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Wirtschaft umwandlungssatz endversion

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Wirtschaft umwandlungssatz endversion

  1. 1. Abstimmung, veröffentlicht am 16.01.2010 www.vimentis.chSenkung des MindestumwandlungssatzesDer Umwandlungssatz in einer Pensi- weil gemäss Bundesrat und Parlamentonskasse ist der Prozentsatz des ange- weniger Zins auf dem Kapital erzielt Zusammenfassungsparten Kapitals, der als Rente den werde. Bei den 6.4% handelt es sich Ziel der VorlagePensionären ausbezahlt wird. Er hängt um das Minimum, welches die Pensi- Die Renten der beruflichen Vorsorgeunter anderem davon ab, wie viel onskassen bezahlen müssen. Geht es sollen an die tiefere Verzinsung ange-Zins/Rendite die Pensionskasse auf der Pensionskasse gut, darf sie weiter- passt und so finanziell gesichert werden.dem angesparten Kapital erzielen kann. hin höhere Renten auszahlen.Da die Pensionskassen die letzten 12 Wichtigste ÄnderungenJahre weniger Zins/Rendite erzielen Was wird geändert? • Der Mindestumwandlungssatz wird biskonnten als in der Vergangenheit, soll Die wichtigste Änderung ist die schritt- 2015 von 6.8% schrittweise auf 6.4%der Umwandlungssatz um 0.4% auf weise Senkung des Mindestumwand- gesenkt. Damit wird neu eine Verzin-6.4% gesenkt werden. Dagegen wurde lungssatzes bis 2015 von 6.8% auf sung des Alterskapitals von 4.0% stattdas Referendum ergriffen, weshalb die- 4.5% angenommen. 6.4%. Damit wird berücksichtigt, dassse Vorlage zur Abstimmung vors Volk man zukünftig nur noch mit einer Ver- • Als Folge sinken die jährlichen Alters-kommt. zinsung von 4% statt 4.5% pro Jahr sowie die Hinterlassenen- und Er- werbsunfähigkeitsrenten um ca. 6%. rechnet. Dies entspricht der durch-Was ist der Umwandlungssatz? schnittlichen Verzinsung, welche die Argumente dafürDer Umwandlungssatz wandelt das von Pensionskassen zwischen 1997 und • Verzinsung wird auf 4% und damit aufjeder Person angesparte Pensionskas- 2007 erreicht haben. In den letzten den in den letzten 12 Jahren tatsäch-senguthaben in eine Rente um. Er ist zwei Jahren lag die Verzinsung auf- lich erzielten Zinssatz angepasst.so gewählt, dass im Durchschnitt das grund der Finanzkrise jedoch noch tie- • Ohne Anpassung würden zu hoheangesparte Kapital des Pensionärs ge- fer, was aber in der Berechnung des Renten ausbezahlt, als Folge würdenau bis zu seinem Tod reicht. neuen Mindestumwandlungssatzes das Alterskapital der jungen Generati- nicht berücksichtigt wurde. on bereits heute verbraucht, so dassHeute gilt ein Mindestumwandlungssatzvon 6.8%. Hat also beispielsweise eine Nicht betroffen von dieser Änderung diese keine Rente mehr hätten.Person zum Zeitpunkt der Pensionie- sind Renten, die bereits bezogen wer- • Wird eine höhere Verzinsung erzielt,rung 100000 CHF in der Pensions- den. Auch die Barauszahlung des Vor- könne weiterhin mehr ausgezahlt wer-kasse angespart, bekommt sie eine sorgekapitals, die möglich ist bei einer den.jährliche Rente von 6’800 CHF. Aufnahme einer selbständigen Er- werbstätigkeit, einer definitiven Ausrei- Argumente dagegenDer Umwandlungssatz und dadurch • Eine Verzinsung mit 4.5% sei zukünf- se aus der Schweiz oder falls das aus-auch die Rente hängen von der Le- tig mit risikoreicheren Anlagen und tie- bezahlte Kapital unter dem Jahresbei-benserwartung einer durchschnittlichen feren Gebühren wieder erzielbar. Die trag liegt, wird nicht verändert.Person und der Verzinsung des Kapitals Vorlage sei reine Angstmacherei.ab. Je länger die Person lebt, desto tie- • Umwandlungssatz wurde bereits in der Auswirkungenfer müssen der Umwandlungssatz und 1. BVG Revision an die höhere Le-die Rente sein, damit das gesparte Bei einer Annahme der Vorlage wird der benserwartung angepasst.Geld