Jahrbuch Qualität der Medien – Schweiz Suisse Svizzera 
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Negativspiralen 
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Steigende Werbeanteile der Unterhaltungsangebote 
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Reichweite via Gratis & Infotainment verdrängt Qualität 
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Qualitätsniedrige Medien auf Wachstumskurs 
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Online: Gratis- und Boulevardangebote mit grösstem 
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• Auch die Grati...
Social Networks vergrössern den Unterhaltungsdruck in 
der Medienarena zusätzlich 
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Folgen der Negativspiralen: 
«Unten» leidet die Qualität, weil sie nicht 
gepflegt werden muss – «oben» l...
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Qualitätsveränderungen von 2010 bis 2013 
Öffentliches Radio 
Abonnementszeitungen 
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Fazit 
• Die Mittel für vielfältigen, professionellen Informationsjournalismus 
fliessen zu branchenfremd...
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Übersicht 
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Sprachregionale Resultate 
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2014: Hauptbefunde aus dem Jahrbuch Qualität der Medien – Schweiz Suisse Svizzera

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Das fög – Forschungsinstitut Öffentlichkeit und Gesellschaft untersucht jährlich die aktuellsten Veränderungen in der Schweizer Medienlandschaft. Im Mittelpunkt stehen dabei die Mediengattungen Presse, Radio Fernsehen und Online. Ergänzend werden die Bereiche Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in separaten Analysen vertieft betrachtet.
Weitere Informationen unter: www.foeg.uzh.ch

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  • 3
  • Netto:
    2002:
    Private Ausland (Schweizer Werbefenster): 25%
    Öffentliche (SRG SSR): 71%
    Private Schweiz: 4%

    2013:
    Private Ausland (Schweizer Werbefenster): 43%
    Öffentliche (SRG SSR): 48%
    Private Schweiz: 9%
  • Innerhalb des Informationsjournalismus sind Informationsangebote mit den grössten Reichweiten ökonomisch klar im Vorteil
    Dabei handelt es sich wiederum um Angebote, die primär auf Infotainment und Unterhaltung setzen
    4 Gratiszeitungen in der Schweiz nehmen rund 30 Prozent der Werbeeinnahmen ein; die übrigen 41 müssen sich den Rest teilen.
    Das heisst reichweitenstarke Gratisangebote mit Fokus auf Softnews verdrängen Informationsmedien mit Qualitätsanspruch

    Als Folge dieser Dynamik (Reichweite via Gratis und Infotainment mit ökonomischem Vorteil) haben wir es mit einer eigentlichen Diktatur der Reichweite zu tun.
    Sieht man an Einführung Paywalls, die in CH deutlich hinterher hinkt
    Zudem poröse Paywalls (variable Anzahl Artikel bei TA, die gratis bezogen werden können; anderer Browser, Cookies löschen)

    Je länger die Medienbranche an dieser Gratis- und halbherzigen Pay-Kultur festhält, desto schwieriger werden Korrekturen (Musikbranche hat viel beherzter auf Gratiskultur mit Einführung von Bezahlmodellen reagiert).
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  • Aufbau so in Ordnung?
  • 2014: Hauptbefunde aus dem Jahrbuch Qualität der Medien – Schweiz Suisse Svizzera

