Historisches aus Hugo E. Martins Blog zum 10-jährigen

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Aus Anlass des 10-jährigen Jubiläums des Blogs

Hugo E. Martin on Media + Marketing
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Eine Auswahl "historischer" Einträge zum Nachlesen und Erinnern

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Historisches aus Hugo E. Martins Blog zum 10-jährigen

  1. 1. Aus Anlass des 10-jährigen Jubiläums des Blogs Hugo E. Martin on Media + Marketing Eine Auswahl historischer Einträge zum Nachlesen und Erinnern Inhalt Zeitungsgeschichte(n): Jubiläum 400 Jahre Zeitung 400 Jahre - Und die Zeitung lebt weiter... Zeitungsgeschichte(n) II.: Citizen Journalismus im Jahre 1690 Zeitungsgeschichte(n) III : 407, 476 oder gar 1953 jähriges Jubiläum Newspapers History: 180 years of not charging for content Die Anfänge der Fachpresse in Deutschland Can you compare the eBook Revolution with the Paperback Revolution Anrufe gegen Gegenwart und Zukunft - Über die schreckliche, unmoralische und faule Jugend - Über die Verwerflichkeit der Straßenbeleuchtung - Über die gesundheitlichen Gefahren der Eisenbahnen - Über die Lesesucht - Über die Gefahren von gedruckten Zeitungen und Zeitschriften - Über die Gefahren des Niederschreibens - eBooks und eReader - Über die Gefahren von Film und Fernsehen - Über den Unsinn der Verwendung von Farbe in Zeitungen Tonfilm - Lobbyismus im Wandel der Zeit: Film & Musik 1915 /1930 Aktuell: Wie viele Zeitungen und Zeitschriften gibt es in Deutschland? Hugo E. Martin, Berlin http://blog.hemartin.net Seite 1
  2. 2. 18. März 2005 Zeitungsgeschichte(n): Jubiläum 400 Jahre Zeitung Was Dr. Martin Wilke, ein eifriger Sammler historischer Zeitungen, schon lange wusste und das Exekutive Komitee der WAN (das ist der Weltverband der Zeitschriftenverleger) jetzt offiziell anerkannt hat, die erste gedruckte (bisher bekannte) Zeitung gab es 1605 in Strasbourg (Alsace): Im Sommer 1605 veröffentlichte ein Johann Carolus sein Zeitung "Relation" erstmals in gedruckter Form, weil ihm das vervielfältigen per Hand zu aufwändig geworden sei. Und weil er sich ausgerechnet hatte, dass er mit einer höheren Auflage auch mehr Geld verdienen könne - gute, alte Zeiten. Ein Beweisstück ist dieser Brief (entdeckt von Jean Pierre Kintz), in dem Johann Carolus die Stadt Strasbourg um Schutz vor unbefugten Nachdrucken bittet. Also auch dies kein besonders neues Problem! 1605 - 2005. Das bedeutet, dass wir im Sommer den 400. Geburtstag der gedruckten Zeitung feiern und einem hoffentlich gesunden und quirligen Geburtstagskind auch weiterhin viel Glück und Erfolg wünschen können. Quelle: Weltverband der Zeitung / World Association of Newspapers WAN Newsletter Nr. 29 März 2005 Deutsches Zeitungmuseum "beruhigte" Baustelle Das Guttenberg Museum mit großen Plänen und Dr. Martin Welke Hugo E. Martin, Berlin http://blog.hemartin.net Seite 2
  3. 3. 10. Juli 2005 400 Jahre - Und die Zeitung lebt weiter... vom 10. Juli - 30 Dezember 2005 im Gutenberg-Museum, Mainz Danke an Martin Welke! Öffnungszeiten Dienstag bis Samstag: 09.00 – 17.00 Uhr Sonntag: 11.00 – 15.00 Uhr Der Katalog wird „zeitungsgemäß“ vor den Augen der Besucher auf einer historischen Zeitungspresse produziert - als 24seitige „Ausstellungszeitung“, damit die Besucher, das gerade erworbene Grundwissen zur Geschichte der Zeitung „schwarz auf weiß“ nach Hause tragen können. Siehe auch: Zeitungsgeschichte(n): Jubiläum 400 Jahre Zeitung Hugo E. Martin, Berlin http://blog.hemartin.net Seite 3
  4. 4. 19. Juni 2005 Zeitungsgeschichte(n) II.: Citizen Journalismus im Jahre 1690 Als Benjamin Harris am 25. September 1690 die Erstausgabe von Publick Occurences, Both Foreign and Domestick die erste amerikanische Zeitung (dies behauptet jedenfalls meine Quelle) herausbrachte, waren wir schon einmal nahe am Thema Citizen Journalismus, Leser Content und der Basisidee, welche auch hinter den modernen 'Wikis' steht. Die Zeitung Publick Occurences, Both Foreign and Domestick hat insgesamt 4 Seiten, drei davon waren bedruckt und die vierte Seite sollte für Add-ons, Kommentare und eigene News genutzt werden, bevor das Zeitungexemplar weitergereicht wurde. Entnommen aus: Digitizing the News: Innovation in Online Newspapers, von Paplo J. Boczkowski Paplo Mehr Informationen zum Buch (und Bestellung) bei Amazon.de Amazon.com Zeitungsgeschichte(n) I. Jubiläum: 400 Jahre Zeitung Hugo E. Martin, Berlin http://blog.hemartin.net Seite 4
  5. 5. 5. Juli 2012 Zeitungsgeschichte(n) III : 407 jähriges, 476 ... oder gar 1953 jähriges Jubiläum Dieses Datum hatte sich Martin Wilke 2005 ausgeguckt, denn ein ausreichender Grund zum Feiern findet sich immer. Doch war 1605 der Urknall des Zeitungswesens? Mein antiker Brockhaus aus dem Jahre 1841 weiß (wusste damals bereits) mehr: Die Vorläufer der Zeitungen und Tageszeitung sind uns ja alle (selbstverständlich) aus dem alten Rom bekannt, die acta diurna und dem Venedig des 16. Jahrhunderts bekannt. Während die Republik Venedig ab 1536 (oder 1556) mit den Osmanen Krieg führten, wurden von Zeit zu Zeit geschriebene Nachrichten, die notizie scritte, über den Gang der Auseinandersetzungen an verschiedenen Orten ausgelegt, welche man gegen Bezahlung (Paid Content) einer kleinen, Gazetta genannten Scheidemünze, lesen konnte. Daher stammt übrigens auch der Name Gazetta aka Zeitungen. Picture-Source: Mark Pack The Acta Diurna, or how the Romans hat an internet-savvy approach to information Hugo E. Martin, Berlin http://blog.hemartin.net Seite 5
