Wissenschaftliches Institut                                                                       der AOK                 ...
W is sen sc ha ft lich es In st it ut d er AOK (W IdO)                         Seite 2 von 6P r ess e m it t e i l un g vo...
W is sen sc ha ft lich es In st it ut d er AOK (W IdO)                                              Seite 3 von 6P r ess e...
W is sen sc ha ft lich es In st it ut d er AOK (W IdO)                                                    Seite 4 von 6P r...
W is sen sc ha ft lich es In st it ut d er AOK (W IdO)                                                            Seite 5 ...
W is sen sc ha ft lich es In st it ut d er AOK (W IdO)                                                    Seite 6 von 6P r...
Nächste SlideShare
Wird geladen in …5
×

2010_11_22_vsr-2011[1].pdf

215 Aufrufe

Veröffentlicht am

[PDF] Versorgungs-Report 2011 erschienen
[http://www.lifepr.de?boxid=202015]

0 Kommentare
0 Gefällt mir
Statistik
Notizen
  • Als Erste(r) kommentieren

  • Gehören Sie zu den Ersten, denen das gefällt!

Keine Downloads
Aufrufe
Aufrufe insgesamt
215
Auf SlideShare
0
Aus Einbettungen
0
Anzahl an Einbettungen
2
Aktionen
Geteilt
0
Downloads
0
Kommentare
0
Gefällt mir
0
Einbettungen 0
Keine Einbettungen

