Überblick zum Brandschutz  in historischen Bauten  Grundsätze und Maßnahmen  vorbeugender und abwehrender Brandschutz Dipl...
Inhalt <ul><li>1.  Grundlagen  </li></ul><ul><li>2.  Brandschutz zur Verbesserung des Bestandes </li></ul><ul><li>2.1 Verb...
<ul><ul><li>§ 3 Abs. 1 MBO: „allgemeine Anforderungen“ </li></ul></ul><ul><ul><li>Anlagen sind so anzuordnen, zu errichten...
<ul><li>Schutzziele müssen in jedem Gebäude sichergestellt werden. </li></ul><ul><li>Baudenkmälern erfüllen meist in mehre...
<ul><li>Bestehende Gebäude  genießen  baurechtlich gesicherten Bestandschutz .  </li></ul><ul><li>Bestehenden Gebäude müss...
<ul><li>In Berlin  z.B.  § 85 BauO Bln – bestehende bauliche Anlagen  </li></ul><ul><li>(1)  1 Rechtmäßig bestehende bauli...
<ul><li>In Berlin  z.B.  § 85 BauO Bln – bestehende bauliche Anlagen  </li></ul><ul><li>(2)  1 Werden in diesem Gesetz ode...
<ul><li>Verbesserung des Bestandes:  </li></ul><ul><li>Da die heutigen Standards und Sicherheitsbestimmungen nicht eingeha...
<ul><li>Wesentliche anlagentechnische Maßnahmen </li></ul><ul><li>Def.:   Anlagentechnischer Brandschutz dient im Falle ei...
<ul><li>Def.: Brandmeldeanlagen dienen der Früherkennung eines Brandes  </li></ul><ul><li>und der Alarmierung einer hilfel...
<ul><li>Wichtige  technische Regelwerke : </li></ul><ul><ul><ul><ul><li>DIN 14675  Brandmeldeanlagen Aufbau und Betrieb </...
2.2 Verbesserung durch  Brandmeldeanlagen Automatische Brandmelder Nichtautomatische Brandmelder (Handfeuermelder)
<ul><li>Def.: Alarmierungseinrichtungen dienen dem Herbeirufen von Hilfe oder zur  Warnung von Personen. </li></ul><ul><li...
<ul><li>Def.: Sprinkleranlagen sollen der Brandausbreitung entgegenwirken und im  Brandfall alarmieren sowie eine ständig ...
2.5 Verbesserung durch  Sprühwasserlöschanlagen <ul><li>Auslösung über eine Brandmeldeanlage </li></ul><ul><li>Löschung im...
2.6 Verbesserung durch individuelle Pläne
Leistungsorientiertes Brandschutzkonzept Brandschutzkonzepte • Feuerwehrpläne • Flucht & Rettungspläne Brandsimulation • S...
<ul><li>Staatsbibliothek Unter den Linden </li></ul><ul><li>bedeutendes Kulturdenkmal in Berlin </li></ul><ul><li>erbaut 1...
<ul><li>Beurteilungsgrundlagen bisher </li></ul><ul><li>Gesetze und Verordnungen </li></ul><ul><li>Technische Regeln </li>...
<ul><li>Ausgedehnter Gebäudekomplex  </li></ul><ul><li>LIPMAN-Regalsystem  </li></ul><ul><li>historische Geschossdecken </...
<ul><ul><li>Altbau = unkonventionelle  Lösungen </li></ul></ul><ul><ul><li>Feuerbeständige Wände statt Brandwände mit spez...
<ul><li>Neubau = schutzzielorientiertes Konzept </li></ul><ul><li>keine Einschränkung der Raumnutzung  </li></ul><ul><li>F...
<ul><li>Bemessung/ Bewertung der vorhandenen  Geschossdecken  </li></ul><ul><ul><li>(MENZEL-Decken, ACKERMANN-Decken, KLEI...
