1ZeitdokumenteBand 71926-1950KARLRICHTER
3Karl Richter1926 - 1981ZeitdokumenteBand 71926-1950HerausgegebenvonJohannes MartinundCornelia Klink
4VorwortAls Karl Richter kurz vor seinem 25. Geburtstag im Oktober 1951 dasOrganistenamt an der Markuskirche antrat und gl...
5lers stand bei der Recherche stets im Vordergrund und war doch nicht zu tren-nen von Einflüssen, die aus der jeweiligen z...
153InhaltVorwort ..................................................................................................Karl Ri...
6Karl Richter wurde am 15. Oktober 1926 in Plauen im Vogtland in einen Ge-schwisterkreis von drei Schwestern hineingeboren...
7Am 29.11.1926, zum 1. Advent und Beginn des neuen Kirchenjahres, wurdeKarl Felix Johannes Richter zu Hause im Familienkre...
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Karl Richter(1926 - 1981)Buch-DokumentationenConventus MusicusPostfach 68, D-97335 DettelbachTel. 09321-9243986www.convent...
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Karl Richter(1926 - 1981)DVD-DokumentationenIn den Jahren 2006 und 2007 entstand eine Film-Trilogie, welche die 30-jährige...
Die Interviews der ZeitzeugenIn der täglichen Besucherstatistik des Karl Richter-Weblogs fällt auf, dass viele unserer Bes...
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Karl Richters Jugendjahre 1926 - 1950 (Leseprobe)

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Band 7, in unserer Buchreihe 'Karl Richter - Zeitdokumente. Der Abschlussband der Serie enthält auf 155 Seiten die neuesten Forschungsergebnisse (mit zahlreichen Fotos) zu den Kindheits- und Jugendjahren Karl Richters (1926-1950).

Erscheinungstermin: 10. Juni 2013
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Karl Richters Jugendjahre 1926 - 1950 (Leseprobe)

  1. 1. 1ZeitdokumenteBand 71926-1950KARLRICHTER
  2. 2. 3Karl Richter1926 - 1981ZeitdokumenteBand 71926-1950HerausgegebenvonJohannes MartinundCornelia Klink
  3. 3. 4VorwortAls Karl Richter kurz vor seinem 25. Geburtstag im Oktober 1951 dasOrganistenamt an der Markuskirche antrat und gleichzeitig die Verpflichtun-gen eines Lehrers für Orgelspiel an der Staatlichen Hochschule für Musik inMünchen übernahm, hatte er nach Monaten der Neuorientierung einen Aus-gangspunkt für seine spätere internationale Karriere gefunden. Was er in kur-zer Zeit zunächst in München, dann weit über die Stadtgrenzen hinaus, schließ-lich über Erdteile hinweg musikalisch schuf und bewirkte, erstaunte und er-griff viele Zeitgenossen. Wie war es möglich, dass die geistigen, musikali-schen und menschlichen Fähigkeiten für dieses besondere Wirken bei einemjungen Musiker bereits in einem solch hohen Maße vorhanden waren? Wokam dieser mitreißend wirkende junge Organist, Cembalist und Dirigent KarlRichter her?Nach seinem Werdegang befragt, hat Karl Richter selbst immer wieder an sei-ne Herkunft aus einem sächsischen evangelisch-lutherischen Superintendenten-haus erinnert, an seine Verbundenheit mit den Orgeln Gottfried Silbermannsund dessen Orgelbauschule, an seine Schülerzeit im Dresdner Kreuzchor un-ter Rudolf Mauersberger und an seine Studien in Leipzig bei seinen MeisternKarl Straube und Günther Ramin. Als er 1949, sofort nach Abschluss einesStudiums, Thomasorganist in Leipzig wurde, ruhten Hoffnungen auf ihm. Seinebeiden wichtigsten Lehrer, Straube und Ramin, waren selbst Thomasorganistengewesen, bevor sie nacheinander Thomaskantoren wurden. Diesen Weg aufden Kantorenstuhl der Thomaskirche konnte Karl Richter nicht gehen, ob-wohl er ihm 1956 angeboten wurde. Der „Eiserne Vorhang“ lag zwischen ihmund Leipzig. Er wurde nicht der Thomaskantor in der Nachfolge J. S. Bachs inLeipzig, wie es seine verehrten Lehrer gewesen waren, sein „Thomaskantorat“galt gleichsam der Welt und hatte einen Angelpunkt in der Markuskirche vonMünchen. Für diesen besonderen Weg war er vorbereitet.Neben Dokumenten, die im privaten Karl-Richter-Archiv von Johannes Mar-tin bereits vorhanden waren, basiert der vorliegende Band vornehmlich aufneu aufgefundenen Quellen. Es war nicht immer einfach, den Spuren zu fol-gen und die noch vorhandenen Quellen in den Archiven zu sichten. Einigesgalt als zunächst nicht auffindbar – und fand sich dann doch, anderes warleichter zugänglich. Die Beharrlichkeit des Suchens hat sich gelohnt, dennKarl Richter als eine sehr früh reifende Künstlerpersönlichkeit gewann wäh-rend derArbeit immer deutlicher an Gestalt. Die Entwicklung des jungen Künst-
