Die bunte Welt von
HARIBO – ein Unternehmenmit süßer TraditionAuf ein Wort ...„HARIBO macht Kinder froh und Erwachsene ebenso.“ Wer kennt ihn...
Geschichte               19201920 – Hans Riegel                  1920 – die erste Fabrikationsstätte, eine          1921 –...
1925 – ein echter Verkaufsschlager sinddie legendären Lakritzstangen
1930                                                                                                       Geschichte     ...
HARIBO-Werbefiguren – unver-wechselbar wie heute der „Goldbär“war einst die „Lakritzstange“
1950                                                                                                         Geschichte   ...
HARIBO InternationalHARIBO InternationalBunte Produktvielfalt und ein internationalesNetzwerk von Vertrieb und Herstellung...
1935                                        1968                                           1982Bereits Ende der 20er-Jahre...
HARIBO International1993                                         2000HARIBO übernimmt die renommierte             HARIBO k...
Fruchtgummi – GeschichteFruchtgummi – eine lange undbewegte VergangenheitBis zur Geburt des „Goldbären“, des beliebtesten ...
KleineFruchtgummi –                                                        Fruchtgummi-das Geheimnis des Inhalts          ...
Fruchtgummi – Produkte und Inhaltsstoffe                                        Fruchtgummi                               ...
Gelatine, Stärke,Agar-Agar – die Alternativenzu Gummi arabicumDie Gummi-Bonbons, die einst mit Gummi arabicum herge-stellt...
Fruchtgummi – Produkte und InhaltsstoffeGelee-Produkte Die aromatisierte, weiche Zuckerware wird meist im   Pudergießverfa...
Der Goldbär                                                                              Tanzbär (ca. 1930) –             ...
1960 – Die „Gold-Bären“ erblicken das Licht der Welt1960 kommen zum ersten Mal, als Nachfolger der legendären „Tanzbären“,...
Die Goldbären-FamilieDie „Mini-Goldbären“Für alle, die es eineNummer kleiner lieben.Die „Mini-Goldbären“in der Mini-Tüte f...
HARIBO Chamallows –Schaumzucker vom FeinstenDulcia, die belgische TraditionsmarkeDie wenigsten unserer Kunden wussten es: ...
HARIBO ChamallowsChamallows „Cocoballs“ –  Schaumzucker mit feinen            Kokosraspeln       Chamallows „Mix“ –       ...
Lakritz – GeschichteLakritz –das schwarze Goldder SüßholzwurzelNaschwerk und süße MedizinOb als Schnecke oder Konfekt, ob ...
Von der Wurzel bis zum                                                      Gieß-Lakritzfertigen Lakritzprodukt           ...
Lakritz – Produkte und Inhaltsstoffe                                                                        Lakritz – die ...
Raspeln, kochen und in Form gießen       Die ausgegrabenen Wurzeln werden gewaschen, geschält,       getrocknet, anschließ...
Lakritz – Produkte und Inhaltsstoffe                                                          Kombi-Lakritz               ...
Die Daten der Musterzeichnungwerden von einer Hightech-Fräse ineinen Gipsstempel verwandelt
Fruchtgummi – das Produktdesign                                                                                           ...
Die Produktion in der „Küche“ –die Grundsubstanz wird angerührtund es entstehen viele leckereGeschmacksrichtungenDer erste...
Fruchtgummi – die HerstellungStändige Kontrollen während des gesamten Produk-    Die Negativformen aus Stärkepuder werden ...
Puderkästen und Gipsstempel –die Fruchtgummis nehmenGestalt anAuf einer Transportkette werden nun flache Kästen herange-fü...
Fruchtgummi – die HerstellungDie ersten Muster werden von Hand hergestellt                                                ...
Thomas Gottschalk undder Goldbär bei deroffiziellen Auszeichnungdurch „Guinness WorldRecords Ltd.“ für dielängste Werbepar...
Werbung, Marketing und andere HighlightsWerbung, Marketingund andere HighlightsBärenstarker Werbeauftritt –HARIBO verzeich...
Werbung, Marketing …HARIBO startet durch –mit der GoldbAIR-Boeingund TUIflyIn nur drei Tagen hatte man die Boeing 737-800 ...
… und andere HighlightsEinige besonders aufsehenerregendeExponate der HARIBO-Wanderausstellung„Mit dem Goldbären zur Kultm...
Werbung, Marketing …Großes Kinder-Event –die HARIBO-Kastanien-TauschaktionSie ist weit über Bonn hinaus bekannt, die große...
… und andere HighlightsDr. Hans Riegel-StiftungSeit 1987 gibt es die von Dr. Hans Riegel ins Leben gerufene Stiftung, die ...
Werbung, Marketing …  Prominente Gummibärchen-Fans  Ob als „Tanz-“, „Teddy-“ oder „Goldbären“, Millionen von Menschen  war...
„Was wollt ihr denn?“MAOAM – keine Frage!Neben den berühmten „Goldbären“ von HARIBO gibt es wohl kaum eine süßeLeckerei, d...
Was wollt ihr denn …?                              Das MAOAM-Logo – bis heute ein Klassiker                              D...
Was wollt„Was wollt ihr denn?“                                                Ihr denn?Die legendären MAOAM-Fernseh-SpotsK...
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HARIBO-Tops / KontaktadressenHARIBO-Tops– Der HARIBO-Werbeslogan weist mit 98 % den höchsten  Bekanntheitsgrad auf.– Rekor...
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  1. 1. Die bunte Welt von
  2. 2. HARIBO – ein Unternehmenmit süßer TraditionAuf ein Wort ...„HARIBO macht Kinder froh und Erwachsene ebenso.“ Wer kennt ihn nicht, diesen berühmten und vertrautenWerbeslogan unseres Hauses? Doch so heiter und unbeschwert die Werbebotschaft sein mag, sie verpflichtetauch. Denn ihr wohnt ein Versprechen inne. HARIBO hat dieses Versprechen allerdings immer gehalten. Nichtohne Grund sind die Süßwaren aus dem Hause HARIBO bei den Kunden äußerst beliebt. Und das seit vielenJahrzehnten.Was so beliebt und im Handel so präsent ist, macht aber auch neugierig. Immer wieder werden unserePresse- und Marketingabteilung deshalb um weiterführende Informationen rund um die bunte Welt vonHARIBO gebeten. Verbraucher, Einkäufer und Journalisten möchten wissen, wann und unter welchenUmständen HARIBO gegründet wurde, warum das Bonner Traditionsunternehmen so und nicht anders heißt,wie die bunte und so vielfältige Produktpalette von Fruchtgummi-, Schaumzucker- und Lakritz-Leckereien her-gestellt wird, wie und von wem der legendäre „Goldbär“ erfunden wurde und wie HARIBO schließlich zu demwurde, was es heute ist: ein weltweit agierender Erfolgskonzern mit einer fast legendären Kundenbindung.Auf den folgenden Seiten werden wir all diese Fragen beantworten. Wir werden Ihnen die Geschichte desUnternehmens und seiner Menschen erzählen, Ihnen die hohen Qualitätsstandards von HARIBO, die Produkt-vielfalt, die unterschiedlichen Herstellungsverfahren und viele interessante Events rund um Goldbär und Co.vorstellen.Sie werden dabei eine Menge lernen, sich amüsieren und Sie werden vor allem schnell verstehen, warumHARIBO von den Verbrauchern bereits mehrfach zur vertrauenswürdigsten Süßwarenmarke Deutschlandsgewählt wurde.Lassen Sie sich also verführen und tauchen Sie ein in die bunte Welt von HARIBO!Herzlichst, Ihr HARIBO-Team HARIBO Chamallows Seite 24 HARIBO International Geschichte Seite 10 Seite 4 Fruchtgummi Lakritz Seite 14 Seite 26 MAOAM Goldbär Seite 45 Seite 20 Produktdesign und Herstellung Werbung, Marketing Seite 32 und andere Highlights Seite 38
  3. 3. Geschichte 19201920 – Hans Riegel 1920 – die erste Fabrikationsstätte, eine 1921 – Hans Riegelgründet die Firma Hinterhof-Waschküche in Bonn-Kessenich heiratet, seine FrauHARIBO Gertrud wird die erste MitarbeiterinEin Sack Zuckerund ein KupferkesselAm 3. April 1893 wird Hans Riegel in Friesdorf bei Bonn als Sohn von Peterund Agnes Riegel geboren. Nach der Schulausbildung absolviert er eine Ausbil-dung als Bonbonkocher und arbeitet über fünf Jahre bei der Firma Kleutgen &Meier. Weitere Stationen sind Fabrikationsstätten in Neuss und in Osnabrück.Nach dem 1. Weltkrieg sucht die Firma Heinen in Bonn-Kessenich einen Bonbon-kocher. Hans Riegel wird Geschäftspartner. Die Firma nennt sich fortan Heinen &Riegel. 1920 macht sich Hans Riegel mit seiner eigenen Firma selbstständig. Inder Bergstraße in Kessenich, damals noch ein Vorort von Bonn, erwirbt HansRiegel ein Haus, in dem er die erste Fabrikationsstätte einrichtet. Das Startkapitalbesteht aus einem Sack Zucker, einer Marmorplatte, einem Hocker, einemgemauerten Herd, einem Kupferkessel und einer Walze. Hier, in einer kleinenHinterhof-Waschküche, beginnt die Geschichte des mittlerweile internationalerfolgreichen und weltbekannten Unternehmens. Am 13. Dezember 1920 lässtHans Riegel die Firma HARIBO als Akronym für HAns RIegel BOnn insHandelsregister der Stadt Bonn eintragen. 1921 heiratet Hans Riegel seine FrauGertrud. Sie wird die erste Mitarbeiterin der jungen Firma. 5
  4. 4. 1925 – ein echter Verkaufsschlager sinddie legendären Lakritzstangen
