Video - Entscheidung Veränderung - Prinzip Ordnungsmuster - Heinz Peter Wallner

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Prinzip Ordnungsmuster:
Gewohnheiten sind gut und wichtig. Veränderung heißt aber, bestimmte Gewohnheiten zu ersetzen und neue einzustudieren. Das geht uns leichter von der Hand, wenn wir mit Rhythmen arbeiten und auf vielfältige Weise, Lebendigkeit und Freude in unser Leben und Arbeitsleben bringen.

Das sechste und letzte Prinzip nennen wir Ordnungsmuster. Weil am Ende jeder Veränderung neue Muster, Gewohnheiten und Strukturen entstehen, machen wir es zum Prinzip, das es zu beachten gilt. Wer erfolgreich eine Veränderung durchlaufen und das innere Spiel erlernen will, muss Gewohnheiten – die wir auch Muster nennen können – erkennen, neue Gewohnheiten ins Leben bringen und durch Wiederholung absichern. Veränderung ist ein Wettbewerb der Gewohnheiten und ihrer Routinen. Eine alte Gewohnheit will durch eine neue Gewohnheit ersetzt werden.

Gewohnheiten sind das Ergebnis einer Wiederholung, sie erheben sich im Nebel des Übens als neue Erkenntnis. In komplexen Systemen – und in solchen leben wir – ergeben sich aus dem Zusammenspiel der Menschen immer wieder erkennbare Gewohnheiten. Wir nennen diese Gewohnheiten dann auch Muster, die Verhaltensweisen eines Menschen oder die Kultur einer Gemeinschaft.

Ohne Gewohnheiten wäre unser Leben für uns nicht lebbar. Wir Menschen sind »ein Bündel von Gewohnheiten unter einem Schädeldach« meint Peter Sloterdijk und er hat recht. Durch Musterbildung machen wir für uns die Komplexität des Lebens ertragbar. Gewohnheiten sind aus wiederholten Entscheidungen und Übung entstanden. Wir leben in Mustern und wir sind Muster. Jedes Lebewesen ist ein Energie-Muster im Universum. Ohne Muster gäbe es kein Leben. Oder: Leben ist Musterbildung.

Mit dem Prinzip Ordnungsmuster kommt also die Lebendigkeit in das Leben und in die Veränderung. Das Arbeiten mit Mustern ist ein Arbeiten mit Rhythmen und Schwingungen und führt uns zu mehr Lebendigkeit. Vielleicht ein konkreteres Beispiel, was das alles mit Veränderung zu tun hat? Wenn ich in meinem Leben eine alte Gewohnheit durch eine neue ersetzen möchte, so kann eine „Störung des alten Rhythmus“ durch einen abweichenden Takt ein guter Einstieg sein. Das alte Muster kann der tägliche Weg zur Arbeit mit dem Auto sein, das gewünschte neue Muster, der tägliche Weg mit dem Fahrrad. Obschon ein radikaler Umstieg möglich ist, kann auch ein Musterwechsel durch einen neuen Rhythmus erzielt werden. Zwei Tage mit dem Fahrrad, ein Tag mit dem Auto, zwei Tage mit dem Fahrrad und zwei Tage Pause. Dann die Wiederholung.
Rhythmen bestimmen auch einen Gutteil unserer Kultur. Das Jahr wird nicht linear durchlaufen, es gibt Höhepunkte, Feste und Fastenzeiten. Diese Unterschiede aber machen das Jahr spannender und lassen uns den Alltag leichter leben.

Buchquelle: Das innere Spiel - Wie Entscheidung und Veränderung spielerisch gelingen, Business Village, 2013, Kurt Völkl und Heinz Peter Wallner

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