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Victor Hugo: „Das Buch wirddas Gebäude töten“.Jean-Philippe de Tonnac: „Gewisswird die Architektur nichtsterben, aber in e...
J.P.T.: „Auch wenn sich daselektronische Buch .. in ähnlicherWeise auf Kosten desgedruckten Buches durchsetzensollte .. wi...
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J.P.T.: „Was wir Kultur nennen,ist in Wirklichkeit ein langerProzess des Auswählens undFilterns. Ganze Sammlungen vonBüche...
Umberto Eco: „Sollte das Bild-und Tongedächtnis des 20.Jahrhunderts durch einengigantischen Stromausfall ..ausgelöscht wer...
Im Falle einer Katastrophe:U.E.: „.. lassen Sie michanmerken, dass ich zuerst meineexterne Festplatte mit 250Gigabyte an m...
Jean Claude Carrière: „Jedesmal,wenn eine neue technischeErrungenschaft auf den Plantritt, will sie unter Beweisstellen, d...
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U.E.: „Heute muss derAngestellte .. sein Wissen ständigerneuern oder er riskiert, seinenJob zu verlieren. Die Übergangs-ri...
J.C.C.: „In altenKulturen geben dieAlten das Wissen an dieKinder weiter. Wenndie Welt in ständigerUmwälzung ist, sind esdi...
U.E.: „Für die französischenHistoriker des 19. Jahrhundertswar Danton die große Gestalt.Dann viel er in Ungnade undRobespi...
U.E.: „Mit dem Internet, das unsalles gibt und uns dazu verurteilt,die Filterungen nicht mehr durchVermittlung der Kultur ...
J.C.C.: „Vor fünfzehn Jahren hateine Autorenschule sich gegen denComputer ausgesprochen, mitdem Argument, dass .. die Stad...
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Grosse zukunft des_buches_2

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Gespräch mit Umberto Eco und Jean-Claude Cariére zum Thema "Die Große Zukunft des Buches". Auszüge aus dem Werk für die Vorlesung: "Webkommunikation" an der Johannes Kepler Universität Linz.