  5. 5. 1930 Geschichte 19351923 – der erste HARIBO-Lieferwagen 1930 – HARIBO beschäftigt bereits 160 MitarbeiterHARIBO Goldbär und Lakritzstangen –Grundsteine einer süßen ErfolgsgeschichteBereits 1922 legt Hans Riegel den ersten Grundstein für den späteren internationalenErfolg der Firma HARIBO: Er erfindet den „Tanzbären“ – eine Bärenfigur aus Frucht-gummi, die später als der legendäre HARIBO „Goldbär“ weltberühmt wird. Diesteigende Nachfrage erfordert im Vertriebsbereich eine Investition in moderne Trans-porttechnik: Im Jahre 1923 erwirbt die Firma HARIBO ihren ersten, mit Werbeschildernausgestatteten PKW, mit dem die Kunden fortan beliefert werden. Bis zu diesem Zeit-punkt wurde die Tagesproduktion von Ehefrau und Mitarbeiterin Gertrud noch mit demFahrrad ausgeliefert. Im gleichen Jahr wird auch Sohn Hans geboren. Es folgen 1924Tochter Anita und 1926 Sohn Paul.Nur drei Jahre nach der Erfindung des „Tanzbären“ legt Hans Riegel 1925 den zweitenGrundstein der HARIBO-Erfolgsgeschichte: Er beginnt mit der Herstellung von Lakritzpro-dukten. Ein erster Verkaufsschlager sind die legendären Lakritzstangen mit dem aufge-pressten HARIBO-Schriftzug. Bald folgen viele weitere Lakritz-Leckereien, unter anderemdie heute weltberühmte „Lakritz-Schnecke“. 1930 beschäftigt HARIBO bereits 160 Mit-arbeiter. Eine mittlerweile flächendeckend aufgestellte Vertriebsorganisation aus Handels- 1922 – Hans Riegel erfindetvertretern versorgt nun ganz Deutschland mit HARIBO-Produkten. den „Tanzbären“Einen weiteren Geniestreich landet die Firma HARIBO, als sie Mitte der 30er-Jahreden ebenso einfachen wie genial-einprägsamen Werbeslogan „HARIBO machtKinder froh“ einführt. Stetig steigende Erfolgszahlen erfordern naturgemäß einen Aus-bau der Produktionsstätten: 1930–1933 wird der Hauptbau der heutigen Fabrika-tionsanlage in Bonn fertiggestellt. Unmittelbar vor dem 2. Weltkrieg ruht dasUnternehmen auf einer soliden mittelständischen Basis mit ca. 400 Mitarbeitern.1939–1945 gilt in Deutschland die traurige Devise: Panzer statt Gummibärchen.Die Geschäfte der Firma HARIBO sind rückläufig, was vor allem auf die zunehmendeRohstoffknappheit zurückzuführen ist. 1945 stirbt, erst 52-jährig, der FirmengründerHans Riegel. Seine Frau Gertrud übernimmt für ihn in der ersten Zeit nach dem2. Weltkrieg die Leitung der Geschäfte. 7
  6. 6. HARIBO-Werbefiguren – unver-wechselbar wie heute der „Goldbär“war einst die „Lakritzstange“
  7. 7. 1950 Geschichte 1965 19851946 – Paul und Hans Riegel Dr. Hans Riegel heute Paul Riegelübernehmen die Leitung der † 02.08.2009FirmaDer GenerationswechselDer Wiederaufbau der Firma beginnt unmittelbar nach Ende des 2. Weltkrieges im Jahre 1962 – HARIBO1945 mit nur ca. 30 Mitarbeitern. Die Produktionsstätte in Bonn war von Kriegsschäden wirbt erstmals im Fernsehenweitestgehend verschont geblieben. Große Probleme bereitet in der ersten Zeit nach demKrieg jedoch die nach wie vor mangelhafte Rohstoffversorgung. Als im Jahre 1946 dieBrüder Hans und Paul Riegel aus der Kriegsgefangenschaft zurückkommen, übernehmenSie von Ihrer Mutter die Leitung der Firma. Dr. Hans Riegel ist für den kaufmännischenBereich einschließlich Marketing und Vertrieb verantwortlich, sein Bruder Paul leitet bis zuseinem plötzlichen und unerwarteten Tod im August 2009 den Produktionsbereich. Als ver-sierter Tüftler entwickelt er selbst viele Maschinen und realisiert sie in der eigenen Betriebs-werkstatt. Eine seiner spektakulärsten Erfindungen ist die Lakritz-Schnecken-Wickelmaschine.Der Erfolg stellt sich bald ein: Das florierende Unternehmen expandiert und beschäftigt im Seit 1991 – Thomas GottschalkJahre 1950 – nur fünf Jahre nach dem Krieg – schon ca. 1000 Mitarbeiter. wirbt für HARIBO-GoldbärenAusschlaggebend für den seither beständig wachsenden Erfolg und Ausbau des Familienunter-nehmens HARIBO sind die immer gleich bleibend hohe Qualität der Produkte, die immer neuenund zeitgemäßen Produktideen und nicht zuletzt die Werbung, die Dr. Hans Riegel für die Pro- Seit 1998 – HARIBO ist imdukte seines Hauses entwickelt. Mitte der 60er-Jahre wird der Werbeslogan „HARIBO macht Internet vertretenKinder froh“ um den eingängigen Zusatz „und Erwachsene ebenso“ ergänzt, eine kongenialeErweiterung des Traditionsslogans – und der Zielgruppen. Früh erkennt man bei HARIBO auch,wie wichtig für den erfolgreichen Fortgang des Unternehmens das zu Beginn der 60er-Jahrenoch neuartige Medium Fernsehen ist. Folgerichtig wird 1962 zum ersten Mal im deutschen TVWerbung für HARIBO ausgestrahlt.Für beträchtliche Aufmerksamkeit und einen nachhaltigen Bekanntheitsschub in Deutschlandsorgt der Beginn der mittlerweile weltweit am längsten währenden Werbepartnerschaft zwi-schen einem Unternehmen und einem Testimonial, der Werbepartnerschaft zwischen HARIBOund dem populären Star-Entertainer Thomas Gottschalk. Dieser wirbt seit 1991 für die „Gold-bären“ und für die vielen anderen HARIBO-Produkte. Seit 1998 nutzt HARIBO auch die neuenMedien. Zu jedem Zeitpunkt und an jedem Ort der Welt kann man sich nun im Internet überdie neuesten Entwicklungen bei HARIBO informieren: www.haribo.com 9
  8. 8. HARIBO InternationalHARIBO InternationalBunte Produktvielfalt und ein internationalesNetzwerk von Vertrieb und HerstellungDie Geschichte der Firma HARIBO ist die Geschichte einer ein- konsequent aufgebautes, engmaschiges Vertriebs-maligen Erfolgsbilanz. Was in einer kleinen Hinterhof-Waschkü- und Produktionsnetz zurück. Heute produziert HARIBO anche in einem Bonner Vorort mit einem Sack Zucker und einem 16 Standorten in ganz Europa. Nicht zuletzt ist auch die konse-Kupferkessel begann, entwickelte sich zu einer der beliebtesten, quente Erweiterung der Produktpalette durch Zukäufe von pas-bekanntesten und sympathischsten Qualitätsmarken in der Süß- senden Qualitätsmarken im In- und Ausland für die führendewarenbranche. Die Erscheinungsformen der Produkte veränder- Marktstellung verantwortlich.ten sich über die Jahrzehnte, gleich aber blieb die immer sehr Ein weiterer Baustein, der den internationalen Erfolg vonhohe und mehrfach ausgezeichnete Qualität der Fruchtgummi-, HARIBO erklärt, besteht in der speziellen Entwicklung einer Viel-Schaumzucker- und Lakritzartikel aus dem Hause HARIBO. zahl von süßen Leckereien, die auf die unterschiedlichen länder-Die HARIBO-Produktqualität hat sich mittlerweile auch über typischen Vorlieben geschmacklich abgestimmt sind. Denn dienationale Grenzen hinweg eindrucksvoll am Markt durchge- HARIBO-Sortimente in den verschiedenen Ländern sind keines-setzt. Besonders die beliebten „Goldbären“ sind mittlerweile ein falls identisch. Die Franzosen beispielsweise bevorzugeninternationaler Top-Seller. Die kleinen Fruchtgummibären wer- Schaumzuckerprodukte wie „Tagada“ oder „Chamallows“ sowieden inzwischen weltweit von ihren Fans begehrt. So lieben die Dragees wie „Dragibus“. In England ist „Starmix“ die Nr. 1 beiAmerikaner ihre „Gold-Bears“, die Spanier ihre „Ositos de Oro“ Groß und Klein. Und inund in Polen nascht man „Zlote Misie“, um nur Skandinavien greifteinige Beispiele zu nennen. man am liebsten zuDass HARIBO europäischer Branchenführer ist, „Matador Mix“, einergeht aber nicht allein auf die garantierte Produkt- Mischung aus qualität, sondern auch auf ein Fruchtgummi und seit den Gründungstagen Lakritz. 11
  9. 9. 1935 1968 1982Bereits Ende der 20er-Jahre nimmt HARIBO erwirbt Anteile der Solinger HARIBO schafft den Sprung über denHARIBO erste Geschäftsverbindungen Firma Dr. Hillers AG. 1974 übernimmt großen Teich. Sitz des neu gegründetenzum Ausland auf. Man steht in Kontakt HARIBO die restlichen Anteile. USA-Vertriebs HARIBO of AMERICA Inc.mit Christian und Eckhof Hansen von der ist ein eigens für diesen Zweck aufgekauf-Sukkervarenfabrikker Danmark. Gemein- 1971 tes Bürohaus in Baltimore im US-Bundes-sam mit Hans Riegel aus Bonn gründen HARIBO erwirbt die Anteilsmehrheit an staat Maryland.sie 1935 die HARIBO LAKRIDS A/S der fränkischen Traditionsfirma Bären-KOPENHAGEN. Schmidt. 1986 Im Jahre 1900 hatte Edmund Münster zu1957 1972 100 Prozent das 1898 gegründete Düs-HARIBO übernimmt die Godesberger HARIBO beteiligt sich an der Firma Dun- seldorfer Lakritzenwerk übernommen.Firma Kleutgen & Meier, in der Firmen- hills (Pontefract) in England. Dunhills, ein 1930 erwarb Edmund Münster aus demgründer Hans Riegel seinen ersten englisches Traditionsunternehmen, stellt Ausland die Lizenz für das KaubonbonArbeitsplatz hatte. Unter dem Marken- u. a. die „Pontefract Cakes“, eine regio- MAOAM (s. S. 45). 1982 zog die Produk-namen Monarch werden Fruchtgummi- nale Spezialität, her. 1994 geht die Firma tion von Düsseldorf nach Neuss um.Stückartikel vertrieben. zu 100 Prozent an HARIBO über, unter HARIBO übernimmt 1986 die Edmund dem Namen HARIBO DUNHILLS PLC. Münster GmbH & Co. KG in Neuss.1961HARIBO übernimmt die Bonera Industrie 1989en Handelsmaatschappij N.V. in Breda, HARIBO baut in Norwegen eineHolland. Nach Umfirmierung heißt die Vertriebsorganisation auf. Der Sitz derFirma nunmehr HARIBO NEDERLAND B.V.. Vertriebsgesellschaft HARIBO LAKRIS A/S ist Oslo.1967 1990HARIBO erwirbt Anteile der französi- HARIBO engagiert sich in den neuenschen Süßwarenfabrik Lorette. Es folgt Bundesländern. 1898 hatte Oswald Sten-eine Umbenennung in HARIBO France gel in Wilkau-Haßlau eine Süßwaren-,S.A. . Der Firmensitz ist Marseille. 1985 Lebkuchen- und Schokoladenfabrikerwirbt HARIBO die Firma Ricqles Zan, gegründet, die sein Sohn 1949 an dasebenfalls in Südfrankreich ansässig. Aus Land Sachsen verkaufte. Es entstand derder Fusion dieser Gesellschaft mit volkseigene Betrieb (VEB) Süßwarenfa-HARIBO France S.A. geht Ende 1987 die 1976 brik WESA. Nach der Wiedervereinigungneue Firma HARIBO-RICQLES ZAN S.A. HARIBO baut in Schweden eine erwirbt HARIBO die Süßwarenfabrik.hervor. Produziert wird in Marseille und Vertriebsorganisation auf. Der Sitz derUzès. Von hier werden Frankreich und Vertriebsgesellschaft HARIBO LAKRITS 1990andere südeuropäische Märkte beliefert. AB ist Helsingborg. HARIBO erwirbt 100 Prozent der Aktien der italienischen Firma SIDAS DOLCIA- 1977 RIA S.p.A. und gründet die Firma HARIBO baut in Österreich eine Vertriebs- HARIBO ITALIEN S.p.A. . Firmensitz ist die organisation auf. Nachdem HARIBO 1988 oberitalienische Metropole Mailand. die Firma Panuli Bonbon Ges.m.b.H. in Linz erworben hat, beginnt man unter 1992 dem Namen HARIBO LAKRITZEN Hans HARIBO baut in Finnland die Vertriebs- Riegel Betriebsgesellschaft mbH mit einer organisation HARIBO LAKRIDS OY AB12 eigenen Produktion. mit Sitz in Helsinki auf.
