Social Media im pädagogischen Alltag

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Social Media im pädagogischen Alltag

  1. 1. Social Media im pädagogischen Alltag ! Jakob Steinschaden, HLW Neumarkt am Wallersee, 24. Juni 2014
 Kontakt:! jakob.steinschaden@gmx.at @jakkse
  2. 2. Über mich: • Publizistik in Wien (Bachelor)
 • Journalistisch tätig seit 2006 (Kurier, Manstein Verlag)
 • zweifacher Buchautor (2010, 2012)
 • Blogger (seit 2010, drei Blogs bisher)
  3. 3. Wo ich publiziere:
  4. 4. Die Ziele für heute: - Einen Überblick über den Status quo bei Social Media bekommen! - Facebook in der Praxis für schulische Zwecke einsetzen! - über die Chancen und Risiken des Big-Data- Zeitalters lernen! - Die Vermittlung von Privatsphäre und Datenschutz im Unterricht erarbeiten
  5. 5. Der Fahrplan für heute I: Block A: (90 Minuten)! 1. Vorstellungsrunde
 
 2. Vortrag: “Social Media in Gesellschaft und Schule” 10:30 - 11:00 Kaffeepause Block 2: (90 Minuten)! 3. Praxis: „Facebook hautnah: Gruppen, Seiten und Werbung“ 4. Übung: Facebook sinnvoll im Unterricht einsetzen
 
 12:30 - 14 Uhr Mittagspause
  6. 6. Der Fahrplan für heute II: Block C: (90 Minuten)! 5. Vortrag: “Privatsphäre im Big-Data-Zeitalter”
 6. Praxis: „Mit der Tarnkappe durchs Internet“ 15:30 - 15:45 Kaffeepause Block D: (90 Minuten)! 7. Arbeitsgruppen:„Vermittlung von Privatsphäre“
 8. Präsentation der Arbeitsergebnisse
 
 17:15 Ende
  7. 7. 1. Vorstellungsrunde
  8. 8. Vorstellungsrunde: • Was unterrichte ich? • Wie ist meine eigene Nutzung von bzw. meine Einstellung bezüglich Social Media? • Wie nutze ich Social Media bereits beruflich? Wenn nein: warum nicht? • Welche positiven und welche negativen Erfahrungen habe ich mit Social Media gemacht? • Was erwarte ich mir vom heutigen Tag?
  9. 9. 2. Einführungsvortrag:
 „Social Media in Gesellschaft und Schule“
  10. 10. Facebook & Ich
  11. 11. Die Firma aus Kalifornien
  12. 12. Die Firma mit der Hacker-Philosophie
  13. 13. Social Media in Zahlen Facebook: 
 802 Mio. tägliche Nutzer, 
 1,28 Mrd. monatliche Nutzer (1/6 der Welt)
 6 Mrd. Likes pro Tag
 350 Mio. Fotos pro Tag
 4,75 Mrd. Statusmeldungen pro Tag
 Mehr als 100 Milliarden Freundschaften Twitter: 
 255 monatlich aktive Nutzer
 500 Millionen Tweets/Tag verschickt

  14. 14. Social Media in Zahlen II: Instagram: 
 200 Millionen Nutzer pro Monat
 60 Millionen Fotos pro Tag
 20 Milliarden Fotos insgesamt
 1,6 Mrd. Likes pro Tag
 
 WhatsApp: 
 500 Millionen monatliche Nutzer
 700 Millionen Fotos pro Tag
 100 Millionen Videos pro Tag
 20 Mrd. Nachrichten pro Tag verschickt
 44 Mrd. Nachrichten pro Tag empfangen
  15. 15. Social Media in Zahlen III: YouTube: 
 1 Mrd. monatliche Besucher
 100 Stunden Video/Minute hochgeladen
 6 Mrd. Stunden Videokonsum/Monat
 
 Snapchat: 
 700 Millionen Fotos und Videos pro Tag
 Mehr als 30 Millionen Nutzer (geschätzt)
 
 Tumblr:!! ! ! ! ! ! Wordpress:
 191,5 Mio Blogs 409 Mio. Leser/Monat
 83,1 Mrd. Beiträge 42,6 Mio. Beiträge/M