  6. 6. [In China produzierten bereits im 2. und 3. Jahrhundert n. Chr.) die Hofbeamten der späten Han-Dynastie Nachrichtenblätter, die sog. tipao. Ab 713 (und bis 734) gabe es u.a. die Bulletin des Gerichts, die Kaiyuan Za Bao der chinesischen Tang-Dynastie Regierung und aus dem Jahr 1582 gibt es die erste Erwähnung von privat veröffentlichten Zeitungen in Peking.] In Deutschland waren vereinzelt gedruckte Flugblätter mit Nachrichten von wichtigen Begebenheiten die Anfänge der Zeitungen, die unter anderem in Augsburg, Nürnberg und Wien unter verschiedenen Titeln herauskamen. Zum Beispiel 'Relationen', die gewöhnlich in Briefform abgefasst waren und die 1524 in Augsburg und Wien, 1528 in Regensburg, später in Dillingen und anderen Orten herauskam. 'Die Newe Zeitung vom Türken, so ein gut Freund, welcher damit und dabei gewest ist, von Wien hrauf geben' (Nürnberg 1529) oder 'Wahrhafte Sendebriefe'. Die erste, wenn auch anfangs nicht regelmäßig herausgekommene Neuigkeitsblatt, war das seit 1612 in numerierten Blättern zu Frankfurt gedruckte 'Aviso, Relation oder Zeitung, was sich begeben oder zugetragen hat in Deutsch- und Welschland, Spanien und Frankreich, in Ost- und Westindien usw.' Die erste regelmäßig herauskommende Zeitung gründete 1615 der Frankfurter Buchhändler Egenolf Emmel mit dem 'Frankfurter Journal'. Und ab 1617 kamen in Frankfurt auch 'Die Postavisen' (später Oberpostamtszeitung) heraus. In 1618 in Fulda die Zeitung 'Der Postreiter' ... und in der Folge in vielen anderen Orten. Zum Beispiel in München 1628 'Die gewisse und wahrhaftige wöchentliche Ordinari-Zeitung' ... Source: Brockhaus 1841, Wikipedia Hugo E. Martin, Berlin http://blog.hemartin.net Seite 6
  7. 7. 2. November 2010 Verlag anno 1841 - Verlag kommt von Vor(aus)legen Verlag ist Dasselbe mit den Auslagen oder Geldausgaben, welche die Betreibung oder Ausführung eines Geschäfts nöthig werden. So enthalten die Kostenberechnungen der Advocaten unter Bezeichnung Verlag, was sie etwa für Schreiberlohn, für Briefporto, Fuhrlohn oder sonst bei ihren Geschäften ausgelegt haben. In manchen Fabrikgegenden heißen die Kaufleute Verleger, welche den Webern, Strumpfwirkern, Spitzenklöpplern u.s.w. das Material zu den von ihnen gefertigten Waaren, also Garn und Zwirn geben und das Arbeitslohn für die fertigen Stoffe bei deren Ablieferung bezahlen. Die allgemeinste Anwendung finden jedoch die Ausdrücke Verlag und Verleger im Buchhandel und hier ist auch von einem Verlagsrecht die Rede, unter welcher zu verstehen ist, welche ein Buch-, Kunst- oder Musikalienhändler oder eine Buch-, Musikalien- oder Kunsthandlung auf rechtlichem Wege zur Vervielfältigung von Geistes- und Kunsterzeugnissen, namentlich von Büchern Musikalien, Kupferstichen, Lithographien u. dergl. und zum Verkaufe derselben zu ihrem Vortheil erworben haben. Es geschieht das, indem sie von einem Schriftsteller, Componisten oder Künstler ein Werk desselben mit der Verpflichtung zur Herausgabe auf ihre Kosten und zum Verkaufe auf ihre Rechnung übernehmen, welches ihnen ausdrücklich zu diesem Zwecke ein-für allemal, oder nur in einer Auflage von einer bestimmten Anzahl von Exemplaren, auch wol blos auf eine gewisse Zeit abgetreten wird. Welche Vortheile sie dem Verfasser dafür bewilligen oder nicht, ändert an der Natur der Übereinkunft nichts. Hinsichtlich der in Zeitschriften und in Taschenbüchern abgedruckten Sachen ist angenommen, daß der Verfasser nach Ablauf eines Jahres darüber wieder beliebig verfügen können, wenn nicht deshalb ein anderes Übereinkommen getroffen wurde. Die Rechte von Verfasser und Verleger können zwar übertragen werden und gehen namentlich auf deren Erben über, doch sind dieselben in Deutschland sowol durch die Bundesgesetzgebung als auch durch die Gesetze einzelner Bundesstaaten auf gewisse Zeiträume beschränkt (f. Nachdruck), nach deren Ablauf sie erlöschen und die betreffenden Werke gleichsam Nationaleigenthum werden. Zitiert nach Brockhaus 1841, Band IV., Seite 592 Hugo E. Martin, Berlin http://blog.hemartin.net Seite 7
  8. 8. 23. Juli 2009 Newspapers History: 180 years of not charging for content By Jeff Sonderman on newsfuturist.com "I have a history lesson worth reading for those who think news should or may have a price online: ... Newspapers haven't actually charged for news content since the 1830s. Up until then, most newspapers were subscription-only and cost about 6 cents a day (or about $1.20 in today's dollars, adjusted for inflation). By asking subscribers to bear the full cost of production, newspapers limited their audience to the few who could afford the luxury. That was actually OK for the time, because literacy rates were quite low anyway. But compulsory education raised literacy rates as the 19th century progressed, and in the 1830s publishers realized a new model to reach the growing market - the penny press ..." Jeff concludes: So, newspaper folk, economics actually says the same thing about charging online that it has said for 180 years about charging for print: you must set consumer prices at or fractionally above the marginal cost. In print, that may be