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Ziel: Interaktionskompetenz: Generierung von
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Was sind die Hürden in Ihrem Unternehmen,
um externes Wissen zu nutzen?
Welche Maßnahmen haben Sie ...
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Updates, Newsletter & Cases:
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  1. 1. Open Innovation zwischen Anspruch und Wirklichkeit INTEGRO KICK-OFF – 28 Nov. 2008 Frank T. Piller RWTH Technology & Innovation Management Group, RWTH Aachen MIT Smart Customization Group, MIT, Cambridge, MA, USA www.open-innovation.de Lehrstuhl für BWL, Technologie- und Innovationsmanagement …many graduate student assistants … a great team of research associates … Office Management Monika Heer Two Professors ... Frank T. Piller Hans-Horst Schröder (em.) ... and a large network of associated research fellows
  2. 2. 3© tim.rwth-aachen.de Zwei zentrale Probleme, die jede Neuprodukt- entwicklung prägen 4© tim.rwth-aachen.de Informationsarten im Innovationsprozess Welchen Nutzen soll die Innovation stiften? Effektivität im Innovationsprozess Vorhandensein kritischer Bedürfnisinformation zu Beginn der Entwicklung reduziert Floprate Explizit und/oder latent vorhandene Information Bedürfnisse und Präferenzen des Kunden ("fit to market") Bedürfnis- information Beschaffung und Umsetzung der richtigen Lösungsinformation reduziert Floprate, Entwicklungszeit und –kosten Effizienz im Innovationsprozess Oftmals bereits vorhandene Information Was ist der neue Wirkzusammenhang zur Bedürfnisbefriedigung? Wissen, wie ein Bedürfnis durch Produktspezifikation/Dienstleistung umgesetzt werden kann Lösungs- information
  3. 3. 5© tim.rwth-aachen.de Bedürfnis- information Bedürfnisse identifizieren Produkte entwickeln Produktideen generieren Markt- einführung Die Frage nach dem Was? Steigerungder Effizienz Steigerung der Effizienz Steigerung der EffektivitätSteigerung der Effektivität Zugang zu Lösungs- und Bedürfnisinformation bestimmen die Effizienz & Effektivität entlang der Phasen d. Innovationsprozesses sticky information Welchen Nutzen soll die Innovation stiften? Effektivität im Innovationsprozess Vorhandensein kritischer Bedürfnisinformation zu Beginn der Entwicklung reduziert Floprate Explizit und/oder latent vorhandene Information Bedürfnisse und Präferenzen des Kunden ("fit to market") Bedürfnisinformation 6© tim.rwth-aachen.de (1) Kodierung der Information (2) Eigenschaften des Informations- verarbeiters (Unternehmen) (3) Eigenschaften des Informationsgebers (Kunden) Drei Aspekte des Problems der Sticky Information – und klassische Lösungsansätze Fragebogentechnik, Befragungstechnik, Moderation Bsp.: Fokusgruppen, Ulwick- Methodik etc. Partnerschaften mit spezialisierten Organisationen Bsp.: Panelstudien, Szenario- technik, Trendforschung Beobachten statt Befragen! Bsp.: Empathic Design, Usability Studies, Produkt-Kliniken
  4. 4. 7© tim.rwth-aachen.de Lösungs- Information Die Frage nach dem Wie? Bedürfnis- information Bedürfnisse identifizieren Produkte entwickeln Produktideen generieren Markt- einführung Die Frage nach dem Was? Steigerungder Effizienz Steigerung der Effizienz Steigerung der EffektivitätSteigerung der Effektivität Zugang zu Lösungs- und Bedürfnisinformation bestimmen die Effizienz & Effektivität entlang der Phasen d. Innovationsprozesses local search bias sticky information Beschaffung und Umsetzung der richtigen Lösungsinformation reduziert Floprate, Entwicklungszeit