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-2-Längerfristig führt chronische UV-Bestrahlung zur einer Schädigung desBindegewebes der Haut und somit zu vermehrter Fal...
-3-Auch nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) und Antihistaminika werdenhäufig für die Indikation verwendet. Was ist davo...
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[PDF] Anhang: Experteninterview: Sonnenbrand sachgerecht behandeln
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  1. 1. Bayer Vital Bayer Vital GmbH UnternehmenskommunikationPresse-Information 51149 Köln Deutschland Tel.: 02203-568-101 www.bayervital.de www.bayerhealthcare.comExperteninterview:Sonnenbrand sachgerecht behandelnZehn Fragen an den stellvertretenden Direktor und Leitenden OberarztProfessor Dr. Dr. Erhardt Proksch, Universitäts-Hautklinik KielKöln, xx 2009 – Die Bestrahlung mit UV-Licht ist die häufigste Ursache für eineVerbrennung ersten Grades. Die Betroffenen leiden insbesondere unter einer Rötungsowie unter Schmerzen an den betroffenen Hautarealen. Wie wird ein Sonnenbrandam besten behandelt? Welche Wirkstoffe sind geeignet und welcher galenischenVerarbeitung ist der Vorzug zu geben? Und wo sind die Grenzen derSelbstmedikation? Diese Fragen klärte die Redaktion im Gespräch mit Professor Dr.Dr. Erhardt Proksch, Kiel.Welche Schäden werden durch übermäßige UV-Bestrahlung in der Hauthervorgerufen?Man unterscheidet hier zwischen akuten und chronischen Schäden: So kommt esdurch eine übermäßige akute UV-Bestrahlung der Haut zunächst zu einer Rötung mitBrennen oder Schmerzen, einem Sonnenbrand ersten Grades. Bei sehr starkerakuter UV-Bestrahlung kann es auch zur Blasenbildung kommen – eine Verbrennungzweiten Grades. Eine Verbrennung dritten Grades mit Nekrosen der Haut tritt nur beiextrem langer Sonnenexposition auf, beispielsweise wenn Menschen aufgrundstarken Alkoholkonsums oder aufgrund sedierender Medikamente in der Sonneeingeschlafen sind; außerdem bei Personen, die fotosensibilisierende Substanzenz.B. im Rahmen ein PUVA-Therapie einnehmen. -2-
  2. 2. -2-Längerfristig führt chronische UV-Bestrahlung zur einer Schädigung desBindegewebes der Haut und somit zu vermehrter Faltenbildung. Weiterhin steigt dasRisiko an Hauttumoren wie aktinischen Keratosen, Plattenepithel- undBasalzellkarzinomen sowie Melanomen zu erkranken.Auf molekularer Ebene kommt es bei einem Sonnenbrand zu einer Reihe vonVeränderungen: Proteine werden denaturiert und die Lipide zerstört. Dadurch kommtes zur Störung der Barrierefunktion der Haut. Zudem wird die DNA geschädigt undes können die genannten Hauttumore entstehen.Wovon hängt das Ausmaß der Schädigung ab?Das Ausmaß der Schädigung durch UV-Bestrahlung hängt von der Intensität derBestrahlung und der Expositionsdauer ab. Die stärkste solare Bestrahlung hat manim Hochsommer, in Äquatornähe und um die Mittagszeit. Die Strahlenschädenhängen weiterhin direkt von der Expositionsdauer ab – die Sonnenbrandgefahr steigtmit der Länge des Sonnenbades.Welche Bedeutung hat die Kühlung bei einem Sonnenbrand?Kühlung bei einem Sonnenbrand verringert eine überschießende Entzündung derHaut. Diese überschießende Entzündungsreaktion kann zu einer Verschlimmerungder Verbrennung, zu Blasenbildung mit Ablösung der Haut und einem starken Ödemführen. Kühlung verringert auch die Schäden auf molekularer Ebene.Welche Folgen hat die Beeinträchtigung der epidermalen Hautschutzbarriere?Durch eine Verbrennung werden Proteine und die Lipide in der oberen Hautschichtgeschädigt. Dies führt zu einer massiven Störung der Barrierefunktion der Haut.Dadurch kommt es zu einem ausgedehnten Wasserverlust, zu einer trockenen Haut,zu Entzündung mit Rötung. Von außen können Keime in die Haut eindringen undeine Hautinfektion verursachen.Zur Behandlung von Sonnenbrand werden häufig topische Kortikoideeingesetzt. Wie beurteilen Sie diese Maßnahme?Der Wert einer topischen Behandlung mit Kortikosteroiden ist wissenschaftlich, inkontrollierten Studien, nicht ausreichend belegt. Dagegen ist gut bekannt, dasspotente Kortikosteroide die Wundheilung verzögern. -3-
