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Einführung     Von was sprechen wir?Was ist die Fragestellung und Ziel?   Wie ist unser Herangehen?
Neuer Hype oder alter Hut?●   Der Einsatz "audiovisueller" (= Video, Film)    Medien im Bildungskontext hat eine lange    ...
Häufigste Technologien von            Aufzeichnungen●   Aufzeichnung, parallel    dargestellt in einem    sog. "Split-Scre...
Die Fragestellung         ●   Wie sollten             Aufzeichnungen             gestaltet und             genutzt werden,...
"Stoff" lernen?●   Die Vorstellung "Lernen durch die Bereitstellung    von Inhalten erzeugen zu können", entspricht    dem...
Was unterstützt Lernen?Methodischer Ansatz●   Verschiedene Perspektiven verstehen lernen.●   Sich verständigen über    –  ...
Sichtweisen von StudierendenFür was nutzen Studierende Aufzeichnungen?    Wie nutzen Sie die Aufzeichnungen?              ...
Perspektiven von Studierenden    Befragungen in Projekten        (Schwill & Apostolopoulus, 2009)●   Aufzeichnungen werden...
Bevorzugte Formen der Bearbeitung   & technische Eigenschaften ●   Individuelles Bearbeiten von Aufzeichnungen     mit dem...
Zusammenfassung:           Sicht der Studierenden●   Die Sicht der Studierenden bezieht sich dem    Anschein der Befragung...
Sichtweisen der Lehrenden Wie nutzen Lehrende Aufzeichnungen?Wie bewerten Lehrende Aufzeichnungen?
Perspektive der Lehrenden       ●   Veranstaltungen werden           aufgezeichnet und veröffentlicht           –   Setzt ...
Bedenken von Lehrenden●   steigende Anforderung an Medien-Know-How●   vermehrter Zeitaufwand●   Perspektive der Freiheit, ...
Öffentliche Lehre?●   Für Lehrende ist die Frage    wichtig, ob und    in welchem Kontext die    Aufzeichnungen öffentlich...
Zusammenfassung:             Sicht der Lehrenden●   Bedenken und Befürchtungen    –   beziehen sich auf den Einsatz des Me...
GestaltungsräumeWo treffen sich die Bedeutungshorizonte von        Studierenden und Lehrenden?    Welche Gestaltungsräume ...
Bedeutungs- und                Gestaltungsräume●   Gemeinsamer Bezug von    Studierenden und Lehrenden:    "Stoff-Orientie...
Vermittlungsdidaktisches Modell●   Inhalte werden strukturiert bereitgestellt    Lehrende         Inhalte              Ler...
Vermittlungsdiaktisches ModellLehrende   Inhalte     Lernende
Subjekttheoretisches Modell●   Lernen findet in einem gemeinsamen    Bedeutungsraum statt                       Lerngegen-...
Subjekttheoretisches Modell●   Lernen findet in einem gemeinsamen    Bedeutungsraum statt                   Lerngegen-    ...
Gestaltungsraum Veranstaltung                                            Lerngegen-                                 Lehren...
Gestaltungsraum Aufzeichnung●   Ziel der Aufzeichnung    klären    –   z.B. Dokumentation, E-Lecture,        einzelne Them...
Literaturhinweise●   Göcks, Marc; Stöber, Anette (2009): Die unberechtigte Angst vor der Konserve. Machen    Vorlesungsauf...
Offene Fragen●   Wie kann das Vermittlungsdidaktische Modell    „überschritten“ werden und wollen wir das    überhaupt?●  ...
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Sichtweisen und Gestaltungsräume von Veranstaltungsaufzeichnungen

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Workshop „Veranstaltungsaufzeichnung“ am
25.02.2011 - Universität Potsdam
Jörg Hafer - AG eLEARNiNG

Veröffentlicht in: Bildung, Seele & Geist, Business
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Sichtweisen und Gestaltungsräume von Veranstaltungsaufzeichnungen

  1. 1. Sichtweisen und Gestaltungsräume vonVeranstaltungsaufzeichnungenWorkshop „Veranstaltungsaufzeichnung“ am 25.02.2011 - Universität Potsdam Jörg Hafer - AG eLEARNiNG
  2. 2. Einführung Von was sprechen wir?Was ist die Fragestellung und Ziel? Wie ist unser Herangehen?
