Kompetenzentwicklung in                                      unterschiedlichen Lehrkulturen:                             I...
40 Jahre IWP-HSG: Fragestellung des Abschlussplenums                 Schulen             Hochschulen           Unternehmen...
Aufbau meines Vortrags                                Gestaltungsmerkmale innovativer                                Lernu...
Rosenshine (2010): 10 „Principles of instruction“1. Daily review2. Present new material using small steps3. Ask questions4...
Helmke (2010): 10 „Qualitätsbereiche“1. Klassenführung2. Klarheit und Strukturiertheit3. Konsolidierung und Sicherung4. Ak...
…. am Beispiel von Helmke‘s Qualitätsbereichen                                    Identifikation von Merkmalen:           ...
Eine kurze Würdigung der Ansätze in der Literatur• Hilfreich für die Ausbildung von pädagogischen Professionals• Gefahr de...
Aufbau meines Vortrags                                Gestaltungsmerkmale innovativer                                Lernu...
Eine innovative Lernumgebung …                             Lehrstuhl für Wirtschaftspädagogik Fachbereich                 ...
… hat einen reflektierten bildungstheoretischen Auftrag• Nicht hintergehbare normative Grundlage für die Gestaltung der  L...
FachbereichWirtschaftswissenschaften
Persönliche Standortbestimmung Dubs (1993)• These 1:  „Alle bildungspolitischen Maßnahmen und alle Aussagen über  Schule u...
‚Kompetenzorientierung‘: Was meint das?                                                       Vier Teilmodelle:           ...
Kompetenz: Reichweitenmodell (Beispiel Shavelson, 2010)                                    Intelligence (G-Factor)        ...
… fördert fachliche, überfachliche und domänenverbundeneKompetenzen                       FaKo            LeKo        SoKo...
… integriert Assessment (incl. Profiling)• „Assessment is the process of gathering evidence of student learning to  inform...
… kombiniert verschiedene soziale Bezüge                                Gesamtgruppe        Teilgruppen          Individuu...
… verknüpft die Förderung im Alltag mit ausgelagerten Gefäßen                                      Alltag          Gefäße ...
… ist institutionell eingebettet               Institutionelle   Institutionelle   Institutionelle                   Kultu...
Eine innovative Lernumgebung …… hat einen reflektierten bildungstheoretischen Auftrag… unterliegt ein klares Kompetenzmode...
Aufbau meines Vortrags                                Gestaltungsmerkmale innovativer                                Lernu...
… so viele mögliche Bezugspunkte …         Didaktik                                             Rolf Dubs  Berufsbildungs(...
IWP: Sozialkompetenz (1)• Bildungstheoretische Reflexion – Ergiebige Reflexion seit „Kommunikationsfähigkeit und Computeru...
IWP: Sozialkompetenz (2)• Domänenverbundene Kompetenzen: – Generische Kompetenzen ausgewiesen – Situationistische Position...
IWP-Lernkompetenz (1)• Bildungstheoretische Reflexion – Wenig elaboriert – Hohe Evidenz• K.-Modellierung: LeKo-Modell auf ...
IWP-Lernkompetenz (2)• Domänenverbundene Kompetenzen – Non-Situationistische Positionierung, aber ‚situationsrelevanten‘ E...
Was mir auffällt …• Beeindruckender Output in Breite und Tiefe• Weiterer Forschungsbedarf, z.B. Situationismus/Reichweiten...
Nächste SlideShare
Wird geladen in …5
×

Innovative Lernumgebungen in Schule, Hochschule, Betrieb

2.093 Aufrufe

Veröffentlicht am

Veröffentlicht in: Bildung
0 Kommentare
0 Gefällt mir
Statistik
Notizen
  • Als Erste(r) kommentieren

  • Gehören Sie zu den Ersten, denen das gefällt!