  3. 3. -3-Auch nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) und Antihistaminika werdenhäufig für die Indikation verwendet. Was ist davon zu halten?Der Wert von NSAR bei Sonnenbrand ist umstritten. Diese Medikamente haben eineWirkung nur dann, wenn sie in den allerersten Stunden nach dem Sonnenbrand inhoher Dosis systemisch verabreicht werden. NSAR werden aber meist erst nach achtoder gar zwölf Stunden eingenommen, also in der Regel dann, wenn die meistenMenschen ihren Sonnenbrand bemerken. Die Wirkung dieser Substanzen kommtdann zu spät, um einer Entzündung durch den Sonnenbrand entgegen zu wirken.Antihistaminika, lokal oder systemisch verabreicht, haben keine wesentliche Wirkungauf die Heilung einer Verbrennungwunde. Problematisch ist zudem, dass einigeAntihistaminika fotosensibilisierend sind, das heißt, bei Reexposition wird dieWirkung der Sonne noch verstärkt.Welche wissenschaftlichen Daten sind die in die Behandlungsrichtlinien beiSonnenbrand eingeflossen und wie sieht eine optimale Therapie heute aus?Erste Maßnahme bei Verbrennung ist Kühlung der betroffenen Hautareale, unterfließendem Wasser oder mit feuchten Umschlägen und sauberen Tüchern. Danachkann bei erstgradigen Verbrennungen eine leichte, wasserhaltige Creme oder Lotionaufgetragen werden. Übliche After Sun Lotions eignen sich dafür nur bedingt, dadiese häufig parfümiert sind. Parfümbestandteile können, insbesondere aufgrund dergestörten Barriere, in die Haut eindringen und zu einer Sensibilisierung sowie einemKontaktekzem führen. Eine Duftstoffallergie ist heute die häufigste Allergieüberhaupt.Worin liegen die Vorteile eines Dexpanthenol-haltigen Schaumsprays wie z.B.Bepanthen® Schaumspray?Ein Dexpanthenol-haltiges Schaumspray führt zunächst durch den hohenWassergehalt zu einer Kühlung, zu einer Verringerung der Entzündungen der Hautund zu einer Verminderung der Schmerzen. Wasserbinde Bestandteile verhinderndas Austrocknen der Haut und reduzieren den Juckreiz. Durch den Gehalt anphysiologischen Lipiden, Trigylceriden und Phospholipiden, wird die Reparatur derBarrierefunktion der Haut unterstützt. Schaumsprays sind zudem leicht, gleichmäßigund schmerzfrei aufzutragen.Verbrennungen ersten Grades können auch durch heiße Flüssigkeiten oderandere Hitzequellen hervorgerufen werden. Gibt es Unterschiede im Vergleichzum Sonnenbrand?Die pathophysiologischen Vorgänge bei Verbrennungen ersten Grades, ausgelöst -4-
  4. 4. -4-durch Sonnenbrand oder durch anderen Hitzequellen, sind weitgehend gleich.Wann sollte ein Kunde mit Verbrennungen an einen Arzt verwiesen werden?Bei Verbrennungen zweiten Grades mit ausgedehnter Blasenbildung oder gar beiVerbrennungen dritten Grades mit Nekrosen sowie immer bei großflächigenVerbrennungen und auch bei ausgeprägten Schmerzen sollte ein Arzt aufgesuchtwerden.Ihr Ansprechpartner:Erwin Filter, Bayer Vital / UnternehmenskommunikationTel. 02203-568 434, Fax: 02203-568 381E-Mail: erwin.filter@bayerhealthcare.comHinweis für die Redaktionen:Fotos zu diesem Thema erhalten Sie auf Anfrage oder direkt aus dem Internetunter www.presse.bepanthen.de und/oder www.viva.vita.bayerhealthcare.dezum Downloaden.Weitere Informationen unter www.bepanthen.deBayer Vital ist die deutsche Vertriebsgesellschaft der Bayer HealthCare AG. Siekonzentriert sich auf das Ziel, in Deutschland innovative Produkte inZusammenarbeit mit den Partnern im Gesundheitswesen zu erforschen und Ärztenund Patienten anzubieten. Die Produkte dienen der Diagnose, der Vorsorge und derBehandlung akuter und chronischer Erkrankungen sowohl in der Human- als auch inder Tiermedizin. Damit will das Unternehmen einen nachhaltigen Beitrag leisten, dieGesundheit von Mensch und Tier zu verbessern. Mehr über Bayer Vital steht imInternet: www.bayervital.deZukunftsgerichtete AussagenDiese Presseinformation kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmenund Prognosen der Unternehmensleitung des Bayer-Konzerns bzw. seiner Teilkonzerne beruhen. Verschiedene bekannte wieauch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, dieFinanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungenabweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die Bayer in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichtestehen auf der Bayer-Webseite www.bayer.de zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solchezukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

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