Javaaktuell                                                                                                               ...
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Hochve r fü g b a r ke itauf mehreren Server-Instanzen redundant         verteilung und Failover für eine Web-An-         ...
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Hochve r fü g b a r ke it ...                                                          Für den Domain-Controller kann die ...
iii iii                                                                                                                   ...
Javaaktuell                                                                                                               ...
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JavaAktuell - Hochverfügbarkeit mit dem JBoss AS 7

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Die Gruppierung mehrerer Server zu einem Cluster ist eine wichtige Eigenschaft eines Java-EE-Servers für den Betrieb kritischer Geschäftsanwendungen. Dies gewährleistet zum einen eine hohe Verfügbarkeit und zum anderen die Skalierbarkeit der Anwendung bei wachsender Last.

Der Artikel gibt einen Überblick über die Clustering-Funktionalitäten des JBoss Ap- plication Server (AS) in der Version 7 und zeigt anhand einer Beispielanwendung, wie man eine Java-EE-Anwendung cluster- fähig implementiert und einen einfachen Cluster betreibt. Er bietet darüber hinaus einen Ausblick auf die Nutzung des Domain Mode zum dynamischen Skalieren und zum Verwalten einer Cluster-Umgebung.

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  1. 1. Javaaktuell 2-2013 | Sommer | www. ijug.eu Praxis. Wissen. Networking. Das Magazin für EntwicklerJavaaktuell Java verbreitet sich überall Ausblicke JDeveloper 12c, Seite 8 D: 4,90 EUR A: 5,60 EUR CH: 9,80 CHF Benelux: 5,80 EUR ISSN 2191-6977 Android goes Gradle, Seite 29 Hochverfügbarkeit JBoss AS7, Seite 21 Web-Entwicklung Play!, Seite 32 Linked Data, Seite 38 Java und Oracle iii iii iii Continous Integration, Seite 59 iii iJUG Verbund ru ck rd 02 e nd 4 191978 304903 S o
  2. 2. I nha l t3 Editorial 59 Drillinge − bei der Geburt getrennt. 66 DevFest Vienna 2012 Wolfgang Taschner Wie PL/SQL, Apex und Continuous Dominik Dorn Integration wieder zusammenfinden Markus Heinisch5 Das Java-Tagebuch 25 Unsere Inserenten Andreas Badelt 62 Datenschutz-konformes Social Sharing mit Liferay8 Oracle JDeveloper 12c – ein Ausblick 28 Die iJUG-Mitglieder auf einen Blick Michael Jerger Frank Nimphius 65 Unbekannte Kostbarkeiten des SDK 37 Impressum13 Asynchrone Datenabfragen Heute: Der ZIP-File-System-Provider mit DataFX Bernd Müller Hendrik Ebbers17 Stolperfallen bei der Software-Architektur Frank Pientka21 Hochverfügbarkeit mit dem JBoss AS 7 Heinz Wilming und Immanuel Sims29 Android goes Gradle Heiko Maaß32 Web-Apps mit „Play!“ entwickeln – nichts leichter als das! Andreas Koop Lastverteilung zum Erreichen der Hochverfügbarkeit, Seite 2038 Linked-Data-Praxis: Daten bereitstellen und verwerten Angelo Veltens42 Vagrant: Continuous Delivery ganz einfach Sebastian Laag45 Cobol und Java: Zwei Sprachen kommen sich näher Rolf Becking48 Continuous Bugfixing in großen Projekten Jürgen Nicolai Build-Kreislauf beim Continuous Integration, Seite 5953 „Wir sollten das Oracle-Bashing unterlassen …“ Interview mit Falk Hartmann, Dies ist ein Sonderdruck aus der Java aktuell. Er enthält einen ausgewähl- Java UserGroup Saxony ten Artikel aus der Ausgabe 02/2013. Das Veröffentlichen des PDFs bzw. die Verteilung eines Ausdrucks davon ist lizenzfrei erlaubt.54 Pragmatisches Testen mit System Martin Böhm Weitere Informationen unter www.ijug.eu4 |