<ul><li>Treppenräume im Bestand  (Baustoffe, Bauart und Treppenbreiten) </li></ul><ul><li>Schutz der Treppen durch Abschot...
<ul><li>Treppenräume für den Neubau </li></ul><ul><li>Außenliegende Treppenräume  an notwendigen Fluren  </li></ul><ul><li...
3.4 Gestaltung der Rettungswege <ul><li>Treppenräume für den Neubau </li></ul><ul><li>Bemessung der Auslastung der Treppen...
3.4 Gestaltung der Angriffswege Altbestand:  Außenleitern mit Umgängen und Steigleitung als Holm der Leiter Neubau:   Baul...
<ul><li>Brandmeldeanlagen (Schutzkategorie 1) </li></ul><ul><li>Warnanlagen (Sprachalarm in öffentlichen Bereichen ansonst...
<ul><li>Rauchgasausbreitung </li></ul><ul><li>Bemessung der Halle (einfache Geometrie) mit einem Zonenmodell (CFAST) </li>...
<ul><li>Ermittlung der optischen Dichte der Rauchgasschicht (Grenzwert 0,1 m-1 bis 0,15 m-1) </li></ul><ul><li>Annahme des...
<ul><li>Bemessung der Rauchgasausbreitung im Handmagazin mit einem Feldmodell </li></ul><ul><li>Versagenskriterien: </li><...
4. Fazit Die Nutzung  ingenieurmäßiger Methoden  des Brandschutzes gepaart  mit  unkonventionellen Lösungen , gestützt auf...
Kontaktinformationen hhpberlin  Ingenieure für Brandschutz GmbH Rotherstraße 19 10245 Berlin Fraunhoferstraße 6 80469 Münc...
Nächste SlideShare
Wird geladen in …5
×

Brandschutz in historischen Bauten

3.414 Aufrufe

Veröffentlicht am

0 Kommentare
0 Gefällt mir
Statistik
Notizen
  • Als Erste(r) kommentieren

  • Gehören Sie zu den Ersten, denen das gefällt!

Keine Downloads
Aufrufe
Aufrufe insgesamt
3.414
Auf SlideShare
0
Aus Einbettungen
0
Anzahl an Einbettungen
113
Aktionen
Geteilt
0
Downloads
35
Kommentare
0
Gefällt mir
0
Einbettungen 0
Keine Einbettungen

Keine Notizen für die Folie

Brandschutz in historischen Bauten

  1. 1. Überblick zum Brandschutz in historischen Bauten Grundsätze und Maßnahmen vorbeugender und abwehrender Brandschutz Dipl.-Ing. Karsten Foth Prüfingenieur für Brandschutz Geschäftsführender Gesellschafter hhpberlin Ingenieure für Brandschutz GmbH
  2. 2. Inhalt <ul><li>1. Grundlagen </li></ul><ul><li>2. Brandschutz zur Verbesserung des Bestandes </li></ul><ul><li>2.1 Verbesserung durch Anlagentechnik </li></ul><ul><li>2.2 Verbesserung durch Brandmeldeanlagen </li></ul><ul><li>2.3 Verbesserung durch Warnanlagen </li></ul><ul><li>2.4 Verbesserung durch Sprinkleranlagen </li></ul><ul><li>2.5 Verbesserung durch Sprühwasserlöschanlagen </li></ul><ul><li>2.6 Verbesserung durch individuelle Pläne </li></ul><ul><li>3. Leistungsorientiertes Brandschutzkonzept – Staatsbibliothek Unter den Linden </li></ul><ul><li>3.1 Das Gebäude </li></ul><ul><li>3.2 Verhinderung der Brandausbreitung </li></ul><ul><li>3.3 Anforderungen an Bauteile </li></ul><ul><li>3.4 Gestaltung der Rettungswege </li></ul><ul><li>3.5 Anlagentechnische Brandschutzmaßnahmen </li></ul><ul><li>4. Fazit </li></ul><ul><li> </li></ul>
