Wissenschaftliches Arbeiten IPE Studentenkolloquium, 06.05.2009 Hans-Jörg Happel, FZI Forschungszentrum Informatik Frei zu...
Vorbemerkung <ul><li>Vortragsfolien sind im Netz verfügbar </li></ul><ul><ul><li>http://studiwiki.fzi.de/index.php/Wissens...
Ziele des Vortrags <ul><li>Erläuterung wesentlicher wissenschaftlicher Arbeitstechniken </li></ul><ul><li>Praktische Tipps...
Agenda <ul><li>Was ist Wissenschaft(liches Arbeiten)? </li></ul><ul><li>Recherchieren </li></ul><ul><li>Kurze Pause (10-15...
Einführung – Was ist Wissenschaft(liches Arbeiten)?
Disclaimer <ul><li>Die Inhalte dieser Präsentation orientieren sich in manchen Details an den Gebieten der angewandten Inf...
Was ist das Ziel einer studentischen Arbeit? <ul><li>Erlernen und Erproben wesentlicher wissenschaftlicher Arbeitsmethoden...
Wissenschaft produziert Erkenntnis <ul><li>Wissenschaft = Erkenntnis über ein Untersuchungsobjekt gewinnen </li></ul><ul><...
Stufen wissenschaftlicher Erkenntnis <ul><li>Wissenschaft bedient sich (Forschungs-)Methoden, um ihre Erkenntnisse zu erla...
Wissenschaft lebt von Kommunikation <ul><li>Wissenschaftliche Erkenntnis ist wertlos… </li></ul><ul><ul><li>Wenn sie nicht...
Zur Organisation von Wissenschaft und Forschung <ul><li>Ähnlich den Fakultäten einer Universität sind Wissenschaftler in „...
Fazit:  Gute wissenschaftliche Arbeit… <ul><li>… adressiert eine klar umrissene Fragestellung </li></ul><ul><li>… wendet e...
Recherchieren –  Literatur finden und bewerten
Übersicht <ul><li>Allgemeines </li></ul><ul><li>Prinzipien </li></ul><ul><ul><li>Top-Down-Prinzip </li></ul></ul><ul><ul><...
Allgemeines <ul><li>Recherchieren dient nicht dazu das Literaturverzeichnis voll zu bekommen </li></ul><ul><ul><li>Beim Re...
Citeseer / Google Scholar
Top-Down-Prinzip <ul><li>Beginne bei  &quot;reifen&quot; Werken  </li></ul><ul><ul><li>Bibliographien  </li></ul></ul><ul>...
Systematik-Prinzip <ul><li>Für Kerngebiete einer Arbeit sollte man die relevante Literatur systematisch durchgehen  </li><...
Verknüpfungs-Prinzip <ul><li>Die in einem interessanten Papier zitierten Papiere sind häufig auch interessant (X zitiert Y...
Personen-Prinzip <ul><li>Forschung ist sehr Personen- bzw. Gruppen-gebunden  </li></ul><ul><li>Bei Recherchen zu einem bes...
Community-Prinzip <ul><li>Wissenschaftlicher sind häufig in formelle oder informelle „Communities“ (verwandt: „Schulen“) o...
Qualitäts-Prinzip <ul><li>Auch in der Wissenschaft gibt es Arbeiten von minderer Qualität – bevorzuge (besonders zu Beginn...
Fokus-Prinzip <ul><li>Dilemma: verwandte Arbeiten sind häufig auch interessant für den recherchierenden Wissenschaftlicher...
FAQ zur Recherche <ul><li>Wie komme ich an Paper/Buch XY? </li></ul><ul><ul><li>Google, Uni-VPN, Uni-Bib, Andere Bibliothe...
Anatomie einer Wissenschaftlichen Arbeit
Schreiben
Übersicht <ul><li>Allgemeines </li></ul><ul><li>Prinzipien </li></ul><ul><ul><li>Struktur-Prinzip </li></ul></ul><ul><ul><...
Allgemeines <ul><li>Schreiben dient nicht allein der Dokumentation der Ergebnisse! </li></ul><ul><ul><li>Schrittweise Verf...
Struktur-Prinzip <ul><li>Wissenschaftliche Arbeiten weisen standardisierte Strukturen auf, von denen man  nur im Ausnahmef...
Top-Down-Prinzip <ul><li>Makrostruktur  </li></ul><ul><ul><li>Ausgehend von einem  aussagekräftigen Titel  die Unterkapite...
Symmetrie-Prinzip <ul><li>Überschriften sollten sich aus dem Titel der Arbeit/der Kapitel ergeben (vgl. Top-Down-Prinzip) ...
Wiederholungs-Prinzip <ul><li>Einleitung und Schluss sollten den Text wie eine Klammer umschließen </li></ul><ul><ul><li>A...
Konsistenz-Prinzip <ul><li>Begriffe sollten klar definiert und ggf. voneinander abgegrenzt sein </li></ul><ul><ul><li>Fall...
Fokus-Prinzip <ul><li>Eine einzelne Wissenschaftliche Arbeit sollte möglichst nur eine, maximal zwei unterschiedliche Frag...
Beleg-Prinzip <ul><li>Alle faktischen Aussagen sollten entweder klar durch Literatur, oder durch eigene Argumentation/Bewe...
FAQ zum Thema Schreiben… <ul><li>„ Wer muss meine Arbeit verstehen können“? </li></ul><ul><ul><li>Betreuer? Kommilitonen? ...
Präsentieren
Vorbemerkung <ul><li>„ Powerpoint“ ist nur  eine  mögliche Form der Präsentation </li></ul><ul><ul><li>N.B.: Powerpoint is...
Folien <ul><li>Best practices </li></ul><ul><ul><li>Niemals mehr als n (=Vortragszeit/2) Folien vorbereiten </li></ul></ul...
Vortrag <ul><li>Gut vorbereiten </li></ul><ul><ul><li>Mit Ort und Technik vertraut machen </li></ul></ul><ul><ul><li>ggf. ...
Management & Qualitätssicherung
Über sich selbst <ul><li>Wissenschaftliche Arbeiten sind extrem unsichere und schwer planbare Unterfangen </li></ul><ul><u...
Über Betreuer <ul><li>Haben immer was zu tun… </li></ul><ul><ul><li>Bewegen sich häufig in verschiedenen Kontexten (Projek...
Über Perfektion <ul><li>Wissenschaftliche Arbeiten sind nicht (oder nur sehr schwer) objektiv bewertbar </li></ul><ul><li>...
Über Feedback <ul><li>Gerade bei schwer objektivierbaren, unsicheren Problemstellungen ist Feedback sehr wichtig </li></ul...
Über Werkzeuge <ul><li>“ The power of the unaided mind is greatly exaggerated.  It is &quot;things&quot; that make us smar...