Keine Notizen für die Folie

2010_11_22_vsr-2011[1].pdf

  1. 1. Wissenschaftliches Institut der AOK HAUSANSCHRIFT Rosenthaler Str. 31 · D-10178 BerlinPressemitteilung POSTANSCHRIFT Postfach 11 02 46 · D-10832 Berlin TELEFON +49 30 34646-2393 FAX +49 30 34646-2144 INTERNET www.wido.deBerlin, 22. November 2010 E-MAIL wido@wido.bv.aok.deVersorgungs-Report 2011 erschienenChronikerprogramme wirkenBerlin. Pflegebedürftige Menschen, die erstmals einen Schlaganfall erleiden, habengegenüber nicht pflegebedürftigen Personen ein fast dreifach erhöhtes Risiko, inner-halb eines Jahres nach dem Vorfall zu sterben, unabhängig vom Alter und relevantenNebenerkrankungen. Mehr als die Hälfte von ihnen verstirbt im ersten Jahr. Das istdas Ergebnis einer Auswertung der Behandlungsdaten von mehr als 24 Millionen Ver-sicherten durch das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO). Die Analyse ist Teildes am Montag vorgestellten „Versorgungs-Report 2011“. Mit dieser neuen Publikati-onsreihe analysiert das WIdO die Gesundheitsversorgung in Deutschland erstmalssektorübergreifend, mit Blick auf den Patienten und das Gesundheitswesen.„Das Beispiel der Schlaganfallbehandlung zeigt, dass wir trotz einer Datenflut im Gesund-heitswesen immer noch zu wenig wissen, wo besonders herausgehobene Risiken für diePatienten bestehen“, sagte der Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes,Dr. Herbert Reichelt, zur Vorstellung des Reports in Berlin. „Die AOK will die Versorgungihrer Versicherten gestalten und für eine qualitativ hochwertige Behandlung sorgen. Dazubrauchen wir Transparenz“, so Reichelt. „Der Versorgungs-Report zeigt beispielhaft, wo undwie wir Behandlungsstrukturen und Prozesse verbessern können.“Schwerpunktthemen des ersten Versorgungs-Reports sind Ausmaß und Behandlungsbedarfchronischer Erkrankungen. „Für 20 Prozent der Versicherten wendet das deutsche Gesund-heitswesen mehr als 80 Prozent der Behandlungskosten auf. Dazu gehören insbesonderechronisch Kranke. Ihre bedarfsgerechte Versorgung ist deshalb auch in finanzieller Hinsichteine entscheidende Herausforderung“, erläutert WIdO-Geschäftsführer Jürgen Klauber. „DieSituation wird sich durch die demografische Entwicklung verschärfen. Der Versorgungs-Report zeigt, dass als Folge der steigenden Lebenserwartung Herz-Kreislauf-Erkrankungen,Diabetes mellitus, viele Krebserkrankungen oder Demenz weiter zunehmen.“ Dies sei einzwangsläufiger Nebeneffekt des medizinischen Fortschritts, so Klauber. „Frühzeitigere Diag-nosen und verbesserte Behandlung verlängern die Lebenserwartung, können jedoch oft kei-ne dauerhafte Heilung erzielen. Angesichts der beeinflussbaren Risikofaktoren für vielechronische Krankheiten gewinnt deshalb die Prävention an Bedeutung.“ Seite 1 von 6
  2. 2. W is sen sc ha ft lich es In st it ut d er AOK (W IdO) Seite 2 von 6P r ess e m it t e i l un g vom 2 2 . N o ve m be r 20 10Schub für die Versorgungssteuerung durch DMPDass sich bei der Versorgung chronisch Kranker in den letzten zehn Jahren durchaus etwasverändert hat, ist laut Versorgungs-Report insbesondere den Disease-Management-Programmen (DMP) zu verdanken. „Sie haben der Versorgungssteuerung nachhaltig Schubverliehen“, betont Klauber. Schon die häufigen Arztbesuche der Patienten – immerhin su-chen Diabetiker 38-mal im Jahr eine Arztpraxis auf – zeigen, wie notwendig eine koordinierteBehandlung ist. Mit sechs Millionen Teilnehmern sind die zur Verbesserung der Betreuungchronisch Kranker seit 2003 schrittweise eingeführten strukturierten Behandlungsprogrammeder gesetzlichen Krankenkassen inzwischen ein fester Bestandteil der Versorgung. Nahezujeder zweite Diabetiker in Deutschland ist in ein DMP eingeschrieben. Allein mehr als2,7 Millionen AOK-Versicherte nehmen an einem Programm für Diabetes Typ 2 (seit 2003),Brustkrebs (2003), Koronare Herzkrankheiten (2004), Diabetes mellitus Typ 1 (2005) undAsthma/COPD (2006) teil.Klauber: „Die inzwischen vorliegenden Ergebnisse zeigen positive Entwicklungen bei denmedizinischen Werten der Patienten und deutliche Verbesserungen im Bereich der Prozess-qualität. Die Ergebnisse der vom AOK-Bundesverband beauftragten ergänzenden Begleitfor-schung zur gesetzlichen Evaluation deuten darauf hin, dass Diabetiker, die an einem DMPteilnehmen, eine längere Lebenserwartung gegenüber Nichtteilnehmern haben. Diabetesbe-dingte Folgeerkrankungen gehen bei DMP-Teilnehmern zurück. Die Patienten fühlen sichbesser versorgt und informiert. Sie verhalten sich gesundheitsbewusster.“Mitherausgeber Prof. Norbert Schmacke macht im aktuellen Versorgungs-Report deutlich,„dass ohne die Anbindung der DMP an den Risikostrukturausgleich (RSA) in der gesetzli-chen Krankenversicherung und ohne die zentrale und in dieser Form neue Rolle der Kran-kenkassen ein derartiges Programm zur Beseitigung struktureller Versorgungsmängel nichtzustande gekommen wäre“. Nach der Einführung des morbiditätsorientierten RSA (Morbi-RSA) 2009 habe es sich angesichts des Ausgabendrucks auf die Krankenkassen durch denzeitgleich eingeführten Gesundheitsfonds als richtig erwiesen, die DMP weiter gesondert zuberücksichtigen, schreibt Gesundheitsökonom Klaus Jacobs im Report: „Auch bei künftigenAnpassungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen sollte behutsam vorgegangen werden,um die unübersehbaren Fortschritte in der Chronikerversorgung nicht zu gefährden“, rätJacobs.Der Versorgungs-Report ist eine neue jährliche Publikationsreihe des WissenschaftlichenInstituts der AOK (WIdO). Er thematisiert die Gesundheitsversorgung sektorübergreifend undergänzt damit die Report-Reihe des WIdO mit Arzneiverordnungs-, Krankenhaus - und Fehl-zeiten-Report. Herausgeber des Versorgungs-Reports sind die WIdO-WissenschaftlerJoachim Klose und Christian Günster sowie der Leiter der Arbeits- und KoordinierungsstelleGesundheitsforschung an der Universität Bremen, Prof. Norbert Schmacke. Der Mediziner ist