  3. 3. <ul><ul><li>§ 3 Abs. 1 MBO: „allgemeine Anforderungen“ </li></ul></ul><ul><ul><li>Anlagen sind so anzuordnen, zu errichten, zu ändern und instand zu halten, dass die öffentliche Sicherheit und Ordnung, insbesondere Leben, Gesundheit und die natürlichen Lebensgrundlagen, nicht gefährdet werden. </li></ul></ul><ul><ul><li>§ 14 MBO: „Brandschutz“ </li></ul></ul><ul><ul><li>Bauliche Anlagen sind so anzuordnen, zu errichten, zu ändern und instand zu halten, dass </li></ul></ul><ul><ul><ul><li>der Entstehung eines Brandes und der Ausbreitung von Feuer und Rauch (Brandausbreitung) vorgebeugt wird und </li></ul></ul></ul><ul><ul><ul><li>bei einem Brand die Rettung von Menschen und Tieren sowie </li></ul></ul></ul><ul><ul><ul><li>wirksame Löscharbeiten möglich sind. </li></ul></ul></ul>1. Grundlagen – Schutzziele
  4. 4. <ul><li>Schutzziele müssen in jedem Gebäude sichergestellt werden. </li></ul><ul><li>Baudenkmälern erfüllen meist in mehreren Bereichen die Vorschriften des heutigen Baurechts nicht. </li></ul><ul><li>Es kommt dann darauf an, dass die Einhaltung insbesondere des Personenschutzes gewährleistet wird. </li></ul><ul><li>Der deskriptive Nachweis (die Einhaltung der genannten materiellen Einzelanforderungen) ist kaum möglich. </li></ul><ul><li>Nachweis mit Ingenieurmethoden schafft Abhilfe </li></ul>1. Grundlagen – Schutzziele
  5. 5. <ul><li>Bestehende Gebäude genießen baurechtlich gesicherten Bestandschutz . </li></ul><ul><li>Bestehenden Gebäude müssen die heutigen Vorschriften des baulichen Brandschutzes nicht erfüllen und auch nicht den heute geltenden Vorschriften angepasst werden, wenn sie </li></ul><ul><ul><li>rechtmäßig bestehen, was bei den meisten Denkmälern angenommen werden kann, </li></ul></ul><ul><ul><li>in ihrer Bausubstanz nicht wesentlich geändert wurden und </li></ul></ul><ul><ul><li>ihre Nutzung nicht ändern. </li></ul></ul>1. Grundlagen – Bestandsschutz
  6. 6. <ul><li>In Berlin z.B. § 85 BauO Bln – bestehende bauliche Anlagen </li></ul><ul><li>(1) 1 Rechtmäßig bestehende bauliche Anlagen sind, soweit sie nicht den Vorschriften dieses Gesetzes oder den auf Grund dieses Gesetzes erlassenen Vorschriften genügen, mindestens in dem Zustand zu erhalten, der den bei ihrer Errichtung geltenden Vorschriften entspricht. […] </li></ul><ul><li>Der Bestandsschutz entfällt, </li></ul><ul><ul><li>bei Nutzungsänderungen oder </li></ul></ul><ul><ul><li>wenn eine konkrete Gefahr vorliegt. </li></ul></ul><ul><ul><ul><li>z.B. nicht vorhandener Treppenraum, fehlender 2. Rettungsweg, fehlender Ausgang aus dem Treppenraum ins Freie </li></ul></ul></ul>1. Grundlagen – Bestandsschutz
