Dimensionsstabil bei Feuchte

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Dimensionsstabil bei Feuchte
Im Bereich der vollgefederten Mountainbikes
von Bergamont ist „ConTrail
MGN“ aktuell das Topmodell. Die in Hamburg ansässige Fahrradmarke
hat bei diesem Bike so innovative Technik wie konifizierte Rahmenrohre mit unterschiedlichen Wandstärken sowie Carbon-Rahmenkomponenten
verwirklicht. An den Ausfallenden der Hinterradfederung
kommen leichte Polymergleitlager
für harte Beanspruchungen zum Einsatz

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Dimensionsstabil bei Feuchte

  1. 1. igus - FachartikelDimensionsstabil bei FeuchtePolymergleitlager in Mountainbikes mit gefedertem HinterradIm Bereich der vollgefederten Moun-tainbikes von Bergamont ist „Con-Trail MGN“ aktuell das Topmodell.Die in Hamburg ansässige Fahr-radmarke hat bei diesem Bike soinnovative Technik wie konifizierteRahmenrohre mit unterschiedlichenWandstärken sowie Carbon-Rah-menkomponenten verwirklicht. Anden Ausfallenden der Hinterradfede-rung kommen leichte Polymergleit-lager für harte Beanspruchungenzum Einsatz. Bild FA1211-01: igus GmbH, Köln Unter Insidern ein Traum von einem Mountainbike bzw. Trailbike: das Modell „ConTrail MGN“ von Bergamont, Hamburg.Wer mit Spaß und Ehrgeiz Mountain-bike fährt, für den ist ein „Fully“ dasbeste Werkzeug, diesen Freizeitsportauszuüben – ein Bike mit gefedertemHinterrad. Es lässt sich deutlich komfortabler und Marathons gewinnen als auch reinen Fahrspaß ha-letztlich auch schneller fahren, weil der Fahrer weni- ben wollen.ger auf den unebenen Untergrund reagieren muss. Auswahl der AnlenkpunkteSchön straff muss die Abstimmung der Federung und Kinematiksein und dennoch den gewünschten Komfort bieten. Bei der Gestaltung einer Hinterradfederung spielt dieZum einen gilt es kurze Stöße gut abzufangen. Dabei Definition der Anlenkpunkte eine ganz wichtige Rol-darf die Stabilität der Hinterradaufhängung nicht ge- le. Thomas Marquardt: „Wir haben genaue Vorstel-fährdet werden. Auch muss das ganze „antriebsneu- lungen davon, wie ein Fahrrad fahren soll und führentral“ sein – die Bewegungen der Federungen dürfen während der Entwicklung umfangreiche Tests durch.“nicht auf die Pedale übertragen werden. Das gilt nicht nur für die Platzierung der Anlenkpunk- te und somit für die Kinematik, sondern auch für dieNeue Wege in der Auswahl der Lagerstellen.FahrradkonstruktionFahrradkonstrukteure und -kenner kennen hierzu Ursprünglich verwendete Bergamont an allen La-mehrere Arten der Hinterradfederung. Neben den gerstellen seiner „Fullys“ Kugellager. Beim „Contrail„Eingelenkern“ und „Mehrgelenker“ gibt es soge- MGN“ ist man nun erstmals von diesem Prinzip ab-nannte „abgestützte Eingelenker“ mit einem Um- gewichen. „An den beiden vorderen Drehpunkten,“lenkhebel am Rahmen. Für dieses Prinzip entschied so Marquardt, „also bei der Verbindung zwischenDipl.-Ing. Thomas Marquardt, Konstrukteur bei Ber- Schwinge und Rahmen, verwenden wir Rillenkugel-gamont und zugleich Produktmanager für hochwerti- lager, weil die Lager hier eine relativ große Schwenk-ge Sporträder, bei der Rahmenentwicklung des Mo- bewegung ausführen. Am hinteren Gelenk, an derdells „Contrail MGN“. Zielgruppe dieses „Top-Fullys“ Hinterachse, sind wir dagegen dieses mal einen neu-in der Kategorie „Trailbikes“ sind Sportler, die sowohl en Weg gegangen und setzen ein Gleitlager ein.“FA1211-D/Oktober 2011