  3. 3. W is sen sc ha ft lich es In st it ut d er AOK (W IdO) Seite 3 von 6P r ess e m it t e i l un g vom 2 2 . N o ve m be r 20 10unparteiisches Mitglied im Gemeinsamen Bundesausschuss, dem obersten Beschlussgre-mium von Ärzten, Krankenkassen und Krankenhäusern.Die Autoren des Versorgungs-Reports analysieren das Versorgungsgeschehen mit Blick aufden Patienten und die verschiedenen Gesundheitssektoren und schließen damit eine Infor-mationslücke.Das Schwerpunktthema der ersten Ausgabe heißt „Chronische Krankheiten“. Die Beiträgeliefern Informationen über das Ausmaß chronischer Erkrankungen und deren Behandlungs-bedarf. Einzelbeiträge sind der Koronaren Herzkrankheit und der Herzinsuffizienz, dem Dia-betes mellitus, der Hypertonie und dem Schlaganfall gewidmet. Der Diskussionsblock be-fasst sich mit aktuellen Themen wie Ärztemangel, arztentlastende Versorgungsstrukturenund Telemedizin. Ein umfangreicher Statistikteil beleuchtet das Krankheitsspektrum derDeutschen, die Häufigkeit von Erkrankungen und die Inanspruchnahme von Leistungen inder ambulanten, stationären und Arzneimittel-Versorgung. Die Daten haben besonderesGewicht, weil erstmals sektorenübergreifend die Daten von rund 24 Millionen AOK-Versicherten ausgewertet wurden. Ebenfalls zum ersten Mal wurden Diagnosen und die In-anspruchnahme von Leistungen zusammengeführt.C. Günster, J. Klose, N. Schmacke (Hrsg): Versorgungs-Report 2011, Schwerpunkt: ChronischeErkrankungen; 372 Seiten, 65 Abb., 79 Tab.; 44,95 €; ISBN 978-3-7945-2803-5.Die Printausgabe wird ergänzt durch ein Internetangebot (versorgungs-report-online.de), das nebenAbbildungen und Tabellen zusätzlich den kompletten, statistischen Überblick über mehr als 1.500Krankheiten bietet.Pressekontakt: Rezensionsexemplare:Wissenschaftliches Institut der AOK, Christian Günster Schattauer-Verlag, Frau AlbertTel.: 030/34646-2128 Tel.: 0711 22987-20 Fax: 0711 22987-50Wissenschaftliches Institut der AOK, Joachim Klose E-Mail: stefanie.albert@schattauer.deTel.: 030/34646-2129Fax.: 030/34646-2144E-Mail: wido@wido.bv.aok.de
  4. 4. W is sen sc ha ft lich es In st it ut d er AOK (W IdO) Seite 4 von 6P r ess e m it t e i l un g vom 2 2 . N o ve m be r 20 10DMP Diabetes mellitus Typ 2 – Qualitätszielerreichung 2008 Erreichungsgrad Qualitätsziel HbA1c < 8,5 % 89,7 individuellen HbA1c-Zielwert erreichen 53,7 schwere Hypoglykämien vermeiden 99,2 stationäre Diabetes-Behandlungen vermeiden 99,6 RR bei Hypertonie < 140/90 mm Hg 55,6 Nierenfunktion überprüfen 96,5 TAH bei spezifischen Indikationen 68,9 Metformin bei Übergewicht 81,0 Netzhaut untersuchen 80,0 bei Fußläsion überweisen 40,6 0 20 40 60 80 100 Angaben in %Quelle: Versorgungs-Report 2011 © WIdO 2010Häufigkeit eines erstmaligen Schlaganfalls nach Alter und Geschlecht,AOK-Versicherte, 2008 pro 100 000 Einwohner (mit 95 % KI) Männer Frauen 2 500 2 000 1 500 1 000 500 0 0–24 25–29 30–34 35–39 40–44 45–49 50–54 55–59 60–64 65–69 70–74 75–79 80–84 85–89 90–94 95+ Altersgruppen in Jahren Hinweis: Standardisiert nach Alter und Geschlecht auf die deutsche Bevölkerung von 2007Quelle: Versorgungs-Report 2011 © WIdO 2010
  5. 5. W is sen sc ha ft lich es In st it ut d er AOK (W IdO) Seite 5 von 6P r ess e m it t e i l un g vom 2 2 . N o ve m be r 20 10Die 10 häufigsten Behandlungsanlässe in Deutschland 2007 Sonstige Krankheiten der Wirbelsäule und des Rückens 28,9 Hypertonie [Hochdruckkrankheit] 25,5 Akute Infektionen der oberen Atemwege 23,5 Arthropathien 20,9 Nichtentzündliche Krankheiten des weiblichen Genitaltraktes 18,4 Stoffwechselstörungen1 17,7 Sonstige Krankheiten der oberen Atemwege 13,2 Dermatitis und Ekzem 13,0 Sonstige Krankheiten des Weichteilgewebes 12,7 Krankheiten der Venen, der Lymphgefäße und der Lymphknoten2 12,2 0 5 10 15 20 25 30 Prozent der Bevölkerung 1 ohne akute Zustände und nicht medizinisch behandlungsbedürftige Erkrankungen 2 anderenorts nicht klassifiziertQuelle: Versorgungs-Report 2011 © WIdO 2010Praxiskontakte in der ambulanten ärztlichen Versorgung je Person mitchronischer Erkrankung 2007 Praxiskontakte 50 je Einwohner je Erkrankter mit ... 45 40 43,4 40,2 39,7 35 37,5 30 30,8 25 28,7 20 15 16,9 10 5 0 Deutschland Osteoporose Koronare Herz- Diabetes Adipositas Gastritis/ insgesamt Herzkrankheit insuffizienz mellitus DuodenitisQuelle: Versorgungs-Report 2011 © WIdO 2010
  6. 6. W is sen sc ha ft lich es In st it ut d er AOK (W IdO) Seite 6 von 6P r ess e m it t e i l un g vom 2 2 . N o ve m be r 20 10Verteilung der Ausgaben* auf VersicherteAuf ...% der Population mit hoherInanspruchnahme entfallen ... % derGesamtausgaben* alle 1 bis 17 Jahre 18 bis 59 Jahre 60 und mehr Jahre... das oberste 1 % 23,2% 31,8% 28,3% 15,8%... die oberen 5 % 51,0% 52,9% 55,4% 39,1%... die oberen 10 % 66,4% 65,4% 70,3% 54,4%... die oberen 20 % 82,0% 77,0% 84,2% 72,1%* AOK-Ausgaben in der ambulanten, stationären und ArzneimittelversorgungQuelle: Versorgungs-Report 2011 © WIdO 2010

×