Werkzeuge für Wissensarbeiter
Viele nützliche gratis Webdienste <ul><li>Literatur/Bookmarks </li></ul><ul><ul><li>http://www.bibsonomy.org/ </li></ul></...
LaTeX <ul><li>Nachteile </li></ul><ul><ul><li>Kein „WYSIWYG“ (~HTML) / Editieren/Kompilieren </li></ul></ul><ul><ul><li>Sp...
Minimales LaTeX Dokument <ul><li>Einfache Text-Datei schreiben </li></ul><ul><ul><li>documentclass{article} </li></ul></ul...
Do‘s, don‘ts und Bewertung <ul><li>Typische Mängel </li></ul><ul><ul><li>Problem, Vorgehen und Beitrag sind nicht klar her...
Fazit
Fazit <ul><li>Nutzt die Chance  methodisches Know-How  zu erlernen und zu üben </li></ul><ul><ul><li>Von Selbstmanagement ...
Ende <ul><li>Danke für eure Aufmerksamkeit! </li></ul><ul><li>Folien sind später im Netz </li></ul><ul><ul><li>http://stud...
Literatur <ul><li>Studien-Arbeiten. Ein Leitfaden zur Vorbereitung, Durchführung und Betreuung von Studien-, Diplom- und D...
Nächste SlideShare
Wird geladen in …5
×

Einführung Wissenschaftliches Arbeiten in der angewandten Informatik

5.479 Aufrufe

Veröffentlicht am

Veröffentlicht in: Bildung, Technologie
0 Kommentare
1 Gefällt mir
Statistik
Notizen
  • Als Erste(r) kommentieren

Keine Downloads
Aufrufe
Aufrufe insgesamt
5.479
Auf SlideShare
0
Aus Einbettungen
0
Anzahl an Einbettungen
105
Aktionen
Geteilt
0
Downloads
73
Kommentare
0
Gefällt mir
1
Einbettungen 0
Keine Einbettungen

Keine Notizen für die Folie
  • Einführung Wissenschaftliches Arbeiten in der angewandten Informatik

    1. 1. Wissenschaftliches Arbeiten IPE Studentenkolloquium, 06.05.2009 Hans-Jörg Happel, FZI Forschungszentrum Informatik Frei zur nicht-kommerziellen Nutzung und Weitergabe unter gleichen Bedingungen http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/de/ v1.0 30.04.2008 © 2008 Hans-Jörg Happel, FZI Karlsruhe / http://sse08.pbwiki.com/Wissenschaftliches+Arbeiten
    2. 2. Vorbemerkung <ul><li>Vortragsfolien sind im Netz verfügbar </li></ul><ul><ul><li>http://studiwiki.fzi.de/index.php/Wissenschaftlich_Arbeiten </li></ul></ul><ul><ul><li>http://www.slideshare.net/hhappel/einfhrung-wissenschaftliches-arbeiten-in-der-angewandten-informatik </li></ul></ul><ul><li>Bitte die Feedback-Bögen nutzen </li></ul><ul><ul><li>Eure Rückmeldung hilft uns, diesen Vortrag zu verbessern! </li></ul></ul><ul><ul><li>Bitte jetzt notieren : welche Erwartungen hast Du an diesen Vortrag? (auf der Rückseite) </li></ul></ul><ul><ul><li>Am Ende der Veranstaltung: Ausfüllen und zurückgeben </li></ul></ul>
    3. 3. Ziele des Vortrags <ul><li>Erläuterung wesentlicher wissenschaftlicher Arbeitstechniken </li></ul><ul><li>Praktische Tipps zur erfolgreichen Durchführung einer wissenschaftlichen Arbeit (Recherche, Schreiben, usw.) </li></ul><ul><li>Keine endgültigen Wahrheiten vermitteln, sondern für verschiedene Aspekte sensibilisieren </li></ul><ul><li>&quot;Wissenschaftliches Arbeiten&quot; verstehen wir nicht nur als reine Anleitung für eine erfolgreiche Diplom- oder Studienarbeit, sondern als eine Schlüsselkompetenz zur strukturierten Problemlösung, die auch für den späteren Berufsalltag sehr nützlich ist </li></ul><ul><li>Der Vortrag beantwortet nicht: </li></ul><ul><ul><li>„ Was muss auf die Titelseite“? </li></ul></ul><ul><ul><li>„ Welchen Zitierstil soll ich verwenden“? </li></ul></ul><ul><ul><li>„ Wie muss ich meine Arbeit konkret aufbauen“? </li></ul></ul>
    4. 4. Agenda <ul><li>Was ist Wissenschaft(liches Arbeiten)? </li></ul><ul><li>Recherchieren </li></ul><ul><li>Kurze Pause (10-15m) </li></ul><ul><li>Schreiben </li></ul><ul><li>Präsentieren </li></ul><ul><li>Management & Qualitätssicherung </li></ul><ul><li>Fazit </li></ul>
    5. 5. Einführung – Was ist Wissenschaft(liches Arbeiten)?
