Publikumsbeteiligung bei der SZ und sueddeutsche.de
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Publikum
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Journalisten
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• Vier Fallstudien zu nachrichtenjournalistischen
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Publikum
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Publikum
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Journalisten
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Inklusionslevel bei der SZ: generelle Befunde
• Hoher redaktioneller Aufwand für das Management der vielfältigen „Kanäle“
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Publikum
InklusionsleistungenInklusionsleistungen
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1. weil ich meine Erfahrungen und mein Wissen mit
anderen teilen will.
2. weil ich mit meinen Beiträgen eine Person, eine
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Inklusionsdistanz: Rollenselbst- und -fremdverständnis
1. Diskussionen unter den Nutzern/Lesern anstoßen und
moderieren.
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(Erwartungs-)Erwartungen
„Ich erwarte [Die Nutzer erwarten] von der SZ, dass ich [sie]…“
1. Informationen über die (Entsch...
Fazit I: Publikumsbeteiligung und Print/Online
• Print und Online im Balanceakt zwischen Komplementarität und Konvergenz:
...
Fazit II: Die Journalismus/Publikum-Beziehung
• Redaktion misst der „Community“ hohe Bedeutung bei; dementsprechend
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DFG-Projekt
„Die (Wieder-)Entdeckung des Publikums“
Journalismus unter sozialmedialen Bedingungen
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Wiebke Loos...
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Publikumsbeteiligung bei der SZ und sueddeutsche.de

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Ausgewählte Befunde aus dem Projekt „Die (Wieder-)Entdeckung des Publikums“

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  • Übergeordnete Frage: Wie wirken journalistisch-professionelle Orientierung und Publikumsbeteiligung wechselseitig aufeinander?
  • Die Subgruppe der Facebook-Nutzer wird dann noch einmal deutlich kleiner, beim Freitag ist sie aber vergleichsweise hoch
    auf FB schneiden beide Print-Fallstudien deutlich besser beim Empfehlen und Liken ab (bei %-Werten & Häufigkeit der Tätigkeit!)  Bei ihnen übernimmt Publikum noch eher Distributionsleistungen
    Insgesamt ist Kommentieren als High Involvement-Tätigkeit zwar vergleichsweise beliebt, wenn man die 90-9-1-Regel (meint, dass die große Mehrheit keine eigenen Inhalte beisteuert, 90 % seien nur Mitleser) bedenkt.
    Aber anteilig und über andere Plattformen hinweg scheinen doch Low-Involvement Formen des Weiterleitens und Bewertens sowie der Teilnahme an Abstimmungen zu dominieren.
    „Lurker“! DasPublikum hat ein Publikum!
    Abgleich der Leistungen auf beiden Seiten: I-Level

    Bei N-JOY ist der „Empfehlen“-Wert bei FB deutlich niedriger: 22% der FB-Nutzer (-> hier geht es vor allem um den Kontakt zu N-JOY und um N-JOY, kaum Inhalte, die außerhalb der Community geteilt werden -> bei der SZ stehen demgegenüber die Inhalte/Themen im Vordergrund, die offenbar deutlich eher als „teilbar“ wahrgenommen werden.
  • Übergeordnete Frage: Wie wirken journalistisch-professionelle Orientierung und Publikumsbeteiligung wechselseitig aufeinander?
  • Inklusionslevel = Abgleich der I-Leistungen auf redaktioneller Seite mit denen auf Publikumsseite

    Aus dem Bericht: Diese über die Online-Befragungen ermittelte Überschätzung der Bedeutung von Publikums- beteiligung für das eigene Publikum auf journalistischer Seite steht in einem gewissen Widerspruch zu der in den Journalisten-Interviews immer wieder geäußerten Überzeugung, dass nur ein kleinerer Teil des eigenen Publikums aktiv werde, während die meisten Leserinnen und Leser nach wie vor insbesondere an den redaktionsseitigen Informationen und Analysen interessiert seien – ein Punkt der in ganz ähnlicher Weise auch in Nutzerinterviews thematisiert wird.