the 50-cent newsstand price. Online, with cheap bits, it's ~ zero. If economics hasn't allowed total-cost subscription pricing in print newspapers, even with their market monopolies and other advantages, why would anyone think economics would allow such pricing in the ultra-competitive online market? via / more Later, Christie Silk on editorsweblog.org Economic History: can we apply the same market principles of the penny press to online news? As I wrote / said many time before, this digitalization is disruptive. But no way you should try to argue with the customer to pay for the news online as they have done before for news on their paper - they paid for (some) services and comfort! In a disruptive business you have to find new ways and, there is a good chance that advertisers will pay for the other half of the business. So you've got to develop services user (readers and advertisers) want and make your idea of making money work. If not, Journalism will - find together with their clients - other ways to do the job. Hugo E. Martin, Berlin http://blog.hemartin.net Seite 8
  9. 9. 6. September 2006 Die Anfänge der Fachpresse in Deutschland Die American Business Media Association (ABM) läßt im Rahmen der '100' Jahrfeiern ABM 100 - A Century moving Business Forward Bill Hogue ein 'Coffee Table Book' über die Geschichte der Business Medien schreiben. Das wird sicher eine sehr 'amerikanische Business Mediengeschichte' und deshalb habe ich gleich einmal nachgefragt, was denn die Deutsche Fachpresse (im VDZ) über die Anfänge der Fachpresse weiß bzw. in ihren Archiven hat und ich habe für 10 Minuten im Internet recherchiert. Ernüchtert vom mageren Ergebnis der Internet-Recherche habe ich mich dann an einen ehemaligen, sehr geschätzten Kollegen Gerhard Kase erinnert (der es sicher nicht immer leicht mit mir und meinen 'unkonventionellen' Ideen hatte). Kase war Mitte der 60er Jahre und bis weit in die 80er Jahre als Werbeleiter beim Vogel Verlag tätig, hat sich in den Fachverbänden für die Professionalisierung der Fachwerbung engagiert und war als Redner geschätzt. Nach seiner Pensionierung hat er noch viele Jahre das Archiv des Vogel Verlages geführt und ausgebaut. Aus dieser Tätigkeit heraus hat er auch in 1991 die Herausgabe der 100 Jahre Schrift Vogel's Miteinander erfolgreich 1891 - 1991 geleitet und die Anfänge der Fachzeitschriften in Europa wie folgt beschrieben: "Mit beginnender Neuzeit und ihrer gesteigerten Wirtschaftstätigkeit tritt das Problem, wie man Angebot und Nachfrage besser zusammenbringen könne, mehr und mehr in den Vordergrund. Bereits Ende des 16. Jahrhunderts berichtet der französische Philosoph Michel Montaigne von der wirtschaftspolitischen Idee einer zentralen Nachrichtenstelle zur Förderung von Handel und Gewerbe. Das ist an sich nichts Neues; was fehlt ist ein Medium, das umfassend, schnell und weiträumig über den Markt informiert. Aber es soll noch etliche Jahrzehnte dauern, bis Thoephraste Renaudot als Generalkommissar für das Armenwesen in Frankreich mit seinem "Büro D'Adresse" den Gedanken einer Erfassung des Güteraustauschs wieder aufgreift. Dieses Büro wird zum Markstein in der französischen Pressegeschichte, denn hier erscheint 1631 (Anmerkung: es war der 3. Juli 1631) die erste Ausgabe der berühmten "Gazette". Die erste Marktzeitschrift, das erste Offertenblatt ist geschaffen. Hugo E. Martin, Berlin http://blog.hemartin.net Seite 9
  10. 10. Source: gallica Renaudot findet bald Nachahmer. 1637 erscheint in London der "(London) Intelligencer", der wenige Jahre später aufgrund enger Bindungen Hamburger Kaufleute zu den britischen Inseln eine hanseatische Entsprechung findet: Seit 1673 bringt der "Relations- Courier" in seiner Rubrik 'Kaufen und Verkaufen' Orientierung über die Marktlage. Aber nicht der Hamburger 'Courier' bestimmt in der Folgezeit das Gesicht wirtschaftlich orientierter Medien, sondern die Anfang des 18. Jahrhunderts herausgegebenen "Intelligenz-Blätter", die sich enger an das französische Vorbild halten .... " Leider hat diese Ausgabe kein Quellenverzeichnis und Gerhard Kase kann ich nicht mehr fragen, er ist am 20. November 2001 im Alter von 82 Jahren verstorben. Hugo E. Martin, Berlin http://blog.hemartin.net Seite 10
  11. 11. Also habe ich weitergekramt und Peter Johanek's "Die Vogel Story" aus dem Jahr 1972 gefunden, in der die Anfänge der Fachpresse noch detaillierter beschrieben sind und die, wie es sich für einen Wissenschaftler gehört, auch mit Anmerkungen und umfangreicher Biographie ausgestattet ist. Dort wird dann auch der eigentliche Beginn der gewerblichen Fachzeitschriften mit dem Erscheinen des "Börsenblatt des Deutschen Buchhandels" in 1834, als dem ersten Branchenblatt eines einzelnen Berufs- und Industriezweigs, angegeben. Die rasante Entwicklung der Fachpresse zeigt folgende Statistik zum Bestand an Fachtiteln in D: (aus Johanek’s Die Vogel Story Titelanzahl (im Jahre ...) Jahr 1867: 1140 Jahr 1874: 1855 Jahr 1880: 2727 Jahr 1890: 2994 Jahr 1900: 4820 Jahr 1910: 5861 Die Aufbereitung der Geschichte der Fachzeitschrift (und nicht nur als Auftakt für eine Verlagsstory) wäre eine lohnende Aufgabe, auch hier in Deutschland. Oder? P.S. 1) Die Kommentarfunktion des Blogs eignet sich prima für Hinweise, Anmerkungen, usw. P.S. 2) Internet Recherche Viele deutsche Verlage, haben natürlich für ihren Gründer, einen oder erste Zeitschriftentitel, den Verlag einen Blick in die Anfänge im Internet publiziert eine zusammenfassende Darstellung ist mir (bisher noch nicht aufgefallen). Für die Schweiz macht Martin Stadelmann, macht einen Rundumschlag zur Geschichte der Fachpresse SFJ - AJS - AGS - Geschichte der Fachpresse DSpace at Rice University Early History of Newspaper (PDF) Hugo E. Martin, Berlin http://blog.hemartin.net Seite 11