und -kosten Effizienz im Innovationsprozess Oftmals bereits vorhandene Information Was ist der neue Wirkzusammenhang zur Bedürfnisbefriedigung? Wissen, wie ein Bedürfnis durch Produktspezifikation/Dienstleistung umgesetzt werden kann Lösungsinformation 8© tim.rwth-aachen.de (1) Local search in Bezug auf technische Lösung / Verhaftetsein in Paradigmen (2) Local search in Bezug auf Bildung von Netzwerken / Identifikation von Netzwerkpartnern (3) Local search in Bezug auf die Bewertung ("local evaluation bias") Drei Aspekte des Problems der lokalen Suche – und die klassischen Lösungsansätze Bessere effektive externe Suche Änderung des Suchstiles bzw. der Suchform, Bsp.: Gatekeeper, Promotoren Partnerschaften mit Organi- sationen, die über unterschied- liches Wissen verfügen Bsp.: F&E-Allianzen, Netzwerke Auffinden von Personen mit unterschiedlichem Wissen Bsp.: Personal-Akquise
  5. 5. 9 Netflix is the world's largest online movie rental service More than eight million subscribers. Members can choose from >100,000 titles Total subscribers have grown at a compound annual rate of 70 percent. Total estimated rental revenue of over $1.5 billion at the end of 2007 -- DVD rental totals approximately $8 billion annually -- still a lot of growth potential At the same time, Blockbuster's revenues continue to decrease at a rate of 5 to 9 percent / quarter. 10 Objective: get root mean square error (RMSE) <= 0.8563 (Netflix's own algorithm Cinematch has RMSE of 0.9525, this equals to one point of error of recommendation on their 5-point scale of "hate-love" movie evaluation)
  6. 6. 11© tim.rwth-aachen.de Crowdsourcing (Interactive Value Creation) “Der Begriff Crowdsourcing beschreibt den Vorgang in einem Unternehmen oder einer Institution, bei dem eine Funktion, die zuvor von Mitarbeitern ausgeübt wurde, in Form eines open calls an ein undefiniertes (und generell großes) Netzwerk von Menschen outgesourced wird. Dies kann die Form einer peer-production annehmen (wenn die Funktion kollaborativ ausgeführt wird), aber meistens wird die betroffene Funktion von einzelnen Individuen übernommen.“ (Howe 2006) Crowdsourcing (Interactive Value Creation) “Der Begriff Crowdsourcing beschreibt den Vorgang in einem Unternehmen oder einer Institution, bei dem eine Funktion, die zuvor von Mitarbeitern ausgeübt wurde, in Form eines open calls an ein undefiniertes (und generell großes) Netzwerk von Menschen outgesourced wird. Dies kann die Form einer peer-production annehmen (wenn die Funktion kollaborativ ausgeführt wird), aber meistens wird die betroffene Funktion von einzelnen Individuen übernommen.“ (Howe 2006) Other terms, same idea Commons-based Peer-Production of Innovation (Benkler 2002, 2006; Jegen 2001; Lakhani 2006) Open Innovation (Chesbrough 2003, Piller 2002) Interaktive Wertschöpfung (Reichwald & Piller 2006; Piller 2004) Wikinomics (Tapscott 2007) Other terms, same idea Commons-based Peer-Production of Innovation (Benkler 2002, 2006; Jegen 2001; Lakhani 2006) Open Innovation (Chesbrough 2003, Piller 2002) Interaktive Wertschöpfung (Reichwald & Piller 2006; Piller 2004) Wikinomics (Tapscott 2007) 12© tim.rwth-aachen.de Dieses Phänomen nennen wir Interaktive Wertschöpfung „Interaktive Wertschöpfung findet statt, wenn ein Unternehmen (oder eine andere Institution) eine Aufgabe, die bislang intern durch die Mitarbeiter erstellt wurde, an ein undefiniertes, großes Netzwerk von Kunden und Nutzern in Form eines offenen Aufrufs zur Mitwirkung vergibt. Offener Aufruf heißt dabei, dass