5/15 Juli/August 28. Jahrgang www.autocad-magazin.de ISSN-0934-1749
Eine Publikation der
WIN-Verlag GmbH & Co. KG
D, A, CH...
DuisburgInnenhafen©StefanZiese
Duisburg Innenhafen
TAROX empfiehlt Microsoft®
Software.
TAROX Workstation E-Serie
Die neue...
Der neue FARO Focus3D
X 130 ist ein leistungsstarker High-Speed Laserscanner der seine
Umgebung in exakte, fotorealistisch...
INHALT Ausgabe 5/2015
SZENE
6 News & Neue Produkte
Neues aus der Branche
8 Schritt für Schritt
Lizenzmodell-Umstellung bei...
InventorINHALT
ARCHITEKTUR:HeinzvonHeidenistSpezialistfürdenBauvonmassivenEinfamilien-,
Doppel-undReihenhäusern.Fundamentf...
SZENE Neue Produkte & News
 Jürgen Barthauer und Anis Saad,
geschäftsführende Gesellschafter der
Barthauer Software GmbH,...
SZENE
coolOrange. Das ist insbesondere für Kun-
den relevant, die eine sehr angepasste
Vault-Umgebung nutzen.
powerGate be...
SZENE Lizenzmodell-Umstellung bei Autodesk
AUTOCAD Magazin: Anwender können
die meisten Stand-alone-Desktop-Produk-
te von...
CadMouse
Die 3Dconnexion CadMouse wurde speziell für den Einsatz in CAD-Umgebungen ent-
wickelt. Statt des Scrollrads als ...
SZENE Lizenzmodell-Umstellung bei Autodesk
AUTOCAD Magazin: Viele AutoCAD-
Anwender arbeiten in kleinen Unterneh-
men, die...
AGIT 2015 – Geospatial Minds for Society SZENE
Die AGIT zählt seit vielen Jahren zu den
führenden Veranstaltungen der Geo-...
SZENE Florian Bautz, German RepRap, über 3D-Druck
AUTOCAD Magazin: In welchen Phasen
der Produktentstehung sehen Sie den
g...
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So manches Unternehmen setzt für Auto-
CAD günstigere, aber langsamere Desktop-
PCs ein, die teilweise vi...
PRAXIS Die AutoCAD-Expertenrunde
1Cursor-Symbole
stören
Frage: Wir haben seit kurzem AutoCAD
2016 installiert. Nun möchte ...
PRAXIS
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fängeninAutoCADArchitecture2016enthal-
ten sein. Sollen wir unser Architec...
PRAXIS Die AutoCAD-Expertenrunde
Umschalt-Taste wählen, um Ecke anzuwen-
den oder [Radius]:“
Diese Aufforderung, die übrig...
ACM-BLOCKERSETZEN.LSP und PFEILSPITZEN.LSP PRAXIS
Ähnlich den Textbausteinen in Textver-
arbeitungsprogrammen können Blö-
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PRAXIS ACM-GATTE.LSP und ACM-RMT-EXTENSION.DLL
AttributesindanBlockreferenzengebun-
dene Textobjekte, die nachträglich ver...
LISP-Programme und Demoversionen TOOL-CD
Multiformat-CAD-Viewer
DerCAD-ViewerGloviusistein3D-ViewerfürgängigeCAD-Formate,z...
PRAXIS ACM:AECEXPORT.LSP und FEN_BS_D.LSP
Zeichnungsdateien,diemitZusatzsoftware
in AutoCAD erstellt wurden, enthalten
häu...
MSCHNITT.LSP und FIBONACCI.LSP PRAXIS
Wer kennt das nicht: da bekommt man
ein umfangreiches in 3D konstruier-
tes komplexe...
HARDWARE 3D-Datenerfassung in der Qualitätskontrolle – eine Einführung
Gerade in Anwendungen mit kleinen
Stückzahlen bis L...
HARDWARE
Messaufgaben weiterhin quasi-manuell,
beziehungsweise mit taktilen Mitteln
durchzuführen. Die hohe Entwicklungsdy...
HARDWARE Optische 3D-Messtechnik bei Reiser Systemtechnik
Anhand von Scan-Daten kann Reiser
Systemtechnik Hubschrauber-Sch...
HARDWARE
len Scandaten werden anschließend als
STL-Netze in CAD-Systeme überführt und
dort über eine Flächenrückführung re...
Autocad & inventor   juli-august 2015
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Autocad & inventor juli-august 2015

  1. 1. 5/15 Juli/August 28. Jahrgang www.autocad-magazin.de ISSN-0934-1749 Eine Publikation der WIN-Verlag GmbH & Co. KG D, A, CH: 14,80 Euro, weitere EU-Länder: 17,00 Euro &Inventor Konstruktion | Mechanik | Anlagenbau | Architektur | Bau | GIS | Infrastruktur Software | Hardware | Dienstleistung | Werkstoffe | Komponenten AKTUELL  Hintergründe: Lizenzmodell- Umstellung von Autodesk Seite 8  AGIT 2015 in Salzburg: Branchen- Treff für GIS-Anwender Seite 11 PRAXIS  Tipps &Tricks für AutoCAD- und Inventor-Anwender Seite 14  Fassadensanierung: 3D-Aufmaß mit Laserscanner Seite 26 HARDWARE  3D-Druck: Autoreplikation für schnelle Prototypen Seite32  High Performance Computing für Mittelständler Seite54 Simulationswerkzeuge für Konstrukteure BeschleunigteProzessein derProduktentwicklung Bilder:CADFEM TOOL-CD: mit Top-Tools, LISP- und .NET- Programmen sowie Demo- versionen für AutoCAD und Inventor
  2. 2. DuisburgInnenhafen©StefanZiese Duisburg Innenhafen TAROX empfiehlt Microsoft® Software. TAROX Workstation E-Serie Die neue Workstation-Serie von TAROX mit dem neuen Windows TAROX Aktiengesellschaft | Stellenbachstr. 49−51 | 44536 Lünen | Telefon: +49 (0)231/98 98 0-300 | vertrieb@tarox.de www.tarox.de Machines I Distribution I Consulting I Data I Services Der Leistungsschub für Ihre Kreativität – die E-Serie von TAROX – Für Mainstream Applikationen wie AutoCAD und Adobe – Grafik von AMD und NVIDIA – Ideal für Architektur-, Konstruktion- und Planungsbüros – Ideal für Fotografen, Print-Designer, Web-Designer und Videoprofis – Zertifizierte Treiber für Präzision und Schnelligkeit – erschaffen für Profis – 4K – für Detailgenauigkeit & super realistische Darstellungen – Inklusive 36 Monate Garantie Hier können Sie Kontakt mit unserem Vertrieb aufnehmen Telefon: +49 (0) 231/98 98 0-300 D Auch mit small-form-factor Machines I Distribution I Consulting I Data I Services
  3. 3. Der neue FARO Focus3D X 130 ist ein leistungsstarker High-Speed Laserscanner der seine Umgebung in exakte, fotorealistische, dreidimensionale CAD-Daten umwandelt. Dank geringem Gewicht, kompakter Größe, einer Akkulaufzeit von 4,5 Stunden und intuitivem Bedienkonzept schnell und überall einsetzbar. Mit einer Reichweite von 130 Metern ideal für Architektur und Bauindustrie, Denkmalschutz, Forensik, Schiffbau, CGI und vieles mehr. Rufen Sie uns an unter 00 800 32 76 72 53 und vereinbaren Sie eine Demo bei Ihnen vor Ort! Mehr zum FARO Focus3D X 130 unter: www.faro.com/focus FARO® LAseR scAnneR FOcus3D X 130 DAS UnIveRSeLLe MeISteRweRk Besuchen sie uns auf der Intergeo. Halle 4 / stand B4.012 Editorial Liebe Leser, wollen Sie auch künftig mit den neuesten Autodesk-Lösungen arbeiten? Dann sollten Siegenauaufpassen.Esändertsichnämlich einiges. BisvorkurzemkonntemanohneWartungs- vertrag (Subscription) immer noch per Upgrade auf die neueste Version umstei- gen. Dies ist seit dem 1. Februar 2015 aber nicht mehr möglich. Kunden ohne Sub- skription können zwar ihre gekauften Lizenzen auch jetzt noch zeitlich unbe- grenzt einsetzen, aber statt einem Upgrade muss man eine Neulizenz erwerben. Für die Aktualisierung älterer Lizenzen, für die kei- ne Subscription vorhanden ist, fallen dadurch wesentlich höhere Kosten an. Aber auch dies ist nächstes Jahr schon wie- der Geschichte: Nach dem 31. Januar 2016 lassen sich nämlich die meisten Stand- alone-Desktop-Produkte nicht mehr mit unbefristeter Lizenz erwerben. Ab diesem Zeitpunkt gibt es sie nur noch im Abonne- ment. Langfristig sind sogar alle Lösungen von Autodesk betroffen, die Umstellung erfolgt dabei schrittweise. Bis Ende Januar 2017 möchte Autodesk beispielsweise auch die Dauerlizenzen bei den Suiten einstellen. Die Änderung des Lizenzmodells ist ein wei- terer Schritt in Richtung einer umfassenden Cloud-Strategie, die bei Autodesk ganz weit oben auf der Agenda steht. Die Umstellungen dürften nicht jedem schmeckenundgroßeAuswirkungenhaben – für die Anwender, den Handel und den gesamten Partnermarkt. Wir wollten deshalb mehr über die Strategie und die Details wissen und stellten unsere Große Änderungen stehen bevor Fragen an zwei Sales- Experten. Andreas Roth, Regional Mana- ger VAR Sales DACH bei Autodesk, und Jörg Lauer, Director Datech DACH beim Dis- tributor Tech Data, erläuterten uns, welche AuswirkungendieLizenzmodell-Umstellung habenwird,obundwelcheMehrwerteesfür Anwender gibt und wie sich die Ver- triebspartnerinZukunftaufstellensollen.Die AntwortenfindenSieaufdenSeiten8bis10. Was halten Sie von diesenVeränderungen? Ich freue mich auf Ihre E-Mails! Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen Rainer Trummer, Chefredakteur rt@win-verlag.de
  4. 4. INHALT Ausgabe 5/2015 SZENE 6 News & Neue Produkte Neues aus der Branche 8 Schritt für Schritt Lizenzmodell-Umstellung bei Autodesk: Andreas Roth, Autodesk, und Jörg Lauer, Tech Data, im Gespräch 11 Hier werden Trends geschaffen Vorschau auf die AGIT 2015 12 Kunden in die Produktion Florian Bautz, German RepRap, über 3D-Druck HARDWARE 22 Optik für kleine Stückzahlen 3D-Datenerfassung in der Qualitätskontrolle – eine Einführung 24 Bis ins kleinste Detail Optische 3D-Messtechnik bei Reiser Systemtechnik 26 Fassadenwechsel ohne Ärger 3D-Aufmaß mit Laserscanning 28 Der beste Blick zurück 3D-Scandaten als Basis für Reverse Engineering 30 Wo Tempo alles ist Scan des Air-Race-Weltmeisters HARDWARE3D-Scanner:DieErfassungundVermessungvonBauteilenundKompo- nentenmitHilfevon3D-ScannernistauchundgeradeinCAx-Anwendungen–etwain derQualitätskontrolle–aufdemVormarsch. DochnochimmerbestehenVorbehalte gegenüberdieserTechnologie,vorallem,wennesumkleineStückzahlengeht.Fürdie Scannersprichtallerdings,dasssieinderLagesind,3D-Freiformgeometrienlückenlos zuerfassen. Bild:AICON 22 Für Abonnenten: AUTOCAD-Magazin-Tool-CD mit LISP- Programmen und Top-Tools für AutoCAD und Inventor sowie einigen Demo-Versionen verschiedener Applikationshersteller. 32 Inspirierende Entwicklungen 3D-Druck – Autoreplikation für schnellere Prototypen-Erstellung MECHANIK: SIMULATION 34 Viel mehr als bunte Bilder Simulation: Experten im Gespräch 36 Präzisionsarbeit Die Suche nach der perfekten Messung 38 Mehr Zeit für das Wesentliche Effiziente Werkzeuge ergänzen Ansys GIS & INFRASTRUKTUR 40 Fahrt ins Gewisse Straßendatenbank 42 Nachweis im Schadensfall Schleppkurven-Simulation 43 Eine Sache von Minuten Module für AutoCAD ARCHITEKTUR 44 Klar strukturiert Durchgängige AVA-Lösung 45 Erfrischend flexibel Produktkonfiguration für kundenindividuelle Duschkabinen 46 Ein großer Sprung nach vorn Modellbasiertes Planen und Bauen MECHANIK Simulation: Dadie akustischenundschwingungs- technischenHerausforderungenin derIndustriesehrunterschiedlich sind,mussBrüel&KjærMikrofone undBeschleunigungssensoren entwickeln,dieeineReihever- schiedenerMessstandardsabde- cken.UmdiesenAnforderungen gerechtzuwerden,verwendetdas UnternehmeninseinenFor- schungs-undEntwicklungsprozes- senSimulationzurVerifizierung derGenauigkeit. SOFTWAREProduktkonfiguration:Die KermiGmbHmitSitzinPlattlinginNieder- bayernisteinerderführendenHersteller vonWärmesystemenundDuschlösungen inEuropa.Seitüber40JahrenlegtKermi dieganzeLeidenschaftfürsDuschenindie EntwicklunghochwertigerProdukte.Die Besonderheitdabei:Kermiproduziertindi- viduelleDuschkabinen,dieaufdieWün- schedesKundenzugeschnittensind.Seit dreiJahrensetztderDuschkabinenspezia- listaufdenProduktkonfiguratorspyyd- maxxvonACATEC. 34 45 Bild:Brüel&Kjær Bild:KERMI AUTOCAD & Inventor Magazin 5 /154
  5. 5. InventorINHALT ARCHITEKTUR:HeinzvonHeidenistSpezialistfürdenBauvonmassivenEinfamilien-, Doppel-undReihenhäusern.FundamentfürdenErfolgbildetdiemaßgeschneiderte Systemarchitektur,diedasUnternehmenofferiert.ObwohlsichdasAufgabenspektrum mitdeutlichkleinerenProjektenundeinerVielzahlvonVorgängenaufgrunddesunter- schiedlichenLeistungsspektrumsstarkvondemeinesklassischenBauunternehmens unterscheidet,gehörtHeinzvonHeidenzudenVorreiterninSachenmodellorientiertes PlanenundBauen. INVENTORMAGAZINElektrotechnik:IndenkomplettenProduktionslinien,dieAn- selmofürdieHerstellungvonPastaentwickelt,fungiert„u-remote“alsSchlüsselkom- ponentederdezentralenAutomatisierung.DiehohePerformancedes Remote-I/O-SystemsmachtsichindenAnlagendesitalienischenMaschinenbauers durchreibungslosesIneinandergreifenderProduktionsprozessegeltend. Bild:Weidmüller 46 52 RedaktionellerwähnteFirmenindieserAusgabe: AcatecS.45,AGITS.11,AiconS38,AmetekS.30,AnselmoS.52,Artec3DS.22,AstaDevelop- mentS.6-7,AutodeskS.8-10,48;BachmannS.50,BarthauerS.6,40;CadfemS.34,38-39; CoolOrangeS.7,ElpoS.48,FaroS.26,FujitsuS.56,GermanRepRapS.12,GOMS.24,Heinz vonHeidenS.46,Huber+SuhnerS.58,S.22,IntergraphS.26,KermiS.45,MSCSoftware S.34,PROJEKTPROS.6,rechenbacharchitectureS.26,RedBullS.30,ReiserSystemtechnik S.24-25,RIBS.46,RSComponentsS.32,TechData/Datech S.8-10,ThermoScientificS.50, TransoftS.42,transtec,S.54,UDSS.43,WeidmüllerS.52 INVENTOR MAGAZIN 48 Nicht nur heiße Luft Autodesk Factory Design Suite im Einsatz 50 Große Hitze, genaue Daten M1-Automatisierung findet in Metallindustrie Anwendung 52 Anything goes Modernste Produktionsmethoden für eine traditionelle Spezialität 54 Performance zum Abheben Dr. Oliver Tennert, transtec, über Trends im High Performance Computing 56 Eilpaket High Performance Computing mit Fujitsu 57 Kabel halten Dich Längsdichte Verbindungen verhindern Kapillareffekt SERVICE 58 Einkaufsführer 62 Applikationsverzeichnis 64 Schulungsanbieter RUBRIKEN 3 Editorial 19 Tool-CD mit LISP-Programmen und Demoversionen 66 Impressum 66 Vorschau PRAXIS 14 Tipps und Tricks Die AutoCAD-Expertenrunde 17 Von der Ersatzbank ACM-BLOCKERSETZEN.LSP 17 Spitzen einfügen PFEILSPITZEN.LSP 18 Attribute global ändern ACM-GATTE.LSP 18 Objektbezogen erweitern ACM-RMT-EXTENSION.DLL 20 AutoCAD Architecture only ACM:AECEXPORT.LSP 20 Drehfenster mit Stichbogen FEN_BS_D.LSP 21 Mehrfach im Querschnitt MSCHNITT.LSP 21 Fibonacci, ohne Kaninchen FIBONACCI.LSP Bild:RIB 5/15 AUTOCAD & Inventor Magazin 5