    Stichworte zu anderen Fallstudien:
    „Unausgeglichener“ Inklusionslevel bei Tagesschau = hoher redaktioneller Aufwand für die Bereitstellung weiterführender Inklusionsmöglichkeiten, der nur von einem (kleinen) Teil der Nutzer in Anspruch genommen wird, –geringer Niederschlag von Publikumsbeteiligung im „Kernprodukt“ Tagesschau
    „Ausgewogeneres“ Verhältnis beim Polittalk: redaktionsseitig wenige Beteiligungsangebote, Redaktion zieht „mehr Sinn“ aus der Beteiligung des eigenen Publikums für die TV-Talkshow
    Publikumsseitig werden überwiegend „Low Involvement“-Formen genutzt
    Kaum sichtbarer Niederschlag in den journalistischen Inhalten; anders beim Freitag
    Der kleinere „aktive“ Teil des Publikums sorgt für erheblichen redaktionellen „Managementbedarf“
  • Übergeordnete Frage: Wie wirken journalistisch-professionelle Orientierung und Publikumsbeteiligung wechselseitig aufeinander?
  • Beteiligungsmotive vorrangig auf Beeinflussung/Ergänzung journalistischer Leistungen (Selektion und Darstellung von Themen, Fakten, Meinungen) bezogen; weniger genannt: Gemeinschaftsbildung, Austausch der Nutzer untereinander, Affektregulierung, Selbstdarstellung
  • Konkret haben wir die J.en in der Online-Befragung gefragt, worum es ihnen in ihrem Beruf geht, –
    und das Publ, haben wir gefragt welche Aufgaben die Journalisten des jew. Mediums erfüllen sollen.
    Die entsprechende Itembatterie basiert weitgehend auf der Rollenbild-Skala aus der 2. „Journalismus in Deutschland“-Studie von Weischenberg/Malik/Scholl mit den bekannten Dimensionen I&V KKE sowie S&U Ergänzt haben wir Items zu neueren potentiellen Aufgaben von J.en, die wir theoretisch gruppiert haben.
    Auf die Items gehen wir aber bei der Ergebnisvorstellung noch näher ein. J.en und Publ. konnten ihre Zustimmung zu den einzelnen Items bzw. j.en Aufg.en auf einer 5er-Likert-Skala ausdrücken.
  • Bearbeitet, neu eingefügt, richtig platziert?
  • Bei Publikum nur kleiner Teil – bei J.en erheblicher redaktioneller Aufwand, aber weitgehend beschränkt auf einzelne Redaktionsmitglieder, die damit betraut; Rest kann traditionellen Aufg nachgehen
    z.B.: TS = Fokus auf neutrale Info über Fakten; PT = ebenfalls neutral info, aber indem alle MEINUNGEN dargestellt werden; Freitag = Meinungen einzelner!
    einzelne aktivere TS-Nutzer erwarten durchaus auch die Mögl, mit J.en zu diskutieren
    ...
  • SZ: Journalisten wollen sich insbesondere auf die klassischen journalistischen Aufgaben der Information und Vermittlung sowie der Kritik an Missständen konzentrieren – und genau das sollen sie in den Augen ihres Publikums auch vorrangig.
    Aber: auch Unterschiede zwischen Print und Online
    Oberhand behalten: Dies ist auch ein Aspekt, der in den Journalisten- Interviews immer wieder zentral zum Ausdruck gekommen ist: Publikumsbeteiligung wird auch unter der Perspektive einer befürchteten dysfunktionalen Publikumsorientie- rung betrachtet: Das betrifft insbesondere die als „ureigene“ journalistische Aufgabe wahrgenommene Themensetzung und das Hinweisen auf als relevant erachtete Themen und Entwicklungen.
    -> ggf. noch zu Punkt auf Folie machen

    -> Aspekt, der in Zukunft wahrscheinlich für alle Medien/journali. Angebote wichtig wird, denn ihr Publikum wird zunehmend sichtbar – auch für das Publikums selbst -> Identitätsbildung/-management auch über die Medien, die wir (öffentlich sichtbar) nutzen.