reicht. Je mehr Zins das Kapital Umwandlungssatz auf 6.4% gesenkt, • Die Rentensenkung führe zu Armutpro Jahr erzielt, desto höher kann der so dass ein Pensionär mit einem Vor- bei Personen mit heute tiefen RentenUmwandlungssatz sein, da mehr Geld sorgekapital von 100000 CHF nun und verursache damit höhere Sozial-für die Renten zur Verfügung steht. neu jährlich 6400 CHF bekäme. Dies kosten. entspricht einer Senkung der Rente umAufgrund der gestiegenen Lebenser- ca. 6%. Das gesamte angesparte Kapi- Positionenwartung wurde bereits mit der 1. BVG- tal wird aber nicht verkleinert, nur die Ein “Ja” empfehlen: Bundesrat und Par-Revision der Prozentsatz von 7.2% auf jährliche Rentenzahlung wird gekürzt. lament, CVP6.8% gesenkt. Der Satz soll nun Ein “Nein” empfehlen: Grüne, SPnochmals auf 6.4% gesenkt werden, 1
  2. 2. Zudem sind die Leistungen bei Er- che Lebenslänge 85.37 Jahre beträgt, und risikoreichere Anlagen gewähltwerbsunfähigkeit sowie die Hinterlas- was mit der Senkung des Umwand- werden.senenleistungen ebenfalls von der An- lungssatzes berücksichtigt sei. Zudem sei die höhere Lebenserwartungpassung des Umwandlungssatzes be- Die Befürworter führen weiter an, dass schon in der 1. BVG-Revision mit dertroffen. Diese hängen indirekt vom bei einer Ablehnung der Vorlage die Senkung auf 6.8% korrekt eingerech-Umwandlungssatz ab. Pensionskassen mehr Geld ausbezah- net worden. Seitdem habe aber keinKonkret bedeutet das, dass die IV- len müssten, als jeder angespart habe. sprunghafter Anstieg mehr stattgefun-Renten der Pensionskasse (aber nicht Dies führe dazu, dass das Rentenkapi- den, so dass dieses Argument entfalle.die IV-Rente der IV-Versicherung) so- tal der Jungen auf die heutigen Rentner Weiter führen die Gegner aus, dass beiwie die Ehegattenrente und die Wei- umverteilt werde. Kommt die heutige einer Anpassung des Umwandlungssat-senrente auch um 6% sinken werden. junge Generation dann in ihr Rentenal- zes auch die Renten verkleinert würden.Bei einer Ablehnung der Vorlage wird ter, sei für diese kein Geld mehr vor- Damit würde mit der Senkung wenigerdie Höhe der Rentenleistung beibehal- handen. Geld für die täglichen Ausgaben zurten. Können die Pensionskassen den Passe man daher den Umwandlungs- Verfügung stehen. Das sei vor allem einhöheren Zinssatz langfristig aber nicht satz heute nicht an, hätten die Jungen Problem für Personen mit einem niedri-realisieren, würde das angesparte Kapi- keine Pensionskassen mehr oder aber gen Vorsorgekapital. Seien diese be-tal des einzelnen nicht mehr reichen. man müsse die Pensionskassen später reits vorher mit Geldproblemen konfron-Um die Renten trotzdem auszahlen zu mit Milliardenbeträgen sanieren. tiert, verschärfe sich diese Situationkönnen, würde Geld von anderen Per- Die Anpassung des Umwandlungssat- hiermit noch. Dies könne so weit ge-sonen benutzt. Sind diese dann im zes sichere daher gemäss den Befür- hen, dass Sozialleistungen bezogenPensionsalter, wäre für diese kein Geld wortern die finanzielle Stabilität der 2. werden müssten, was höhere Sozial-mehr vorhanden oder die Pensionskas- Säule (Pensionskasse). Damit sei auch kosten für die gesamte Schweiz bedeu-se müsste saniert werden. das Ziel der Verfassung gesichert, dass te. Aber auch der gewohnte Lebens- jede Person im Rentenalter eine Rente standard von Personen in höheren Ein-Argumente der Befürworter von 60% des Lohnes erhalten soll. kommensklassen sei mit einer Anpas-Die Befürworter argumentieren, dass sung im Rentenalter gefährdet. Mit ei- Schlussendlich sei der Umwandlungs-der Umwandlungssatz heute von unrea- ner kleineren Rente stehe weniger Geld satz nur eine Mindestvorschrift. Solltelistisch hohen Renditen von 4.5% aus- zur Verfügung, den Lebensabend auf mehr Zins erzielt werden, könnten