die zu lösende Aufgabe offen verkündet wird und die externen Problemlöser durch Selbstselektion entscheiden, ob sie mitwirken oder nicht. Die Erstellung dieser Aufgabe erfolgt dabei oft kollaborativ zwischen mehreren Nutzern, in anderen Fällen aber auch durch einen Akteur allein. Die Aufgabe selbst kann sich dabei auf eine Innovation (Schaffung neuen Wissens), aber auch auf operative Aktivitäten (z.B. Mitwirkung beim Marketing oder bei der Konfiguration eines Produkts) beziehen. In jedem Fall aber wandelt sich die vom Unternehmen dominierte Wertschöpfung durch die aktive Rolle der Kunden und Nutzer zu einer Co-Kreation der resultierenden Leistung.“ (aktualisierte Definition nach Reichwald / Piller 2006)
  7. 7. 13© tim.rwth-aachen.de Hintergrund 1. F&E Abteilungen großer Konzerne sind nicht in der Lage bestimmte wissenschaftliche Problem zu lösen 2. Die eigenen internen und externen Experten können die Lösungen nicht beschaffen. 3. Es besteht nun die Hoffnung, dass eine Lösung bei externen Wissenschaftlern gefunden werden kann, auch wenn zuvor nicht absehbar ist, wer die richtige Antwort kennt Firma F&E Labs Firma F&E Labs Firma F&E Labs Firma F&E Labs InnoCentive.com 100,000 unabhängige Wissenschaftler F&E Labs von 26 Firmen, 10 Länder, 8 Industrien Knowledge Broker Broadcast Search bei InnoCentive.com 14© tim.rwth-aachen.de Karim Lakhani (HBS): Innocentive - effizienter Mechanismus zur Lösung technischer Probleme Warum werden Probleme veröffentlicht? Firmen verbringen zwischen 6 Monaten und 2 Jahren, um Probleme intern zu lösen Angebot von durchschnittlich $30,000 für eine Lösung Lösung muss ab Zeitpunkt der Veröffentlichung innerhalb von ~6 Monaten eingesendet werden Wie viele der Probleme, die intern nicht gelöst werden konnten, konnten durch die Community bewältigt werden (n=166)? 49 Probleme (29.5%) wurden gelöst 75 Lösungsprämien verteilt
  8. 8. 15© tim.rwth-aachen.de Wer sind die Teilnehmer? Ca. 240 Personen beschäftigten sich näher mit dem Problem Ca. 10 Lösungen pro Problem wurden vorgeschlagen Durchschnittlich gebrauchte Zeit: ~74 Std. für gewonnene Lösungen und ~36 Std. für nicht-gewonnene Lösungen 65% der Löser besitzen einen akademischen Dr.-Titel in Naturwissenschaften Karim Lakhani (HBS): Innocentive - effizienter Mechanismus zur Lösung technischer Probleme 16© tim.rwth-aachen.de Die Effizienz beim Problemlösen basiert auf der Wiederverwertung von Wissen. Bereits vorhandenes Wissen (72.5% Wiederverwertung) Interessenvielfalt und Spezialisierung der Löser unterstützen die Lösungsfindung Löser lösen Probleme, die außerhalb ihres eigenen Expertengebietes liegen. Motivation: Intrinsische Motivation (Herausforderung an wissenschaftl. Problemen zu arbeiten, “sich selbst etwas beweisen”) und monetärer Incentive (Prämie) Das Ganze ist hoch profitabel für Unternehmen: Kosten für den Lösungssuchenden (pro Challenge): $60 000 Generierter Wert: $10 300 000 -- ROI: 2175%
  9. 9. 17© tim.rwth-aachen.de Welche Herausforderungen ergeben sich bei der Übertragung aus der Software oder Chemie auf Ihre Branche? Welche Informationen müssten Sie dazu veröffentlichen? Wo finden Sie eine potentielle Solver-Community? Welche Anreize müssen Sie zur Mitwirkung setzen? 18© tim.rwth-aachen.de Methoden für Open Innovation entlang des Innovationsprozess Lösungs- information Bedürfnis- information Bedürfnisse identifizieren Produkte entwickeln Produktideen generieren Markt- einführung Die Frage nach dem Was? Die Frage nach dem Wie? Steigerungder Effizienz Steigerung der Effizienz Steigerung der EffektivitätSteigerung der Effektivität