  4. 4. 5lers stand bei der Recherche stets im Vordergrund und war doch nicht zu tren-nen von Einflüssen, die aus der jeweiligen zeitgeschichtlichen Situation undaus Richters Umgang mit verschiedenen Persönlichkeiten herrührten. EinigeDokumente zu Begebenheiten aus der Kindheit und Jugendzeit, zu frühen Er-schütterungen und frühen Erfolgen, lassen etwas von den immer deutlicherhervortretenden Kräften der erwachsenen Persönlichkeit Karl Richters ahnen.Zu den schon vorhandenen umfangreichen Publikationen über Karl Richterversteht sich diese Dokumentation als Ergänzung. In den Anmerkungen zumText wird deshalb an mehreren Stellen auf die schon erschienenen Arbeitenhingewiesen.Den in den benutzten Archiven wirkendenArchivarinnen undArchivaren wirdherzlich für Ihre Unterstützung gedankt. Einige Zeitzeugen konnten Erinne-rungen beitragen; besonderer Dank gebührt hier Herrn Pfarrer Christoph Rau,Braunschweig.
  5. 5. 153InhaltVorwort ..................................................................................................Karl Richters Elternhaus ........................................................................Karl Richter als Kruzianer ......................................................................Karl Richters erster solistischer Auftritt .................................................Karl Richter als Konfirmand ..................................................................Vesper zum 2. Advent 1942 ....................................................................Karl Richter als Chorpräfekt in der Weihnachtszeit ...............................Christmette der Alumnen am Christtag-Morgen 1942 ...........................Vesper am 6. März 1943 .........................................................................Konzert des Kreuzchors am 27. März 1943 ...........................................Ostermette am 25. April 1943 ................................................................Musikalische Abendfeier im Dom zu Freiberg am 24. Juni 1943 ..........Kirchenkonzert am 27. Juni 1943 in Bischofswerda ..............................Bach-Tage 1948 in Leipzig .....................................................................Kreuzchorvesper am 2. Juli 1948 ...........................................................Ein Brief Karl Richters ...........................................................................Karl Richter am Cembalo 1949 ..............................................................Karl Richter an der Sauer-Orgel in der Thomaskirche 1949 ..................Motetten in der Thomaskirche 1949 ......................................................Motetten in der Thomaskirche 1950 ......................................................Deutsche Bach-Feier Leipzig 1950 ........................................................Motetten in der Thomaskirche ...............................................................Weihnachts-Oratorium 1950 im Gewandhaus Leipzig ..........................Letztes Orgelkonzert Karl Richters in der Thomaskirche ......................Ausscheiden Karl Richters als Thomasorganist .....................................Cembalokonzert am 12. Februar 1951 ...................................................Konzert des Dresdner Kreuzchors 1953 in München ............................Ein Brief Karl Richters 1979 an Herbert Kunath ...................................Quellennachweise ...................................................................................Karl Richter in Buch und Film ...............................................................4610121618212428313437404349535556586478114121125127133135141144152
