Vortrag von Marc Jelitto  im Rahmen der  ExpertInnenlecture von Delta 3  in Wien am 18. Mai 2006 Handlungsorientierung und...
Überblick <ul><li>Forschungszugang </li></ul><ul><li>Gender Mainstreaming im  Lehr- und Lernkontext </li></ul><ul><li>11 A...
Forschungszugang <ul><li>Evaluation im BMBF-geförderten Projektes Multimedia-Instruktion in Sicheren Systemen (MMISS) </li...
Definition von Gender Mainstreaming <ul><li>Gender:  Bedeutet soziales Geschlecht. </li></ul><ul><li>Mainstreaming:  Etwas...
Anforderungen <ul><li>Berücksichtigung des sozialen Geschlechts bei der  </li></ul><ul><ul><li>organisatorischen Rahmenset...
Gender Mainstreaming = Frauenförderung? <ul><li>Nein – teilweise sind Männer technisch unerfahrener im  Umgang mit dem Int...
Strukturmodell nach Peterßen Quelle:  Peterßen, Wilhelm H. (1973). Didaktik als Strukturtheorie des Lehrens.  Ratingen, Ka...
Überblick <ul><li>Forschungszugang </li></ul><ul><li>Gender Mainstreaming im  Lehr- und Lernkontext </li></ul><ul><li>11 A...
11 betrachtete Arbeitsfelder Benotung Betreuung Lehrende Betreuung TutorInnen Didaktik Sprache Inhalt Organisation Projekt...
Organisation <ul><li>Rechnerzugang für schlecht ausgestattete Lernende sichern </li></ul><ul><li>Schulungen anbieten </li>...
Projektmanagement <ul><li>Aufgaben geschlechterdurchmischt verteilen </li></ul><ul><ul><li>Grafiker </li></ul></ul><ul><ul...
Technik <ul><li>Frauen- und Männerclubs einrichten </li></ul><ul><li>Virtuelle Assistenten sollten geschlechtsneutral oder...
Didaktik <ul><li>Advanced Organizer einsetzen </li></ul><ul><li>Diskussionsstil reflektieren </li></ul><ul><li>Fachliche S...
Inhalt I <ul><li>Personifizierte Ansprache verwenden </li></ul><ul><li>Weibliche und männliche Vorbilder anbieten </li></u...
Inhalt II <ul><li>Verschleierung </li></ul><ul><li>≠  Vorbildfunktion: Claudia Eckert </li></ul>
Inhalte III <ul><li>Männerfixierung vermeiden </li></ul>
Sprache I <ul><li>Geschlechtssensiblen Sprach-umgang pflegen </li></ul><ul><li>Doppelnennungen oder Neutralisierungen verw...
Sprache II <ul><li>Neutrale Begriffe männlich besetzt </li></ul><ul><li>->  Auswege: </li></ul><ul><ul><li>Mehrzahl </li><...
Betreuung durch Lehrende <ul><li>Feedback, besonders inhaltlich, geben </li></ul><ul><li>Sozialwidriges Verhalten tadeln <...
Betreuung durch TutorInnen <ul><li>Tutoren und Tutorinnen als Vorbilder einsetzen </li></ul>
Teamarbeit <ul><li>Kooperatives Lernen fördern </li></ul><ul><li>Gemischt- oder getrennt-geschlechtliche Gruppen anbieten ...
Benotung <ul><li>Eine anonymisierte Abgabe von Klausuren kann eine geschlechtsbezogene Bewertung verhindern </li></ul><ul>...
Gendergerechte Evaluationen <ul><li>Teamzusammenstellung </li></ul><ul><li>Geschlechtererhebungen </li></ul><ul><li>Gender...
Überblick <ul><li>Forschungszugang </li></ul><ul><li>Gender Mainstreaming im  Lehr- und Lernkontext </li></ul><ul><li>11 A...
Das gendergerechte Lernmodul … <ul><li>beinhaltet eine gendersensible (An-)Sprache </li></ul><ul><li>bietet einen umfangre...
Verankerung von Gender im Alltag <ul><li>Das Entdecken von Gender-Aspekten kann ein intellektuelles Vergnügen sein. </li><...