  10. 10. 19© tim.rwth-aachen.de Lösungs- information Bedürfnis- information Ideenwettbewerbe Lead User Communities Bedürfnisse identifizieren Produkte entwickeln Produktideen generieren Markt- einführung Lead User Ideenwettbewerbe Toolkits Launching Customer Klassische Methoden bspw. Shadowing Communities Die Frage nach dem Wie? Development Communities Broadcasting of Problems Lead Experts Toolkits Fokusgruppen Methoden für Open Innovation entlang des Innovationsprozess: Integration von Lead Usern - Kontinuierliche Co-Entwicklung Die Frage nach dem Was? Steigerungder Effizienz Steigerung der Effizienz Steigerung der EffektivitätSteigerung der Effektivität © tim.rwth-aachen.de In the scorching-hot west Texas plains of Wichita Falls, a paramedic and novice cyclist, Michael Edison participated in his first "Hotter 'N Hell Hundred Miles" bicycle race in 1988. Texas is famous for its heat, where temperatures during the hundred mile race can soar above 100°F and water stops are 2 or 3 hours apart. Michael started well back in the pack of the 1000 riders and quickly learned that reaching for a water bottle mounted on his bike frame was potentially dangerous. "I kept bumping into people, so I was thinking, there's got to be a better way to get a drink," he said.
  11. 11. 21© tim.rwth-aachen.de # der Nutzer mit Bedürfnis TimeZeit Lead User innovieren hier Erstes kommerzielles Herstellerprodukt erscheint hier. von Hippel 2005 “Voice of the customer” Methoden Nutzer haben beim Problemlösen den Vorteil, dass sie dies in ihrer eigenen Anwendungsumwelt tun, also während der Durchführung einer gewollten Handlung 22© tim.rwth-aachen.de Eigenschaften von Lead Usern (von Hippel 1986; 1988) "I need it but it doesn‘t exist, so I‘ ll have to make it myself." Lead User entwickeln ein Bedürfnis, welches einem zeitlich folgenden allgemeinen Marktbedürfnis entspricht. Sie erwarten von der Lösung einen hohen Nutzen. Lead User sind daher besonders motiviert, innovative Ideen zu entwickeln oder voranzutreiben. Sie besitzen ein besonders ausgeprägtes Objekt- und Verwendungswissen, um ihre Ideen umzusetzen.
  12. 12. 23© tim.rwth-aachen.de Source: Rogers 1984 Wichtige Unterscheidung: Die LU Methode ist KEINE Marktforschung – und LU sind oftmals KEINE Kunden des Herstellers 24© tim.rwth-aachen.de Lösung des „sticky information“-Problems Bahnbrechende Lösungen lassen sich oftmals in fortgeschrittenen analogen Anwendungsgebieten und Märkten finden Zeit Kommerzielles Produkt # Nutzer mit diesem Bedürfnis Trend: Verbessertes Bremssystem PKW Bremssystem Rennwagen Bremssystem Flugzeug Bremssystem Lead User Innovation Methoden des klassischen “voice of customer”
  13. 13. 25© tim.rwth-aachen.de Wie kann man von User-Innovation profitieren? Suche nach LU in fortgeschrittenen Analogmärkten Hersteller suchen nach LU Innovationen und überführen diese in ein kommerzielles Produkt Co-Entwicklung von Innovationen gemeinsam mit LUn im Workshop LU ist motiviert durch eigenes, vom Markt unerfülltes Bedürfnis LU MethodeLead User entwickelt etwas für den Eigengebrauch Screening nach LU für die Lösung technischer Probleme oder die Identifizierung von „unmet needs“ Screening nach Lösungen auf der Basis autonom entwickelter LU Innovation Klassische Lead User nach Definition von v. Hippels Lead User im Sinne von Lead Experts 26© tim.rwth-aachen.de Waren Sie schon einmal ein Lead User? Kennen Sie eine Lead-User- Entwicklung in Ihrem Unternehmen?