  10. 10. HARIBO International1993 2000HARIBO übernimmt die renommierte HARIBO kauft den niederländischenMarke Vademecum mit Zahnpflege- Süßwarenhersteller Hoepman aus Hoo-Kaugummis und Hustenbonbons. gezand in der Provinz Groningen auf. Die Firma fertigt Lakritz-, Hart- und Weich-1995 schaumartikel.Nachdem HARIBO bereits 1985 in Spa- Werk Österreichnien eine Vertriebsgesellschaft gegründet 2001hat, eröffnet der Süßwarenproduzent aus HARIBO übernimmt den türkischenBonn nun auch eine Produktionsstätte in Fruchtgummi- und Schaumzuckerher-Spanien, die HARIBO ESPANA S.A. steller Pamir Gida Sanayi A.S. Mit dem arabischen Raum, der Türkei und den1996 muslimischen Gebieten der ehemaligenIn Uzès in Frankreich eröffnet HARIBO UdSSR erschließen sich durch diesedas „Musée du Bonbon“. Die Geschichte Akquisition für HARIBO neueder Bonbon-, Lakritz- und Fruchtgummi- Absatzgebiete. Werk Dänemarkherstellung und damit auch zu großenTeilen die HARIBO-Geschichte selbst 2002werden hier einem interessierten Publi- HARIBO eröffnet eine Vertriebsniederlas-kum zugänglich gemacht. sung in Polen, die HARIBO Sp. z o.o.1996 2003HARIBO übernimmt die belgische Firma HARIBO erschließt in Russland denDulcia und beginnt unter dem Namen größten osteuropäischen Markt. In derHARIBO BELGIE B.V.B.A. mit dem Aufbau Hauptstadt Moskau wird die Vertriebs- Werk Spanieneines einheitlichen Markenauftritts für niederlassung OOO HARIBO KONFETYeine ganze Reihe von Speck-Produkten, gegründet.die seit 2007 unter der Marke HARIBOChamallows angeboten werden. 2004 HARIBO baut auch in der Slowakischen1998 Republik eine Vertriebsorganisation auf,Mitte Juni übernimmt HARIBO den spa- die HARIBO SK s.r.o.nischen Süßwarenproduzenten Geldul Werk UngarnS.L. in Alicante. 2005 Mit der HARIBO AUSTRALIA Pty Ltd.1998 ist der Bonner Süßwarenhersteller mitDie osteuropäischen Märkte werden einem eigenen Vertrieb auch in Austra-immer wichtiger. HARIBO gründet eine lien vertreten.Vertriebsniederlassung in Tschechien.Firmensitz der HARIBO CZ s.r.o. ist Brünn. 2005 Auch in Portugal wird der Vertrieb fortan2000 durch eine neue Vertriebsorganisation,Im Jahre 2000 wird der Bau einer die HARIBO Portugal, Unipessoal, Lda.,Produktionsstätte in Ungarn fertig- erleichtert.gestellt. Von hier aus wird durch dieHARIBO Hungária Kft der Ausbau derosteuropäischen Märkte forciert. 13
  11. 11. Fruchtgummi – GeschichteFruchtgummi – eine lange undbewegte VergangenheitBis zur Geburt des „Goldbären“, des beliebtesten und bekanntesten Fruchtgummiprodukts vonHARIBO, war es ein langer Weg. Streng genommen begann er bereits vor 2000 Jahren. Denn schon imAltertum wusste man, wie man süße Sachen zubereitet: Die Griechen und Römer naschten gerne Back-waren, die mit Dattelsaft oder Honig gesüßt oder in Traubensaft getränkt waren. Im Mittelalter kannteman Pfeffer- und Lebkuchen aller Art. Im 16. Jahrhundert schließlich brachten Seefahrer die Kakao-bohne aus Mittelamerika mit nach Europa.Rohrzucker – lange Zeit ein LuxusgutDer um die erste Jahrtausendwende aus dem arabischen Raum über Venedig nach Europa importierteRohrzucker war lange Zeit ein teures Luxusgut, das sich ausschließlich der Adel und reiche Bürger alsGewürz oder Medikament leisten konnten. Für einen Zentner Rohrzucker bezahlte man im 14. Jahrhun-dert nach heutiger Währung ca. 1200 Euro.Rübenzucker – der Luxus demokratisiert sichErst spät erhalten auch breitere Bevölkerungsschichten Zugang zum Luxusgut Zucker. Mit der von Napo-leon 1806 über ganz Europa verhängten Kontinentalsperre war der Rohrzuckerimport aus den mittler-weile in Übersee angesiedelten Hauptanbaugebieten für Rohrzucker unterbrochen. Vor allem inDeutschland stieg man auf die erst Mitte des 18. Jahrhunderts entwickelte Rübenzucker-Pro-duktion um. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts wurde Rübenzucker schließlich zu einemerschwinglichen und alltäglichen Lebensmittel.Gummi arabicum – die entscheidende Fruchtgummi-Zutat Die Zuckerrübe –Im 19. Jahrhundert entdeckten findige Zuckerbäcker, dass man Zucker mit dem Harz Rohstoff füreines bestimmten Akazienbaumes, der in Afrika, Asien und auch Australien beheimatet ist, kombinieren erschwinglichenkonnte. Bei diesem Harz handelte es sich um das Gummi arabicum. Aus der Provinz Kordofan im ZuckerSudan kam das sauberste und klarste Gummi arabicum. Dieses Rohharz wurde gereinigt, aufbereitet undmit dem Zucker aufgekocht. Unter Zugabe von Frucht- und anderen Aromastoffen erhielt man auf dieseWeise die ersten weichen Fruchtgummis – die Vorläufer der berühmten HARIBO-Fruchtgummis. 15
  12. 12. KleineFruchtgummi – Fruchtgummi-das Geheimnis des Inhalts Parade Neben dem klassischenEigentlich ist es gar kein Geheimnis, woraus die HARIBO- Fruchtgummi gibt es eine VielzahlFruchtgummis hergestellt werden: Sie bestehen aus einer Mix-tur von Glukosesirup (macht sie durchsichtig), Zucker und von Produkten, die sich durchDextrose (machen sie süß) sowie Gelatine (macht sie „gum- spezielle Zutaten oder besonderemig“). Hinzu kommen Frucht- und Pflanzenkonzentrate, Kombinationen auszeichnen.Aromen, Stärke und etwas Citronensäure. Wie allerdingsdie genaue anteilige Zusammensetzung und die „Kniffe“ wäh-rend des Produktionsvorganges aussehen, darüber schweigensich die „HARIBO-Köche“ natürlich aus – denn hier liegt daseigentliche Geheimnis, das die Fruchtgummis von HARIBO sounvergleichlich gut schmecken lässt.Die Farben –reine NaturprodukteSeit Ende der 80er-Jahreerhalten die „Goldbären“und viele andere HARIBO-Produkte ihr buntes Ausse-hen durch die Verwendungvon Frucht- und Pflanzenkonzentraten. Mischungen aus KombiprodukteFruchtzubereitungen wie Schwarze Johannisbeere, Orange, Hergestellt aus Zucker, braunem Zucker-Zitrone, Holunderbeere, Rote Johannisbeere, Aronia, Traube, sirup, Gelatine, Glukose, Frucht- und Pflan-Spinat, Brennnessel, Passionsfrucht, Mango, Karotte, Kiwi zenkonzentraten sowie Aromen, kombiniertund Apfel ergeben die entsprechend benötig- mit Lakritz, das ergibt den unvergleich-ten Farbtöne. lichen Geschmack von Fruchtgummi und Lakritz in einem. Besonders beliebt sind auch mehrlagig gegossene Kombinationen aus Fruchtgummi-, Konfekt- und Schaum- zuckermasse.16
  13. 13. Fruchtgummi – Produkte und Inhaltsstoffe Fruchtgummi Hergestellt aus Zucker, Gelatine, Glukosesirup und einem Zusatz von Aromen, in Formpuder gegossen und bezuckert. HARIBO-Fruchtgummis weisen meist Frucht- und Tierformen auf und sind in bunten Mischungen sowie in verschiedenen Geschmacksrichtungen erhältlich. Spezialitäten HARIBO „Bronchiol“ zählt zu den Spezialitäten des Produkt- sortiments. Hierbei handelt es sich um ein Gummibonbon mit original japanischem Minzöl. HARIBO „Bronchiol“ gibt es in den Geschmacks- richtungen Menthol, Kirsch und mit Kräuter-HARIBO „Jogi-Bussi“, eine raffinierte füllung, einer Kombination aus Eukalyptus,Kombination von Fruchtgummi, Menthol und achtSchaumzucker und einer „sichtbaren“ verschiedenen Kräutern. Joghurtzubereitung. HARIBO „Fruity-Bussi“, eine köstliche Kombination aus Schaumzucker, Frucht- gummi und einer Fruchtzubereitung. 17
  14. 14. Gelatine, Stärke,Agar-Agar – die Alternativenzu Gummi arabicumDie Gummi-Bonbons, die einst mit Gummi arabicum herge-stellt wurden, hatten eine andere Konsistenz und vermitteltenein anderes Kau- und Geschmackserlebnis als der heutige„Goldbär“ oder andere Fruchtgummiprodukte. Zudem verteu-erte sich die Gewinnung von Gummi arabicum so sehr, dassman sich in der Süßwarenbranche nach anderen Grundstoffenumsehen musste.Zur Herstellung verschiedener Fruchtgummiprodukte setztHARIBO als Grundstoff seit den 80er-Jahren in der RegelGelatine ein – und zwar ausschließlich Schweineschwarten-gelatine. Einige Fruchtgummi-Produkte werden auch mit Hilfevon Stärke oder Agar-Agar, einer tropischen Algenart,erzeugt. Dazu gehören unter anderem die „Sauren Gurken“oder „Kirsch-Cola“. Diese Artikel können problemlos auch Weingummivon Vegetariern oder Menschen islamischen Glaubens ver- Hergestellt aus Zucker, Gelatine, Glukosesirup,zehrt werden. Dextrose (Traubenzucker), einem geringenDer Hauptbestandteil des Fruchtgummis, die Gelatine, enthält Anteil Wein, einem Zusatz von Aromen undweder Fett noch Kohlenhydrate. Ein halber Liter reines Gelatine- Farbstoffen. Der geringe Anteil von Alkohol imGelee hat nur 40 Kilokalorien. Wissenschaftliche Studien bele- Wein verkocht bei der Herstellung vollständig.gen, dass Gelatine nachhaltig Gelenkverschleiß vorbeugen kann.Regelmäßig eingenommen, stärkt sie Haut und Bindegewebe.18