  3. 3. iiiiii iii www.ijug.eu iiiHochverfügbarkeit mit dem JBoss AS 7Heinz Wilming und Immanuel Sims, akquinet AGDie Gruppierung mehrerer Server zu einem Cluster ist eine wichtige Eigenschaft eines Java-EE-Servers fürden Betrieb kritischer Geschäftsanwendungen. Dies gewährleistet zum einen eine hohe Verfügbarkeit undzum anderen die Skalierbarkeit der Anwendung bei wachsender Last. erst bei einer Störung auf einen anderen ausweicht. Das ist notwendig, da die Sit- zungsdaten eines Klienten nicht zwischen den beteiligten Servern repliziert werden. Die Assoziation der Sitzung eines Klienten mit dem jeweiligen Server wird als „sticky session“ bezeichnet. Stürzt ein Server ab, gehen alle transienten Daten verloren. Der Klient wird allerdings mit der nächsten An- frage auf einen anderen Server umgeleitet (Failover) und könnte auf Basis eines ge- meinsamen persistenten Datenbestands weiterarbeiten. Dieser Ansatz lässt sich relativ leicht umsetzen und ist effizient. Je- doch können mitunter wichtige Daten ver- lorengehen. Für einen Webshop würde ein verlorener Warenkorb bedeuten, dass der Kunde verärgert ist und die ausgewählten Artikel nicht kaufen wird. Damit auch transiente SitzungsdatenAbbildung 1: Einfache Cluster-Topologie mit Lastverteilung nach einem Ausfall für die Klienten verfüg- bar sind, müssen sie auf anderen Servern des Clusters verfügbar sein. Dazu sind die Sitzungsdaten beispielsweise einer HTTP-Der Artikel gibt einen Überblick über die bleibt. JBoss AS 7 bietet hier die Möglich- Session oder einer zustandsbehafteten EJB-Clustering-Funktionalitäten des JBoss Ap- keit, verschiedene Server zu einem Cluster Komponente über einen Cache zwischenplication Server (AS) in der Version 7 und zu kombinieren und die interne Server- den jeweiligen Server-Instanzen zu vertei-zeigt anhand einer Beispielanwendung, Topologie vor den Klienten zu verbergen. len (siehe Abbildung 2). Bei diesem Aufbauwie man eine Java-EE-Anwendung cluster- Hochverfügbarkeit einer Anwendung müssen die Server-Instanzen eines Clustersfähig implementiert und einen einfachen kann dabei in unterschiedlichen Ausprä- untereinander kommunizieren und Kennt-Cluster betreibt. Er bietet darüber hinaus gungen erreicht werden. Für eine Web-An- nis über die Cluster-Topologie haben, umeinen Ausblick auf die Nutzung des Domain wendung wäre es beispielsweise möglich, die jeweiligen Sitzungsdaten zu replizieren.Mode zum dynamischen Skalieren und zum die Anfragen über einen Load-Balancer an Die Ausfallsicherheit wird hierbei zulastenVerwalten einer Cluster-Umgebung. die einzelnen Server-Instanzen des Clus- der Skalierbarkeit erhöht, da jeder Server ters zu verteilen (siehe Abbildung 1). neben seinen eigenen Daten aus Redun-Einführung Bei dieser Topologie werden die Server danzgründen auch die Sitzungsdaten an-Da verschiedene Ausfälle, etwa bei der unabhängig voneinander betrieben und derer Server des Clusters vorhält.Stromversorgung oder der Hardware, auf haben keinerlei Kenntnis davon, dass sielängere Zeit nicht vermeidbar sind, ist es gemeinsam in einem Cluster arbeiten. Das Verwendete Technologienmeist notwendig, Software redundant setzt voraus, dass der eingesetzte Load- Um Hochverfügbarkeit zu unterstützen,auszulegen, damit bei einer Störung das Balancer Anfragen eines Klienten immer müssen die Daten innerhalb des ClustersSystem in bestimmtem Umfang verfügbar an den gleichen Server weiterleitet und repliziert werden, damit die Sitzungsdaten Java aktuell 2-2013 | 21