  7. 7. <ul><li>In Berlin z.B. § 85 BauO Bln – bestehende bauliche Anlagen </li></ul><ul><li>(2) 1 Werden in diesem Gesetz oder in auf Grund dieses Gesetzes erlassenen Vorschriften andere Anforderungen als nach dem bisherigen Recht gestellt, so kann verlangt werden, dass rechtmäßig bestehende oder nach genehmigten Bauvorlagen bereits begonnene bauliche Anlagen angepasst werden, wenn dies zur Vermeidung einer Gefährdung der öffentlichen Sicherheit oder Ordnung, insbesondere von Leben oder Gesundheit, erforderlich ist. </li></ul><ul><li>(3) Sollen rechtmäßig bestehende bauliche Anlagen wesentlich geändert werden, so kann gefordert werden, dass auch die nicht unmittelbar berührten Teile der baulichen Anlage mit diesem Gesetz oder den auf Grund dieses Gesetzes erlassenen Vorschriften in Einklang gebracht werden, wenn die Bauteile, die diesen Vorschriften nicht mehr entsprechen, mit den beabsichtigten Arbeiten in einem konstruktiven Zusammenhang stehen und die Durchführung dieser Vorschriften bei den von den Arbeiten nicht berührten Teilen der baulichen Anlage keine unzumutbaren Mehrkosten verursacht. </li></ul>1. Grundlagen – Bestandsschutz
  8. 8. <ul><li>Verbesserung des Bestandes: </li></ul><ul><li>Da die heutigen Standards und Sicherheitsbestimmungen nicht eingehalten werden und </li></ul><ul><li>die Brandgefährdung bei Sanierung (auch bei nicht wesentlichen Änderungen) zunimmt: </li></ul><ul><ul><ul><li>Installation moderner Haustechnik – Herstellen neuer Wand- und Deckendurchbrüche </li></ul></ul></ul><ul><ul><ul><li>Neuaufteilungen der Geschossfläche – ggf. Fehlen des 2. Rettungsweges </li></ul></ul></ul>2. Brandschutz zur Verbesserung des Bestandes
  9. 9. <ul><li>Wesentliche anlagentechnische Maßnahmen </li></ul><ul><li>Def.: Anlagentechnischer Brandschutz dient im Falle eines Brandes der Schadensbegrenzung im Rahmen des Personen- und Sachschutzes. </li></ul><ul><li>Anlagen werden eingesetzt zur </li></ul><ul><ul><ul><li>Brandmeldung , </li></ul></ul></ul><ul><ul><ul><li>Warnung und Information , </li></ul></ul></ul><ul><ul><ul><li>Selbsthilfe, </li></ul></ul></ul><ul><ul><ul><li>Orientierung, </li></ul></ul></ul><ul><ul><ul><li>Rauchfreihaltung und </li></ul></ul></ul><ul><ul><ul><li>zur Löschung </li></ul></ul></ul>2.1 Verbesserung durch Anlagentechnik
  10. 10. <ul><li>Def.: Brandmeldeanlagen dienen der Früherkennung eines Brandes </li></ul><ul><li>und der Alarmierung einer hilfeleistenden Stelle, i.d.R. der Feuerwehr. </li></ul><ul><li>Eine Brandmeldeanlage besteht im Wesentlichen aus: </li></ul><ul><ul><ul><li>automatischen Brandmeldern (Kenngrößen: Rauch, Temperatur, Flammen) und / oder </li></ul></ul></ul><ul><ul><ul><li>nichtautomatischen Brandmeldern (Handfeuermelder) </li></ul></ul></ul><ul><ul><ul><li>Feuerwehrbedienfeld </li></ul></ul></ul><ul><ul><ul><li>Feuerwehr-Anzeige-Tableau </li></ul></ul></ul><ul><ul><ul><li>Übertragungseinheit (Standleitung zu einer hilfeleistenden Stelle) </li></ul></ul></ul>2.2 Verbesserung durch Brandmeldeanlagen
