HFEX-Newsletter 01/2014
Menschen sind das Herz der Luftfahrt –
Botschaften der Swiss Aviation Safety Conference
Sehr geehr...
gefährliche Illusion erwiesen hat. Tatsächlich wird der Mensch – nicht nur in Gestalt des Designers,
sondern auch und gera...
Verfahrensanweisung nicht funktional wäre. Und Ziel sind Unternehmen, in denen solches
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Neues von der Swiss Aviation Safety Conference - HFEX Newsletter 01/2014

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Die neue Sicht der Dinge - Human Factors vom Standpunkt der Resilienz aus betrachtet. Erfüllen Sie mit uns die Anforderungen der EASA und stärken Sie Ihre Mitarbeitenden und damit Ihr Unternehmen für das Unvorhersehbare - für die Zukunft!

Veröffentlicht in: Leadership & Management
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Neues von der Swiss Aviation Safety Conference - HFEX Newsletter 01/2014

  1. 1. HFEX-Newsletter 01/2014 Menschen sind das Herz der Luftfahrt – Botschaften der Swiss Aviation Safety Conference Sehr geehrte Damen und Herren, SASCON `14 Am 11.03.2014 fand die vom schweizerischen Bundesamt für Zivilluftfahrt BAZL veranstaltete Swiss Aviation Safety Conference zu der Thematik „Human Factors in Complex Systems“ statt. International renommierte Experten referierten zum aktuellen Stand von Wissenschaft und Praxis, in anschließenden Workshops übten sich die Konferenzteilnehmer in der Anwendung verschiedener Human Factors Methoden zur Analyse von problematischen Ereignissen. Gretchen Lynne Haskins, vielseitig kompetente und erfahrene, amerikanische Human Factors Spezialistin, stellte ihren Vortrag unter das Motto „Supporting People at the Heart of the Aviation System“. Bereits der Titel reflektierte einige schwergewichtige Kernaussagen: • Menschen sind der wichtigste Faktor, das Herzstück sozusagen, wenn es um Sicherheit und wirtschaftlichen Erfolg in der Luftfahrt geht. • Die Luftfahrt und die Rolle der Menschen darin sind systemisch zu betrachten. • Es gilt, die Menschen in der Erfüllung ihrer Aufgaben zu unterstützen. Der Mensch als wichtigster Kosten- und Risikofaktor: Gretchen Haskins wies darauf hin, dass Personalaufwendungen den größten Kostenblock in der Luftfahrt bilden. Des Weiteren werden mindestens 2/3 aller Luftfahrtunfälle des vergangenen Jahrzehnts auf menschliche Fehlleistungen zurückgeführt. Wirtschaftlichkeit und Sicherheit sind somit hochgradig abhängig von Quantität und Qualität der menschlichen Leistung. Grund genug, sich mit „Human Factors“ zu beschäftigen - im Verständnis der EASA Human Factors Advisory Group „anything that affects human performance“! Die in den letzten Jahrzehnten verfolgte Human Factors Strategie stößt aber an ihre Grenzen: Weil die Jagd nach dem einen fehlerhaften Teil, nach der einen, an einem Unfall letztlich „schuldigen“ menschlichen Fehlleistung den realen, komplexen, systemischen Zusammenhängen nicht gerecht wird. Und weil sich die Vision vom perfekten Design von Prozessen und Produkten, die wirtschaftlich und sicherheitstechnisch optimale Lösungen für alle Wechselfälle der Wirklichkeit beinhalten und den human operator damit mehr und mehr überflüssig machen, als kostspielige und
  2. 2. gefährliche Illusion erwiesen hat. Tatsächlich wird der Mensch – nicht nur in Gestalt des Designers, sondern auch und gerade als Bediener hochtechnologischer Systeme – mit all seinen Fähigkeiten gebraucht. Der Mensch als entscheidende Erfolgsressource: Unter der Kapitelüberschrift „Why do people matter?