Vitamin de 2010_sonderbeilage

1.410 Aufrufe

Veröffentlicht am

Изучение немецкого языка

Veröffentlicht in: Bildung
0 Kommentare
2 Gefällt mir
Statistik
Notizen
  • Als Erste(r) kommentieren

Keine Downloads
Aufrufe
Aufrufe insgesamt
1.410
Auf SlideShare
0
Aus Einbettungen
0
Anzahl an Einbettungen
1
Aktionen
Geteilt
0
Downloads
8
Kommentare
0
Gefällt mir
2
Einbettungen 0
Keine Einbettungen

Keine Notizen für die Folie

Vitamin de 2010_sonderbeilage

  1. 1. vitamin de SPRACHLERNZEITSCHRIFT FÜR JUNGE DEUTSCHLERNER SONDERAUSGABE 2010
  2. 2. DEUTSCHLAND Inhalt: HEUTE › Landeskunde kompakt Die Idee zu dieser Sonderausgabe geht auf Anregungen und Wünsche von Deutschlehrern weltweit zurück, die vitamin de gerne im Unterricht einsetzen. Gefragt sind aktuelle Materialien zur Landeskunde, die das Thema Deutschland einführend und übersichtlich behandeln und für junge Deutschlerner interessant sind. vitamin de wurde bei der redaktionellen Umsetzung dieser Sonderausgabe vom Goethe-Institut und der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen fachlich beraten. Deutschland ist das Land der Dichter und Denker – diese Redensart geht auf eine Aussage des Schriſt stellers Wolfgang Menzel (1798-1873) zurück. Er stellte 1836 fest, dass das Lesen und Schreiben den Deutschen das Liebste sei. Das deutsche Verlagswesen war im 19. Jahrhundert das höchstentwickelte in Europa. Nirgendwo sonst wurden so viele Bücher verkauſt und für die Aneignung von Wissen genutzt wie in Deutschland. Bis heute führen die Deutschen ihr nationales Selbstverständnis auf einen hohen Bildungs- und Kulturanspruch zurück. Neben Literaten und anderen Schöngeistern waren es Ingenieure, Unternehmer und Wissenschaſtler, die das Bild von der deutschen Wissensgemeinschaſt prägten. Erfolgreiche Erfindungen und Produkte haben Deutschland als Wirtschaſt smacht stark und weltweit bekannt gemacht. Heute ist die deutsche Volkswirtschaſt nach den USA, China und Japan die viertgrößte in der Welt. Ziel dieser Sonderausgabe ist es, jungen Deutschlernern in der ganzen Welt eine kompakte Orientierung über die Vielfalt in Deutschland zu geben. Junge Deutsche erzählen, warum sie gerne in ihrem Land leben: Der eine mag das unkomplizierte Leben, die andere die Qualität der Lebensmittel und eine weitere mag Deutschland, weil es dort tolerant und sicher ist. In der Mitte der Sonderausgabe befindet sich eine Deutschlandkarte mit einer Auswahl bedeutender Sehenswürdigkeiten und Kulturdenkmäler. Das Redaktionsteam hoff t, mit dieser Sonderausgabe ein interessantes und lehrreiches Angebot für den Landeskunde-Unterricht vorgelegt zu haben. Die Redaktion vitamin de für den Deutschunterricht Alle Texte sind nach den Niveaustufen des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen gekennzeichnet: 4 MEIN DEUTSCHLAND ▶ Junge Leute berichten 6 DAS LAND DER DEUTSCHEN ▶ Landeskunde kompakt 7 DAS PARLAMENT ▶ Zentrum der politischen Macht 8 SOZIALE GERECHTIGKEIT ▶ Sozialstaat Deutschland 9 DEUTSCHLAND KOMPAKT ▶ Bevölkerung, Bundesländer 10 DEUTSCHLANDKARTE ▶ Alles auf einen Blick 12 DEUTSCHLAND KOMPAKT ▶ Sprache, Religion, Staatssymbole 13 REICH UND LEBENDIG ▶ Kulturland Deutschland 14 VIEL ZU LERNEN ▶ Das deutsche Bildungssystem 15 JUGEND 2010 ▶ Was deutsche Jugendliche bewegt 16 ERFOLGREICH ▶ Das Geheimnis der deutschen Wirtschaſt 17 GRÜNES DEUTSCHLAND ▶ Ökologie und Umweltschutz 18 FOTOQUIZ ▶ Dein Wissen über Deutschland S. 9 und 12 Deutschland kompakt S. 17 Ökologie und Umweltschutz mweltschutz S. 14 Das deutsche Bildungssystem Impressum Herausgeber: NKP „PRESS.DE“ in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Russland und dem Verein „vitamin de e. V.