  16. 16. Facebook: Ø 383 Freunde (Median: 200)
 7 Likes/Tag, 0,4 Fotos/Tag, 6 Beiträge/Tag
 
 Twitter: 
 2 Tweets/Tag
 
 Instagram:
 0,3 Fotos pro Tag 
 8 Likes/Tag
 
 WhatsApp:
 1,4 Fotos/Tag, 0,2 Videos/Tag
 40 Nachrichten/Tag Social Media pro Kopf:
  17. 17. Meine (fast) analoge Jugend (1990er):
  18. 18. 15 Jahre später: Social Mobile Local
  19. 19. Kinder & Jugendliche heute: • 41 Prozent der ö. Kinder im Vorschulalter nutzen das Internet mindestens einmal die Woche (Games, Fotos, Videos, Musik) • 1,2 Prozent der Jugendlichen in EU-Ländern sind Internet- süchtig, knapp 13 Prozent gefährdet • 71 Prozent der deutschen Jugendlichen sagen, dass ihren Eltern egal ist, was sie im Internet machen Quellen: saferinternet.at, Universität Mainz, McAfee
  20. 20. Jugendliche & Smartphones: • Jugendliche zwischen 12 und 19 sind pro Tag 3 Stunden online, das entspricht einer Steigerung von 50 min gegenüber 2012 • 2011 hatten 29 Prozent ein Handy oder Smartphone, 2013 sind es schon 73 Prozent • 45 Prozent verwenden Zeit im Netz zur Kommunikation, 17 Prozent für Spiele, 13 Prozent für Siche nach Infos, 24 Prozent für Musik, Videos etc. Quelle: JIM-Studie 2013
  21. 21. = Phone + snubbing (engl. für „jmd. gleichgültig abweisen“) Trend 1: Phubbing
  22. 22. • Vor allem Instagram in
 Kombination mit
 Smartphones hat die
 Welle der Selbstporträts
 ausgelöst
 • Digitale Kommunikation
 wird dadurch immer
 bildlastiger und
 ich-bezogener
 Trend 2: Selfies
  23. 23. Trend 3: Messaging • Messaging-Apps wie
 WhatsApp, Line,
 Messenger oder Telegram
 treten das Erbe der SMS an ! • Während Facebook, Twitter
 und Instagram sehr öffentlich
 genutzt werden, findet hier
 ein Rückzug ins Private statt
  24. 24. Trend 4: Sticker • Der Trend aus Japan erfasst auch den Westen
 • Anstatt Wörter zu tippen,
 werden Emotionen,
 Erlebnisse etc. in Bilder
 gefasst ! • Internetfirmen haben das
 als Geschäft erkannt

  25. 25. Trend 5: Ephemeral • Digitale Kommunikation soll flüchtig werden ! • Snapchat, Path Talk, Slingshot u.a. löschen gesendete Bilder, Fotos, etc. nach Sekunden oder Tagen von ihren Servern

  26. 26. Das Facebook-Experiment
  27. 27. Privatsphäre von Profilen für Nicht-Freunde (n=39) 8 % 3 % 3 % 87 % Geschlossen Halboffen Offen Kein Profil
  28. 28. Mein Fake-Profil - Mit Gratis- eMail- Adresse - Foto einer Unbekannten aus der Bildersuche - und zehn Minuten Zeit
  29. 29. Freundschaftsanfrage von Fake-Profil (n=39) Kein Profil 5 % Nicht bestätigt 54 % Bestätigt 41 % Bestätigt Nicht bestätigt Kein Profil
  30. 30. Privatsphäre von Profilen für Freunde von Freunden (n=39) 5 % 18 % 46 % 31 % Offen Halb offen Geschlossen Kein Profil
  31. 31. Und viele Fundstücke mehr: Ich weiß, wer sich im Fasching gerne als Playboy-Hase verkleidet Ich weiß, wer kürzlich im Krankenhaus war Ich weiß, wer wem ein virtuelles Küsschen zugeschickt Ich sah ein Video, dass unter der Schulbank gedreht wurde Ich habe gesehen, wer mit wem Tequila trinkt Ich weiß, wer mit wem beim Shoppen in einer Kabine war
  32. 32. Aber blauäugig sind Jugendliche sicher nicht: • Gegenüber Facebook sind Jugendliche in Österreich am kritischsten, weniger kritisch gegenüber WhatsApp • Frühere Facebook-Postings werden oft als peinlich empfunden • Kontaktanfragen werden überprüft und nicht sofort bestätigt Quelle: Forschungsprogramm des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung an der FH Oberösterreich
  33. 33. Neulich in einer Wiener Schule:
  34. 34. Sorge um Daten steigt: • Mehr als die Hälfte der ÖsterreicherInnen sorgt sich um persönliche Daten - Tendenz steigend • Nur 12% sehen ihre Daten im Internet als „sicher“ bzw. nur 1% als „sehr sicher“ an • Hohe Risikobereitschaft bei Apps: Viertel würde gefährliche Apps verwenden • Auf Facebook und WhatsApp wollen die wenigsten verzichten Quelle: A1 Social Impact Studie 2013
  35. 35. ! „Wenn ein Dienst gratis ist, dann ist der Nutzer das Produkt.“
  36. 36. Wie machen die ihr Geld?
  37. 37. Milliardeneinnahmen mit Werbung 2013: Google: 55,5 Mrd. US-Dollar
 