    6. 6. Disclaimer <ul><li>Die Inhalte dieser Präsentation orientieren sich in manchen Details an den Gebieten der angewandten Informatik/Wirtschaftsinformatik </li></ul><ul><li>Die Praxis und Situation in anderen Wissenschaftsgebieten, aber auch in anderen Teilgebieten der Informatik, Wirtschafts- oder Ingenieurwissenschaften kann sich im Detail unterscheiden! </li></ul>
    7. 7. Was ist das Ziel einer studentischen Arbeit? <ul><li>Erlernen und Erproben wesentlicher wissenschaftlicher Arbeitsmethoden </li></ul><ul><li>Kritikfähigkeit steigern </li></ul><ul><li>Mit Komplexität und Unsicherheit umgehen lernen und Frustrationstoleranz entwickeln (!) </li></ul><ul><li>Beitrag zum wissenschaftlichen Fortschritt leisten </li></ul>
    8. 8. Wissenschaft produziert Erkenntnis <ul><li>Wissenschaft = Erkenntnis über ein Untersuchungsobjekt gewinnen </li></ul><ul><li>Bedingungen </li></ul><ul><ul><li>Verlässlichkeit: Wiederholung unter gleichen Bedingungen liefert dieselben Ergebnisse </li></ul></ul><ul><ul><li>Objektivität: Von anderen Forschern unter den gleichen Bedingungen überprüfbar </li></ul></ul><ul><ul><li>Validität: Das Ergebnis misst, was es zu messen vorgibt </li></ul></ul><ul><li>Wissenschaftstheorie = Wissenschaft, die sich mit Wissenschaft selbst und ihren Erkenntnisprozessen befasst </li></ul>
    9. 9. Stufen wissenschaftlicher Erkenntnis <ul><li>Wissenschaft bedient sich (Forschungs-)Methoden, um ihre Erkenntnisse zu erlangen und zu belegen </li></ul><ul><li>Die konkrete Methode hängt von der Forschungsfrage und dem Untersuchungsobjekt ab </li></ul><ul><li>Beispiele </li></ul><ul><ul><li>Recherche, Einordnung und Bewertung (State-of-the-Art) </li></ul></ul><ul><ul><li>Proof-of-concept (z.B. Implementierung) </li></ul></ul><ul><ul><li>Formaler Beweise (z.B. Mathematischer Satz) </li></ul></ul><ul><ul><li>Empirischer Beleg </li></ul></ul><ul><ul><ul><li>Quantitativ (z.B. Laufzeitauswertung, Umfrage…) </li></ul></ul></ul><ul><ul><ul><li>Qualitativ (z.B. Interview, Case study…) </li></ul></ul></ul>
    10. 10. Wissenschaft lebt von Kommunikation <ul><li>Wissenschaftliche Erkenntnis ist wertlos… </li></ul><ul><ul><li>Wenn sie nicht die Erkenntnisse anderer aufgreift/diskutiert </li></ul></ul><ul><ul><li>Wenn sie von anderen nicht verstanden und kritisiert werden kann </li></ul></ul><ul><ul><li> Austausch mit anderen Wissenschaftlern (in beide Richtungen) ist fundamental </li></ul></ul><ul><li>Eine gute Wissenschaftliche Arbeit sollte folgende Fragen explizit und klar beantworten: </li></ul><ul><ul><li>Was war die untersuchte Fragestellung/das Problem? </li></ul></ul><ul><ul><li>Was ist der konkrete neue Beitrag/Ergebnis der Arbeit? </li></ul></ul><ul><ul><li>Wie wurde dieses Ergebnis erreicht? (Vorgehen & Methodik) </li></ul></ul><ul><ul><li>Warum soll der Leser daran glauben? </li></ul></ul>
    11. 11. Zur Organisation von Wissenschaft und Forschung <ul><li>Ähnlich den Fakultäten einer Universität sind Wissenschaftler in „Communities“ und Fachgesellschaften organisiert </li></ul><ul><li>Konkrete Forschungsarbeit ist häufig in Projektform organisiert </li></ul><ul><ul><li>In der Informatik häufig Laufzeiten von 2-5 Jahren </li></ul></ul><ul><ul><li>Gefördert/finanziert von Land/Stiftungen/Bund/EU/Wirtschaft </li></ul></ul><ul><li>Wissenschaftlicher Austausch findet primär durch Konferenzen und Veröffentlichungen statt </li></ul><ul><ul><li>Wissenschaftliche Konferenzen zu verschiedenen Themen </li></ul></ul><ul><ul><ul><li>In der Regel 100-500 Teilnehmer aus DE/Europa/Welt </li></ul></ul></ul><ul><ul><ul><li>Finden meist jährlich statt </li></ul></ul></ul><ul><ul><ul><li>Beiträge werden ausgewählt (Gutachten, „Peer Review“) und veröffentlicht (printed „Proceedings“ und/oder Digital) </li></ul></ul></ul>
    12. 12. Fazit: Gute wissenschaftliche Arbeit… <ul><li>… adressiert eine klar umrissene Fragestellung </li></ul><ul><li>… wendet etablierte Methoden und Werkzeuge zur Beantwortung der Fragestellung an </li></ul><ul><li>… macht diese Fragestellung, die Methodik ihrer Bearbeitung, die Auswahlentscheidung usw. transparent und damit nachvollziehbar </li></ul><ul><li>… lebt von guter Dokumentation und Kommunikation </li></ul><ul><li>… fängt niemals bei Null an – “We are all standing on the shoulders of giants“ (Isaac Newton) </li></ul>
    13. 13. Recherchieren – Literatur finden und bewerten
    14. 14. Übersicht <ul><li>Allgemeines </li></ul><ul><li>Prinzipien </li></ul><ul><ul><li>Top-Down-Prinzip </li></ul></ul><ul><ul><li>Systematik-Prinzip </li></ul></ul><ul><ul><li>Verknüpfungs-Prinzip </li></ul></ul><ul><ul><li>Personen-Prinzip </li></ul></ul><ul><ul><li>Community-Prinzip </li></ul></ul><ul><ul><li>Qualitäts-Prinzip </li></ul></ul><ul><ul><li>Fokus-Prinzip </li></ul></ul><ul><li>FAQ </li></ul>
    15. 15. Allgemeines <ul><li>Recherchieren dient nicht dazu das Literaturverzeichnis voll zu bekommen </li></ul><ul><ul><li>Beim Recherchieren/Lesen anderer Arbeiten Problembewusstsein entwickeln </li></ul></ul><ul><ul><li>Anregungen und Denkanstöße für die eigene Arbeit </li></ul></ul><ul><ul><li>Sich mit dem wissenschaftlichen Umfeld eines Problems zu beschäftigen bedeutet sich mit dem Problem zu befassen… </li></ul></ul><ul><li>Internetrecherche und die klassische Bibliothek ergänzen sich </li></ul><ul><ul><li>Es lohnt sich, über Struktur, Angebot und Möglichkeiten der (Universitäts)bibliothek informiert zu sein </li></ul></ul><ul><ul><li>Bekannte, allgemeine wissenschaftliche Suchmaschinen sind Citeseer, Google Scholar und das klassische Google </li></ul></ul><ul><ul><li>Spezielle Quellen sind für die Informatik IEEE Xplore, ACM Portal; für Wirtschaftsinformatik/ Betriebswirtschaftliche Quellen EZB/EBSCO (via UB) </li></ul></ul><ul><ul><ul><li>vgl. auch Liste nach Fachgebieten: http://www.ubka.uni-karlsruhe.de/datenb/uni/index.html </li></ul></ul></ul><ul><ul><li>Nicht alle Onlinequellen sind von jedem Rechner direkt zugreifbar (z.B. nur einzelne Rechner in der Bibliothek freigeschaltet </li></ul></ul><ul><ul><ul><li>ggf. aus dem Uni-Netz/VPN versuchen </li></ul></ul></ul>
