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  1. 1. Kurzreferat für das Fachforum Jugendmedienschutz | 07.03.2013 in Bernvon Anke Moors, a:primoVerein a:primo.Der Verein a:primo wurde 2006 gegründet. Das Hauptziel von a:primo liegt in derUnterstützung von Initiativen zur frühen Förderung sozial benachteiligter Kinder. DiesesZiel wird insbesondere durch die Herausgabe und Weiterentwicklung vonFörderprogrammen wie schritt:weise erreicht. Dieses Hausbesuchsprogramm bieteta:primo Trägerschaften in Städten und Gemeinden zur Umsetzung an.Hausbesuchsprogramm schritt:weise.schritt:weise ist ein sekundärpräventives Spiel-und Lernprogramm zur frühen Förderungvon Kindern in sozial benachteiligten, insbesondere bildungsfernen Familien.schritt:weise ist primär auf die Elternbildung durch Modelllernen ausgerichtet. EinProgrammdurchlauf erstreckt sich über zwei Programmstufen und dauert 18 Monate.schritt:weise findet auf der einen Seite bei den Familien zu Hause statt. Mit dieserniederschwelligen Geh-Struktur werden Familien erreicht, die andere Angebote derFamilienbildung und Erziehungshilfe nicht in Anspruch nehmen. Auf der anderen Seitefinden nach einer gewissen Eingewöhnungszeit regelmässige Gruppentreffen statt.ZielgruppeDas Programm schritt:weise richtet sich an sozial benachteiligte, insbesonderebildungsferne Eltern und deren 0 bis 5-jährige Kinder. Es sollen sowohleinheimische als auch Migrantenfamilien angesprochen werden. Diesen Familienbereitet die angemessene Förderung der Kinder aufgrund der aktuellen Lebenssituationoft Schwierigkeiten. Ihnen fehlen häufig die Ressourcen für die aktive Suche nachInformationen und für die Nutzung von unterstützenden Angeboten. Dadurch haben dieKinder bereits in frühen Lebensjahren ein erhebliches Risiko für einenEntwicklungsrückstand. Es besteht daher ein grosser Bedarf anzielgruppenspezifischen und besonders niederschwelligen Angebotsformen, um schwererreichbare Familien gezielt anzusprechen.Ziele von schritt:weiseDie zentralen Ziele des Programms sind auf der Ebene des Kindes die Unterstützungund Förderung seiner Entwicklung. Auf Ebene der Eltern ist es das Ziel, sie in ihrenErziehungskompetenzen zu stärken und ihnen Wissen über Erziehung und die kindlicheEntwicklung zu vermitteln.MitarbeiterinnenDie wichtigsten Personen im Programm schritt:weise sind die Koordinatorin und die
  2. 2. Hausbesucherin. Ihr Einsatz und ihre Qualifikation sind entscheidende Faktoren für dieerfolgreiche Umsetzung des Programms. Der Hausbesucherin kommt aufgrund ihrerNähe zur Zielgruppe und ihrem Laienstatus eine besondere Rolle zu. Sie ist dasBindeglied zwischen Familie und Koordinatorin und zentral für die Vermittlung derProgramminhalte während der Hausbesuche.KoordinatorinDie Koordinatorin des Standorts übernimmt die fachliche Schulung und Anleitung sowiedie personelle Führung der Hausbesucherinnen. Die Koordinatorin ist eine Fachkraftaus dem Bereich der sozialen Arbeit oder der Pädagogik. Eine ihrer Aufgaben ist dieOrganisation und Durchführung der Gruppentreffen.HausbesucherinDie Hausbesucherin ist eine geschulte Laiin, die möglichst aus einem ähnlichenkulturellen und sprachlichen Hintergrund wie die Programmfamilien stammt. Nebenguten Deutschkenntnissen besitzt sie ausgeprägte Sozialkompetenzen und eigeneerzieherische Erfahrung. Ihre Hauptaufgabe ist die Organisation und die Durchführungder Hausbesuche. Sie trägt die ressourcenorientierte Grundhaltung von schritt:weise indie Familien.Umgang mit digitalen Medien bei