  • Publikumsbeteiligung bei der SZ und sueddeutsche.de

    1. 1. Publikumsbeteiligung bei der SZ und sueddeutsche.de Ausgewählte Befunde aus dem Projekt „Die (Wieder-)Entdeckung des Publikums“ Wiebke Loosen & Jan-Hinrik Schmidt München| 14. Januar 2015
    2. 2. Inklusionsdistanz Publikum InklusionsleistungenInklusionsleistungen Inklusionserwartungen Journalisten Inklusionsdistanz Inklusionslevel Inklusionserwartungen Vermutete Wichtigkeit partizipativer Funktionen Wichtigkeit partizipativer Funktionen Vermutete Beteiligungsmotive Beteiligungsmotive Allgemeine Bewertung von Publikumsbeteiligung Allgemeine Bewertung von Publikumsbeteiligung Journalistisches Rollenselbstverständnis Journalistisches Rollenfremdverständnis Formen der Publikumsintegration Arbeitsabläufe/Routinen Journalistische Produkte Praktiken der Partizipation Grad der Gemeinschafts- orientierung Forschungsleitendes Modell Loosen/Schmidt 2 von 14
    3. 3. Methodisches Design • Vier Fallstudien zu nachrichtenjournalistischen Angeboten aus den Bereichen TV/Online sowie Print/Online: SZ, Tagesschau, wöchentlicher ARD-Polittalk sowie Der Freitag • Online-Befragungen unter Redaktionsmitgliedern (n=139) sowie mit Nutzer/innen von sueddeutsche.de (n=525) • Leitfadengestützte Interviews mit Redaktionsmitgliedern (n=10) sowie Leser/innen bzw. Nutzer/innen unterschiedlichen Aktivitätsgrads (n=8) • Zusätzlich (heute nicht im Fokus): Inhalts- und Kommentaranalysen • Feldzeit: Februar bis Oktober 2013 • Ausführliche Ergebnisse im Arbeitspapier (http://hans-bredow-institut.de/webfm_send/1050) Loosen/Schmidt 3 von 14
    4. 4. Inklusionsdistanz 4 Publikum InklusionsleistungenInklusionsleistungen Inklusionserwartungen Journalisten Inklusionsdistanz Inklusionslevel Inklusionserwartungen Vermutete Wichtigkeit partizipativer Funktionen Wichtigkeit partizipativer Funktionen Vermutete Beteiligungsmotive Beteiligungsmotive Allgemeine Bewertung von Publikumsbeteiligung Allgemeine Bewertung von Publikumsbeteiligung Journalistisches Rollenselbstverständnis Journalistisches Rollenfremdverständnis Formen der Publikumsintegration Arbeitsabläufe/Routinen Journalistische Produkte Praktiken der Partizipation Grad der Gemeinschafts- orientierung Forschungsleitendes Modell Loosen/Schmidt 4 von 14
    5. 5. Inklusionsleistungen des Publikums Skala reichte von 1 („nicht mehr/nie“) bis 5 („täglich“) bzw. beim Polittalk: 4 („wöchentlich“). Tagesschau Polittalk SZ Der Freitag % MW % MW % MW % MW Für alle Befragten n=4.686 n=354 n=525 n=344 Keine Form der „aktiven“ Beteiligung 49,3 - 43,4 - 27,0 - 12,5 - Anrufe in der Redaktion 2,0 1,95 1,7 2,50 3,8 2,05 4,1 1,79 Senden von Briefen, E-Mails und/oder Faxen an die Redaktion 18,8 2,05 26,8 2,23 23,4 1,94 22,7 2,03 Nur für Nutzer der Webseite &/oder des Forums n=4.618 (98,5%) n=229 (64,7%) n=503 (95,8%) n=321 (93,3%) Kommentieren von Beiträgen 26,4 2,48 29,3 2,61 26,0 2,41 45,5 2,77 Empfehlen von Beiträgen 18,0 2,56 10,5 2,42 46,1 2,67 - - Teilnahme an Umfragen/Abstimmungen - - 48,0 2,65 49,7 2,36 43,0 2,22 Auf freitag.de (in der Community) eigene Artikel schreiben - - - - - - 21,5 2,51 Nur für Nutzer der Facebook-Seiten n=334 (7,1%) n=370 (10,5%) n=41 (7,8%) n=200 (58,1%) Kommentieren von Beiträgen 34,4 2,58 32,4 2,45 41,5 2,88 53,5 2,88 Teilen/Empfehlen von Beiträgen 46,1 2,90 21,6 2,25 75,6 3,00 78,5 3,10 Bewerten („Liken“) von Beiträgen 50,0 2,98 35,1 2,33 65,9 3,27 78,0 3,39 Loosen/Schmidt 5 von 14