  15. 15. Fruchtgummi – Produkte und InhaltsstoffeGelee-Produkte Die aromatisierte, weiche Zuckerware wird meist im Pudergießverfahren (s. S. 36) hergestellt. Die Gelierung durch Agar-Agar bewirkt eine weichere Konsistenz als bei Frucht- oder Weingummis. HARIBO-Gelee-Produkte weisen meistens Fruchtformen auf, wie zum Beispiel die Himbeeren und Brombeeren („Berries“) oder die HARIBO „Pfirsiche“. Extruder-Produkte Die unter hohem Druck und hohen Temperaturen in so genannten Schneckenpressen (Extruder) hergestellten Fruchtgummi- produkte werden häufig in kandierter Form angeboten. 19
  16. 16. Der Goldbär Tanzbär (ca. 1930) – Vorläufer des berühmten GoldbärenDer Goldbär – Schwarzbär (1925) –Kultfigur und HARIBO-Star der Vetter aus LakritzUnumstrittener Fruchtgummi-Star und Synonym für Fruchtgummi überhaupt sind undbleiben die mittlerweile weltberühmten „Goldbären“ von HARIBO. Ja, man kann wohlbehaupten, dass die „Goldbären“ heute über alle Generationen hinweg sogar Kult-status besitzen.Der Tanzbär – Urahn des GoldbärenHans Riegel, der Gründer von HARIBO, kreierte 1922 seine erste Bären-Form, denUrahn des heutigen Goldbären. Inspiriert war dieser Tanzbär von den noch bisins 19. Jahrhundert auf Jahrmärkten, Kirchweihfesten und anderen Feierlichkeitenals fester Bestandteil des Unterhaltungsprogramms auftretenden dressierten Bären.Fahrendes Volk führte die an Ketten gehaltenen Tiere zur Belustigung derMenschen vor, die sich an ihren Kunststückchen und tapsigen Tänzen erfreuten.Für die Bären stellte sich diese Form der Tierhaltung allerdings als ein recht zweifel-haftes Vergnügen dar. „Tanzbären“ (1922) –Die „Tanzbären“ aus Fruchtgummi waren größer als die heutigen „Goldbären“, aber erschwingliches Ver-auch schlanker. Schnell wurden die „Tanzbären“ neben den „Süßen Teufeln“ zu einem gnügen in KrisenzeitenKlassiker des HARIBO-Programms. Zwei „Tanzbären“ kosteten im inflationsgeschüttel-ten Deutschland damals am Kiosk nur einen Pfennig. Ab 1925 produzierte HansRiegel auch Lakritz-Artikel – der Tanzbär erhielt einen Vetter: den so genanntenSchwarzbären.Der Teddybär – die zweite Bären-GenerationIn den 30er-Jahren taucht in der HARIBO-Produktpalette ein weiterer Verwandter desTanzbären auf: der Teddybär. Er war kleiner und rundlicher und stellte die Naschver-sion des beliebten Kuscheltiers dar. Benannt sind die Teddybären nach dem 26. Präsi-denten der Vereinigten Staaten (1901–1909), Theodore Roosevelt (1858–1919), der Theodore „Teddy“ein leidenschaftlicher Jäger war und eine besondere Vorliebe für Bären hatte. Bei offi- Roosevelt, nach ihmziellen Anlässen bekam er deshalb häufig auch Stoffbären geschenkt, die sehr bald sind die „Teddybären“nach der Kurzform seines Vornamens ganz einfach „Teddy“-Bär benannt wurden. benannt 21
  17. 17. 1960 – Die „Gold-Bären“ erblicken das Licht der Welt1960 kommen zum ersten Mal, als Nachfolger der legendären „Tanzbären“, dieHARIBO-„Gold-Bären“ auf den Markt. Es ist die Geburtsstunde eines süßen Kultprodukts.1961 – Die „Gold-Bären“ kommen in die TüteDie Konjunktur im Land des Wirtschaftswunders boomt. Auch in den 60ern 1961ist die Atmosphäre noch von Aufbruchstimmung, hohen Wachstumsraten undinnovativem Geist geprägt. Und natürlich arbeitet auch die HARIBO-„Kreativ - 1960abteilung“ ständig an neuen Ideen. Gab es HARIBO-Süßigkeiten bisher in deko-rativen Blechdosen oder als lose Ware in Pappkartons, so hält nun der Zellophan-Beutel als modernere und zeitgemäße Verpackung Einzug in die Regale. 1967 – Die „Gold-Bären“ erhalten eine Geburtsurkunde Der riesige Erfolg des neuen Produktes veranlasste HARIBO, den „Gold-Bären“ eine amtliche „Geburtsurkunde“ ausstellen zu lassen: 1967 werden die „Gold-Bären“ vom Deutschen Patentamt offiziell als eingetragenes Warenzeichen anerkannt.1968 – Die „Gold-Bären“ werden neu verpacktEnde der 60er-Jahre wechseln die „Gold-Bären“ die Verpackung. Die Gestaltung 1968der Zellophan-Beutel sowie der HARIBO-Schriftzug sind moderner gestaltet.1978 – Die „Gold-Bären“ wechseln die Form 1978In den 70ern verändern sich erneut die ästhetischen Alltagsnormen der Kun-den. Und so ändert sich auch die Form der „Gold-Bären“: Die ursprüngliche, relativ 1989weit nach außen weisende Fußstellung wird zurückgenommen, stattdessen erhalten 2003die „Gold-Bären“ ihr kompakteres, stilisiertes Aussehen, das sie bis heute beibehaltenhaben. Auch die Gestaltung des Beutels wird markanter: Die Teddybären-Illustrationist farblich weitaus deutlicher abgesetzt.1989 – Die „Goldbären“ wechseln die FarbenDie „Goldbären“ verändern erneut ihr Aussehen: Die Farben werden etwas blasser,weil sie nun durch Frucht- und Pflanzenkonzentrate erzeugt werden. Der Beliebtheitder kleinen Gummibärchen tut dies allerdings keinen Abbruch. Auf der Verpackungtaucht erstmals der gelbe Goldbär mit roter Schleife auf. 2007 2003 – Mit den „Goldbären“ zur vertrauenswürdigsten Süßwarenmarke Deutschlands gewählt Seit 2003 wurde HARIBO auch dank der „Goldbären“ in der 2007 – 85 Jahre HARIBO Goldbärengrößten jährlich durchgeführten europäi- Zum 85. Geburtstag erhalten die „Goldbären“ eineschen Verbraucherstudie, der „European neue Rezeptur, ein neues Beuteldesign – und ein ein-Trusted Brands“, mehrfach in Folge zur heitliches, fröhliches Lächeln. Als sechste Geschmacks-vertrauenswürdigsten Süßwarenmarke richtung wird „Apfel“ ergänzend hinzugefügt.gewählt. Das Jubiläum wird mit einer deutschlandweiten Sommerpromotion kommuniziert. Motto:22 „Die Goldbären werden fruchtiger!“
  18. 18. Die Goldbären-FamilieDie „Mini-Goldbären“Für alle, die es eineNummer kleiner lieben.Die „Mini-Goldbären“in der Mini-Tüte findetman oft als „Betthupferl“auf dem Kopfkissenim Hotelzimmer. „Bärli“ Die extra großen „Bärlis“ für den doppelten Genuss. Die „Goldbären“ – seit Generationen kultige llem en! M it to tznutz Lieblingsnascherei für Zus a Jung und Alt! Die „Goldbären-Dose“ Die erste, völlig neuartige Verpackung im exklusiven Goldbären-Design! Die Dose besitzt die Form des bekannten Produktstückes und kann, nachdem die leckeren Goldbären genascht wurden, im Haushalt oder als Pudding- und Götterspeiseform vielfach weiterverwendet werden! „Weihnachts-Goldbären“ und „Weihnachts-Bärlis“ Für alle, die auch zum feierlichen Weihnachtsfest nicht auf „Goldbären“ verzichten wollen – oder können. Einem echten Bärenfan sollte man die „HARIBO-Weihnachts-Goldbären“ oder „Weih- nachts-Bärlis“ unter den Christbaum legen. 2009 Diese haben sich zum feierlichen Anlass sogar extra eine Nikolausmütze aufgesetzt. 2009 – „Saft-Goldbären“ Seit 2009 freut sich die „Goldbären“-Familie über starken Familienzu- wachs: Die „Saft-Goldbären“ sind mit einem Anteil von 22 Prozent Frucht- saft und ihrer softig-weichen Konsistenz eine echte Bereicherung der Produktlinie. Das saftige Nascherlebnis gibt es in den Geschmacksrichtun- gen Apfel, Birne, Himbeere, Pfirsich, Limette und Schwarze Johannisbeere. Im Sommer 2009 ist das Produkt mit dem Preis „HIT 2009“ der LEBENS- MITTEL PRAXIS ausgezeichnet worden. 23
  19. 19. HARIBO Chamallows –Schaumzucker vom FeinstenDulcia, die belgische TraditionsmarkeDie wenigsten unserer Kunden wussten es: Die Süßwaren-firma Dulcia, die seit Jahrzehnten die sehr beliebten Dulcia-Marshmallow-Produkte herstellt, gehört seit 1996 zurHARIBO-Firmengruppe.Die Firma Dulcia (lat. sanft, süß) war 1950 von Grégorius Nuytsim belgischen Deurne gegründet worden. 1962 zog das Unter-nehmen nach Kontich um, wo die vier Kinder des Firmengrün-ders den elterlichen Betrieb weiterführten. Zehn Jahre spätervernichtete ein verheerendes Feuer die Produktionsstätten, diejedoch schnellstmöglich wieder aufgebaut wurden, ausgestattetmit der seinerzeit neuesten Herstellungstechnik und denmodernsten Maschinen.Aus Dulcia wird HARIBO ChamallowsAls HARIBO 1996 Dulcia übernahm, blieb der am Markt einge-führte Markenname Dulcia, unter dem so erfolgreiche Speck-produkte wie „Soft-Kiss“, „Coco-Balls“ oder „Rombiss“hergestellt und vertrieben wurden, über zehn Jahre lang erhal-ten. Mitte 2007 schließlich erfolgte die Markenumstellung allerDulcia-Produkte auf die Marke HARIBO Chamallows, um imSchaumzuckerbereich einen weltweit einheitlichen Markenauf- „Chamallows“ – die leckeretritt zu gewährleisten. Marshmallow-Mischung im auffälligen SpitzbeutelDer Name ändert sich, die Qualität bleibtDie stets überzeugend hohe Produktqualität ist natürlich gleichgeblieben, wobei auch weiterhin nur zertifizierte Lieferanten mitder Rohstoffbelieferung beauftragt werden und der Produk-tionsprozess laufend akribisch kontrolliert wird.Für den Konsumenten hat sich also nicht viel geändert, nur dassdie Menschen nun die Chamallows-Produkte direkt mit derMarke HARIBO in Verbindung bringen und somit einen zusätz-lichen Garant für deren Qualität und Verlässlichkeit erhalten. Chamallows „Barbecue“ – ob heiß oder kalt, immer ein Genuss24