“ Gegründet von Tillmann Heß und Robert Teschner. ISSN: 1818-877X; Reg.: 7716621 Redaktionssitz: Uliza Puschkina 67, 644010 Omsk, Russland Tel./Fax: 007/3812/390951 E-Mail: info@vitaminde.de www.vitaminde.de Chefredaktion: Robert Teschner Redaktion dieser Ausgabe: Wilhelm Siemers Irina Hahn (ifa) Grafi k & Bildredaktion: Elena Kondratowa Autoren: Dagmar Glück, Benjamin Haerdle, Christina Kufer, Stefanie Mnich, Erik Riemenschneider, Wolfram von Scheliha , Barbara Wittmann Fachberatung durch: GoetheInstitut Russland, Zentralstelle für das Auslandsschulwesen Korrektur: Clemens Tragelehn Druck: OmskBlankIsdat Titelseite: Abbildungen in der Reihenfolge: Barockschloss Sanssouci in Potsdam, Medienhafen in Düsseldorf, Seebrücke Sellin auf der Insel Rügen, Volkswagen Käfer, Skyline von Leipzig (Fotoquelle: www.quarknet.de, www. duesseldorf.de, Jmaginarius/ www.istockphoto.de, www.lifepr. de, LTM-Michael Bader) Anzeigen: Robert Teschner (reklama@vitaminde.de) Tel./Fax: 007/3812/390951 Vertrieb: Zeitschriſtenverkauf im Abonnement. vitamin de erscheint vier Mal im Jahr (März, Mai, September, November). Jahresabonnement mit 4 Ausgaben: 10,00 Euro, (Russland 7,60 Euro). vitamin de wird in alle Länder mit der Post geliefert. Abonnement in Deutschland: Verein „vitamin de e.V.“ Wilhelm Siemers Fraunhoferstr. 15 10587 Berlin abo-welt@vitaminde.de Tel.: +49/30/52135798 Abonnement in Russland/GUS: Marina Lopatina, Anton Shigalow (siehe Adresse Redaktion) abo@vitaminde.de Tel./Fax: 007/3812/390951 Mehr Informationen unter: www.vitaminde.de/abo Leichte Texte (A2) Mittelschwere Texte (B1) Die Sonderausgabe LANDESKUNDE der Sprachlernzeitschriſt vitamin de wurde gefördert durch Schwere Texte (B2 - C1) für Technische Zusammenarbeit GmbH. das Goethe-Institut Russland, die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen und die Deutsche Gesellschaſt vitamin de EXTRA 2010 3
  3. 3. DEUTSCHLAND KOMPAKT › BEVÖLKERUNG, BUNDESLÄNDER , NATIONALFEIERTAG DIE BUNDESREPUBLIK ▶ EIN STAAT AUS 16 LÄNDERN Deutschland ist eine Bundesrepublik. Das bedeutet, dass sich mehrere Länder zu einem Staat zusammengeschlossen haben. In Deutschland gibt es 16 Bundesländer. Sie haben jeweils eine eigene Verfassung, ein eigenes Parlament (Landtag), eine eigene Regierung und eine eigene Landeshauptstadt. In den drei Stadtstaaten heißt das Parlament Abgeordnetenhaus (Berlin) oder Bürgerschaſt (Hamburg, Bremen). Die Hauptstadt von ganz Deutschland ist Berlin. Die Wappen der deutschen Bundesländer, von links nach rechts: Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Niedersachsen, Bremen, Brandenburg, Berlin, Nordrhein-Westfalen, SachsenAnhalt, Sachsen, Thüringen, Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland, BadenWürttemberg, Bayern NATIONALFEIERTAG ▶ TAG DER DEUTSCHEN EINHEIT Seit 1990 feiert Deutschland jedes Jahr am 3. Oktober seinen Nationalfeiertag. An diesem Datum trat die