    6. 6. Inklusionsdistanz 6 Publikum InklusionsleistungenInklusionsleistungen Inklusionserwartungen Journalisten Inklusionsdistanz Inklusionslevel Inklusionserwartungen Vermutete Wichtigkeit partizipativer Funktionen Wichtigkeit partizipativer Funktionen Vermutete Beteiligungsmotive Beteiligungsmotive Allgemeine Bewertung von Publikumsbeteiligung Allgemeine Bewertung von Publikumsbeteiligung Journalistisches Rollenselbstverständnis Journalistisches Rollenfremdverständnis Formen der Publikumsintegration Arbeitsabläufe/Routinen Journalistische Produkte Praktiken der Partizipation Grad der Gemeinschafts- orientierung Forschungsleitendes Modell Loosen/Schmidt 6 von 14
    7. 7. Inklusionslevel bei der SZ: generelle Befunde • Hoher redaktioneller Aufwand für das Management der vielfältigen „Kanäle“ der Publikumsbeteiligung, aber auch vergleichsweise niedriger Anteil an „Nicht-Aktiven“ • Praktiziert werden allerdings vielfach Aktivitäten, die eher wenig Aufwand bedeuten: teilen/empfehlen von Beiträgen sowie Teilnahme an Umfragen • Alles was mehr Einsatz erfordert wird von weniger Befragten und seltener praktiziert: z. B. Leserbriefe verfassen, Beiträge kommentieren • Auf redaktioneller Seite und auf Seiten des Publikums: hoher Anspruch an Qualität und „Mehrwert“ von Publikumsbeiträgen • Hoher Ressourceneinsatz zur Sicherung der angestrebten Qualität: z. B. Moderation der Kommentarbereiche, Betreuung der Leserbriefseiten Loosen/Schmidt 7 von 14
    8. 8. Inklusionsdistanz Publikum InklusionsleistungenInklusionsleistungen Inklusionserwartungen Journalisten Inklusionsdistanz Inklusionslevel Inklusionserwartungen Vermutete Wichtigkeit partizipativer Funktionen Wichtigkeit partizipativer Funktionen Vermutete Beteiligungsmotive Beteiligungsmotive Allgemeine Bewertung von Publikumsbeteiligung Allgemeine Bewertung von Publikumsbeteiligung Journalistisches Rollenselbstverständnis Journalistisches Rollenfremdverständnis Formen der Publikumsintegration Arbeitsabläufe/Routinen Journalistische Produkte Praktiken der Partizipation Grad der Gemeinschafts- orientierung Einleitung: „Die (Wieder-)Entdeckung des Publikums“ Loosen/Schmidt 8 von 14
    9. 9. 1. weil ich meine Erfahrungen und mein Wissen mit anderen teilen will. 2. weil ich mit meinen Beiträgen eine Person, eine Bevölkerungsgruppe oder ein bestimmtes Anliegen unterstützen und bekannt machen möchte. 3. weil ich meine Meinung öffentlich einbringen möchte. 4. weil ich nicht einfach nur Leser, sondern aktiv sein möchte. 5. um bestimmte Themen einzubringen, die mir wichtig sind. 6. weil ich die Journalisten bei ihrer Arbeit unterstützen möchte. 7. weil ich mich dadurch als Teil einer Gemeinschaft fühle. 8. um mir die Zeit zu vertreiben, aus Langeweile. 9. weil ich im Dialog mit anderen etwas lernen, Denkanstöße erhalten und mein Wissen erweitern möchte. 10. weil ich es als meine Bürgerpflicht betrachte. 11. um auf Fehler in Beiträgen oder auf der Webseite hinzuweisen. 