  6. 6. SZENE Neue Produkte & News  Jürgen Barthauer und Anis Saad, geschäftsführende Gesellschafter der Barthauer Software GmbH, bauen mit Gründung der Barthauer Consulting International GmbH das Erweiterungspo- tenzial ihrer Unternehmung strategisch aus. Vereint unter dem Dach der Barthau- er Group, steht die mittelständische Unternehmensgruppe für den erfolgrei- chen und effizienten Einsatz von IT- Lösungen im Bereich des Infrastruktur- Managements. Die 25-jährige Unternehmensge- schichte der Barthauer Software GmbH zeichnet sich durch viele Stationen einer kontinuierlichen Weiterentwicklung aus: In den vergangenen Jahren und Jahr- zehnten setzte Barthauer Standards, eta- blierte ein Partnernetzwerk für räumliche Kundennähe und ging strategische Part- nerschaften und Kooperationen ein. Mit Gründung der Barthauer Consulting International GmbH erweitert Diplom- Ingenieur Jürgen Barthauer gemeinsam überzeugen. Planungsdaten von Projekten jeder Art und Größe lassen sich damit ein- fach handhaben. Neuerun- gen gibt es beispielsweise in der Ressourcenplanung. Hier können jetzt Ressourcenzu- weisungenmitvordefinierten oder händisch zu planenden Auslastungskurven versehen werden. So werden verschie- dene Auslastungsmodelle berücksichtigt und damit die Auslastungs- planung an den tatsächlichen Aufwand angepasst. Die Codierung von Mitarbeitern ermöglichtjetzteineübersichtlichegrafische DarstellungderFähigkeitenvonRessourcen, die einem Vorgang zugeordnet sind. Noch mehr Übersicht bietet Powerproject jetzt mit Diplom-Informatiker Anis Saad das bestehende Unternehmen und vereint diese unter dem Dach der Barthauer Group. Damit leisten beide einen nach- haltigen Beitrag zur Festigung der Markt- position. Die Barthauer Group ist eine mittelstän- dische Unternehmensgruppe mit Zielen für Kunden, Partner und Mitarbeiter. „Unter einem Dach vereinen wir nun das über 25-jährige Know-how der Barthauer Soft- ware GmbH mit der internationalen Reich- weite der Barthauer Consulting Internatio- nal GmbH“, so Geschäftsführer Jürgen Barthauer. Motiviert durch ein humanisti- sches Menschenbild sowie die gerechte Verteilung und den sparsamen Umgang mit knappen Ressourcen, entwickelt und implementiert die Barthauer Group profes- sionelle Infrainformatik-Lösungen mit der Vision, Informationen langfristig verfügbar zu machen: lokal, regional und weltweit, heute wie morgen, über Generationen hin- weg. Software-Hersteller baut Unternehmung strategisch aus Neue Produkte & News ■ROavabieteteinedurchgängigeLösungzurKal- kulationderProjektevondererstenKostenermittlung biszurAbrechnung.EinegroßeErleichterungist,dass nichtbeijedemProjektbeinullbegonnenwerdenmuss. MangreifteinfachaufbestehendeAusschreibungen, Kostenschätzungen,MustertexteoderSTLB-Bau- Positionenzurück,umeinLeistungsverzeichnisund eineersteGrobkalkulationzuerstellen. Positionenund TitelausanderenAusschreibungenkönneneinfachper Drag&Dropübertragen,externeGAEB-Dateienkönnen übernommenwerden.DiefertigeAusschreibunglässt sichalsKurz-oderLangtextgedrucktoderperGAEB übergeben. Mengenkalkulationen–mitPROavaunddenanpassba- renMengenpositionenkanndiesePflichtschnellerledigt werden.EinerLeistungspositionkönnenmehrereMen- genpositionenzugeordnetwerden,umVariantenaufzu- zeigen.ImPreisspiegelkönnenAngebotenachverschie- denenBezugswertenausgewertetwerden. PROavaisteinevollständigeAVA-LösungunterMacOSX, kompletteingebundeninPROJEKTPRO. PROavaXunterstütztdieAnbindungderORCAAVAan PROJEKTPRO.SokommenauchMac-OS-X-Anwenderin denGenussderwindows-basiertenORCAAVA.Schnitt- stellen erleichterndenAustauschvonProjektdaten,Ad- ressenundanrechenbarenKosten.AuchderParallelbe- triebvonPROavaundORCAAVAwirdunterstützt. Leichter ausschreiben DieimBauwesenweitverbreiteteProjekt- management-Software Asta Powerproject gibtesseitMai2015inderneuenVersion13. Wie schon die Vorgängerversionen soll das neue Powerproject insbesondere durch Benutzerfreundlichkeit und stringente Dar- stellungundStrukturierungderProjektdaten AstaPowerprojectBIMverknüpftdasdigitaleGebäudemodellmitdem Balkenplan. Bild:AstaDevelopmentGmbH auch bei der Darstellung von Summen- und Sammelvorgängen. Hier werden nun bei- spielsweise Stillstandzeiten zwischen einzel- nenVorgängen auf einen Blick ersichtlich. Für Powerproject 13 ist mit Powerproject BIM ein Add-on verfügbar, mit dem die Pro- jektmanagement-Software jetzt BIM-Daten im IFC4-Format lesen und schreiben kann. SchonbeimEinlesenderIFC-Datenkanndas Grundgerüst eines Balkenplans generiert werden. Die Zuordnung von Bauelementen undAttributenzuVorgängenimBalkenplan kann sowohl automatisiert als auch manuell erfolgen. Aus BIM-Kostenattributen ergibt sich in der Ressourcenplanung die jeweilige Vorgangsdauer.PowerprojectBIMlässtdem Nutzer die Wahl, die Projektdaten klassisch lokal zu verwalten oder über die Eleco BIM- Cloud zur Verfügung zu stellen. Projektmanagement mit BIM Add-on AUTOCAD & Inventor Magazin 5/156
  7. 7. SZENE coolOrange. Das ist insbesondere für Kun- den relevant, die eine sehr angepasste Vault-Umgebung nutzen. powerGate besteht aus zwei Kompo- nenten: Der powerGate Client integriert sich in den Vault Client und wird mit Hilfe von Vault Data Standard angepasst. Der Client kommuniziert mit dem powerGate Server, der eine API (Application Program- ming Interface) enthält, die sich an das jeweilige ERP-System anpasst. Durch die extrem hohe Flexibilität dieser Schnittstel- ■ Der Softwarehersteller Simuform aus Dort- mund stellt ein neues Konzept zur Klassierung von CAD-Daten vor, dass deutlich wirtschaftlicher als herkömmlicheVerfahren ist und hochgradig flexibel bleibt. Mit Hilfe der Software Simuform Classification Toolkit, kurz CLT, werden CAD-Modelle automa- tisch mit einem digitalen Fingerprint versehen. Anschließend kann dasVerfahren die CAD-Modelle automatisch in Gruppen unterteilen. Der Anwender hat jederzeit eine visuelle Kontrolle über das Ergebnis. Dazu werden die CAD-Modelle in einer Gruppe anhand von ansprechenden 3D-Vorschaubildern visualisiert. Optional kann der Anwender sich die zugehörigen Materialstammdaten aus dem ERP-System einblenden lassen. Er behält somit die volle Kontrolle. Bei Bedarf kann er Bauteile oder Baugruppen in andere Gruppen verschieben oder selber neue Gruppen erstellen. Dieser Vorgang erfolgt interaktiv, so dass der Anwender seinen Stempel auf die neue Struktur aufprägen kann. Er gibt vor, welche Modelle repräsentativ für eine Gruppe von CAD-Modellen aufgenommen werden. Mit diesem Prinzip lernt der Anwender das System einmalig mit einerTeilmenge von CAD-Daten an. DieserVorgang benötigt wenig Zeit und kann interaktiv angepasst werden. So kann beispielsweise eineTeilmenge von 5.000 CAD-Modellen in kurzer Zeit klassifiziert sein. Ein komplexes Regelwerk ist nicht erforderlich. Nachdem für diese repräsentativeTeilmenge an CAD-Daten dieser Anlernvorgang abgeschlossen ist, werden die übrigen CAD-Modelle automatisch den zugehörigen Gruppen zugeordnet. Der Anwender kann dies abschließend prüfen. Die Originale bleiben im PDM-System oder in einerVerzeichnisablage unangetastet. Verbesserte Klassifizierung von CAD-Modellen Multi-ERP-Lösung für Autodesk Vault Derdeutsch-italienischeSoftwareherstel- ler coolOrange bietet mit powerGate seit kurzem eine Standardlösung für die Verbin- dungvonAutodeskVaultmitSAPundbelie- big anderen ERP-Systemen an. powerGate ermöglicht es Vault-Anwendern, Artikel, Dokumente, Projekte und Stücklisten mit ihremERP-Systemeinfachundkonfigurierbar zusynchronisieren.DieDatenmanagement- Experten von coolOrange haben eine gänz- lich neue Standardlösung für ERP-Kopplun- gen auf den Markt gebracht. Das Produkt heißt powerGate und ist in der Lage, die meisten ERP-Systeme mit AutodeskVault zu koppeln.„DadurchwirdesfürdenAnwender möglich,liveundbidirektionalInformationen zwischenVault und dem ERP-System auszu- tauschen“, so Marco Mirandola, CEO von coolOrange. powerGate ermöglicht das Lesen, Schrei- ben, Erstellen und Übertragen von Infor- mationen von und zu Vault und dem ERP- System. Quantität und Qualität der betref- fenden Informationen können schnell und einfach an spezifische Kundenprozesse angepasst werden.„Was diese Schnittstelle so praktisch macht, ist, dass wir auf der Vault-Seite höchste Updatesicherheit für künftige Vault-Versionen garantieren kön- nen“, sagt Konrad Leutenmayr, CEO von DerAnwenderhatimSi- muformClassification ToolkiteinevisuelleKon- trolleüberdasErgebnis. DazuwerdendieCAD-Mo- delleineinerGruppean- handvonansprechenden 3D-Vorschaubildernvisua- lisiert. PowerGateermög- lichtdasLesen,Schrei- ben,Erstellenund ÜbertragenvonInfor- mationenvonundzu VaultunddemERP- System. lekönnennebenArtikeln,Dokumentenund Stücklisten auch jegliche andere Informati- onen abgerufen werden, wie beispielsweise Auftragsposten und Change Orders. pow- erGate wurde bereits erfolgreich mit den ERP-SystemenSAPundSageimplementiert. Aktuell sind zwei weitere Schnittstellen zu anderen ERP-Systemen in der Ausarbeitung. „Wir sind guter Dinge, dass powerGate bald der Industriestandard für Vault-ERP- Kopplungen wird“, meint Markus Dössinger, Account Manager bei coolOrange. 5/15 AUTOCAD & Inventor Magazin 7
  8. 8. SZENE Lizenzmodell-Umstellung bei Autodesk AUTOCAD Magazin: Anwender können die meisten Stand-alone-Desktop-Produk- te von Autodesk noch bis zum 31. Januar 2016 mit unbefristeter Lizenz erwerben. Ab dem 1. Februar nächsten Jahres gibt es sie dann nur noch im Abonnement (als Desk- topSubscription).WarumhatsichAutodesk für diese Lizenzmodell-Umstellung ent- schieden? Andreas Roth: Die Umstellung des Lizenz- modells ist ein weiterer Schritt in Richtung einer umfassenden Cloud-Strategie. Mit der Desktop Subscription (DTS) bieten wir unseren Kunden attraktive Vorteile an, beispielsweise den einfachen und günsti- gen Zugang zu unseren Produkten. Mit dem DTS-Modell können sich auch kleine- re Unternehmen hochwertige Software- Technologien leisten. Kunden bezahlen für die Software, wenn sie diese auch tatsäch- lich einsetzen. Das Pay-per-Use-Modell ermöglicht es unseren Kunden, ihre Lizen- zen gezielter zu steuern. Der Zugang von unterschiedlichen Devices sowie ein ver- einfachter Administrationsaufwand sind weitere Vorteile. Wir von Autodesk sind überzeugt, dass die Zukunft in der Cloud-Technologie liegt. Deshalb entwickeln wir unsere Produkte mehr und mehr cloudbasiert. Kunden, die noch nicht auf DTS setzen wollen, können die Programme aber auch erst einmal wei- ter auf die herkömmliche Art einsetzen – mit einer lokalen Installation. AUTOCAD Magazin: Geht es für Autodesk nicht auch darum, kontinuierliche Umsätze – und damit planbarere Einkünfte – zu erzielen? Andreas Roth: In erster Linie geht es dar- um, unseren Kunden einen Mehrwert zu bieten. Kontinuierliche Umsätze erzielen wir heute schon mit unserem Subscrip- tion-Modell. Planbar sind die Umsätze allerdings nur bedingt, denn die Kunden können frei wählen, ob sie ihre Verträge verlängern möchten oder nicht. Auch die Desktop Subscription verlängert sich nicht automatisch. Umsätze fließen nur dann, wenn die Kunden unsere Software auch einsetzen. AUTOCAD Magazin: Sind davon alle Auto- desk-Lösungen betroffen? Andreas Roth: Langfristig sind alle Lösun- gen von Autodesk betroffen, aber die Umstellung des Lizenzmodells erfolgt schrittweise. Nach dem 31. Januar 2016 können die meisten unserer Stand-alone- Produkte nicht mehr mit einer unbefriste- Autodesk stellt das Lizenzmodell für seine Softwareprodukte um. Ab dem 31. Januar 2016 gibt es keine neuen Dauerlizenzen mehr für die meisten eigenständi- gen Produkte. Kunden können die Lösungen dann nur noch im Abo als Desktop-Subscription erwerben. Dies wird Auswirkungen auf den Vertriebs-Channel haben. Die Details erläutern uns Andreas Roth, Regional ManagerVAR Sales DACH bei Autodesk, und Jörg Lauer, Director Datech DACH beim Distributor Tech Data. AUTOCAD & Inventor Magazin 5 /158 Schritt für Schritt Foto:DOCRABEMedia,Fotolia