schritt:weiseIm Programm wird die Haltung vertreten, dass Medien wie Fernsehen und Computer,Handys, Smartphones usw. zum Alltag der Familien und der Kinder gehören. Sehrjunge Kinder vom Medienkonsum fernzuhalten, ist bei den Programmfamilien in derRegel unrealistisch. Daher zielt schritt:weise auf einen bewussten, altersgemässenUmgang mit Fernsehen und Computer.Thema Fernsehen bei den HausbesuchenFernsehen ist bei den Hausbesuchen im Verlauf der 18 Monate des Programmsregelmässig Thema. Zu Beginn des Programms geht es darum, einen förderlichenRahmen für die Hausbesuche zu schaffen. Dazu gehört vielfach das Abstellen desFernsehers oder das Ausschalten des Handys, damit in der halben Stunde dieAufmerksamkeit des Kindes und der Mutter auf den gemeinsamen Aktivitäten liegenkann. Diese Aktivitäten bestehen zum Beispiel aus dem gemeinsamen Anschaueneines Bilderbuches aus der schritt:weise Spielkiste, oder das Kind malt mitWasserfarben. Die Aktivitäten sind auf das Alter und den Entwicklungsstand des Kindesangepasst. Sie werden von der Hausbesucherin mit dem Kind gemacht. Die Muttererhält ein Werkblatt mit Informationen dazu. Zunächst hat sie die Möglichkeit dieHausbesucherin mit dem Kind zu beobachten, dann wird sie in die Aktivität miteinbezogen. Mit Dauer des Programms erklärt die Hausbesucherin der Mutter dieAktivität und die Mutter führt sie anschliessend mit dem Kind durch. Die Hausbesucheermöglichen auf die individuellen Bedürfnisse des Kindes und der Familie einzugehen.Mit zunehmendem Alter des Kindes verändert sich das Thema Fernsehen. Zunächsthat der laufende Fernseher das Interesse des Kindes nicht geweckt, ein halbes Jahrspäter schaut es möglicherweise regelmässig. Die geänderte Situation wird mit denEltern besprochen. Auch der Fernsehkonsum der Eltern ist dabei Thema.Die lange Dauer des Programms von 18 Monaten erlaubt, ein Thema immer wiederaufzugreifen und Lösungen zu erarbeiten, die den wandelnden Umständen beim Kindund in der Familie Rechnung tragen. Die Eltern werden von der Hausbesucherin indiesem Prozess begleitet. Werden die Eltern beim Thema Fernsehen für dieBedürfnisse ihres Kindes und den eigenen Umgang mit dem Medium sensibilisiert, sindsie vielleicht beim Thema Computer bereits aufmerksamer.
  3. 3. Thema Fernsehen und Computerspielen in den GruppentreffenIn den überarbeiteten Programmunterlagen von schritt:weise ist in schritt:weise 3, d.h.die Kinder sind bei Programmbeginn drei Jahre alt, die Themen Fernsehen undComputerspielen im Rahmen von Gruppentreffen vorgesehen. Es gibt Werkblätter fürdie Familien zu den Themen und Instruktionsblätter für die Hausbesucherin, auf denenmehr Hintergrundinformationen stehen.Die Werkblätter erhalten die Eltern während des Gruppentreffens. Sie sind analog zuden Blättern aufgebaut, die sie jede Woche von der Hausbesucherin zu den Aktivitätenbekommen. So ist den Eltern der Aufbau bekannt und sie wissen, wie sie mit denUnterlagen und den Informationen umgehen können. Die Themen auf Werkblätternfestzuhalten, verweist auf eine höhere Verbindlichkeit und dient in den Familien alsGrundlage für eine Diskussion über die Themen unabhängig vom Hausbesuch oderGruppentreffen. Die Eltern können immer wieder darauf zurückgreifen.Kontakt:Geschäftsstelle WinterthurVerein a:primoTechnoparkstrasse 28406 WinterthurTel. +41 52 511 39 40Contact Suisse romande / Contatto Svizzera italianaa:primoAvenue de Rumine 21005 LausanneTel: +41 21 341 90 73www.aprimo.ch

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