  14. 14. 27© tim.rwth-aachen.de Lösungs- information Bedürfnis- information Ideenwettbewerbe Lead User Communities Bedürfnisse identifizieren Produkte entwickeln Produktideen generieren Markt- einführung Lead User Ideenwettbewerbe Toolkits Launching Customer Klassische Methoden bspw. Shadowing Communities Die Frage nach dem Was? Die Frage nach dem Wie? Development Communities Broadcasting of Problems Lead Experts Toolkits Fokusgruppen - Kontinuierliche Co-Entwicklung - Methoden für Open Innovation entlang des Innovationsprozess: Ideenwettbewerbe Steigerungder Effizienz Steigerung der Effizienz Steigerung der EffektivitätSteigerung der Effektivität 28© tim.rwth-aachen.de
  15. 15. 29© tim.rwth-aachen.de Tool zur Ideengenerierung bei BMW 30© tim.rwth-aachen.de Welche Problemstellungen könnten im Ideenwettbewerb gelöst werden? Wie könnten potenzielle Teilnehmer motiviert werden, sich zu beteiligen? Wie könnten die Beiträge evaluiert werden?
  16. 16. 31© tim.rwth-aachen.de Lösungs- information Bedürfnis- information Ideenwettbewerbe Lead User Communities Bedürfnisse identifizieren Produkte entwickeln Produktideen generieren Markt- einführung Lead User Ideenwettbewerbe Toolkits Launching Customer Klassische Methoden bspw. Shadowing Communities Die Frage nach dem Was? Die Frage nach dem Wie? Development Communities Broadcasting of Problems Lead Experts Toolkits Fokusgruppen - Kontinuierliche Co-Entwicklung - Methoden für Open Innovation entlang des Innovationsprozess: Broadcasting of Search Steigerungder Effizienz Steigerung der Effizienz Steigerung der EffektivitätSteigerung der Effektivität 32© tim.rwth-aachen.de Nine Sigma ist ein weiterer Vermittler von Lösungswissen nach dem Prinzip des "Broadcasting of Search"
  17. 17. 33© tim.rwth-aachen.de 34© tim.rwth-aachen.de Auch BMW nutzt mit der Virtuellen Innovations-Agentur "Broadcasting of Search" in einer sehr weiten Variante
  18. 18. 35© tim.rwth-aachen.de Lösungs- information Bedürfnis- information Ideenwettbewerbe Lead User Communities Bedürfnisse identifizieren Produkte entwickeln Produktideen generieren Markt- einführung Lead User Ideenwettbewerbe Toolkits Launching Customer Klassische Methoden bspw. Shadowing Communities Die Frage nach dem Was? Die Frage nach dem Wie? Development Communities Broadcasting of Problems Lead Experts Toolkits Fokusgruppen - Kontinuierliche Co-Entwicklung Methoden für Open Innovation entlang des Innovationsprozess Steigerungder Effizienz Steigerung der Effizienz Steigerung der EffektivitätSteigerung der Effektivität 36© tim.rwth-aachen.de Beispiel: Der Einsatz der Lead-User-Methode bei 3M Unternehmen lernen systematisch von Lead User über Bedürfnisse und Lösungen Lead User entwickeln gemeinsam mit Firmenangestellten neue Produktkonzepte Verschiedenen Fallstudien skizzieren den kommerziellen Nutzen der Lead User Integration (Lilien et al. 2002, Gruner & Homburg 2000, Herstatt & von Hippel 1992) Lead User Konzepte führen zu radikalen Innovationen (“completely new product lines”) Verkaufspotential 8x höher als bei traditionell entwickelten Konzepten Siehe dazu: von Hippel, Eric; Thomke, Stefan & Sonnak, Mary. Creating breakthroughs at 3M. Harvard Business Review, 77 (1999) 5 (September/October), pp. 47-57. Erfolg der Lead-User-Methode bei 3M breit dokumentiert (HBS Case, HBR, Management Science, hunderte Presseartikel ...)