  11. 11. <ul><li>Wichtige technische Regelwerke : </li></ul><ul><ul><ul><ul><li>DIN 14675 Brandmeldeanlagen Aufbau und Betrieb </li></ul></ul></ul></ul><ul><ul><ul><ul><li>DIN VDE 0833 Gefahrenmeldeanlagen für Brand, Einbruch und Überfall </li></ul></ul></ul></ul><ul><li>Teil 2: Festlegungen für Brandmeldeanlagen (BMA) </li></ul><ul><ul><ul><ul><li>DIN EN 54 Brandmeldeanlagen </li></ul></ul></ul></ul><ul><li>Teil 5: Wärmemelder </li></ul><ul><li> Teil 7: Rauchmelder </li></ul><ul><li> Teil 10: Flammenmelder </li></ul><ul><li> Teil 11: Handfeuermelder </li></ul>2.2 Verbesserung durch Brandmeldeanlagen
  12. 12. 2.2 Verbesserung durch Brandmeldeanlagen Automatische Brandmelder Nichtautomatische Brandmelder (Handfeuermelder)
  13. 13. <ul><li>Def.: Alarmierungseinrichtungen dienen dem Herbeirufen von Hilfe oder zur Warnung von Personen. </li></ul><ul><li>Eine Warnanlage besteht im Wesentlichen aus: </li></ul><ul><ul><ul><ul><li>automatischen Brandmeldern (Kenngrößen: Rauch, Temperatur, Flammen) und/oder </li></ul></ul></ul></ul><ul><ul><ul><ul><li>nichtautomatischen Brandmeldern (Handfeuermelder) </li></ul></ul></ul></ul><ul><ul><ul><ul><li>Lautsprechern </li></ul></ul></ul></ul><ul><ul><ul><ul><li>Signalleuchten </li></ul></ul></ul></ul><ul><li>Mögliche Arten der Alarmierung: </li></ul><ul><ul><ul><ul><li>optisches Signal </li></ul></ul></ul></ul><ul><ul><ul><ul><li>akustisches Signal (Ton) </li></ul></ul></ul></ul><ul><ul><ul><ul><li>Lautsprecherdurchsage (z. B. in Verkaufs- und oder Versammlungsstätten) </li></ul></ul></ul></ul>2.3 Verbesserung durch Warnanlagen
  14. 14. <ul><li>Def.: Sprinkleranlagen sollen der Brandausbreitung entgegenwirken und im Brandfall alarmieren sowie eine ständig besetzte Stelle von dem Brandgeschehen in Kenntnis setzen. </li></ul><ul><li>wichtigste Regelwerke: </li></ul><ul><ul><ul><li>DIN 14 489 Sprinkleranlagen Allgemeine Grundlagen </li></ul></ul></ul><ul><ul><ul><li>VdS CEA 4001 „VdS CEA-Richtlinien für Sprinkleranlagen“ </li></ul></ul></ul>2.4 Verbesserung durch Sprinkleranlagen
  15. 15. 2.5 Verbesserung durch Sprühwasserlöschanlagen <ul><li>Auslösung über eine Brandmeldeanlage </li></ul><ul><li>Löschung im gesamten Schutzbereich </li></ul><ul><li>Sehr guter Schutz vor Brandausbreitung </li></ul>
  16. 16. 2.6 Verbesserung durch individuelle Pläne
  17. 17. Leistungsorientiertes Brandschutzkonzept Brandschutzkonzepte • Feuerwehrpläne • Flucht & Rettungspläne Brandsimulation • Statik & Konstruktion 3. Staatsbibliothek Unter den Linden
  18. 18. <ul><li>Staatsbibliothek Unter den Linden </li></ul><ul><li>bedeutendes Kulturdenkmal in Berlin </li></ul><ul><li>erbaut 1903 </li></ul><ul><li>Zerstörung des Lesesaals im 2. Weltkrieg </li></ul><ul><li>Heute: </li></ul><ul><ul><li>Abriss von 2 Büchertürmen </li></ul></ul><ul><ul><li>Neubau eines Lesesaals </li></ul></ul>3.1 Das Gebäude
