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Jugendmedienschutz im Internet
Selbstregulierung durch
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IPMZ – Institut für Publizistikwissenschaft und Medienforschung
Inhalt
Umsetzung der Branchenselbstregulierung in der Schw...
IPMZ – Institut für Publizistikwissenschaft und Medienforschung
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Ermöglichende Kontextfaktoren (Auswahl)
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Institutionelle Erfolgsfaktoren
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Schlussfolgerungen & Empfehlungen
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Danke für die Aufmerksamkeit !
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  • Ausgangsüberlegung:
    Leistung Performance abhängig von a) Kontextfaktoren und b) organisatorischen Faktoren

    Performance Indikatoren: Adoption, Awarenss, Attitude, Action … werden beeinflusst durch

    Erfolgsfaktoren sind auf Ebene der Initiative verortet (z.B. Ressourcen, Kontrolle, Stakeholder Involvierung)

    Kontextfaktoren betreffen Markt und Regulierungsumfeld (z.B. Markfragmentierung);
    mitverantwortlich dafür ob Selbstregulierung entstehen, sich nachhaltig etablieren und adäquat funktionieren kann.
  • Implementierung: insgesamt gemischtes Bild
    NTD-Implementierung unklar (freiwillig)
    Kobik-Liste durchgehend implementiert
    Chatroom-Kontrolle, Hosting Kontrolle nur tw. implementierbar (nur Swisscom bietet Hosting an)
    Filterangebote implementiert (tw. download; tw. Verlinkung), aber wenig genutzt
    JMS-Beauftragte: eingesetzt, tw. geringe Sichtbarkeit
    Informationsmaterial: Online vorhanden; offline/hard-copy nur tw.
    Beratung: 71% wurden beim Kauf von mTel nicht über JMS informiert
  • Ws 6 ppt_saurwein_d