12. weil ich hoffe, dass mir die Journalisten oder die anderen Nutzer bei einem Problem helfen können. 13. um mich und meine Kenntnisse öffentlich darzustellen. 14. um eine Beziehung zu den Journalisten der SZ aufzubauen. 15. weil ich einfach mal "Dampf ablassen" und meinen Ärger rauslassen möchte. (Vermutete) Beteiligungsmotive auf sueddeutsche.de 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 1.0 1.5 2.0 2.5 3.0 3.5 4.0 4.5 5.0 1.0 1.5 2.0 2.5 3.0 3.5 4.0 4.5 5.0 ZustimmungPublikum Zustimmung Journalisten Likert-Skala von 1=„stimme überhaupt nicht zu“ bis 5=„stimme voll und ganz zu“; MW ohne „weiß nicht“ berechnet. n=123-135 bzw. 41-43 Loosen/Schmidt 9 von 14
    10. 10. Inklusionsdistanz: Rollenselbst- und -fremdverständnis 1. Diskussionen unter den Nutzern/Lesern anstoßen und moderieren. 2. es den Nutzern/Lesern ermöglichen, soziale Beziehungen untereinander zu pflegen. 3. eine Beziehung zum eigenen Publikum aufbauen und pflegen. 4. positive Ideale vermitteln. 5. dem Publikum möglichst schnell Informationen vermitteln. 6. neue Trends aufzeigen und neue Ideen vermitteln. 7. das Publikum auf interessante Themen hinweisen und ihnen zeigen, wo sie sich darüber informieren können. 8. Kritik an Missständen üben. 9. Menschen eine Chance geben, ihre Meinung über Themen von öffentlichem Interesse zum Ausdruck zu bringen. 10. komplexe Sachverhalte erklären und vermitteln. 11. das Publikum möglichst neutral und präzise informieren. 12. mit den Bürgern in einen Dialog über aktuelle Themen treten. 13. dem Publikum eigene Ansichten präsentieren. 14. Lebenshilfe für das Publikum bieten und als Ratgeber dienen. 15. Menschen eine Möglichkeit geben, um von ihnen erstellte Inhalte zu veröffentlichen. 16. dem Publikum Gesprächsstoff liefern. 17. die Bereiche Politik, Wirtschaft und Gesellschaft kontrollieren. 18. dem Publikum Unterhaltung und Entspannung bieten. 19. sich auf Nachrichten konzentrieren, die für ein möglichst breites Publikum interessant sind.Likert-Skala von 1=„stimme überhaupt nicht zu“ bis 5=„stimme voll und ganz zu“; MW ohne „weiß nicht“ berechnet. n=128-136 bzw. 476-510 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 1617 18 19 1.0 1.5 2.0 2.5 3.0 3.5 4.0 4.5 5.0 1.0 1.5 2.0 2.5 3.0 3.5 4.0 4.5 5.0 ErwartungendesPublikumsanJournalisten Selbstbild Journalisten Loosen/Schmidt 10 von 14
    11. 11. (Erwartungs-)Erwartungen „Ich erwarte [Die Nutzer erwarten] von der SZ, dass ich [sie]…“ 1. Informationen über die (Entscheidungs-)Prozesse in der Redaktion erhalten kann 2. die Redaktion oder einzelne Redaktionsmitglieder vorgestellt bekomme 3. journalistische Inhalte einfach und schnell an Freunde oder Familie weiterleiten oder empfehlen kann 4. dass die Redaktion eine Plattform für die öffentliche Diskussion über die Art und Qualität der journalistischen Arbeit bereitstellt 5. selbst Material (Fotos, Videos, Interviewfragen etc.) für die Berichterstattung beisteuern kann 6. der Redaktion Ideen und Vorschläge (z.B. für Themen oder Interviewpartner) zukommen lassen kann. 7. zusätzliche Informationen und Verweise zu den Quellen erhalte, die der Zeitung zu Grunde liegen 8. sehen kann, welche Inhalte von vielen anderen Lesern/Nutzern gesehen, kommentiert oder geteilt wurden 9. mit anderen Lesern/Nutzern der