  12. 12. 12. August 2014 Can you compare the eBook Revolution with the Paperback Revolution The answer of Hachette's CEO Michael Pietsch to the Amazon readersunited.com appeal has sparked the discussion of how different or how similar this two revolutions which have and which will change the business and democratizing reading for ever are. Matthew Ogle has recorded the Paperback revolution 1935 - 1960 on straightforward facts. Mentioning of how furious publishers, booksellers and book-culture advocates where about Paperbacks ... more here Hugo E. Martin, Berlin http://blog.hemartin.net Seite 12
  13. 13. Michael Pietsch explains the Paperback revolution as a well-thought, financially logical step by publishers in making the most money for out of marketing the cultural good of literature The invention of mass-market paperbacks was great for all because it was not intended to replace hardbacks, but to create a new format available later, at a lower price. The auto-response letter of Michael you find here Edward Robertson points to the weakness / fallacy of Michael Pietsch arguments and concludes that Michael (or his PR staff) either doesn’t know about the history of his own industry, or is openly lying to the public about it, to the people complaining about Hachette's quarrel about pricing ideas of Amazon Well, technically, it isn’t false — it’s true that mass market paperbacks weren’t invented to replace hardbacks. But they weren’t published in the modern fashion, with a publisher releasing them months after the more expensive hardback. Rather, paperback rights were purchased by competing publishers who were able to sell their paperbacks for 10% of the price of the original hardcovers. In other words Paperbacks were invented to disrupt the hardcover industry... more In short: eBooks are invented to disrupt the paper book industry, whether you like it or not Hugo E. Martin, Berlin http://blog.hemartin.net Seite 13
  14. 14. 20. August 2012 Anrufe gegen Gegenwart und Zukunft Über die schreckliche, unmoralische und faule Jugend Allzuleicht vergessen wir, dass wir diese schreckliche, unmoralische Jugend von gestern (oder vorgestern waren). Und das Wehklagen über das Verhalten der Jugend und die Verdorbenheit der jungen Generation hat Tradition und sind wohl so alt wie die Menschheit, wie diese Fundstücke nahe legen: "Unsere Jugend ist heruntergekommen und zuchtlos. Die jungen Leute hören nicht mehr auf ihre Eltern. Das Ende der Welt ist nahe." (Keilschrifttext aus Ur, Chaldäa, um 2000 vor Christus) "Die heutige Jugend ist von Grund auf verdorben, sie ist böse, gottlos und faul. Sie wird niemals so sein wie die Jugend vorher, und es wird ihr niemals gelingen unsere Kultur zu erhalten." (Keilschrifttext, babylonische Tontafel, um 1000 vor Christus) "Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor den älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten sollte. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer." (wird oft Sokrates, einem griechischem Philosopen, 449 - 399 vor Christus zugeschrieben, aber dafür gibt es keinen Nachweis) "Der Lehrer fürchtet und hätschelt seine Schüler, die Schüler fahren den Lehrern über die Nase und so auch ihren Erziehern. Und überhaupt spielen die jungen Leute die Rolle der alten und wetteifern mit ihnen in Wort und Tat, während Männer mit grauen Köpfen sich in die Gesellschaft der jungen Burschen herbeilassen.“ (Sokrates, griechischer Philosoph, 449 - 399 vor Christus "...die Schüler achten Lehrer und Erzieher gering. Überhaupt, die Jüngeren stellen sich den Älteren gleich und treten gegen sie auf, in Wort und Tat." (Platon, griechischer Philosoph, 427 - 347 vor Christus) "Ich habe überhaupt keine Hoffnung mehr in die Zukunft unseres Landes, wenn einmal unsere Jugend die Männer von morgen stellt. Unsere Jugend ist unerträglich, unverantwortlich und entsetzlich anzusehen." Hugo E. Martin, Berlin http://blog.hemartin.net Seite 14
  15. 15. "Wenn ich die junge Generation anschaue, verzweifle ich an der Zukunft der Zivilisation." (Aristoteles, griechischer Philosoph, 384-322 vor Christus) "... auf ihrem Höhepunkt kennt die Jugend nur die Verschwendung, ist leidenschaftlich dem Tanze ergeben und bedarf somit wirklich eines Zügels. Wer nicht dieses Alter nachdrücklich unter seiner Aufsicht hält, gibt unmerklich der Torheit die beste Gelegenheit zu bösen Streichen... Unmäßigkeit im Essen, sich vergreifen am Geld des Vaters, Würfelspiel, Schmausereien, Saufgelage, Liebeshändel mit jungen Mädchen, Schändung verheirateter Frauen." (Plutarch, ein griechischer Schriftsteller, ca 45 - 125 nach Christus) Aber auch: "Die verschiedenen Altersstufen des Menschen halten einander für verschiedene Rassen: Alte haben gewöhnlich vergessen, daß sie jung gewesen sind, oder sie vergessen, dass sie alt sind, und Junge begreifen nie, dass sie alt werden können." (Kurt Tucholski, deutscher Journalist und Schriftsteller, in Der Mensch, 1890 - 1935) ... mehr Fundstücke und Zitate? Zum Beispiel bei Guido Stepken auf little-idiot. de (PDF). Über die Verwerflichkeit der Straßenbeleuchtung Das folgende Zitat kenne ich schon seit Mitte der 60er Jahre. Der damalige CDR der Fachzeitschrift Elektromarkts oder Elektrotechnik hat mir das seinerzeit im Umlauf zukommen lassen (als junger Anzeigenwerber ebenda). Hugo E. Martin, Berlin http://blog.hemartin.net Seite 15