    16. 16. Citeseer / Google Scholar
    17. 17. Top-Down-Prinzip <ul><li>Beginne bei &quot;reifen&quot; Werken </li></ul><ul><ul><li>Bibliographien </li></ul></ul><ul><ul><li>&quot;Standardwerke&quot; (z.B. „Datenbanksysteme“, „Modern Information Retrieval“) </li></ul></ul><ul><ul><li>Vorlesungen und ihre Begleitbücher </li></ul></ul><ul><ul><li>&quot;State-of-the-Art&quot; Übersichten (z.B. bei EU-Projekten häufig zu finden) </li></ul></ul><ul><ul><li>Wissenschaftliche Journale (&quot;Journals&quot;; auch „[ACM] Transactions on...&quot;) </li></ul></ul><ul><ul><li>&quot;Magazine&quot; - insb. Spezialausgaben („[IEEE Software] Special Issue on...&quot;) </li></ul></ul><ul><ul><li>Konferenzbände mit regulären Beiträgen (&quot;Proceedings&quot;) </li></ul></ul><ul><ul><li>„ Workshops“ auf Konferenzen (ebenfalls „Proceedings“) </li></ul></ul><ul><ul><li>Technische Berichte (&quot;Technical Reports&quot;) – häufig detaillierte (20-50 S.) Versionen von Journal-Beiträgen </li></ul></ul><ul><ul><li>Dissertationen, Diplom- und Studienarbeiten u.ä. </li></ul></ul><ul><ul><li>Weitere &quot;graue Literatur&quot; (Webseiten, c‘t, Wikipedia) </li></ul></ul><ul><li>Häufig „entwickeln“ sich Themen - d.h. man findet zu einem Workshop-Beitrag ein späteres Konferenz- oder Journal-Paper </li></ul><ul><li>Primärliteratur vs. Sekundärliteratur </li></ul>
    18. 18. Systematik-Prinzip <ul><li>Für Kerngebiete einer Arbeit sollte man die relevante Literatur systematisch durchgehen </li></ul><ul><ul><li>Dies betrifft Lehrbücher sowie die Proceedings der relevante(n) Konferenzen/Workshops für ein Gebiet für einen gewissen Zeitraum (z.B. letzte 3-5 Jahre) </li></ul></ul><ul><li>Generell hilft es, sich ein „Bild“ bzw. eine Struktur der Domäne zu machen </li></ul><ul><ul><li>Wer sind wesentlich Akteure (Personen/Forschungsgruppen) </li></ul></ul><ul><ul><li>Was sind die wesentlichen Themen und Probleme? </li></ul></ul><ul><ul><li>Wie ist die gängige Begrifflichkeit? (z.B. was ist ein „Service“?) </li></ul></ul><ul><ul><li>Was sind die wesentlichen Konferenzen/wiss. Publikationsorgane? </li></ul></ul><ul><li>Übersicht pflegen </li></ul><ul><ul><li>Literaturliste </li></ul></ul><ul><ul><li>Gelesene Papers markieren/Kurzzusammenfassung schreiben </li></ul></ul>
    19. 19. Verknüpfungs-Prinzip <ul><li>Die in einem interessanten Papier zitierten Papiere sind häufig auch interessant (X zitiert Y) </li></ul><ul><ul><li>So gelangt man eher von speziellen, neueren Arbeiten zu Grundlagenwerken </li></ul></ul><ul><li>Darüber hinaus bieten viele Internetdienste den umgekehrten Weg an (Y wurde zitiert von X) </li></ul><ul><ul><li>Dies ist meist noch interessanter, da man von Grundlagenwerken zu neueren, darauf aufbauenden Arbeiten gelangt </li></ul></ul><ul><li>Social Bookmarking-Dienste wie CiteULike oder Bibsonomy liefern manchmal über die &quot;Tags&quot; anderer Nutzer interessante Querverweise zu anderen Papieren </li></ul><ul><li>Oft gelangt man auch durch „Weiterhangeln“ über weitere Publikationen eines Autors zu interessanten Projekten und Texten </li></ul>
    20. 20. Personen-Prinzip <ul><li>Forschung ist sehr Personen- bzw. Gruppen-gebunden </li></ul><ul><li>Bei Recherchen zu einem bestimmten Thema &quot;trifft&quot; man früher oder später immer wieder auf dieselben Leute </li></ul><ul><li>Autoren sind ein wichtiger Qualitätsindikator </li></ul><ul><ul><li>Wie lange sind sie im Geschäft (Professor vs. PhD-Student) - z.B. Publikationshistorie auf DBLP </li></ul></ul><ul><ul><li>Worüber forschen sie sonst noch (Ist die Arbeit auf wenige Themen fokussiert oder nicht) </li></ul></ul><ul><ul><li>Wie und wo veröffentlicht der Autor (vgl. Qualitäts-Prinzip) </li></ul></ul><ul><ul><li>Wo arbeitet der Autor (Renommierte Uni vs. Forschungsabteilung eines Großkonzerns)? </li></ul></ul><ul><li>Die Homepage eines Autors, Äußerungen auf Mailinglisten etc. geben häufig interessante Hinweise auf Arbeitsstil und Denkweise </li></ul>
    21. 21. Community-Prinzip <ul><li>Wissenschaftlicher sind häufig in formelle oder informelle „Communities“ (verwandt: „Schulen“) organisiert </li></ul><ul><ul><li>Bsp.: die „Datenbank-Community“ </li></ul></ul><ul><li>Communities entwickeln sich häufig um bestimmte Themen, können sub- und super-communities haben und sich langfristig zu eigenen Wissenschaftszweigen entwickeln (Bsp.: „Informatik“, „Betriebsinformatik“) </li></ul><ul><li>Communities sind eng an Personen gebunden und erkennbar </li></ul><ul><li>Interessante Informationsquellen von Communities sind Workshops, (Dagstuhl-)Seminare, Mailinglisten, Themen-Portale (z.B. opensource.mit.edu) </li></ul>