 Facebook: 7,9 Mrd. US-Dollar
 
 Twitter: 664 Mio. US-Dollar BMW: 60,5 Mrd. Euro
 
 Red Bull: 5,04 Mrd. Euro ! ORF: 206 Mio. Euro zum Vergleich:
  38. 38. Social Media erobert Medien: • Recherche • Inhalte • Traffic • Journalisten als Social- Media- Marken
  39. 39. Social Media erobert Politik: • US-Wahlen 2008 und 2012 nahmen Data Scientists eine wesentliche Rolle ein • Politiker sind - manchmal besser, manchmal schlechter - auf Facebook vertreten • Vorzugsstimmenwahlkampf von Sebastian Kurz (ÖVP) gilt als erster erfolgreicher Social- Media-Wahlkampf in Ö
  40. 40. Social Media erobert Wirtschaft: • Wo Menschen sind, ist auch die Wirtschaft nicht weit • Imagepflege (Red Bull, GoPro) • Kunden-Service (A1, Drei, etc.) • Neue Kundschaft gewinnen (Start-ups) • Informationen bieten (Homepage-Ersatz)
  41. 41. Wie verändert Social Media uns, und wie prägen wir Social Media? • weak ties • Narzissmus • Voyeurismus • Clicktivismus • letztlich gibt es nicht DIE Antwort auf diese Frage
  42. 42. 10:30 - 11:00 Kaffeepause
  43. 43. 3. Praxis: „Facebook hautnah: Gruppen, Seiten und !Werbung“ (ca. 40 Minuten)
  44. 44. Facebook-Profil anlegen: • E-Mail-Adresse anlegen unter
 gmail.com • Name, Passwort etc. erfinden • Blaues „Porträt“-Bild laden und als Profilfoto wählen • alles überspringen • Los geht´s!
  45. 45. Facebook Gruppen: • Gruppen für Nutzer mit gemeinsamen Interessen, z.B. Kollegen, Sportverein, Schulklasse etc. • Mitglieder müssen nicht miteinander befreundet sein • Gruppen können „geheim“ sein • Links oder Dateien teilen • Fragen stellen • Events erstellen
  46. 46. Facebook Seiten: • so etwas wie eine Homepage • öffentlich einsehbar • Links, Bilder, Videos teilen • von mehreren Nutzern in verschiedenen Rollen bearbeitbar • Fans werden über via „Like“ zum Abonnenten • Statistiken über Fans und Interaktionen
  47. 47. Beispiel für Schul-Seite:
  48. 48. Facebook Werbung: • Ziele: Aufmerksamkeit für eine Page, eine Webseite oder eine App zu bekommen • Kreation: Bestimmen, wie die Werbung aussehen soll! • Targeting: Festlegen, wer die Werbung sehen soll • Zahlen: Wenn Nutzer klicken, bekommt Facebook Geld
  49. 49. 4 Vierergruppen erarbeiten: • 30 Minuten Arbeitszeit • danach präsentiert jede Gruppe ca. 5 Minuten ihre Ideen • Wie können sich Facebook-Gruppen sinnvoll in der Schule/im Unterricht einsetzen lassen? • Wie können sich Facebook-Seiten sinnvoll in der Schule/im Unterricht einsetzen lassen? • Welche Voraussetzungen müssten für den Einsatz geschaffen werden?
  50. 50. 12:30 - 14:00 Mittagspause
  51. 51. 4. “Privatsphäre im Big-Data-Zeitalter”
  52. 52. Zuerst: Was sind Privatsphäre und Datenschutz eigentlich??
  53. 53. Auf und Ab in der Geschichte: • Im Altertum war Privatsphäre den 
 Bürgern vorbehalten, Sklaven hatten keine • Auch Leibeigene im Mittelalter nicht • Selbst Könige mussten darauf verzichten • Nazi-Regime und Stasi
  54. 54. Privatsphäre = Menschenrecht: • Erklärung der Menschen- rechte, Artikel 12, (1948): „Niemand darf willkürlichen Eingriffen in sein Privatleben, seine Familie, seine Wohnung und seinen Schriftverkehr oder Beeinträchtigungen seiner Ehre und seines Rufes ausgesetzt werden. Jeder hat Anspruch auf rechtlichen Schutz gegen solche Eingriffe oder Beeinträchtigungen.“ • Right to Privacy, 1890:! US-Anwälte Samuel Warren und Louis D. Brandeis formulieren in einem Aufsatz erstmals explizit, dass jeder Mensch das Recht hat, in Ruhe gelassen zu werden. ! • Deutschland, 1972:! Das weltweit erste Datenschutzgesetz gab es dann in Deutschland – 1972 wurde der Begriff “Datenschutz” in das hessische Gesetz aufgenommen.
  55. 55. Datenschutz = Schutz der Privatsphäre • Österreich und Deutschland
 haben die schärfsten Daten-
 schutzgesetze weltweit • EU-Datenschutzverordnung:
 - Recht auf Vergessen
 - hohe Strafen bei Vergehen
 - Privacy by Design • Durch Snowden-Enthüllungen
 verschärfte Frage • Heftiges Lobbying von
 US-Firmen gegen die EU-
 Pläne
 