Wiedervereinigung Deutschlands offiziell in Kraſt . Die Teilung Deutschlands seit dem Zweiten Weltkrieg und die Existenz der DDR endeten. Deshalb wird der 3. Oktober auch „Tag der Deutschen Einheit“ genannt. Er ist ein gesetzlicher Feiertag. Denkmal der Deutschen Wiedervereinigung bei Helmstedt, am ehemaligen Grenzübergang Helmstedt-Marienborn DIE BUNDESLÄNDER – SCHON EINE LANGE TRADITION Die Bundesländer existieren in ihrer heutigen Form erst seit Ende des Zweiten Weltkriegs beziehungsweise seit der Wiedervereinigung Deutschlands 1990. Einige haben schon eine lange Geschichte. Das Land Württemberg zum Beispiel war ab dem 11. Jahrhundert das Territorium des Württemberger Adels. Auch Schleswig, Sachsen, die Pfalz, Thüringen, Hessen oder Bayern gab es bereits im Mittelalter. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Deutschland neu geordnet. Der einst größte und mächtigste deutsche Einzelstaat Preußen verschwand für immer. Im Westen entstanden 1949 die Länder der Bundesrepublik: Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Das Saarland gehörte nach 1945 zunächst zu Frankreich. Erst 1957 wurde das Saarland nach einer Volksabstimmung ein Bundesland der Bundesrepublik. Im Osten wurde 1949 die Deutsche Demokratische Republik (DDR) gegründet. Mit der Wiedervereinigung Deutschlands entstanden 1990 die fünf neuen Länder Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und der Stadtstaat Berlin. BEVÖLKERUNG ▶ WO DIE DEUTSCHEN LEBEN Deutschland ist das bevölkerungsreichste Land in der Europäischen Union (EU). Aber nicht überall in Deutschland leben gleich viele Menschen. Etwa die Hälſte der rund 82 Millionen Deutschen wohnt in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg. In den ostdeutschen Bundesländern und Norddeutschland leben weniger Menschen pro Quadratkilometer. Außerdem ziehen immer mehr Menschen von den Dörfern in die Städte, weil es dort mehr Arbeitsplätze gibt. * * Deutschland zur Zeit der Reformation, um 1547; das Land bestand aus unzähligen Einzelstaaten Abgeordnete, -n, der/die Parlamentarier, Deputierter, Politiker Adel, der Aristokratie, privilegierte soziale Gruppe im Feudalismus beziehungsweise besser gesagt, das heißt, genauer gesagt entstehen sich herausbilden, sich formen, sich entwickeln in Kraſt treten wirksam/gültig sein; gelten Mittelalter, das Epoche zwischen Antike und Neuzeit (6. bis 15. Jahrhundert) Regierung, -en, die Gesamtheit der Personen, ein Land regieren Verfassung, -en, die Konstitution, Grundgesetz, Regeln Volksabstimmung, -en, die Referendum, Volksbefragung, Plebiszit Wiedervereinigung, die hier: wieder zusammenkommen; das wieder Einswerden von Deutschland Wappen, -, das ein Zeichen, das symbolisch für eine Person, eine Familie oder Dynastie steht Zusammengestellt von Irina Hahn vitamin de EXTRA 2010 9