Weitere Informationen <ul><li>Publikationen Jelitto: http://marcjelitto.de/veroeff/   </li></ul><ul><li>Linksammlung:  htt...
Zusatzinformationen
Gender Watch System im  6. Rahmenprogramm der EU (2003) <ul><li>Die Beteiligung von Frauen innerhalb des gesamten Evaluier...
Literatur zur gendergerechten Sprach <ul><li>Doleschal, Ursula (2002):  Das generische Maskulinum im Deutschen. Ein histor...
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    1. 1. Vortrag von Marc Jelitto im Rahmen der ExpertInnenlecture von Delta 3 in Wien am 18. Mai 2006 Handlungsorientierung und Evaluation - aus dem Blickwinkel von Gender Mainstreaming
    2. 2. Überblick <ul><li>Forschungszugang </li></ul><ul><li>Gender Mainstreaming im Lehr- und Lernkontext </li></ul><ul><li>11 Arbeitsfelder </li></ul><ul><li>Hinweise zur Verankerung </li></ul>
    3. 3. Forschungszugang <ul><li>Evaluation im BMBF-geförderten Projektes Multimedia-Instruktion in Sicheren Systemen (MMISS) </li></ul><ul><li>Projektübergreifendes Begleit-vorhaben Gender Mainstreaming des BMBF-Förderprogramms &quot;Neue Medien in der Bildung&quot; </li></ul>
    4. 4. Definition von Gender Mainstreaming <ul><li>Gender: Bedeutet soziales Geschlecht. </li></ul><ul><li>Mainstreaming: Etwas im alltäglichen Handeln verankern. </li></ul>
    5. 5. Anforderungen <ul><li>Berücksichtigung des sozialen Geschlechts bei der </li></ul><ul><ul><li>organisatorischen Rahmensetzung, </li></ul></ul><ul><ul><li>Planung, </li></ul></ul><ul><ul><li>Entwicklung, </li></ul></ul><ul><ul><li>Durchführung und </li></ul></ul><ul><ul><li>Evaluation des E-Learnings. </li></ul></ul>
    6. 6. Gender Mainstreaming = Frauenförderung? <ul><li>Nein – teilweise sind Männer technisch unerfahrener im Umgang mit dem Internet </li></ul><ul><li>Nein – in frauendominierten Studiengänge kann eine gezielte Männerförderung sinnvoll sein </li></ul><ul><li>Nein – Frauenförderung muss weiterhin parallel zu GM stattfinden </li></ul>
    7. 7. Strukturmodell nach Peterßen Quelle: Peterßen, Wilhelm H. (1973). Didaktik als Strukturtheorie des Lehrens. Ratingen, Kastellaun, Düsseldorf, A. Henn. S. 77. Intention Organi- sation Inhalt Methode Inter- aktion Medium Anthropologisch- psychologische Voraussetzungen Soziokulturelle Voraussetzungen Anthropologisch- psychologische Folgen Soziokulturelle Folgen
    8. 8. Überblick <ul><li>Forschungszugang </li></ul><ul><li>Gender Mainstreaming im Lehr- und Lernkontext </li></ul><ul><li>11 Arbeitsfelder </li></ul><ul><li>Hinweise zur Verankerung </li></ul>
    9. 9. 11 betrachtete Arbeitsfelder Benotung Betreuung Lehrende Betreuung TutorInnen Didaktik Sprache Inhalt Organisation Projektmanagement Teamarbeit Technik EVALUATION
    10. 10. Organisation <ul><li>Rechnerzugang für schlecht ausgestattete Lernende sichern </li></ul><ul><li>Schulungen anbieten </li></ul><ul><ul><li>Geschlechtergetrennte Seminare, dabei ist die Einordnung eines Männer- oder Frauenkurses als „Veranstaltung für Dumme“ zu vermeiden </li></ul></ul>
    11. 11. Projektmanagement <ul><li>Aufgaben geschlechterdurchmischt verteilen </li></ul><ul><ul><li>Grafiker </li></ul></ul><ul><ul><li>Programmiererin </li></ul></ul><ul><ul><li>männliches / weibliches Team für Evaluation </li></ul></ul><ul><li>Schulung zur Berücksichtigung von Gender durchführen </li></ul><ul><li>Zu Forschungen im Bereich Gender Mainstreaming auffordern und zur </li></ul><ul><li>Weitergabe der Ergebnisse anregen </li></ul>