  19. 19. 37© tim.rwth-aachen.de 0.80 0.92 0.61 6.7 6.7 8.0 7.1 7.8 8.8 Kompatibilität mit Unternehmsabläufen Schutz des geistigen Eigentums Kompatibilität mit Produktionskompetenzen Kompatibilität mit Distributionskanälen 0.08 9.24 7.3 8.4 9.6 9.8 Strategische Bedeutung Strategische Wichtigkeit Strategischer Fit 0.01 0.00 33% 18m 68% $146m Erwartete Profitability % Marktanteil in 5 Jahren Erwarteter Umsatzerlös in 5 Jahren 0.01 0.09 6.8 5.3 9.6 8.3 “Neuheitsgrad” der Idee Neuheitsgrad im Vergleich zum Konkurrenzprodukt Neuheit des angesprochenen Bedürfnisses Sig.Nicht-LU Ideen (n=42)LU Ideen (n=5) Anmerkung: Bewertung anhand einer 10-Punkt-Skala, 10=hoch, 1=niedrig Leistungsbeurteilung der Lead User Research bei 3M (Lilien et al., 2002): Ein Vergleich von Lead User vs. Nicht Lead User basierter Ideen. 38© tim.rwth-aachen.de “Breakthrough:” Verantwortlich für zukünftiges Wachstum und Gewinnspannen Wichtigste Produktlinien mit >20% Anteil am Absatz der Sparte Inkrementelle Verbesserungen: Wertvoll für das bestehende Geschäft Erweiterung der bestehenden Linie 50Lead User Methode bei 3M 141Traditionelle 3M Methode BreakthroughInkrementell $100,000 (zzgl. Training) 154Lead User Konzept bei 3M Entwicklungs-Phase $30,00060Traditionelles 3M Konzept: Entwicklungs-Phase GesamtkostenPersonentage 3M fand heraus, dass von Lead Usern generierte Ideen etwas teurer sind… aber auch innovativer
  20. 20. 39© tim.rwth-aachen.de “Breakthrough:” Verantwortlich für zukünftiges Wachstum und Gewinnspannen Wichtigste Produktlinien mit >20% Anteil am Absatz der Sparte Inkrementelle Verbesserungen: Wertvoll für das bestehende Geschäft Erweiterung der bestehenden Linie 50Lead User Methode bei 3M 141Traditionelle 3M Methode BreakthroughInkrementell $100,000 (zzgl. Training) 154Lead User Konzept bei 3M Entwicklungs-Phase $30,00060Traditionelles 3M Konzept: Entwicklungs-Phase GesamtkostenPersonentage 3M fand heraus, dass von Lead Usern generierte Ideen etwas teurer sind… aber auch innovativer Die Lead User Methode wurde bei 3M nach der anfänglichen 3M-MIT Kooperation eingestellt. Was sind die Hürden für die Adaption der Lead User Methode in Unternehmen? 40© tim.rwth-aachen.de "The missing link": Interne Umsetzung von Open Innovation Fokus in der Literatur und Praxis ist derzeit der Aufbau von Methoden, um besser auf externes Wissen zuzugreifen Dies kann die Effizienz und Effektivität im Innovationsprozess steigern Kritisch ist aber die interne Verwertung und Verarbeitung dieser Information Hier bestehen noch viele Hürden Abteilungsängste Not-Invented-Here Geheimhaltung Mangelnde Koordination Mangelnde Anerkennung der Beiträge der externen Akteure Ohne eine systematische Auseinandersetzung mit diesen Problemen ist Open Innovation langfristig nur ein Kostentreiber
  21. 21. 41© tim.rwth-aachen.de Ziel: Interaktionskompetenz: Generierung von Anwendungswissen als knappe Ressource Leitfragen der Interaktionskompetenz 1) Über welche Anreizsysteme wird der Interaktionsprozess gesteuert? 2) Wie erfolgt der wechselseitige Transfer von lokalem Wissen? 3) Wie wird der Prozess der Kundenintegration in den Wertschöpfungsphasen gestaltet? 4) Welche Werkzeuge der Interaktion stehen zur Verfügung? 5) Nach welchen Kriterien gestaltet sich der Lösungsraum für Open Innovation? 