  4. 4. DÄNEMARK DEUTSCHLAND ht turm ersand - Leuc 1 Westerhev entor olst 2 Lübeck - H s Altes Rathau 3 Stralsund Sellin ebrücke von - Se 4 Insel Rügen Chilehaus al 5 Hamburg - Naturdenkm acker Eichen 6 Iven chen Europas) älteste Ei r) (höchste und anten (Skulptu er Stadtmusik 7 Brem des LandSchloss (Sitz n) 8 Schweriner rg-Vorpommer von Mecklenbu rs tags Autoherstelle - Wer k des 9 Wolfsburg Volk swagen nssouci ss und Park Sa Potsdam - Schlo htur m 10 thaus, Fernse tes Ra 11 Berlin - Ro igspalast iserpfalz (Kön 12 Goslar - Ka alter) m Frühmittel aus de iſt skirche - Burg und St rg le 13 Quedlinbu er ühmte Schu Dessau (b 14 Bauhaus d Design) ur, Kunst un für Architekt ein, Industrie- Zeche Zollver 15 Essen ergwerk) maliges Kohleb denkmal (ehe m 16 Kölner Do naltheater, ut sches Natio Weimar - De 17 r- Denk mal Schille Goethe - und inger ck schloss Zw esden - Baro 18 Dr achtdenk mal Völkerschl 19 Leipzig yline r) ankfur ter Sk 20 Fr isches Stadtto rta Nigra (röm 21 Trier - Po m 22 Mainzer Do sche Torhalle rsch - Karolingi 23 Kloster Lo Altstadt 24 Nürnberger striedenk mal r Hüt te - Indu 25 Völklinge senwerk) (ehemaliges Ei aulbronn 26 Kloster M dem ster (Dom mit 27 Ulmer Mün r Welt) htur m de höchsten Kirc s burger Rathau 28 Augs - Frauenkirche 29 München n euschwanstei 30 Schloss N › AUF EINEN BLICK 1 4 2 Kiel Nordsee SC HL E S WIG-HOL ST E 2,8 Mio. Einwohner 5 3 IN H A M B U RG Stralsund Rostock Lübeck EC Schweriner See M Schwerin 1,7 Mio. Einwohner Hamburg KLE NBURG-VOR POMM 1,7 Mio. Einwohner N Müritz 7 BR E M E N 700 000 Einwohner B R A N D E N B U RG Bremen 2,5 Mio. Einwohner 11 Weser Od N I E D E R S AC H S E N Wolfsburg 10 Hannover 12 Berlin B E R L IN Potsdam 3,4 Mio. Einwohner 13 14 Goslar N O R D R H E I NW E ST FA L EN LA er 9 7,9 Mio. Einwohner Magdeburg ND E ER 6 8 15 NI ED ER Ostsee POLEN RDIGKEITEN SEHENSWÜRDENKMÄLER UND KULTU hl) (eine Auswa Quedlinburg 17,9 Mio. Einwohner Dessau-Roßlau SACHSEN-A NHA LT 2,4 Mio. Einwohner Essen El 17 16 W Düsseldorf ld Fu Leipzig ra 19 Weimar a HE SSEN Köln er 18 be Dresden R he Erfurt 6,1 Mio. Einwohner in T H Ü R I NG E N S AC H S E N 2,3 Mio. Einwohner GIE N 4,2 Mio. Einwohner 4,0 Mio. Einwohner Z Frankfurt Wiesbaden Mainz 21 M XE RG LU BU 22 Trier M ain 23 TS BE L R HEINL A ND -PFAL C R E HE PU CH BL ISC IK HE 20 24 Würzburg Nürnberg S A A R L A ND Heidelberg 1 Mio. Einwohner BAY ER N Saarbrücken N SSTE N GRÖ CHLANDS EH DIE Z TE DEUTS rn) D STÄ Einwohne (nach 675 : 3 431 Berlin g: 1 772 10 0 ur Hamb n: 1 326 8 07 nche Mü 0 83 8 9 9 5 42 M ai n : 6 6 4 Köln: r t am fu 8 Frank 0 0 06 ar t : 6 Stuttg d: 58 4 412 un 7 Dor tm or f: 58 4 21 eld 9 D ü ss 5 : 579 7 Essen : 547 36 0 en Bre m EIC H Donau Karlsruhe 28 Stuttgart 29 BA W Ü R T T E M BE D E NRG Ulm 10,7 Mio. Einwohner EI CH NK R 27 26 Augsburg München RR FR A 12,5 Mio. Einwohner 570 0 Ei n w 0 km 2 oh H au p n e r : 82 M t s t ad illione t: n R e gi e r ung Berlin s fo r m N ac h ba :D Niede rstaaten emokratie : rland e, Belg Dänemar Frank k, ie re Tsche ich , Schwe n , L u xemb u chisc iz , Ös he terreic rg, H öc h ster B Republik , h, Po e r g: Z L äng st ugspit len z Elbe ( e Flüsse: 727 k Rhein e (2962 m ) m) , D (8 6 5 G röß o na km te Größ r See: Bo u (6 47 k m ), de te I n s ) el: Rü nsee (536 gen (9 k m 2) 30 k m 2 ) 30 Bo ÖS TE 25 ZAHL EN U ND F AKTE F läc h e: 3 N Chiemsee de SC H W E IZ ns ee Füssen