  3. 3. Neuer Hype oder alter Hut?● Der Einsatz "audiovisueller" (= Video, Film) Medien im Bildungskontext hat eine lange Tradition – Tonbildschau – Lehrfilme – Schulfernsehen – Bildplatte, DVD 3
  4. 4. Häufigste Technologien von Aufzeichnungen● Aufzeichnung, parallel dargestellt in einem sog. "Split-Screen".● Videoaufzeichnung● Vertonte Präsentation● Online-Zugang● http://www.multimedia.ethz.ch/lectures/bsse/2010/spring/636-0002-00L 4
  5. 5. Die Fragestellung ● Wie sollten Aufzeichnungen gestaltet und genutzt werden, damit Lernprozesse unterstützt werden können? 5
  6. 6. "Stoff" lernen?● Die Vorstellung "Lernen durch die Bereitstellung von Inhalten erzeugen zu können", entspricht dem Lehr-/Lernkurzschluss und es droht das Verfallen an "Vermittlungs- bzw. Herstellungsillusionen bezogen auf Lernen“ (Zinth & Schütz 2010, S. 97-98)● Die „Content-Orientierung“ verliert in der Lehre der Hochschulen an Bedeutung (Wild 2006, S. 2-3) 6
  7. 7. Was unterstützt Lernen?Methodischer Ansatz● Verschiedene Perspektiven verstehen lernen.● Sich verständigen über – die Sichtweisen der Studierenden und – die Sichtweisen der Lehrenden im Hinblick auf Veranstaltungs- aufzeichnung. 7
  8. 8. Sichtweisen von StudierendenFür was nutzen Studierende Aufzeichnungen? Wie nutzen Sie die Aufzeichnungen? 8
  9. 9. Perspektiven von Studierenden Befragungen in Projekten (Schwill & Apostolopoulus, 2009)● Aufzeichnungen werden allem für folgende Aktivitäten genutzt und geschätzt: – Inhalte wiederholen ● z.B. für Prüfungsvorbereitung, Nachbereitung von Veranstaltungen – Sich "auf den Stand bringen" ● z.B. wenn ein Veranstaltungstermin nicht besucht wurde 9
  10. 10. Bevorzugte Formen der Bearbeitung & technische Eigenschaften ● Individuelles Bearbeiten von Aufzeichnungen mit dem Computer ● Partielle Nutzung – d.h. nur einzelne Sequenzen werden betrachtet oder intensiv bearbeitet ● Technische Eigenschaften, die für wichtig erachtet werden – einfache Navigierbarkeit (z.B. zwischen Kapiteln springen, Inhalte suchen) – einfache Verfügbarkeit (über das Internet). 10
  11. 11. Zusammenfassung: Sicht der Studierenden● Die Sicht der Studierenden bezieht sich dem Anschein der Befragungsergebnisse nach vor allem auf die Frage „Wie kann ich mir die Inhalte einer Veranstaltung einfach und flexibel zugänglich machen?" – Einschränkender Hinweis: Fragestellungen der meisten Befragungen zielten genau auf solche Nutzungsdimensionen abzielen (vgl. Rohs & Streule, 2009)
  12. 12. Sichtweisen der Lehrenden Wie nutzen Lehrende Aufzeichnungen?Wie bewerten Lehrende Aufzeichnungen?
  13. 13. Perspektive der Lehrenden ● Veranstaltungen werden aufgezeichnet und veröffentlicht – Setzt mindestens das Einverständnis der Dozenten/- innen voraus ● Viele Lehrende sind überzeugt und aktiv – entwickeln medientechnologisches Know-How und mediendidaktische Kreativität
  14. 14. Bedenken von Lehrenden● steigende Anforderung an Medien-Know-How● vermehrter Zeitaufwand● Perspektive der Freiheit, sich gegen Aufzeichnungen zu entscheiden?● Substitution der Präsenzlehre● negative Rückwirkungen auf die Präsenzveranstaltung (Göcks und Stöber 2009, S. 121, Kaiser 2010 )
  15. 15. Öffentliche Lehre?● Für Lehrende ist die Frage wichtig, ob und in welchem Kontext die Aufzeichnungen öffentlich zugänglich gemacht werden● Für viele Lehrende ist die Aussicht auf weltweite Abrufbarkeit ihrer Veranstaltung keine positive Option
  16. 16. Zusammenfassung: Sicht der Lehrenden● Bedenken und Befürchtungen – beziehen sich auf den Einsatz des Medienformats ("Medienkultur")● Die Art der Nutzung – Tatsache der Aufzeichnung nimmt keinen Einfluss auf den Ablauf und die Gestaltung – Dass Medium wird überwiegend im Sinne eines „Trägers“ interpretiert„Wie kann ich die Aufzeichnung so einsetzen, dass es in bisherige Lehrkonzepte möglichst wenig eingreift?“
  17. 17. GestaltungsräumeWo treffen sich die Bedeutungshorizonte von Studierenden und Lehrenden? Welche Gestaltungsräume gibt es?