  4. 4. Hochve r fü g b a r ke itauf mehreren Server-Instanzen redundant verteilung und Failover für eine Web-An- Cluster-Topologie wird einem entferntenvorgehalten sind. Bei einem Server-Ausfall wendung um. Die „mod_cluster“-Module EJB-Klienten nach einer initialen Verbin-kann der Klient dann auf einen anderen bieten in Verbindung mit JBoss AS 7 einige dung mitgeteilt. Weitere EJB-Aufrufe sindServer des Clusters umgeleitet werden, Vorteile, da dieser ein Subsystem für die In- ab diesem Zeitpunkt bereits ohne zusätz-ohne dass dieser hiervon Kenntnis nimmt. tegration von „mod_cluster“ enthält. Die- liche Konfiguration standardmäßig perIm JBoss AS 7 wird dazu der verteilte Cache ses bietet unter anderem die Möglichkeit, Zufalls-Algorithmus an die Server-Instan-Infinispan [1] als Fundament für die Repli- verschiedene Metriken für eine intelligen- zen verteilt. Werden die Sitzungsdaten ei-kation der Sitzungsdaten verwendet. In- te Lastverteilung der Anfragen auf Seiten ner zustandsbehafteten EJB-Komponentenerhalb einer Java-EE-Anwendung sind des HTTP-Servers mit einzubeziehen. Die repliziert, erfolgt im Fehlerfall ein trans-transiente Zustände auf mehreren Ebenen Lastkennzahl wird serverseitig berechnet parentes Failover. Zur Erhöhung der Aus-zu verwalten, beispielsweise die Daten und berücksichtigt Faktoren wie zum Bei- fallsicherheit sollten jedoch mehrere an-einer HTTP-Session oder der Zustand ei- spiel die Anzahl aktiver HTTP-Sessions, die fängliche Verbindungen konfiguriert sein,ner EJB-Komponente. Dementsprechend CPU-Auslastung oder den Speicherver- da ansonsten bei einem Ausfall der initia-enthält der JBoss AS 7 vier vorkonfigurier- brauch des Servers. Ein weiterer Vorteil ist, len Server-Instanz die Cluster-Topologiete sogenannte „Cache-Container“ für die dass die Server-Instanzen im Gegensatz zu nicht übertragen werden kann.Replikation der Daten: „mod_jk“ dynamisch über IP-Multicast er- kannt und eingebunden werden. Cluster-fähige Anwendung web Lastverteilung und Failover für ent- Damit eine Java-EE-Anwendung in einem Replikation von HTTP-Session-Daten fernte EJB-Klienten werden von der JBoss- Cluster betrieben werden kann, muss sie sfsb EJB-Client-Bibliothek [5] unterstützt. Die entsprechend konfiguriert sein. Erst dann Replikation der Verbindungs- und Sit- zungsdaten von Stateful-Session-Beans hibernate Second-Level-Cache für JPA/Hibernate cluster Replikation allgemeiner Objekte in ei- nem ClusterUm tatsächlich Daten zwischen den ein-zelnen Server-Instanzen zu übertragen,benutzt Infinispan „JGroups“ [2] als grund-legendes Subsystem. Dies ist ein Frame-work für die Kommunikation innerhalbeiner Gruppe von verteilten Knoten. Esstellt Operationen zur Verfügung, um neueKnoten zu einem Cluster hinzuzufügen,Knoten explizit zu entfernen sowie fehler-hafte Knoten zu erkennen und automa-tisch auszusortieren. JGroups unterstütztverschiedene Netzwerk-Protokolle, umden Anforderungen des jeweiligen Netzesgerecht zu werden. JBoss AS 7 beinhaltet zwei vorkonfigu-rierte Protokoll-Stacks für eine verlässliche Abbildung 2: Cluster-Topologie mit Failover und LastverteilungKommunikation zwischen den Server-Instanzen des Clusters: einen UDP-basier-ten (Standard) und einen TCP-basiertenProtokoll-Stack. Beide Stacks verwendenIP-Multicasts zum Auffinden anderer Ser-ver-Instanzen. Zum Verteilen von Informa- @org.jboss.ejb3.annotation.Clustered <web-app> @Stateful <distributable/>tionen hingegen verwendet lediglich der public class ClusteredStatefulBean { </web-app>UDP-basierte Stack IP-Multicasts. ... }Lastverteilung und FailoverBeispielsweise die Apache-Module „mod_jk“ [3] oder „mod_cluster“ [4] setzen Last- Listing 1 Listing 222 |