  20. 20. HARIBO ChamallowsChamallows „Cocoballs“ – Schaumzucker mit feinen Kokosraspeln Chamallows „Mix“ – die einzigartige soft- bunte Mischung Chamallows „Minis“ – leckere Schaumzucker- Häppchen, besonders zum Dekorieren von Desserts, Kuchen oder Eis geeignet Chamallows „Soft-Kiss“ – die Marshmallow- Spezialität mit Schokoladen- und Vanillegeschmack Chamallows „Rombiss“ – der Schaumzucker-Klassiker mit leckerem Vanille- geschmack 25
  21. 21. Lakritz – GeschichteLakritz –das schwarze Goldder SüßholzwurzelNaschwerk und süße MedizinOb als Schnecke oder Konfekt, ob dragiert oder salzig, HARIBO-Lakritzprodukte gehören zu denbeliebtesten Leckereien überhaupt. Ausgangsprodukt der Lakritzherstellung ist der Wurzelstockdes Süßholzstrauches aus der Familie der Schmetterlingsblütler. Der aus der Wurzel gewonneneSüßholzsaft ist um ein Vielfaches süßer als Zucker. Was wir heute, je nach Zutat, als süß, würzigoder salzig schmeckendes Naschwerk genießen, war jedoch über Jahrtausende hinweg haupt-sächlich ein Heilmittel. Der im Süßholzsaft enthaltene Wirkstoff Glycyrrhizin beruhigt die Magen-schleimhäute und die Bronchien, weshalb die Süßholzwurzel früher gegen Erkältungskrankheitenund Magenbeschwerden eingesetzt wurde. Forschungen der New York University haben er-geben, dass der Süßholzzucker sogar Herpesviren unschädlich machen kann. Auch im alten Ägypten warKleine Geschichte der magischen Wurzel die Heilkraft der Süßholz-Die Lakritz-Geschichte reicht einige Jahrtausende zurück. Bereits in traditionellen chinesischen wurzel bereits bekanntKräuterbüchern wird Süßholz erwähnt. In ägyptischen Papyrus-Rollen ist Süßholz ebenfallsdokumentiert, sogar im Grab des Tutenchamun (1347–1339 v. Chr.) soll es gefunden wordensein. Seine heilenden Eigenschaften wurden aber auch im Zweistromland geschätzt: Tontafelnaus dem 7. Jahrhundert v. Chr. beschreiben den Gebrauch des Süßholzes bei der Behandlungassyrischer Könige.Theophrast (369–285 v. Chr.), Schüler von Aristoteles und Begründer der Botanik, schreibt inseiner „Historia plantarum“, dass „die skythische Wurzel (= Süßholz) die Fähigkeit hat, Durst zulöschen, wenn einer sie im Munde hält. Deshalb sagt man, dass die Skythen hiermit und mit Die Heerscharen Alexan-Pferdemilchkäse 11 oder 12 Tage, ohne zu trinken, gehen können“. Auch die Heerscharen Ale- ders des Großen hattenxanders des Großen (356–323 v. Chr.), ebenfalls ein Schüler von Aristoteles, sollen die langen Süßholz als DurstlöscherFeldzüge teilweise ohne Wasser überstanden haben, weil sie sich stattdessen mit Süßholz ver- im Marschgepäcksorgten. Bei den römischen Legionären war das Süßholz ebenso fester Bestandteil der täg-lichen Verpflegungsrationen. Viele griechische und römische Ärzte priesen die Süßholzwurzelals ein Heilmittel gegen Husten, Erkältung und Katarrh.Im Mittelalter wurden dem Süßholz magische Kräfte und Wunderheilungen zugeschrieben. Zuseinem geheimnisvollen Ruf trug die dunkelbraune bis schwarze Farbe bei. Weil man sich dieHeilwirkungen „wissenschaftlich“ nicht erklären konnte, wurden Hexerei und Teufelswerk ver-mutet. Der Verbrauch des Süßholzes nahm im Mittelalter indessen stetig zu. Während derRenaissance wurde Lakritz als „süße Medizin“ geradezu volkstümlich. In der Regierungszeit vonElisabeth I. (1533–1603) baute man den Süßholzstrauch sogar in England an. Im Mittelalter vermuteteAuch in der frühen wissenschaftlichen Literatur findet man Hinweise. So beschreibt ein botani- man hinter der Heilkraftsches Fachbuch aus dem 17. Jahrhundert die Süßholzpflanze, ihren Anbau und die Anwen- der Süßholzwurzel Hexereidungsgebiete für den Sud, der aus den Wurzeln gewonnen wurde. und Teufelswerk 27
  22. 22. Von der Wurzel bis zum Gieß-Lakritzfertigen Lakritzprodukt Zur Gruppe des Gieß-Lakritz gehören Figuren, Pastillen und Taler. Die „Salinos“ – ein Klassiker der HARIBO-Produkt-Wie alles anfing ... palette – erhalten ihre glänzendeIm Jahre 1760 begann ein findiger Apotheker namens George Oberfläche durch Bienen- undDunhill aus dem englischen Ort Pontefract mit der Herstellung Carnaubawachs. von Lakritzprodukten, die nicht mehr für medizinische Zwecke bestimmt waren. Dun- hill fügte dem verdünnten Wurzelextrakt Zucker und andere Zutaten hinzu. So ent- stand mit den „Pontefract Cakes“ eine bis heute beliebte Lakritzsüßigkeit. Das war die Geburtsstunde der Lakritzprodukte, wie wir sie heute kennen.Bei HARIBO werden Lakritzprodukte seit 1925 hergestellt.Das erste Produkt war die beliebte Lakritzstange mit dem auf-gepressten HARIBO-Schriftzug. Bald folgten die weltberühmte„Lakritz-Schnecke“ und viele andere Lakritz-Leckereien.Seit 1972 gehört auch die Dunhills Limited mit ihren „PontefractCakes“ zur HARIBO-Firmengruppe.Der RohstoffOhne Süßholzstrauch (Glycyrrhiza glabra) gibt es kein Lakritz.Die blaulila blühenden Stauden erreichen eine Höhe vonetwa ein bis zwei Metern. Der Süßholzstrauch ist haupt-sächlich im Mittelmeerraum und in den mittelasiati-schen Ländern heimisch. Im Spätherbst werden die weitverzweigten, fin- Kleine Lakritz-Parade gerdicken Wurzeln, deren Bei den Lakritzprodukten unterscheidet Ausläufer eine Länge man grundsätzlich zwischen Gieß- und Press- von bis zu acht Metern oder auch Weich-Lakritz. Beim Gieß-Lakritz wird erreichen können, das Ausgangsprodukt zu einem dicken Sirup ein- geerntet. gekocht und anschließend, wie Fruchtgummi- Produkte, mit Hilfe von Gießanlagen in Kästen mit Maisstärke gegossen. In der Maisstärke trocknet die Masse. Anschließend werden sie auf Hochglanz gebracht. Press- Lakritz wird gekocht, in Form gepresst und dann getrocknet. Weich-Lakritz wird im Pressverfahren hergestellt.28
  23. 23. Lakritz – Produkte und Inhaltsstoffe Lakritz – die sprachliche Herkunft „Lakritz“ leitet sich aus dem griechischen Wort „glykeia rhiza“ her (glykeia = süß, rhiza = Wurzel). Im Lateinischen wurde daraus „glycyrriza“, im Mittellateinischen „liquiricia“. Wortgeschichtlich besteht eine Verwandtschaft zu dem Wort „Glyzerin“. Im Mittelhochdeutschen, dem Vorläufer unserer heutigen deutschen Hochsprache, finden sich eine ganze Reihe von ähnlichen Bezeichnungen, die sich alle aus dem mittellateinischen Wort für Lakritz ableiten. Die Gebrü- der Jacob und Wilhelm Grimm geben die folgenden Bezeichnungen aus dem Mittelhochdeutschen an: Lakeritz, Lakricie, Lakericie, Lakerisse, Leckerici, Leckeritz, Leckwaicz, Lichkricz, Licritz und Lackericz. Lakritz-Konfekt Für die Herstellung von Lakritz-Konfekt wird Weich-Lakritz mit Zuckerpasten in verschiedenen Geschmacksrichtungen kombiniert. So werden zum Beispiel Würfel aus verschiedenen Lagen hergestellt, wie bei der leckeren Lakritz-Kokos-Kombination mit echtem Kokos, die zu den absoluten HARIBO- Klassikern gehört. -Lakritz – gesund IBO HAR un d ein fach lecker!Press- oder auch Weich-LakritzOb Bänder, Schnüre, Riemen, Röhrchen,gedreht, massiv oder mit Füllungen.Im Pressverfahren entstehen zum Beispieldie berühmten „Lakritz-Schnecken“, „BonnerGold“ oder die „Salmiak-Stangen“. 29
  24. 24. Raspeln, kochen und in Form gießen Die ausgegrabenen Wurzeln werden gewaschen, geschält, getrocknet, anschließend geraspelt und zu guter Letzt mit Was- ser ausgekocht. Das Ergebnis ist eine schwarze, dickflüssige Masse, die vor dem Erkalten in Blöcke gegossen wird. Diese handelsüblichen, steinharten 5-kg-Rohlakritzblöcke werden schließlich bei HARIBO in der Produktion zur weiteren Verarbei- tung angeliefert. In der „Küche“ von HARIBO ... In der „Küche“ von HARIBO werden die Lakritzblöcke zunächst zerkleinert und die dabei anfallenden Stücke in heißem Wasser aufgelöst. Der jetzt noch enthaltene Glycyrrhizin-Anteil von ca. 5-7 Prozent ist jedoch nach wie vor zu hoch, weshalb Roh- lakritz weiter verdünnt wird. Für den typischen Geschmack der verschiedenen Lakritzsorten müssen mindestens drei Prozent Süß- holzsaft enthalten sein. Je nach Produkt werden neben Rohlakritz weitere Zutaten wie Zucker, Glukosesirup, Weizenmehl, modifi- zierte Stärke oder Gelatine, Kochsalz und diverse Aromen hinzu- Dragiertes Lakritz gefügt. Die Konsistenz und die Formbarkeit von Lakritz werden Ein Lakritzkern wird mit über den Anteil von Stärke bzw. Geliermittel gesteuert. Aus der einer Zuckerhülle jeweiligen Zusammensetzung all dieser Zutaten entstehen so die ummantelt. Besonders unterschiedlichen und beliebten HARIBO-Lakritzwaren. beliebt sind „Stafetten“, „Sali-Kritz“ oder „Viola“.MundartDas „Schwäbische Wörterbuch“ von 1904 verweist darauf, dass die allge-meine Bezeichnung für den Süßholzsaft im süddeutschen Raum „Bären-dreck“ sei. In diesem geographischen Zusammenhang sind auch dieBezeichnungen „Bärenkraut“ und „Bärentatze“ zu sehen. Mit „Gebrenntes“und „Süßholz“ werden noch weitere Synonyme genannt.Übrigens: Linguisten haben 1932 für das „Rheinische Wörterbuch“ in über1500 Orten im Rheinland Feldforschung betrieben und ausgerechnet hiereinen ganz besonders variantenreichen Sprachgebrauch für Lakritz festge-stellt – eine erfreuliche Erkenntnis für ein Unternehmen wie HARIBO, dasseit der Gründung fest im rheinischen Kulturkreis verwurzelt ist. 30