  19. 19. <ul><li>Beurteilungsgrundlagen bisher </li></ul><ul><li>Gesetze und Verordnungen </li></ul><ul><li>Technische Regeln </li></ul><ul><li>Erfahrungen aus der Praxis </li></ul><ul><ul><li>MBO § 3 lässt alternative Nachweise zur Erfüllung der Schutzziele zu (schutzzielorientiertes BSK) </li></ul></ul><ul><li>Anwendung der EUROCODE </li></ul><ul><li>Anwendung von Computerprogrammen zur Rauchableitung und Evakuierung </li></ul>3.1 Das Gebäude Quelle: © hgmerz architekten museumsgestalter
  20. 20. <ul><li>Ausgedehnter Gebäudekomplex </li></ul><ul><li>LIPMAN-Regalsystem </li></ul><ul><li>historische Geschossdecken </li></ul><ul><li>Lesesaal mit mehrfach unbestimmter Stahl- und Spannbetonfertigteilkonstruktion </li></ul>3.1 Das Gebäude
  21. 21. <ul><ul><li>Altbau = unkonventionelle Lösungen </li></ul></ul><ul><ul><li>Feuerbeständige Wände statt Brandwände mit spezieller Ausbildung im Bereich der Bücherregale </li></ul></ul><ul><ul><li>Eckverglasungen mit feuerhemmendem Glas in denkmalgeschütztem Rahmen </li></ul></ul><ul><ul><li>Änderung der Raumnutzung in Eckbereichen </li></ul></ul><ul><ul><li>Aufrüstung von Bestandstüren </li></ul></ul>3.2 Verhinderung der Brandausbreitung
  22. 22. <ul><li>Neubau = schutzzielorientiertes Konzept </li></ul><ul><li>keine Einschränkung der Raumnutzung </li></ul><ul><li>Feuerbeständige raumabschließende Bauteile </li></ul><ul><li>Bestimmen von Bauteilanforderungen mit Computerprogrammen, z.B. zwischen Lesesaal und Handmagazin </li></ul>3.2 Verhinderung der Brandausbreitung
  23. 23. <ul><li>Bemessung/ Bewertung der vorhandenen Geschossdecken </li></ul><ul><ul><li>(MENZEL-Decken, ACKERMANN-Decken, KLEINSCHE Decken, Holzbalkendecken, scheitrechte Steinkappen-decken und Preußische Kappendecken). </li></ul></ul><ul><li>Berechnung der Stahlträgerdecke über dem 6. Büchermagazin mit „STABA F“ </li></ul><ul><li>Bemessung des Tragwerkes des Hauptlesesaales mit „FIRE S-T“ </li></ul>3.3 Anforderungen an die Bauteile Quelle: © hgmerz architekten museumsgestalter
  24. 24. <ul><li>Treppenräume im Bestand (Baustoffe, Bauart und Treppenbreiten) </li></ul><ul><li>Schutz der Treppen durch Abschottungen </li></ul><ul><li>Verbesserung der Rauchableitung </li></ul><ul><li>Schaffung zusätzlicher notwendiger Treppen </li></ul>3.4 Gestaltung der Rettungswege
  25. 25. <ul><li>Treppenräume für den Neubau </li></ul><ul><li>Außenliegende Treppenräume an notwendigen Fluren </li></ul><ul><li>Innenliegende Treppenräume mit Vorräumen und Spüllüftungsanlagen </li></ul>3.4 Gestaltung der Rettungswege
  26. 26. 3.4 Gestaltung der Rettungswege <ul><li>Treppenräume für den Neubau </li></ul><ul><li>Bemessung der Auslastung der Treppenräume mit Computerprogrammen </li></ul>