  9. 9. CadMouse Die 3Dconnexion CadMouse wurde speziell für den Einsatz in CAD-Umgebungen ent- wickelt. Statt des Scrollrads als Maustaste verfügt die CadMouse über eine dedizierte, echte mittlere Maustaste. Ihre Konstruktionen entwickeln Sie mit der neuen CadMouse ergonomischer,komfortablerundeffizienter.IntegrierteFeatureswie„SmartScroll“und „QuickZoom“ unterstützen Ihren Workflow auf intelligente und pragmatische Weise. Dedizierte Mittlere Maustaste – Der Klick mit dem Mausrad gehört der Vergangenheit an – dank der dedizierten mittleren Maustaste. Smart Scroll – Applikationsspezifi- sches Scrollen – Click-to-click Zoom in CAD-Anwendungen und schnelles Seiten- scrollen in Dokumenten und Browsern. Radialmenütaste – Über diese Taste greifen Sie einfach auf vier bevorzugte Befehle zu. Zum Ausführen wischen Sie über den Befehl, fertig. QuickZoom – intelligentes Zoomen – Mit nur einem Klick auf die Daumentaste vergrößern und zentrieren Sie mühelos einen beliebigen Ausschnitt Ihres Modells. SPÜRBARE PRÄZISION NEU MEHR INFORMATIONEN 3DCONNEXION.COM KONTAKT INFO@3DCONNEXION.COM DIE WELTWEIT ERSTE MAUS FÜR CAD-PROFIS ten Lizenz erworben werden. Bis zum 31. Januar 2017 wollen wir dann auch die Dau- erlizenzen bei den Suiten einstellen. Die Umstellung haben wir bereits letztes Jahr angekündigt, so dass unsere Kunden genug Vorlaufzeit haben, sich mit dem Thema zu befassen. AUTOCAD Magazin: Welche Subscription- Modelle wird es geben und wie unterschei- den sie sich voneinander? Andreas Roth: Derzeit bieten wir unseren Kunden Maintenance Subscription, die klassische Subscription-Variante für Dau- erlizenzen, sowie Desktop Subscription (Mietmodell) an. Kunden mit Maintenance- Subscription-Verträgen können diese künf- tig auch weiterhin verlängern. Später wird es nur noch Desktop Subscription und Cloud Service Subscription, ein Mietmodell für Cloud-Services, geben. Für Kunden mit Netzwerklizenzen bieten wir auch eine Lösung an, so dass diese ihre Dauernetzli- zenzen mit Desktop Subscription erweitern können. AUTOCAD Magazin: Was passiert mit bereits abgeschlossenen Wartungsverträ- gen? Andreas Roth: Alle bereits abgeschlosse- nenWartungsverträge bleiben nach wie vor bestehen und können von den Kunden ver- längert werden. Beispielsweise lässt sich bei Maintenance-Verträgen die Maintenance Subscription verlängern. AUTOCADMagazin:Die Autodesk-Anwen- der waren es bis jetzt gewohnt, selbst zu entscheiden, ob und wann sie auf eine neue Softwareversion updaten. Deshalb wird die zwangsweise Umstellung auf das neue Mietmodell vermutlich nicht jedem Autodesk-Kunden schmecken.Was sind die Vorteile des neuen Abonnement-Modells und was unternimmt Autodesk, diese Kun- den vom neuen Lizenzmodell zu überzeu- gen? Andreas Roth: Autodesk unternimmt eini- ges, um die Umstellung auf Desktop Subscription für unsere Kunden zu verein- fachen. Durch die frühzeitige Ankündigung haben Kunden ausreichend Zeit, sich zu überlegen, welche Option für sie die rich- tige ist. Maintenance-Subscription-Kunden können ihre bestehenden Verträge weiter verlängern und ihre Lizenzen nutzen wie bisher. Die Umstellung auf das neue Mietmodell bringt Mehrwerte für unsere Kunden. Auto- desk Desktop Subscription vereinfacht die Installation,Verwaltung und Aktualisierung, indem inkrementelle Produktaktualisierun- gen in den Arbeitsablauf einfließen. Das Warten auf ein umfangreiches jährliches Upgrade entfällt. Über das Mietmodell werden teure Lösungen, zum Beispiel für die Simulation, auch für kleinere Unternehmen erschwing- lich. Kunden können die Lösungen zeitlich begrenzt mieten und zahlen nur für diesen Zeitraum. Die Kosten lassen sich so auch projektweise kalkulieren und weiterbe- rechnen. Autodesk ist darum bestrebt, dass die Umstellung möglichst sanft verläuft. Jörg Lauer: Lassen sich mich zu den Vor- teilen des Mietmodells ein Beispiel erwäh- nen. Im Bereich Media & Entertainment hat die Anzahl an Desktop-Subscription-Lizen- zen zugenommen. In dieser Branche gibt es häufig kurzfristige Projekte, zum Beispiel für die Entwicklung eines neuen Spiels. Die teuren Lizenzen haben Firmen früher oft davon abgehalten, Software zu kaufen, die man nach einem halben Jahr nicht mehr benötigt. Durch das Mietmodell bekom- men die Anwender mehr Flexibilität. Wir beobachten stark wachsende DTS-Umsät- ze im Bereich Maschinenbau. Kunden nut- zen verstärkt die hochpreisigen Technolo- gien, zum Beispiel die Ultimate Suite im Mietmodell. AndreasRoth,RegionalManagerVARSalesDACHbeiAutodeskundzuständig fürdasChannel-ManagementinDeutschland,ÖsterreichundderSchweiz. „Autodeskunternimmteiniges,umdieUmstellungauf DesktopSubscriptionfürunsereKundenzuvereinfachen. DieUmstellungaufdasneueMietmodellbringtMehr- wertefürdieAnwender.“ Bild:Autodesk
  10. 10. SZENE Lizenzmodell-Umstellung bei Autodesk AUTOCAD Magazin: Viele AutoCAD- Anwender arbeiten in kleinen Unterneh- men, die keine große IT-Abteilung haben. Wie unterstützen Autodesk und die Ver- triebspartner ihre Kunden, damit sie den ÜberblicküberdieverschiedenenSubscrip- tion-Modelle sowie über ihre gebuchten Software-Abos behalten? Jörg Lauer: Datech stellt seinen Ver- triebspartnern seit drei Jahren ein Subscrip- tion Dashboard zur Verfügung. Dieses 14-tägig erscheinende Excel-Sheet bietet den HändlerneineÜbersicht, wann welcher Kundenvertragfälligwird. Bisherwaren dar- innurMaintenanceSubscriptionsenthalten, das Subscription Dashboard wird jetzt aber auchumdieDesktopSubscriptionerweitert. DerVertriebspartnersiehtindieserÜber- sicht, wie viele quartalsweise, jährliche oder mehrjährige Desktop Subscriptions sein Kunde besitzt. Der Händler weiß somit genau, wann er seine Kunden wegen der Lizenzverlängerung kontaktieren muss. Dieses Tool kann der Händler auch seinen Kunden zur Verfügung stellen. AndreasRoth:DesktopSubscriptionbietet allenKundeneinenäußerstflexiblenZugriff auf ihre Tools und Daten, zu jeder Zeit und von allen Geräten aus. Die Anwender haben über das Auto- desk-Konto zentralen Zugriff auf die Ver- waltung ihrer Produkte, Subscription und Services. Autodesk informiert seine Kunden aber auch frühzeitig darüber, dass ihreVer- träge auslaufen. Anwender können dann ihre Softwaremiete rechtzeitig verlängern. AUTOCAD Magazin: Das neue Lizenzmo- dell hat große Auswirkungen auf den Han- del. Mit welchen Veränderungen rechnen Sie im Partnermarkt? Jörg Lauer: Die Vertriebspartner werden bei höherer Anzahl anTransaktionen gerin- gere Umsätze erzielen. Ein Beispiel: Heute macht ein Händler mit einer Dauerlizenz der Building Design Suite 9.000 Euro Umsatz. In Zukunft muss der Händler für den gleichen Umsatz drei Desktop Subscriptions (ein Jahr Laufzeit) verkaufen. Die Anzahl der Transaktionen wird also zunehmen. Dafür stellen wir unseren Händ- lern einen E-Store speziell für Autodesk- Produkte zurVerfügung, worüber der Part- ner Software-Miete verkaufen kann. Integ- riert der Händler diesen E-Store in sein Warenwirtschaftssystem, hat er spürbar weniger Transaktionen und spart Ressour- cen. Nur wenn ein Partner eine mehrjährige Desktop Subscription verkauft, kann er den bisherigen Umsatz einer Dauerlizenz erzie- len. Andreas Roth: Ich sehe es wie Herr Lauer. Die Anzahl der Transaktionen wird steigen und der Umsatz jeTransaktion wird sinken. Händler sollten sich auf diese Situation einstellen, indem sie ihre Prozesse optimie- ren und ihre Verkaufsteams entsprechend ausrichten. Die Umstellung des Lizenzmodells wird für Autodesk, für die Distribution und für die Händler Einfluss auf den Cashflow und die Finanzen haben. Deshalb bauen wir dieses Modell auch Schritt für Schritt um, anstatt von heute auf morgen. Wir wollen so einen zeitweisen Umsatzrückgang möglichst klein halten. Autodesk unterstützt seine Ver- triebspartner bei der Umstellung sehr intensiv. Letztendlich liegt es aber an jedem Unternehmen selbst, sich auf das neue Lizenzmodell einzustellen und sich für die Zukunft richtig aufzustellen. Ich kann mir vorstellen, dass wir in dieser Pha- se Händler verlieren, aber sicherlich auch neue gewinnen werden. AUTOCAD Magazin: Wie kann ein Händler mit dem Modell Software-Miete einen ech- ten Mehrwert erzielen? Jörg Lauer: Händler sollten den Service- Bereich ausbauen. Denn: Ob ein Kunde die Software mietet oder kauft, eine Schulung ist immer wichtig oder der Anwender benötigt technischen Support von seinem Vertriebspartner. Andreas Roth: Im Vordergrund steht für den Kunden immer das Produkt bezie- hungsweise die Lösung. Unsere Kunden ziehen ihren Nutzen aus den Mehrwerten, die ihnen unsere Produkte und Lösungen bieten. Das Lizenz-Modell ist dann eher ein nachgelagertes Thema. Aber durch den vereinfachten und günstigen Einstieg kön- nen die Händler auch neue Kunden gewin- nen, für die die Einstiegshürden bisher zu hoch waren. Künftig muss sich der Vertriebspartner noch mehr über seine Dienstleistungen und über den Mehrwert, den er seinen Kunden bieten kann, am Markt positionie- ren. Viele Partner beraten ihre Kunden heute in Richtung Digital Prototyping oder BIM, das heißt, sie bieten Consulting-Leis- tungen im Bereich der Prozessoptimierung an. Künftig wird die Beratung noch stärker dahin gehen, wie Kunden ihre Produkte weiter optimieren können. Dabei geht es auch um die Nutzung neuer Materialien, Konstruktionsmethodiken und moderne Herstellungsprozesse. Hier liegt in meinen Augen auch die Zukunft für die Händler. Die Tiefe der Kundenbeziehung wird jedenfalls immer wichtiger. AUTOCAD Magazin: Welche Rolle spielen Cloud-Services beim neuen Lizenzmo- dell? Andreas Roth: Das Thema Cloud ist für Autodesk sehr wichtig, denn hier sehen wir die Zukunft. Cloud Services sind in unseren Maintenance- und Desktop-Subscription- Angeboten bereits enthalten. Die Angebo- te rund um unsere Cloud-Lösungen BIM 360, PLM 360 und Fusion 360 wollen wir stark ausbauen. Derzeit läuft das Cloud- Business in Deutschland aber noch nicht so, wie wir es gerne hätten.Vorbehalte gegen- über der Datensicherheit und rechtliche Aspekte stellen für viele Anwender noch Hemmnisse dar. Wir arbeiten aber daran, diese abzubauen. Letztendlich wird der Nutzen für unsere Kunden langfristig grö- ßer sein als die Risiken. AUTOCAD Magazin: Herr Roth, Herr Lauer, vielen Dank für das interessante Gespräch.  Das Interview führte Rainer Trummer, Chefredak- teur AUTOCAD & Inventor Magazin. AUTOCAD & Inventor Magazin 5 /1510 JörgLauer,DirectorDatechDACHbeimDistributorTechData „DieteurenLizenzenhabenFirmenfrüheroftdavon abgehalten,Softwarezukaufen,diemannacheinem halbenJahrnichtmehrbenötigt.DurchdasMietmodell bekommendieAnwendermehrFlexibilität.“
  11. 11. AGIT 2015 – Geospatial Minds for Society SZENE Die AGIT zählt seit vielen Jahren zu den führenden Veranstaltungen der Geo- informationsbranche. Es werden 1.200Teil- nehmer aus 45 Staaten und über 60 Aus- steller erwartet. Internationales Flair trans- portiert dabei das seit einigen Jahren integrierte GI_Forum, das bereits am 7. Juli startet. Neben dem AGIT Symposium bietet die AGIT Expo die einmalige Möglichkeit, die wissenschaftliche Theorie mit der wirt- schaftlichen Praxis zu verbinden und neue Kooperationsmöglichkeiten zu schaffen. Es findet eineVerbindung zwischen innovati- ver Grundlagenforschung mit der Entwick- lung neuer Anwendungen im Dienste der Geoinformationsgesellschaft statt. Das bewährte Rahmenprogramm lädt ein in einer kreativen Atmosphäre, neue Leute kennen zu lernen und Bekannte wiederzu- treffen. Die AGIT 2015 bietet ein breit gefächer- tes Programm mit einer Vielzahl von bewährten, aber auch neuen Themenfel- dern. Es werden neue Trends aufgezeigt und Stakeholder aus unterschiedlichen Disziplinen und Branchen vernetzt. Mobilitätsdatenplatz Die Bereitstellung von Mobilitätsservices auf Basis von Echtzeitdaten ist eine Kern- anforderung von IVS-Aktivitäten in Europa. Die durchgängige Bereitstellung von Ver- kehrsinformationen ist derzeit noch eine technische, rechtliche und marktwirtschaft- liche Herausforderung. Deutschland und Österreich sindVorreiter in der Umsetzung dieser Thematik: Auf dem Spezialforum sollen die unter- schiedlichen Lösungswege in Deutschland (MDM) und Österreich (GIP) vorgestellt und diskutiert werden. Ziel dabei ist es, Syner- gien und Best-Practice-Beispiele zu geben und eine Vernetzung der Akteure zu ermöglichen. UnterBeteiligunghochkarätigerReferen- ten werden die Themen Mobilitäts-Daten- Marktplatz (MDM), Graphenintegrations- plattform (GIP), Georefenzierungsmöglich- keiten sowie Best-Practice-Beispiele in Deutschland und Österreich diskutiert. KriminalanalyseundGeoinformation Erstmals finden vor und nach der AGIT zwei Seminare zumThema„Crime Analysis and Modeling“ statt. Diese aufbauenden Seminare richten sich an nationale und internationale Sicherheitsexperten und Kriminalanalysten. Prof. Michael Leitner vom Crime Analysis Center Salzburg ent- wickelt mit den Teilnehmern Konzepte, Workflows und Strategien zur statistischen Analyse und Modellierung unterschiedli- cher Kriminaldaten sowie zur Vorhersage und Identifikation von Hotspots und Gefährdungszonen. AGIT Expo Die Verknüpfung von Wissenschaft und IndustriemachtdieAGITzueinemaußerge- wöhnlichen Ereignis der Geoinformations- branche.VieleUnternehmenderAGITEXPO tragenaktivzumProgrammdesKongresses bei, wie etwa zum UAV Summit, dem Open- Street Map Forum, dem Open Source Day und dem klassischen EXPO Forum. Großzü- gige Pausen, aber auch der Mittwochabend im Rahmen der EXPO Night, bieten viele GelegenheitenzumAustauschmitdenAus- stellern vor Ort. (anm)  Hier entstehen Trends Unter dem Motto„Geo- spatial Minds for So- ciety“ bietet das AGIT Symposium von 8. bis 10. Juli 2015 wieder eine inspirierende Plattform für Wissenschaft und Wirtschaft im Bereich der Geoinformatik und verwandter Disziplinen. 5/15 AUTOCAD & Inventor Magazin 11 AufderAGITwerdennicht nurTrendsaufgezeigt. u Termin: AGIT: 08. – 10. Juli 2015 GI_Forum: 07. – 10. Juli 2015 u Veranstalter: Interfakultärer Fachbereich Geoinformatik – Z_GIS, Universität Salzburg u Veranstaltungsort: Universität Salzburg, Naturwissenschaftliche Fakultät, Hellbrunnerstrasse 34, 5020 Salzburg, Österreich u Info | Kontakt: www.agit.at | www.gi-forum.org | office@agit. at | @agit_team | #agit2015 u info: AGIT 2015 Fact Box