  6. 6. 6Karl Richter wurde am 15. Oktober 1926 in Plauen im Vogtland in einen Ge-schwisterkreis von drei Schwestern hineingeboren. Später sollte ihm noch einejüngere Schwester folgen. SeinVater, Dr. Johannes Christian Richter (1876-1935),war 2. Pfarrer an der St. Johannis-Kirche in Plauen. Er stammte aus Freiberg,wo der Großvater, Karl Julius Richter, Superintendent gewesen war. Die Mut-ter, Klara Hedwig Richter (1893-1944), geborene Facilides, stammte aus Plau-en. Ihr Vater war Arzt.Karl RichtersElternhausKarl Richters Geburtshaus, Schloßbergstraße 1a in Plauen im Vogtland,aufgenommen am 28.2.2013
  7. 7. 7Am 29.11.1926, zum 1. Advent und Beginn des neuen Kirchenjahres, wurdeKarl Felix Johannes Richter zu Hause im Familienkreis getauft. Es ist in derJohannis-Gemeinde Plauen nicht üblich, den Taufspruch im Taufbuch einzutra-gen. So kann er hier nicht genannt werden.Der vollständige Eintrag im Taufbuch lautet im Jahrgang 1926 unter der Nr. 319:Tag, Stunde, Ort der Geburt: 15. Oktob. nachm. ¾ 8 h Schlossberg 10aTauftag: 29. November im HauseTaufnamen der Kinder: Karl Felix Johannes 4. Kind 1. SohnGroßvater Karl Julius Richtergeb. 1842 in Neusalzagest. 1890 in FreibergDie ElternDr. Johannes Christian und Klara Hedwig Richter
  8. 8. 8Name, Stand, Konfession und Wohnort des Vaters: Richter Christian JohannesPfarrer zu St. Johannis ev.-luth. getraut 22. Aug. 1921 in Plauen St. Joh.Name, Konfession und Geburtsort der Mutter: Klara Hedwig geb. Facilidesaus Plauen ev.-luth.Name, Stand Konfession und Aufenthalt der Paten:Marg. Schreck, Rechtsanw.-Ehefrau, RoßweinCharlotte Schreyer, Kaufm.-Ehefrau, hierChristiane Goldberg, Assessor-Ehefrau, hierPaul Neckner, Landger.-Direktor, BautzenErich Voigt, Pfarrer, Leipzig-ReudnitzDr. Wilh. Kell, Reg.-Medizinalrat, Untergöltz. Ellermann [der Geistliche,Anm. d. Verf.]Als Karl Richter zwei Jahre alt war, wurde der Vater an die St. Marienkirche inMarienberg im Erzgebirge als Superintendent berufen. Damit verließ die Fami-lie das Vogtland, die Heimat der Mutter, und zog ins Erzgebirge um.Ein Superintendentenhaushalt mit fünf Kindern in der kleinen, aber belebtenehemaligen Silberbergbau-Stadt Marienberg, im westlichen Teil des „frommenErzgebirges“, war ohne Zweifel ein lebhaftes und offenes Haus.Auf dem erhöh-ten Platz der Stadt lag die sehenswerte spätgotische Pfarrkirche. Ganz aus derNähe, aus Mauersberg, stammte Kreuzkantor Rudolf Mauersberger (1889-1971),der ab 1930 in Dresden amtierte. Mauersberg gehörte zur Ephorie von JohannesRichter. Wahrscheinlich kannten er und der Kreuzkantor sich persönlich.Der sechsjährige Karl Richter inmit-ten seiner Schwestern
  9. 9. 9Sieben Jahre wuchs Karl Richter in Marienberg auf, dann, nach der ersten schwe-ren Erschütterung der Familie infolge des frühen Todes von Johannes Richteram 3. Advent 1935, zog die Mutter mit den Kindern nach Freiberg, ebenfallseine erzgebirgische Bergbaustadt mit ihrer bekannten Bergakademie, derOrgelbautradition Gottfried Silbermanns, dem Dom mit den eindrucksvollenSchnitzereien:Auf dem spätromanischen Lettner des Domes steht eine Triumph-kreuzgruppe aus dem frühen 13. Jahrhundert, an den Säulen im Kirchenschiffdie Figuren der klugen und törichten Jungfrauen und Christus als Bräutigam,darstellend das Gleichnis aus Matth. 