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Grosse zukunft des_buches_2

  1. 1. Umberto Eco, Jean-Claude Carrière„Die große Zukunft des Buches“Ergänzt um Zitate aus: „This is not the End of the Book“, dieselben.Auszüge für dieVU „Webkommunikation“H. Mittendorfer, Johannes Kepler Universität LinzMittwoch, 12. Juni 13
  2. 2. Victor Hugo: „Das Buch wirddas Gebäude töten“.Jean-Philippe de Tonnac: „Gewisswird die Architektur nichtsterben, aber in einer sichverändernden Kultur wird sichihre kulturelle Leitfunktionverlieren. (Vorwort)H.M.:Trifft dies auch auf dasBuch zu?Foto: Hans MittendorferMittwoch, 12. Juni 13
  3. 3. J.P.T.: „Auch wenn sich daselektronische Buch .. in ähnlicherWeise auf Kosten desgedruckten Buches durchsetzensollte .. wird das E-Book dasBuch nicht töten“ (Vorwort)Quelle: http://2.bp.blogspot.comMittwoch, 12. Juni 13
  4. 4. Umberto Eco: „But one can alsoimagine that the fantasticinvention that is the internetmay likewise disappear. Just asairships have disappeared fromour skies“ (Not the End of: Seite 6)H.M.: Sind glaubhafte Berichte überDatenschutzverletzungen oder Betrugsfälle imInternet oder ein technischer Kollaps mit derKatastrophe der „Hindenburg“ im Mai 1937vergleichbar? Wie wahrscheinlich ist dasVerschwinden oder ein grundsätzlicherWandel des Internets?Foto: Hans MittendorferMittwoch, 12. Juni 13
  5. 5. J.P.T.: „Was wir Kultur nennen,ist in Wirklichkeit ein langerProzess des Auswählens undFilterns. Ganze Sammlungen vonBüchern, Filmen, Comics,Kunstwerken, .. wurdenunterdrückt oder sind denFlammen zum Opfer gefallen“.(Vorwort)H.M.: Was filtert das Web.Was wird als Kulturgut bleiben?Foto: Hans MittendorferMittwoch, 12. Juni 13
  6. 6. Umberto Eco: „Sollte das Bild-und Tongedächtnis des 20.Jahrhunderts durch einengigantischen Stromausfall ..ausgelöscht werden, bleibt unstrotzdem noch das Buch“(S: 30)H.M.: Wie langlebig sind diedigitalen Archive?Foto: Hans MittendorferMittwoch, 12. Juni 13
  7. 7. Im Falle einer Katastrophe:U.E.: „.. lassen Sie michanmerken, dass ich zuerst meineexterne Festplatte mit 250Gigabyte an mich reißen würde,auf der meine sämtlichenSchriften der letzten 30 Jahregespeichert sind“. (S: 37)Foto: Hans MittendorferMittwoch, 12. Juni 13
  8. 8. Jean Claude Carrière: „Jedesmal,wenn eine neue technischeErrungenschaft auf den Plantritt, will sie unter Beweisstellen, dass sie uns von denRegeln und Zwängen entbindet,die alle früheren Erfindungen mitsich brachten“. (S: 38)Foto: Hans MittendorferMittwoch, 12. Juni 13
  9. 9. U.E.: „ .. ich sagte mir, dassVergilschon in die virtuelle Welthinabgestiegen ist, ins Innereeines enormen Computers, wosich stumme Avatarsdrängen.“ (vgl: S: 53)H.M. : Im Prinzip war vielesschon da, was das Web heute alsInnovation verkauft?Foto: Hans MittendorferMittwoch, 12. Juni 13
  10. 10. U.E.: „“Wählt immer einklassisches Thema riet ich. „Wiekann man nur eine Arbeit überjemand schreiben, der noch amLeben ist?“ (S: 56)H.M.: Kann man dem Aktuellenwirklich trauen?Ist nicht (wirkliche) Kunst und(wirkliche) Wissenschaft das, wasbleibt?Foto: Hans MittendorferMittwoch, 12. Juni 13
  11. 11. U.E.: „Wir leben in keinerbeschaulichen Gegenwart,sondern wir stehen vor derAnforderung, uns ständig auf dieZukunft vorzubereiten“ (S: 56)H.M.: Kaum hat man sich an einInterface, eine Computer-sprache, eine Anwendunggewöhnt, winkt die Neuauflage.Foto: Hans MittendorferMittwoch, 12. Juni 13
  12. 12. U.E.: „Heute muss derAngestellte .. sein Wissen ständigerneuern oder er riskiert, seinenJob zu verlieren. Die Übergangs-riten, die die großen Prüfungenam Ende der Schulzeit undStudium einst darstellten, habenkeine Bedeutung mehr“ (S: 58)H.M.: Ergebnis - LebenslangesLernen.Foto: Hans MittendorferMittwoch, 12. Juni 13
  13. 13. J.C.C.: „In altenKulturen geben dieAlten das Wissen an dieKinder weiter. Wenndie Welt in ständigerUmwälzung ist, sind esdie Kinder, die IhrenEltern die Elektronikbeibringen. Und derenKinder, was werden dieihnen beibringen? “(S: 59)Foto: Hans MittendorferMittwoch, 12. Juni 13
  14. 14. U.E.: „Für die französischenHistoriker des 19. Jahrhundertswar Danton die große Gestalt.Dann viel er in Ungnade undRobespierre, der Unbestechliche,kam wieder zu Ehren.“ (vgl. S: 74)H.M.: Informationen unterliegendem gesellschaftlichen, politischen,kulturellen Kontext.Foto: Hans MittendorferMittwoch, 12. Juni 13
  15. 15. U.E.: „Mit dem Internet, das unsalles gibt und uns dazu verurteilt,die Filterungen nicht mehr durchVermittlung der Kultur vorzu-nehmen, sondern nach eigenemGutdünken, laufen wir Gefahr, baldüber sechs Milliarden Enzyklo-pädien zu verfügen.“ (vgl. S: 74)H.M.: Was der Annahme derEntwicklung von Teilöffentlich-keiten und Subkulturen durch dasWeb entspricht.Foto: Hans MittendorferMittwoch, 12. Juni 13
  16. 16. J.C.C.: „Vor fünfzehn Jahren hateine Autorenschule sich gegen denComputer ausgesprochen, mitdem Argument, dass .. die Stadiendes Textes auf dem Bildschirmschon mit der Würde desEndgültigen versehen sind.“ (vgl. S:107)Navil Brody: „Das Web gleichteiner Skulptur, die nie aushärtet,einem Aquarell, das nie trocknet“.(Berlin FUSE 95).Foto: Hans MittendorferMittwoch, 12. Juni 13

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