  12. 12. SZENE Florian Bautz, German RepRap, über 3D-Druck AUTOCAD Magazin: In welchen Phasen der Produktentstehung sehen Sie den größten Nutzen von additiven Ferti- gungsverfahren? Florian Bautz: 3D-Druck ist in mehreren Bereichen nützlich: In der Entwurfsphase als Anschauungs- oder Funktionsmuster, im Formenbau beispielweise als Guss- kern sowie in der Kleinserienfertigung. Hier wären wir dann in der Produktions- phase. Ein Nutzen liegt in der beschleu- nigten Produktentwicklung. Schnell ist ein Entwurf ausgedruckt, verändert und wieder ausgedruckt.Wartezeiten, wie sie bei der Weitergabe an Dienstleister auf- treten, entfallen. Produktentwicklungszeiten verkürzen sich. Unternehmen, die individuelle Teile fertigen, oder auch Architekten und Designer, können ihre Entwürfe nun ohne Weiteres ausdrucken und den Kunden vor- legen. AUTOCAD Magazin: Welche weiteren Vorteile ergeben sich aus dem 3D-Druck, über die technischen Möglichkeiten hinaus? Die andere Per- spektive betrifft die Kosten. 3D-gedruck- te Teile sind oft eine günstige Alterna- tive zu lasergesinterten Modellen, gera- de in der ersten Konstruktionsphase oder auch generell, wenn es das Design zulässt. Zudem nutzen Unternehmen 3D-Drucker, um Gusskerne für Guss- werkzeuge auszudrucken. Manche unserer Kunden haben erst durch 3D-Druck Gussverfahren für sich ent- deckt und damit teurere Herstellungs- verfahren abgelöst. AUTOCAD Magazin: Können Sie uns, bitte, ein Beispiel dafür nennen, wie sich die additiven Fertigungsverfahren nutz- bringen einsetzen lassen? Florian Bautz: Ein Beispiel ist die Carl GmbH aus Eislingen. Das Unternehmen fertigt Brennereianlagen. Mit Hilfe eines 3D-Druckers reduziert das Unternehmen nun die Kosten deutlich. So wurde ein auf- wändiger Arbeitsschritt für die Herstellung eines Whiskybogens durch Kupferguss ersetzt. Der zum Herstellen der Sandguss- form erforderliche Gusskern kommt aus dem 3D-Drucker. AUTOCAD Magazin: Wo liegen derzeit noch die wichtigen Herausforderungen beim Einsatz von additiven Verfahren? Florian Bautz: Es wird auf eine stärkere Integration von CAD-Software und 3D-Druckerhinauslaufen.EinanderesThe- ma ist die Entwicklung von Materialien mit bestimmten Eigenschaf- ten, etwa faserverstärkte oder säurefeste Filamen- te. Eine der Herausforde- rungen betrifft auch die Usability. Hier ist auf jeden Fall noch viel zu tun. Auch wir setzen einen unserer Entwick- lungs-Schwerpunkte auf eine einfache Bedienung. AUTOCAD Magazin: Welche Folgen hat die wachsende Verbreitung des 3D-Drucks im Con- sumer-Umfeld, was neue Geschäftsmo- delle und Innovationen betrifft? Florian Bautz: Dank der raschenVerbrei- tung der 3D-Drucker werden wir in Zukunft leichter an die persönlichen Bedürfnisse und den eigenen Geschmack angepasste Produkte herstellen können. Es verlagern sich die Geschäftsprozesse. Die Produktion findet dann beim End- kunden statt. Das hat auch Auswirkun- gen auf die Logistik. AUTOCAD Magazin: Herr Bautz, vielen Dank für das Gespräch.  Das Interview führte Andreas Müller. Kunde, produziere doch selbst! Der 3D-Druck beflügelt derzeit die Fantasie. Doch ob wir dereinst wirklich in gedruckten Häusern wohnen oder mit gedruckten Flugzeugen fliegen werden oder das überhaupt wollen, ist längst noch nicht ausgemacht. Florian Bautz, Geschäftsführer der German RepRap GmbH, spricht denn auch erst einmal über die Möglichkeiten, die das additive Fertigungsverfahren heute schon bietet. AUTOCAD & Inventor Magazin 5 /1512 FlorianBautz,GeschäftsführerderGermanRepRapGmbH: „SchnellisteinEntwurfausgedruckt,verändertund wiederausgedruckt.Wartezeiten,wiesiebeiderWei- tergabeanDienstleisterauftreten,entfallen.Pro- duktentwicklungszeitenverkürzensich.Unterneh- men,dieindividuelleTeilefertigen,oderauch ArchitektenundDesigner,könnenihreEntwürfeaus- druckenunddenKundenvorlegen.“
  13. 13. Anzeige HARDWARE So manches Unternehmen setzt für Auto- CAD günstigere, aber langsamere Desktop- PCs ein, die teilweise vier und fünf Jahre alt sind. Mit der aktuellen AutoCAD 2015-ProduktliniesetztAutodeskneueMaß- stäbe, was die Funktionalität seines CAD- Produktsangeht.Davonkannmanallerdings nur schwer profitieren, wenn man veraltete und daher langsame Hardware nutzt. Abhilfe schafft der Einsatz einer profes- sionellen und vergleichsweise günstigen Workstation wie der HP Z230 SFF (Small Form Factor). Damit können Sie Ihre Betriebskosten sogar senken und im Ver- gleich zu normalen Desktop-PCs eine hervorragende Rendite einbringen. Neue Funktionen in AutoCAD 2015 Nutzer von AutoCAD 2015 wissen, dass man mit der Software nicht nur 2D-Entwürfe erstellen kann. Tatsächlich wird AutoCAD in vielen Unternehmen durch die Möglichkeit desExportsvon3D-Geometrienausanderen Softwarepaketen oder gescannter 3D-Punk- tewolken mehr und mehr zu einem 2D/3D- Universalprodukt. Allerdings spielt dadurch auch die 3D-Performance eine wichtigere Rolle als in den vergangenen Jahren. Deshalb benötigt man zur Darstellung der 3D-Geometrien eine entsprechende Rechenleistung sowie Grafikprozessoren, deren Leistungsfähigkeit weit über die der meisten Desktop-PCs hinausgeht. Der vier Jahre alte PC mit Dual-Core-Prozessor und Standard-Grafikkarte,unzureichendemRAM und alten Festplatten-Subsystemen kann mit der Leistungsfähigkeit der heutigen AutoCAD-Version nicht mehr Schritt halten. HöhereLeistungalseinDesktop-PC Der aktuelle Intel Core i7-Prozessor bietet in Kombination mit einer professionellen Gra- fikkarte und Feinabstimmung für AutoCAD einehöhereLeistung.Diezertifizierte,profes- sionelleNVIDIAQuadro-Grafikkarte,dreiJah- re Garantie und Austausch von Teilen am nächstenTagmachtdieHPZ230SFFzueiner Workstation der Profi-Klasse und bei weitem leistungsfähiger als einen normalen PC von der Stange. Für Nutzer mit noch höherem Bedarf an Leistung und Performance ist die HP Z230 SFF „Power Configuration” für AutoCAD erhältlich mit einem Intel Xeon E3-1241 v3- Prozessormit16GByteECC-Speicher-Unter- stützung für höhere Zuverlässigkeit und einer leistungsfähige NVIDIA Quadro K620-Profi-Grafikkarte.DasHPZTurboDrive, eine PCIe-basierte SSD-Storage-Lösung, ermöglicht das schnelle Laden von Anwen- dungen und die problemlose Verarbeitung großer Datenmengen. Diese SSDs lassen sichmiteinermechanischenFestplattekom- binieren und erfüllen so die Anforderungen hinsichtlich maximalen Speicherplatzes bei gleichzeitig hoher Performance. Weitere Informationen sowie eine ROI-Betrachtung zur HP Z230 SFF Workstation finden Sie unter www.hp.com/go/autocad. HP Performance Advisor Schöpfen Sie die Möglichkeiten der HP Z230 SFF von Anfang an voll aus. Da HP Performance Advisor auf jeder HP Z230 SFF bereits vorinstalliert ist, bleibt Ihnen mehr Zeit zum Arbeiten, Verarbeiten und Entwerfen und Sie müssen weniger Zeit für die Behebung IT-spezifischer Fehler auf- wenden. Dieser exklusive HP Software Wizard bietet Unterstützung bei der Konfi- guration, Anpassung und Optimierung Ihres Systems für jede neue Anwendung und jeden neu installierten Treiber. HP Remote Graphics Software BeiVerwendungderkostenlosmitgelieferten HP Remote GraphicsSoftware(RGS) können AutoCAD-Nutzer von zuhause, von unter- wegs über ihr Notebook oder von einem beliebigenStandortausaufihreHPZ230SFF Workstation zugreifen. Bei der RGS Software von HP handelt es sich um eine Remote-Desktop-Lösung für professionelleWorkstation-Nutzer und ihre anspruchsvollsten 2D-, 3D- und rechen- intensivsten Anwendungen. HP Z230 SFF Workstation: Hohe Performance für CAD Konstrukteure benötigen schnelle Rechner. Eine zertifizierte Workstation wie die HP Z230 SFF stellt genügend Ressourcen für leistungshungrige AutoCAD-Anwender zurVerfügung. DieWorkstationHPZ230SFFistdieidealePlattformfürAutoCADundermöglichtKonstrukteurenperformantesArbeiten. 5/15 AUTOCAD & Inventor Magazin 13 Anbieter: Hewlett-Packard GmbH Herrenberger Straße 140 D-71034 Böblingen Telefon: +49 (0) 70 31 / 14-0 Fax: +49 (0) 70 31 / 14-29 99 E-Mail: firmen.kunden@hp.com Internet: www.hp.com/de
  14. 14. PRAXIS Die AutoCAD-Expertenrunde 1Cursor-Symbole stören Frage: Wir haben seit kurzem AutoCAD 2016 installiert. Nun möchte eine Kollegin die neuen Symbole abschalten, die beim Drehen, Kopieren und auch bei der Objekt- wahl angezeigt werden. Leider finden wir in denOptionenkeineMöglichkeit.KennenSie vielleicht eine? Antwort: Natürlich können Sie in Auto- CAD seit Version 2015 über eine System- variable die neuen Icons deaktivieren, die bei Änderungsbefehlen neuerdings ange- zeigt werden. TippenSiedafüreinfachCURSORBADGE ein und verändern Sie den Wert auf 1. Der Ausgangswert 2 aktiviert die Cursor-Mar- kierungen. Beim Wert 1 deaktiviert man die Cursor-Markierungen für folgende Befehle: AREA, COPY, DIST, ERASE, ID, LIST, MASSPROP, MEASUREGEOM, MOVE, ROTATE, SCALE, TRIM und ZOOM. (Bild 1) 2Zeichnungsbereich als DWG exportieren Frage: Wir arbeiten als Büroplaner und entwerfen für einen Bauträger komplette Etagen. Problem bei uns ist, dass wir, bezie- hungsweise der Kunde, nicht die Planun- gen des Büronachbarn (anderer Eigentü- Tipps & Tricks AlleTipps sollen zum selbstverständlichen Umgang mit AutoCAD und seinen vertikalen Lösungen animieren, ihn vor allem erleichtern. Aus den vielen Leseranfragen haben wir die zurVeröffentlichung ausgewählt, die allen Anwendern auch einen praktischen Nutzen versprechen. Die Fragen beantwortet unser ExperteWilfried Nelkel. mer) herausgeben möchten. Das heißt, wir würden dem Kunden gerne nur einen Teil der Zeichnung (teilweise auch nicht recht- eckig) als DWG zur Verfügung stellen. Das soll wirklich nur die Bereiche betreffen, die den Empfänger auch „etwas angehen“. Wie könnten wir dieses Problem ohne aufwen- dige Arbeitsschritte lösen? Antwort: Es gibt eine Möglichkeit, die wirklich schnell und perfekt funktioniert. Lediglich mit dem Maßstab müssen Sie etwas achtgeben. Legen Sie sich ein Lay- out an und definieren Sie ein polygonales Ansichtsfenster, in dem nur der Bereich sichtbar ist, der den entsprechenden Kunden betrifft. Dann klicken Sie im Menü„Speichern unter…“ auf„Layout als Zeichnung speichern“. AutoCAD expor- tiert nun das Layout in eine neue Zeich- nung. Und zwar exakt das gesamte Lay- out mit Schriftkopf und allem drum und dran. Lediglich den Maßstab sollten Sie der Vollständigkeit halber noch überprü- fen. Ansonsten ist es meiner Meinung nach eine perfekte Lösung, gezielt Berei- che einer Zeichnung als DWG zu expor- tieren. (Bild 2) 3Geometrisches Zentrum Frage: Wir arbeiten seit kurzem mit Auto- CAD Architecture 2016. In einer Onlineprä- sentation haben wir erfahren, dass in Auto- CAD 2016 ein neuer Objektfang namens „Geometrisches Zentrum“ eingeführt wurde. Wir finden diesen Objektfang aber nur im Objektfangdialog wieder. Im temporären Objektfangmenü, das wir mit „StrG + rechte Maustaste“ aufrufen, ist dieser nicht vorhan- den. Normalerweise müsste dieser Objekt- AUTOCAD & Inventor Magazin 5 /1514 Bild1 Bild2
  15. 15. PRAXIS fang doch auch in den temporären Objekt- fängeninAutoCADArchitecture2016enthal- ten sein. Sollen wir unser Architecture neu installieren oder wo liegt das Problem? Antwort: Sie brauchen AutoCAD Architecture 2016 nicht neu installieren. Autodesk hat in der 2016er-Version, wie Sie schon korrekt festgestellt haben, einen neuen Objektfang integriert. Das „Geometrische Zentrum“. Super Sache, aber es fehlt bedauerlicherweise im Architecture-Profil dieser Objektfang in den temporären Objektfängen, die Sie über die Tastenkombination„StrG + rech- te Maustaste“ für die nächste Punktwahl aktivieren. Im AutoCAD-Profil (sofern bei der Installation aktiviert) ist er enthalten. Sie haben hier einen kleinen Bug festge- stellt. Die zugehörige Menüdatei wurde in AutoCAD Architecture 2016 leider von Autodesk nicht korrekt migriert. Um den temporären Objektfang„Geo- metrisches Zentrum“ zu aktivieren, müs- sen Sie also selbst Hand anlegen. Starten Sie hierzu die Anpassung der Benutzer- oberfläche über den Befehl „ABI“. Navi- gieren Sie hier in der linken Baumstruktur zu den„Kontextmenüs“. Hier finden Sie ein Cursor-Menü mit dem Namen „Objektfang-Cursormenü“. Markieren Sie hier den Eintrag„Zentrum“ und duplizieren Sie diesen. Sie finden den Befehl zum Duplizieren im Kontext- menü (rechte Maustaste). Benennen Sie im rechten Bereich den Namen in „Geo- metrisches Zentrum“ um, siehe Bild 3. Sie sehen dann die Werte, die eingegeben werden sollten. Anschließend klicken Sie auf„Anwenden“ und verlassen die Anpas- sung der Benutzeroberfläche. Ab sofort steht Ihnen der neue Objektfang „Geo- metrisches Zentrum“ auch als temporärer Objektfang in AutoCAD Architecture zur Verfügung. 4Etransmit macht Probleme in AutoCAD 2016 Frage: Wir arbeiten seit kurzem mit Auto- CAD 2016 und haben Probleme mit dem Befehl ETRANSMIT. Obwohl wir in den Über- tragungseinstellungen eingestellt haben, dass externe Referenzen verknüpft (gebun- den)werdensollen,berechnetAutoCAD2016 dieAnzahlderDateienfalsch.WirddasÜber- tragungspaketdannletztlicherstellt,wurden dieexternenReferenzennichtgebundenund sind noch immer als Xrefs vorhanden. Hat Autodesk hier etwas am Befehl verändert? Antwort: Sie haben wirklich einen Bug in der 2016er-Version entdeckt. Dieser tritt übrigens auch beim Export aus dem Plan- satzmanager auf. Folgende Vorgehensweise sollten Sie beim Publizieren einzuhalten: Im Register „Dateistruktur“ wird die zu publizierende Zeichnung mit ihren externen Referenzen angezeigt, obwohl in der Übertragungs- einrichtung eingestellt wurde, dass externe Referenzen verknüpft werden sollen. Klappt man nun in der vorgenannten Registerkarte die Baumstruktur der Zeich- nung und der Referenzen auf, werden die anhängenden Referenzen angezeigt. Zu beachten ist unten die Anzeige der im Übertragungspaket beinhalteten Dateien. In meinem Testplansatz ergibt sich eine Anzahl, wenn die anhängenden Referen- zen mit eingebunden werden – was falsch ist und auch Ihr Problem darstellt. Nimmt man jetzt das Häkchen bei der eigentlich zu exportierenden Zeichnung raus und setzt es gleich wieder rein, verrin- gert sich die Anzahl der beinhalteten Datei- en auf die erwartete Anzahl – ohne externe Referenzen. 