6) Welche Kommunikationskanäle und -formen fördern die Interaktion? 7) Welche Anreizsysteme überwinden ein "Not-Invented-Here"? 8) Wie werden arbeitsteilige Prozesse über Führungskonzepte und - instrumente koordiniert? 9) Über welche Kompetenzen muss der Kunde verfügen (Lead-User- Merkmale)? 10) Wie kann die Ökonomie der interaktiven Wertschöpfung für das Unternehmen gesichert werden (Kosten der Interaktion)? 42© tim.rwth-aachen.de Ziel: Interaktionskompetenz: Generierung von Anwendungswissen als knappe Ressource Interaktionsförderliche Kommunikationsstrukturen • Unmittelbarkeit • Bedingtheit • Vielseitigkeit Interaktionsförderliche Ablaufstrukturen • Automatisierte Abwicklung der Intergrationsaufgabe • Peer-Production und offene IP • Reintegration hierarchischer Koordinationsformen Interaktionsförderliche Anreizstrukturen • Gate-Keeper-Konzept • Dezentrale Unternehmensstrukturen • Entscheidungsdelegation und Ergebnisverantwortung • Instrumente zum Wissensaustausch • Vertrauenskultur Leitfragender Interaktionskompetenz
  22. 22. 43© tim.rwth-aachen.de Was sind die Hürden in Ihrem Unternehmen, um externes Wissen zu nutzen? Welche Maßnahmen haben Sie ergriffen, um "NIH" (not invented here) zwischen Ihren Funktionen zu vermindern? Wie können diese auf Open Innovation übertragen werden? Wie tragen Ihre Anreiz-Stukturen zu NIH bei – oder fördern diese bereits "PIE" (proudly invented elsewhere)? Welche Anreize geben Sie externen Akteuren, Ihr Unternehmen im Innovationsprozess zu unterstützen? Vor welchen Hürden stehen diese ? 44© tim.rwth-aachen.de Was kann Ihr Unternehmen (Ihre Organisationseinheit) tun, um Aufgaben an die Peripherie auszulagern und so die Effizienz und Effektivität im Innovationsprozess zu steigern? Was kann mit Nutzern und anderen externen Akteuren (und so den Wettbewerbern) geteilt werden? Was ist der Kern Ihres Unternehmens? Welche der Methoden der Open Innovation sind für Ihr Unternehmen ein guter Beginn – und in welcher Ausprägung? Wie können Praktiken implementiert werden, die einem NIH-Syndrom vorbeugen? Wie kann externer Input bewertet werden?
  23. 23. 45© tim.rwth-aachen.de piller@tim.rwth-aachen.de Updates, Newsletter & Cases: tim.rwth-aachen.de | www.open-innovation.com Download: open-innovation.de 46© tim.rwth-aachen.de Aktuelle Betrachtung der kundengetriebenen Wertschöpfung – Das erste deutsche Buch zu Open Innovation. 2. Auflage erscheint im Herbst 2008. Aktuelle Betrachtung der kundengetriebenen Wertschöpfung – Das erste deutsche Buch zu Open Innovation. 2. Auflage erscheint im Herbst 2008. Das erste deutsche Fachbuch, das sich jeder Leser selbst individualisieren kann. Management-orientierte Einführung in Mass Customization und Kundenintegration. Das erste deutsche Fachbuch, das sich jeder Leser selbst individualisieren kann. Management-orientierte Einführung in Mass Customization und Kundenintegration. Wissenschaftliches Standardwerk zum Thema. 4. Auflage 2006 Mit umfangreichen Fallbeispielen im Anhang. Wissenschaftliches Standardwerk zum Thema. 4. Auflage 2006 Mit umfangreichen Fallbeispielen im Anhang. Die Bücher zum Vortrag www.open-innovation.com Download von Auszügen und mehr Informationen zu den Büchern. Download von Auszügen und mehr Informationen zu den Büchern.

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