diegehe. Dies zwinge die Pensionskassen dem gewohnten Niveau zu verbringen. Pensionskassen weiterhin mehr aus-dazu, riskante Anlagestrategien zu fah- zahlen. Somit sei gemäss den Gegnern dasren und somit das Vorsorgekapital zu verfassungsmässige Leistungsziel ver-gefährden. Der neue Umwandlungssatz Argumente der Gegner letzt, da eine Rente von 60% des bis-entspreche einer Rendite von 4.0%, herigen Lohnes verunmöglicht werde. Die Gegner argumentieren, dass diewas die Pensionskassen die letzten 10 Schlussendlich sei die Vorlage schlicht Renditeerwartungen von Bundesrat undJahre auch erzielt hätten. zu übereilt und schüre nur die Angst Parlament ungewöhnlich pessimistischZudem werde die Bevölkerung immer seien. Eine Rendite von 4.5% sei lang- bezüglich der Altersvorsorge. Solltenälter. Die unterstellte Lebenserwartung fristig in Zukunft durchaus wieder mög- auch zukünftig keine höheren Renditenvon 83.65 Jahren in der 1. BVG- lich, wenn tiefere Gebühren verlangt erzielt werden, sei genügend Zeit, denRevision sei unterschätzt worden. Neu Umwandlungssatz zu senken.werde erwartet, dass die durchschnittli- 2
  3. 3. Literaturverzeichnis:Baumgartner Gygax & Partner AG. (2006). Folgen des BVG-Umwandlungssatzes. Gefunden am 26. Dezember 2009 unter http://www.bgpartner.ch/pdf/senkung_umwandlungssatz.pdfBundesversammlung. (2009). Bundesgesetz über die berufliche Alters-. Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge. Gefunden am 26. Dezember 2009 unter http://www.admin.ch/ch/d/sr/831_40/index.htmlChristlichdemokratische Volkspartei der Schweiz. (2009). Volksabstimmung vom 7. März 2010. Gefunden am 26. Dezember 2009 unter http://www.cvp.ch/de/home/volksabstimmung_vom_7._maerz_2010_content---1--1035--257.htmlEconomiesuisse. (2009). BVG-Umwandlungssatz senken – zweite Säule nachhaltig sichern. Gefunden am 26. Dezember 2009 unter http://www.economiesuisse.ch/web/de/aktuell/newsletter/0309/Seiten/newsletter_artikel1_20090415.aspxEidgenössisches Bundesamt für Sozialversicherungen. (2009). Argumentarium. Gefunden am 26. Dezember 2009 unter http://www.bsv.admin.ch/dokumentation/gesetzgebung/00092/02715/index.html?lang=deEvangelische Volkspartei. (2009). Ja zur Änderung des BVG. Gefunden am 26. Dezember 2009 unter http://www.evppev.ch/index.php?id=1627&L=0&tx_ttnews[tt_news]=11302&tx_ttnews[backPid]=1625&cHash=c0cc9a10f0Grüne Partei der Schweiz. (2006). Umwandlungssatz BVG. Gefunden am 26. Dezember 2009 unter http://www.grüne.ch/web/gruene/de/positionen/soziales/soziale_sicherheit/vernehmlassungen/umwandlungssatz-bvg_28-04-06.htmlPK-Netz. (2009). Umwandlungssatz BVG. Gefunden am 26. Dezember 2009 unter http://www.pk-netz.ch/content/view/72/75/Schweizer Personalvorsorge. (2009). Einführung Umwandlungssatz. Gefunden am 26. Dezember 2009 unter http://www.schweizerpersonalvorsorge.ch/zeitschrift/dossier-umwandlungssatz/einfuehrung-zum-thema/Sozialdemokratische Partei der Schweiz. (2009). NEIN zum Rentenklau. Gefunden am 26. Dezember 2009 unter http://www.sp- ps.ch/fileadmin/downloads/Kampagnen/2010/03_rentenklau/20091223_rentenklau_kurzargu_de.pdfSchweizerischer Bundesrat. (2006). Botschaft über die Änderung des Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invali- denvorsorge (Anpassung des Mindestumwandlungssatzes). Gefunden am 26. Dezember 2009 unter http://www.admin.ch/ch/d/ff/2006/9477.pdfSchweizerischer Bundesrat. (2009). Volksabstimmung vom 7. März 20010 Erläuterungen des Bundesrats. Gefunden am 30. Dezember 2009 unter http://www.admin.ch/aktuell/abstimmung/00233/index.html?lang=deÜberparteiliches Komitee „Ja zum fairen BVG-Umwandlungssatz“. (2009). Argumente. Gefunden am 26. Dezember 2009 unter http://www.faire-renten.ch/de/arguments/ 3

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