  5. 5. iii iii iii www.ijug.eu iiistehen die Dienste des Applikationsser- sein. Da innerhalb einer Domäne mehrerevers für den Betrieb eines Clusters, wie die Server-Instanzen verwaltet werden kön-Cache-Container zur Replikation der Daten nen und auch zur Laufzeit Server-Instan- <domain xmlns=“urn:jboss:domain:1.3“> ...oder die Gruppenkommunikation über zen einer Servergruppe hinzugefügt und <server-groups>JGroups, der Anwendung zur Verfügung. entfernt werden, ist der Domain Mode ide- Enterprise-JavaBeans sind die Kern- al zur Verwaltung eines Clusters geeignet. <socket-binding-group ref=“ha-sockets“ />Komponenten einer Java-EE-Anwendung. Eine Domäne kann aus mehreren phy- </server-group>EJB-Komponenten bieten unter anderem sischen oder virtuellen Hosts bestehen. </server-groups>deklaratives Transaktions- und Sicherheits- Jeder Host benötigt einen Host-Controller, </domain>Management. Um eine EJB-Komponente der den Lebenszyklus der Server-Instanzenin einem Cluster zu betreiben, muss dieses verwaltet. Die gesamte Domäne wird vondem Server durch eine Annotation oder einem Domain-Controller verwaltet und Listing 3per XML-Deployment-Deskriptor mitge- stellt die Schnittstelle für Verwaltungsauf-teilt werden. Listing 1 zeigt, wie beispiels- gaben zur Verfügung (siehe Abbildung 3).weise eine Stateful-Session-Bean aussieht. Die Controller und die Server-Instan- <host name=“master“ xmlns=“urn:jboss:domain:1.3“> Es ist jedoch zu beachten, dass bei einer zen von jedem Host sind separate JVM- ... <domain-controller>Stateful-Session-Bean die Replikation mit Prozesse. Es gibt zusätzlich noch einen <local/>einem zusätzlichen Aufwand verbunden Prozess-Controller. Dieser ist ebenfalls ein </domain-controller>ist. Da bei der Replikation die Komponen- separater JVM-Prozess, der dafür verant- ...te serialisiert werden muss, wird sie zuvor wortlich ist, den Lebenszyklus des Host- </host>passiviert. Das bedeutet, dass die Kompo- Controller-Prozesses zu überwachen. Ausnente vor jedem Replikationsvorgang pas- Gründen der Ausfallsicherheit und um die Listing 4siviert und entsprechend vor dem näch- Verwaltungsaufgaben von den Server-sten Aufruf wieder aktiviert werden muss. Instanzen der Domäne zu trennen, ist esDies übernimmt der Applikationsserver. empfehlenswert, den Domain-Controller ./domain.sh Der Entwickler sollte sich der hinzugefüg- auf einem gesonderten Host zu betreiben.ten Komplexität bewusst sein, da die Per- Für die Konfiguration einer Domäne -Djboss.bind.address.management=10.0.0.1formanz beeinträchtigt wird. sind die beiden Dateien „domain.xml“ und Auch Stateless-Session-Beans können „host.xml“ aus dem Verzeichnis „$JBOSS_ Listing 5mit den Annotation „@Clustered“ versehen HOME/domain/configuration“ relevant.sein. Es ist zwar kein Zustand im Cluster zu „domain.xml“ enthält die Konfigura-replizieren, jedoch können dann die Aufru- tionsrichtlinien der Domäne. Der Domain- <host name=“server1“ xmlns=“urn:jboss:domain:1.3“>fe entfernter Klienten dynamisch auf den Controller verwaltet die Datei zentral und ...gesamten Cluster verteilt werden. der Host-Controller verteilt die Konfigu- </host> Bei Web-Anwendungen muss eben- ration an die Server-Instanzen. Die Konfi-so kenntlich sein, dass die HTTP-Sessions guration enthält die Servergruppen, ver- Listing 6repliziert werden