Wie funktioniert Lernen?

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Was ist Wissen? Wie funktioniert das Denken? Wie kommt neues Wissen in mein Gehirn?
Oder mit anderen Worten: Wie geht eigentlich Lernen?
Dieser Vortrag präsentiert die aktuellen Erkenntnisse zum Thema Lernen aus dem Buch "Visible Learning and the Science of How We Learn" von John Hattie und Gregory Yates.

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Wie funktioniert Lernen?

  1. 1. Visible Learning and The Science of How We Learn Mag. Alexander Staenke Visual Thinking for Learning, Productivity and Innovation info@visualthinking.at
  2. 2. The Science of How We Learn In diesem Buch fassen die Autoren Hattie und Yates den aktuellen Wissenstand der kognitiven Psychologie zum Thema Lernen zusammen. 2 http://www.visiblelearning.de/john-hattie-interview-visible-learning/
  3. 3. Cool! ! Und worum geht es jetzt genau?
  4. 4. Wie kommt neues Wissen in mein Gehirn? ?
  5. 5. Der Plan!
  6. 6. Also werfen wir einen genaueren Blick auf die Fragen: Was ist Wissen? Was macht mein Gehirn mit dem Wissen? Wie kommt das Wissen am besten in mein Gehirn?
  7. 7. ? Was ist Wissen?
  8. 8. Die Arten von Wissen Sequenzen Sensorisch Mag. Alexander Staenke | Visual Thinking for Learning, Productivity and Innovation | info@visualthinking.at 8 Ideen Schemata Mentale Modelle Prozeduren
  9. 9. Die Struktur von Wissen Sequenzen 0676345, ORF, ABCD… Mag. Alexander Staenke | Visual Thinking for Learning, Productivity and Innovation | info@visualthinking.at 9 Ideen Schemata Mentale Modelle Sätze, die eine Bedeutung übermitteln. „Wien ist eine Stadt.“ Mit Schemata organisieren wir Ideen in zusammenhängende Strukturen. Modelle erlauben es uns, die Realität zu simulieren - d.h. zu denken.
  10. 10. 10 Schemata sind Wissensnetzwerke Novize Experte
  11. 11. Denken in mentalen Modellen Mag. Alexander Staenke | Visual Thinking for Learning, Productivity and Innovation | info@visualthinking.at 11 Sequenzen Ideen Schemata Mentale Modelle • Mentale Modelle erlauben es uns, komplexe Problemstellungen zu analysieren und durch zu denken. • Denken bedeutet, die vorhandenen Schemata zur Problemlösung heran zu ziehen. • Qualität und Erfolg des Denkens hängt sehr stark von den vorhandenen Ideen und Schemata ab.
  12. 12. Was ist Wissen? Arten von Wissen, Struktur von Wissen, Denken
  13. 13. ? Wie funktioniert mein Gehirn?
  14. 14. 14 Arbeitsgedächtnis Langzeitgedächtnis Aufmerksamkeit Erinnern Vergessen Umwelt Lernen
  15. 15. Wo findet das Denken statt?
  16. 16. Bewusstes Denken findet im Arbeitsgedächtnis statt.
  17. 17. Wann funktioniert Denken?
  18. 18. Es ist Platz im Arbeitsgedächtnis Informationen aus der Umwelt Quelle: Daniel Willingham, Why Don’t Students Like School, 2009 Fakten sind im Langzeitgedächtnis verfügbar Automatisierte Prozeduren sind im Langzeitgedächtnis verfügbar Mag. Alexander Staenke | Visual Thinking for Learning, Productivity and Innovation | info@visualthinking.at 18
  19. 19. Denken funktioniert, wenn im Arbeitsgedächtnis Platz ist… …und dort ist nur wenig Platz und der immer nur für kurze Zeit. 4 unbekannte Objekte 8 bekannte Objekte 5-20 Sekunden Mag. Alexander Staenke | Visual Thinking for Learning, Productivity and Innovation | info@visualthinking.at 19
  20. 20. Wann klappt das Denken nicht?