  25. 25. Lakritz – Produkte und Inhaltsstoffe Kombi-Lakritz Die Kombi-Produkte gehören zur Gruppe des Gieß-Lakritz. Frucht- gummi und Lakritz werden zusam- men in eine Form gegossen. So entstehen unter anderem die beliebten HARIBO „Vampire“.Salz-LakritzEine Spezialität, die einen höherenSalmiak-Anteil von bis zu zwei Pro-zent aufweist. In der Regel werdensolche Produkte auch kandiert, wiebeispielsweise die „Salz-Brezeln“. „Süßholz raspeln“ Die im Deutschen gebräuchliche Metapher vom „Süßholz raspeln“ ist der spezifischen Tätigkeit bei der Verarbeitung der Süßholzwurzel entlehnt und steht für „schönreden“ oder „schmeichlerisch daherreden“. Eine der ersten Erwäh- nungen findet man bei Hans Sachs (1494–1576), dem bekannten Meistersinger aus Nürnberg. Hier heißt es, dass er „süßes Holz ins Maul nehme“. Im 19. Jahrhundert war „Süßholz raspeln“ in der Bühnen- und Theatersprache auch die umgangssprachliche Bezeichnung für die Rolle des jugendlichen Liebhabers in einem Theaterstück. 31
  26. 26. Die Daten der Musterzeichnungwerden von einer Hightech-Fräse ineinen Gipsstempel verwandelt
  27. 27. Fruchtgummi – das Produktdesign Mit einem Grafik- programm wird am Bildschirm aus derJedes HARIBO-Produkt wird Handzeichnung einezunächst als Skizze von dreidimensionale Mus-Hand zu Papier gebracht terzeichnungFruchtgummi –von der Zeichnung zumfertigen ProduktDas Produktdesign – zunächst kreative HandarbeitAm Anfang eines jeden HARIBO-Fruchtgummis steht vorerst die kreative Idee einer Produktdesig-nerin oder eines Produktdesigners. Denn jedes Fruchtgummi weist ja eine spezifische Form auf:Ob „Goldbären“ oder „Quaxi-Fröschli“, ob „Saure Pommes“ oder „Happy-Cola“, jede Form mussneu erfunden werden. Und das ist zunächst einmal Handarbeit. Jede Neuheit der HARIBO- An der Gipsform werdenProduktpalette wird im ersten Schritt per Hand als Skizze zu Papier gebracht. von Hand letzte Korrek-Weil HARIBO schnell auf aktuelle Trends reagiert, kommen jedes Jahr zehn bis fünfzehn solcher turen vorgenommenNeuheiten auf den Markt. Für das Produktdesign gibt es also immer genug zu tun.Computer und Fräse – Hightech für den PrototypDie Handzeichnung wird anschließend in einen Computer eingescannt. Am Bild-schirm verwandelt sich mit Maus und Grafikprogramm die zweidimensionale Hand-zeichnung in eine dreidimensionale präzise Musterzeichnung. Die Daten dieserMusterzeichnung werden wiederum an eine Hightech-Fräse übermittelt, mit der dieneue Fruchtgummiform in eine Gipsform gefräst wird. Abschließend ist noch einmalHandarbeit gefragt: Mit Messer und Handfräse werden letzte Korrekturen und derFeinschliff vorgenommen. Aus dem nun vorliegenden Prototyp wird schließlich einewiederverwendbare Form hergestellt, mit der man für die Produktion beliebig vieleGipsstempel herstellen kann. 33
  28. 28. Die Produktion in der „Küche“ –die Grundsubstanz wird angerührtund es entstehen viele leckereGeschmacksrichtungenDer erste Produktionsschritt beginnt in der „Küche“, wie die Her-steller ihren Produktionsraum nennen. Hier wird die Fruchtgummi-Grundsubstanz erhitzt und zu einer zähflüssigen Masse ange-rührt. Über Rohrleitungen wird diese Masse anschließend in eineGießanlage geleitet. Hier werden die separat vorbereitetenAromen und Farbstoffe hinzugegeben.Qualität – das oberste GebotHARIBO stellt hohe Anforderungenan die Grundbestandteile seinerProdukte. Nur absolut einwandfreieRohstoffe finden in HARIBO-Produk-ten Verwendung. Es verwundert alsonicht, dass zahlreiche Produkte ausdem Hause HARIBO mit dem golde-nen Gütezeichenband der CMA(Centrale Marketing-Gesellschaft derdeutschen Agrarwirtschaft) ausge-zeichnet wurden und dass HARIBO die begehrte Ehrenurkundefür 15 Jahre hervorragende Leistungen bei der Qualitätsförderungerhielt. Alle HARIBO-Betriebe in Deutschland sind nach dem IFS(International Food Standard), einer vom TÜV vorgenommenenBewertung von Sicherheit und Qualität der Produkte, im „HigherLevel“ zertifiziert.Dem Bekenntnis zur Hochwertigkeit der Produkte als Unterneh-mensphilosophie begegnet man nicht umsonst in HARIBO-Betrie-ben immer wieder auch in Form von Tafeln, die jeden einzelnenMitarbeiter daran erinnern, wie das beste Verkaufsargument fürHARIBO-Produkte lautet:34
  29. 29. Fruchtgummi – die HerstellungStändige Kontrollen während des gesamten Produk- Die Negativformen aus Stärkepuder werden mittionsprozesses sind bei HARIBO selbstverständlich den unterschiedlichen Massen gefüllt 35
  30. 30. Puderkästen und Gipsstempel –die Fruchtgummis nehmenGestalt anAuf einer Transportkette werden nun flache Kästen herange-führt, die randvoll mit feinem, glatt gestrichenem Stärkepudergefüllt sind. In die mit Formpuder gefüllten Kästen werdenanschließend von oben hunderte Gipsstempel hineingedrückt,die auf einem Brett gleicher Größe angebracht sind. ImStärkepuder bleiben ihre Abdrücke als Vertiefung zurück.Die Negativform fährt auf dem Fließband zur nächsten Pro-duktionsstation, wo aus Düsen in Sekundenbruchteilen dieflüssige Fruchtgummi-Mixtur in die Negativformen hinein-gegossen wird. Und schon haben mehrere hundert neueFruchtgummis das Licht der Welt erblickt!Das letzte „Make-up“ –und ab in die TüteNach einem relativ langen Trocknungsprozess in Trockenräu-men erhalten die Fruchtgummis abschließend noch einenÜberzug aus Bienen- und Carnaubawachs, der ihnen einglänzendes Aussehen verleiht und verhindert, dass sie an-einanderkleben. Jetzt sind die Fruchtgummis bereit, in einerVerpackungsmaschine automatisch abgewogen und einge-tütet zu werden, um von hier aus in unterschiedlichstenVerpackungsgrößen an Kunden in aller Weltverschickt zu werden. In Verpackungsmaschinen werden die Fruchtgummis abgewogen und eingetütet Gigantische Produktionsmengen – täglich werden weltweit 100 Millionen „Goldbären“ hergestellt!36
  31. 31. Fruchtgummi – die HerstellungDie ersten Muster werden von Hand hergestellt 37
  32. 32. Thomas Gottschalk undder Goldbär bei deroffiziellen Auszeichnungdurch „Guinness WorldRecords Ltd.“ für dielängste Werbepartner-schaft der Welt
  33. 33. Werbung, Marketing und andere HighlightsWerbung, Marketingund andere HighlightsBärenstarker Werbeauftritt –HARIBO verzeichnet RekordwerteErfolgreiche Werbebotschaften müssen einfach sein. Und die Kunden sollten diese Wer-bebotschaften – ohne lange nachzudenken – mit den betreffenden Produkten undihrem Hersteller verbinden können. So gesehen gibt es wohl kaum ein Unternehmen,das erfolgreicher wäre als HARIBO. „HARIBO macht Kinder froh und Erwachseneebenso“ – 98 % aller Verbraucher kennen den bereits in den 30er-Jahren des letztenJahrhunderts entwickelten und in den 60er-Jahren erweiterten Slogan von HARIBO! Ingestützten Befragungen (also unter Angabe verschiedenster Süßwarenmarken) gaben98,9 % der Konsumenten an, die Marke HARIBO zu kennen. Selbst in ungestütztenBefragungen (also ohne Angabe von Süßwarenmarken) gaben noch 87,3 % der Befrag-ten an, die Marke HARIBO zu kennen – das sind Rekordwerte.Derartige Bekanntheitswerte sind nicht zuletzt auf die seit 1991 bestehende Werbepart-nerschaft mit dem bei Jung und Alt bekannten und sehr beliebten TV-Entertainer ThomasGottschalk zurückzuführen – eine außergewöhnlich erfolgreiche Werbepartnerschaft. Undeine stabile und lang währende dazu: Im Jahre 2005 war es mit 14 Jahren bereits dielängste Werbepartnerschaft zwischen einem Unternehmen und einem Testimonial welt-weit – ein Rekord, der offiziell von „Guinness WorldRecords Ltd.“ bestätigt wurde. Und ein bärenstarkesArgument, diese erfolgreiche Partnerschaft fortzuführen.„Planet HARIBO“ im Interneterfolgreich auf UmlaufbahnSeit 1998 kann man sich unter www.haribo.com direktauf die Homepage von HARIBO klicken. Es handelt sichum eine Spiel-, Spaß- und Informationsplattform, auf dersich weltweit jährlich bis zu sechs Millionen begeisterteBesucher vergnügen oder informieren. Das bunte undvariantenreiche Angebot reicht von unterschiedlichstenThemenwelten, Spielen (bei denen es auch etwas zugewinnen gibt) über Produktinformationen, Unternehmensgeschichte und Pressemittei-lungen bis hin zu Informationen über aktuelle Promotions und Events für Jung und Alt.Ein unterhaltsames Online-Vergnügen rund um Goldbär und Co.! 39