sollen. Das wird dem schiedene Profile, Socket-Binding-GroupsApplikationsserver durch das Element sowie die Zuordnung von jeweils einem„<distributable/>“ in der Datei „web.xml“ Konfigurationsprofil und einer Socket-Bin- <host name=”server1” xmlns=”urn:jboss:domain:1.3”>mitgeteilt (siehe Listing 2). ding-Group zu einer Servergruppe. ... Host- und Domain-Controller sind je- <domain-controller>Der Domain Mode weils über die Datei „host.xml“ konfigu- <remote host=”${jboss.domain.master.address}”Der Domain Mode ist eine Betriebsart des riert. Die Konfiguration umfasst, welche port=”9999” username=”domainadmin” security- realm=”ManagementRealm”/>JBoss AS 7. Er ermöglicht eine zentralisier- Server auf einem lokalen Host existieren, </domain-controller>te Verwaltung mehrerer Server-Instanzen. wie der Domain-Controller erreicht wird ...Das umfasst die Konfiguration, die Bereit- und welcher Host-Controller die Rolle des </host>stellung von Anwendungen sowie das Domain-Controllers übernimmt.Starten und Stoppen von Server-Instan- Um einen Domain-Controller aufzuset- Listing 7zen. Dazu werden die einzelnen Server je- zen, richtet man als Erstes eine JBoss-AS-weils einer Servergruppe zugeordnet. 7-Distribution ein und legt dort einen Ma- ... Alle Server einer Servergruppe unterlie- nagement-Benutzer an. Dieser dient den <server-identities>gen denselben Konfigurations-Richtlinien Host-Controllern zur Authentifizierungund betreiben die gleichen Anwendun- und kann mithilfe des Skripts add-user. </server-identities>gen. Die Konfigurationen können bei Be- sh angelegt werden. Wichtig ist, dass der ...darf auch mit individuellen, umgebungs- Benutzer dem „ManagementRealm“ zuge-spezifischen Eigenschaften parametrisiert ordnet wird und zur Anmeldung an einem Listing 8 Java aktuell 2-2013 | 23
  6. 6. Hochve r fü g b a r ke it ... Für den Domain-Controller kann die vor- der Default-Wert der Hostname des Ser- <servers> konfigurierte Datei „host-master.xml“ be- vers (siehe Listing 6). Die Konfiguration in <server name=“server-one“ group=“cluster-ha“ /> nutzt werden. Diese beinhaltet die not- Listing 7 spezifiziert, wie der Domain-Con- </servers> wendige Konfiguration für den Host, wie troller erreichbar ist. Der Benutzername ist ... zum Beispiel das physikalische Network- der zuvor erstellte Management-Benutzer. Binding der Management-Schnittstellen Außerdem ist das Base64-kodierte Pass- Listing 9 oder die JVM-Konfiguration. Mit dieser wort bekanntzugeben (siehe Listing 8). Konfiguration wird ein Host- zum Do- Als letzter Schritt können nun die tat- main-Controller (siehe Listing 4). Dieser sächlichen Server-Instanzen hinzugefügt ./domain.sh kann mit dem Skript „domain.sh“ aus dem werden (siehe Listing 9). Dabei wird eine „bin“-Verzeichnis gestartet werden (siehe Server-Instanz immer genau einer Server- -Djboss.domain.master.address=10.0.0.1 Listing 5). gruppe der Domäne zugeordnet. Ein Host -Djboss.bind.address=10.0.0.2 Dem Domain-Controller können nun wird ebenfalls mit dem Skript „domain.sh“ -Djboss.bind.address.management=10.0.0.2 beliebig viele Hosts hinzugefügt werden. aus dem bin-Verzeichnis gestartet (siehe In unserem Beispiel kommt die vorkon- Listing 10).Listing 10 figurierte Datei „slave-host.xml“ für die Konfiguration des Host-Controllers zur Eine Beispiel-Anwendung Anwendung. Diese Datei ist ebenfalls im Die Anwendung unter [6] ist mit dem Kom- Verzeichnis der Domain-Konfiguration mando „mvn package“ konstruiert und das ./jboss-cli.sh --connect 10.0.0.1:9999 der JBoss-AS-7-Distribution