    22. 22. Qualitäts-Prinzip <ul><li>Auch in der Wissenschaft gibt es Arbeiten von minderer Qualität – bevorzuge (besonders zu Beginn) hochqualitative Quellen  Gesamteindruck ist wichtig! </li></ul><ul><li>Indikatoren für die Qualität einer Quelle können sein </li></ul><ul><ul><li>Inhaltlich/Strukturelle Qualität: Einhalten der Regeln guter wiss. Arbeit (vgl. Schreiben) </li></ul></ul><ul><ul><li>„ Reife“ der Veröffentlichung (  vgl. Top-Down Prinzip) </li></ul></ul><ul><ul><li>Herausgeber (ACM, IEEE, LNCS) bzw. Verlag (Springer vs. Data Becker) </li></ul></ul><ul><ul><li>Bei Konferenzen kann die Laufzeit ein Indikator sein (&quot;27th Annual Conference....&quot;) </li></ul></ul><ul><ul><ul><li>Ist aber abhängig vom &quot;Alter&quot; eines Themengebiets; Gegenbeispiel ISWC (&quot;erst&quot; 5. Konferenz, nicht bei ACM/IEEE), trotzdem Referenzkonferenz für die Semantic Web Community </li></ul></ul></ul><ul><ul><li>Für Journals (und Konferenzen) gibt es in manchen Communities Qualitätsbewertungen („Rankings“; A, B, C) </li></ul></ul><ul><ul><li>Es gibt Journals/Konferenzen/Workshops mit klarem Fokus auf ein Thema (z.B. Information Retrieval) und eher &quot;breite&quot; Konferenzen (z.B. HICCS) </li></ul></ul><ul><ul><ul><li>Meist sind fokussierte Quellen interessanter </li></ul></ul></ul><ul><ul><ul><li>Ein Papier sollte zur Quelle passen (nicht off-topic sein) </li></ul></ul></ul><ul><ul><li>Im Wissenschaftlichen Bereich findet häufig ein (teilanonymes) Peer-Review zur Bewertung von Beiträgen statt. Dieser Prozess, sowie die Prozentzahl der abgelehnten Beiträge (Acceptance/Reject rate) können Indikatoren sein. </li></ul></ul><ul><ul><li>Englischsprachige Veröffentlichungen sind deutschsprachigen tendenziell vorzuziehen (hängt aber auch vom Thema/Gebiet ab – Gegenbeispiel Rechtswissenschaft) </li></ul></ul><ul><ul><li>Die Autoren können ein Indikator sein (vgl. Personen-Prinzip) </li></ul></ul>
    23. 23. Fokus-Prinzip <ul><li>Dilemma: verwandte Arbeiten sind häufig auch interessant für den recherchierenden Wissenschaftlicher </li></ul><ul><ul><li>Gerade Verknüpfungen zu ähnlichen Arbeiten verleiten häufig zum „browsen“ durch die endlosen Weiten wissenschaftlicher Literatur </li></ul></ul><ul><li>Auf Effizienz achten </li></ul><ul><ul><li>Nicht jedes wissenschaftliche Paper/Buch von vorne bis hinten Lesen </li></ul></ul><ul><ul><li>Viele Details (z.B. exakter Versuchsaufbau) sind für das eigene Problem meist nachrangig </li></ul></ul><ul><li>Herausforderungen </li></ul><ul><ul><li>Schnelle Einschätzung von Relevanz </li></ul></ul><ul><ul><li>Fokus auf die aktuelle Fragestellung </li></ul></ul><ul><ul><li>Selbstdisziplin und Management (vgl. dritter Teil) </li></ul></ul>
    24. 24. FAQ zur Recherche <ul><li>Wie komme ich an Paper/Buch XY? </li></ul><ul><ul><li>Google, Uni-VPN, Uni-Bib, Andere Bibliotheken (BLB), Fernleihe, Lieferdienst, Autor anschreiben </li></ul></ul><ul><ul><li>Andere Leute fragen </li></ul></ul><ul><ul><li>In der Regel gelten keine Ausreden – aber: Aufwand sollte in einem sinnvollen Verhältnis zum Nutzen stehen </li></ul></ul><ul><li>Wann ist die Recherche beendet? </li></ul><ul><ul><li> vgl. Systematik-Prinzip/“Bild“ der Domäne machen </li></ul></ul><ul><ul><li> vgl. Satisficing </li></ul></ul><ul><li>Was, wenn ich ein Papier finde, das die Ergebnisse meiner Arbeit vorwegnimmt? </li></ul><ul><ul><li>Sehr unwahrscheinlicher Fall (Blickwinkel und Kontext sind eigentlich nie gleich; keiner Arbeit kann alle Aspekte eines Problems abschließend betrachten) </li></ul></ul>
    25. 25. Anatomie einer Wissenschaftlichen Arbeit
    26. 26. Schreiben
    27. 27. Übersicht <ul><li>Allgemeines </li></ul><ul><li>Prinzipien </li></ul><ul><ul><li>Struktur-Prinzip </li></ul></ul><ul><ul><li>Top-Down-Prinzip </li></ul></ul><ul><ul><li>Symmetrie-Prinzip </li></ul></ul><ul><ul><li>Wiederholungs-Prinzip </li></ul></ul><ul><ul><li>Konsistenz-Prinzip </li></ul></ul><ul><ul><li>Fokus-Prinzip </li></ul></ul><ul><ul><li>Beleg-Prinzip </li></ul></ul><ul><li>FAQ </li></ul>
    28. 28. Allgemeines <ul><li>Schreiben dient nicht allein der Dokumentation der Ergebnisse! </li></ul><ul><ul><li>Schrittweise Verfeinerung der Gliederung </li></ul></ul><ul><ul><li>Dient der Strukturierung des Problems/der Gedanken </li></ul></ul><ul><li>Wissenschaftliches Schreiben hat mehr mit „Mathe “ gemeinsam als mit „Deutsch“ </li></ul><ul><ul><li>Trotzdem sollte man eine gute Ausdrucksweise nicht unterschätzen… </li></ul></ul>
    29. 29. Struktur-Prinzip <ul><li>Wissenschaftliche Arbeiten weisen standardisierte Strukturen auf, von denen man nur im Ausnahmefall abweichen sollte </li></ul><ul><ul><li>Zusammenfassung („Abstract“, „Executive Summary“) </li></ul></ul><ul><ul><li>Einleitung und Motivation </li></ul></ul><ul><ul><li>Grundlagen </li></ul></ul><ul><ul><li>Hauptteil/eigene Arbeit </li></ul></ul><ul><ul><li>Verwandte Arbeiten </li></ul></ul><ul><ul><li>Zusammenfassung und Ausblick </li></ul></ul><ul><li>Textuelle Strukturelemente sollten so oft wie sinnvoll genutzt werden (Tabellen, Grafiken, „Bullet Points“) </li></ul><ul><li>Zentrale Begriffe der Arbeit sollten rechtzeitig eingeführt werden („Grundlagen-Kapitel“) </li></ul>
    30. 30. Top-Down-Prinzip <ul><li>Makrostruktur </li></ul><ul><ul><li>Ausgehend von einem aussagekräftigen Titel die Unterkapitel bestimmen </li></ul></ul><ul><ul><li>In den Unterkapiteln entsprechend weiter untergliedern </li></ul></ul><ul><ul><li>Der rote Faden der Arbeit sollte sich vom Titel bis herunter zur Abschnittsebene schön prüfen lassen </li></ul></ul><ul><li>Mikrostruktur </li></ul><ul><ul><li>Für jeden Abschnitt eine (für den Leser unsichtbare) Aussage formulieren (ähnlich Quellcode-Kommentaren) </li></ul></ul><ul><ul><li>Innerhalb des Abschnitts dann genau diese Aussage herleiten und begründen </li></ul></ul><ul><ul><li>Pro Abschnitt sollte nur eine klare Idee formuliert werden </li></ul></ul><ul><ul><li>Statt der einzelnen Abschnitte sollte man auch die &quot;unsichtbaren Aussagen&quot; lesen können </li></ul></ul><ul><li>Der „rote Faden“ ist alles! </li></ul>