  34. 34. Werbung, Marketing …HARIBO startet durch –mit der GoldbAIR-Boeingund TUIflyIn nur drei Tagen hatte man die Boeing 737-800 im holländischen HARIBO jede Menge TUIfly-Passagiere an ihre Urlaubsziele.Maastricht umlackiert. Im Dezember 2008 war es dann soweit: Die Zusammenarbeit zwischen HARIBO und TUIfly – mit rundDer Flieger von TUIfly mit der blaubunten HARIBO-Sonderlackie- 10,5 Millionen Passagieren und einer Flotte von derzeit 39rung wurde der Öffentlichkeit vorgestellt: HARIBO-Werbestar modernen Maschinen die drittgrößte deutsche Airline – stelltThomas Gottschalk taufte die Boeing am Köln Bonn Airport auf eine bisher einzigartige Form des Kooperationsmarketings dar.den Namen „GoldbAIR“. Seither transportiert die Boeing im exklu- Beide Marken passen wegen ihrer starken Familienorientierungsiven Goldbären-Design als fliegende Botschafterin der Firma emotional hervorragend zusammen.Der HARIBO-Truck aufDeutschland-TourneeAlljährlich begibt sich im Sommer der HARIBO-Truck mit demHARIBO-Goldbären auf seine Reise quer durch Deutschland(Termine: www.haribo.com). Hüpfen, spielen, naschen heißt esdann vor vielen großen Verbrauchermärkten und SB-Waren-häusern, die der Truck ansteuert. Von Lübeck bis Bayreuth sor-gen Gewinnspiele, eine Hüpfburg, eine Kindereisenbahn, einKarussell, ein Goldbär mit Touch-Screen-Monitor, eine kleineAusstellung zur Geschichte von HARIBO sowie ein buntesShow- und Actionprogramm rund um den HARIBO-Truck fürhelle Begeisterung bei den kleinen und großen HARIBO-Fans.Erstmalig gastierte der HARIBO-Truck 2009 auch auf allensechs DTM-Rennen und sorgte im Fahrerlager sowiebei den jungen Rennsportfans für enormes Aufsehen.40
  35. 35. … und andere HighlightsEinige besonders aufsehenerregendeExponate der HARIBO-Wanderausstellung„Mit dem Goldbären zur Kultmarke“HARIBO-Wanderausstellung „Mit dem Goldbären zur Kultmarke“Was man mit HARIBO-Produkten, außer sie zu genießen, noch „HARIBO – Mit dem Goldbären zur Kultmarke“, die erstmals imalles veranstalten kann, erweist sich, wenn „Goldbären“, Jahre 2005 in Koblenz in der Festung Ehrenbreitstein präsentiert„Lakritzschnecken“ und Co. in kreative Hände gelangen. Da wurde und anschließend in den altrömischen Kulissen der Vieh-gerät die Leckerei zur Kunst, gar zur Haute Couture oder zum marktthermen zu Trier, in der Stadt Kulmbach, Geburtsort voncoolen Alltagsdesign. Ob Teeservice im Konfekt-Look oder Werbepartner Thomas Gottschalk, im Grazer Volkskundemu-Stühle aus Lakritz, ob Venus-Torso oder Lampen im Tiffany-Stil – seum, im Industriemuseum Chemnitz sowie im Stadtmuseumnichts, was es nicht gibt, haben Kunst und Design aus Lakritz, Schleswig gastierte. Für die Zukunft sind natürlich auch nochFruchtgummi und Konfekt bereits entwickelt. Modedesign-Stu- weitere Stationen vorgesehen.dentinnen und -Studenten der Fachhochschulen Trier, Bielefeld, Neben den zweifelsfrei spektakulären, kreativen Exponaten ausGraz und Schneeberg verarbeiteten die bunte Produktpalette künstlerischer Hand wird in der Ausstellung allerdings auch einevon HARIBO gar zu phantasievollen Modellkostümen, die ihre Menge über die Firmen- und Produktionsgeschichte, überTragbarkeit bei einer Modenschau bereits bewiesen haben. Inhaltsstoffe sowie Design und Werbung gezeigt und vermittelt.Wo man all das bestaunen kann? In der Wanderausstellung Infos zum aktuellen Ausstellungsort: www.haribo.com 41
  36. 36. Werbung, Marketing …Großes Kinder-Event –die HARIBO-Kastanien-TauschaktionSie ist weit über Bonn hinaus bekannt, die große, traditionelle HARIBO-Kasta-nien-Tauschaktion. Seit 1936 können alljährlich im Oktober Kinder und Erwach-sene aus der Umgebung Kastanien und Eicheln gegen HARIBO-Süßigkeiteneintauschen. Für 10 kg Kastanien bzw. 5 kg Eicheln (Höchstmenge pro Person:50 kg) gibt’s je 1 kg HARIBO-Süßigkeiten. Bis zu 16.000 HARIBO-Fans machensich aus diesem Anlass zum Teil aus derganzen Bundesrepublik auf den Weg nachBonn, um auf dem HARIBO-Firmengeländebis zu 500 Tonnen Kastanien und Eichelnaufwiegen zu lassen. Die gesammeltenWaldfrüchte werden im Winter dem heimi-schen Wild zugefüttert. Da schlagen Kinderherzen höher! Einmal im Jahr heißt es: Kastanien und42 Eicheln gegen HARIBO-Süßigkeiten
  37. 37. … und andere HighlightsDr. Hans Riegel-StiftungSeit 1987 gibt es die von Dr. Hans Riegel ins Leben gerufene Stiftung, die essich zur Aufgabe gemacht hat, junge, talentierte Menschen zu ermutigen, zufördern und zu beflügeln. Gefördert wird schulische, universitäre und berufli-che Bildung in ideeller und wirtschaftlicher Hinsicht. Besonders bedürftige Aus-zubildende bzw. Studenten können zum Beispiel Lernmittelzuschüsse erhalten.Aber auch die Kosten für Seminare oder sonstige Aus- und Fortbildungsveran-staltungen können übernommen werden. Ermutigt und unterstützt werdendie jungen Talente zudem durch die Verleihung von Preisen, wie etwa demDr. Hans Riegel-Fachpreis und der Vergabe von Stipendien.Weitere Informationen: www.hans-riegel-stiftung.comKontakt: info@hans-riegel-stiftung.com HARIBO – ausgezeichnete Qualität! Qualität zahlt sich aus – die Preise und Auszeichnungen für HARIBO-Produkte und das Unternehmen selbst sind unzählbar. Hier nur eine kleine Auswahl aus jüngster Vergangenheit: u Mehrfach in Folge erhielten eine Vielzahl von HARIBO-Produkten das begehrte „Goldene Güte- zeichenband der CMA“ (Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft), eine hochwertige Auszeichnung, die nur solchen Produkten verliehen wurde, die drei Jahre lang alle Prüfungen des CMA-Gütezeichens mit der Höchstpunktzahl bestanden hatten. u In Anerkennung der hervorragenden Leistungen zur Qualitätsförderung erhielt HARIBO die Ehren- urkunde „15 Jahre CMA-Gütezeichen“ für die erfolgreiche Teilnahme an den neutralen CMA- Qualitätsprüfungen (2005). u Im Jahr 2004 erstmals von der GfK (Gesellschaft für Konsumforschung) vorgenommenen Marken- ranking „Best Brands“ erzielte HARIBO auf Anhieb Platz 1 in der Kategorie „Dynamischste Produktmarke“. u Mehrfach in Folge belegte HARIBO in einer der größten europäischen Verbraucherstudien, der „Reader’s Digest European Trusted Brands“, Platz 1 in der Kategorie Süßigkeiten als vertrauenswürdigste Süßwarenmarke. u Für „hervorragende Markenführung“ erhielt HARIBO 2007/2008 den Award „Superbrands“ sowie mehrfach den „SWEETIE Innovationspreis der Rundschau für den Lebensmittel- handel“. u Zudem erhielten eine Vielzahl von HARIBO- und MAOAM- Produkten im Zuge des DLG-Qualitätswettbewerbs für Süß- waren mehrfach die begehrten DLG-Goldmedaillen. u „HIT 2009“ der LEBENSMITTEL PRAXIS 43
  38. 38. Werbung, Marketing … Prominente Gummibärchen-Fans Ob als „Tanz-“, „Teddy-“ oder „Goldbären“, Millionen von Menschen waren und sind den Gummibärchen von HARIBO hoffnungslos verfallen. Der süßen Verführung konnten natürlich auch viele Prominente nicht widerstehen. Schon Wilhelm II. zum Beispiel, bis 1918 Kaiser des Deut- schen Reiches, liebte sie heiß und innig. Aus seinem Exil in Doorn ließ er vermelden, dass die Gummibärchen aus Bonn das Beste seien, was die Weimarer Republik hervorgebracht habe. Erich Kästner konnte beim Schreiben nicht von ihnen lassen. Albert Einstein, Heinz Rühmann und auch Konrad Adenauer waren ihnen mehr als © ullstein-bild zugetan. Und auch von Ex-Außenminister Hans-Dietrich Gen- scher wird berichtet, dass er keine Dienstreise ohne sie antrat. Goldbär-Fan-Artikel Die Tatsache, dass der Goldbär bei seinen Fans schon seit geraumer Zeit den Status eines Popstars genießt, durfte von HARIBO nicht ignoriert werden. Und so können „Gold- bären“-Fans mittlerweile aus einem reichhaltigen Sortiment von verschiedensten Artikeln wählen, die allesamt dem Kultobjekt der süßen Begierde gewidmet sind – als ein buntes Bekenntnis zur Naschsucht für alle Fruchtgummi-Liebhaber. Den Internet-Shop findet man unter www.haribo.com/shop44