5Abrunden dauert lange Frage: WirarbeitenimkonstruktivenInge- nieurbau und müssen oftmals viele Kanten einer Polylinie mit dem gleichen Radius abrunden. Da wir teilweise 50 Scheitelpunk- te abrunden müssen, ist dieser Vorgang eine sehr anstrengende und zeitraubende Ange- legenheit. Steht hier ein Tool zur Verfügung, das eine PolylinieautomatischanallenScheitelpunk- ten abrundet? Wir arbeiten übrigens mit AutoCAD 2015. Antwort: SeitAutoCAD2012istimBefehl ABRUNDEN die Option Polylinie vorhan- den. Sie macht exakt das, was Sie sich wün- schen. Definieren Sie dazu über die Option „R“ (Radius) einen Abrundungsradius. Dann geben Sie vor der ersten Objektwahl ein„P“ für Polylinie ein (alternativ können Sie die- se Optionen auch über das Kontextmenü auswählen). Bereits beim Überfahren der Polylinie sehen Sie das künftige Abrun- dungsergebnis in der Vorschau. Haben Sie vor, mehrere Linienobjekte nacheinander abzurunden, gibt es die Option„Mehrere“, die Sie ebenfalls vor der ersten Objektwahl über die Eingabe von „M“ aktivieren können. Damit ersparen Sie sich das Wiederholen des Reihe-Befehls (etwa über Enter oder die Leertaste). Normalerweise wird der Abrunden-Befehl nach dem Abrunden beendet. Bei der Opti- on„Mehrere“ fordert Sie AutoCAD nach der Anwahl des zweiten Objekts sofort wieder auf, ein erstes Objekt zu wählen. Eine weitere Funktion ist im Abrunden- Befehl versteckt:Wenn Sie nach der Anwahl des ersten Objekts in der Befehlszeile die Aufforderung von AutoCAD genau lesen, werden Sie feststellen, dass hier steht: „Zweites Objekt wählen oder mit der 5/15 AUTOCAD & Inventor Magazin 15 Bild3
  16. 16. PRAXIS Die AutoCAD-Expertenrunde Umschalt-Taste wählen, um Ecke anzuwen- den oder [Radius]:“ Diese Aufforderung, die übrigens beim FASE-Befehl ähnlich lautet, bedeutet, dass Sie vor der Anwahl des zweiten Objekts durch Drücken der Großschreibtaste tem- porär den Rundungsradius (oder die Fasen- abstände) auf Null setzen und die Objekte somit abkanten. Eine nützliche Funktion, wenn man mehrfach zwischen Abrunden und Abkanten wechseln muss. (Bild 4) 6Was ist Objektfang „Von“? Frage: Wir arbeiten mit AutoCAD 2016 überwiegend im 2D-Bereich und zeichnen hier sehr umfangreiche Details. Oftmals möchten wir zum Beispiel eine Linie in einem bestimmten Abstand von einem fixen Punkt aus beginnen zu zeichnen. Solange wir uns beim Zeichnen innerhalb der polaren Win- keleinstellungen befinden, gelingt es uns problemlos, einen Startpunkt in einer gezeigten Richtung lediglich durch Eingabe der Entfernung festzulegen. Wirhabengehört,dassesaucheinentem- porärenObjektfanggibt,beidemeineOption „Von“ heißt. Wie finden wir dieses temporäre ObjektfangmenüundwasistderObjektfang „Von“? Antwort: Grundsätzlich müssen Sie zwi- schen temporärem und dauerhaftem Objektfang unterscheiden. Den dauerhaf- ten Objektfang können Sie über einen Rechtsklick auf den Statusleistenbutton „OFANG“ einstellen. Diese Objektfänge gel- ten dauerhaft, solange der Objektfang über die Taste „F3“ nicht deaktiviert wird. Oft- mals ist es jedoch so, dass Sie einen Objekt- fang für eine spezielle Konstruktionsaufga- be benötigen, der nicht als dauerhafter Objektfang eingestellt ist. Dann brauchen Sie den temporären Objektfang, den Sie auch während einer Befehlsausführung mit derTastenkombina- tion„Strg + rechte Maustaste“ starten kön- nen. Die hier ausgewählten Objektfänge (man kann hier durch mehrmaliges Aufru- fen dieses temporären Objektfangmenüs auch mehrere Objektfänge einstellen) gelten auf dieseWeise ausschließlich für die nächste Punktwahl. In diesem temporären Objektfangmenü finden Sie auch den Objektfang„Von“ und „Mitte zwischen zwei Punkten“, die aus- schließlich im temporären Objektfangmenü verfügbar sind. Eigentlich ist„Von“ kein Objektfang.Viel- mehr haben Sie hier die Möglichkeit, einen Punkt zu wählen und von diesem Punkt aus in einer beliebigen Richtung einen weite- ren Punkt zu wählen. Ob Sie nun von die- sem Punkt beginnen zu zeichnen oder zu diesem hier definierten Punkt „hinzeich- nen“ ist eigentlich egal. Die Anwendung der Option „Von“ ist sehr einfach, sofern Sie wissen, wie man relative Polarkoordinaten oder relative Absolut-Koordinaten eingibt. Bei relativen Polar-Koordinaten geben Sie einen Abstand und einen Winkel ein. Bei relati- ven Absolut-Koordinaten geben Sie den Versatz in X-, Y- und Z-Richtung an, wobei der Z-Parameter auch vernachlässigt wer- den kann. In AutoCAD können Sie relative Koordi- naten immer mit dem Klammeraffen „@“ ankündigen. Um etwa eine relative Polar- koordinate einzugeben, tippen Sie folgen- des ein: „@10<22“ wobei hier die 10 für zehn Zeichnungseinheiten in Winkel 22 Grad steht. Das Kleinerzeichen„<“ kündigt den Winkel an. Um etwa eine relative Absolut-Koordi- nate einzugeben, tippen Sie folgendes ein: „@10,20“, wobei hier eine Verschie- bung um zehn Einheiten in X-Richtung und 20 Einheiten inY-Richtung festgelegt wird. Relative Absolut-Koordinaten benö- tigen Sie immer dann, wenn weder die Entfernung noch der Winkel bekannt ist. Eine typische Anwendung ist hier das Zeichnen eines Rechtecks, das in unserem Beispiel dann für den gegenüberliegen- den Eckpunkt als Ergebnis ein Rechteck erzeugt, das zehn Einheiten breit und 20 Einheiten hoch wäre. Die Anwendung der Option „Von“ ist ähnlich aufgebaut. Wenn Sie in einer bestimmten Entfernung mit definiertem Winkel beginnen wollen zu zeichnen, dann drücken Sie„Strg + rechte Maustaste“ und wählen im temporären Objektfangmenü den Eintrag„Von“. Nun wählen Sie einen Punkt und defi- nieren dann entweder mit relative Polarko- ordinaten oder relative Absolut-Koordina- ten den gewünschten Start-/Zielpunkt. (Bild 5) (ra)  AUTOCAD & Inventor Magazin 4/1516 Bild4 Bild5
  17. 17. ACM-BLOCKERSETZEN.LSP und PFEILSPITZEN.LSP PRAXIS Ähnlich den Textbausteinen in Textver- arbeitungsprogrammen können Blö- cke das Anfertigen technischer Zeichnun- gen wesentlich erleichtern. Einmal erstellt, lassen sie sich beliebig oft wie- derverwenden. Hat man aber bei der Wahl eines Blocks einmal daneben gegriffen, wäre ein Tool zum einfachen Austausch des falschen Blocks sehr willkommen. Wer die Expresstools installiert hat, greift in diesem Falle gern zum Befehl BLOCKREPLACE, der den Irrläufer schnell ersetzen kann. Dieser Befehl ist aber ein echter Kraftmeier und schießt gerne mal über das Ziel hinaus. Er macht sich nämlich ungefragt in der gesamten Zeichnung an alle Referenzen des falschen Blocks ran – auch verschachtelte Blöcke sind vor ihm nicht sicher. Und wer nicht aufpasst, muss miterleben, wie der ursprüngliche Block sogar noch bereinigt und damit für weite- re Einsätze in der Zeichnung aus dem Ren- nen genommen wird. Eine beachtliche Leistung, aber nicht selten viel zu viel des Guten. Das hier vorgestellte AutoLISP-Tool ACM- BLOCKERSETZEN.LSP unterstützt ebenfalls beim Blocktausch, geht aber dabei wesentlich behutsamer zur Sache. Nach dem Programmaufruf wird der Anwender aufgefordert, die zu ersetzenden Blöcke zu wählen. Dies geschieht mit den übli- chen Objektwahlmethoden „Fenster“, „Kreuzen“ oder dem Anklicken eines Zeichnungselements. Tummelt sich im Auswahlsatz mindestens eine Blockrefe- renz, öffnet sich anschließend das Dialog- feld „Blöcke ersetzen“, das zwei Listenfel- der enthält. Blöcke auflisten Das linke Feld„Zu ersetzende Blöcke“ listet die Namen aller Blöcke auf, von denen sich Referenzen im Auswahlsatz befinden. Hier lassen sich ein oder auch mehrere Blöcke gleichzeitig wählen, die ausgetauscht wer- den sollen. Den Ersatzblock wählt man im zweiten Listenfeld, das alle in der Zeich- nung definierten Blöcke anzeigt. Über das Kontrollkästchen„Attribute unterdrücken“ lässt sich noch festlegen, ob bei Ersatzblö- cken mit Attributen diese nicht oder mit ihren Vorgabewerten eingefügt werden. MitdieserFunktionistesalsomöglich,den Tausch der Blöcke auf einzelne Referenzen oder Zeichnungsbereiche einzuschränken und dabei auch noch Vorkommen verschie- dener Blöcke in einem Rutsch gegen einen neuenBlockzutauschen.VerschachtelteBlö- ckesindvonderTauschaktionnichtbetroffen. (Gerhard Rampf/ra)  Von der Ersatzbank u Programm: ACM-BLOCKERSETZEN.LSP u Funktion: Blöcke ersetzen u Autor: Gerhard Rampf u Lauffähig ab: AutoCAD 2005 bis 2016 u Bezug: nur aufTool-CD 5/2015 u info In AutoCAD gibt es für Beschriftungen mit Texten die Multi-Führungen als Werkzeug. Wenn der zugehörige Bema- ßungssstil und die notwendigen Optio- nen alle eingestellt sind, lassen sich damit sehr gute Ergebnisse erzielen. Das Programm PFEILSPITZEN.LSP soll aber nicht die Multi-Führungen von Auto- CAD ersetzen, sondern eine Alternative für Anwender bieten, die „mal eben schnell“ eine Skizze beschriften müssen, ohne vorher in die Funktionsweise der Multiführungen einzusteigen. Der Programmablauf ist recht simpel: Eingeben der notwendigen Maßangaben (in Zeichnungseinheiten) für die Pfeilspit- zen, die Darstellungsart auswählen und dann werden Linienelemente gepickt, die eine Pfeilspitze erhalten sollen. Es gibt drei verschiedene Arten von Pfeilspitzen: ■ gefüllt, Darstellung als Solid-Schraffur ■ gefüllt mit Einschub, Darstellung als Solid-Schraffur ■ offen, Darstellung als Polylinie mit Breite Im Dialogfenster werden Vorschaubilder der verschiedenen Pfeilspitzenarten dar- gestellt. Die Proportionen der dargestell- ten Pfeilspitzen entsprechen den einge- gebenen Maßen Länge, Breite und Ein- schub. Linienelemente picken Um die Pfeilspitzen einzufügen, werden Linienelemente (Polylinien, Linien oder Bögen) gepickt. Die Pfeilspitze wird auf dem Endpunkt des Linienelementes erzeugt, der den kleineren Abstand zum Pickpunkt hat. Das Einfügen erfolgt in einer Schleife, die Pfeilspitzen werden also so lange eingefügt, wie auch Linien- elemente gepickt werden. Vorhandene Pfeilspitzen lassen sich aktualisieren: Es werden die aktuellen Einstellungen des Programms für die Dar- stellung verwendet, zudem werden sie in Position und Ausrichtung an das Linien- element angepasst (etwa wenn sich das Pfeilspitzen einfügen Linienelement verschoben hat). Um eine Pfeilspitze zu aktualisieren, muss das Lini- enelement, wenn auch in veränderter Form (zum Beispiel Griffbearbeitung, schieben,…) noch vorhanden sein. Das Programm kann man auch bei aktuellem BKS anwenden, sofern die xy- Ebene des BKS parallel zur xy-Ebene des WKS liegt. (Jörn Bosse/ra)  u Programm: PFEILSPITZEN.LSP u Funktion: Pfeilspitzen auf Linienelemente einfügen u Autor: Jörn Bosse u Lauffähig ab: AutoCAD 2010 bis 2016 u Bezug: nur aufTool-CD 5/2015 u info 5/15 AUTOCAD & Inventor Magazin 17
  18. 18. PRAXIS ACM-GATTE.LSP und ACM-RMT-EXTENSION.DLL AttributesindanBlockreferenzengebun- dene Textobjekte, die nachträglich ver- ändert werden können, ohne die Blockrefe- renz aufzulösen. Dafür werden seitens Auto- CAD die Befehle“_Attedit“ ,“_ATTIPEDIT“(ab 2008)und“_Eattedit“(ab2002)bereitgestellt. Währendmit“_ATTIPEDIT“eineinzelnesAttri- but direkt in der Zeichnung bearbeitet wer- denkann,lassensichmit“_Attedit“dieWerte aller Attribute eines Blocks bearbeiten, wäh- rend der mit “_Eattedit“ aufgerufene erwei- terteAttributseditorauchdieMöglichkeitder BearbeitungderText-undObjekteigenschaf- ten der Attribute bereitstellt. Für die gleichzeitige Änderung eines Attributs an allen Blockreferenzen einer Zeichnung gibt es unter den Expresstools denBefehlGATTE(GlobalerAttributsEditor). Leider unterstützt dieser noch keine dyna- mischen Blöcke und ist auch in seinen Aus- wahlfiltermöglichkeiten begrenzt. DashiervorgestellteToolACM-GATTE.LSP stellt eine Erweiterung des Gatte-Konzepts MancheAufgabengibtesimCAD-Alltag häufig.Andieamhäufigstengebrauch- tengelangtmansehrschnellüberdasObjekt- Kontextmenü – das erscheint, sobald man nach der Objektwahl die rechte Maustaste klickt. Sind mehrere Objekte unterschiedli- chen Typs gewählt, ist der Inhalt des Menüs einanderer,alswennmannureinObjektoder mehrere Objekte gleichenTyps wählt. In der .NET-Schnittstelle sind Funktionen hinterlegt, mit denen man diese objektab- hängigen Kontextmenüs erweitern kann. Diese Technologie und die Erfahrung, dass ichmirinbestimmtenSituationensomanche FunktionimdirektenZugriffgewünschthät- te, sind Grundlage der Idee zu dieser Serie, die ich mit ACM-RMT-EXTENSION.DLL als Zusatzfunktion für die Blockbearbeitung beginnen möchte. In den nächsten Folgen werden die Funktionen des Attribut-Hand- lings(ebenfallsBlöcke),aberauchBefehlefür andere Objekte vorgestellt. Block-Funktionen im Kontextmenü 1. Als Zeichnung (Wblock) exportieren: Die Funktion ist im AutoCAD-Standard-Funkti- dar,dasdieseEinschränkungenaufhebt.Das Laden des Tools erfolgt mittels „_appload“ oder Drag & Drop vom Windows-Explorer aus in die aktuelle Zeichnung. Aufgerufen wirdesmit„ACM-GATTE“.ZentralerBaustein des Tools ist die Funktion GLOBAL-ATT-SET- VALUE, der als Parameter ein Blocknamen- filter, ein Filter für die Attributsbezeichnung und einer für die Attributsinhalte sowie natürlich der neue Attributsinhalt überge- benwerden.AlsFilter werdenjeweilsString- listen erwartet, die auch Platzhalter nach den „wcmatch“-Konventionen enthalten können. Der Einfachheit halber werden die- se Filterlisten im Programm vom Anwender über einen Dialog abgefragt. Dort besteht auchdieMöglichkeit,einbestehendesAttri- butzuwählenunddessenEigentümerblock, Bezeichnung und Inhalt alsVorgabefilter zu übernehmen.SobewirktetwaeineEingabe von„B*,C*“beiBlocknamenfilter,„*“beiAttri- butsnamenfilter, „PRE*,PRI*“ bei Attributs- wertfilterund„NEU“beiNeuerAttributswert, onsumfang enthalten, allerdings über einen Dialog recht umständlich in der Handhabung. Die Funktion ermittelt den Namen des gewählten Blocks und schreibt die Blockdefinition als Zeichnungsdatei in das anzugebende Verzeichnis. 