  56. 56. Und jetzt: Was ist Big Data eigentlich??
  57. 57. „Daten sind das Öl des 21. Jahrhunderts.“
  58. 58. „Big data is like teenage sex: 
 Everyone talks about it, 
 nobody really knows how to do it, 
 everyone thinks everyone else is doing it, 
 so everyone claims they are doing it.“ - Dan Ariely, Duke University, 
 6. Jänner 2013
  59. 59. Datensammeln ist nichts Neues:! „Es geschah […] in jenen Tagen, dass eine Verordnung vom Kaiser Augustus ausging, den ganzen Erdkreis einzuschreiben. Und alle gingen hin, um sich einschreiben zu lassen, ein jeder in seine Stadt. Es ging aber auch Josef von Galiläa, aus der Stadt Nazareth, hinauf nach Judäa, in Davids Stadt, die Bethlehem heißt, weil er aus dem Haus und Geschlecht Davids war, um sich einschreiben zu lassen mit Maria, seiner Verlobten, die schwanger war.“
 - Lukas 2,1-5, Neues Testament „Volkszählung zu Bethlehem“, © Pieter Bruegel der Ältere, 1566 = Daten bedeuteten bereits vor 2000 Jahren Macht und Geld
  60. 60. Neue Qualität: Social Mobile Local
  61. 61. Datensammeln heute • Datenmengen: Jeden Tag 
 werden 2,5 Quintillionen 
 (10 hoch 18) Bytes produziert (IBM) • Datenfirmen: Google, Facebook, Amazon etc. machen Milliardenumsätze mit Big Data (v.a. Real Time Advertising) • Datenwissenschaftler: Bis 2015 werden 4,4 Mio. Forscher gebraucht, um diese Datenmengen zu analysieren (Gartner) Quellen: saferinternet.at, Universität Mainz, McAfee © Facebook, Google
  62. 62. The 4 Big V`s of Big Data: •Volume: Die meisten US-Firmen haben bereits mehr als 100
 Petabytes an Daten gespeichert
 •Velocity: Bsp.: YouTube
 •Variety: Von Facebook-Likes über Herzschlagfrequenz, Aktienkurs, Webvideos, Location-Data bis zu Gesichts-Tags
 •Veracity/Validity/Volatility: Schlechte Datenqualität kostet Weltwirtschaft IBM zufolge pro Jahr 3,1 Bio. Dollar/Jahr Quelle: IBM, http://www.ibmbigdatahub.com/infographic/four-vs-big-data
  63. 63. Was kann Big Data? • „Big Data bringt eine neue Qualität der Beobachtung“ • „Unser Leben ist bereits in vielen Bereichen durch Big Data bestimmt“ • „Big Data liefert bessere Entscheidungsgrundlagen“ • „Wir beginnen in einer Welt zu leben, in der Minority Report Realität wird“ © Viktor Mayer-Schönberger
  64. 64. Beispiel 1: Google Flu Trends http://www.google.org/flutrends/ • 45 Suchbegriffe werden getrackt • täglich aktuelle Werte für 29 Länder weltweit • Kritik: Grippefälle wurden überschätzt
  65. 65. Beispiel 2: Amazon Fire Phone • Smartphone als Fenster in die Shopping-Welt von Amazon • Kamera erkennt 100 Millionen Dinge, die man scannen und gleich bestellen kann • Amazon entwickelt eigene Produkte auf Basis von Analysen, die die Produktbewertungen der Nutzer von anderen Produkten bei Amazon einfließen lassen © Amazon
  66. 66. Beispiel 3: Facebook • positive und negative Worte in Statusmeldungen von Mitgliedern werden aggregiert und ausgewertet • Sentimentanalyse von Statusmeldungen auch während US-Vorwahlen der Republikaner 2012 • Big-Data-Analysen werden nicht mehr öffentlich kommuniziert Facebook Gross National Happiness Index Measure GOP Candidate Buzz for Politico
  67. 67. Beispiel 4: SwiftKey • Eine kleine App, mit der man die Tastatur einfärben kann • Bei Erlaubnis lernt sie mit, wie man kommuniziert, um bessere Wortvorschläge zu liefern • Firma aggregiert Daten von 200 Mio. Geräten in der Cloud (Amazon-Server) • Wird zum Anbieter von Spracherkennung