    12. 12. Technik <ul><li>Frauen- und Männerclubs einrichten </li></ul><ul><li>Virtuelle Assistenten sollten geschlechtsneutral oder als Team auftreten </li></ul><ul><li>Telefonhotline einrichten </li></ul><ul><li>Mehrere Kommunikationskanäle öffnen </li></ul><ul><li>Verschiedene Navigations-möglichkeiten ermöglichen </li></ul>
    13. 13. Didaktik <ul><li>Advanced Organizer einsetzen </li></ul><ul><li>Diskussionsstil reflektieren </li></ul><ul><li>Fachliche Selbsteinschätzung ermöglichen </li></ul>
    14. 14. Inhalt I <ul><li>Personifizierte Ansprache verwenden </li></ul><ul><li>Weibliche und männliche Vorbilder anbieten </li></ul><ul><li>Klischees und Stereotypen vermeiden </li></ul><ul><li>Themen für beide Geschlechter als interessant auswählen oder wechseln </li></ul><ul><li>Nur gendersensibles Material kaufen </li></ul>
    15. 15. Inhalt II <ul><li>Verschleierung </li></ul><ul><li>≠ Vorbildfunktion: Claudia Eckert </li></ul>
    16. 16. Inhalte III <ul><li>Männerfixierung vermeiden </li></ul>
    17. 17. Sprache I <ul><li>Geschlechtssensiblen Sprach-umgang pflegen </li></ul><ul><li>Doppelnennungen oder Neutralisierungen verwenden </li></ul><ul><li>Wechsel der Handelnden durchführen </li></ul><ul><li>Sprachliche Sicht- und Hörbarmachung beider Geschlechter </li></ul>
    18. 18. Sprache II <ul><li>Neutrale Begriffe männlich besetzt </li></ul><ul><li>-> Auswege: </li></ul><ul><ul><li>Mehrzahl </li></ul></ul><ul><ul><li>Abwechselnd Männer und Frauen auftreten lassen </li></ul></ul>
    19. 19. Betreuung durch Lehrende <ul><li>Feedback, besonders inhaltlich, geben </li></ul><ul><li>Sozialwidriges Verhalten tadeln </li></ul><ul><li>Dominanzen eines Geschlechts entgegenwirken </li></ul>
    20. 20. Betreuung durch TutorInnen <ul><li>Tutoren und Tutorinnen als Vorbilder einsetzen </li></ul>
    21. 21. Teamarbeit <ul><li>Kooperatives Lernen fördern </li></ul><ul><li>Gemischt- oder getrennt-geschlechtliche Gruppen anbieten </li></ul>
    22. 22. Benotung <ul><li>Eine anonymisierte Abgabe von Klausuren kann eine geschlechtsbezogene Bewertung verhindern </li></ul><ul><li>Berücksichtigen, dass Studentinnen Dozentinnen teilweise wesentlich schlechter beurteilen </li></ul>
    23. 23. Gendergerechte Evaluationen <ul><li>Teamzusammenstellung </li></ul><ul><li>Geschlechtererhebungen </li></ul><ul><li>Gendersensible Instrumente </li></ul><ul><li>Genderneutrale Auswertung </li></ul>
    24. 24. Überblick <ul><li>Forschungszugang </li></ul><ul><li>Gender Mainstreaming im Lehr- und Lernkontext </li></ul><ul><li>11 Arbeitsfelder </li></ul><ul><li>Hinweise zur Verankerung </li></ul>