  39. 39. „Was wollt ihr denn?“MAOAM – keine Frage!Neben den berühmten „Goldbären“ von HARIBO gibt es wohl kaum eine süßeLeckerei, die sich seit den Gründungstagen der Bundesrepublik bis heute einer Vom ersten Entwurf an bisderartigen Beliebtheit bei kleinen und großen Naschern erfreut wie das heute unverwechselbarberühmte Kaubonbon MAOAM. Und was die wenigsten wissen: Schon seit1986 gehört die Traditionsmarke MAOAM zur HARIBO-Firmengruppe. ca. 1950Der Auftakt – Münster in Düsseldorf im Jahre 1900Angefangen hat alles in Düsseldorf. Im Jahre 1900 übernahm der UnternehmerEdmund Münster das erst zwei Jahre zuvor gegründete „Düsseldorfer Lakritzen-werk“, in dem bis in die 30er-Jahre vornehmlich Lakritzprodukte hergestellt wurden.1930 jedoch nahm Münster die Gelegenheit wahr, aus dem Ausland die Lizenzfür ein fruchtiges Kaubonbon mit dem Kunstnamen MAOAM zu erwerben.Schon bald sollte sich diese unternehmerische Entscheidung für ein Kaubonbonals eine ausgesprochen erfolgreiche Erweiterung der Produktpalette herausstellen.Der Startschuss – ein „Schmeckmuster“ zu Ostern 1931Nachdem der Antrag vom 21. August 1930 auf Musterschutz für ein Kaubon-bon „ohne Gummi, aus Zucker, Sirup und anderen Zutaten“ vom AmtsgerichtDüsseldorf bewilligt worden war, ging Edmund Münster sogleich in die Offen-sive: Bereits zu Ostern 1931 bot die Münster AG dem Handel und seiner Kund-schaft „ein ganz besonders köstliches, im Ausland stark gefragtes Spezial-bonbon“ an.In ihrem Angebotsblatt zeigte sich die Münster AG von der Qualität des neuenProduktes mehr als überzeugt und pries die „große Neuheit“ den Handelspart-nern umstandslos und mit selbstgewisser Zuversicht an: „Wir wollen Sie nicht mitRedensarten aufhalten, lassen Sie die beigefügten Schmeckmuster probieren,dann ist uns Ihr Auftrag sicher.“Der Erfolg lässt nicht lange auf sich wartenDer von der Münster AG erwirkte Gebrauchsschutz erstreckte sich auf denNamen MAOAM, das Produkt, die Verpackung und auf zu erwartende Nachah- Display-Kartonmungen aus Lakritz, Kakao, Zucker- oder Backwaren. Und das war sicher ein ca. 1950kluger Schachzug, denn man ahnte wohl, dass das neuartige Produkt sehr erfolgreich sein würde und deshalb auch schnell konkurrierende Nachahmer finden würde. Beide Ahnungen sollten sich bald als real erweisen. Der Erfolg war sogar so überzeugend, dass man schon bald nur noch von MAOAM sprach, wenn von der Produktpalette der Edmund Münster AG die Rede war. 1968
  40. 40. Was wollt ihr denn …? Das MAOAM-Logo – bis heute ein Klassiker Das in Wachspapier eingewickelte Bonbon konnte bereits bei seinem ersten Marktauftritt zu Ostern 1931 mit einem neu entwickelten Logo, dem – damals noch roten – Schriftzug MAOAM aufwarten. Bis heute ist dieser Schriftzug – abgesehen von mehrfach vorgenommenen, farblichen und typographischen 1971 Modernisierungen – beibehalten worden und zählt mittlerweile zu den ver- trauten Klassikern der prominentesten Markenzeichen. Vom Wirtschaftswunder bis in die 80er Unmittelbar nach dem Krieg nahm man bei der Münster AG die MAOAM- ca. 1960 Produktion wieder auf. In den 50ern wies die Verpackung als Grundfarbe einen intensiven Blauton auf, von dem sich die naturalistischen bunten Frucht-Abbildun- gen plastisch abhoben. Die dargestellten Früchte ließen deutlich auf die angebo- tenen Geschmacksrichtungen Zitrone, Erdbeere, Ananas, Orange und Himbeere schließen. Ein Päckchen mit fünf Täfelchen kostete in den 50ern 10 Pfennige. Beworben wurden die Fruchtbonbons mit dem Slogan: „Am liebsten Münsters MAOAM“. Und in deutlicher Abgrenzung zu den ebenfalls beliebten Kaugummis ca. 1970 waren die Verpackungseinheiten noch mit dem deutlichen Zusatz versehen: „Kein Gummi“! ca. 1986 In den 60ern erhielt das Verpackungsdesign ein, den modernen Zeiten angepasstes, helleres Outfit. Zu den Einzelpäckchen mit fünf Täfelchen und der berühmten 5er-Stange als Verpackungs- einheit gesellte sich nun noch die große Runddose für den Verkauf einzelner Päckchen am Kiosk oder in Schwimm- bädern. In den 70ern schließlich wurde erstmals ab 1995 der bis heute verwendete Slogan „MAOAM – fröhlich-freche Kaubonbons“ eingeführt. 1986 – HARIBO Displays der 70er kauft MAOAM ab 2002 Von den Verbrauchern weitestgehend unbemerkt, erwarb HARIBO im Jahre 1986 die vier Jahre zuvor von Düssel- dorf nach Neuss in ein modernes Werk umgezogene Edmund Münster GmbH & Co. KG und übernahm damit auch die Markenrechte von MAOAM. Von diesem Zeitpunkt an wurden die beliebten Kaubonbons auch dragiert und in diversen Mischungen angeboten.1976 Natürlich wurde seither auch das Verpackungsdesign mehrfach modernisiert: Die Gestaltung setzt nunmehr allein auf den legendären Markennamen, auf personifizierte Fruchtdarstellungen und seit 2002 zielgruppenorientiert auch auf eine kleine fröhliche Comicfigur. 47
  41. 41. Was wollt„Was wollt ihr denn?“ Ihr denn?Die legendären MAOAM-Fernseh-SpotsKeine Frage: Die berühmte MAOAM-Werbung der 70er- und 80er-Jahre war Kult. Alle Motive endeten mit der obligatorischen undmittlerweile sprichwörtlichen Frage: „Was wollt ihr denn?“ Worauf-hin die Fans im Chor unmissverständlich „MA-O-AM“ skandierten.Der sicher bekannteste Fernseh-Spot spielte in einem Fußball-Sta-dion. Der Dialog des verzweifelten Schiedsrichters (am popu-lärsten war der Spot mit der Schiedsrichter-Legende WalterEschweiler) mit dem Publikum ist bis heute unvergessen:„Wollt ihr Verlängerung?“ fragt der Schiedsrichter die Fußball-Fans. „Nein!“, schallt es ihm aus dem Stadion entgegen. „Wolltihr Elfmeterschießen?“ „Nein!“, ist die erneute kollektive Ant-wort. „Was wollt ihr denn?“ Und das gesamte Stadion ruft:„MA-O-AM! MA-O-AM!“ MAOAM! MAOAM!Mao oder MAOAM?Die Begeisterung, mit der vor allem die kleinstenNascher den kollektiven Wunsch nach MAOAMimmer wieder lauthals vortrugen, sorgte biswei-len auch für Irritationen: Besorgte Eltern hattenAnfang der 70er die aus einem Kindergartenvernehmbaren Sprechchöre der Kleinen alsSympathiebekundung für den chinesischenRevolutionsführer Mao Tse-tung missverstan-den. Man konnte die Eltern jedoch beruhigen:Die Kleinen wollten nicht die Revolution ausru-fen, sie verlangten lediglich nach dem beliebtenfruchtigen Kaubonbon. 19842007 – der Stadion-Spot wirdneu produziertDer legendäre MAOAM-Stadion-Spot aus den 70ern erfreute sichderart hoher Sympathiewerte,dass sich HARIBO im Jahre2007 zur Freude allerMAOAM-Fans entschied, eineNeufassung dieses beliebtenMotivs zu drehen.48
  42. 42. Testimonial / Preise / MAOAM-Tops DJ Ötzi – der neue MAOAM-Mann Es lag nahe, das populäre Werbemotiv mit der berühmten Frage „Was wollt ihr denn?“ erneut aufzugreifen. Seit 2009 stellt Gerry Friedle, bekannt unter seinem Künstlerna- men DJ Ötzi, in Fernseh- und Hörfunk-Spots die entscheidende Frage. So zum Beispiel in der Münchner Olympiahalle während eines seiner ausverkauften Konzerte. Und erneut lautet die bekannte Antwort des Publikums natürlich: „MA-O-AM!“ DJ Ötzi zählt mit millionenfach verkauften CDs und partytauglichen Hits wie „Anton aus Tirol“, „Hey Baby“ oder „Ein Stern (der deinen Namen trägt)“ zu den erfolgreichsten und bekanntesten Musikern im deutschsprachigen Raum. Als gesichert gilt ein hoher Image- und Sympathietransfer dieser Werbepartnerschaft. Die Marke MAOAM wird also auch in Zukunft an Popularität und Beliebtheit weiter zulegen. Die Antwort auf die bekannte Frage: „Was wollt ihr denn?“ wird auch in Zukunft lauten: „MA-O-AM!“ MAOAM – das beliebteste Kaubonbon Deutschlands Der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) zufolge ist MAOAM seit vielen Jahren die bekannteste Kaubonbonmarke Deutschlands. Zahlreiche gestützte Verbraucherbefragun- gen (unter Angabe verschiedener Kaubonbonmarken) belegen dies. So konnte MAOAM im Jahre 2008 einen herausragenden Bekanntheitsgrad von unglaublichen 89,4 Prozent erzielen. Da verwundert es kaum, dass MAOAM von der Lebensmittel Zeitung die wichtigste Auszeichnung für nachhaltige Marketingleistung erhielt und zur Top Marke 2009 gekürt wurde.Die Top-Produkte 49
  43. 43. Die Top-Produkte50
  44. 44. HARIBO-Tops / KontaktadressenHARIBO-Tops– Der HARIBO-Werbeslogan weist mit 98 % den höchsten Bekanntheitsgrad auf.– Rekordwerte: In gestützten Befragungen (unter Angabe verschiedenster Süßwarenmarken) gaben 98,9 % der Konsumenten an, die Marke HARIBO zu kennen. Selbst in ungestützten Befragungen (ohne Angabe von Süßwarenmarken) gaben noch 87,3 % der Befragten an, die Marke HARIBO zu kennen.– HARIBO belegte in einer der größten europäischen Verbraucherum- fragen, der „Reader’s Digest European Trusted Brands“, mehrfach den ersten Platz als vertrauenswürdigste Süßwarenmarke.– Für die hohe Qualität seiner Produkte erhielt HARIBO bereits mehrfach im Zuge des DLG-Qualitätswettbewerbs für Süßwaren die begehrten DLG-Goldmedaillen.– Der „Goldbär“ besitzt Kultcharakter und ist in Deutschland über eine geschickte Marketingstrategie mittlerweile zum Synonym für Fruchtgummi überhaupt geworden.– Die seit 1991 bestehende Werbepartnerschaft mit Thomas Gottschalk ist die längste der Welt.– Pro Tag werden weltweit ca. 100 Millionen „Goldbären“ produziert.– Mit einem Band aus den aneinandergereihten, stehenden „Goldbären“ einer Jahresproduktion könnte man viermal den Erdball umwickeln.Kontakt PressekontaktHARIBO GmbH & Co. KG Leiter Unternehmenskommunikation:Hans-Riegel-Straße1 Marco Alfter53129 Bonn Tel.: 0228 / 537-111 Fax: 0228 / 537-635Tel.: 0228 / 537-0Fax: 0228 / 537-289 E-Mail: pr@haribo.comE-Mail: info@haribo.comwww.haribo.com
  45. 45. Gestaltung und Umsetzung:Grafikbüro Schumacher, Königswinter

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