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  1. 1. Inhalt Vorwort 3 Über den Autor 41 Geschichte 51.1 Entwicklung des Weinbaus 51.2 Weinbau in Religion und Kultur 112 Weinrebe 152.1 Herkunft und Bau 152.2 Wachstum und Stoffwechsel 262.3 Traubenentwicklung und -reife 293 Weinbau 323.1 Klima 323.2 Lage 333.3 Boden 354 Rebanbau 364.1 Rebsorten 364.2 Pflanzgut 414.3 Pflanzung 465 Kultivierungsarten 495.1 Unterstützungs-Vorrichtungen 495.2 Rebschnitt 575.3 Erziehungsformen 625.3.1 Jungrebstöcke 625.3.2 Tragrebstöcke 656 Pflegearbeiten 716.1 Laubarbeiten 716.1.1 Ausbrechen 716.1.2 Heften 726.1.3 Entspitzen 736.1.4 Entgeizen 746.2 Bodenbearbeitung 746.3 Düngung 787 Pflanzenschutz 847.1 Nichtparasitäre Krankheiten 847.2 Parasitäre Krankheiten 887.2.1 Tierische Schädlinge 887.2.2 Mikrobielle Schädlinge 92 1
  2. 2. 8 Traubenernte 988.1 Reifeprozess 988.2 Lese 999 Verwertung der Weintrauben 1019.1 Verzehr 1019.2 Bereitung von Traubensaft 1029.3 Inhaltsstoffe des Traubensaftes 1079.4 Mostuntersuchung 1139.4.1 Bestimmung des Mostgewichts 1139.4.2 Bestimmung der freien Säure 1169.4.3 Güte des Mostes 11810 Weinbereitung 11910.1 Gärführung für Weiß- und Roseeweine 11910.2 Gäransatz für Rotweine 12210.3 Gärführung 12310.4 Weinausbau 12510.4.1 Säureabbau 12610.4.2 Bukettausbildung 12810.4.3 Schwefelung 12910.4.4 Weinklärung und -schönung 13110.4.5 Weinentsäuerung 13410.5 Weinfehler und -krankheiten 13510.6. Weinabfüllung 13711 Verkostung von Traubensäften und Weinen 13911.1 Durchführung der Verkostung 13911.2 Beurteilung 14011.3 Bewertung 14211.4 Fachausdrücke für Traubensäfte und Weine 14712 Literatur 15313 Register 15814 Anhang 16614.1 Firmenangebote 16614.2 Farbtafeln 172 2
  3. 3. 5.2 RebschnittDer Rebschnitt ist die bestimmende Maßnahme für das Gedeihen und diequantitative als auch qualitative Leistung eines Weinstocks. Ohne Rebschnittwürde der Weinstock unkontrolliert wachsen, eine Vielzahl schlecht reifen-der, kleiner, geringwertiger Trauben und dünnes, nicht hinreichend ausrei-fendes und daher frostempfindliches Rebholz liefern. Die anzuwendendeRebschnitt-Form ist abhängig vom Alter und Entwicklungszustand der Rebe,weiterhin von der Sorte, dem Bodentyp und gegebenenfalls für dasWeinbaugebiet bestehende weinrechtliche Regelungen. Der ideale Zeitpunktfür den Rebschnitt ist die Saftruhe im zeitigen Frühjahr (Winterschnitt). Da-nach beginnt der jährliche Wachstumszyklus des Weinstocks. Durch denRebschnitt soll das physiologische Gleichgewicht zwischen dem generativenWachstum (Traubenertrag) und dem vegetativen Wachstum (Rebholz-entwicklung) gewährleistet werden. Hierunter ist zu verstehen, dass derRebschnitt die Aufgabe hat, die Erziehungsform des Rebstocks zu erhalten,wobei dieser durch ständiges Wegschneiden des alten Holzes verjüngt wird.Dadurch wird die Neubildung und Erhaltung des Trag- und Ersatzholzesgefördert, was sich wiederum vorteilhaft auf den Ernteertrag und die Güteder Weintrauben auswirkt.Beim Rebschnitt ist grundsätzlich zu beachten, dass fruchtende Triebe nuraus einjährigem Holz kommen, welches auf zweijährigem und das wieder-um auf mehrjährigem Holz steht (Abb. 5.9).Aus altem Holz hervorwachsende junge Triebe, sogenannte Wasserschosse,können keine Gescheine hervorbringen und bleiben daher unfruchtbar. Siestören den geregelten Aufbau des Weinstocks und entziehen ihm Nährstof-fe. Grundsätzlich sollten sie daher spätestens gegen Ende Mai/Juni entferntwerden. Nur ausnahmsweise, z.B. wenn Weinstöcke durch Witterungsein-flüsse geschädigt wurden, belässt man sie am Stock. Sie werden auf zweiAugen (Knospenanlage) zurückgeschnitten und dienen zum Wiederaufbaudes geschädigten Weinstockes. Die sich hieraus entwickelnen neuen Triebebilden schnell neues Rebholz, welches dann in den Folgejahren seinerseitsFruchtruten hervorbringt.Die nähere Bezeichnung des am Rebstock verbleibenden Abschnittes nacherfolgtem Schnitt des einjährigen Triebes (Tragholz), richtet sich nach des-sen Anzahl von Knospenanlagen (Augen):Zapfen 1 bis 3 Augen (überwiegend 2 Augen)Strecker 4 bis 7 AugenRute 8 bis 12 Augen 57