  16. 16. Link zur Quelle: Spica o.J. Hugo E. Martin, Berlin http://blog.hemartin.net Seite 16
  17. 17. Über die gesundheitlichen Gefahren der teuflisch schnellen, dampfgetriebenen Eisenbahnen für Mensch und Tier Königlich Bayrische Expertengutachten aus dem Jahr 1835 "Ortsveränderungen mittels irgend einer Art von Dampfmaschine sollten im Interesse der öffentlichen Gesundheit verboten sein. Die raschen Bewegungen können nicht verfehlen, bei den Passagieren die geistige Unruhe, 'delirium furiosum' genannt, hervorzurufen. Selbst zugegeben, daß Reisende sich freiwillig der Gefahr aussetzen, muß der Staat wenigstens die Zuschauer beschützen, denn der Anblick einer Lokomotive, die in voller Schnelligkeit [a.d.V. 20 - 30 km in der Stunde] dahinrast, genügt, um diese schreckliche Krankheit zu erzeugen..." (Vielfach zitiert, Herkunft umstritten, vielleicht aus dem Französischem) Daneben gab es auch noch "Krankheiten" wie "Eisenbahnrücken", "Eisenbahngehirn", "Paralyse des nervus facialis", u.v.a.m. Quelle: Bernward Joerges Ein früher Fall von Technology Assessment oder die verlorene Expertise (Auszug, PDF) "Auch wurde behauptet, daß durch die vergiftete Luft, aus der die Vögel tot herabfallen würden, Kühe ihre Milch verlieren würde, die Pferdezucht verkommen würde, das Getreide und Viehfutter schädliche Beimischungen erhalten und Hasen, Rehe, Hühner, Fasanen und Füchse durch Verscheuen und Aussterben und Verscheuchen unheilbar geschädigt werden ..." Quelle: Esther Fischer-Homberger Die Büchse der Pandora: Der mythische Hintergrund der Eisenbahnkrankheiten des 19. Jahrhunderts (PDF) Hugo E. Martin, Berlin http://blog.hemartin.net Seite 17
  18. 18. Über die Lesesucht „Lesesucht, die Sucht, d.h. die unmäßige, ungeregelte auf Kosten anderer nöthiger Beschäftigungen befriedigte Begierde zu lesen, sich durch Bücherlesen zu vergnügen.“ (Joachim Heinrich Campe, Schriftsteller u. Verleger, 1746 - 1818) "die „erzwungene Lage und der Mangel aller körperlichen Bewegung beym Lesen, in Verbindung mit der so gewaltsamen Abwechslung von Vorstellungen und Empfindungen […] Schlaffheit, Verschleimung, Blähungen und Verstopfung in den Eingeweiden, mit einem Worte Hypochondrie, die bekanntermaaßen bey beyden, namentlich bey dem weiblichen Geschlecht, recht eigentlich auf die Geschlechtstheile wirkt, Stockungen und Verderbnis im Bluthe, reitzende Schärfen und Abspannung im Nervensysteme, Siechheit und Weichlichkeit im ganzen Körper“ erzeuge. Das Lesen, das einmal als Seltenheit galt, betreibt nun jeder, auch die Schichten, die nicht dazu bestimmt seien. Durch das Lesen verliert man die Kontrolle über seine Geschlechtstriebe. (Karl G. Bauer, Pädagoge in "Über die Mittel dem Geschlechtstrieb eine unschädliche Richtung zu geben" (1787)) „So lange die Welt stehet, sind keine Erscheinungen so merkwürdig gewesen als in Deutschland die Romanleserey, und in Frankreich die Revolution. Diese zwey Extreme sind ziemlich zugleich mit einander großgewachsen, und es ist nicht ganz unwahrscheinlich, dass die Romane wohl eben so viel im Geheimen Menschen und Familien unglücklich gemacht haben, als es die so schreckbare französische Revolution öffentlich thut.“ (Johann Georg Heinzmann, Schriftsteller, 1757 - 1802 - in Apell an meine Nation über die Pest der deutschen Literatur, 1795) „Ein Buch lesen, um bloß die Zeit zu tödten, ist Hochverrath an der Menschheit, weil man ein Mittel erniedrigt, das zur Erreichung höherer Zwecke bestimmt ist.“ (Johann Adam Bergk, Philosoph, 1769 – 1834 - Die Kunst, Bücher zu lesen, 1798) Im Diskurs vom "richtige" Gebrauch der Zeit und der eigenen Energie zählt Salzmann Onanie - der Onanist ist der Mörder seinen eignen Leibes - und Lesesucht zu den besonders verwerflichen heimlichen Sünden der Jugend." (Christian Gotthilf Salzmann, Pfarrer, Pädagogen und Schriftsteller, 1744 – 1811) Mehr zur Lesesucht auf Wikipedia Hugo E. Martin, Berlin http://blog.hemartin.net Seite 18
  19. 19. Über die Gefahren von gedruckten Zeitungen und Zeitschriften "... als Nachteile werden hauptsächlich die Beförderung von Oberflächlichkeit und der mögliche Misbrauch ihres Einflusses zur Irreleitung der Meinung, sowie der Schaden angeführt, welche manche durch ihren geschmacklosen, unsittlichen, groben Ton anrichten ..." mehr (Brockhaus, 1841) Über die Gefahren des Niederschreibens - eBooks und eReader Sokrates Annahme, dass das geschriebene Wort der Feind der Erinnerung sei, war falsch. Und so werden wohl die meisten der erschrockenen, warnenden, verdammenden eReader / eBooks Studien dereinst in der Rubrik 'Anrufe gegen Gegenwart und Zukunft' ihr Un-Sinn bewahren. (HT BoSack) PHAIDROS. (De pulchro) SOKRATES: ... Als er aber an den Buchstaben war, [E] sagte Theuth: "Diese Kenntnis, o König, wird die Ägypter weiser und erinnerungsfähiger machen, denn als ein Hilfsmittel