  18. 18. Bedeutungs- und Gestaltungsräume● Gemeinsamer Bezug von Studierenden und Lehrenden: "Stoff-Orientierung" – Konservieren – Verfügbar machen – medientechnisch erschließen● Modell: – Sender-Medium-Empfänger
  19. 19. Vermittlungsdidaktisches Modell● Inhalte werden strukturiert bereitgestellt Lehrende Inhalte Lernende
  20. 20. Vermittlungsdiaktisches ModellLehrende Inhalte Lernende
  21. 21. Subjekttheoretisches Modell● Lernen findet in einem gemeinsamen Bedeutungsraum statt Lerngegen- Lehrende stände Lernende (vgl. Ludwig & Petersheim 2004)
  22. 22. Subjekttheoretisches Modell● Lernen findet in einem gemeinsamen Bedeutungsraum statt Lerngegen- Lehrende stände Lernende
  23. 23. Gestaltungsraum Veranstaltung Lerngegen- Lehrende stände● Veranstaltung strukturieren, Spannungsbogen entwickeln● Fiktive und reale Zuhörer/-innen einbeziehen● Weitere Personen "zu Wort kommen" lassen● Verschiedene Sichtweisen einbringen● Eigenen (fachliche) und fachhistorische Bezüge thematisieren
  24. 24. Gestaltungsraum Aufzeichnung● Ziel der Aufzeichnung klären – z.B. Dokumentation, E-Lecture, einzelne Themen vertiefen etc.● Navigation und Navigier- hilfen● Differenzierte Publikationsformen nutzen● Einbindung in ko-aktive Nutzungsformen – Annotation, Social Tagging, Voting, "Nutzerspuren
  25. 25. Literaturhinweise● Göcks, Marc; Stöber, Anette (2009): Die unberechtigte Angst vor der Konserve. Machen Vorlesungsaufzeichnungen und Podcasts die Präsenzlehre überflüssig? In: Dittler, Ullrich (Hg.): E-Learning eine Zwischenbilanz. Kritischer Rückblick als Basis eines Aufbruchs. Münster: Waxmann (Medien in der Wissenschaft, 50), S. 117–123.● Kaiser, Sascha (2010): Getupperte Vorlesungen > eLectures. Online verfügbar unter http://lernenzweinull.de/2009/04/23/getupperte-vorlesungen-electures/, zuletzt aktualisiert am 23.04.2009, zuletzt geprüft am 20.09.2010.● Ludwig, Joachim; Petersheim, Albert (2004): Virtuelle Bildungsräume als Brücke zwischen Lernen und Handeln. In: Bender, Walter (Hg.): Lernen und Handeln. Eine Grundfrage der Erwachsenenbildung. Schwalbach/Ts.: Wochenschau Verl. (Reihe Politik und Bildung, 31), S. 254–270.● Rohs, Matthias; Streule, Roland (2009): Untersuchungen zum Einsatz von eLectures an Hochschulen – Sichtung eines Forschungsfeldes. In: Schwill, Andreas; Apostolopoulos, Nicos (Hg.): Lernen im Digitalen Zeitalter. Workshop-Band. Dokumentation der Pre-Conference zur DeLFI2009, S. 189–196.● Schwill, Andreas; Apostolopoulos, Nicos (Hg.) (2009): Lernen im Digitalen Zeitalter. Workshop-Band. Dokumentation der Pre-Conference zur DeLFI 2009.● Wildt, Johannes (2006): Vom Lehren zum Lernen. Zum Wandel der Lenkultur in modularisierten Studienstrukturen. In: Berendt, Brigitte; Voss, Hans P.; Wildt, Johannes (Hg.): Neues Handbuch Hochschullehre. Lehren und Lernen effizient gestalten: Raabe, J Stuttgart.● Zinth, Claas-Philip; Schütz, Julia (2010): E-Learning in der Hochschulpraxis: Wie Lehren und Lernen nicht auf der (virtuellen) Strecke bleiben. In: Holten, Roland; Nittel, Dieter (Hg.): E-Learning in Hochschule und Weiterbildung. Einsatzchancen und Erfahrungen. Bielefeld: Bertelsmann (Erwachsenenbildung und lebensbegleitendes Lernen, 13), S. 95–106.
  26. 26. Offene Fragen● Wie kann das Vermittlungsdidaktische Modell „überschritten“ werden und wollen wir das überhaupt?● Was kann getan werden, um einen gemeinsamen „medialen Bildungsraum“ zu schaffen?● Was steht dem entgegen? Wie können wir es unterstützen?

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