    1. 1. Jahrbuch Qualität der Medien – Schweiz Suisse Svizzera www.foeg.uzh.ch Medienkonferenz Ausgabe 2014 Bern, 27. Oktober 2014
    2. 2. www.foeg.uzh.ch Übersicht • Begrüssung # Kurt Imhof • Resultate # Mark Eisenegger • Sprachregionale Resultate # Dick Marty # Fabio Lo Verso # Christine Egerszegi-Obrist # Peter Studer • Diskussion Seite 2 27.10.2014
    3. 3. www.foeg.uzh.ch Negativspiralen «Abfluss der Einnahmen zu branchenfremden Akteuren» «Unterhaltung schlägt Informationsjournalismus hinsichtlich Werbe- und Kaufeinnahmen» «Innerhalb des Journalismus verdrängt Reichweite über Gratis-Angebote und Infotainment die Qualität»
    4. 4. Steigende Werbeanteile der Unterhaltungsangebote • Markante Zunahme der Werbeerlöse der Werbefenster ausländischer TV-Privatsender von 2002 auf 2013 • Private TV-Unterhaltungs-angebote der Schweiz (z.B. 3+) haben einen grösseren Erfolg bei den Werbeeinnahmen als die privaten TV-Angebote mit Informationsjournalismus www.foeg.uzh.ch Seite 4 27.10.2014 Private Schweiz Öffentliche (SRG SSR) Private Ausland (Schweizer Werbefenster)
    5. 5. Reichweite via Gratis & Infotainment verdrängt Qualität www.foeg.uzh.ch Page 5 27/10/2014 • Gratiszeitungen werden mit über-durchschnittlich hohen Werbe-einnahmen belohnt • Fast jeder dritte Werbefranken, wird für die 4 Gratiszeitungen in der Schweiz ausgegeben. Die restlichen 41 Zeitungen müssen sich den Rest aufteilen Pressemarkt: Bruttowerbeerlöse
    6. 6. Qualitätsniedrige Medien auf Wachstumskurs www.foeg.uzh.ch Seite 6 25.09.2013 • Qualitätsniedrige Informationsangebote erzielen immer mehr Reichweite und sind damit auf dem Werbemarkt besser aufgestellt. • Qualitätshohe Informationsangebote büssen an Reichweite ein und kämpfen mit stark sinkenden Kauf- und Werbeinnahmen Informationsmedien mit niedriger Qualität Informationsmedien mit hoher Qualität
    7. 7. Online: Gratis- und Boulevardangebote mit grösstem Nutzungszuwachs www.foeg.uzh.ch Seite 7 27.10.2014 • Auch die Gratisangebote on-und offline, die auf Infotainment setzen, weisen die grössten Reichweitengewinne auf • Der rasant wachsende mobile Konsum verstärkt diese Tendenz. Unterwegs werden wenig anspruchsvolle Medieninhalte bevorzugt Nutzerzahlen: Unique User per Day in Mio. (NET-Metrix)
    8. 8. Social Networks vergrössern den Unterhaltungsdruck in der Medienarena zusätzlich www.foeg.uzh.ch Seite 8 25.09.2013 • Medienbeiträge, die in Social Media geteilt werden, sind grossmehrheitlich (kurze) Softnews • Folge der gemeinschaftlichen Kommunikation in den Social Networks, die der Selbstdarstellung dient und die möglichst viel «Likes» und Aufmerksamkeit akkumulieren will • Je stärker sich Informationsangebote an Viralitätsraten in Social Networks ausrichten, desto wichtiger wird das Infotainment 72% Softnews 28% Hardnews Fokus viral verbreiteter Beiträge
    9. 9. www.foeg.uzh.ch Folgen der Negativspiralen: «Unten» leidet die Qualität, weil sie nicht gepflegt werden muss – «oben» leidet sie, weil sie weniger erbracht werden kann
    10. 10. Seite 10 27.10.2014 www.foeg.uzh.ch Qualitätsveränderungen von 2010 bis 2013 Öffentliches Radio Abonnementszeitungen Sonntagszeitungen/Magazine Öffentliches TV Abo-Online Privatradio Privatfernsehen Boulevardzeitungen Gratiszeitungen Gratis-Online Boulevard-Online
    11. 11. www.foeg.uzh.ch Fazit • Die Mittel für vielfältigen, professionellen Informationsjournalismus fliessen zu branchenfremden Akteuren ab • Journalismus steht unter der Diktatur der Reichweite • Unterhaltungs-, Infotainment- und Gratis-Angebote profitieren von grösster Reichweite • Reichweitenstarke, qualitätsniedrige Informationsangebote profitieren von grössten Werbeeinnahmen • Social Networks und der rasant wachsende mobile Medienkonsum verstärken den Trend in Richtung Infotainment zusätzlich Seite 11 27.10.2014
    12. 12. www.foeg.uzh.ch Übersicht • Begrüssung # Kurt Imhof • Resultate # Mark Eisenegger • Sprachregionale Resultate # Dick Marty # Fabio Lo Verso # Christine Egerszegi-Obrist # Peter Studer • Diskussion Seite 12 27.10.2014
    13. 13. www.foeg.uzh.ch Sprachregionale Resultate • Svizzera italiana • Dick Marty zu «Strukturproblemen und sinkender Qualität im italienischsprachigen Medienmarkt» • Suisse romande • Fabio Lo Verso zu «Hoher Konzentration und ökonomischer Fremdbestimmung im französischsprachigen Medienmarkt» • Deutschschweiz • Christine Egerszegi-Obrist zu «Medienpopulismus und politischem Populismus» • Medienpolitik • Peter Studer zu «Keine Scheuklappen hinsichtlich medienpolitischen Reflexionen – Statement zu den Vorschlägen der Eidgenössischen Medienkommission EMEK» Seite 13 27.10.2014
    14. 14. www.foeg.uzh.ch Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

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