  68. 68. Beispiel 5: Runtastic • Das österreichische Start-up kann 70 Mio. App-Downloads vorweisen, 27 Mio. davon in der kostenpflichtigen Variante • Apps erfassen Alter, Größe, Gewicht, Speed, Route und den „Power Song“ des Users • Runtastic brachte kürzlich gemeinsam mit Universal „Runtastic Music Running 
 Vol. 1“ © Runtastic
  69. 69. Beispiel 6: mySugr • Die Smartphone-App für Diabetiker hilft, die eigenen Blutzuckerwerte zu dokumentieren • Daten können anonymisiert Wissenschaftlern zugänglich gemacht werden • Partnerschaften mit Pharmafirmen, die Interesse an den Nutzerdaten haben © mySugr
  70. 70. Beispiel 7: Obama • Datenwissenschaftler waren wichtiger Bestandteil des Wahlkampfteams • Nicht nur, mit wem (Alter, Geschlecht, Einkommen, Wahlbezirk etc.) man kommuniziert, sondern wie • z.B. Single-Haushalte wurden per Telefon adressiert, bei Familien funktionierte das nicht so gut (Zeitfaktor)
  71. 71. Beispiel 8: Mahü • Auch rund um die Volksbefragung zur Zukunft der Mariahilferstraße wehte ein Hauch von Obama durch Neubau • Agentur mindworker analysierte für die Grünen Daten von 25.000 Wahlberechtigten • Mailings wurden auf Basis dieser Daten hinsichtlich Alter, Geschlecht und Nationalität personalisiert
  72. 72. Aufwachsen in der Snowden-Ära
  73. 73. Big Brother NSA • 5 Milliarden Daten über Handy- Standortdaten pro Tag • Daten von Google, Facebook, Apple, usw. • 200 Millionen SMS pro Tag • Kapazitäten, um eine Milliarde Telefongespräche pro Tag zu speichern • Datencenter in Utah soll Yottabytes oder zumindest hunderte Petabytes Daten speichern können • Politik handelt nicht/kaum: Halbherzige NSA-Reform in den
 USA, kaum Konsequenzen in Europa, erst als Merkel-Handy-Affäre
 losgeht, kommt langsam Bewegung
  74. 74. Der „Chilling Effect“ • 86 Prozent der US-Nutzer haben schon ersucht, ihre Spuren im Web zu verwischen • 22 Interessensverbände berichten, dass Konsumenten heikle Telefonate vermeiden • Jeder sechste US- Schriftsteller des PEN- Verbands vermeidet, über heikle Themen zu sprechen oder zu schreiben © Jakob Steinschaden
  75. 75. Big Brother entkommen? • Janet Vertesi, Soziologin an der Princeton University, machte den Versuch während ihrer Schwangerschaft • entfreundete Onkel, weil er via Facebook-Direktnachricht zur Schwangerschaft gratulierte • surfte mit per TOR- Anonymisierung auf Baby- Webseiten • kaufte auf Amazon nur mit im Voraus bezahlten Gutscheinen mit Extra-Account © janet.vertesi.com
  76. 76. 5. Praxis: 
 „Mit der Tarnkappe durchs Internet“
  77. 77. Wie man im Netz identifiziert wird: • Bitte surfen Sie auf meinen Blog www.jakkse.com • Per Google Analytics werden
 Sie analysiert • Klicken Sie auf Like oben ->
 die Facebook-Seite analysiert • IP-Adresse ermitteln:
 http://www.utrace.de
  78. 78. Privatsphäre-Browser TOR • „The Onion Router“ gilt als
 wichtigste Instrument zum
 anonymen Surfen • Nicht nur Aktivisten in
 autoritären Staaten nutzen
 es, sondern etwa auch
 Journalisten, Firmen oder
 die Polizei • kostenlos, finanziert sich
 über Spenden und
 Fördergelder des US-
 Außenministeriums
  79. 79. Privatsphäre-Browser TOR • Auf www.torproject.org
 surfen und auf
 „Download TOR“ klicken • Browser starten und mit einer
 anderen IP-Adresse surfen • jetzt wieder die IP-Adresse
 ermitteln:
 http://www.utrace.de
 