    31. 31. Symmetrie-Prinzip <ul><li>Überschriften sollten sich aus dem Titel der Arbeit/der Kapitel ergeben (vgl. Top-Down-Prinzip) </li></ul><ul><li>Überschriften und Texte sollten möglichst synchron sein </li></ul><ul><ul><li>Lieber langweilige und prägnante als literarische/kreative/ mehrdeutige Überschriften </li></ul></ul><ul><li>Einleitung und Schluss sollten den Text wie eine Klammer umschließen (  vgl. auch Wiederholungsprinzip) </li></ul><ul><li>Die Länge von Kapiteln/Abschnitten sollte harmonisch sein </li></ul><ul><ul><li>Themen auf derselben Gliederungs-“Ebene“ sollten in vergleichbarem Umfang abgehandelt werden – sonst evtl. Gliederung überdenken </li></ul></ul>
    32. 32. Wiederholungs-Prinzip <ul><li>Einleitung und Schluss sollten den Text wie eine Klammer umschließen </li></ul><ul><ul><li>Abstract, Einleitung und Schluss einer Arbeit werden am häufigsten gelesen (vgl.  Recherchieren) </li></ul></ul><ul><li>Die Einleitung darf und soll die Ergebnisse schon verraten </li></ul><ul><ul><li>Eine wissenschaftliche Arbeit ist kein Krimi, bei dem man erst am Ende erfährt, wer der Mörder ist </li></ul></ul><ul><li>Nie den Leser überraschen </li></ul><ul><ul><li>Zu Beginn jedes Kapitels/Unterkapitels sollte die Struktur und die Zusammenhänge der Unterabschnitte kurz erläutert werden </li></ul></ul><ul><ul><li>Leser sollen sich dadurch an jeder Stelle des Papiers schnell orientieren können, da häufig sehr selektiv gelesen wird </li></ul></ul><ul><ul><li>Querreferenzen zur besseren Orientierung einbauen („vgl. Kapitel 2“) </li></ul></ul>
    33. 33. Konsistenz-Prinzip <ul><li>Begriffe sollten klar definiert und ggf. voneinander abgegrenzt sein </li></ul><ul><ul><li>Falls in der Literatur keine einheitliche Definition vorliegt, sollte eine Arbeitsdefinition festgelegt werden </li></ul></ul><ul><ul><li>Begriffe und Abkürzungen bei der ersten Nennung erklären/einführen </li></ul></ul><ul><li>Den Leser nicht durch die Verwendung von Synonymen im Text verwirren </li></ul><ul><ul><li>Auch wenn das manchmal sprachlich unelegant ist – eine wissenschaftliche Arbeit ist kein Roman… </li></ul></ul><ul><li>Zur Selbstkontrolle (und ggf. als „Service für den Leser“) empfiehlt sich ein Glossar zu pflegen </li></ul>
    34. 34. Fokus-Prinzip <ul><li>Eine einzelne Wissenschaftliche Arbeit sollte möglichst nur eine, maximal zwei unterschiedliche Fragestellungen/“Ideen“ behandeln </li></ul><ul><ul><li>Im Falle von zwei Ideen sollte dies klar aus der Struktur hervorgehen </li></ul></ul><ul><ul><li>Abgrenzung (was wird behandelt/was ausgeblendet) sollte klar begründet werden </li></ul></ul><ul><li>Ebenso sollten pro Unterkapitel/Absatz usw. nur eine klare Grundidee bearbeitet werden (nicht zu viele Aspekte vermischen) </li></ul><ul><li>Kurze, präzise Sätze und sachlicher Stil; keine Umgangssprache </li></ul>
    35. 35. Beleg-Prinzip <ul><li>Alle faktischen Aussagen sollten entweder klar durch Literatur, oder durch eigene Argumentation/Beweisführung belegt sein </li></ul><ul><ul><li>„ Die Qualität existierender Suchmaschinen ist schlecht“ </li></ul></ul><ul><ul><li>Ausnahme „Common Sense“ (z.B. „Das Internet besteht aus vielen Webseiten“) </li></ul></ul><ul><ul><li>Im Zweifel lieber auf unnötige faktische Aussage verzichten </li></ul></ul><ul><li>Möglichst direkt zitieren (Primärquellen), nicht indirekt </li></ul><ul><li>Nicht zuviel zitieren (&quot;Die Erde ist eine Kugel&quot; [Galilei, 1615]) </li></ul>
    36. 36. FAQ zum Thema Schreiben… <ul><li>„ Wer muss meine Arbeit verstehen können“? </li></ul><ul><ul><li>Betreuer? Kommilitonen? Oma? </li></ul></ul><ul><ul><li>Kurze Antwort: „Die primäre Zielgruppe/Community“ </li></ul></ul><ul><ul><li>Faustregeln </li></ul></ul><ul><ul><ul><li>Problem/Vorgehen/Beitrag sollte im Idealfall klar und allgemein Verständlich formuliert sein (auch wenn man mit der Domäne wenig anfangen kann) </li></ul></ul></ul><ul><ul><ul><li>Forscher/Studenten ähnlicher Fachrichtungen sollten den den detaillierten Inhalt der Arbeit nachvollziehen können und ggf. durch Rückgriff auf die zitierten Quellen komplett verstehen </li></ul></ul></ul><ul><li>Darf ich aus der Wikipedia zitieren? </li></ul><ul><ul><li>Nur im Ausnahmefall </li></ul></ul><ul><ul><li>Weist eher darauf hin, dass an der falschen Stelle zitiert wird („keine Selbstverständlichkeiten zitieren“) </li></ul></ul>
    37. 37. Präsentieren
    38. 38. Vorbemerkung <ul><li>„ Powerpoint“ ist nur eine mögliche Form der Präsentation </li></ul><ul><ul><li>N.B.: Powerpoint ist nur eines unter vielen Programmen zur Erstellung von Präsentationen ;-) </li></ul></ul><ul><li>„ Powerpoint“ garantiert keine gute Präsentation </li></ul><ul><li>Übung macht den Meister </li></ul><ul><ul><li>Ruhig mal einen Kurs über Präsentationstechniken belegen (am besten mit Videofeedback) </li></ul></ul>