25, 1-13. Karl Richter erzählte später selbstüber diese ersten Jahre:„In Plauen im Vogtland bin ich geboren…in einem Pfarrhaus wurde sehr vielMusik gemacht; ich hab auch viel’ Geschwister, es wurde viel gesungen, die Verbin-dung mit der Kirche, Orgel und Kirchenchor hat mich frühzeitig zum Singen und zurMusik überhaupt gebracht. Ich habe über Freiberg im Erzgebirge meinen Weg ge-macht als Kind und habe dort das große Erlebnis der berühmten und schönsten exi-stierenden Silbermannorgel gehabt, bis ich den Kreuzchor kam und dort als Kind ge-sungen habe…“1Eine weitere schwere Erschütterung der Familie ereignete sich mit dem frühen TodderMutter,HedwigRichter,dieam6.Februar1944inFreibergeinemHerzversagenerlag. Sie fand ihre letzte Ruhe auf dem Freiberger Donat-Friedhof neben ihremMann,derebenfallsdortbestattetwurde.KarlRichterwardamalssiebzehnJahrealtund bereits zum Militärdienst eingezogenworden.EinvonRichtersSchwesterGabrie-leSieg,geb.Richter,überliefertesFotozeigtihn im Jahr 1943 mit der Mutter in gelöster,froherStimmung.KleidungundBelaubungder Bäume auf dem Foto sprechen dafür,dass es im Herbst 1943 aufgenommen wur-de, vielleicht in der Nähe zu Richters 17.Geburtstag.Der zwölfjährigeKarl Richter übtan der Orgel derTrinitatiskirchein Dresden(Foto vom September 1938)
  10. 10. 56Karl Richter an der Sauer-Orgel in der ThomaskircheArchiviert unter: Bacharchiv Leipzig, „Sammlung Heyde“,Foto 969, A 8 und A 45 (beide nur als Foto-Negative vorhanden),Herstellung der Scans und der Fotoabzüge mit Unterstützung des Bacharchivs LeipzigDie Tätigkeit Karl Richters als Organist an der Thomaskirche in Leipzig dauerteeineinhalb Jahre. In seiner Sitzung vom 3. Mai 1949 verhandelte der Kirchen-vorstand der Thomas-Matthäi-Gemeinde unter Punkt 4. der Tagesordnung überdie künftige Anstellung Karl Richters als Organist – geplant zunächst für einJahr.43Er hatte das Amt vom 1. 7. 1949 bis zum 31.12.1950, also achtzehnMonate, inne. In dieser kurzen Zeit hat er sich, bei Dienstantritt noch keine 23Jahre alt, mit einem unglaublich reichen Repertoire an Orgelliteratur der Öffent-lichkeit vorgestellt. In den wöchentlichen Motetten, jeweils freitags und sams-tags in der Thomaskirche, brachte er von Mal zu Mal andere Werke zu Gehör,darunter auch Stücke, die er später wohl selten gespielt hat, wie z. B. Präludiumund Fuge in e-moll von Nikolaus Bruhns (am 24.3.1950). Auf die Dienste inden Motetten folgten allwöchentlich die sonntäglichen Gottesdienste mit ihremliturgischen Orgelspiel und die Ausgestaltung liturgischer Feiern im Rahmenvon kirchlichen Amtshandlungen.
  11. 11. 57Neben dem Internationalen Bachfest 1950, das vielfältige Aufgaben für denThomasorganisten mit sich brachte, begleitete Karl Richter im Frühjahr 1950 denThomanerchor unter Günther Ramin auf eine Konzertreise in die BundesrepublikDeutschland und in die Schweiz und spielte im August 1950 für den Rundfunk,dann schon alsBachpreisträger,inderThomaskirche Orgelwerke ein.44Und selbst-verständlich spielte er Continuo bei denAufführungen von Kantaten und Oratori-en des Thomanerchores, sowohl an der Orgel als auch am Cembalo. Dazu kameneigene solistischeAuftritte, also Orgelkonzerte und Cembalokonzerte. Leider sindnicht alle Programmzettel aus dieser reichen Schaffensperiode des jungen KarlRichter erhalten; erst ab 1950 wurden im Bach-Archiv Leipzig die Dokumentesystematisch gesammelt. Dennoch zeugen die erhaltenen Programme von einemganz außergewöhnlichen Wirken, das sicher verbunden war mit ebenso außeror-dentlichem Fleiß. Die Presse begann sich mit dem jungen Künstler zu beschäfti-gen. Einige Kritiken sind erhalten und können hier vorgelegt werden.Eine zusätzliche Aufgabe hatte der junge Organist Karl Richter als Lehrkraft imFach Orgel an der Staatlichen Hochschule für Musik und Theater Leipzig über-nommen, welche er von Juli 1949 bis zum März 1951, also bis zum Ende desWintersemesters 1950/51 und bis kurz vor seinem Weggang aus Leipzig ausüb-te.45Zu seinen Schülern gehörten sein späterer Nachfolger im Amt des Thomas-organisten Hannes Kästner und die damaligen Studierenden Gerhard Richter, Bri-gitte Hannibal und Albrecht Haupt.