für das Gedächtnis sowohl als für die Weisheit ist sie erfunden." Thamus aber erwiderte: "O du sehr kunstreicher Theuth! Einer ist der, der das, was zur Kunst gehört, hervorzubringen, ein anderer aber der, der zu beurteilen vermag, in welchem Verhältnis sie Schaden und Nutzen denen bringe, die sie gebrauchen werden. So hast auch du jetzt, als Vater der Buchstaben, aus Vaterliebe das Gegenteil von dem gesagt, was ihre Wirkung ist. Denn Vergessenheit wird dieses in den Seelen derer, die sie kennenlernen, herbeiführen durch Vernachlässigung des Gedächtnisses, sofern sie nun im Vertrauen auf die Schrift von außen her mittelst fremder Zeichen, nicht von innen her aus sich selbst, das Erinnern schöpfen. Nicht also für das Gedächtnis, sondern für seinen Anschein hast du ein Hilfsmittel erfunden. Von der Weisheit aber bietest du den Schülern nur Schein, nicht Wahrheit dar. Denn die viel lesen, sind nun ohne Belehrung, und so werden sie Vielwisser zu sein meinen, da sie doch größtenteils Nichtswisser sind und Leute, mit denen schwer umzugehen ist, indem sie Dünkelweise geworden sind, nicht Weise." Zitiert nach Ludwig Georgii (1853) Hugo E. Martin, Berlin http://blog.hemartin.net Seite 19
  20. 20. PHAIDROS: O Sokrates, leicht erdichtest du ägyptische und dir beliebig wo immer heimische Reden! Link zur Quelle: opera-platonis.de/Phaidros Hugo E. Martin, Berlin http://blog.hemartin.net Seite 20
  21. 21. Über die Gefahren von Film und Fernsehen Nach dem vergeblichen geführten Kampf gegen die Lesesucht ... ist Lesen jetzt positiv besetzt, gilt nun als aktiv und den Geist anregend - im Gegensatz zum Film, der rege die Phantasie an einmal zu sehr, ein andermal aber zerstöre er sie. "So wurde zum Beispiel dem Kino zunächst vorgeworfen, es rege die Phantasie zu sehr an; später hieß es, dass es diese zerstöre.[24] Als sich das Fernsehen in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts allmählich in allen Gesellschaftsschichten ausbreitete, bildete sich beim Bildungsbürgertum eine verstärkte Abneigung gegen dieses Medium: Fernsehen führe zu Passivität und Realitätsverlust, das Lesen dagegen sei aktiv und rege den Geist an.[23][25] Die Angst vor Abstumpfung der Kinder und Jugendlichen, Verrohung, Aggressionssteigerung, Trägheit und Realitätsverlust standen dabei besonders im Vordergrund.[26] " "Augenscheinlich sind dies sehr ähnliche Argumente zu denen der Kritiker der Lesesucht im 18. Jahrhundert. Nach Spode erzeuge „jede grundlegende technische Veränderung in der Produktion von Fiktionalität […] – sobald ihre soziale Verbreitung beobachtet wird – Abwehrreaktionen bei den Besitzern des nun von Entwertung bedrohten kulturellen Kapitals.“[27]" [24] Hasso Spode: Fernseh-Sucht. Ein Beitrag zur Geschichte der Medienkritik. In: Distanzierte Verstrickungen. Die ambivalente Bindung soziologisch Forschender an ihren Gegenstand. Festschrift für Peter Gleichmann zum 65. Geburtstag. Edition Sigma, Berlin 1997, ISBN 3- 89404-433-0, S. 310. [25] Hasso Spode: Fernseh-Sucht. 1997, S. 297. [26] Henning Wrage: Jene Fabrik der Bücher. 2010, S. 12–13. [27] a, b Hasso Spode: Fernseh-Sucht. 1997, S. 310. via / mehr siehe auch de.wikipedia.org Hugo E. Martin, Berlin http://blog.hemartin.net Seite 21
  22. 22. Zeitungen: Die Verwendung von Farbe verringert den Lerneffekt "Schon ältere Studien zeigen, daß der Lerneffekt bei farbigen Material geringer ist, die Information mehr Zeit braucht. Wie neuer Laborexperimente bestätigt haben, kann das Farbfernsehen offenbar leicht eine Farbsättigung hervorrufen. Es wird damit das Verlangen nach der schwarz-weißen Zeitung eher begünstigen..." (Elisabeth Noelle-Neumann) Zitiert aus Zeitungslehre II, Redaktion, die Sparten Verlag und Vertrieb, Wirtschaft und Technik Autoren: Emil Dovifat, Jürgen Wilke, 1976 Vgl. Elisabeth Noelle-Neumann (Hrsg.): Farbfernsehen und Zeitung Ein Forschungsprojekt der Stiftervereinigung der Presse e. V. (Journalismus Beiheft 3), Düsseldorf 1968 Hugo E. Martin, Berlin http://blog.hemartin.net Seite 22
  23. 23. 5. Juli 2012 Lobbyismus im Wandel der Zeit: Film & Musik 1915 /1930 Der Tonfilm ist wirtschaftlicher und geistiger Mord! Weil es eine Beziehung gibt zwischen dem Wandel vom Stummfilm, verschiedenen Übergangstechnologien (u.a. dem Beck'schen Patent, Lloyd-Lachmann-Verfahren, Notofilm-System) und den Anfängen des Tonfilms und meinem Großvater Gustav Zeitzschel , dem Opernsänger an zahlreichen Theatern in Deutschland und dem Gesangsstar der Deutschen Lichtspiel- Operngesellschaft (DELOG), dem musikalischem Direktor und schließlich dem Direktor der Deutsch-Österreichischen Künstlergesellschaft, will ich hier ein paar Dokumente des (vergeblichen) Widerstands gegen Veränderungen zusammenführen. (Angeregt von einem Facebook-Posting von Lumiére). Source Hugo E. Martin, Berlin http://blog.hemartin.net Seite 23
  24. 24. Source Hugo E. Martin, Berlin http://blog.hemartin.net Seite 24
  25. 25. Source: Wolfgang Dudda: Wiki des Tages Manfred Spitzer Wie wir uns und unsere Kinder um den Verstand bringen... Über die digitale Demenz ... 978-3426276037 Nachtrag und Diskussion zum 'Bestseller' Über Spitzner's Demenz - by Martin Lindner Hugo E. Martin, Berlin http://blog.hemartin.net Seite 25