enthalten. Es resultierende Web-Archiv im Applikations- [domain@10.0.0.1:9999 /] deploy ./cluster-example-1.0- muss ein eindeutiger Name für jeden Host Server bereitgestellt. Die Anwendung be- SNAPSHOT.war --server-groups=cluster-ha in der Domäne gewählt werden, damit es steht aus einer Stateful-Session-Bean, die nicht zu Konflikten kommt. Andernfalls ist bei jedem Aufruf einen Zähler inkremen-Listing 11 Domain-Controller berechtigt ist. Das Pass- wort des neuen Benutzers wird zusätzlich Base64-kodiert ausgegeben. Dieser Wert ist später für die Authentifizierung des Host-Controllers erforderlich. Der JBoss AS 7 ist bereits für den Betrieb eines Clusters vorkonfiguriert und bietet entsprechende Konfigurations-Profile an. Für kleinere Cluster-Topologien genügt es zunächst, am Ende der „domain.xml“-Datei eine Servergruppe zu konfigurieren (siehe Listing 3). Jede Servergruppe benötigt einen ein- deutigen Namen und muss einem Profil der Domain-Konfiguration zugeordnet werden. Die Standard-Konfiguration ent- hält vier vorkonfigurierte Profile: default Java-EE-Web-Profil plus einige Erweite- rungen wie RESTful-Web-Services full Java-EE-Full-Profil und alle Server-Fä- higkeiten ohne Clustering ha Standard-Profil mit Clustering-Fähigkei- ten full-ha Vollständiges Profil mit Clustering-Fä- higkeiten Abbildung 3: Verwaltung einer Cluster-Topologie im Domain Mode 24 |
  7. 7. iii iii iii www.ijug.eu iii dieses Spannungsfeld eingehen und Clus- ter-Topologien diskutieren, die auch die Anforderungen an Rechenleistung und Verfügbarkeit gleichermaßen berücksich- tigen. Weiterführende Links [1] http://www.jboss.org/infinispan [2] http://www.jgroups.org [3] http://tomcat.apache.org/connectors-doc [4] http://www.jboss.org/mod_cluster [5] https://github.com/jbossas/jboss-ejb-client [6] https://github.com/akquinet/jbosscc-as7- examples/tree/master/cluster-example Heinz Wilming heinz.wilming@akquinet.deAbbildung 4: Die Management-Konsole von „mod_cluster“tiert, und aus einer Stateless-Session-Bean, Die Anwendung kann entweder überdie den Namen des ausführenden Servers die Web-Konsole des Domain-Controllerszurückgibt. Beide Session-Beans können oder über das Command Line Interfaceüber eine JSF-Seite aufgerufen werden. (CLI) bereitgestellt werden. Das CLI wird per Auf der „mod_cluster“-Projektseite [4] Skript aus dem bin-Verzeichnis des JBoss ASlässt sich eine Binär-Distribution des Apa- gestartet (siehe Listing 11). Die Anwendungche-Web-Servers mit „mod_cluster“ her- ist danach über „http://127.0.0.1:6666/clus-unterladen. Diese ist vorkonfiguriert und ter” verfügbar. Die Anfragen werden übermuss lediglich mit „/opt/jboss/httpd/sbin/ den Cluster verteilt und bei einem Ausfall Heinz Wilming ist Leiter des JBoss Competence Center der akqui-apache-ctl start“ im „root“-Verzeichnis erfolgt ein Failover. net AG. Er beschäftigt sich dort mit Technologien und Architek- turen für verteilte Anwendungen. Sein Fokus liegt dabei auf derentpackt und gestartet werden. Wenn der Java-EE-Plattform und den Open-Source-Technologien.Cluster bereits gestartet ist, sind die regist- Fazitrierten Server unter „http://127.0.0.1:6666/ JBoss AS 7 bietet ausgereifte Technologi-mod_cluster_manager” sichtbar (siehe Ab- en, um kritische Java-EE-Anwendungenbildung 4). hochverfügbar auf Ebene der Middleware zu betreiben. Die enthaltenen Profile sind bereits für kleinere Cluster-Topologien ent- Immanuel Sims sprechend konfiguriert. Der Domain Mode immanuel.sims@akquinet.de des Applikationsservers verwaltet komfor- Unsere Inserenten