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  14. 14. Karl Richter(1926 - 1981)Buch-DokumentationenConventus MusicusPostfach 68, D-97335 DettelbachTel. 09321-9243986www.conventus-musicus.dehttp://karlrichtermunich.blogspot.com/cm@conventus-musicus.dehttps://www.facebook.com/Karl.Richter.Munichhttp://twitter.com/karlrichtermueBuch-Dokumentation • Euro 19,80ISBN 978-3-00016864-2Karl Richter war zweifellos der bedeutendste Bach-Interpret des vergangenen Jahrhunderts. Mit seinenKonzertaufführungen und Schallplatteneinspie-lungen hat er als Dirigent und Organist in den 1960erund 1970er Jahren neue Maßstäbe gesetzt.Anlässlichdes 80. Geburtstages und gleichzeitig 25. Todesta-ges im Jahr 2006 von Karl Richter ist eine Buch-Dokumentation erschienen. In zweijähriger aufwän-diger Arbeit konnten wir alle noch verfügbaren Zeit-zeugen der Münchner Ära Karl Richters aufspürenund die allermeisten von ihnen nach ihren Erinne-rungen an diese Zeit befragen.Das Buch enthält die vollständigen Interviews undBeiträge von 36 Zeitzeugen (u.a. Claes H. Ahnsjö,Hermann Baumann, Ursula Buckel, Dietrich Fi-scher-Dieskau, Kieth Engen, Antonia Fahberg, Jo-hannes Fink, Peter-Lukas Graf, Ernst Haefliger, Ju-lia Hamari, Kurt Hausmann, Karl-Christian Kohn,Horst Laubenthal, Paul Meisen, Edda Moser, AurèleNicolet, Siegmund Nimsgern, Anna Reynolds, LotteSchädle, Elmar Schloter, Peter Schreier, Kurt-Chri-stian Stier, Hertha Töpper, Friedemann Winklhofer),eine ausführliche Würdigung von Leben und WirkenKarl Richters sowie eine Chronik wichtiger Daten desMünchener Bach-Chores der Jahre 1951-1981.Zeitdokumente, Band 1 • Euro 21,80ISBN 978-3-00-032125-2Anlässlich von Karl Rich-ters 30. Todestag sowiedes 85. Geburtstages imJahr 2011 begannen wirmit der Veröffentlichungvon Zeitdokumenten derÄra Karl Richters in Mün-chen. Der erste Band die-ser Reihe beinhaltet dieJahre 1951-1957, wobeivor allem die Anfangsjah-re nahezu vollständig do-kumentiert und geordnet sind. Etliche Sängerinnenund Sänger der ersten Stunde haben unserem KarlRichter Archiv ihre Chor-Alben vermacht, die zu-sammen mit den Aufzeichnungen des damaligen Ge-schäftsführers, Heinz Geisel, ein umfassendes und de-tailliertes Bild der frühen Münchner Jahre ergeben.Zeitdokumente, Band 2 • Euro 21,80ISBN 978-3-00-032826-8Die Jahre 1958-1963 sindeinerseits geprägt von zahl-reichen, auch noch heuteMaßstab setzenden Schall-platteneinspielungen wieBachs Matthäus-Passion,Messeh-molloderMozartsRequiem. Sodann erstreck-te sich Richters Wirkungs-bereich immer weiter überMünchen hinaus ins euro-päische Ausland und nachÜbersee. Regelmäßige Konzertreisen führen nach Lu-zern, Salzburg, Wien, Buenos Aires, in die USA. MitBach-ChorundBach-Orchestergastierte RichterinIta-lien und Paris, die Bachwoche Ansbach und Konzertein Ottobeuren und Salzburg werden fester Bestandteildes Jahresprogramms. Und dennoch bleibt Münchenfür Karl Richter der Mittelpunkt seiner Bach-Pflege.