  26. 26. 15. Mai 2014 Wie viele Zeitungen und Zeitschriften gibt es in Deutschland? - Ausgabe 2014 – Schon lange überfällig, ein Update im Jahr 2014 zu den im Web und dann auf diesem Blog über 12.000 mal recherchierten Fragestellung: Wie viele Zeitungen gibt es in Deutschland? Wie viele Zeitschriften gibt es in Deutschland? Wie viele Fachzeitschriften gibt es in Deutschland? Wie viele Anzeigenblätter gibt es in Deutschland? [... und wie viele Zeitungen und Zeitschriften gibt es in Österreich? in der Schweiz?] Die Zusammenfassung für Deutschland IVW 2014-QI (gemeldet und geprüft) 381 Zeitungen Gesamt [mit ePaper 178] 361 Tageszeitungen und Sonntagszeitungen [mit ePaper 175] 20 Wochenzeitungen [mit ePaper 3] 842 Publikumszeitschriften [mit ePaper 66] 1.137 Fachzeitschriften [mit ePaper 10] Laut ADA / BVDA (per 1-Januar 2014) 1.406 Anzeigenblätter Nach Angaben der Verbände bzw. eigene Schätzungen Zeitschriften Gesamt: ca. 11.000 – 12.200 Titel (mit mind. quartalmäßiges Erscheinen) davon ca. 1.600 Publikumszeitschriften (laut VDZ 2014-QI: 1.587) ca. 4.000 Fachzeitschriften (laut Deutsche Fachpresse 2013: 3.800 Titel) ca. 4.400 Wissenschaftliche Zeitschriften (geschätzt) ca. 1.000 - 2.200 Fachtitel aus Klein- und Kleinst-Verlagen (geschätzt) Hugo E. Martin, Berlin http://blog.hemartin.net Seite 26
  27. 27. Im Detail ... Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger e.V. (BDZV) wird wohl erst im Herbst seine Zahlen aktualisieren. Zur Zeit nutzt er die IVW Zahlen des II. Quartal 2013. Hugo E. Martin, Berlin http://blog.hemartin.net Seite 27
  28. 28. Einen Auszug aus den Marktdaten des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) gibt es in der Pressemitteilung vom 30.10.2013 und unter Schaubilder 2013. In der Broschüre Die Deutschen Zeitungen in Zahlen und Daten (PDF) Kostenpflichtig ist das BDZV-Jahrbuch Zeitungen 2013/14, 420 Seiten, ISBN 978-3-939705-16-1 Hugo E. Martin, Berlin http://blog.hemartin.net Seite 28
  29. 29. Siehe auch: Jahrbuch des BDZV 2013 / 2014: Zahlen und Daten zur wirtschaftlichen Lage der Zeitungen Lesetipp: Interessante Betrachtung und Zahlen von Horst Röper in Media Perspektiven 2014-05: Daten zur Konzentration der Tagespresse 2014 (17 Seiten, PDF) Tagespresse Statistik 1954 - 2012 (PDF) Der Verband Deutscher Lokalzeitungen e.V. (VDL) verweist auf seiner Website auf über 80 Zeitungstitel seiner Mitgliedsverlage mit einer Gesamtauflage von 1,4 Mio. Exemplaren. Der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger e.V. (VDZ) verweist / übernimmt die Zahlen des IVW + Nielsen Media Research (siehe dort). Auf seiner Website schreibt der VDZ (unverändert zum Vorjahr): "Die Landes- und Fachverbände mit dem VDZ als Dachverband sind Heimat für über 400 Verlage in Deutschland mit 6.000 Titeln. Zusammen kommen sie auf über 80 Prozent des gesamten Umsatzes." Hugo E. Martin, Berlin http://blog.hemartin.net Seite 29
  30. 30. Unter der Rubrik Branchendaten veröffentlicht der VDZ zur Zeit noch immer Auszüge aus einem Datensatz vom März 2013 http://www.vdz.de/branche-branchendaten-zeitschriftenbranche/. Aktuellere (nicht kostenpflichtige) Daten gab es bereits im Rahmen der VDZ Jahrespressekonferenz (7. April 2014). Siehe auch Blogpost VDZ Jahrespressekonferenz 2014. Trendumfrage dokumentiert eine insgesamt 'Stabile Entwicklung' Der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger veröffentlicht jährlich ein kostenpflichtiges, sogenanntes Whitepaper: Der Zeitschriftenmarkt Deutschland in Zahlen Ausgabe 2013 (Februar 2013, 110 Charts) mit Branchendaten zur Entwicklung der Publikums-, Fach- und konfessionellen Zeitschriften Lesetipp: Interessante Betrachtung und Zahlen von Andreas Vogel in Media Perspektiven 2014-06 Publikumszeitschriften 2014 by Andreas Vogel (25 Seiten, PDF) Media Daten Südwest: Basisdaten TV, Hörfunk, Printwelt, Film und Internet Hugo E. Martin, Berlin http://blog.hemartin.net Seite 30
  31. 31. Der Verein Deutsche Fachpresse weist in ihrer Fachpresse-Statistik für 2013 (basierend auf einer Befragung im Frühjahr 2014 und Hochrechnungen) 3.800 Fachzeitschriftentitel (2007: 3.899, 2012: 3.757) und eine Gesamt-Jahresauflage (verbreitet) von 505 Mio. (2007: 502 Mio., 2012: 483 Mio) aus. Hugo E. Martin, Berlin http://blog.hemartin.net Seite 31
  32. 32. Der Bundesverband Deutscher Anzeigenblätter e.V. (BVDA) veröffentlicht seine Marktzahlen auf der Basis von ADA und AWA 2013. Er zählt (Stand 1.01.2014) insg. 1.406 Anzeigenblatt-Titel (im Verband davon 900), aus 458 Verlagen (im Verband 212) mit einer Gesamtauflage (pro Erscheinen) von 91,4 Mio. Exemplaren. Weitere Branchendaten des Bundesverbands Deutscher Anzeigenblätter Die Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V. (IVW) Anzahl der IVW-gemeldeten/geprüften Titel im I. Quartal 2014 361 Tageszeitungen [175 ePaper Ausgaben] - mit einer Gesamt-Quartalsauflage (verkaufte) von 19,94 Mio. (2009: 23,52), ePaper 0,54 Mio. 20 Wochenzeitungen [3 ePaper Ausgaben] - mit einer Gesamt-Quartalsauflage (verkaufte) von 1,85 Mio. (2009: 1,93), ePaper 0,03 Mio. 842 Publikumszeitschriften [66 ePaper Ausgaben] - mit einer Gesamt-Quartalsauflage (verkaufte) von 104,34 Mio. (2009: 113,74), ePaper 0,52 Mio. Hugo E. Martin, Berlin http://blog.hemartin.net Seite 32