  21. 21. Kognitive Überlastung
  22. 22. Zu viel & zu schnell Schlecht organisiertes Wissen Zu wenig Vorwissen Unklare Anweisungen Fehlende Lernstrategien Zu viele Ablenkungen Mag. Alexander Staenke | Visual Thinking for Learning, Productivity and Innovation | info@visualthinking.at 22
  23. 23. Kann ich besser denken lernen?
  24. 24. • Das Abrufen von gesichertem Wissen aus dem Langzeitgedächtnis ist mühelos! • Auch komplexe und umfangreiche Wissensschemata zählen nur als 1 Objekt • Prozeduren, die vollständig automatisiert sind, brauchen kaum Rechenleistung im Gehirn. 1x1 Mag. Alexander Staenke | Visual Thinking for Learning, Productivity and Innovation | info@visualthinking.at 8 bekannte Objekte Ja und Nein 24
  25. 25. Wie funktioniert mein Gehirn? Arbeitsgedächtnis, Denken, Kognitive Überlastung
  26. 26. Und jetzt zum spannenden Teil!
  27. 27. ? Wie lerne ich richtig*?
  28. 28. Was heißt „richtig“ ? 28 Effektiv Die aufgewendete Zeit soll effektiv genutzt werden Langzeit Neues Wissen soll im Langzeit-gedächnis verankert werden Lösen von Problemen in verschiedenen Anwendungsgebieten Kreativ Bekanntes zu Neuem verbinden
  29. 29. Los gehts!
  30. 30. Lernen gelingt, wenn wir… …ein paar Prinzipien beachten und die passenden Lerntechniken verwenden.
  31. 31. Prinzipien
  32. 32. Prinzipien 32 Lernen braucht Zeit, Mühe und Motivation. Emotion, Motivation und Kognition beeinflussen einander stark. Unsere Kapazitäten Neues zu lernen sind limitiert.
  33. 33. Prinzipien Konzentrations-spannen 33 Neues Wissen muss an vorhandenes anknüpfen können, sonst wird es rasch vergessen. Wir erinnern uns besser an das, worüber wir auch nachdenken. sind kurz.
  34. 34. Prinzipien Erscheint uns das Ziel als bedeutungsvoll, strengen 34 wir uns gerne und nachhaltig an. Kurzfristige Ziele motivieren uns mehr als langfristige. Auch wenn die langfristigen insgesamt besser für uns sind. Wir lernen gut und gerne mit anderen gemeinsam.
  35. 35. Prinzipien 35 Erinnerungen werden immer wieder aufs Neue erschaffen. Lernen macht nicht immer Kognitive Überlastung tritt schneller ein als man denkt. Spaß.
  36. 36. Zusammenfassend:
  37. 37. Wir sind viel mehr das… …als das Sheila Xerox https://www.flickr.com/photos/aspis7/5075169756 http://www.office.xerox.com/multifunction-printer/multifunction-over-30ppm/phaser-3635mfp/dech3.7html
  38. 38. Techniken
  39. 39. Die Top 4 des richtigen Lernens • Aktives Erinnern (Testen) • Verteiltes Üben • Durchmischen der Inhalte • Erklären und Erweitern 39
  40. 40. Aktives Erinnern (Selbsttestung) 40 Versuche dich aktiv an neu gelernte Inhalte zu erinnern! Lorem ipsum und ein langer Text.Lorem ipsum und ein langer Text.Lorem ipsum und ein langer Text.Lorem ipsum und ein langer Text.Lorem ipsum und ein langer Text.Lorem ipsum ! !u nd ein langer ext.Lorem ipsum und ein langer Text.Lorem ipsum und ein Lesen Lorem ipsum und ein langer Text.Lorem ipsum und ein langer Text. Lorem ipsum und ein langer Text.Lorem ipsum und ein langer Text.Lorem ipsum und ein langer Text.Lorem ipsum ! !u nd ein langer ext.Lorem ipsum und ein langer Text.Lorem ipsum und ein Erinnern (testen)
  41. 41. Aktives Erinnern 41 Bringt Vermeidet • Besseres Verständnis der Bedeutung des Gelernten • Korrekte Selbsteinschätzung • Verwechseln von Wiedererkennen mit tatsächlichem Wissen • Illusion des Wissens Zu beachten Wiederholtes Lesen und Unterstreichen ist leichter und wirkt für Lernende produktiver als sich aktiv an Neues zu erinnern. Durch das mehrfache Lesen entsteht rasch das Gefühl die Inhalte schon gut zu kennen. Das ist jedoch oft eine Illusion, die dem Test nicht standhält. Aktives Erinnern ist mühsam und zu Anfang leicht frustrierend. Aber gerade die Mühe beim Lernen erweist sich als wichtiger Hebel für dauerhaftes Merken.
