Bachelorarbeit aus Wirtschaftsinformatik
durchgeführt am
Institut für Wirtschaftsinformatik - Software Engineering
Johanne...
Inhalt
1. Motivation und Zielsetzung
2. Grundlagen
● Barrierefreiheit
● Offene Geodaten
● Sehbeeinträchtigungen
● Barriere...
Motivation und Zielsetzung
Motivation
● Interesse an freien Geodaten und digitalen Karten
● Interesse Technologie für Alle...
Struktur Bachelorarbeit
1 Einleitung
2 Grundsätzliches zur Barrierefreiheit
2.1 Hauptmerkmale der Barrierefreiheit
2.2 Gru...
Struktur Bachelorarbeit
5 Barrierefreie Geodaten für sehbeeinträchtigte Personen
5.1 Die semantische Ebene von Karten
5.2 ...
Barrierefreiheit
„Gebrauchstauglichkeit vor dem Hintergrund einer Behinderung.“
[Hellbusch 2008]
Merkmale der Barrierefrei...
Accessibility Evaluierung bezüglich WCAG 2.0
Beispiele für Verletzungen der Konformitätsstufe A:
● Alle Nicht-Text-Element...
Offene Geodaten
„Geodaten sind digitale Informationen, denen auf der Erdoberfläche eine
bestimmte räumliche Lage zugewiese...
Sehbeeinträchtigung
Definition bezüglich der Sehstärke (Visus):
Fähigkeit, zwei benachbarte Punkte als
getrennte Einheiten...
Farbfehlsichtigkeit

Normalsichtigkeit

Protanopie

Deuteranopie

Tritanopie
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Sichere Farbpalette bei Farbfehlsichtigkeit

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Kognitive Karten
“Kognitives Kartieren ist eine Abstraktion all jener kognitiven und mentalen
Fähigkeiten welche uns ermög...
Probleme visueller Karten für blinde und
sehbeeinträchtigte Personen
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Komplexität der Bedienbarkeit
Keine verbal...
Relevante Geodaten
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Was soll inkludiert werden?
Was soll ausgelassen werden?

Blinde Person:

Sehbeeinträchtigte
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Kernanforderungen an Prototypen
1. Vorgefertigte BenutzerInnenprofile für unterschiedliche (nicht blinde)
Zielgruppen:
● G...
Beispiel: Starke Kontraste

Gebäude: schwarz schraffiert
Grünzonen: grau (schwarz punktiert)
Wasser: schwarz
Straßen: schw...
Beispiel: Farbpalette für Farbfehlsichtigkeit

Straßen: hellrot (#F99)
Gebäude: schwarz
Grünzonen: blassrosa (#FEC)
Wasser...
Beispiel: Textuelle Repräsentation von POIs

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Beispiel: Textuelle Repräsentation von Straßen

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Personalisierbare Designelemente
Farben:
● Straßen
● Gebäude
● Grünzonen
● Wasser
Beschriftungen:
● Textgröße
● Schriftfar...
Basisarchitektur des Prototypen

●
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Vektor statt Bitmap Kacheln (tiles)
Geodatenprovider OpenStreetMap liefert Geo...
Fazit
Was ist erledigt?
✔ Darstellung der Grundlagen barrierefreier Geodaten
✔ Recherche zum State of the art barrierefrei...
Danke für die Aufmerksamkeit!
Gerald Kogler
geraldo@servus.at

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Barrierefreier Zugang zu offenen Geodaten unter besonderer Berücksichtigung sehbeeinträchtigter Personen

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Barrierefreier Zugang zu offenen Geodaten unter besonderer Berücksichtigung sehbeeinträchtigter Personen