    39. 39. Folien <ul><li>Best practices </li></ul><ul><ul><li>Niemals mehr als n (=Vortragszeit/2) Folien vorbereiten </li></ul></ul><ul><ul><li>Ggf. Backup-Folien für Rückfragen bereithalten </li></ul></ul><ul><ul><li>Zeit-Marker auf den Folien anbringen (5/10 Folien) </li></ul></ul><ul><li>Struktur: viele der „Schreiben“-Prinzipien gelten auch hier; z.B. </li></ul><ul><ul><li>Klare Struktur: Agenda, Motivation/Einführung, Hauptteil, Zusammenfassung/Ausblick </li></ul></ul><ul><ul><li>Fokus: ein Gedanke pro Seite – schon im Titel vorgegeben („Action title“) </li></ul></ul><ul><ul><li>Quellen von Grafiken/Zitaten benennen </li></ul></ul><ul><li>Folien nicht überladen </li></ul><ul><ul><li>Schriftgröße 20 sollte nicht unterschritten werden </li></ul></ul><ul><ul><li>Nicht mehr als 10 Textzeilen pro Folie </li></ul></ul><ul><ul><li>Stichpunkte, keine ganzen Sätze </li></ul></ul><ul><ul><li>Saubere, einheitliche Gestaltung (z.B. Schrifttyp, klare Kontraste) </li></ul></ul><ul><ul><li>Sparsam mit Animationen und komplexen Grafiken umgehen </li></ul></ul>
    40. 40. Vortrag <ul><li>Gut vorbereiten </li></ul><ul><ul><li>Mit Ort und Technik vertraut machen </li></ul></ul><ul><ul><li>ggf. Hand-outs vorbereiten </li></ul></ul><ul><li>Übung ist alles </li></ul><ul><ul><li>Wenn möglich frei reden – nicht ablesen </li></ul></ul><ul><ul><ul><li>Nie komplett den Text vorlesen </li></ul></ul></ul><ul><ul><li>Präsentation mindestens einmal vorher komplett durchspielen (inkl. Zeit-Test) </li></ul></ul><ul><ul><ul><li>Auch vor anderen Leuten (auch wenn‘s weh tut) </li></ul></ul></ul><ul><li>Verständnis ist alles </li></ul><ul><ul><li>Klar und deutlich sprechen </li></ul></ul><ul><ul><li>Publikum im Auge haben – Verständnisprobleme antizipieren und ggf. lösen </li></ul></ul><ul><ul><li>Fragesteller ausreden lassen – Rückfragen aus dem Publikum ggf. wiederholen </li></ul></ul><ul><li>Zeit einhalten </li></ul><ul><ul><li>ggf. Diskussion/Rückfragen entsprechend managen </li></ul></ul><ul><ul><li>Material straffen/auslassen </li></ul></ul>
    41. 41. Management & Qualitätssicherung
    42. 42. Über sich selbst <ul><li>Wissenschaftliche Arbeiten sind extrem unsichere und schwer planbare Unterfangen </li></ul><ul><ul><li>„ Lösungen“ sind selten in klar definierten Schritten erreichbar/erkennbar </li></ul></ul><ul><ul><li>Disziplin, Selbstreflexion und Selbstmanagement sind wichtig </li></ul></ul><ul><li>Es gibt immer was zu tun… </li></ul><ul><ul><li>Viele Menschen neigen zum Aufschieben („Prokrastination“) </li></ul></ul><ul><li>Best practices </li></ul><ul><ul><li>Wochen & Tage planen und Tätigkeiten grob protokollieren („Planung ohne Kontrolle ist sinnlos und Kontrolle ohne Planung ist unmöglich“) </li></ul></ul><ul><ul><li>Aufbrechen in kleine, handhabbare Tasks kann helfen (Erfolgserlebnis) </li></ul></ul><ul><ul><li>Deadlines und der gezielte Aufbau von sozialem Druck kann helfen (z.B. regelmäßig mit anderen Diplomanden treffen) </li></ul></ul>
    43. 43. Über Betreuer <ul><li>Haben immer was zu tun… </li></ul><ul><ul><li>Bewegen sich häufig in verschiedenen Kontexten (Projekte, Themen, Termine, Deadlines…) </li></ul></ul><ul><li>Best practices </li></ul><ul><ul><li>Behutsam ansprechen – Kontext herstellen/Status kommunizieren </li></ul></ul><ul><ul><li>Feste, regelmäßige Termine vereinbaren </li></ul></ul><ul><ul><li>Treffen protokollieren! – Todo-Liste pflegen und kommunizieren </li></ul></ul><ul><ul><li>Wöchentliche Scrum-Mail an den Betreuer </li></ul></ul><ul><ul><ul><li>Inhalt </li></ul></ul></ul><ul><ul><ul><ul><li>Was habe ich gemacht? </li></ul></ul></ul></ul><ul><ul><ul><ul><li>Was hat mich blockiert? </li></ul></ul></ul></ul><ul><ul><ul><ul><li>Was habe ich nächste Woche vor? </li></ul></ul></ul></ul><ul><ul><ul><li>Praktisch insbesondere für die Eigenkontrolle </li></ul></ul></ul><ul><ul><ul><ul><li>Aber auch gut um Awareness beim Betreuer zu schaffen </li></ul></ul></ul></ul>
    44. 44. Über Perfektion <ul><li>Wissenschaftliche Arbeiten sind nicht (oder nur sehr schwer) objektiv bewertbar </li></ul><ul><li>Es geht nicht darum den Nobelpreis zu gewinnen… </li></ul><ul><li>Wichtiges Lernziel: Satisficing </li></ul><ul><ul><li>„ Satisficing bei der Entscheidungsfindung bedeutet, sich in einer Entscheidungssituation für die erstbeste Möglichkeit zu entscheiden, die den angestrebten Zweck erfüllt.“ </li></ul></ul><ul><ul><li>„ Effizient arbeiten“ </li></ul></ul>
    45. 45. Über Feedback <ul><li>Gerade bei schwer objektivierbaren, unsicheren Problemstellungen ist Feedback sehr wichtig </li></ul><ul><ul><li>Für sich selbst und für den Betreuer </li></ul></ul><ul><ul><li>Hilft Probleme frühzeitig zu erkennen und Dinge in Zukunft in bessere Bahnen zu lenken </li></ul></ul><ul><li>Grundsätzliche Regeln </li></ul><ul><ul><li>Erfordert offene Kommunikation </li></ul></ul><ul><ul><li>Sollte möglichst konstruktiv sein </li></ul></ul><ul><ul><li>Sollte ausgewogen sein (positive und negative Aspekte) </li></ul></ul><ul><li>Wissenschaft lebt von Kritik… </li></ul>
    46. 46. Über Werkzeuge <ul><li>“ The power of the unaided mind is greatly exaggerated. It is &quot;things&quot; that make us smart , the cognitive artifacts that allow human beings to overcome the limitations of human memory and conscious reasoning” [Don Norman] </li></ul><ul><li>Aber auch: „A fool with a tool is still a fool“ </li></ul>
    47. 47. Werkzeuge für Wissensarbeiter
    48. 48. Viele nützliche gratis Webdienste <ul><li>Literatur/Bookmarks </li></ul><ul><ul><li>http://www.bibsonomy.org/ </li></ul></ul><ul><ul><li>http://www.citeulike.org/ </li></ul></ul><ul><li>Wikis </li></ul><ul><ul><li>http://www.pbwiki.com </li></ul></ul><ul><li>Blogs </li></ul><ul><ul><li>http://www.wordpress.com </li></ul></ul><ul><li>SVN </li></ul><ul><ul><li>Div. Hosting-Dienste </li></ul></ul><ul><ul><li>FZI SVN </li></ul></ul>