Keine Downloads
Aufrufe
Aufrufe insgesamt
2.093
Auf SlideShare
0
Aus Einbettungen
0
Anzahl an Einbettungen
2
Aktionen
Geteilt
0
Downloads
11
Kommentare
0
Gefällt mir
0
Einbettungen 0
Keine Einbettungen

Keine Notizen für die Folie

Innovative Lernumgebungen in Schule, Hochschule, Betrieb

  1. 1. Kompetenzentwicklung in unterschiedlichen Lehrkulturen: Innovative Lernumgebungen in Schulen, Hochschulen und Unternehmen Karl Wilbers 40 Jahre IWP-HSG St. Gallen, 30. September 2011Lehrstuhl für Wirtschaftspädagogikund PersonalentwicklungProf. Dr. Karl Wilbers Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
  2. 2. 40 Jahre IWP-HSG: Fragestellung des Abschlussplenums Schulen Hochschulen Unternehmen Innovative Lernumgebungen Gemeinsame Gestaltungsmerkmale? Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
  3. 3. Aufbau meines Vortrags Gestaltungsmerkmale innovativer Lernumgebungen in der Literatur Ein eigener Versuch zu Gestaltungsmerkmalen (innovativer Lernumgebungen) Übertragung auf ausgewählte Bereiche des IWP Lehrstuhl für Wirtschaftspädagogik Fachbereich und Personalentwicklung 3 Wirtschaftswissenschaften Prof. Dr. Karl Wilbers
  4. 4. Rosenshine (2010): 10 „Principles of instruction“1. Daily review2. Present new material using small steps3. Ask questions4. Provide models5. Guide student practice6. Check for student understanding7. Obtain a high success rate8. Provide scaffolds for difficult tasks9. Independent practice10. Weekly and monthly review Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
  5. 5. Helmke (2010): 10 „Qualitätsbereiche“1. Klassenführung2. Klarheit und Strukturiertheit3. Konsolidierung und Sicherung4. Aktivierung5. Motivierung6. Lernförderliches Klima7. Schülerorientierung8. Kompetenzorientierung9. Umgang mit Heterogenität10. Angebotsvariation Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
  6. 6. …. am Beispiel von Helmke‘s Qualitätsbereichen Identifikation von Merkmalen: Qualitätsbereiche Einbettung in umfangreichere normative Vorgaben: • Orientierungsrahmen Schulqualität in Rheinland-Pfalz (Qualitätsagentur AQS) • Schulqualität in Schleswig-Holstein (Qualitätsagentur IQSH) • … Bewertungs-/Beobachtungsbögen: • Bogen „Einblick Lehr-Lern-Situation“ (AQS) • EVIT-Bogen (Externe Evaluation im Team) des IQSH • Externe Evaluation an bayerischen Schulen • … Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
  7. 7. Eine kurze Würdigung der Ansätze in der Literatur• Hilfreich für die Ausbildung von pädagogischen Professionals• Gefahr des willkürlich erscheinenden ‚Zusammensuchens‘• Empirisches Vorgehen zu hinterfragen• Umgehung des bildungstheoretischen Diskurses• Gefahr der Ideologisierung von Unterricht Beispiel: „Die Lernarrangements … ermöglichen individuelles Lernen“ (AQS-Bogen) Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
  8. 8. Aufbau meines Vortrags Gestaltungsmerkmale innovativer Lernumgebungen in der Literatur Ein eigener Versuch zu Gestaltungsmerkmalen (innovativer Lernumgebungen) Übertragung auf ausgewählte Bereiche des IWP Lehrstuhl für Wirtschaftspädagogik Fachbereich und Personalentwicklung 8 Wirtschaftswissenschaften Prof. Dr. Karl Wilbers
  9. 9. Eine innovative Lernumgebung … Lehrstuhl für Wirtschaftspädagogik Fachbereich und Personalentwicklung 9 Wirtschaftswissenschaften Prof. Dr. Karl Wilbers
  10. 10. … hat einen reflektierten bildungstheoretischen Auftrag• Nicht hintergehbare normative Grundlage für die Gestaltung der Lernumgebung• Keine (ausreichende) Berücksichtigung in lernpsychologischen Entwürfen• Unterschiedliche Ausgangspunkte in Wissenschaft und Praxis – Systematischer Ausgangspunkt in der Wissenschaft (> Tradition geisteswissenschaftlicher Pädagogik) – Praxis startet meist an anderen Stellen Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
