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[PDF] Pressemitteilung: Überdurchschnittlich oft Hüft- und Knieendoprothesen in Bayern
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  1. 1. Presse InformationNr. 12/2012 München, 29. Mai 2012 Überdurchschnittlich oft Hüft- und Knieendoprothesen in Bayern Der endoprothetische Ersatz von Hüft- und Kniegelenken gehört heute zur Routineversorgung. Doch ihre regionale Verteilung ist - unabhängig von der Bevölkerungsstruktur - sehr verschieden. Das geht aus dem Krankenhaus-Report 2012 hervor, der dazu 1,4 Millionen Eingriffe bei AOK- Versicherten in den Jahren 2005 bis 2009 ausgewertet hat. Bayern zählt danach mit zu den Regionen innerhalb Deutschlands, in denen am häufigsten künstliche Hüft- und Kniegelenke eingesetzt werden. Bundesweit an der Spitze: die fränkische Region Neustadt an der Aisch. Bei Kniegelenken höchste Rate in Bayern Bereits im Ländervergleich zeigen sich deutlich unter- schiedliche Operationszahlen. Beim Einsatz von Hüftge- lenksendoprothesen, die zu den häufigsten Eingriffen überhaupt zählen, weist Bayern im Schnitt mit jährlich 166,9 Operationen je 100.000 AOK-Versicherten neben Niedersachsen (168) mit die höchste Rate bei den Hüft- operationen auf. Die wenigsten Hüftgelenksprothesen gab es in Berlin mit 120 Eingriffen je 100.000 Versicherten. An der Spitze steht Bayern mit 159,7 Operationen je 100.000 Versicherten bei den künstlichen Kniegelenken, während die wenigsten Eingriffe wiederum in Berlin (89,5) erfolgten. Operationshäufigkeit im regionalen Vergleich Noch drastischer werden die Unterschiede bei den Opera- tionshäufigkeiten im regionalen Vergleich auf Ebene der Landkreise und kreisfreien Städte. So variiert hier der Ein- satz von Hüftgelenksendoprothesen bis zum Faktor 2,0: Die niedrigste Rate liegt bei 106,1 Eingriffen (Neustadt an der Weinstraße), die höchste Rate erreichte die fränkische AOK Bayern – Die Gesundheitskasse Ansprechpartner: Michael Leonhart, Pressesprecher Zentrale, Carl-Wery-Straße 28, 81739 München Telefon 089 62730-146, Telefax 089 62730-650099 www.aok.de, presse@by.aok.de
  2. 2. Region Neustadt an der Aisch mit 215,8 Eingriffen je100.000 Versicherten. Noch deutlicher fällt der Unter-schied beim Einsatz von Kniegelenksprothesen aus.Hier liegt Neustadt an der Aisch mit 219,5 als „Spitzen-reiter“ sogar um den Faktor 3,2 höher als Cottbus mitder niedrigsten Rate von 69,1 Eingriffen je 100.000Versicherten.Vermeidbare Operationen?„Regionale Unterschiede dieser Größenordnung beiden Operationszahlen lassen sich nicht allein durchUnterschiede in der Erkrankungshäufigkeit erklären",so Dr. med. Gerhard Dahlhoff, Chirurg und Leiter desStabsbereichs Medizin bei der AOK Bayern. Aus baye-rischer Sicht kommt noch hinzu, dass laut Gesund-heitssurvey des Robert-Koch-Instituts die Menschen inBayern im Vergleich zum Bundesdurchschnitt mit amwenigsten häufig an Arthrose leiden, der Hauptindikati-on für Hüft- und Kniegelenksendoprothesen. DahlhoffsBefürchtung: „Hinter den nüchternen Zahlen stehengegebenenfalls vermeidbare Operationen und damitauch vermeidbares Leid.“ Es dürfe jedenfalls nicht vomWohnort abhängen, ob und wann sich ein Patient einerOperation unterziehen soll. Angesichts der großen re-gionalen Unterschiede beim Einsatz von Hüft- undKniegelenksendoprothesen sieht das Wissenschaftli-che Institut der AOK (WIdO) weiteren Forschungsbe-darf. Es müsse mehr Wissen über die Hintergründegeben, um Patienten besser vor möglicherweise unnö-tigen Eingriffen zu schützen oder zu erreichen, dassmedizinisch notwendige Eingriffe nicht unterlassenwerden.Stark macht sich die AOK Bayern auch für eine qualitati-ve Weiterentwicklung. So bietet die Verabschiedung desPatientenrechtegesetzes eine große Chance, die Sicher-heit beim Einsatz von Medizinprodukten – wie Hüft- oderKniegelenksersatz – deutlich zu verbessern.Mit 4,3 Millionen Versicherten ist die AOK Bayern diegrößte Krankenkasse im Freistaat und zugleich die viert-größte Kasse in Deutschland. Die Ausgaben für Gesund-heits- und Pflegeleistungen liegen bei über zwölf Milliar-den Euro. 2AOK Bayern – Die GesundheitskasseAnsprechpartner: Michael Leonhart, PressesprecherZentrale, Carl-Wery-Straße 28, 81739 MünchenTelefon 089 62730-146, Telefax 089 62730-650099www.aok.de, presse@by.aok.de
  3. 3. Vergleich der Behandlungsqualität vonKlinikenPatienten, die ein künstliches Hüft- oder Kniegelenkbekommen sollen oder wegen eines Oberschenkel-bruchs nahe dem Hüftgelenk operiert werden müssen,erhaltenim Internet über den AOK-Krankenhausnavigator aus-sagekräftige Informationen über die Behandlungser-gebnisse von über 160 bayerischen Krankenhäusern.In Bayern unterziehen sich jährlich mehr als 50.000Patienten einer Operation, um ihre Hüft- oder Kniege-lenke ersetzen zu lassen. Mehr als 15.000 Menschenmüssen sich zudem wegen hüftgelenksnaher Fraktu-ren operieren lassen. Beim Krankenhausnavigator ko-operiert die AOK mit der „Weissen Liste“. Die WeisseListe ist ein gemeinsames Projekt der BertelsmannStiftung und der Dachverbände der größten Patienten-und Verbraucherorganisationen. Der Navigator ist ab-rufbar im Internet unter:www.weisse-liste.aok-gesundheitsnavi.de 3AOK Bayern – Die GesundheitskasseAnsprechpartner: Michael Leonhart, PressesprecherCarl-Wery-Straße 28, 81739 MünchenTelefon 089 62730-146, Telefax 089 62730-650099www.aok.de, presse@by.aok.de

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