    49. 49. LaTeX <ul><li>Nachteile </li></ul><ul><ul><li>Kein „WYSIWYG“ (~HTML) / Editieren/Kompilieren </li></ul></ul><ul><ul><li>Spezifische Layout-Anpassungen sind nicht vorgesehen </li></ul></ul><ul><ul><li>Umgang mit Grafiken kann umständlich sein </li></ul></ul><ul><li>Vorteile </li></ul><ul><ul><li>Problemloser Umgang mit großen Dokumenten </li></ul></ul><ul><ul><li>Direkte Kontrolle über Formatierungen </li></ul></ul><ul><ul><li>Professioneller Satz (e.g. Ligaturen) </li></ul></ul><ul><ul><li>Gute Unterstützung von Formeln u.ä. </li></ul></ul><ul><ul><li>Leichte Pflege von Metadaten/Kommentaren </li></ul></ul><ul><ul><li>Gutes Handling von Referenzen </li></ul></ul><ul><ul><li>Kostenfrei </li></ul></ul>
    50. 50. Minimales LaTeX Dokument <ul><li>Einfache Text-Datei schreiben </li></ul><ul><ul><li>documentclass{article} </li></ul></ul><ul><ul><li>egin{document} </li></ul></ul><ul><ul><li> itle{Meine Arbeit} </li></ul></ul><ul><ul><li>author{Ich} </li></ul></ul><ul><ul><li>institute{FZI Karlsruhe} </li></ul></ul><ul><ul><li>maketitle{} </li></ul></ul><ul><ul><li>section{Einleitung} </li></ul></ul><ul><ul><li>Hello World! </li></ul></ul><ul><ul><li>end{document} </li></ul></ul><ul><li>2. „Kompilieren“ </li></ul><ul><ul><li>Programm besorgen (Linux-Paket bzw. MiKTeX für Windows) </li></ul></ul><ul><ul><ul><li>latex dateiname.tex </li></ul></ul></ul><ul><ul><ul><li>dvips dateiname.tex </li></ul></ul></ul><ul><ul><ul><li>ps2pdf dateiname.ps </li></ul></ul></ul><ul><ul><li>Machen viele Editoren automatisch </li></ul></ul>
    51. 51. Do‘s, don‘ts und Bewertung <ul><li>Typische Mängel </li></ul><ul><ul><li>Problem, Vorgehen und Beitrag sind nicht klar herausgearbeitet und kommuniziert </li></ul></ul><ul><ul><li>Keine klare Struktur/roter Faden erkennbar; Inkonsistenzen </li></ul></ul><ul><ul><li>Literaturrecherche ist nicht ausreichend/wird zu spät begonnen </li></ul></ul><ul><ul><li>Grundlagenteil ist zu ausführlich; eigentliche Thematik kommt zu kurz </li></ul></ul><ul><ul><li>Aussagen werden unkritisch übernommen </li></ul></ul><ul><ul><li>Zeit- bzw. Seitenumfang werden unter- bzw. überschritten </li></ul></ul><ul><ul><li>Schlampige/unprofessionelle Darstellung </li></ul></ul><ul><li>Gern gesehen </li></ul><ul><ul><li>Student versucht kleinere Probleme zunächst selbständig zu lösen </li></ul></ul><ul><ul><li>Student fragt bei Problemen/Unklarheiten nach </li></ul></ul><ul><ul><li>Student gibt regelmäßige, kurze Statusmeldungen ab </li></ul></ul>
    52. 52. Fazit
    53. 53. Fazit <ul><li>Nutzt die Chance methodisches Know-How zu erlernen und zu üben </li></ul><ul><ul><li>Von Selbstmanagement bis Präsentationstechnik </li></ul></ul><ul><ul><li>Wissenschaftliches Arbeiten ist mehr als die Bearbeitung eines fachlichen Themas </li></ul></ul><ul><ul><li>&quot;Wissenschaftliches Arbeiten&quot; verstehen wir nicht nur als reine Anleitung für eine erfolgreiche Diplom- oder Studienarbeit, sondern als eine Schlüsselkompetenz zur strukturierten Problemlösung , die auch für den späteren Berufsalltag nützlich ist </li></ul></ul><ul><li>Nutzt die Angebote und Materialien zur methodischen Arbeit </li></ul><ul><ul><li>Dieses Seminar ;-) </li></ul></ul><ul><ul><li>Präsentationstraining </li></ul></ul><ul><ul><li>Literatur und Anleitungen zum Thema wissenschaftliches Arbeiten/Schreiben usw. </li></ul></ul><ul><li>Nutzt die Chance zur Selbstreflexion </li></ul><ul><ul><li>Kritikfähigkeit steigern </li></ul></ul><ul><ul><li>Wissenschaft kritisch hinterfragen </li></ul></ul><ul><ul><li>Mit Komplexität umgehen und Frustrationstoleranz entwickeln (inkrementelle Fortschritte) </li></ul></ul><ul><li>… und natürlich Spaß an der Arbeit entwickeln ;-) </li></ul>
    54. 54. Ende <ul><li>Danke für eure Aufmerksamkeit! </li></ul><ul><li>Folien sind später im Netz </li></ul><ul><ul><li>http://studiwiki.fzi.de/index.php/Wissenschaftlich_Arbeiten </li></ul></ul><ul><ul><li>http://www.slideshare.net/hhappel/einfhrung-wissenschaftliches-arbeiten-in-der-angewandten-informatik </li></ul></ul><ul><ul><li>Siehe auch (teilweise komplementäre) Folien von Marco Mevius im StudiWiki </li></ul></ul><ul><li>Feedback ist willkommen ;-) </li></ul><ul><ul><li>Gerne auf offline </li></ul></ul><ul><li>Fragen? </li></ul>
    55. 55. Literatur <ul><li>Studien-Arbeiten. Ein Leitfaden zur Vorbereitung, Durchführung und Betreuung von Studien-, Diplom- und Doktorarbeiten am Beispiel Informatik (Deininger/Lichter/Ludewig) </li></ul><ul><li>Writing for Computer Science (Zobel) </li></ul><ul><li>State-of-the-Art des State-of-the-Art - Eine Untersuchung der Forschungsmethode &quot;Review&quot; innerhalb der Wirtschaftsinformatik. WIRTSCHAFTSINFORMATIK 48 (2006) 4, S. 257-266. (und referenzierte Quellen) </li></ul><ul><li>uvm… </li></ul>Die Technik wissenschaftlichen Arbeitens - Eine praktische Anleitung Norbert Franck, Joachim Stary UTB, Stuttgart, 13. Auflage, ISBN-10: 3825207242 Wissenschaftliches Arbeiten. Technik, Methodik, Form Manuel R. Theisen Vahlen, 12. Auflage, ISBN-10: 3800631288 Wissenschaftlich mit Word arbeiten. Von Word 2000 bis Word 2003 Tobias Ravens Pearson Studium, 2. Auflage, ISBN-10: 3827371317 Wissenschaftlich mit LaTeX arbeiten. Petra Schlager, Manfred Thibud Pearson Studium, 1. Auflage, ISBN-10: 3827370787

    ×