    25. 25. Das gendergerechte Lernmodul … <ul><li>beinhaltet eine gendersensible (An-)Sprache </li></ul><ul><li>bietet einen umfangreichen &quot;(Sozio-)Technischen Support“ </li></ul><ul><li>hat eine gute (zeitsparende) Navigation </li></ul><ul><li>berücksichtigt unterschiedliche (technische und inhaltliche) Kenntnisstände der Studierenden </li></ul><ul><li>bietet einen übersichtlichen Einblick über alle und in allen Lernmodulen (Lernziel-Meta-Plan) </li></ul><ul><li>gibt Auskunft über den zeitlichen Umfang einzelner Lernmodule </li></ul><ul><li>besitzt ein genderbewusstes didaktisches Lernkonzept </li></ul><ul><li>beinhaltet vielseitige, flexible, interaktive und lebensnahe Lernangebote </li></ul><ul><li>bietet vielfältige interaktive (moderierte) Kommunikations-angebote </li></ul><ul><li>vergibt ein „Zertifikat“ für die erfolgreiche Teilnahme an dem Lernmodul </li></ul>Quelle: Wiesner, Heike; Isabel Zorn, Heidi Schelhowe, Barbara Baier, Ida Ebkes (2004): Genderaspekte im E-Learning. http://www.fh-oow.de/~he1008/I-COM_Wiesner.pdf
    26. 26. Verankerung von Gender im Alltag <ul><li>Das Entdecken von Gender-Aspekten kann ein intellektuelles Vergnügen sein. </li></ul><ul><ul><li>Logikbeispiel: </li></ul></ul><ul><ul><ul><li>The Butler is guilty or the Maid is guilty. </li></ul></ul></ul><ul><ul><ul><li>The Maid is guilty or the Cook is guilty. </li></ul></ul></ul><ul><ul><ul><li>Therefore either the Butler is guilty or the Cook is guilty. </li></ul></ul></ul>
    27. 27. Weitere Informationen <ul><li>Publikationen Jelitto: http://marcjelitto.de/veroeff/ </li></ul><ul><li>Linksammlung: http://www.evaluieren.de/infos/links/gender.htm </li></ul><ul><li>Abschlußbericht BMBF: http:// www.medien-bildung.net / pdf / Komplett_Abschlussbericht_28072005.pdf </li></ul><ul><li>Fragen / Hinweise bitte an </li></ul><ul><li>Marc.Jelitto@evaluieren.de </li></ul>
    28. 28. Zusatzinformationen
    29. 29. Gender Watch System im 6. Rahmenprogramm der EU (2003) <ul><li>Die Beteiligung von Frauen innerhalb des gesamten Evaluierungs-, Konsultations- und Implementierungsprozesses soll auf 40% erhöht werden. Die Beteiligung von Wissenschaftlerinnen an Projekten ist ein Evaluierungskriterium geworden und </li></ul><ul><li>Gender Aspekte sollen in den Forschungsinhalten Berücksichtigung finden . </li></ul><ul><li>Weitergehende Forschung muss durchgeführt werden für ein besseres Verständnis des Themas Frauen und Wissenschaft. </li></ul><ul><li>http://www.eubuero.de/arbeitsbereiche/fraueneuforschung/gendermainstreaming/genderwatch </li></ul>
    30. 30. Literatur zur gendergerechten Sprach <ul><li>Doleschal, Ursula (2002): Das generische Maskulinum im Deutschen. Ein historischer Spaziergang durch die deutsche Grammatikschreibung von der Renaissance bis zur Postmoderne. In: Linguistik online 11, 2/02. http://www.linguistik-online.de/11_02/doleschal.pdf </li></ul><ul><li>Heise, Elke (2000): Sind Frauen mitgemeint? Eine empirische Untersuchung zum Verständnis des generischen Maskulinums und seiner Alternativen. In: Sprache & Kognition, 19, S. 3-13. </li></ul><ul><li>Heise, Elke (2003): Auch einfühlsame Studenten sind Männer: Das generische Maskulinum und die mentale Repräsentation von Personen. In: Verhaltenstherapie & psychosoziale Praxis. Heft 2, S. 285-291. </li></ul><ul><li>Stahlberg, Dagmar; Sabine Sczesny (2001): Effekte des generischen Maskulinums und alternativer Sprachformen auf den gedanklichen Einbezug von Frauen. In: Psychologische Rundschau 52 (3), S. 131-140. Online unter: http:// www.journalistinnen.de /aktuell/ pdf / AAA-Stahlberg.pdf </li></ul>

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