  1. 1. Bachelorarbeit aus Wirtschaftsinformatik durchgeführt am Institut für Wirtschaftsinformatik - Software Engineering Johannes Kepler Universität Linz Gerald Kogler Barrierefreier Zugang zu offenen Geodaten unter besonderer Berücksichtigung sehbeeinträchtigter Personen Betreuer: Dr. Stefan Schiffer Linz, 4.2.2014
  2. 2. Inhalt 1. Motivation und Zielsetzung 2. Grundlagen ● Barrierefreiheit ● Offene Geodaten ● Sehbeeinträchtigungen ● Barrierefreie Geodaten für sehbeeinträchtigte Personen 3. Ergebnisse ● Kernanforderungen an barrierefreie Karten ● Prototyp für barrierefreie Karten 4. Fazit 2
  3. 3. Motivation und Zielsetzung Motivation ● Interesse an freien Geodaten und digitalen Karten ● Interesse Technologie für Alle zugänglich zu machen Ziele ● Überblick zum State of the Art von barrierefreien Karten ● Verfügbarkeit eines Prototypen als Basis für weitere Arbeiten 3
  4. 4. Struktur Bachelorarbeit 1 Einleitung 2 Grundsätzliches zur Barrierefreiheit 2.1 Hauptmerkmale der Barrierefreiheit 2.2 Grundlegende Technologien und Standards 2.3 Rechtliche Grundlagen in Österreich 3 Überblick zu freien Geodaten 3.1 Überblick OpenStreetMap 3.2 Beispiele relevanter Tags für Barrierefreiheit 4 Zielgruppe blinde und sehbeeinträchtigte Menschen 4.1 Sehschädigungen 4.2 Assistierende Technologien 4.3 Auswirkungen von Sehschädigungen auf Informationsgewinnung und -verarbeitung 4.4 Die Metapher der kognitiven Karte 4
  5. 5. Struktur Bachelorarbeit 5 Barrierefreie Geodaten für sehbeeinträchtigte Personen 5.1 Die semantische Ebene von Karten 5.2 Techniken zur Gestaltung barrierefreier Karten 5.3 Funktionale Ansätze für barrierefreie Karten 5.4 Integrative Designelemente barrierefreier Karten 6 Personalisierbare Karten, eine Darstellung für jede BenutzerIn 6.1 Kernanforderungen 6.2 Überblick über Technologie 5
  6. 6. Barrierefreiheit „Gebrauchstauglichkeit vor dem Hintergrund einer Behinderung.“ [Hellbusch 2008] Merkmale der Barrierefreiheit ● Textäquivalenz ● Kontraste und Farben ● Tastaturnavigation ● Strukturierte Inhalte ● Verständlichkeit ● Geräteunabhängigkeit Prinzipien Web Content Accessibility Guidelines (WCAG 2.0): 1. Wahrnehmbarkeit 2. Bedienbarkeit 3. Verständlichkeit 4. Robustheit 6
  7. 7. Accessibility Evaluierung bezüglich WCAG 2.0 Beispiele für Verletzungen der Konformitätsstufe A: ● Alle Nicht-Text-Elemente, die Information transportieren, sollten ein Textäquivalent haben. ● Alle Funktionalitäten müssen alternativ über die Tastatur benutzbar sein. Beispiele für Verletzungen der Konformitätsstufe AA: ● Inhalte, Phrasen oder Begriffe in einer anderen Sprache müssen mit der entsprechenden Sprache ausgezeichnet werden. ● Während man mit der Tastatur durch das Menü navigiert, ist der Fokus oft nicht sichtbar. Beispiele für Verletzungen der Konformitätsstufe AAA: ● Die Kontrastverhältnisse passen teilweise nicht. ● Überschriften sollten in der richtigen Hierarchiefolge zur Strukturierung des Inhalts verwendet werden. 7
  8. 8. Offene Geodaten „Geodaten sind digitale Informationen, denen auf der Erdoberfläche eine bestimmte räumliche Lage zugewiesen werden können.“ Beispiel Open Data Commons Open Database License (OpenStreetMap): ● beliebig nutzen, verarbeiten, anpassen, vervielfältigen und öffentlich zugänglich machen Relevante Map Features bei OpenStreetMap: ● Hindernisse ● Querungsstellen ● Oberflächenbeschaffenheit ● Eigenschaften von Fußwegen ● Taktile Bodenindikatoren 8