  11. 11. FachbereichWirtschaftswissenschaften
  12. 12. Persönliche Standortbestimmung Dubs (1993)• These 1: „Alle bildungspolitischen Maßnahmen und alle Aussagen über Schule und Unterricht beruhen auf normativen Zielvorstellungen …, die nicht beweisbar sind, sondern nur begründbar sind.“ Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
  13. 13. ‚Kompetenzorientierung‘: Was meint das? Vier Teilmodelle: •Struktur- bzw. Bereichsmodell •Niveaumodell •Domänenmodell •Reichweitenmodell K.- K.-Modell Entwicklung Implemen- tation K.-Assessment (incl. Profiling) Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
  14. 14. Kompetenz: Reichweitenmodell (Beispiel Shavelson, 2010) Intelligence (G-Factor) General Reasoning Broad Abilities (in broad domains) Knowledge, Unterstanding, and Reasoing (in major fields and professions) Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
  15. 15. … fördert fachliche, überfachliche und domänenverbundeneKompetenzen FaKo LeKo SoKo SeKo Fach- Lern- Sozial- Selbst- kompetenz kompetenz kompetenz kompetenz MaKo (Berufsmathematische Kompetenz) SpraKo (Berufssprachliche Kompetenz) Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
  16. 16. … integriert Assessment (incl. Profiling)• „Assessment is the process of gathering evidence of student learning to inform instructional decisions“ (Stiggins & Chappuis, 2011)• Formen – Testende Verfahren – Nicht-testende Verfahren• Interpretation – Olympische Logik: Höher – schneller – besser (dominierend in Schule und Hochschule) – Profiling: Entwicklung eines Förderprofils auf der Basis eines empirischen u. eines bildungstheoretischen Diskurses (dominierend in Unternehmen) Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
  17. 17. … kombiniert verschiedene soziale Bezüge Gesamtgruppe Teilgruppen Individuum Unternehmen Belegschaft, Individuelle(r) Team (Beispiele) Abteilung Mitarbeiter(in) Studentischer Hochschule Jahrgang, gesamte Stammgruppen Einzelne/r Student/in (Beispiele) Vorlesung Einzelne(r)Schule (Beispiele) Klasse Gruppe in Klasse Schüler(in) Modus Homogenisierend Differenzierend Individualisierend Generalisierendes Gruppiertes Individuelles Basis Förderprofil Förderprofil Förderprofil Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
  18. 18. … verknüpft die Förderung im Alltag mit ausgelagerten Gefäßen Alltag Gefäße nah am Gefäße jenseits des (= Standardgefäße) Standardgefäß Standards Arbeitsplatzfernes Kompetenzent- Arbeitsplatznahes Lernen, z.B. Unternehmen wicklung im Lernen, z.B. Q-Zirkel ‚Tagungshotel- Arbeitsprozess seminarlernen‘ Lernen an der Lernen außerhalb Traditionelle Hochschule der Hochschule, Gefäße des Hochschulen außerhalb der z.B. Lernens, z.B. Standardlehrgefäße Praktikumslernen, Vorlesung, Seminar , z.B. Bibliothek Service Learning Schulischer Außerschulisches Gefächerter Unterricht jenseits Schule Lernen, z.B. Unterricht des Fachs, z.B. Exkursion Projektwoche Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
  19. 19. … ist institutionell eingebettet Institutionelle Institutionelle Institutionelle Kultur Strategie Struktur Lernumgebung • Doppelte Anbindung der Lernumgebung – Lernumgebung dockt an Strategie, Kultur, Struktur an – Lernumgebung dynamisiert Kultur, Struktur, Strategie • Effizienz/beanspruchte Ressourcen, z.B. finanziell oder ‚mental‘ (z.B. erlebte Belastung in der Institution, ‚Innovationsressourcen-Budget‘) Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
  20. 20. Eine innovative Lernumgebung …… hat einen reflektierten bildungstheoretischen Auftrag… unterliegt ein klares Kompetenzmodell… integriert Assessment (incl. Profiling)… kombiniert verschiedene soziale Bezüge… fördert fachliche, überfachliche und domänenverbundene Kompetenzen… verknüpft den Alltag mit ausgelagerten Gefäßen… ist institutionell eingebettet Lehrstuhl für Wirtschaftspädagogik Fachbereich und Personalentwicklung 20 Wirtschaftswissenschaften Prof. Dr. Karl Wilbers