  33. 33. 1.137 Fachzeitschriften [10 ePaper Ausgaben] - mit einer Gesamt-Quartalsauflage (verkaufte) von 11,82 Mio. (2009: 13,43), ePaper 0,02 Mio. 76 Kundenzeitschriften - mit einer Gesamt-Quartalsauflage (verkaufte) von 39,59 Mio. (2009: 43,84) VU Meynen Werbeträgerstatistik Fach- und Wirtschaftsmedien wertet 334 Fachtitel (inkl. 5 Wirtschaftspresse-Titeln) aus (Dezember 2014) Nielsen Media Research Deutschland Wird zu der Auswertung Print ausgeführt: Nielsen wertet derzeit die Anzeigen und Motive von über 230 Zeitungen über 700 Publikumszeitschriften und über 200 Fachzeitschriften in Deutschland aus. (Anmerkung: für Zeitungen wird nur die Werbung für Markenartikel und Dienstleistungen erfasst) Der Media-Daten Verlag wirbt mit „topaktuelle Tarif- und aus über 18.000 Belegungseinheiten aller in Deutschland erscheinenden Medien" (Update 8-Juni-2011). Zuvor mit 2.557 Publikumszeitschriften, Kundenmagazine und Supplements 3.775 Fachzeitschriften 473 Zeitungen 643 Anzeigenblätter Der Banger - Zeitschriftenkatalog wirbt mit ca. 23.500 gelisteten Titeln in der Region D-A-CH und ausgewählter internationalen wissenschaftlichen Zeitschriften 5.000 wissenschaftliche Zeitschriften (ca.) 10.000 Fachzeitschriften (ca.) 5.000 Publikums-, konfessionelle und politische Zeitschriften (ca.) 1.700 Loseblatt-Werke (ca.) Hugo E. Martin, Berlin http://blog.hemartin.net Seite 33
  34. 34. Der ZIS – Der Zeitschriften-Informations-Service Beinhaltet rund 1.700 Fachzeitschriften, wissenschaftliche Zeitschriften und Kulturzeitschriften von über 300 Verlagen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. P.S. An den historischen Zahlen zur Anzahl der Fachzeitschriften hat sich und wird sich nichts mehr ändern ... Aufstieg und Blütezeit deutschsprachiger Fachpublikationen 1867: 1.140 1874: 1.855 1880: 2.727 1890: 2.994 1900: 4.820 1910: 5.861 Quelle: Die Vogel Story von Peter Johanek Weitere Quellen: - International Association of Scientific, Technical & Medical Publishers Stats - ZAW Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft e.V. - Zeitschriftendatenbank (ZDB) - ZMG Zeitungs Marketing Gesellschaft mbH & Co. KG - IfM: Ranking - Die 50 größten Medienkonzerne 2014* Daten 2013 (einige 2012) - IfM: Ranking internationale Medienkonzerne nach Umsatzrenditen (Daten 2013) - IfM Die führenden internationalen Zeitungen im Vergleich - 50 Zeitungen Hugo E. Martin, Berlin http://blog.hemartin.net Seite 34
  35. 35. Wie viel Bücher erschienen 2013 in Deutschland. Umsatz mit Büchern Titelproduktion in 2013: 93.600 (Erstauflagen 81.919 und 11.681 Neuauflagen) Quelle: dnb, VLB, Börsenverein Titelproduktion (nur) Erstauflagen in % Quelle: dnb, VLB, Börsenverein Anzahl der Buchverlage Nach der letztverfügbaren Umsatzsteuerstatistik (Voranmeldung) 2012 gab es 2.209 Buchverlage (mit steuerpflichtigen Umsätzen ab 17.500 Euro). Laut Ausweis des Börsenvereins waren per April 2014 insg. 1.775 Buchverlage Mitglieder dieses Verbands. Hugo E. Martin, Berlin http://blog.hemartin.net Seite 35
  36. 36. Den Umsatz von buchhändlerischer Betriebe (zu Endverbraucher-preisen) mit Büchern + Fachzeitschriften das Jahr für 2013 schätzt der Börsenverein des Deutschen Buchhandels auf 9,536 Mrd. Euro. Knapp die Hälfte des Umsatzes (48, 6%) erzielt der Sortimentsbuchhandel, ein Fünftel (19,7 %) des Umsatz entfällt auf das Direktgeschäft der Verlage (inkl. Fachzeitschriften, Abgrenzung z.B. Anzeigenerlöse, DL nicht bekannt) und ein Sechstel (16,3 %) wird via / im Internet umgesetzt. Quelle: dnb, VLB, Börsenverein Weitere Informationen auch unter Börsenverein des Deutschen Buchhandels: Die Charts zur Wirtschaftspressekonferenz 3. Juni 2014 Hugo E. Martin, Berlin http://blog.hemartin.net Seite 36
  37. 37. Österreich / Austria (Stand 5. Mai 2014) Anzahl der Tageszeitungen 19 Tageszeitungen gesamt (2013, inkl. Regionalausgaben 42) Anzahl Wochenzeitungen 287 Wochenzeitungen gesamt (2013) (Quelle: Österreichisches Pressehandbuch) Anzahl der Magazine 65 Publikumsmagazine (2013) 2.263 Fachmagazine (2013) (Quelle: Österreichisches Pressehandbuch) Link: Österreichische Auflagenkontrolle - Auflagenliste (zuletzt 2 Halbjahr 2013) Hugo E. Martin, Berlin http://blog.hemartin.net Seite 37
  38. 38. Schweiz / Switzerland / Suisse / Svizzera / Svizra (Stand 5. Mai 2014) Anzahl der Zeitungstitel 184 Zeitungen (2013) mit einer durchschnittlichen täglichen Auflage von 1'790,6 Mio. Titelstatistik (PDF) Auflagenstatistik (PDF) davon 138 deutschsprachig 36 französischsprachig 8 italienischsprachige 2 rätoromanischsprachige Quelle, mehr: schweizermedien.ch (2013) Printmedienangebot in der Schweiz 105 Tagespresse 317 Regionale Wochenpresse 22 Sonntagspresse 55 Publikumspresse 23 Finanz- und Wirtschaftspresse 1.000 Spezialpresse 830 Fachpresse 2.353 Gesamt Quelle, mehr: schweizermedien.ch (2013) Hugo E. Martin, Berlin http://blog.hemartin.net Seite 38
  39. 39. Impressum / Imprint / Masthead Verantwortlich / Responsible für den Inhalt auch im Sinne des § 5 TMG (Telemediengesetz): Hugo E. Martin Prinzregentenstr. 5 10717 Berlin Germany Fon +49-30-236 278 36 eMail hemartin_emartin_net Postanschrift Postfach 310 906 10639 Berlin Germany USt.-ID: DE-134108870 (c) Copyright 2004 - 2014, Hugo E. Martin, Berlin Kontakt / Touchpoints Hugo E. Martin On Media + Marketing eMartin.net Twitter / @hemartin mcchemartin Facebook / hemartin Facebook / emartin.net LinkedIn / hemartin Xing / hemartin Hugo E. Martin, Berlin http://blog.hemartin.net Seite 39

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