  15. 15. Zeitdokumente, Band 3 • Euro 24,80ISBN 978-3-00-034046-8In den Jahren 1964-1967vollzog sich Karl Richtersunaufhaltsamer Aufstiegzu den bedeutendsten Mu-sikern seiner Zeit. GroßeKonzertreisen als Organistwie als Dirigent führtenihn nach Italien, Frank-reich, erstmals mit demChor in die USA, nachFinnland, England, Wien,in die Schweiz, schließlichnoch einmal in die USAund zur Weltausstellung nachMontreal. Schallplattenaufnahmen von BachsWeihnachtsoratorium, der Johannes-Passion und derBrandenburgischen Konzerte, von Händels Messiasund Glucks Orfeo ed Euridice festigten und mehrtenseinen Ruf als namhaften Dirigenten.Zeitdokumente, Band 4 • Euro 24,80ISBN 978-3-00-035432-8Die Jahre 1968-1971 se-hen Karl Richter im Ze-nit seines Könnens. Hö-hepunkte dieser Jahresind die großen Konzert-reisen mit Bach-Chor und-Orchester in die damali-ge UdSSR (1968 und1970) sowie die fast drei-wöchige Konzerttourneenach Japan (1969). In die-sen Zeitraum fallen auchmehrere Unitel-Fernsehproduktionen: Messe h-moll,Johannes-Passion, Matthäus-Passion, die Branden-burgischen Konzerte sowie Werke für Orgel undCembalo. Die Deutsche Grammophon setzte dieReihe der Schallplattenaufnahmen fort u.a. mit Hän-dels Samson und Giulio Cesare sowie BeethovensMesse C-Dur.Zeitdokumente, Band 5 • Euro 22,80ISBN 978-3-00-037651-1Zeitdokumente, Band 6 • Euro 22,80ISBN 978-3-00-0340402-3Schwerpunkte der Jahre1972-1976 sind die Kon-zertreisen mit Bach-Chorund Bach-Orchester nachAthen und in die USA(1972), nach London,Genf und Lausanne(1973), Wien und Lau-sanne (1974) sowie Parisund Straßburg (1976).Richters Konzerttätigkeitführte ihn alljährlich, zumTeil mehrfach, nach Wien, Salzburg, Südamerika,in die USA und in viele europäische Länder. Be-merkenswert war auch der internationale Orgel-zyklus von 1975, in dem Richter sechs namhafteKollegen zu Orgelkonzerten in die Markuskircheeingeladen hatte.Der Band über die letztenLebensjahre Karl Richters(1977-1981) beinhaltetu.a. eine Deutschland-Tournée mit BeethovensMissa solemnis, Konzert-reisen mit Bachs h-moll-Messe nach Spanien, Ju-goslawien und in dieSchweiz sowie eine Neu-inszenierung von Glucks„Iphigenie“ im National-theater. Zudem bringt der Band die Dokumente ausden Tagen von Richters Tod sowie eine Auswahl derunzähligen „Nachrufe“ in der Presse und den Fach-zeitschriften.Zeitdokumente, Band 7 • Euro 21,80ISBN 978-3-00-042094-8Der letzte Band der „Zeit-dokumente“ ist Karl Rich-ters Jugendjahren gewid-met, seiner Schülerzeit imDresdner Kreuzchor unterRudolf Mauersberger undseinen Studien in Leipzigbei seinen Meistern KarlStraube und GüntherRamin.Als er 1949, sofortnachAbschluss seines Stu-diums, Thomasorganist inLeipzig wurde, ruhten Hoffnungen auf ihm.Der siebte Band der „Zeitdokumente“ basiert vor-nehmlich auf neu aufgefundenen Quellen. Es warnicht immer einfach, den Spuren zu folgen und dienoch vorhandenen Quellen in denArchiven von Frei-berg in Sachsen, Dresden und Leipzig zu sichten.Einiges galt als zunächst nicht auffindbar – und fandsich dann doch, anderes war leichter zugänglich.Manche Dokumente zu Begebenheiten aus der Kind-heit und Jugendzeit, zu frühen Erschütterungen undfrühen Erfolgen, lassen etwas von den immer deut-licher hervortretenden Kräften der erwachsenen Per-sönlichkeit Karl Richters ahnen.