  21. 21. Aufbau meines Vortrags Gestaltungsmerkmale innovativer Lernumgebungen in der Literatur Ein eigener Versuch zu Gestaltungsmerkmalen (innovativer Lernumgebungen) Übertragung auf ausgewählte Bereiche des IWP Lehrstuhl für Wirtschaftspädagogik Fachbereich und Personalentwicklung 21 Wirtschaftswissenschaften Prof. Dr. Karl Wilbers
  22. 22. … so viele mögliche Bezugspunkte … Didaktik Rolf Dubs Berufsbildungs(politik) Christoph MetzgerSchulführung/-entwicklung Dieter Euler Bildungsmanagement Sabine Seufert .. … IWP (im engeren Sinne) HDZ-HSG SCIL … Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
  23. 23. IWP: Sozialkompetenz (1)• Bildungstheoretische Reflexion – Ergiebige Reflexion seit „Kommunikationsfähigkeit und Computerunterstütztes Lernen“ (Euler, 1989)• K.-Modellierung: SoKo-Modell (qual.-empir. validiert) auf Basis u.a. – Schulz von Thun-Schnabel/Ohren-Modell – Handlungsschwerpunkte (agentiv-reflexiv) – Situationstypenmodell (z.B. Euler & Reemtsma-Theis, 1999)• K.-Assessment (Z.B. Gomez, 2007; Bauer-Kleb u.a., 2009) – Qualitative Instrumente – Quantitative Instrumente – Variante soziale Bezüge unterbelichtet• K.-Entwicklung – Generisches Entwicklungsmodell (Z.B. Euler, 2004) – Alltagsgefäße, vor allem Lehrgespräch (Bauer-Klebl u.a., 2001) – Ausgelagerte Gefäße: Diverse ‚Trainings‘ (> IWP-Reihe) Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
  24. 24. IWP: Sozialkompetenz (2)• Domänenverbundene Kompetenzen: – Generische Kompetenzen ausgewiesen – Situationistische Positionierung (> Situationstypenmodell)• Institutionelle Einbettung: – Unternehmen (z.B. Nüesch) – Hochschule (z.B. Euler & Walzik, 2009) – Schule (Euler u.a. 2009) – Doppelte Anbindung nicht so stark elaboriert wie andere Bereiche, beispielhaft für die HSG (Z.B. Euler & Walzik, 2009)• Implementation: Modell (Keller u.a., 2009) Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
  25. 25. IWP-Lernkompetenz (1)• Bildungstheoretische Reflexion – Wenig elaboriert – Hohe Evidenz• K.-Modellierung: LeKo-Modell auf Basis der – LASSI-/WLI-Skalenstruktur (quant.-empirisch validiert) – ‚Institutionellen Varianzen/Ergänzungen‘, z.B. „Gruppenlernen“ (WLI-Schule: Metzger, 2010) oder „Schriftliche Arbeit verfassen“ (Hochschule)• K.-Assessment (WLI-Schule, WLI-Hochschule) – Konzentration auf quantitative Instrumente für Schule und Hochschule – Starke Ausarbeitung sozialer Bezüge (> Bezugsnormen)• K.-Entwicklung – Generisches Entwicklungsmodell für Alltagsgefäße, vor allem Integration in den Fachunterricht – Ausgelagerte Gefäße (> IWP-Reihe) Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
  26. 26. IWP-Lernkompetenz (2)• Domänenverbundene Kompetenzen – Non-Situationistische Positionierung, aber ‚situationsrelevanten‘ Ergänzungen bei Metzger-Team (= IWP-Mainstream) – Situationistische Deutung bei Euler & Hahn (2007)• Institutionelle Einbettung – Schwerpunkt auf Schule (z.B. Nüesch, Metzger & Martinez Zaugg, 2008) – und Hochschule (z.B. Zellweger, Hasanbegovic & Metzger 2008) – Auch Unternehmen (Metzger, Nüesch, Martinez Zaug, 2010)• Einführungsstrategie: – Modell: Nüesch u.a. Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
  27. 27. Was mir auffällt …• Beeindruckender Output in Breite und Tiefe• Weiterer Forschungsbedarf, z.B. Situationismus/Reichweiten von Kompetenzen• Enge, methodisch variante Zusammenarbeit der Praxis in diversen Kontexten (Schule, Hochschule, Unternehmen)• Frühes Aufsetzen von Themen/Herausforderungen• Langer Atem in Forschung und Entwicklung• Modern, ohne jeder Konjunktur hinterher zu rennen Weiter so, IWP! Viel Erfolg und Gottes Segen! Fachbereich Wirtschaftswissenschaften

×