  5. 5. DEUTSCHLAND KOMPAKT › DEUTSCHE SPR ACHE, RELIGIO N, STA ATSSYMBOLE Wittenberg (Sachsen-Anhalt), Marktplatz mit der Stadt- und Pfarrkirche St. Marien, der Mutterkirche der Reformation * * RELIGION – VOM CHRISTENTUM GEPRÄGT In Deutschland gibt es eine Trennung von Staat und Kirche. Doch die deutsche Geschichte und Kultur sind stark vom Christentum geprägt. Die Bedeutung der Religion zeigt sich in vielen Städten und Dörfern, in denen die Kirchen das Zentrum bilden. Außerdem haben viele deutsche Feiertage und Bräuche ihren Ursprung im christlichen Glauben, zum Beispiel Karneval, Ostern, Nikolaus oder Weihnachten. Heute sind etwa zwei von drei Deutschen Mitglied der katholischen oder evangelischen Kirche. Auch den islamischen Glauben gibt es in Deutschland. So bekennen sich zum Beispiel die meisten der in Deutschland lebenden Türken zum Islam. TEXT DER DEUTSCHEN NATIONALHYMNE Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Vaterland! Danach lasst uns alle streben, brüderlich mit Herz und Hand! Einigkeit und Recht und Freiheit sind des Glückes Unterpfand. Blüh im Glanze dieses Glückes, blühe, deutsches Vaterland! DIE DEUTSCHE SPRACHE – HOCHDEUTSCH UND DIALEKTE Die deutsche Sprache gehört zu den germanischen Sprachen. Das Wort für „deutsch“ in anderen Sprachen erinnert noch heute an die germanischen Stämme: das englische „german“ an die Germanen, das französische „allemand“ an die Alemannen und das italienische „tedesco“ an die Teutonen. Eine einheitliche deutsche Sprache entstand erst am Ende des Mittelalters mit der Reformation. In den vielen Regionen wurden weiterhin verschiedene Dialekte gesprochen. Diese Unterschiede kann man noch heute hören. Sogar manche deutsche Muttersprachler haben Probleme, „Sächsisch“, „Schwäbisch“ oder „Bayerisch“ zu verstehen. Die offizielle Standardsprache in Deutschland ist Hochdeutsch. Das Deutsche ist die meistgesprochene Muttersprache in der Europäischen Union (EU). Sie gehört zu den zehn wichtigsten Sprachen der Welt. bekennen, sich, zu etw. (Dat.) Ja sagen zu etw.; sich offenbaren, gestehen Brauch, -“-e, der Ritual, besondere Sitte Mittelalter, das Epoche zwischen Antike und Neuzeit (6. bis 15. Jahrhundert) prägen, jmdn./etw. (Akk.) beeinflussen, wirken, formen Stamm, -“-e, der hier: Volksgruppe, Familie, Geschlecht stammen, aus etw. (Dat.) herkommen, hervorgehen, seinen Ursprung haben Trennung, -en, die hier: Teilung, Unterscheidung, Abgrenzung Unterpfand, das Beweis/Zeichen für etw., Garantie Ursprung, -“-e, der Anfang, Beginn, Wurzel Wappen, -, das ein Zeichen, das symbolisch für eine Person, eine Familie oder Dynastie steht Zusammengestellt von Irina Hahn 12 vitamin de EXTRA 2010 SYMBOLE ▶ NATIONALFLAGGE, NATIONALHYMNE UND WAPPEN Lange Zeit gab es auf dem Territorium des heutigen Deutschlands viele kleine Staaten. Erst 1871 wurde der erste deutsche Nationalstaat gegründet. Aus dieser Zeit stammen die Nationalfarben Schwarz, Rot, Gold und die Nationalhymne. Die deutsche Flagge hat die Farben Schwarz, Rot und Gold. Im 19. Jahrhundert trugen Studenten in den Befreiungskriegen gegen Napoleon Uniformen in diesen Farben: schwarze Mäntel mit goldenen Knöpfen und roten Ärmeln. Auch die deutsche Nationalhymne hat ihren Ursprung im 19. Jahrhundert. Seit 1952 wird die 3. Strophe des Gedichts „Das Lied der Deutschen“ von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (17981874) gesungen. Die Melodie stammt von der „Kaiserhymne“ von Joseph Haydn (17321809). Seit 1950 ist der Bundesadler auf dem deutschen Wappen zu sehen. Das Bild des Adlers war schon im Mittelalter ein deutsches Staatssymbol. Das Lützowsche Freikorps, 1813-15, in den schwarz-rotgoldenen Uniformen

×