  80. 80. Browser-Plugins & Search: 1. DuckDuckGo & Startpage:
 Alternativen zu Google, die
 keine bzw. möglichst wenige
 Daten über Nutzer sammeln
 2. Disconnect: Blockiert
 Google, Facebook, Twitter, uvm.
 auf Seiten von Dritt-Anbietern! ! 3. Ghostery: Zeigt an, welche 
 Dritt-Dienste in Webseiten 
 Nutzer tracken!
  81. 81. 15:30 - 15:45 Kaffeepause
  82. 82. 6. Gruppenarbeit: 
 „Vermittlung von Privatsphäre und Datenschutz im Unterricht“
  83. 83. 4 Vierergruppen erarbeiten: • 45 Minuten Arbeitszeit • danach präsentiert jede Gruppe ca. 5-10 Minuten ihre Ideen • gemeinsame Zusammenfassung • Ist der Status quo der Lehrinhalte betreffend Social Media, Privatsphäre, Datenschutz etc. Ihrer Meinung nach ausreichend? Wenn nein: Was fehlt? • Wie könnte man Schülern Datenschutz und Privatsphäre am besten vermitteln? • Welche Mittel und welches Wissen brauchen Lehrer heute, um das Thema richtig vermitteln zu können? • Auf welche bestehenden geschichtlichen, literarischen, philosophischen Lehrinhalte etc. könnte man dabei zurückgreifen? • In welchem Schulfach wäre die Vermittlung von Datenschutz und Privatsphäre am besten aufgehoben? • Ab welchem Alter sollte man Schüler am besten mit dem Themenkomplex Social Media - Big Data - Privatsphäre konfrontieren?
  84. 84. 7. Präsentation der Arbeitsergebnisse
  85. 85. Danke für die Aufmerksamkeit! Zeit für Fragen, Feedback, Wünsche, Beschwerden!
  86. 86. Kontakt:! jakob.steinschaden@gmx.at @jakkse ! Folien ab Donnerstag unter www.jakkse.com

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