  16. 16. Karl Richter(1926 - 1981)DVD-DokumentationenIn den Jahren 2006 und 2007 entstand eine Film-Trilogie, welche die 30-jährige Ära Karl Richters inMünchen zum Inhalt hat. Zahlreiche Fotos, Film-Dokumente des ZDF und von alten Normal8- undSuper8-Filmen, Ton-Dokumente aus Live-Konzer-ten sowie Ausschnitte aus den Interviews mit Zeit-zeugen belegen die Ausnahmestellung Karl Richtersim Musikleben Münchens und von hier in alle Welthinaus. Das Filmprojekt gliedert sich in drei Teile.Film-Trilogie, Teil 1 • Euro 29,80Solisten • Konzerte • TourneenISBN 978-3-00-019277-7Eine Doppel-DVD (Laufzeit: 135 Minuten; zwei-sprachig Deutsch und Englisch) würdigt Leben undWirken Karl Richters, den bedeutenden Organisten,Cembalisten und Dirigenten und die von ihm ge-schaffene neue Bach-Tradition mit dem MünchenerBach-Chor und Bach-Orchester, die Musikliebha-ber in aller Welt begeistert hat und auch heute nochin den Bann zieht.Der Film spannt einen wei-ten Bogen von den erstenAufsehen erregenden Kon-zerten des jungen Thomas-organisten an seiner neuenWirkungsstätte St. Markusin München - über dieschon bald einsetzendenEinladungen zu Konzertenund Tourneen mit demMünchener Bach-Chor undBach-Orchester - bis hin zu den zahlreichen Schall-platteneinspielungen, vor allem der Werke Bachs undHändels.Viele bewegte Bilder und zahlreiche Fotos dokumen-tieren Karl Richters Erfolge in aller Welt und sei-nen stetig wachsenden Weltruhm. Konzertreisen mitChor und Orchester, aber auch als Solist an Orgelund Cembalo führten ihn in viele europäische Staa-ten, u. a. mehrmals in die damalige UdSSR, aberauch immer wieder in die USA und nach Japan so-wie regelmäßig nach Brasilien und Argentinien.Feste Verpflichtungen waren bis 1964 die alljährli-chen Konzerte bei der Ansbacher Bachwoche, dasvorweihnachtliche Konzert im Salzburger Festspiel-haus sowie die Veranstaltungen - 25 Jahre lang biszuletzt - in der Stiftsbasilika Ottobeuren. Sein uner-warteter Tod am 15. Februar 1981 erschütterte dieMusikwelt, seine letzte Ruhestätte fand Karl Rich-ter auf dem Friedhof Enzenbühl in Zürich.Film-Trilogie, Teil 2 • Euro 22,80Bach-Chor und Bach-OrchesterISBN 978-3-00-022647-2Der zweite Teil (1 DVD; Laufzeit: 92 Minuten; zwei-sprachig d/e) ist dem Bach-Chor und Bach-Orche-ster gewidmet. Ehemalige Chor- und Orchestermit-glieder sowie Gesangs-solisten der Richter-Ära er-zählen von Karl RichtersArbeit mit Chor und Orche-ster. Dank einer Lizenz desZDF konnten auch 15 Mi-nuten des Films von 1967/68 „Karl Richter und seinMünchener Bach-Chor“ indie Produktion eingearbei-tet werden. Zudem enthältder Film wiederum zahlreicheAusschnitte aus Live-Konzerten. Die Schwerpunkte der ersten beidenKapitel sind: Der Bach-Chor, Eintritt in den Chor,Chorklang, Probenarbeit und Einsatzbereitschaft.Das dritte Kapitel widmet sich dem Bach-Orchester,seinen Solisten und den Generalproben. Das vierteund letzte Kapitel schließlich bringt Erinnerungenan einige der zahlreichen