2. Als XRef einbinden: Zusätzlich zu der Funktion„alsWBlock exportieren“, wird der Block nach dem Export als XRef in die aktu- elle Zeichnung wieder eingebunden. 3. Blockumbenennen:AuchdieseFunktion existiert in AutoCAD. Da sie den Namen des gewähltenBlocksermittelt,wirddasUmbe- nennen etwas leichter, da man nur noch den neuen Namen eingeben muss. 4. Blockdef kopieren und zuweisen: Diese FunktionkopiertdieBlockdefinitionundfügt diese unter einem neuen Namen der Zeich- nung wieder hinzu. Dies kann hilfreich sein, wenn man von einem bestehenden Block einen weiteren, neuen ableiten möchte. Beachten Sie, dass die lokalen Sicher- heitseinstellungen das Laden von .NET- Programmbibliotheken aus dem Netzwerk verhindern (können). Deshalb sollte man die Programmdateien vor derVerwendung auf die lokale Festplatte kopieren. DieEinbindungderAutoCAD-.NET-Biblio- theken erfolgt versionsbezogen. DiesesTool wurde für die AutoCAD-Versionen 2011 bis 2016erstellt.Mankannesaberauchmitden Vertikalprodukten von Autodesk nutzen, etwa in AutoCAD Architecture. Das Laden dieser.NET-Applikationisteinmaligmitdem Befehl NETLOAD erforderlich, falls man den ACM-Tool-Commander nicht nutzt. Das Pro- gramm registriert sich selbst. (Holger Brischke/ra)  ATTRIBUTE global ändern Objektbezogen erweitern u Programm: ACM-RMT-EXTENSION.DLL u Funktion: Erweiterung des Objekt-Kontext- menüs,Teil 1: Blöcke u Autor: Holger Brischke u Lauffähig ab: AutoCAD 2011 bis 2016 u Bezug: nur aufTool-CD 5/2015 u info dassalleAttributevonBlöcken,derenName mit„B“ oder„C“ beginnen und deren Attri- butsinhalt mit„PRE“ oder„PRI“ anfängt, auf den Wert „NEU“ geändert werden. Etwas Probieren bei den Filtermöglichkeiten beim anfänglichen Arbeiten mit dem Tool wird empfohlen. Die für den Anwenderdialog notwendi- ge DCL-Datei wird temporär vom Pro- gramm selbst erzeugt, was denVorteil hat, das sich der Anwender über Supportpfade usw. keine Gedanken machen muss. (Thomas Krüger/ra)  u Programm: ACM-GATTE.LSP u Funktion: Attribute global ändern u Autor: Thomas Krüger u Lauffähig ab: AutoCAD 2010 bis 2016 u Bezug: nur aufTool-CD 5/2015 u info AUTOCAD & Inventor Magazin 5/1518
  19. 19. LISP-Programme und Demoversionen TOOL-CD Multiformat-CAD-Viewer DerCAD-ViewerGloviusistein3D-ViewerfürgängigeCAD-Formate,zumBeispielInventor, STEPundIGES. UnteranderembietetdasToolfolgendeFunktionen: • akkurateMaßenehmen • dynamischschneiden • UnterschiedevonModellenvergleichen • Änderungenprüfen • Attributeanzeigenundsuchen • PMIsanzeigen,suchenundfiltern • Modell-AnsichtenundSchnappschüssebetrachten • anzeigen,verdeckenundsuchenvonKomponenten • Animationenabspielen MitdengratisGlovius-AppsfüriPhone,iPad,undAndroid-Smartphonesund-Tablettslassen sichdieCAD-Datenauchunterwegspräsentieren. Anbieter:DataCAD WeitereInformationen:www.datacad.de Programm-Installation: Datei„Glovius_All_4_0_5.exe“imOrdner DEMOVERSIONENGLOVIUS_32bitoder„Glovius_All_4_0_5_64bit.exe“ imOrdnerDEMOVERSIONENGLOVIUS_64bit Mobiles Aufmaß – Mengenermittlung – Bauabrechnung DasProgrammMWM-Liberobieteteinefreieund schnelleMengenermittlungnachREB23.003(Aus- gaben1979und2009)mitintegrierterFakturierung (Abschlags-,Schlussrechnungenusw.),eineAnge- botserstellungsowieSchnittstellennachREB(DA11, DA11e,DA11s,X31)undGAEB(90,2000,DAXML). MWM-Libero ist ein Sammelbecken für verschiedene Aufmaßverfahren im Bauwesen und stellt folgende Erfassungsmethoden zurVerfügung: • Eintippen der Daten oder Handschrifterkennung aufTablet-PCs • Import der Daten aus REB-DA11-Dateien und GAEB-X31-Dateien • Import der Daten aus Excel (optional mittels MWM-Ponto) • Übernahme der Daten aus Laser-Entfernungsmesser (mittels Bluetooth) • Aufmaß aus Bildern (jpg) und Zeichnungen (dxf) (optional mittels DIG-CAD) • Aufmaß aus Querprofilen (optional mittels easyQP) • Übernahme der Daten aus GPS-Vermessungssystemen (optional mittels easyGM/DGM) BeiderDemoversionaufderTool-CDhandeltessichumeineVollversion.Damitlas- sensichbeliebiggroßeProjekteverarbeiten.DieDemoversionist14Tagelauffähig. Anbieter: MWM Software & Beratung Weitere Informationen: www.mwm.de Programm-Installation: Datei„SetupMwmLibero940-Demo.exe“ im Ordner DEMOVERSIONENMWM-LIBERO GAEB- und ÖNORM-Konvertierungstool DasTool MWM-Primo ermöglicht das Kon- vertieren von beliebigen Daten (ein- gescannte Leistungsverzeichnisse, PDF-, Text-,Word-, Excel-, ÖNORM-, Datanorm5-, SIA- oder sonstige Dateien) zu GAEB- oder ÖNORM-Dateien. Ebenso lassen sich GAEB 2000-/DA-XML-Dateien in GAEB-90-Files konvertieren oder umgekehrt. Defekte GAEB-Dateien (die von anderen Anwendun- gen nicht zu verarbeiten sind) können in korrekte GAEB-Dateien umgewandelt wer- den. GAEB-und ÖNORM-Dateien lassen sich mittels einfachem Doppelklick betrachten (Viewer). Für das Konvertieren von eingescannten Daten beziehungs- weise von PDF-Daten ist eineTexterkennung erforderlich. Die hier angebotene Demoversion ist eineVollversion, mit der sich beliebige GAEB-Dateien anzeigen lassen. Der Export ist auf fünf Nutzer beschränkt. Anbieter: MWM Software & Beratung Weitere Informationen: www.mwm.de Programm-Installation: Datei„SetupMwmPrimo712-Demo.exe“ im Ordner DEMOVERSIONENMWM-PRIMO AVA-SoftwaremitKostenmanagement MitORCAAVAkannderAnwenderbeliebigvieleProjektedurchgängigbearbeiten: vonderKostenschätzungüberdieAusschreibung,Vergabe,AbrechnungundKos- tenkontrollebiszurFreigabederletztenSchlussrechnung.KlareStrukturen,intuiti- veOberflächenelemente,umfangreichePrüf- undKontrollfunktionenundvordefinierte SuchfilterführenundunterstützendenPlaner. FürdenGAEB-ExportsinddieProfilederun- terschiedlichenAustauschphasenineinem Abfrage-Assistentenbereitsvordefiniert.Der AnwenderwählteinfachdasgewünschteFor- matjenachVerwendungszweck.DieGAEB- konformenOptionengibtdasProgramment- sprechendvor.ORCAAVAistbereitsfürGAEB XML3.2zertifiziert.DieDatenübernahmeaus AnwendungenohneGAEB-SchnittstelleermöglichtdieTextzerlegefunktion.Damit werdenTexteschnellundkorrektausMS-Office-AnwendungenalsLeistungspositi- onindasLVeingefügt.MitderORCA-IFC-MengenübernahmewurdedieGrundlage geschaffenfürdieDatenübernahmeausallenAnwendungen,dieIFC-Dateien erzeugenkönnen. Anbieter:ORCASoftware WeitereInformationen:www.orca-software.com Programm-Installation: Datei„DEMO-AVA-DE-2014-06(30-04-2015).zip“vom OrdnerDEMOVERSIONENORCA_AVAaufdieFestplattekopierenundentpacken. DanachdieInstallationsdateiausführen. LISP- UND .NET-PROGRAMME FÜR AUTOCAD DEMOVERSIONEN 5/2015 AufderaktuellenAUTOCAD&Inventor-Magazin-Tool-CD5/2015befindensichsechsleistungsfähigeLISP-undzwei.NET-Programme fürunterschiedlicheBranchenundEinsatzgebiete.DiegenaueBeschreibungdereinzelnenToolsfindenSieaufderCDimVerzeichnis „ACM-TOOLSBESCHREIBUNGSTEXTE“oderimHeftaufdenSeiten17bis21. AufderAUTOCAD&Inventor-Magazin-Tool-CD5/2015gibteswiederzahlreicheDemoversionenkommerziellerSoftware- programme.SiefindendieDateienaufderCDimOrdner„DEMOPROGRAMME“ineinemjeweiligenUnterordner. Abonnenten finden hier ihre Tool-CD GLOVIUS MWM-LIBERO MWM-PRIMO ORCA-AVA 5/15 AUTOCAD & Inventor Magazin 19
  20. 20. PRAXIS ACM:AECEXPORT.LSP und FEN_BS_D.LSP Zeichnungsdateien,diemitZusatzsoftware in AutoCAD erstellt wurden, enthalten häufig applikationsspezifische Objekte und Daten.Zusatz-SoftwarevonAutodeskisthier keineAusnahme,auchwennimZusammen- hang mit AutoCAD Architecture und ähnli- chen Programmen viel lieber von„vertikalen Produkten“ gesprochen wird. Diese applikationsspezifischen Objekte bieteneinerseitszwarfachspezifischeFunkti- onen, Darstellungen und Inhalte, sorgen auf der anderen Seite aber für eine erschwerte Zusammenarbeit mit Anwendern ohne ent- sprechende Applikation, da die Objekte dort nichtbearbeitetwerdenkönnen.Meististnur eine korrekte Anzeige der Objekte möglich. Hinzu kommt, dass die Objekte, wie im Fall von AutoCAD Architecture, nicht genauso auf- und abwärtskompatibel sind wie die zugrunde liegenden DWG-Formate. Eines der wichtigsten Tools von AutoCAD ArchitectureistdaherderBefehlAECEXPORT- TOAUTOCAD, mit dem man eine DWG so exportieren kann, dass sie problemlos in einembeliebigenAutoCADgeöffnetwerden kann. Die Befehlszeilenversion des Befehls – also mit vorangestelltem Minus-Zeichen – bietetimGegensatzzumAufrufohnedieses PräfixerweiterteMöglichkeiten.Sokannetwa ein Prä- oder Suffix angegeben werden, das die exportierte Datei als AutoCAD-Datei kennzeichnet oder auch eine DWG-Format- auswahl,umdieexportierteDateiinfrüheren AutoCAD-Versionen öffnen zu können. DasToolACM:AECEXPORT.LSPkombiniert die Möglichkeiten der Standard- und Befehlszeilenversion, und automatisiert unter anderem, dass das Präfix der expor- tierten Datei immer auch ihre Versionsan- gabedesDWG-Formatsenthält.Soistschon durch einen Blick auf den Dateinamen die Version erkennbar, in der die Datei gespei- chert wurde. Das gewünschte DWG-Format wird ebenso wie ein optionales weiteres Präfix und Suffix einfach über ein Dialogfeld gewählt, das nach dem Start des Pro- gramms angezeigt wird. Der Dialog wird, wie inzwischen üblich, automatisch vom Tool erzeugt und geladen, muss also nicht alszusätzlicheDateizumToolineinemSup- portpfad abgelegt sein. Darüber hinaus bietet das Programm die Möglichkeit, den Speicherort des Exports bequem per Dia- logfeld auszuwählen. (Markus Hoffmann/ra)  AutoCAD Architecture only u Programm: ACM:AECEXPORT.LSP u Funktion: Standard- und Befehlszeilenversion kombinieren u Autor: Markus Hoffmann u Lauffähig ab: AutoCAD 2008 bis 2016 u Bezug: nur aufTool-CD 5/2015 u info Mit der Routine FEN_BS_D.LSP werden Stichbogen-Drehfenster, wahlweise in Ausführung DIN-links oder DIN-rechts, nach innenöffnend,konstruiert.Dabeibietetdiese Routine die Möglichkeit, die Stichbogen- DrehfensterinunterschiedlichenAbmessun- gen zu zeichnen. ImFensterbauistessinnvoll,bereitsinder AngebotsphasealleFensterelementeeindeu- tig zu beschreiben und darzustellen. Hierbei ist es für alle Beteiligten am effektivsten, die benötigten Angaben um eine zeichnerische AufbereitungdesjeweiligenFensterelements zuergänzen.SolassensichohnegroßenAuf- wand Fehler und Missverständnisse vermei- den. Hier hat das vorgestellteTool auch seinen Ansatzpunkt, wenn Sie in Anlehnung an die DIN 68121„Holzprofile für Fenster und Fens- tertüren“ Stichbogen-Drehfenster DIN-links oderDIN-rechts,nachinnenöffnendinSym- boldarstellung zeichnen möchten. Betrachten wir die zugehörigen geomet- rischen Konstruktionsprinzipien, die wir mit unserer Routine umsetzen können. Auf der Kämpferlinie mit der Spannweite, die der Fensterbreite entspricht, wird eine Mittel- senkrechte errichtet. Hierauf wird die Stich- höhe (RASH) abgetragen und es ergibt sich der Scheitelpunkt S. Die Endpunkte der Kämpferlinie(AundB)werdenmitdemSchei- telpunktSverbunden.DieMittelsenkrechten aufdenStreckenASundBSschneidensichin dem Punkt M. Dieser Punkt M ist der Einsatz- punkt für das Zeichnen des Stichbogens mit demRadiusR=StreckeMS.DieStichhöhebei einem Stichbogen ist kleiner als die halbe Fensterbreite (RASH < ½ RABR). DieDarstellungderFenstererfolgtimMaß- stab1:1mitdenzugehörigenRahmenstärken, Falz-undGlasmaßen.Fallserforderlich,lassen sichdieSymboldarstellungeninderNachbe- arbeitungnocheditierenundbemaßen.Über die„Zwischenablage“kannmananschließend die Symboldarstellungen in Angebote unter Word und Excel einbinden. Das Programm wird wie gewohnt über APPLOAD geladen. Alle zugehörigen Pro- grammdateien müssen sich im aktuellen Verzeichnis oder in einem gesondert gesetzten Zugriffspfad befinden. Über den Befehlsaufruf„FEN_BS_D “ öffnet sich eine Dialogbox, in die man die dazugehörigen Variablen setzen kann. Nachdem in der Dialogbox alle erforderli- chen Parameter festgelegt sind, muss man die Eingaben mit OK und den Einfügepunkt P1 bestätigen. Durchdenvoreingestellten„Zoomknopf“ inderDialogboxstehtdieFensterkonstrukti- on zur weiteren Bearbeitung „detailgetreu“ zurVerfügung.DasLISP-Programmführtalle erforderlichen Berechnungen aus. Aufbau- end auf Fensterbreite, Fenster-/Flügelhöhe werden alle zugehörigen Konstruktionsde- tails erstellt. Mehr ist nicht erforderlich, da eineeigenständigeLayerstrukturerstelltwird, beiderdieeinzelnenObjekteaufvorgegebe- ne Layer gelegt werden. (Dieter Ribbrock/ra)  u Programm: FEN_BS_D.LSP u Funktion: Stichbogen-Drehfenster, wahlweise DIN-links oder DIN-rechts, nach innen zu öffnen u Autor: Dieter Ribbrock u Lauffähig ab: AutoCAD 2005 bis 2016 u Bezug: nur aufTool-CD 5/2015 u info Drehfenster mit Stichbogen AUTOCAD & Inventor Magazin 5/1520