  4. 4. Zweiäugige Zapfen dienen auch zur Erziehung von Ersatzholz für Reserve-zwecke. Die beiden sich aus diesem entwickelnden Triebe sind fruchtbar. Imnachfolgenden zeitigen Frühjahr wird der obere Trieb samt seinen Austrie-ben rebstammseitig unterhalb seiner Verbindung mit dem zweijährigen Holzabgetrennt, während der darunter befindliche andere Trieb, auch als Ersatz-trieb bezeichnet, auf zwei Augen zu einem Zapfen zurückgeschnitten wird.Aus diesem Zapfen wachsen dann wieder zwei Triebe auf, von denen dereine als Tragholz und der andere wieder auf einen Zapfen für die Holz- gewinnung im Folgejahr ange- schnitten wird (Abb. 5.9). Die hier dargestellte Vorgehenswei- se ist die für die Beibehaltung der betreffenden Erziehungs- form des Weinstocks günstigste. Von ihr sollte nur abgewichen werden, wenn durch Frostscha- den oder mechanische Beschä- digungen hervorgerufene Unre- gelmäßigkeiten im Wachstum a) b) des Weinstocks es erfordern, anders gelagerte Triebe als Er- satzholz anzuschneiden. Abb. 5.9: Zapfenschnitt a) vor dem Rückschnitt der einjährigen Triebe eines Zapfens, b) nach dem Schnitt. Oben: Normaler Schnitt auf den gut entwi- ckelten unteren Austrieb. Unten: Ab- weichung vom normalen Zapfenschnitt a) b) bei schwach entwickeltem unteren Trieb.Beim Anschnitt von Streckern werden die verholzten, einjährigen Triebe beimWinterschnitt (Abb. 5.10) auf vier bis sieben Augen eingekürzt. DieseSchnittform ist erforderlich bei Rebsorten, die mindestens mittellang ange-schnitten werden müssen, da sie erst ab dem vierten oder dem fünften Augefruchtende Triebe haben (Rebsortentabelle S. 39/40). Die meisten der fürden Gartenweinbau in Betracht kommenden Traubensorten erfordern einesolche mittellange Schnittform nicht; es genügt ein Anschnitt auf Zapfen. 58
  5. 5. Beim Winterschnitt im zeitigen Frühjahr werden die Strecker, die als Tragholzgedient hatten, vom Weinstock wieder abgeschnitten. Damit zukünftig keinMangel an Ersatzholz eintritt, muss vorausschauend darauf geachtet wer-den, dass genügend Zapfen für dessen Entwicklung am Weinstock vorhan-den bleiben.Abb. 5.10: Anschnitt des unteren Triebs als Strecker mit sieben Augen. a) b) c)Abb. 5.11: Bogenerziehung, a) junger Rebstock vor dem Schnitt, b) nach dem Schnitt mitBogrebe und Zapfen (hier 8 Augen, bis 12 Augen sind möglich), c) Tragrebe=Bogrebe her-untergebogen und angebunden. Rechts Kaiserstühler Bogrebenerziehung.In Ertragsweinbauanlagen, deren Reben an Rebpfählen oder Drahtrahmenkultiviert werden, seltener im Hobbyweinbau, werden Bogreben angeschnit-ten. Hierbei wird beim Winterschnitt vom einjährigen Rebholz eine Rute biszu zwölf Augen geschnitten. Diese wird später nach erfolgtem Safteintritt imRebholz vorsichtig in einem halben bis geschlossenen Bogen vom Stock ab-gebogen (Abb. 5.11). Hierdurch wird an dem angeschnittenen längeren 59
  6. 6. Farbtafel 13: Echter Mehltau (Oidium) an der Traube.Farbtafel 12: Echter Mehltau(Oidium) an den Blättern. Farbtafel 14: Grauschimmel (Botrytis) am Blatt. Farbtafel 15: Grauschimmel (Botrytis) an Weinbeeren. 176

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