  42. 42. Verteiltes Üben 42 4 mal 1 Stunde ist viel besser 1h 1h 1h 1h als 1 mal vier Stunden. 4h
  43. 43. Verteiltes Üben 43 Bringt Vermeidet • Konsolidiert die Erinnerungen im Langzeitgedächtnis • Neues Material wird besser mit vorhandenem Wissen verknüpft • Reinstrebern am Abend vor dem Test • Rasches Vergessen des neu erlernten Materials. Zu beachten Verteiltes Üben fühlt sich oft weniger effizient an, als massives „reinstrebern“. Wir haben das Gefühl, rasch viel zu lernen. Tatsächlich jedoch benötigt unser Gehirn viel Zeit, um neue Inhalte im Langzeitgedächtnis zu verankern, mit Bedeutung zu versehen und mit bestehenden Wissensbausteinen zu verknüpfen.
  44. 44. Durchmischen der Inhalte 44 Abwechslung ist besser + - + / als sture Wiederholung. + + + + + + + + + + +
  45. 45. Durchmischen der Inhalte 45 Bringt Vermeidet • Durchmischen der Inhalte beim Lernen verbessert die Fähigkeit den korrekten Lösungsweg zu finden. • Verwenden der „falschen Formel“ Zu beachten Durchmischen der Inhalte kann für Lernende leicht verwirrend sein. Auch stellt sich das Gefühl ein, dass nichts so wirklich fertig geübt wird. Dennoch zeigt sich, dass durch das Durchmischen die Kompetenz im Auswählen des richtigen Lösungsweges stark gesteigert wird.
  46. 46. Erweitern und Erklären 46 Wozu ist das noch gut? Neu Kenne ich etwas ähnliches? Wie könnte ich das einem Freund Könnte es auch Wieso ist das so? anders sein? erklären?
  47. 47. Erweitern und Erklären 47 Bringt Vermeidet • Verbindet neues mit bereits bekanntem Material im Langzeitgedächtnis. • Wissensinseln ohne Verknüpfung Zu beachten „Erweitern und Erklären“ bringt Lernende dazu über die neuen Inhalte nachzudenken und sie mit zusätzlichen Bedeutungen zu versehen. Das vertieft das Wissen und schafft neue Verknüpfungen, die beim Abrufen des Wissens helfen.
  48. 48. Phew.
  49. 49. Jetzt kommts!
  50. 50. Wie, wie viel und wie lange hat Arnold Schwarzenegger wohl trainiert, um so aus zu 50 sehen? https://www.flickr.com/photos/46502813@N03/5343432134/
  51. 51. Wir sind viel mehr das… …als das Sheila Xerox https://www.flickr.com/photos/aspis7/5075169756 http://www.office.xerox.com/multifunction-printer/multifunction-over-30ppm/phaser-3635mfp/dech5.1html
  52. 52. Wie lerne ich richtig? Prinzipien & Lerntechniken
  53. 53. Wie kommt neues Wissen in mein Gehirn? Was ist Wissen? Wie funktioniert mein Gehirn? Prinzipien und Techniken für das richtige Lernen
  54. 54. Danke. Mag. Alexander Staenke Visual Thinking for Learning, Productivity and Innovation info@visualthinking.at

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