  21. 21. MSCHNITT.LSP und FIBONACCI.LSP PRAXIS Wer kennt das nicht: da bekommt man ein umfangreiches in 3D konstruier- tes komplexes Modell einer Raumsituation und möchte zum besseren Verständnis Querschnitte auf bestimmten Höhen oder Isolinien mit bestimmten Abständen erzeugen. Mit dem AutoCAD-Befehl Quer- schnitt kann man dies etwa mit einem parallel zur xy-BKS/WKS-Ebene erzeugten und einer Isolinie repräsentierenden Quer- schnitt tun. Sollte es aber über einen grö- ßeren Höhendifferenzbereich mit sehr vielen Querschnitten und geringen Quer- schnittsabständen oder Isoliniendistanzen erfolgen, ist dies bei manueller Ausführung sehr aufwändig. Mit dem Tool MSCHNITT.LSP dagegen kann man das mit entsprechendenVorein- stellungen automatisiert erledigen lassen. Über die Voreinstellungen lässt sich festle- gen, in welchen Höhenbereichen („Höhe von“/„Höhe bis“) solche Querschnitte oder Isolinien generiert werden sollen. Mit dem Inkrementwert lässt sich der Quer- schnittshöhenabstand/die Isoliniendistanz vorgeben. Darüber hinaus kann man über den Layermodus bestimmen, ob die Quer- schnitte/Isolinien auf dem aktuellen Layer oder auf jeweils einem der Höhendistanz entsprechenden Layer abgelegt werden. Für die höhenbasierte Layerkennzeichnung wird ein vorgegebenes Layerpräfix, ergänzt um den Höhenwert, verwendet. Bestehen- de Layer werden dazu gegebenenfalls ent- sperrt. Bestimmung per Voreinstellung Über die Voreinstellungen kann man die zu erzeugende Querschnitts- oder Isolini- enart bestimmen. So lässt sich zwischen „Region“ und „LW/Polylinie“ (je nach gesetzter PLINETYPE-Variable) wählen. Mit dem Höhenmodus kann man angeben, ob die erzeugten Querschnitts-/Isolinien auf den jeweiligen Höhen (z<>0 Option„3D“) oder alle auf der xy-Ebene (z=0 Option „2D“) erzeugt werden sollen. Zur Erzeu- gung der Querschnitte und Isolinien wird der AutoCAD-Befehl QUERSCHNITT ver- wendet. Dieser erzeugt die parallelen Querschnitte/Isolinien in der xy-Ebene zum aktuellen Benutzerkoordinatensys- tem. Dieses ist gegebenenfalls vorher aus- zurichten oder bei Standard-Plangrundla- gen auf das Weltkoordinatensystem zu setzen. (Silke Molch/ra)  Mehrfach im Querschnitt u Programm: MSCHNITT.LSP u Funktion: Mehrfach-Querschnitte und Isoliniengenerierung u Autorin: Silke Molch u Lauffähig ab: AutoCAD 2008 bis 2016 u Bezug: nur aufTool-CD 5/2015 u info Die„Fibonacci-Folge“ ist eine besondere Zahlenfolge, die immer wieder auf- taucht, um spezielle Muster in der Natur zu beschreiben. Der Aufbau mancher Schne- ckenhäuser entspricht dieser Zahlenfolge ebenso wie manche Blattanordnungen von Pflanzen. Benannt wurde sie nach dem ita- lienischen Rechenmeister Leonardo Fibo- nacci, der sie vor etwa 800 Jahren mit der „Kaninchenaufgabe“ mathematisch behan- delte. Weitere geschichtliche und mathe- matische Details dazu finden sich etwa in Wikipedia, wo folgender Grundansatz beschrieben wird: Die Zahlenfolge beginnt mitzweiEinsen,diefolgendenZahlenerge- ben sich aus der Summe der beiden vorher- gehenden. Das bedeutet natürlich ein exponenziel- lesWachstum,undsoergibtsichimzehnten Schritt erst derWert 55, im 20. Schritt 6.765, im 40. Schritt rund 102 Millionen und im 50. Schritt haben wir ein Ergebnis von 12,5 Mil- liarden. Diese Folge lässt sich auch elegant grafischdarstellen,unddieüblicheMethode mit größer werdenden Quadraten ist mit dem Programm FIBONACCI.LSP umgesetzt. Auch hier mag man sich vielleicht die Fra- ge stellen: „Wozu ist das gut?“ So wie die meisten Figuren dieser Art (siehe auch das Apfelmännchen) kann man die Ergebnisse in zwei Arten nutzen: Einerseits als „hüb- sches (ungewöhnliches) Bild“, das mit etwas Farb- und Ansichtswechsel aufge- peppt werden kann. Andererseits fordert dieses Programm vor allem die Grafikkar- te und die davon abhängenden Befehle, und es kann durchaus interessant sein, auf verschiedenen PCs unterschiedliche Ergebnisse zu vergleichen. Je nach gewählter Schrittanzahl bieten sich am Ende dann auch harmonische Zoom-Mög- lichkeiten im Bereich von 1 bis 1.1016 und mehr. Eine Grunddarstellung der Zahlenfolge ist die Orientierung der Grafik nach rechts, das Aufdrehen der Spirale nach links und die Darstellung als quadratische Rahmen. Das Programm bietet zahlreiche Abfragen, um das Bild schon in der Erstellung zu modifizieren. Abgefragt werden: die gewünschte Schrittzahl (limitiert mit 100), Startpunkt und Grundrichtung, Skalierung Fibonacci, ohne Kaninchen der Recheneinheiten, zusätzliches Zeich- nen von Schraffuren, Zeichnen von Kreisen statt Quadraten, Drehrichtung links oder rechts und die erste zur Layererzeugung verwendete Farbnummer. Eine Zeitberech- nung ist ebenfalls vorhanden, doch ist das Programm aktuell so eingestellt, dass mit Zwangspausen und Regeneration die Zeit extra verlängert wird. Wird die Pause und zum Beispiel die Regeneration verändert, wirkt sich das auf jeden Fall auf die Zeit, wahrscheinlich aber auch auf die Belastung der Grafik und eventuelle Fehler in der Erstellung aus. (Peter Glasl/ra)  u Programm: FIBONACCI.LSP u Funktion: Zahlenfolgen mit größer werdenden Quadraten u Autor: Peter Glasl u Lauffähig ab: AutoCAD 2008 bis 2016 u Bezug: nur aufTool-CD 5/2015 u info 5/15 AUTOCAD & Inventor Magazin 21
  22. 22. HARDWARE 3D-Datenerfassung in der Qualitätskontrolle – eine Einführung Gerade in Anwendungen mit kleinen Stückzahlen bis Losgröße 1 werden herkömmliche taktile Verfahren oft noch bevorzugt. Kein Wunder: Sie können bei prinzipiell hoher Grundgenauigkeit und großer Flexibilität auch Hinterschneidun- gen, Kantenschärfen undTiefenstrukturen vermessen – allerdings nur in sukzessiver Antastung einzelner Punkte. Die lückenlo- se Erfassung dreidimensionaler Freiform- geometrien ist so allerdings fast unmög- lich. Allenfalls Objekte, die aus Regelgeo- metrien zusammengesetzt sind, können so vollständig digitalisiert werden. Denn drei mit der Koordinatenmessmaschine (KMM) gemessene Punkte ergeben zwar eine ebene Fläche. Im Sinne einer Quali- tätsprüfung ist das aber nicht – zumindest dann, wenn nicht nur die Lage dieser Flä- che, sondern auch ihre Oberflächentopo- logie geprüft werden soll. Dazu sind konsistente 3D-Tiefenkarten der Objektoberfläche erforderlich. Opti- sche Oberflächenerfassungssysteme sind hier das Mittel der Wahl. Für beinahe jede Anwendung gibt es mittlerweile optische Verfahren mit der jeweils nötigen Genau- igkeit und Auflösung. Ähnlich den in Fer- tigungsstraßen eingesetzten industriellen Bildverarbeitungssystemen gibt es zwar auch in der Inline-Qualitätskontrolle auto- matisierte Setups mit 3D-Digitalisierern unterschiedlicher Bauart. Doch aufgrund ihrer speziellen Applikation sind auch die- se Systeme zur schnellen Generierung robuster CAD-Daten relativ unflexibel: Mit jeder Formänderung des Prüflings muss auch das Bildverarbeitungssystem ange- passt werden. Der Aufwand für die Neu- konfiguration der Hard- und Software kann beträchtlich sein. Zeit sparen durch 3D-Scannen Sind 3D-Scanner also überhaupt für die flexiblen Erfordernisse in der Qualitätskon- trolle kleiner Losgrößen geeignet? Von Entscheidern (gerade in kleinen und mitt- leren Unternehmen) werden häufig die Kosten ins Feld geführt, um bestimmte Die Erfassung und Vermessung von Bauteilen und Kom- ponenten mit Hilfe von 3D-Scannern ist auch und gerade in CAx-Anwendungen – etwa in der Qualitäts- kontrolle – auf dem Vormarsch, trotz immer noch weit verbreiteter Vorbehalte gegenüber dieser Technologie. Dafür spricht zum Beispiel die Möglichkeit, 3D-Freiform- geometrien lückenlos zu erfassen. Von Artem Yukhin AUTOCAD & Inventor Magazin 5/1522 DieScannergenerierenschnellundeinfachrobusteCAD- DatenausbeliebigenRegel-undFreiformgeometrien. Optik für kleine Stückzahlen
  23. 23. HARDWARE Messaufgaben weiterhin quasi-manuell, beziehungsweise mit taktilen Mitteln durchzuführen. Die hohe Entwicklungsdy- namik (nicht nur) im Bereich optoelektro- nischer Systemkomponenten macht opti- sche Systeme zur Oberflächenerfassung und -vermessung nicht nur immer erschwinglicher, sondern auch immer leis- tungsfähiger. Es ist vor allem die Zeiter- sparnis beim Einsatz optischer 3D-Digita- lisierer, die ihre Anschaffungs- und Gesamtbetriebskosten in vielen Fällen einer taktilen Lösung überlegen macht. Zudem verfolgen profilierte Anbieter wie Artec das erklärte Ziel, das Thema 3D-Scanning in den Massenmarkt zu brin- gen. Mittel- und langfristig sind also deut- liche Kostensenkungen für entsprechen- des Equipment zu erwarten – auch im High-End-Bereich. Eine Marktübersicht und der Vergleich einzelner Systeme und Anbieter kann also lohnend sein. Aktive Triangulation 3D-Scanner tasten Objekte mit Licht ab und wandeln die Daten in virtuelle Modelle am Computer um. Sie tun das berührungslos, und sie bleiben dabei an der Oberfläche. Von Oberflächen spre- chen wir hier, weil andere Verfahren (etwa Röntgen-CT oderWärmefluss-Thermogra- phie) mitunter auch detailreiche Blicke ins Innere der Objekte ermöglichen. Doch schon bei der Oberflächenerfassung mit sichtbarem Licht ist die Vielfalt der tech- nischen Ansätze zu groß, als dass sie sich an dieser Stelle voraussetzungslos aus- breiten ließe. Stattdessen lassen wir in diesem ersten Überblick die koaxialen Verfahren vollständig außen vor und kon- zentrieren uns auf das triangulierende Messprinzip, genauer: Auf aktive Triangu- lationsverfahren wie den einfachen Licht- schnitt und die Streifenprojektion („Struc- tured Light“). Im Gegensatz zu den koaxialen Messan- ordnungen schließen die optischen Achsen vonSenderundEmpfängerbeidentriangu- lierendenVerfahreneinenbestimmtenWin- kel ein:denTriangulationswinkel. Lichtquel- le,ObjektundKamerabildendieEckeneines gedachten Dreiecks. Mit Hilfe derTriangula- tion lassen sich die Raumkoordinaten ein- zelner Punkte auf dem Objekt berechnen – und aus einer Punktwolke mit sehr vielen solchen Punkten werden dann die gewünschten virtuellen Objektoberflächen berechnet, die zum Beispiel zur Qualitäts- kontrolle herangezogen werden können. Streifenprojektion Der Lichtschnitt ist häufig das Grundprin- zip integrierter Sensoren der industriellen Bildverarbeitung. Die Auswertung eines einzelnen, auf das Objekt projizierten Lichtstreifens zeigt bereits das Höhenpro- fil der Objektoberfläche entlang dieses ‚Schnittes‘. Betrachtet man mehrere, dicht nebeneinander liegende Schnittlinien beziehungsweise Profilkurven, so wird aus dem streifenförmigen Profil eine dreidi- mensionale Tiefenkarte: Die dreidimensi- onale Abbildung der Objektoberfläche. 3D-Scanner auf Basis des einfachen Licht- schnittes sind schon lange erhältlich, doch sind sie zur Referenzierung beziehungs- weise Kalibrierung oft an KMM gebunden, was ihre Flexibilität und Mobilität ein- schränkt. Die Streifenprojektion ist im Grunde nur eine logischeWeiterentwicklung des einfa- chen Lichtschnittes: Statt einer einzelnen Linie werden spezielle Lichtstreifen oder -mustergleichzeitigoderkurznacheinander auf dem Prüfling abgebildet. Die Auswer- tung der 2D-Aufnahmen der Kamera in 3D-Daten erfolgt ähnlich wie beim Licht- schnittsensor durch Triangulation der Tie- fenwerte. Damit kann das Objekt grundsätz- lich sehr viel schneller vollständig digitali- siert werden als mit vielen, einzelnen, Bild für Bild nur leicht versetzten Linienprojek- tionen. Selbst komplexeWerkstücke lassen sich so in wenigen Minuten vollständig digitalisieren und in ein CAD-System impor- tieren. Fazit Anwendungen in der Qualitätssicherung stellen hohe Ansprüche an die Präzision eines 3D-Scanners. Die jüngste Generation von Structured-Light-Scannern des Luxem- burgischen Herstellers Artec 3D drängt sich hier mit Werten im Mikrometer-Bereich in den Fokus der entsprechenden Entschei- dungsträger. Die Scanner generieren schnell und einfach robuste CAD-Daten aus beliebigen Regel- und Freiformgeome- trien und sind ideal für Designer, Ingenieu- re und Entwickler aller Branchen geeignet. Artec 3D ist der einzige Anbieter, der ohne zusätzliche Markierungen am Objekt scan- nen kann, und die Technologie erlaubt sogar leichte Bewegungen des Objektes während des Scannens. Ehemals proble- matische Messaufgaben mit reflektieren- den, absorbierenden oder (teil-)transpa- renten Objektoberflächen sind heute durchaus lösbar, teilweise sogar ohne bewährte Taschenspielertricks wie reversi- ble Beschichtungen oder Kontrastverstär- kung mit Hilfe des Lichtschalters an derTür. Auch Objektmerkmale, die für 3D-Scanner üblicherweise stets Problemzonen waren (etwa scharfe Kanten, Bohrungen oder Gussgrate) haben inzwischen ihren Schre- cken verloren. Selbstkalibrierende, hand- geführte Geräte mit hochwertigen, auto- matisierten Post-Processing-Algorithmen unterstützen den Anwender (nicht nur) in der Qualitätssicherung mit größtmöglicher Flexibilität im praktischen Einsatz. High- End-3D-Scanner der jüngsten Generation eröffnen also in allen Bereichen der indus- triellen Wertschöpfungskette völlig neue Möglichkeiten. (anm)  DerAutor,ArtemYukhin,CEO,Artec 3D, ist einer der Gründer von Artec 3D.ErriefdasUnternehmen2007ins LebenundfungiertseitdemalsChief ExecutiveOfficer.Yukhinisteinerfah- rener Manager, Unternehmer, Tech- nologie-Visionär und Investor. 5/15 AUTOCAD & Inventor Magazin 23 Selbstkomplexe Werkstückelassen sichinwenigen Minutenvollständig digitalisieren.