  2. 2. igus - FachartikelGrößere Kontaktfläche,nichts wackeltDafür gibt es gute Gründe für den Konstrukteur,der wichtigste ist die seitliche Steifigkeit. EineGleitlagerung bietet eine sehr viel größere Kon-taktfläche als ein Wälzlager. „Selbst bei sehr har-ter Beanspruchung und großen Querkräften wa-ckelt nichts,“ erläutert Marquardt. Dabei werdendie Gleitlager auch sehr gut mit der hohen Druck-belastung fertig, die an dieser Lagerstelle auftritt.„Der Druck verteilt sich ebenfalls sehr gut über diegrößere Fläche.“Bei den Versuchen mit der Gleitlagerung am hin- Bild FA1211-02: igus GmbH, Kölnteren Federungsgelenk wurde Bergamont von La- Am hinteren Gelenk, an der Hinterachse, sind die Fahrradkonstruk-gerspezialist igus GmbH, Köln, unterstützt. Auch teure einen neuen Weg gegangen und setzen ein Gleitlager ein. Die „iglidur“-Polymerlager von igus, Köln, bieten eine sehr viel größereging es dabei um die Auswahl des optimalen Kontaktfläche als Wälzlager. Selbst bei sehr harter BeanspruchungGleitlagerwerkstoffs. René Achnitz, Global Pro- und großen Querkräften wackelt nichts.duct Manager „iglidur“-Gleitlager: „In den erstenVersuchen haben wir den Allround-Werkstoff „ig-lidur G“ eingesetzt, dann aber festgestellt, dasssich „iglidur J“ besser eignet.“ Insgesamt 10.200Artikel bietet das Unternehmen an bei inzwischen35 verschiedenen, tribologisch optimierten Poly-merwerkstoffen.Gleitlager: den optimalenWerkstoff wählenDass die Versuche zunächst mit „iglidur G“ star-teten, lag auf der Hand. Dieser Universalwerkstofffür besonders wirtschaftliche Gleitlager bietet dasbreiteste Einsatzspektrum. „iglidur J“ bietet jedocheine höhere Dimensionsstabilität bei Feuchtigkeit, Bild FA1211-03: igus GmbH, Kölnund diesen Parameter galt es bei der Bike-Kons- Sorgfältige Konstruktion: das Gleitlager wird mit leichtem Druck in die Schwinge eingepresst. Zudem wird in das Lager eine Metallhülsetruktion ebenfalls zu berücksichtigen. Die Räder eingeschoben, die den Endanschlag für das Festdrehen der Schrau-fahren naturgemäß oft durch Wasserläufe und ben bildet.Pfützen, und sie werden nach dem Einsatz oftmit dem Gartenschlauch oder gar mit dem Hoch-druckreiniger gesäubert. Thomas Marquardt: bensdauer erwarten. Allerdings musste der Vertrieb„Auch diese Beanspruchungen machen den Po- bei den Fachhändlern zunächst Überzeugungsarbeitlymergleitlagern nichts aus.“ leisten. Thomas Marquardt: „Wir haben vor einigen Jahren schon einmal Gleitlager eingesetzt, die aberFachhändler und Biker aus anderen Werkstoffen gefertigt wurden und zuvollauf zufrieden klein dimensioniert waren. Deshalb gab es nun In-Die selbstschmierenden „iglidur“-Polymergleitla- formations- und Schulungsbedarf.“ Mit der jetzigenger lassen eine lange, überdies berechenbare Le- Lösung dagegen seien die Händler vollauf zufrieden,FA1211-D/Oktober 2011