“ führte Gretchen Haskins auch aus: „People add flexibility and resilience“. Wie bedeutsam sind Flexibilität und Resilienz in der Luftfahrt von heute? Die Luftfahrt ist ein global vernetzter, innovationsgetriebener und wirtschaftlich äußerst anspruchsvoller Bereich, der rapiden und tiefgreifenden Veränderungen unterliegt. Die Luftfahrtunternehmen müssen sich kontinuierlich an die Umweltanforderungen anpassen und den eigenen Einflussbereich strategisch gestalten. Diese Aufgabe kann nicht von einer Elite von genialen Managern und Entwicklern, zusammen mit Heeren von Befehlsumsetzern gemeistert werden. Motivation, Loyalität, Kreativität und Kompetenz der Unternehmensbelegschaften und der Business Partner sind erfolgskritisch. Um diese Potenziale zu entfalten, ist es notwendig, die Menschen und ihre Bedürfnisse (im Sinn von: Was brauchen die Menschen, um auf Dauer optimale Leistungen zu erbringen?) in den Fokus von Führung und Management zu stellen. Und ein für alle Mal damit aufzuhören, Menschen gegen ihre Natur programmieren zu wollen. Dr. Hazel Courteney, CAA UK, wandte sich gegen diesen falschen Ansatz und forderte in ihrem SASCON-Beitrag: „Don’t rely on humans to do, what we already know they are unlikely to do!“ Resilienz vs. Compliance? Die SASCON`14 transportierte viele wichtige, weiterführende Botschaften im Hinblick auf die Bedeutung der Human Factors und plädierte für ein differenziertes, systemisches Vorgehen. Das Konzept des „Resilience Engineerings“ (Erik Hollnagel et al.) war in den Beiträgen der Referenten nur am Rand vertreten. Resilience Engineering liefert eine ganz neue Perspektive: Menschen sind unersetzlich für das zuverlässige Funktionieren technischer Systeme, weil Menschen entdecken und korrigieren können, wenn etwas nicht richtig läuft, sie mit technischen Schwächen umzugehen lernen und ihre Arbeitsweise an Anforderungen und Bedingungen anpassen können. Unübersehbar steht dies im Widerspruch zur perfekten Compliance-Welt, in der jeder das und nur das tut, was ihm im Detail vorgegeben ist. Resilienz bedeutet die Fähigkeit von Systemen, unter vorhergesehenen und unvorhergesehenen, regulären wie irregulären Bedingungen, erfolgreich, das heißt sicher und wirtschaftlich, zu agieren. Um diese Vision zu verfolgen, müssen die Unternehmen und ihre Mitarbeiter fit werden. Ziel des Fitnessprogramms sind verantwortungsvolle, entscheidungsfähige Mitarbeiter, die immer dann exakt den Verfahrensanweisungen folgen, wenn das angemessen ist und die davon – in einer vereinbarten Art und Weise – abweichen, wenn die Umsetzung der
  3. 3. Verfahrensanweisung nicht funktional wäre. Und Ziel sind Unternehmen, in denen solches Mitarbeiterverhalten gefördert wird und die kontinuierlich die richtigen, wichtigen Dinge dazulernen. Compliance wird so zu einer Ausprägung individueller und organisationaler Resilienz. Was können wir für Sie tun? Wir verstehen Ihre Herausforderungen aufgrund unserer langjährigen Erfahrung als Führungskräfte und Experten in der Luftfahrtindustrie, u.a. bei den Firmen Pilatus und Dornier. Unsere Bildungsmaßnahmen, Beratungen, Coachings und Audits sind als Beiträge zur Unternehmens- entwicklung unserer Kunden auf Praxiswirksamkeit und Nachhaltigkeit ausgelegt. Als Kernprodukt unseres Portfolios bieten wir Human Factors Schulungen für Management und operatives Personal an, die Kompetenzzuwachs und Motivation zu sicherem, qualitätsbewusstem, produktivem und wirtschaftlichem Handeln bewirken. Unsere weiteren Angebote aus den Bereichen Training, Managementunterstützung, Personal- und Organisations- entwicklung und Auditierung verfolgen die gleiche, grundsätzliche Ausrichtung: Human Factor Excellence betrachten wir als entscheidenden Erfolgsfaktor, Resilienz von Mitarbeitern, Teams und Unternehmen als grundlegende, strategische Zielsetzung. Sehr gern möchten wir zu Ihrem Erfolg beitragen. Über Ihre Kontaktaufnahme würden wir uns freuen. Bitte teilen Sie uns auch mit, wenn Sie den Newsletter in Zukunft nicht erhalten möchten. Mit herzlichen Grüßen und den besten Wünschen für ein erfolgreiches Jahr, Human Factor Excellence GmbH Andreas Fischbacher / Rudolf A. Müller (Geschäftsführende Gesellschafter)

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