    1. 1. IPMZ – Institut für Publizistikwissenschaft und Medienforschung Jugendmedienschutz im Internet Selbstregulierung durch Branchenverbände in der Schweiz Nationales Fachforum Jugendmedienschutz, Bern 7. September 2015 Workshop 6: Sicheres Internet – aber wie? Möglichkeiten und Grenzen der Regulierung Florian Saurwein
    2. 2. IPMZ – Institut für Publizistikwissenschaft und Medienforschung Inhalt Umsetzung der Branchenselbstregulierung in der Schweiz Ausgewählte Ergebnisse einer Evaluierung der Brancheninitiativen im Auftrag des Bundesamtes für Sozialversicherungen (BSV): Latzer et al. 2015  Überblick zu Schweizer Selbstregulierungsinitiativen im Internet  Evaluierungsansatz: Erfolgsbeurteilung und Erfolgsbedingungen für Selbstregulierung  Beurteilung ausgewählter Kontextbedingungen für Selbstregulierung im Jugendmedienschutz  Organisatorische Erfolgsfaktoren für Selbstregulierung und Umsetzung im Rahmen der Brancheninitiativen  Schlussfolgerungen und Empfehlungen
    3. 3. IPMZ – Institut für Publizistikwissenschaft und Medienforschung CH-Selbstregulierung im Internet ASUT: „Brancheninitiative für verbesserten Jugendmedienschutz in den Neuen Medien und zur Förderung der Medienkompetenz in der Gesellschaft“ (asut) • Beteiligte: FDAs in ihrer Rolle als Internet Access/Service-Provider (IAPs/ISPs) • Adressierte Problembereiche/Massnahmen: illegale Inhalte (Kobik-Liste, Hosting); gefährliche Kontakte (Chatroom-Kontrolle); ungeeignete Inhalte (Angebot von Jugendschutzsoftware, Hosting); Kundeninformation (JMS-Beauftragte, Info- Material, Verkaufsberatung) SIMSA: „Code of Conduct Hosting“ (CCH) • Beteiligte: Internet-Hosting-Provider (IHPs) • Adressierte Problembereiche: unzulässige Inhalte • Massnahmen: Notice-and-Take-Down (NTD)
    4. 4. IPMZ – Institut für Publizistikwissenschaft und Medienforschung Ermöglichende Kontextfaktoren Institutionelle/ organisatorische Erfolgsfaktoren Leistung/ Performance Selbstregulierungsinitiativen: Erfolgsbeurteilung & Erfolgsbedingungen Performance-Evaluierung (4A-Ansatz) - Adoption - Awareness - Attitude - Action Latzer et al. 2007
    5. 5. IPMZ – Institut für Publizistikwissenschaft und Medienforschung Ermöglichende Kontextfaktoren (Auswahl) Anreize: Nutzen von Jugendschutz-Selbstregulierung für die Industrie  Kaum direkter/monetärer Nutzen für Unternehmen  Z.T. indirekter Nutzen (Reputation, Verzicht auf staatliche Regelung) Interventionskapazität des Staates  Niedrige Interventionskapazität (internationale Verbreitung, fehlende Regelungskompetenz für JMS auf nationaler Ebene)  Grenzen staatlicher Eingriffe eröffnen Potenzial für Selbstregulierung Anzahl der Marktteilnehmer & Grad der Marktfragmentierung  Unüberschaubar hohe Anzahl an Inhaltsanbietern  Überschaubare Anzahl an Carrieren (Telcos, ISPAs) Verfügbarkeit von Branchenorganisationen => Branchenverbände vorhanden (asut, simsa), die Selbstregulierung umsetzen können
    6. 6. IPMZ – Institut für Publizistikwissenschaft und Medienforschung Institutionelle Erfolgsfaktoren Stellenwert des Jugendschutzes in Trägerorganisationen (asut, simsa)  Initiierung der Brancheninitiativen positiv,  aber institutionelle Verankerung verbesserbar Reichweite der Selbstregulierungsinitiative (Beteiligung)  Hohe Beteiligung auf Carrier-Ebene,  aber Gefahr der Schwächung durch Austritte aus der asut Stakeholder-Involvierung (Eltern-, Konsumentenvertreter, Experten, staatliche Akteure) Wichtig für Problemwahrnehmung, Interessenausgleich und Legitimation  Bei Initiierung und Umsetzung der Initiativen: keine relevante Stakeholder-Einbindung
    7. 7. IPMZ – Institut für Publizistikwissenschaft und Medienforschung Internet Regulatorischer Mehrwert der Selbstregulierungsinitiativen Zielführung Adressierung von Problemlagen mit hoher Relevanz (v.a. ungeeignete Inhalte; gefährliche Kontakte, Medienkompetenz) + Normsetzung/ Standards Standards ausgewählter Massnahmen gehen tw. über gesetzliche Mindestanforderungen hinaus + Normdurchsetzung/ Implementierung NTD-Implementierung unklar (freiwillig) Kobik-Liste durchgehend implementiert Chatroom-Kontrolle, Hosting Kontrolle nur tw. implementierbar Filterangebote implementiert (tw. download; tw. Verlinkung) JMS-Beauftragte: eingesetzt, tw. geringe Sichtbarkeit Informationsmaterial: Online vorhanden; offline/hard-copy nur tw. Beratung: 71% wurden beim Kauf von mTel nicht über JMS informiert +/– Normdurchsetzung/ Sanktionierung Verbände: keine Sanktionsfähigkeit Sanktionierung ISPs gegenüber Dritten (z.B. ICPs): unklar (keine Daten) – Wirkungsbereich Sektor mit sehr starker Nutzung durch Jugendliche; Aber Wirkungsbereich der Massnahmen deutlich begrenzt: vorwiegend nationale Dienste/Anbieter (Hosting, Chaträume); thematische Abdeckung begrenzt; Notice and Take Down mit vermutlich geringer Wirkung im Jugendmedienschutz +/–
    8. 8. IPMZ – Institut für Publizistikwissenschaft und Medienforschung Schlussfolgerungen & Empfehlungen Generell schwierige Kontextbedingungen für Selbstregulierung und staatliche Regulierung aufgrund der Globalität der Internet und Vielzahl involvierter Akteure: • asut-Brancheninitiative: Inhaltliche Weiterentwicklung und die Verbreiterung der Beteiligung könnte Verbesserungen bringen. • Stärkere organisatorische Verankerung des Themas Jugendmedienschutz in Verbänden • Ggf. stärkere Einbindung von Anspruchsgruppen (Elternvertreter, Konsumenten- schutz) in die Brancheninitiative • Unternehmen/ISPs: Verbesserung der Jugendschutzberatung in den Verkaufsstellen; Überprüfung der Qualität der Beratungsleistung • Evaluierung des Code of Conduct Hosting, auch bzgl. Beitrag zum Jugendmedienschutz (Fragestellungen)  Prüfung von Möglichkeiten zur Selbstregulierung in weiteren Themenfeldern  Berücksichtigung internationaler Entwicklungen (Selbstregulierung und Regulierung)
    9. 9. IPMZ – Institut für Publizistikwissenschaft und Medienforschung Danke für die Aufmerksamkeit !
    10. 10. IPMZ – Institut für Publizistikwissenschaft und Medienforschung Referenzen Latzer, Michael / Saurwein, Florian / Dörr, Konstantin / Just, Natascha / Wallace, Julian (2015): Evaluation der Selbstregulierungsmassnahmen zum Jugendmedienschutz der Branchen Film, Computerspiele, Telekommunikation und Internet. Forschungsbericht Nr. 11/15 im Auftrag des Bundesamtes für Sozialversicherungen (BSV). Zürich: Universität Zürich.http://www.mediachange.ch/media//pdf/publications/11- 15d_eBericht1_offiziell.pdf Latzer, Michael / Price, Monroe E. / Saurwein, Florian / Verhulst, Stefaan G. (2007): Comparative Analysis of International Co- and Self-Regulation in Communications Markets. Research report commissioned by Ofcom - UK Office of Communications. Vienna: ITA.http://www.mediachange.ch/media//pdf/publications/latzer_et_al_2007_comparative_analysis.pdf

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