergebnis können damit die Leistungen für schulen)regulieren sind. Diesen Ansatz, insbeson- die Energetische Inspektion umfassend Herausgeber: HIS Hochschul-Informations-System GmbHdere ein Managementsystem gleich auf definiert und festgeschrieben werden. Zur Prof. Dr. M. Leitnerden gesamten Komplex der nachhaltigen Unterstützung sind Tabellen und Checkli- Redaktion:Entwicklung auszudehnen, hat es so noch sten enthalten. I. Holzkamm (ih), Urte Ketelhön (uk) J. Müller (jm) verantwortlich, R.-D. Person (rp)nicht an deutschen Hochschulen gegeben. Im ersten Teil, der von Dr. Sylvia Schäd- J. Stibbe (js)In der Regel bildete ein funktionierendes lich verfasst wurde, werden neben allge- Adresse der Redaktion:Umweltmanagementsystem die Grundla- meinen Fragen zu den Anforderungen Goseriede 9, 30159 Hannover, Telefon 0511/1220- 140, Fax: 0511/1220-439, E-Mail: jmueller@his.dege, um anschließend auch zunehmend As- und Ergebnissen der Energetischen In- Erscheinungsweise und Bezug:pekte der nachhaltigen Entwicklung ein- spektion, die gesetzlichen Grundlagen aus Vierteljährlich, für Hochschulen und Behörden im Hochschulbereich kostenfrei.zubeziehen. (jm) (ih) der EnEV 2009 (bzw. EU-Gebäuderichtli- ISSN 2190-7757 HIS:Mitteilungsblatt (Print) nie) zusammengefasst und dabei speziell Rezensionen hinsichtlich der Anforderungen für Klima- ISSN 2190-7765 HIS:Mitteilungsblatt (Internet) Auflage: anlagen aufbereitet. Hinzu kommen de- 1.500 ExemplareSchädlich, S.; Trogisch, A. (Hrsg.): Energe- taillierte Hinweise zur Vorgehensweise (u. Gestaltung und Satz:tische Inspektion von Klimaanlagen. Ver- a. Vorbereitung, Durchführung und Nach- I. Schwerdt-Schmidtlag: CCI Dialog. - 192 Seiten mit CD, ISBN bereitung, Prüfprotokolle) bei der Ener- Internet: http://www.his.de/abt3/ab34/infoseite_umwelt-978-3-922420-23-1, 57,00 Euro getischen Inspektion, ergänzt durch Vor- schutzUnsicherheiten bzw. fehlende Definitionen schläge zur Optimierung. Hinweis gemäß § 33 Bundesdatenschutzgesetz:in der EnEV führen dazu, dass eine Lei- Hilfreich sind die insgesamt 50 Fragen Die für den Versand erforderlichen Daten (Name, Anschrift) werden elektronisch gespeichert.stung „Energetische Inspektion“ nicht ein- („FAQs“) zur Energetischen Inspektion: Wer

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