tabel mehrere Server-Instanzen. Jedoch birgt ein Cluster eine enorme Komplexität, aformatik Training und Consulting die Detailkenntnisse der grundlegenden GmbH & Co. KG S. 3 Technologien „JGroups“ und „Infinispan“ www.aformatik.de erfordert. Für geschäftskritische Anwen- dungen ist daher der Einsatz der offiziellen DOAG Deutsche ORACLE- Anwendergruppe e.V. U2 Produkte von Red Hat zu empfehlen. Diese www.doag.org sind ebenfalls Open-Source-Software, ba- sierend auf den Community-Produkten. Trivadis GmbH U4 Darüber hinaus ist zu beachten, dass Immanuel Sims ist als Werkstudent bei der akquinet AG tätig. Er www.trivadis.com eine hohe Verfügbarkeit die Skalierbar- studiert Informatik an der Humboldt Universität in Berlin und hat keit einer Anwendung einschränken kann. sich intensiv mit dem Thema „Clustering“ im Kontext des JBoss AS In der nächsten Ausgabe werden wir auf 7 beschäftigt. Java aktuell 2-2013 | 25
  8. 8. Javaaktuell www.ijug.eu 2-2013 | Sommer | www. ijug.eu JETZT ABO Praxis. Wissen. Networking. Das Magazin für Entwickler Javaaktuell Java verbreitet sich überall BESTE LLEN Ausblicke JDeveloper 12c, Seite 8 D: 4,90 EUR A: 5,60 EUR CH: 9,80 CHF Benelux: 5,80 EUR ISSN 2191-6977 Android goes Gradle, Seite 29 Hochverfügbarkeit JBoss AS7, Seite 21 Sichern Sie sich 4 Ausgaben für 18 EUR Web-Entwicklung Play!, Seite 32 Linked Data, Seite 38 Java und Oracle Continous Integration, Seite 59 Für Oracle-Anwender und Interessierte gibt es das Java aktuell Abonnement auch mit zusätzlich sechs Ausgaben im Jahr der iii iii Fachzeitschrift DOAG News und vier Ausgaben im Jahr Busi- iii iii 02 iJUG 4 191978 304903 Verbund ness News zusammen für 70 EUR. Weitere Informationen unter www.doag.org/shop/DOAG 2013 Development 19. Juni 2013, Bonn FAXEN SIE DAS AUSGEFÜLLTE FORMULAR AN 0700 11 36 24 39Eine Konferenz für den Erfahrungsaustausch von Software-Entwicklern ODER BESTELLEN SIE ONLINE go.ijug.eu/go/abo FRÜH Interessenverbund der Java User Groups e.V. BIS 2 BUCH Tempelhofer Weg 64 Themen: DB Programmierung: PL/SQL, APEX, Spatial 2. MA ER 12347 Berlin BPM & Software-Architektur I 2013 Java & Open Source + + + AUSFÜLLEN + + + AUSSCHNEIDEN + + + ABSCHICKEN + + + AUSFÜLLEN + + + AUSSCHNEIDEN + + + ABSCHICKEN + + + AUSFÜLLEN Forms, Reports, ADF und BI Publisher Ja, ich bestelle das Abo Java aktuell – das IJUG-Magazin: 4 Ausgaben zu 18 EUR/Jahr Ja, ich bestelle den kostenfreien Newsletter: Java aktuell – der iJUG-Newsletter ANSCHRIFT GGF. ABWEICHENDE RECHNUNGSANSCHRIFT Im Fokus: Name, Vorname Straße, Hausnummer Agile and Beyond – Projektmanagement in der Oracle-Software-Entwicklung Firma PLZ, Ort Wohin geht die Reise? (Part Two) Abteilung E-Mail Straße, Hausnummer Telefonnummer PLZ, Ort Die allgemeinen Geschäftsbedingungen* erkenne ich an, Datum, Unterschrift *Allgemeine Geschäftsbedingungen: Zum Preis von 18 Euro (inkl. MwSt.) pro Kalenderjahr erhalten Sie vier Ausgaben der Zeitschrift “Java aktuell - das iJUG-Magazin“ direkt nach Erscheinen per Post zugeschickt. Die Abonnementgebühr wird jeweils im http://development.doag.org Januar für ein Jahr fällig. Sie erhalten eine entsprechende Rechung. Abonnementverträge, die während eines Jahres beginnen, werden mit 4,90 Euro (inkl. MwSt.) je volles Quartal berechnet. Das Abonnement verlän- gert sich automatisch um ein weiteres Jahr, wenn es nicht bis zum 31. Oktober eines Jahres schriftlich gekündigt wird. Die Wiederrufsfrist beträgt 14 Tage ab Vertragserklärung in Textform ohne Angabe von Gründen.

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