  9. 9. Sehbeeinträchtigung Definition bezüglich der Sehstärke (Visus): Fähigkeit, zwei benachbarte Punkte als getrennte Einheiten wahrzunehmen. Funktional orientierte Definition nach ● Kommunikation ● Orientierung und Bewegung ● Aktivitäten des täglichen Lebens ● Aufgaben im Nahbereich Unterscheidung von ● Blindentechniken ● Sehbehindertentechniken ● Sehendentechniken 9
  10. 10. Farbfehlsichtigkeit Normalsichtigkeit Protanopie Deuteranopie Tritanopie 10
  11. 11. Sichere Farbpalette bei Farbfehlsichtigkeit 11
  12. 12. Kognitive Karten “Kognitives Kartieren ist eine Abstraktion all jener kognitiven und mentalen Fähigkeiten welche uns ermöglichen, Information über unsere räumliche Umgebung zu sammeln, organisieren, speichern, abrufen und manipulieren.“ [Downs und Stea 1977] Aussagen Interview Bernhard Stöger (Blinder Mitarbeiter am Institut Integriert Studieren der JKU): ● „Meine Vorstellung von der Welt ist rechtwinkelig.“ ● „Mein Bild von der Umgebung gleicht eher einer Folge von Listen mit Namen als einer schönen, anschaulichen Karte.“ ● „...punktgenaue Beschreibungen helfen mir besser als assoziative...“ ● „Ich wäre für Sitzplatz-Koordinaten.“ 12
  13. 13. Probleme visueller Karten für blinde und sehbeeinträchtigte Personen ● ● ● ● ● Komplexität der Bedienbarkeit Keine verbale Beschreibung der Inhalte Nicht für Screenreader interpretierbar Keine Anpassbarkeit der Darstellung an individuelle Bedürfnisse ... 13
  14. 14. Relevante Geodaten ● ● Was soll inkludiert werden? Was soll ausgelassen werden? Blinde Person: Sehbeeinträchtigte Person: 14
  15. 15. Kernanforderungen an Prototypen 1. Vorgefertigte BenutzerInnenprofile für unterschiedliche (nicht blinde) Zielgruppen: ● Geringe Sehkraft ● Farbfehlsichtigkeit 2. Personalisierbarkeit relevanter Designelemente: ● Farbschema, Farbkontraste, Schriftart und -größe 3. Textuelle Repräsentation relevanter Geodaten: ● Straßen, POIs 4. Persistierung von Einstellungen: ● Übernehmen der Voreinstellungen vom Betriebssystem ● Speichern der persönlichen Einstellungen 15
  16. 16. Beispiel: Starke Kontraste Gebäude: schwarz schraffiert Grünzonen: grau (schwarz punktiert) Wasser: schwarz Straßen: schwarz Beschriftungen: schwarz auf weißem Schatten 16
  17. 17. Beispiel: Farbpalette für Farbfehlsichtigkeit Straßen: hellrot (#F99) Gebäude: schwarz Grünzonen: blassrosa (#FEC) Wasser: hellblau (#ADD) Beschriftungen: schwarz auf weißem Schatten 17
  18. 18. Beispiel: Textuelle Repräsentation von POIs 18
  19. 19. Beispiel: Textuelle Repräsentation von Straßen 19
  20. 20. Personalisierbare Designelemente Farben: ● Straßen ● Gebäude ● Grünzonen ● Wasser Beschriftungen: ● Textgröße ● Schriftfarbe ● Schriftfamilie ● Schriftausprägung 20
  21. 21. Basisarchitektur des Prototypen ● ● ● ● ● Vektor statt Bitmap Kacheln (tiles) Geodatenprovider OpenStreetMap liefert GeoJSON Leaflet zur Interaktion JavaScript und D3.js zum Aufbau des SVG Dokuments Rendering des SVG im Browser 21
  22. 22. Fazit Was ist erledigt? ✔ Darstellung der Grundlagen barrierefreier Geodaten ✔ Recherche zum State of the art barrierefreier Karten ✔ Prototyp für geringe Sehkraft und Farbfehlsichtigkeit Was ist (noch) offen? ✗ Korrekte Darstellung von Vektordaten ✗ Vervollständigung der Zielgruppenprofile ➔ Ein spannendes Thema mit großem Potential 22
  23. 23. Danke für die Aufmerksamkeit! Gerald Kogler geraldo@servus.at 23

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