  3. 3. igus - Fachartikelda die Rückmeldungen der Bike-Besitzerdurchweg positiv ausfallen. Die Torsions-steifigkeit des Rades sei sehr gut und dieFederung spreche sehr schnell an, be-richtet Marquardt.Dazu bei trägt sicherlich auch die sehrsorgfältige Konstruktion der Lagerstelle.In der Bike-Produktion werden die Gleit-lager mit leichtem Druck in die Schwin-ge eingepresst. Zudem wird in das La-ger eine Metallhülse eingeschoben, dieden Endanschlag für das Festdrehen derSchrauben bildet. So bleiben die Lager Bild FA1211-04: igus GmbH, Köln igus bietet 10.200 Artikel an bei inzwischen 35 verschiedenen, tribologisch opti-auch nach Montagearbeiten des Radbe- mierten Polymerwerkstoffen. Hier fiel die Wahl auf „iglidur J“. Verschleißfestensitzers auf jeden Fall drehbar. Lager aus diesem Werkstoff haben eine besonders hohe Dimensionsstabilität bei Feuchtigkeit – ein entscheidender Parameter, wenn es durch Wasserläufe und Pfützen geht.Der innovative Einsatz von Gleitlagernist eines von vielen Details, mit denenBergamont seinen High-Tech-Anspruch bei Moun- „iglidur“ bei Olympiatainbikes und Trailbikes demonstriert. Weitere Kon- in Peking und Athenstruktionsmerkmale sind die konifizierten Rohre mit So waren zum Beispiel im Olympiabike von Sabineunterschiedlicher Wanddicke, die zum geringen Ge- Spitz (Gold-Medaille, Peking 2008) bereits „iglidur“-wicht von nur 10,8 kg beitragen. Die Gabel ist mit Gleitlager in einer sensitiven Federgabel verbaut.einer Carbon-Krone ausgestattet, die Ausfallenden Auf dem schweren und spektakulären Olympia-Kurssind 3D-geschmiedet. im chinesischen Laoshan-Radsportareal trotztenÜber 8.000 Testspro JahrDie Linienführung des „Contrail MGN“ ist ebensoüberzeugend wie die Gebrauchseigenschaften –denn Bergamont leistet sich nicht nur seit mehr alszehn Jahren eine eigene Rahmenentwicklung, diemit modernsten CAD-Werkzeugen arbeitet, sondernauch einen Industriedesigner, der die Formenspra-che der Marke vermitteln soll. Als wichtiges Merkmaldieser Formensprache hat Bergamont neben derSportlichkeit auch die Stabilität definiert. Die Poly-mergleitlager von igus leisten dazu einen Beitrag.Zumal das Kölner Unternehmen, das jährlich über8.000 Tests im firmeneigenen Technikum durchführt, Bild FA1211-05: igus GmbH, Köln Erstaunlich leicht – und perfekt gefedert. Thomas Marquardt (Mitte)inzwischen viel Knowhow als Mountainbike-Ausrüs- konstruierte den Rahmen des „Contrail MGN“ von Bergamont. Linkster gesammelt hat. René Achnitz und rechts Christian Wille, beide igus.FA1211-D/Oktober 2011
  4. 4. igus - Fachartikeldie Kunststoffkomponenten permanenten Schlägen, PRESSEKONTAKTKantenlasten und Schmutz. Auch bei der Olympiade André Kluth Leiter Unternehmenskommunikation2004 in Athen waren leichte, verschleißfeste „iglidur“- igus GmbHLager mit auf den Siegertreppchen, verbaut in den Spicher Str. 1aFührungsrollen der Schaltwerke. Die Biker holten am 51147 Köln Tel. 0 22 03 / 96 49 - 611Ende gleich Gold, Silber und Bronze. Fax 0 22 03 / 96 49 - 631 akluth@igus.de www.igus.de/de/presse DIN ISO 9001:2000 Die Begriffe “igus, e.ketten, e.kettensysteme, chainflex, readycable, easychain, e.chain, e.chainsystems, energy chain, energy chain system, flizz, readychain, triflex, twisterchain, invis, drylin, iglidur, igubal, xiros, xirodur, plastics for longer life, manus, vector“ sind in der Bundesrepublik Deutschland und gegebenenfalls international markenrechtlich ge- schützt.FA1211-D/Oktober 2011

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