Süddeutschen Zeitung in Kontakt treten und mich austauschen kann 10. journalistische Beiträge kommentieren und bewerten kann 11. mit der Redaktion bzw. einzelnen Journalisten in direkten Kontakt und Dialog treten kann 12. dass die Redaktion auf sozialen Netzwerken vertreten und ansprechbar ist 13. von den Journalisten ernst genommen werde 14. meine Verbundenheit mit der Zeitung für andere sichtbar zeigen kann 15. mit anderen Lesern/Nutzern inhaltlich über die Themen der Süddeutschen Zeitung diskutieren kann 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 1.0 1.5 2.0 2.5 3.0 3.5 4.0 4.5 5.0 1.0 1.5 2.0 2.5 3.0 3.5 4.0 4.5 5.0 ErwartungendesPublikumsanBeteiligung Annahmen der Journalisten über Erwartungen des Publikums Likert-Skala von 1=„stimme überhaupt nicht zu“ bis 5=„stimme voll und ganz zu“; MW ohne „weiß nicht“ berechnet. n=119-129 bzw. 480-515 Loosen/Schmidt 11 von 14
    12. 12. Fazit I: Publikumsbeteiligung und Print/Online • Print und Online im Balanceakt zwischen Komplementarität und Konvergenz: ähnliche Ansprüche an die eine „Marke“, aber auch andere zeitliche Rhythmen der Produktion und Rezeption  wirkt sich auch auf Umgang mit Publikumsbeteiligung aus • teils unterschiedliche journalistische Selbstverständnisse (z. B. im Hinblick auf journalistische Kontrollfunktion; Dialog- und Partizipationsorientierung) • weitgehend überschneidungsfreie Publika – und auch auf Nutzerseite ein Bewusstsein für die unterschiedlichen Teilpublika (z. B. Nutzer der SZ auf Facebook vs. Leser der Printausgabe) • Publikumsbeteiligung hat höhere Bedeutung in der Online-Redaktion, dadurch gefühlt größere „Nähe“ zum Publikum - es gibt aber „Ausstrahlungseffekte“ in die Print-Redaktion (z. B. Aufwertung der Leserbriefseiten) Loosen/Schmidt 12 von 14
    13. 13. Fazit II: Die Journalismus/Publikum-Beziehung • Redaktion misst der „Community“ hohe Bedeutung bei; dementsprechend sollen auch die Kommentarbereiche eigenen Qualitätsstandards folgen und einen „Mehrwert“ auch für diejenigen darstellen, die Kommentare lediglich passiv nutzen • Vergleichsweise hohe Kongruenz bei Selbst- und Fremdbild: Journalisten wollen und sollen sich vor allem auf die klassischen Aufgaben der Information und Vermittlung sowie Kritik an Missständen konzentrieren • Kontinuierlicher Balanceakt: Wo sind die Grenzen der Beteiligung, sowohl aus Sicht von eingesetzten Ressourcen als auch im Hinblick auf Erwartungen und Erwartungserwartungen? • Fallstudienübergreifende Ähnlichkeiten: • Journalisten halten Dialog und Austausch mit dem Publikum mittlerweile für „unver- zichtbaren Bestandteil“ ihres Angebots – das Publikum stimmt dem eher nicht zu • Gewandelte Ansprüche und Aufgaben v. a. bei aktiv(er)en Nutzern und Social- Media-Redakteuren  Transparenz, Dialog- und Partizipationsorientierung als wesentliche Elemente des gegenwärtigen (Nachrichten-)Journalismus Loosen/Schmidt 13 von 14
    14. 14. DFG-Projekt „Die (Wieder-)Entdeckung des Publikums“ Journalismus unter sozialmedialen Bedingungen Projektteam: Wiebke Loosen, Jan-Hinrik Schmidt, Nele Heise, Julius Reimer Projektblog: http://jpub20.hans-bredow-institut.de/ Twitter: @jpub20team Loosen/Schmidt 14 von 14

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