Konzertreisen.Film-Trilogie, Teil 3 • Euro 22,80Faszination und InterpretationISBN 978-3-00-020726-6Der dritte Teil (1 DVD; Laufzeit: 92 Minuten; zwei-sprachig d/e) würdigt Karl Richters Faszination undInterpretationskunst.Auch diese DVD enthältwiederum Ausschnitte ausden Interviews mit Zeitzeu-gen der Ära Karl Richters,mit ehemaligen Mitglie-dern des Münchener Bach-Chores und Bach-Orche-sters sowie mit verschiede-nen Gesangssolisten, undlässt ein äußerst lebendigesBild von Karl Richters au-ßergewöhnlichen Interpretationen und der sich aufdie Zuhörer übertragenen Faszination seines Musi-zierens entstehen. Zudem dokumentieren zahlreicheMusikbeispiele und Interpretationsvergleiche dieAussagen der Zeitzeugen. Beeindruckend ist vor al-lem, wie jeder der befragten Künstler das Besonde-re an Karl Richter betont, wobei doch wieder jederauch etwas anderes gesehen oder gespürt hat: Aus-strahlung, Suggestivkraft, Aura und geistige Ener-gie, die unmittelbar das Herz berühren und dadurchetwas Bewegendes entstehen lassen.DVD-Trilogie Set • Euro 69,90
  17. 17. Die Interviews der ZeitzeugenIn der täglichen Besucherstatistik des Karl Richter-Weblogs fällt auf, dass viele unserer Besucher spezi-ell nach den Namen von Zeitzeugen und deren Aus-sagen zu Karl Richter suchen. Immer wieder werdenauch die kurzen Filmausschnitte auf YouTube.comangeklickt, und so manche Anfragen haben uns er-reicht, ob man die kompletten Interviews als Zeit-dokumente für Liebhaber, Connaisseurs und die mu-sikwissenschaftliche Forschung erhalten könnte. Des-halb haben wir die kompletten Interviews von 26 Vo-kal- und Instrumentalsolisten überarbeitet, mit Un-tertiteln versehen und auf 10 DVDs von jeweils einerguten Stunde Spieldauer zusammengestellt.Kieth Engen † 48,0 minErnst Haefliger † 17,0 minDVD 1 Gesamt: 65 MinutenUrsula Buckel † 24,0 minHorst Laubenthal 14,0 minKarl-Christian Kohn † 20,0 minDVD 2 Gesamt: 58 MinutenAurèle Nicolet 26,0 minKurt Hausmann 21,0 minPeter-Lukas Graf 16,0 minDVD 3 Gesamt: 63 MinutenJulia Hamari 46,0 minAnna Reynolds 22,5 minDVD 4 Gesamt: 68,5 MinutenClaes H. Ahnsjö 26,5 minEdda Moser 33,5 minDVD 5 Gesamt: 60,0 MinutenSiegmund Nimsgern 22,5 minKurt-Christian Stier 15,0 minHermann Baumann 26,5 minDVD 6 Gesamt: 64,0 MinutenHertha Töpper 46,0 minLotte Schädle 15,0 minAntonia Fahberg 22,0 minDVD 7 Gesamt: 62,0 MinutenJohannes Fink 29,0 minKarl Heckel † 37,0 minDVD 8 Gesamt: 68,0 MinutenPaul Meisen 47,0 minElmar Schloter † 17,0 minDVD 9 Gesamt: 64,0 MinutenGabi Weinfurter 13.0 minChristian Kabitz 11,5 minFriedemann Winklhofer 24,0 minFranz Kelch 14,0 minDVD 10 Gesamt: 62,5 MinutenEinzel-DVD • Euro 15,00Alle 10 DVDs • Euro 120,00Conventus MusicusPostfach 68, D-97335 DettelbachTel. 09321-9243986www.conventus-musicus.dehttp://karlrichtermunich.blogspot.com/cm@conventus-musicus.dehttps://www.facebook.com/Karl.Richter.Munichhttp://twitter.com/karlrichtermue

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