  27. 27. 3.4 Gestaltung der Angriffswege Altbestand: Außenleitern mit Umgängen und Steigleitung als Holm der Leiter Neubau: Baulicher Schutz der Treppenräume und Steigleitung trocken
  28. 28. <ul><li>Brandmeldeanlagen (Schutzkategorie 1) </li></ul><ul><li>Warnanlagen (Sprachalarm in öffentlichen Bereichen ansonsten Signale) </li></ul><ul><li>Löschanlagen (nur in raumabschließenden Bereichen wegen Löschwasserschäden) </li></ul><ul><li>Gaslöschanlagen in Magazinbereichen </li></ul><ul><li>Nasse und trockne Steigleitungen </li></ul>3.5 Anlagentechn. Brandschutzmaßnahmen Tresormagazine
  29. 29. <ul><li>Rauchgasausbreitung </li></ul><ul><li>Bemessung der Halle (einfache Geometrie) mit einem Zonenmodell (CFAST) </li></ul><ul><ul><ul><ul><li>niederenergetischer Brand von 2 MW </li></ul></ul></ul></ul><ul><ul><ul><ul><li>Vollbrandszenario 20 MW </li></ul></ul></ul></ul><ul><li>Gegenprüfung der Rechnung mit einem Feldmodell </li></ul>3.5 Anlagentechn. Brandschutzmaßnahmen
  30. 30. <ul><li>Ermittlung der optischen Dichte der Rauchgasschicht (Grenzwert 0,1 m-1 bis 0,15 m-1) </li></ul><ul><li>Annahme des Brandgutes (60 % Papier und Holzwerkstoffe, 40 % Kunststoffe) </li></ul><ul><li>Erforderliche Rauchableitungsfläche 60 m² aerodynamisch </li></ul>3.5 Anlagentechn. Brandschutzmaßnahmen 0 0,1 0,2 0,3 0,4 0,5 0,6 0,7 0,8 0,9 1 0 300 600 900 1200 1500 1800 Zeit in s 2 MW 20 MW RWA- und Zuluftöffnung jeweils 60 m² Mittlere optische Dichte in der Rauchgasschicht in m -1 Zeit in Sekunden
  31. 31. <ul><li>Bemessung der Rauchgasausbreitung im Handmagazin mit einem Feldmodell </li></ul><ul><li>Versagenskriterien: </li></ul><ul><ul><li>max T S > 300 °C und  T S > 60 K </li></ul></ul><ul><li>CFD-Simulation: </li></ul><ul><ul><li>keine Überschreitung der kritischen Werte </li></ul></ul>3.5 Anlagentechn. Brandschutzmaßnahmen Freihandmagazin B im Grundriss Lesesaal
  32. 32. 4. Fazit Die Nutzung ingenieurmäßiger Methoden des Brandschutzes gepaart mit unkonventionellen Lösungen , gestützt auf Erfahrungswerten und die Anwendung konservativer Brandschutzmaßnahmen Ganzheitliches Brandschutzkonzept für ein Denkmal Quelle: © hgmerz architekten museumsgestalter
  33. 33. Kontaktinformationen hhpberlin Ingenieure für Brandschutz GmbH Rotherstraße 19 10245 Berlin Fraunhoferstraße 6 80469 München Kurze Mühren 20 20095 Hamburg Wilhelm-Leuschner-Straße 41 60329 Frankfurt am Main Phone: +49 (30) 89 59 55-0 [email_address] Fax: +49 (30) 89 59 55-100 www.hhpberlin.de Geschäftsführer: Dipl.-Ing. Margot Ehrlicher Dipl.-Inf. BW (VWA) Stefan Truthän Dipl.-Ing. Karsten Foth Prokurist: Dipl.-Ing. Harald Niemöller Beirat: Prof. Dr.-Ing. Dietmar Hosser Dr.-Ing. Karl-Heinz Schubert Amtsgericht Berlin Charlottenburg HRB 78 927 Deutsche Bank P+G AG BLZ 100 700 24 Konto-Nr. 1419100 IBAN-Nr. DE52100700240141910000 Swift-Code: DEUTDEDBBER Ust-IdNr. DE217656065

×