  24. 24. HARDWARE Optische 3D-Messtechnik bei Reiser Systemtechnik Anhand von Scan-Daten kann Reiser Systemtechnik Hubschrauber-Schu- lungsgeräte realitätsgetreu und schnell nachbilden. Dieses Vorgehen spart nicht nur Zeit und Kosten, sondern gewährleistet auch eine hohe Genauigkeit. Denn die Hubschrauber-Nachbauten werden sowohl während der Montage als auch nach dem Zusammenbau mittels optischer Messtech- nik auf ihre Qualität hin überprüft (Bild 1). Ausbildung direkt am Objekt Um Einsatzzeiten von Militärhubschraubern sohochwiemöglichzuhalten,müssenanfal- lende Wartungsarbeiten zuverlässig und schnell ausgeführt werden. Voraussetzung dafür ist eine praxisnahe Ausbildung sowie regelmäßigeTrainings–ambestendirektam Objekt.AllerdingsgibtesgenaudorteinPro- blem:DieNATO-Transporthubschraubervom Typ NH90 sind meist im Einsatz und stehen derWartungscrewfürTrainingszweckeselten bis gar nicht zur Verfügung. Damit das Trai- ningsprogramm dennoch realitätsnah und dauerhaft umgesetzt werden kann, haben sich die deutschen und französischen Streit- kräfteandieReiserSystemtechnikGmbHaus Berg-Höhenraingewandt.DasUnternehmen ausOberbayernwurdeaufgrundseinerErfah- rungen im Bereich trainingsgerechter Nach- bildungen komplexer Militärsysteme beauf- tragt, fünf Hubschrauber-Schulungsgeräte, sogenannte Rigs, zu liefern – vier Heeresver- sionen und eine Marineversion. (Bild 1) Die Rigs bilden den Hubschrauber exakt ab. Sie bestehen aus Faserverbundwerkstof- fensowieAluminiumundverfügenüberdie ausbildungsrelevanten Aggregate. In den Rigs können Wartungsarbeiten sowie Ein- und Ausbauten realitätsgenau trainiert wer- den. Dabei erfolgen die Arbeiten am Trai- ningsobjekt strikt nach den militärischen Wartungshandbüchern,weswegenalleBau- teileamSchulungsobjektsehrrealitätsgetreu nachgebildetseinmüssen.DurchdasTraining wirdderZeitaufwandfüranfallendeArbeiten reduziert und eine niedrigere Fehlerquote beim Tausch von Aggregaten erreicht. „Wir bietenunserenKundenvorallemVerfügbar- keitsvorteile, denn Trainingsmittel können nichtindenEinsatzgeschicktwerden.Zudem sindsiefürdieAusbildungfinanziellwesent- lich attraktiver als ein originaler NH90-Hub- schrauber“,sagtDr.MartinWilke,Abteilungs- leiter Projekte und Systems Engineering. Bauteile berührungslos gescannt Vor dem Aufbau der Schulungsobjekte wur- den in einer Studie zunächst die genauen Trainingsbedürfnisseermittelt.DasAnforde- rungsprofil der NH90-Rigs umfasste schließ- lich mehr als 1.200 Wartungsaufgaben. Im Vordergrund stehen dabei Tätigkeiten wie Ausbau, Reparatur und Einbau der für die NutzungdesHubschraubersrelevantenTeile. Für den Aufbau desTrainingshubschrau- bers werden mit dem ATOS-Triple-Scan- 3D-Digitalisierer von GOM zunächst alle Bauteile und Aggregate des Original-Heli- kopters berührungslos und vollflächig gescannt – von kleinen Schrauben bis hin zu großen Karosserieteilen, von Alumini- umkomponenten bis hin zu glasfaserver- stärkten Kunststoffen. Die dreidimensiona- Bis ins kleinste Detail UmWartungsarbeiten an militärischen Helikoptern reali- tätsgetreu trainieren zu können, setzt die Firma Reiser Sys- temtechnik bei der Herstellung von Hubschrauber-Schu- lungsgeräten optische 3D-Messtechnik ein. Mit einem 3D-Digitalisierer werden alle Bauteile und Aggregate des Hubschraubers gescannt und archiviert. Von Katrin Steneberg AUTOCAD & Inventor Magazin 5/1524 Bild2:Diedreidimensionalen Scandaten(links)werdenals STL-NetzeinCAD-Systeme überführtunddortrekonstru- iert(rechts).Dabeiwerden auchentsprechendeSimulati- onenmitFEM-Berechnungen ausgeführt. Bild1 Bild2 Bild3
  25. 25. HARDWARE len Scandaten werden anschließend als STL-Netze in CAD-Systeme überführt und dort über eine Flächenrückführung rekon- struiert. Dabei werden auch entsprechende Simulationen mit FEM-Berechnungen aus- geführt. (Bild 2) Bei der Endmontage findet eine erneute 3D-Vermessung statt, um einerseits die korrekte Positionierung der Einzelteile zuei- nander zu gewährleisten, und andererseits auch Einzelkomponenten unter Belastung zu prüfen. Auch bei diesem Prozess wird der ATOS Triple Scan von GOM eingesetzt. „Bei der Prüfung der Ausrichtung der Hub- schrauber-Spanten auf der Montagelehre sowie bei der Positionierung der Außen- hautschalen auf den Spanten leistete uns der ATOSTriple Scan mit seinem 2.000 Mil- limeter Messvolumen und dem GOM-Taster mehr als wertvolle Dienste“, berichtet Syl- vain Rid, Projektleiter NH90-Maintennance Training Rig. „Wir haben dadurch in der Montage die Zeit drastisch kürzen und die Genauigkeit signifikant steigern können.“ (Bild 3) 3-in-1-Sensorsystem Der eingesetzte optische 3D-Digitalisierer ATOS Triple Scan besitzt zwei Messkame- ras mit einer Auflösung von bis zu zwölf Megapixeln. Gegenüber herkömmlichen taktilen Koordinaten-Messgeräten, die nur einzelne Punkte tasten, vermessen opti- sche 3D-Messsysteme wie ATOS die kom- plette Oberfläche eines Bauteiles. Dies geschieht nach dem Prinzip der Triangu- lation: Mittels einer Projektionseinheit werden Streifenmuster auf das zu vermes- sende Objekt projiziert und mit zwei Kameras erfasst. Millionen Messpunkte mit feinsten Details werden so in wenigen Sekunden berührungslos ermittelt. Die ATOS-Software berechnet daraus automa- tisch die 3D-Koordinaten in Form einer hochauflösenden Punktewolke (STL-Netz). Dabei arbeiten die 3D-Digitalisierer mit der Blue Light Technology. Durch das schmal- bandige blaue Licht der Projektionseinheit kann der Scanner präzise Messungen unabhängig von den Lichtverhältnissen der Umgebung und auch von glänzenden Oberflächen vornehmen. Bei ATOS Triple Scan handelt es sich um ein3-in-1-Sensorsystem:Dierechteundlinke Kamera werden nun einzeln in Kombination mit dem Projektor eingesetzt. Daraus resul- tieren drei Sensoren mit verschiedenen Per- spektivenaufdasBauteil,sodassdreiAnsich- tenwährendeinesScanserfasstwerdenstatt nur einer. Die Messung läuft damit schneller ab, da die Zahl der Einzelscans selbst bei komplexenBauteilendeutlichreduziertwird. Das Scannen in tiefeTaschen ist ein zusätzli- cherVorteildiesesKonzeptes.ZudenAnwen- dungsgebieten des 3D-Digitalisierers gehö- ren die Qualitätskontrolle, Reverse Enginee- ring, Rapid Prototyping, CNC-Bearbeitung und Digital Mock-Up. (Bild 4) Vielseitigkeit war entscheidend Im Zuge des Auswahlprozesses hatte Reiser neben GOM zwei weitere Anbieter getestet. „Diese beiden Produkte waren nicht in der Lage, unsere Anforderungen in punkto Genauigkeit und Vielseitigkeit – sehr große Objekte bis sehr kleine Objekte – abzude- cken“, erklärt Dr. Martin Wilke. Im Gegensatz dazu habe das GOM-System alle gestellten Anforderungenerfüllt,beispielsweisebeider punktuellenPositionsprüfungmittelsoptisch getracktemTaster,aberauchbeider3D-Ober- flächenerfassungzurAnalysederAußenhaut auf mögliche Deformationen (Bild 4). Ein wichtiger Grundsatz für das Unternehmen war dabei, dass das Messsystem alle Bedürf- nisse erfüllen sollte.„In diesem Sinne stellte insbesonderedievielseitigeEinsetzbarkeitin unterschiedlichen Kundenprojekten des ATOS-3D-Digitalisiererseinausschlaggeben- des Argument dar“, soWilke. Seine Mobilität und Flexibilität beweist das Messsystem im Übrigen auch im mobilen Einsatz bei Liefe- ranten und Kunden vor Ort. Der ersteTrainingshubschrauber wurde bereits fertiggestellt und an dieTechnische Schule der deutschen Luftwaffe in Fassberg ausgeliefert. Weitere vier Modelle werden folgen. Im Anschluss an erste Tests, zum Beispiel des NH90-Triebwerks, war die Rück- meldung der Streitkräfte bezüglich Quali- tät, Nutzbarkeit für das Training und Reali- tätsnähe sehr positiv. (Bild 5) Auch die Wirtschaftlichkeit des Projekts erfüllt die Erwartungen, denn das Einsparpotenzial durch die Schulungsobjekte ist signifikant – Original-Trainingshubschrauber sind bis zu 70 Prozent teurer. Daher ist geplant, die- ses bisher einzigartige Vorgehen auch für andere militärische und zivile Systeme zu nutzen, bei denenWartungsaufgaben trai- niert werden müssen. (anm)  5/15 AUTOCAD & Inventor Magazin 25 Bild1:DieNATO-TransporthubschraubervomTypNH90 sindmeistimEinsatzundstehenderWartungscrewfür TrainingszweckeseltenbisgarnichtzurVerfügung.Als SchulungsobjektewerdendaherrealitätsgetreueNachbil- dungengenutzt. Bild3:BeiderEndmontagederSchulungsgerätefindetei- neerneute3D-VermessungmitdemATOSTripleScanstatt. DabeiwirdauchdiekorrektePositionierungderEinzelteile mittelsoptischgetracktemTasterpunktuellgeprüft. Bild5:DerersteTrainingshubschrauberwurdebereitsfer- tiggestelltundandieTechnischeSchulederdeutschen LuftwaffeinFassbergausgeliefert.WeiterevierModelle werdenfolgen. Bild5 Bild4:BeiderEndmontagederSchulungsgerätewirddie AußenhautauchaufmöglicheVerformungenhinanaly- siert.DabeiwerdendievollflächigenMessdatenmitdem CAD-Datensatzverglichen.AnhandfarbigerAbwei- chungsdarstellungenzumCADsindproblematischeBerei- cheleichtzuerkennen,sodassderHerstellungsprozess zielgerichtetverbessertwerdenkann. Bild4

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